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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität

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Kuddel:

--- Zitat von: Sybilla am 10:51:13 Mi. 02.März 2022 ---die wahrhaftige Realität
--- Ende Zitat ---

Endlich!

Sybilla:
Viele nutzen die Psychologie der Guten Nachricht und verkünden Vollbeschäftigung und Fachkräfteknappheit.

So hören wir gebetsmühlenartig von der anwachsenden Fachkräfteknappheit.

Aber auch davon, dass eine Vielzahl von Kommunen große Waldflächen in neue Gewerbegebiete umwandeln möchten, damit die Bürger Arbeit finden.

Aber wie ist die wahrhaftige Realität auf dem Arbeitsmarkt?

Mehr als 3.000.000 Personen werden in der BA Statistik nach wie vor als unterbeschäftigt geführt.

10.000.000 Arbeitnehmer stehen jeden Tag früh auf und arbeiten für weniger als 12 €/Stundenlohn.
Die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohn auf zukünftig 12 € Stundenlohn, betrifft aufgrund dessen nicht wenige Arbeitnehmer wie mancher unsinniger Weise behauptet. Sondern rund 10.000.000 Arbeitnehmer deshalb ist die  Erhöhung sinnvoll. Nahezu Jeder Fünfte in Vollzeit ist Geringverdiener und muss mit einem monatlichen Bruttogehalt von unter 2284 Euro auskommen.

Lage in Deutschland Jedem fünften Kind droht Armut.
Deutsche Inflation steigt auf 7,3 Prozent – höchster Wert seit rund 40 Jahren

Durch die exorbitant ausufernde Ausweitung des Niedriglohnsektor wurden nicht nur viele Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte in den Arbeitsmarkt integriert sondern auch viele gut bezahlte Vollzeitarbeitsplätze in Mini und Midijobs zerstückelt. Armut trotz Arbeit oder rackern und stempeln. Hingegen die Geldvermögen alljährlich neue Rekordstände erreichen.

Es gibt aber auch „gute“ Nachrichten

Die  Arbeitsmarktzahlen im Spiegel der Wahrhaftigkeit 

Im BA Bericht März 2022 wird die Zahl der Unterbeschäftigten wird mit 3.1103 Personen in Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit beziffert. Unter der Berücksichtigung des demographischen Faktor relativiert sich der Erfolg der Arbeitsmarktreformen auf die Überblähung des Niedriglohnsektor und „Jobsharing“

Die Zahl der Leistungsberechtigten relativiert den Erfolg komplett, im BA Monatsbericht März 2022 wird deren Zahl für März 2022 wie folgt beziffert (SGBII;SGB III ohne Bezieher von Asylleistungen)  Im März 2022 sind  in den Rechtskreisen des SGB II,III insgesamt 5.709.817 Personen leistungsberechtigt *Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Vollbeschäftigung ist das nicht!

Im Detail sind das:
743.915 Personen waren im Bezug von Alg-A Leistungsbeziehende.
Des weiteren erhielten 3.579.441 Personen als Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) ALG II (Hartz IV)
und 1.384.461 Personen als Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (NEF - Sozialgeld)

Die (Kennzahl) der Arbeitslosen  im Sinne des § 16 SGB III wird im März 2022 in der offiziellen Statistik der BA auf 2.362.162 Personen beziffert. Gleichzeitig wird die Zahl der Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik nach einer ersten Schätzung für März 2022 im BA Bericht auf 741.560 Personen geschätzt. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen (Mehrfachnennungen, bereits besetzte aber noch nicht gelöschte, Redundanzen inbegriffen) wird im März 2022 im BA Bericht auf 838.533 veranschaulicht.

Fachkräftemangel

Tatsächlich ?

Na ja, wenn dann Fachkräfteknappheit.

