Autor Thema: KiK - Millionen für Pooth - Ausbeutung bei den Beschäftigten  (Gelesen 63716 mal)

Rosalie

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hungerlöhne kik
« Antwort #15 am: 13:56:05 Do. 19.Juni 2008 »
Hi Gitti,
Das war wirklich deren ernst.Und das noch als Aushilfe.Ich sollte auch 2Tage je 12 Stunden zur Probe .Das ist aber normal .Das habe ich schon ein paar mal gemacht und die Arbeitgeber hatten sich gefreut dass sie ne kostenlose Wochenendvertretung hatten.Außerdem haben die ja noch die Probezeit wo sie einen Arbeitnehmer testen können.
Ich habe jetzt die Faxen dicke und arbeite bei einer Partei mit.
Ich habe augenblicklich die zeit dazu und ich kann und nicht länger zusehen wie auf uns rumgetrampelt wird.

vampyrella

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hungerlöhne kik
« Antwort #16 am: 14:12:06 Di. 22.Juli 2008 »
Hab ich auch schon hinter mir.

Bin ja auch gelernte KiE und hab mich bei so ner großen Textilkette beworben.
Stundenlohn 3,irgendwas Euro netto, die Lohnfortzahlung bei Uralub und Krankheit sei schon im Lohn mit einberechnet, da hab ich gesagt, das wir das Gespräch hier beenden können.
Die Filialleiterin hat mich nur blöd angeguckt und mich gefragt was ich dagegen hätte?

Da sprudelte es aus mir heraus (bin ja sonst höflich und bei Bewerbungsgesprächen durchaus kompromissbereit): "Und was ist wenn ich zwei Wochen mal krank bin? Dann fehlt bei mir ja ein halbes Monatsgehalt"

Darauf die Dame: "Dann können sie ja immer noch Harz4 beantragen, das machen hier alle so. Und ausserdem wollen sie doch nicht hier anfangen um in zwei Wochen krank zu werden?"
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mlawrenz

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KiK zur Nachzahlung wegen sittenwidriger Löhne verurteilt
« Antwort #17 am: 16:22:27 Do. 19.März 2009 »
Textilmarkt Kik zahlt sittenwidrig
HAMM dpa
Die Bezahlung von 5,20 Euro Stundenlohn von zwei Minijobberinnen durch den Textildiscounter Kik hat das Landesarbeitsgericht Hamm als sittenwidrig eingestuft. Das Unternehmen wurde gestern zu Nachzahlungen an die beiden geringfügig Beschäftigten verurteilt. Damit wurde die Entscheidung des Arbeitsgerichts Dortmund vom vergangenen Jahr best#tigt. Es lägen sittenwidrige Vergütungen vor, so der Vorsitzende Richter Werner Ziemann. Außerdem seien die Arbeitsverträge in mehreren Punkten gesetzeswidrig. Eine Revision wurde in beiden Fällen nicht zugelassen.

TAZ vom 19.03.09
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vampyrella

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Re: KiK
« Antwort #18 am: 11:54:00 Fr. 20.März 2009 »
Wisst ihr, was ich gestern bei news.de gelesen habe?

Das sich , dadurch, das die Nachzahlungen auch versteuert werden, bzw. die Sozialleistungen abgezogen werden, der Stundenlohn damit von 5,20€ auf 3,50€ reduziert....
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hoessi666

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Re: KiK
« Antwort #19 am: 10:36:23 Di. 24.März 2009 »
Man lese mal dieses INterwiew mit dem "Chef-Kiker"
Ist doch ein echter Wohltäter...
Von Gleitzonen  im Midi-Job-Bereich bis 800 Euronen hat der wohl noch nie gehört.

http://www.welt.de/wirtschaft/article3425870/Der-KiK-Chef-sagt-warum-weniger-Lohn-besser-ist.html

vampyrella

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Re: KiK
« Antwort #20 am: 20:23:08 Di. 24.März 2009 »
Naaa, im Einzelhandel Gleitzeit stell ich mir ETWAS schwierig vor...
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Kater

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Kik will wissen wer Schulden hat
« Antwort #21 am: 10:52:21 Mi. 20.Mai 2009 »
Zitat
Kik will wissen wer Schulden hat

Der Bekleidungs-Discounter Kik hat regelmäßig die Finanzlage seiner Mitarbeiter überprüft. Das haben Recherchen des WDR 5-Magazins "Westblick" ergeben. Mittlerweile wurde die NRW-Datenschutzbeauftragte eingeschaltet.

Regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg hat demnach Kik bei der Firma Creditreform Auskünfte über die Bonität seiner Mitarbeiter eingeholt. Wie das Unternehmen mit Sitz im westfälischen Bönen mitteilte, sollte damit sichergestellt werden, dass Mitarbeiter "mit negativen Einträgen nicht in sensiblen Arbeitsbereichen eingesetzt werden". Dazu gehöre etwa die Arbeit an der Kasse. Einen Creditreform-Eintrag bekommt allerdings auch derjenige, der zum Beispiel seinen Fernseher oder seinen Kühlschrank per Raten abbezahlt - auch wenn jede Zahlung pünktlich geleistet wird.

