Autor Thema: KiK - Millionen für Pooth - Ausbeutung bei den Beschäftigten  (Gelesen 63520 mal)

Kuddel

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In Österreich gibt es eine Kampagne gegen den Textildiscounter KiK.

KiK it!

regenwurm

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KiK
« Antwort #1 am: 13:28:30 Mi. 21.Februar 2007 »
spontan fällt mir schlecker dazu ein

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ManOfConstantSorrow

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KiK
« Antwort #2 am: 14:11:52 Mi. 28.Februar 2007 »
Letzte Woche Donnerstag protestierten in Wien-Auhof 300 Beschäftigte, Betriebsräte und Gewerkschafter vor der Konzernzentrale von KiK gegen die Entlassung des Spitzenkandidaten für die Betriebsratswahl, Andreas Fillei. Um die Teilnehmer der Kundgebung einzuschüchtern, wurden diese auf Anordnung der Geschäftsleitung fotografiert und die Reden mitgeschnitten. Der Textildiscounter KiK gehört zum deutschen Tengelmann-Konzern (Plus, Obi usw.).
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

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KiK
« Antwort #3 am: 11:05:50 Di. 13.März 2007 »
„(…) vielen Dank, dass Sie eine Protestmail für Andreas Fillei und die Wahl eines Betriebsrats bei KiK abgeschickt haben. Insgesamt wurden in nur zwei Wochen mehr als 8.000 Protestmails abgeschickt! Seit 26. Februar gibt es einen Wahlvorschlag zur Betriebsratswahl bei KiK. Spitzenkandidat der Liste "Wir sind KiK" ist Andreas Fillei. Das Hausverbot gegen ihn wurde bereits am 22. Februar nach einer von der GPA-DJP erwirkten einstweiligen Verfügung vom Gericht aufgehoben. Andreas Fillei kann somit ab sofort wieder als Kandidat für die Betriebsratswahl beim Textildiskonter KiK Wahl werbend in den Filialen tätig sein. Seine Entlassung ist damit allerdings nicht aufgehoben. Nun muss möglichst vielen Beschäftigten die Stimmabgabe ermöglicht werden. Deshalb wurde die Ausstellung von Wahlkarten für all jene Beschäftigten beantragt, die nicht in einer Filiale arbeiten, welche als Wahllokal fungiert. Das Ziel, endlich einen Betriebsrat bei KiK zu bekommen, ist damit einen Schritt näher gerückt. Die GPA-DJP wird weiterhin genau die Vorgänge beobachten und darauf achten, dass sowohl Andreas Fillei, als auch die anderen Wahl werbenden KandidatInnen für den Betriebsrat ihre Rechte voll und vor allem ungehindert ausüben können. Die zahlreichen Protestmails haben ganz wesentlich dazu beigetragen, die Betriebsratswahlen bei KiK nun endlich ins Laufen zu bringen. Andreas Fillei fühlt sich von der beeindruckenden Welle der Solidarität für ihn und die Beschäftigten bei KiK ermutigt und geht mit großer Zuversicht in die Wahl. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Wolfgang Katzian- Vorsitzender der GPA-DJP“

 Presseerklärung der GPA-DJP
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ManOfConstantSorrow

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KiK
« Antwort #4 am: 15:38:24 Do. 29.März 2007 »
„… Der deutsche Tengelmann-Konzern, zu dem nicht nur Kik sondern auch Obi, Plus und Zielpunkt gehören, ist im Besitz der Familie Haub, deren Vermögen laut Forbes auf 4,9 Milliarden Dollar geschätzt wird. Während der Discounter Plus in Deutschland der härteste Rivale von Aldi und Lidl ist, plant der Konzern zwischen 2006 und 2009 tausend weitere KiK-Filialen in Deutschland und hundert weitere Obi-Märkte in Europa. Mit welchen Methoden die feine Familie Haub arbeitet, ist seit dem Bekanntwerden der skandalösen Verhältnisse bei KiK nun sogar Thema der bürgerlichen Berichterstattung. Offensichtlich hat der Tengelmann-Konzern Probleme mit arbeitsverfassungsrechtlichen Grundprinzipien und behindert bis jetzt erfolgreich das Zustandekommen einer freien Betriebsratswahl…“

http://cms.gewerkschaftsplattform.org/index.php?i_ca_id=217&CMSFRONT=0536e2f5010b36f02966b7e6afc6f6bd
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ManOfConstantSorrow

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KiK
« Antwort #5 am: 13:45:49 Mo. 02.Juli 2007 »
Erstmals Betriebsrat bei KiK

Nach monatelangen Auseinandersetzungen wurde nun im Unternehmen erstmals ein Betriebsrat gewählt.

http://derstandard.at/?id=2942825
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Kater

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KiK
« Antwort #6 am: 16:46:01 Do. 03.Januar 2008 »
ARD, Panorama, 3.01.2008, 21:45

Zitat
Wenig Lohn, wenig Rechte - Rückkehr der Lohnsklaverei in Deutschland

"Jeden Tag eine neue Filiale", so lautet das Motto des Textildiscounters Kik. 2500 Läden gibt es schon, 3000 sollen es künftig werden – der Profit ist offenbar verlockend. Hohe Umsätze, von denen auch die Arbeitnehmer profitieren könnten – doch offenbar ist das Gegenteil der Fall.

