Autor Thema: KiK - Millionen für Pooth - Ausbeutung bei den Beschäftigten  (Gelesen 63715 mal)

Arwing

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #30 am: 01:57:52 Fr. 09.April 2010 »
Dass die Leute es immer noch nicht verinnerlichen, was sie in der hiesigen Wirtschaft, insbesondere bei Discounter, erwartet. Mein Mitleid hält sich in grenzen. Niemand muß sich dort so unter wert verkaufen und ausbeuten lassen.
Das aktuelle Geldsystem ist auf die Gewinnmaximierung einer kleinen Elite ausgerichtet, die von der Gemeinschaft der Bürger Europas erbracht werden soll und die politische Elite fungiert als Handlanger.

Eivisskat

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #31 am: 06:49:37 Fr. 09.April 2010 »
Erst wenn die Menschen auf ihren Arbeitsplätzen wieder besser verdienen, werden sie die billigen, minderwertigen Fetzen und den Plastik-Müll nicht mehr kaufen müssen und diese Schädiger-Firmen boykottieren können.

"Es tut so weh, aber unsere Familien brauchen das Geld"   :'(



Zitat




Skandal um Lidls Billigklamotten
Ohrfeigen, Überstunden und Niedriglöhne: Wie Lidl in Bangladesch Näherinnen ausbeutet. Jetzt klagen Verbraucherschützer gegen den Discounter.

Das Foto zeigt die dunkelhäutige Hand einer bangladeschischen Näherin. Sie zieht ein Stück Stoff unter einer edlen Nähmaschine hindurch. “Wir handeln fair!", steht in großen Lettern darüber. So wirbt der Discounter Lidl in einer Kundenbroschüre für die angeblich "fairen Arbeitsbedingungen" bei seinen Lieferanten. Nur leider ist das gelogen, wie Recherchen einer Menschenrechtsorganisation ergaben. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat deshalb Klage gegen die Supermarktkette beim Landgericht Heilbronn eingereicht.

"Lidl täuscht die Verbraucher", erklärte Günter Hörmann, Chef der Verbraucherzentrale. Außerdem betreibe der Discounter mit seiner falschen Behauptung Wettbewerbsverzerrung. "Wo sozial und fair draufsteht, muss auch sozial und fair drin sein." Die Arbeitsbedingungen in dem südasiatischen Land entsprächen genau dem Gegenteil.

Mitarbeiter der Organisation "Kampagne für saubere Kleidung" (CCC) waren nach Bangladesch gereist, um sich die Lage vor Ort anzusehen. Sie besuchten vier Fabriken, in denen Lidl produzieren lässt und sprachen mit 22 Näherinnen je Produktionsstätte spätnachts nach der Arbeit, damit die Frauen geschützt waren. Das Ergebnis war erschütternd.

Die Textilarbeiterinnen erzählten von Ohrfeigen. Von massiven Einschüchterungen und Beschimpfungen, infolge deren eine Schwangere sogar ihr Kind verlor. Von Sieben-Tage-Wochen. Von Überstunden. Wenn eine Frau vor Erschöpfung zusammenbricht, wird sie mit einem Lohnabzug für drei Tage bestraft. Sobald die Arbeiterinnen versuchen, sich zu organisieren, wird ihnen gekündigt. Und für all die Plackerei, all das Leid erhalten sie einen Monatslohn, der zwischen 16 und 22 Euro liegt. Davon kann auch in Bangladesch niemand leben.

"Lidl sorgt mit seinem Preisdruck nach unten dafür, dass dieses System erhalten bleibt", so Gisela Burckhardt von CCC. "Andere Ketten senken auch ihre Preise. In den letzten Jahren sind die Löhne in Bangladesch um ein Drittel gesunken, die Discounter drohen mit Verlagerungen in andere Länder." CCC und das "European Center for Constitutional and Human Rights" (ECCHR) haben sich der Klage der Verbraucherzentrale angeschlossen.

Lidl selbst gab sich gestern verschlossen: "Zum derzeitigen Vorstoß der Verbraucherzentrale Hamburg nehmen wir keine Stellung", so Sprecherin Petra Trabert. Zuletzt hatte Lidl in der Öffentlichkeit immer wieder auf seine Mitgliedschaft in der "Business Social Compliance Initiative" hingewiesen, einer Selbstverpflichtung des Einzelhandels, soziale Standards einzuhalten, mit deren Label Lidl sich schmückt.