Abfrage wurde eingeschränkt
Mittlerweile sei die Landesdatenschutzbeauftrage eingeschaltet worden, hieß es seitens Kik. Zudem finde eine Abfrage aller bei Kik beschäftigten Mitarbeiter nicht mehr statt.

Die Sprecherin der Datenschutzbehörde, Bettina Gayk, bestätigte gegenüber dem WDR, dass der Vorgang überprüft werde. Mit einer Stellungnahme sei aber erst in zwei Wochen zu rechnen. Sicher ist sie aber, dass es einen solchen Fall bisher noch nicht gegeben habe. Die Prüfung der Zahlungsfähigkeit sei grundsätzlich zulässig, wenn ein berechtigtes Interesse vorliege, so Gayk.

http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/wirtschaftsbranche/einzelhandel/kik/090519.jhtml

klaus72

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Re: KiK
« Antwort #22 am: 13:30:31 Mi. 20.Mai 2009 »
Zitat
Kik will wissen wer Schulden hat

Ich glaube, wir müssen die Organisationen ( Crefo, Schufa, Arbeitgeber wie KIK, Bahn etc) zurückschlagen !

Wir brauchen neue Auskunfteien, die uns Auskünfte erteilen, z.B. über

-Lohn und Gehaltsrückstände
-Seriösität der Arbeitgeber
-Scoreindex des Unternehmens
-Umgang mit Praktikanten
-etc

ManOfConstantSorrow

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Re: KiK
« Antwort #23 am: 17:26:36 Do. 28.Mai 2009 »

Erster Betriebsrat bei Kik


Beim Textildiscounter Kik wird es zukünftig einen Betriebsrat geben. Am Freitag (22.05.09) konnte die Gewerkschaft Ver.di vermelden, dass die Mitarbeiter im Lager in Bönen (Kreis Unna) eine Mitarbeitervertretung erhalten würden. Der Konzern selbst wollte sich vor den Betriebsratswahlen zu Themen wie Überstundenausgleich, Löhne nach Tarifvertrag und Arbeitsbedingungen nicht äußern.


Kik zunehmend mit Negativschlagzeilen

Kik war in den vergangenen Monaten mehrfach in die Schlagzeilen geraten. Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt derzeit gegen Kik wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Bundesdatenschutzgesetz. Das Unternehmen soll regelmäßig Bonitätsauskünfte über Mitarbeiter bei der Auskunftei Creditreform eingeholt haben. Zudem hatte das Landesarbeitsgericht Hamm am 18.03.09 Fälle von "sittenwidrigen Vergütungen" beim Billigdiscounter bestätigt.

18.000 Mitarbeiter beim Textil-Discounter

KiK ist ein Tochterunternehmen des Einzelhandelskonzerns Tengelmann, betreibt derzeit 2.700 Filialen in sechs Ländern Europas und beschäftigt rund 18.000 Mitarbeiter. Der Discounter erwirtschaftet seinen Umsatz hauptsächlich mit Billigprodukten in der Textilbranche.

Zitat
WDR 2 Beitrag

Ver.di zeigt sich erleichtert

WDR 2 Reporter Michael Westerhoff hat sich mit Christiane Vogt von Ver.di getroffen. Die Gewerkschafterin erläuterte ihm den schwierigen Prozess der Einführung eines Betriebsrates für die 400 Lagermitarbeiter in Bönen.
 
400 Lagermitarbeiter erhalten Betriebsrat (22.05.09)

Beitrag ist hier anhörbar:
http://www.wdr.de/radio/wdr2/rhein_und_weser/518533.phtml
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

AlleMachtdenRäten

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KIK: Millionen für Pooth, Armut für den Rest
« Antwort #24 am: 19:32:52 Sa. 26.September 2009 »
Wieder mal KIK. Tja, da der gute Deutsche nur gutes für wenig Geld haben will kauft er bei KIK.
Ne Jeans für 2,99 € macht einen glücklich. Nur nicht die Kindersklaven, die Näherinnen und die Mitarbeiter.


Von Spiegel online : http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,651460,00.html
Die Textilkette Kik boomt auch in der Krise - mit konkurrenzlos niedrigen Preisen. Doch die Zeche zahlen junge Näherinnen in Bangladesch, unterbezahlte Beschäftigte und oft auch die Kunden.

Vor 15 Jahren gründete Stefan Heinig den Textildiscounter Kik. Seither arbeitet der ehemalige Handelsassistent daran, die Preise zu drücken. Er verkauft den Deutschen die billigsten Klamotten, die es gibt. Heißt es.


Jeans kosten bei Kik mitunter nur 2,99 Euro. Mit Hilfe der "Bild"-Zeitung deckte Heinig die Nation im Frühjahr mit "Volks-T-Shirts" ein, für 1,99 Euro. Und seit einigen Wochen wirbt Verona Pooth, gegen die wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt wird, für Jacken in "Lederoptik" zu 19,99 Euro ("Besser als wie man denkt!").