Martina K., gelernte Einzelhandelskauffrau, arbeitet seit mehreren Jahren als Aushilfskraft bei Kik, ihr Stundenlohn: 5,20 Euro. Damit ist sie sogar eine der "Mehrverdienerinnen", einige Kolleginnen bekommen nur um die 4,50 Euro. Auch Lohnfortzahlung bei Krankheit oder bezahlten Urlaub hat Martina K. nie erhalten.

Denn um expandieren zu können, spart der Billiganbieter bei der Belegschaft. Das deutsche Arbeitsrecht wird dabei häufig ignoriert. Panorama über Lohndumping als Wettbewerbsprinzip.

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2008/t_cid-4491846_.html

Sektsauferle

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KIK Millionen für Pooth - Ausbeutung bei den Beschäftigten
« Antwort #7 am: 12:20:39 Fr. 16.Mai 2008 »
Zitat
Discounter KiK wird abgewatscht  

Gegen das Discounter-Prinzip    

KOMMENTAR VON ULRICH SCHULTE    
Die anonyme KiK-Verkäuferin hat alles richtig gemacht.
Sie hat sich gegen einen Hungerlohn gewehrt und ihren Arbeitgeber verklagt.
Prompt hat ein Dortmunder Arbeitsrichter die Textildiscount-Kette mit den roten Filialen und dem süßen Pullover-Männchen im Logo verdonnert - KiK muss die sittenwidrigen Löhne mit einer happigen Nachzahlung ausgleichen.    

Das erfreulich klare Urteil verschafft einem gerne übersehenen Fakt Öffentlichkeit: Ein Unternehmen, welches seinen Mitarbeitern Niedrigstlöhne bezahlt, verhält sich rechtswidrig - auch, wenn es in vielen Branchen noch keine Mindestlöhne gibt. Denn im Bürgerlichen Gesetzbuch regelt ein Paragraf, dass Löhne nicht in einem "auffälligen Missverhältnis zu der Leistung" stehen dürfen.
Genau das ist aber in vielen Branchen der Fall. Ob es Zimmermädchen, Wachschützer oder Friseurinnen sind - Löhne zwischen 4 und 5 Euro sind gesellschaftliche Realität, der Niedriglohnsektor boomt.  

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Sobutai

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hungerlöhne kik
« Antwort #8 am: 23:45:30 Fr. 16.Mai 2008 »
Meine Schwester arbeitet noch beim Discounter Kodi dort ist es mittlerweile mit den 400€ Jobs auch so das die maximal 5,20€ haben je nach Qualifikation.

Meine Schwester hat dort zum Vergleich als Teilzeit knapp 13€ allerdings liegt Sie mit der Geschäftsführung dort mehr als 3 jahre im Clinch wegen Arbeitszeit reduzierung bzw Aushilfe als 400€ Kraft.
Zitat / Song Frank Zappa:
What I always say is that politics is the entertainment branch of industry.

Efeu

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hungerlöhne kik
« Antwort #9 am: 12:23:17 Sa. 17.Mai 2008 »
http://www.imgu.de/pic.php?b_id=5894&s_code=vlz
http://www.imgu.de/pic.php?b_id=5892&s_code=hjj

Dass kik seine Leute unterbezahlt war schon länger bekannt. War oder ist das nicht auch bei Schlecker so?

Arwing

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hungerlöhne kik
« Antwort #10 am: 15:34:14 Sa. 17.Mai 2008 »
Auch Tedi und Takko zahlen Niedrigstlöhne und lassen Überstunden, die nur in einer Exeltabelle eingetragen werden, unter den Tisch fallen.

Zum Thema Tedi und Trinkgutlager erstelle ich mal einen eigenen Thread.
Das aktuelle Geldsystem ist auf die Gewinnmaximierung einer kleinen Elite ausgerichtet, die von der Gemeinschaft der Bürger Europas erbracht werden soll und die politische Elite fungiert als Handlanger.

Sektsauferle

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hungerlöhne kik
« Antwort #11 am: 09:38:46 So. 18.Mai 2008 »
mir ging es hier unter anderem auch um dieses urteil.

vielleicht wurde trotz allem ein stein für die zukunft gelegt, man darf ja mal träumen ;)
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oldfaithfull

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hungerlöhne kik
« Antwort #12 am: 20:03:35 Do. 29.Mai 2008 »
..und wieder hats gerappelt, siehe hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,556396,00.html
Wie gut, daß es doch noch ab und an Richter mit Verstand gibt. Wir kriegen die Gschäftlemacher alle!!!!

Rosalie

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hungerlöhne kik
« Antwort #13 am: 18:10:35 Di. 10.Juni 2008 »
Ich war mal  bei kik zum Vorstellungsgespräch.Ich bin ausgebildete Einzelhandelskauffrau und die wollten mir echt 4,10Euro zahlen und meine Arbeitgeberzeugnisse ab der Wiedervereinigung innerhalb von 14Tagen vorlegen.

Gitti

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hungerlöhne kik
« Antwort #14 am: 13:24:08 Di. 17.Juni 2008 »
Hi Rosalie,

Habe ich das richtig verstanden,die kiks wollten dir die Zeugnisse vorlegen oder du solltest sie denen bringen? Was ich als Hohn und völlig unadequat ansehe.Ich verstehe ja das man überhaubt nach Zeugnisse fragt aber seit der Grenzöffnung??? Krass !

Mfr.Grüssen,Gitti