Gisela Burckhardt: "Es zeigt sich, dass diese Selbstverpflichtung nicht funktioniert. Wir haben uns an die Bundesregierung gewandt. Es müssen dringend rechtlich verpflichtende Sozialstandards eingeführt werden."

http://www.mopo.de/2010/20100409/deutschland-welt/panorama/skandal_um_lidls_billigklamotten.html

Gehtsnoch

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #32 am: 09:46:28 Fr. 09.April 2010 »
Man koennte jetzt ueber mich herziehen....aber ich gehe nie bei KIK einkaufen und selbst mit ganz wenig Geld, kaufe ich nur teure Markenkleidung (leider irgendwo in china hergestellt).
Aber da wo ich es vermute und verhindern kann, kaufe ich nicht ein. Ein lokaler Laden hier betreibt seit jahren hire & fire...die Leute kaufen trotzdem, weil mein Ort eine Touristen Hochburg ist.

Ich jedoch nicht.

Lieber gebe ich 80 Euro fuer eine HighTech Outdoor Hose aus (die 5-10 Jahre haellt), bevor ich solche Dreckslaeden unterstuetze....auch in Schlecker setze ich seit ueber 10 Jahren kein Fuss rein!!!!

Als Kfzler gebe ich einen scheiss auf ATU und die Vergoelstgruppe.....ich boykottiere einige Versicherungen und McDoof erst recht. Wer nicht so denkt ist bei mir unten durch. Hat mir schon so einige Probleme bereitet...aber meine Unabhaengigkeit und geistige Freiheit ist mir das wert.


Andererseits...bie Laeden wie KIK wuerde bei mir die Frage des Bombodrom Problems gar nicht mehr stellen!
 >:D >:D >:D

Wenn man nun die CDU und FDP Saecke reden hoert bezueglich H4 in EEJ fuer privat Wirtschaft werben hoert....es geht nicht mehr.

Deutschland MUSS radikal gerettet werden...sonst ist nichts mehr mit Demokratie. Leute wie die KIK Bosse gehoeren sofort in den Bau...Schluessel wegschmeissen und seine eigene Scheisse zu fressen zu geben.

Eine Sache verstehe ich jedoch nicht...wieso gehen die Menschen nicht auf die Barrikaden??? Wuerde mein Sohn im sterben liegen...aufgrund des Handelns eines anderen...und keiner wuerde mir helfen...dann wuerde ich mir die Verantworltichen vorknuepfen!

Es ist wie mit den Juden im KZ...alle schoen brav duschen gehen...bloss sich nicht wehren...(oder sage ich da was falsches?)...diese absolute Handlungsohnmacht kotzt mich sowas von an.
Zeitarbeit ist scheisse!

Alan Smithee

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #33 am: 10:55:15 Fr. 09.April 2010 »
Ich halte es ähnlich wie Gehtsnoch: lieber 1 hochwertige Hose, die dann halt leider etwas mehr kostet (dafür aber länger hält!!) als 3 oder 4 billige vom KIK. Auch wenn es bedeutet, dass ich viel weniger Klamotten habe; aber ich bin dank Hartz IV nicht mehr in der Position, äußerlich irgendjemanden beeindrucken zu müssen  ;) (so gesehen hat alles seine Vorteile ::))

Dass leider auch gerade Produzenten von Markenklamotten in Billiglohnländern produzieren, ist mir schon klar. Aber durch mein Konsumverhalten möchte ich Wegwerf-Produkte boykottieren.

Bei McBlöd und Citizen King usw. habe ich schon seit Jahren keinen Cent mehr gelassen. Produkte von Schlecker kommen mir auch nicht mehr in die Tüte.

Leider muss ich zugeben, dass ich bei einem bestimmten Billig-Lebensmitteldiscounter (fängt mit A an) meine Nahrungsmittel und Klopapier / Tempos / Waschmittel e.t.c. einkaufe. Ich weiss natürlich, unter welchen Umständen bestimmte Dinge hergestellt werden, damit ich die billig kaufen kann. Aber mit Hartz IV habe ich da leider nicht die Möglichkeit, beim Bio-Bauern auf dem Wochenmarkt einzukaufen, oder in Öko-Shops andere Produkte. So gerne ich das auch täte.