Hauptsache billig - mit dieser simplen Idee hat Heinig ein Geschäftsimperium aufgebaut, das trotz Krise immer weiter wächst. Selbst auf Sylt finden sich zwei Geschäfte der Billigkette, 2800 Filialen in sechs Ländern gibt es mittlerweile, und es werden immer mehr. Der Umsatz des Unternehmens, das zum Tengelmann-Konzern gehört, lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 1,1 Milliarden Euro.

Doch der Erfolg beruht auf einer Täuschung. Genau genommen sind Kiks Preise nicht billig - sie kommen Mitarbeiter, Zulieferer und oft auch Kunden teuer zu stehen. Den höchsten Preis für den hiesigen Geiz zahlen die Näherinnen in den Fabriken in Bangladesch. Fast die Hälfte der Waren stammt von dort.

Text geht über 2 Seiten

Gruß
Gib einem Menschen Macht und Du erkennst sein wahres Gesicht.

christianw

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Re:KIK: Millionen für Pooth, Armut für den Rest
« Antwort #25 am: 12:24:25 Di. 13.Oktober 2009 »
Der Witz ist, viele kaufen dort den Mist obwohl sie locker genug Geld für "gescheite" Kleidung hätten. Geiz ist geil, mich widert dieses hauptsache billig richtig an.
Und wenn man sich ansieht bzw. anfühlt was man für sein Geld bekommt, dann ist selbst das wenige Geld eigentlich noch zuviel dafür.

Alex22

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Kickt KIK
« Antwort #26 am: 17:21:26 Do. 26.November 2009 »
Unternehmen, die sich nur mit unfairen Methoden gegen ihre Konkurrenten behaupten können und die auf indirekte oder direkte staatliche Subventionen (Hartz IV / ALG II) angewiesen sind oder sich diese erschleichen sind marktradikale extremistische Kapitalisten!

Zitat
KIK Stundenlöhne sind sittenwidrig!  Der KIK Stunden-lohn von 5,20 € ist für die Tätigkeit eines Verkäufers oder einer Verkäuferin im Einzelhandel SITTENWIDRIG!
So entschieden vom Landesarbeitsgericht Hamm, AZ 6 SA1248/08 und 6 SA 1372/08)

KIK lässt sich sein Personal über Hartz IV subventionieren!

Die Firma KIK beging mit der sittenwidrigen Bezahlung eine unerlaubte Handlung. Das Landesarbeitsgericht Hamm stellt ausdrücklich fest, dass im Fall KIK der Straftatbestand des Wuchers nach Strafgesetzbuch vorliegt.
Die Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Soziales – Hartz IV muss weg! informiert, dass die Arbeitnehmer bei KIK gezwungen sind, als sogenannte Aufstocker zu den Grundsicherungsstellen zu gehen, um mit dem „aufstockenden“ Hartz IV überleben zu können.
Arm trotz Arbeit ist demütigend!
Die Landearbeitsgemeinschaft Arbeit und Soziales – Hartz IV muss weg! unterstützt die Verkäuferinnen und Verkäufer von KIK indem sie auf das Geschäftsge-bahren des Unternehmens KIK hinweist und dieses auf das Schärfste verurteilt.



Infoblatt download hier

Original

Fälschung

Hedgegina

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Re:Kickt KIK
« Antwort #27 am: 17:35:23 Do. 26.November 2009 »
Dieser Laden, der sich seit einiger Zeit auch in Kiel breitgemacht hat, hat mich schon immer genervt. Ganz zu schweigen von diesen ausbeuterischen, haarsträubenden Fakten, die du da auftischst, ist die Werbekampagne mit Verona Pooth - die selbst wohl eher woanders einkaufen würde, jedenfalls nicht in diesem Laden - sowas von unglaubwürdig und dämlich, dass ich jedesmal abkotzen könnte, wenn ich so einen Werbespot sehe und nicht schnell genug die Fernbedienung zu fassen kriege.

Ganz schlimmer Laden.  :'(

Rudolf Rocker

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Die KiK-Story
« Antwort #28 am: 23:47:44 Do. 08.April 2010 »
Hallo Leute!

Ich stelle hier mal Panorama - Die Reporter vom 07.April rein.

http://www3.ndr.de/sendungen/panorama_die_reporter/panorama430.html

Schaut es Euch einfach mal an. Für einen Kommentar fehlen mir hier grade die Worte!!



Auferstanden

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #29 am: 00:16:18 Fr. 09.April 2010 »
traurig...
offenbahrt dieser Filmbeitrag nur einmal mehr, dass gerade Deutschland, bzw. die Deutschen weniger
genötigte Handlanger aus Sachzwängen
als vielmehr aktive Speerspitze im internationelen Wettbewerb der Ausbeutung und menschenverachtenden
arbeitsteiligen Gesellschaft sich etablieren konnten.

Der Sklavenstaat ist Exportweltmeister, so oder so