Autor Thema: 45-Stunden-Woche soll Jobs retten  (Gelesen 6578 mal)

Galenit

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45-Stunden-Woche soll Jobs retten
« Antwort #15 am: 13:42:15 Do. 19.Juli 2007 »
"Autos kaufen keine Autos", mein lieber Sodom, wusste schon der alte Ford vor vielen, vielen Jahren ...

Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen!
G.S. ehemaliger Bundeskanzler der B(ananen) R(epublik) D(eutschland):
"Was wir machen ist gut, die Menschen verstehen es nur nicht!"

aufklaererin

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45-Stunden-Woche soll Jobs retten
« Antwort #16 am: 14:05:42 Do. 19.Juli 2007 »
Zahlendreher muß 54 statt 45 heißen

Theo Retisch

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  • Wie schrecklich borniert und noch schrecklicher phantasiereich muss man eigentlich sein, um zu meinen, dass einen im Leben nichts mehr überraschen kann?
45-Stunden-Woche soll Jobs retten
« Antwort #17 am: 03:55:08 Mi. 01.August 2007 »
Zitat
Original von Sodom
Ich weiss das das einigen jetzt nicht schmecken wird hier....(wohl eher allen)...aber es gibt durchaus Argumente fuer dieses Vorgehen. Ich distanziere mich davon in Ausbeuter-Manier Mensch auzupressen, aber das Vorgehen von Bosch (und auch anderen Firmen) ist nicht komplett aus der Luft gegriffen.

Wie bereits vorher erwaehnt:

18 Arbeiter x 8 Stunden = 14400 stk.

1 Arbeiter x 8 Stunden = 100 stk.

18 Arbeiter x 9 Stunden = 16200 stk.

Der Punkt sind die fixen Produktionskosten. Dazu gehoert alles wie die Entwicklungskosten, Maschinen, Instandhaltung der Fabrik, Instandhaltung der Maschinen, Miete fuer das Grundstueck etc. etc. All diese Kosten fallen an, egal ob 8 oder 9 stunden gearbeitet wird. Am Ende muessen diese Kosten jedoch aufs Produkt umgelegt werden, irgendwie muss das Geld ja reingeholt werden um diese Kosten zu bezahlen.

Sagen wir es sind 50,000 Euro Fixkosten.
Bei 14400 stk sind das ~3.47 Euro pro stk. an Kosten
Bei 16200 stk sind es nur noch ~3.08 Euro pro stk an Kosten

Wenn die Personalkosten gleichbleiben kommt das effektiv also einer Senkung der Produktionskosten gleich. Das Produkt kann billiger angeboten/verkauft werden...wettbewerbsfaehigkeit kann wiederhergestellt werden.

Natuerlich laesst sich sowas auch einfach dazu benutzen um mehr Gewinn zu erwirtschaften. Ob das hier tatsaechlich der Fall ist, steht aber auf einem anderen Blatt.

Nana, so einfach kannst du die Stückkostenrechnung ja nicht angehen. In deinem Stückkostenbeitrag fehlen noch die variablen Kosten. Allein schon, dass du mehr produzierst, hast du höhere Materialkosten.

Kostenträger werden wie folgt berechnet:

Fertigungsmaterial +Materialgemeinkostenzuschlagssatz (%) = Materialkosten

+

Fertigungslöhne + Fertigungsgeminkostenzuschlagssatz (%) = Fertigungskosten

+

Herstellkosten der Erzeugung + Minderbestand FE/-Mehrbestand UE= Herstellkosten des Umsatzes

+ Verwaltungsgemeinkosten
+ Vertriebsgemeinkosten

= Selbstkosten des Umsatzes

Selbstkosten + Bestandsminderunf oder -Bestandmehrung = berichtigte Selbstkosten geteilt durch die Stückzahl der produzierten Menge ergibt die Serlbstkosten/Stck.


Dann muss man den Deckungsbeitrag berechnen, um den BEP (der Break Even Point zu erhalten), um festzustellen, wann kostendeckend produziert wird und Gewinn erzielt wird. :)
Wir, der Schwanz der Welt, wissen nicht, was der Kopf vorhat, doch wer nichts ahnt, hat auch vom Nichts wenig Ahnung.

ManOfConstantSorrow

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45-Stunden-Woche soll Jobs retten
« Antwort #18 am: 18:28:12 Di. 07.August 2007 »
Zitat
Kapitale Hütchenspieler[/SIZE]

Mal offen, mal verdeckt: Lohnsenkungsstrategien der Unternehmerlobby kommen wie gehabt als Reformvorschläge daher. Es vergeht kein Monat, in dem nicht ein Repräsentant der Unternehmerlobby den angeblich zu hohen Anteil der Sozialabgaben an den Löhnen beklagt…
http://www.jungewelt.de/2007/08-04/013.php

Zitat
In Deutschland wird wieder länger gearbeitet

Die Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten wieder länger. Um durchschnittlich fast eine Stunde (0,8 Stunden) ist die wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten zwischen 2003 und 2006 gestiegen, zeigt eine aktuelle Eurostat-Statistik. Mit 41,8 Stunden liegt sie nun im Mittelfeld der europäischen Mitgliedsländer, wo der Durchschnittswert 41,9 Stunden beträgt. "Nirgendwo in Europa ist die Wende zu längeren Arbeitszeiten so kräftig ausgeprägt wie in Deutschland"...
http://www.boeckler.de/cps/rde/xchg/SID-3D0AB75D-555A7DA4/hbs/hs.xsl/512_88347.html

Zitat
Profitrate der Unternehmen wird hoch bleiben

In ihrem Paper: The global upward trend in the profitshare analysieren die Ökonomen der Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ), Luci Ellis und Kathryn Smith, die Gründe für den überproportionalen Anstieg der Unternehmensgewinne im Vergleich zu den Arbeitseinkommen. Tatsächlich sei dieses Verhältnis heute das höchste seit mindestens 45 Jahren und hätte dabei aber wenig mit der derzeitigen weltweiten Hochkonjunktur zu tun, sei also nicht "zyklisch", wie auf der Arbeitgeberseite vielfach behauptet wird. Vielmehr bestehe dieser Trend in vielen Ländern bereits seit mindestens zwei Jahrzehnten, was auch das Beispiel Deutschlands zeigt: Betrug der Anteil der Arbeitnehmerentgelte am Volkseinkommen 1981 noch 73,6 Prozent, ist er bis 2006 auf 65,9 Prozent zurückgefallen. Dieses Ergebnis ist deshalb nicht ganz unbedeutend, weil dies seit langem ein beliebtes Argument der Arbeitgeber ist. Denn während die Gewinne zyklischen Schwankungen unterliegen würden, sei ein Absenken der Löhne kaum zu erreichen. Die Arbeitnehmer sollten im Ausgleich dafür daher auch in konjunkturstarken Zeiten Lohnzurückhaltung üben…
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25890/1.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!