(Dafür versuche ich im bescheidenen Rahmen, wenigstens auch bei A*** ein wenig bewusster zuzulangen; z.B. kaufe ich nur die Eier aus Freilandhaltung; Fleisch esse ich so gut wie nie. So kann ich wenigstens was für die Tiere tun, wennschon nicht für die Menschen. Obst und Gemüse wenn es geht saisonbedingt aus deutschem Lande) Und das Gute hieran: so kann ich die Qualitätshosen auch noch nach 5 Jahren anziehen, ohne "rausgewachsen" zu sein ;)

Also mein  persönliches Fazit: mit wenig Geld muss ich leider Kompromisse mit meinem Gewissen und meiner Gesundheit eingehen. Aber im Rahmen der Möglichkeiten kann man im Kleinen mit ein wenig Nachdenken auch ein bisschen zumindest zur Linderung der Umstände beitragen. Zu mehr fehlt mir leider die Kohle X(

...still dreaming of electric sheep...

Rudolf Rocker

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #34 am: 11:06:25 Fr. 09.April 2010 »
Gehtsnoch du hast völlig recht! Letztendlich sind es ja die Verbraucher, die mit ihrem Kaufverhalten entscheiden, was sich Läden wie KiK und co. erlauben können und was nicht!
Ich halte es genauso wie Du!
Was nützt es, sich eine superbillige Hose zu kaufen, die nach zwei Wochen den Geist aufgibt? Qualität hat nun mal seinen Preis und fair gehandelte Ware ebenfalls!

Als ich mir den Beitrag gestern ansah, standen mir vor Wut wirklich die Tränen in den Augen!
Ich weiß, die Bedingungen der Näherinnen in Bangladesch (und nicht nur dort) sind schon seid vielen Jahren sehr schlecht und das Problem nicht neu! Aber es hat mir wieder ein Stück weit die Augen geöffnet.
Leider setzt bei mir oft so ein Verdrängungsmechanismus im Gehirn ein, der aber, glaube ich, notwendig ist, um nicht völlig den Verrstand zu verlieren!

Was mich so fürchterlich erschrocken hat ist unter anderem die Tatsache wie willenlos Menschen derartige Erniedrigungen hinnehmen! Diese Näherin im Film verdient 30 € im Monat und muss 30€ Miete bezahlen! Dafür arbeitet sie aber 10- 12 Stunden in dieser Fabrik!
 Diese Menschen haben keinerlei Rechte, keine Arbeitschutzgesetze, keine Gewerkschaften! Gar nichts!!

Und jeder der bei KiK einkaufen geht sollte sich vor Augen führen das Blut an den Klamotten klebt und sich schämen soetwas zu unterstützen!
Ich weiß: Andere sind auch nicht besser und auch die Markenhersteller lassen unter menschenunwürdigen Bedingungen fertigen (siehe Nike).

Aber als Käufer kann ich meine Macht nutzen. Denn nichts fürchten diese Verbrecher mehr als den Rückgang ihres Umsatzes.
Wir sind hier zusammen in einem Forum der Ausgebeuteten und unsere Schwestern und Brüder in Bangladesch und anderswo gehören zu den am schlimmsten Betroffenen der Ausbeutung!
Wir dürfen sie nicht alleine lassen! Denn nur wenn wir Global denken können wir eine Lösung dieses Problem erreichen. Also eine Abschaffung der Ausbeutung!


Die Näherinnen in Bangladesch haben keine Arbeitsrechte. In Deutschland, habe ich mir sagen lassen, gibt es sowas schon (noch)!
Desshalb stand mir auch der Mund sperrangelweit offen, als die Ex- Verkäuferin erzählte dass es keine Lohnfortzahlung im Krankeitsfall und im Urlaub gibt!
So einen Arbeitsvertrag würde ich nicht unterschreiben und sollte es danach zu einer Nicht- Zahlung kommen würde ich den Arbeitgeber vor das Arbeitsgericht ziehen!
Ich hatte vor ein paar Jahren mal einen solchen Fall, das in einem Arbeitsvertrag drinn stand: "Lohn wird nur für geleistete Arbeit gezahlt". Ich habe vom AG verlangt das dieser Passus aus dem Vetrag gestrichen wird. Wollte er nicht! Vertrag kam nicht zu stande! Ende!

So, jetzt Euch allen aber noch einen schönen Tag!

Sir Vival

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #35 am: 11:14:32 Fr. 09.April 2010 »
Das zieht sich doch durch alle Artikel auf dem deutschen Markt.

