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Deutsche Bank & Co.: Steuergeschenke trotz Rekordgewinnen?

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Wilddieb Stuelpner:
Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, vom 01. Februar 2007

Steuergeschenke trotz Rekordgewinnen?

Zur Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bank erklärt Axel Troost, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.:

Das Rekord-Ergebnis der Deutschen Bank zeigt: Große Unternehmen verdienen hervorragend in Deutschland. Dennoch planen SPD und CDU/CSU im Zuge der Unternehmenssteuerreform gerade für diese Unternehmen zusätzliche Steuergeschenke. Das hat mit Steuergerechtigkeit nichts zu tun. Von der geplanten Reform profitiert insbesondere die Kreditwirtschaft und damit auch die Deutsche Bank. Denn den Banken kommen die Steuersatzsenkungen in vollem Umfang zu Gute, während sie von den geplanten Gegenfinanzierungsmaßnahmen verschont bleiben.

Angesichts dieser Rekord-Zahlen sollte die Koalition die geplante Reform der Unternehmenssteuer noch einmal gründlich überdenken. Die Deutsche Bank erzielte 2006 einen Vorsteuergewinn von 8,1 Milliarden Euro, netto waren es 6 Milliarden. Die Reform würde nur dazu führen, dass der Nettogewinn steigt, neue Investitionen würde sie wohl kaum auslösen. Das Finanzministerium geht aber allein für das erste Jahr der Unternehmenssteuerreform von Einnahmeausfällen von rund 8 Milliarden Euro aus. Derartige Steuergeschenke sind deshalb unsinnig und überflüssig.

Weitere Informationen:
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag,
Pressestelle Platz der Republik 1,
D-11011 Berlin
pressesprecher@linksfraktion.de, http://www.linksfraktion.de
Fax: +49.30.227.56801
Hendrik Thalheim, Pressesprecher,
Tel. +49.30.227.52800

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--- Zitat ---"... Die Reform würde nur dazu führen, dass der Nettogewinn steigt, neue Investitionen würde sie wohl kaum auslösen. ..."

"... Derartige Steuergeschenke sind deshalb unsinnig und überflüssig. ..."

--- Ende Zitat ---
Korrekt, aber so sichern sich CDU/CSU/FDP- und SPD-Politiker ihre Vorstands- und Aufsichtsratsposten und einträglichen Nebenjobs. Eine dreckige Hand wäscht die andere.

Und wozu Investitionen in deutsche Arbeitsplätze bevor diese nicht das indische Rikschafahrernivau erreicht haben? Dafür schaffen Bertelsmann und Sinn den ideologischen Nährboden, daß Sozialabbau noch eine Glanzleistung der nächstenliebenden CDU/CSU ist. Unternehmen darf man ja bloß nicht überfordern. Das ist das neue Lightbild der christlich-katholischen Soziallehre Merkelscher und Stoiberscher Prägung.

ManOfConstantSorrow:
Die Deutsche Bank ist in ihrer gesamten Geschichte ein finsteres Horrorunternehmen.
Sie ist in diesem Forum viel zu selten Thema.

Eine aktuelle Kampagne in Australien gegen Investitionen der Deutschen Bank in den Bergbau:


https://twitter.com/WJWarriors/status/1525988144864440320

Frauenpower:
Ermittlungen bei der Deutsche Bank und Deutsche Bank Tochter DWS wegen des Verdachts von Greewashing
https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/greenwashing-deutsche-bank-woehrmann-100.html

dagobert:
Gibt es im Finanzsektor eigentlich irgendeine Schweinerei, bei der die Deutsche Bank mal nicht mitgemacht hat?

Kuddel:

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