Es wird irgendwo in der Welt billigst in Ausbeutermanier gefertigt und in Deutschland "teuer", zumindest VIEL teurer verkauft, was für uns trotzdem noch billig ist.
Ob es KaCK (KIK) ist, vergiftetes Gemüse/Obst, Sklavenschokolade aus Westafrika (Nestlé, Hershey´s,....) oder sonst ein Scheiss.
Selbst wenn man viel bezahlt, ist man nie sicher, ob es auch wirklich "made in sonst-in-einem-Land-reinen-Gewissens" oder nicht doch "manufactured by slavery" ist.

Und was macht die Politik? Sieht zu. Is ja eh für´s Volk und jeder hat die Wahl, was anderes zu kaufen.
Man soll zwar nicht ALLES auf die Politik schieben, aber wer soll´s denn sonst regeln?

Dann kommt sowas zehntausend mal im TV auf jedem Sender, sodaß der gemeine Kleinbürger irgendwann auf Durchzug stellt und ihm eh alles sch****egal ist. Billig ist geil...oder wie war das? "Geiz ist GEIL!" DER Spruch bleibt für immer hängen!
Da rfressen die Kleinen verzogenen Gören die Schokolade, die gleichaltrige Kindersklaven in Afrika pflücken und schleppen. Das ist den "korrekten" Müttern Deutschlands aber sch****egal.
Da könnte ich draufkotzen! Ehrlich.
Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen
Es gibt 2 Arten von Politikern:
- der eine kann nichts!
- der andere nichtmal das!

Alex22

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #36 am: 13:26:16 Fr. 09.April 2010 »
Gehtsnoch
Zitat
Als Kfzler gebe ich einen scheiss auf ATU und die Vergoelstgruppe.....ich boykottiere einige Versicherungen und McDoof erst recht. Wer nicht so denkt ist bei mir unten durch. Hat mir schon so einige Probleme bereitet...aber meine Unabhaengigkeit und geistige Freiheit ist mir das wert.
Ich schließ mich Dir da auch an.
Als "Ex Kunde" einer bayerischen ARGE versuche ich ohne diesen Staat und seine "sozialen Leistungen" zu sein und zu wirken.
Es gelingt mir nicht sehr gut.
Aber eines habe ich bereits vor vielen Jahren gelernt, man braucht nicht wirklich viel.
Ich schränke mich immer mehr ein und um so mehr ich erkenne, wie schuldig ich mich mit bestimmten Konsum mache, um so mehr begrenze ich diesen.
Mein Weltbild ist schon immer konsumkritisch gewesen und mir war immer bewusst, das ich mit meinem Handeln auch zerstöre. Das lässt sich nicht vermeiden, aber steuern.

Können wir nicht eine begründete Boykotliste erstellen? Firma, Produkt Situation Datum?
Das kann man dann immer wieder überprüfen und ev. auch ergänzen mit "Firmenreaktion" .



Carpe Noctem

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #37 am: 13:28:30 Fr. 09.April 2010 »
Gehtsnoch du hast völlig recht! Letztendlich sind es ja die Verbraucher, die mit ihrem Kaufverhalten entscheiden, was sich Läden wie KiK und co. erlauben können und was nicht!

Konsumverweigerung ist das Mittel der Wahl, wenn man es sich denn leisten kann.

Die Kampagne "für Sauber Kleidung" hat auch schon 2009 mit Flugblättern um Spenden geworben. Diesen Artikel fand ich zum Thema im Netz, Motto: Globalisierung fängt bei einem selber an:

http://www.fau-duesseldorf.org/nachrichten/kritik-an-der-christlichen-inititative-fur-saubere-kleidung/

Grüsse - CN
Art. 1 GG: "Die Menschenwürde steht unter Finanzierungsvorbehalt"

Isnogud

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #38 am: 15:11:54 Fr. 09.April 2010 »
dann fangen wir doch mal an: welcher Ölmulti betreibt eine Förderstelle im Wattenmeer?
ich denk ich lass es . Da fallen mir so viele Namen ein. Uns es bleibt ja nicht nur beim Handel. Egal ob Waren oder z.B. an Börsen. Was ist mit den Chinesen in Nepal.....wo fängt es an, wo hört es auf........Yanomami, Froschschenkel, Lebendviehtransporte.......
Aber trotzdem. Irgendwo muss ja mal ein Anfang gemacht werden. Deshalb kauf ich weder bei Schlecker noch bei Kik ein. Dazu ist mein Geld zu teuer verdient. Weissbrot zum Beispiel. Lecker zum Frühstück und ratzfatz ist der Hunger wieder da. Also Roggenbrot. Ist viel mehr drin im Mehl. Und so gehts weiter. Einfach mal über den Tellerrad schauen.
Ich kenn allerdings Leute, wenn die 1,-€ Shop hören, dann hält die nix mehr. Rein und kaufen....und wenn die Hälfte der Waren noch auf dem Weg zum Auto auseinanderfällt. Egal, boah, wass hab ich gespart. Da fass ich mir nur an den Kopp. Begreif ich nicht. Ich geh jetzt Frust abbauen.
Isnogud
wer bei Regen Sonnenmilch kauft, weiß, das der Stuhl ein Baum war.

Codeman

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #39 am: 15:24:44 Fr. 09.April 2010 »
Ich gehe auch weiterhin bei Kik,Aldi,Lidl,netto einkaufen. Schlecker besuche ich nur deswegen nicht mehr weil DM billiger ist.
Ich bin der Rostfleck am Schwert des Sozialismus - Zitat frei nach Schraubenwelle

Alex22

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #40 am: 21:08:09 Fr. 09.April 2010 »
Boykot muss nicht individuell bleiben.
Wenn sich einige Tausende Kunden einer Firma für eine bestimmte zeit, ein bestimmten Artikel verweigern, dann zeigt das Macht.
Dazu noch die entsprechende Beschwerde an die Firma und wir werden erfolge haben.
Natürlich ist es schwer einen Anfang zu finden. Aber gut Ding will Weile haben. Geduld.
Aber was ist das Wesen der Kleinmütigen? Sie finden keinen Anfang und sind dennoch schon am Ende.
Hier im Forum sind viele gute Leute. Wir werden doch einen Anfang, eine Masche finden und dann rippelt der ganze Pullover auf.
 ;D

Aguirre

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #41 am: 00:06:14 Sa. 10.April 2010 »
Halte ich für illusorisch, leider!
Es gibt 5 Millionen Erwerbslose und 55 Millionen andere Kunden in Deutschland. Die 55millionen anderen, kümmern sich nicht darum WIE eine Ware hergestellt wird. Die kaufen, wie sie grade Lust haben. Ein Arbeitsloser der billige Waren boykottiert, schneidet sich wegen des zu knappen Regelsatz selber ins Fleisch! Und es wird wegen der Zahlenverhältnisse nur wenig damit erreicht. Ganz zu schweigen davon, daß diese Discounter auch im EU Ausland tätig sind, während es Hartz-IV nur in Neo- Nazi-Deutschland gibt. 

Codeman

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #42 am: 06:39:24 Sa. 10.April 2010 »
Kümmern sich denn die Arbeitslosen darum wie Ware hergestellt wird ? Genauso viel wie die anderen 55 Mio...
Ich bin der Rostfleck am Schwert des Sozialismus - Zitat frei nach Schraubenwelle

Tante Maria

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #43 am: 08:05:11 Sa. 10.April 2010 »
Ich kauf  bei Kik ,Schlecker nicht ein .Codeman bei DM kannst du einkaufen (Die werden dort anständig bezahlt)götz Werner ist sogar für das Bedinungslose Grundeinkommen.Das Problem beim ganzen ist doch wer wenig Geld (Hartz4  hat geht dort einkaufen ,sicherlich nicht alle .),und dann schließt sich wieder der Kreis.Aber ich denke so mehr leute es boykottieren ist schon mal ein Anfang gemacht.

Aloysius

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Re:Die KiK-Story
« Antwort #44 am: 08:18:37 Sa. 10.April 2010 »
Ich denke, wir Arbeitslosen sind genau die Leute, die da wirklich etwas machen können.

Wir brauchen eine entsprechende grafisch gut aufbereitete Plakatvorlage (am besten zusammengesetzt aus einigen DIN A 4 Blättern, die in örtlichen Initiativ-Büros ausgedruckt werden können oder zuhause, und dann stellt man sich vor die örtliche KiK-Filiale und hält schlicht das Plakat auf einem Karton oder Holzträger verklebt hin.

Das konsequent und massenhaft durchgeführt wird dem Unternehmen schmerzhafte Gewinneinbussen bescheren, da bin ich sicher.

Irgendwo muß man anfangen und ich bin dabei.