Entweder wurden nicht ausreichend Fachkräfte ausgebildet oder die Arbeitsbedingungen (Pflege/Handwerk) oder das Arbeitseinkommen/Stundenweise Beschäftigung (Gastronomie) sind für den Lebensunterhalt der Beschäftigten, nicht attraktiv noch ausreichend. Ein tatsächlicher Fachkräftemangel, ist auf den Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung des Willens der Ausbildung von Fachkräften, nicht erkennbar. Hingegen die Knappheit von „Billiglohnarbeitskräften“ durchaus realistisch ist.

1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Bericht März 2022 (PDF Seite 50)
Tabellenanhang zum Monatsbericht März 2022

Quelle der Zahlen:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202203/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-202203-pdf.pdf;jsessionid=074A5F129C458753B7B6824B86F2186F?__blob=publicationFile&v=1

Diese Analyse des Arbeitsmarktbericht der BA wurde unter Verwendung der Quellzahlen des BA Bericht März 2022 von Sybilla am 31. März 2022 erstellt.

Kuddel:

--- Zitat ---Mehr als 1,7 Millionen Stellen waren zu Beginn des Jahres zu vergeben. Ein Rekordwert seit Beginn der Messungen und Hinweis auf Schwierigkeiten bei der Personalsuche.
--- Ende Zitat ---
https://www.zeit.de/arbeit/2022-05/arbeitsmarkt-offene-stellen-rekordwert-arbeitslosigkeit-arbeitsmarktforschung

Und was sagt Sybilla dazu?

Sybilla:

--- Zitat von: Kuddel am 09:35:03 Fr. 13.Mai 2022 ---
--- Zitat ---Mehr als 1,7 Millionen Stellen waren zu Beginn des Jahres zu vergeben. Ein Rekordwert seit Beginn der Messungen und Hinweis auf Schwierigkeiten bei der Personalsuche.
--- Ende Zitat ---
https://www.zeit.de/arbeit/2022-05/arbeitsmarkt-offene-stellen-rekordwert-arbeitslosigkeit-arbeitsmarktforschung

Und was sagt Sybilla dazu?

--- Ende Zitat ---

(Mehrfachnennungen, bereits besetzte aber noch nicht gelöschte, Redundanzen inbegriffen)

So gibt es Zeit und Leiharbeitsfirmen die hunderte offene Stellen als Bürokraft/Reinigungskraft und Metallbauer führen diese finden sich in allen Stellenbörsen dieser Zeit und Leiharbeitsfirmen da multipliziert sich eine offene Stelle schnell zu 10 oder 20 offene Stellen bei statistisches "Schätzungen-Messungen" bei Fachkräfte Knappheit müssen Unternehmen etwas unternehmen.
Allerdings höre und sehe ich nichts von Ausbildungs- oder Qualifizierungsinitiativen.

Sybilla:
Viele nutzen die Psychologie der Guten Nachricht und verkünden Vollbeschäftigung und Fachkräfteknappheit. Selbst mehr als 700.000 Kriegsflüchdende aus der Ukraine hinterlassen im Bericht der Wunderbehörde aus Nürnberg keinen Schatten in der Statistik.

So hören wir gebetsmühlenartig von der anwachsenden Fachkräfteknappheit.
Aber auch davon, dass eine Vielzahl von Kommunen große Waldflächen in neue Gewerbegebiete umwandeln möchten, damit die Bürger Arbeit finden.

Zwischen Ende Februar und dem 11. Mai 2022 wurden rund 727.200 Personen aus der Ukraine im deutschen Ausländerzentrlregister (AZR) registriert. Mehr als 98 Prozent von ihnen sind ukrainische Staatsbürger*innen – rund 70 Prozent von ihnen sind Frauen, etwa 40 Prozent Kinder. Das geht aus einer Auswertung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

Also rund 70 % und etwa 40 % sind ca. 100 % alles klar.

Rund 500.000 erwerbsfähige Personen aus der Ukraine sind zwar in Deutschland angekommen aber nicht in der Statistik der BA – Ich vermute diese Personen werden in einer separaten Statistik geführt. Das Märchen die Psychologie der Guten Nachricht vom Arbeitsmarkt muss ja fortgeschrieben werden.

Aber wie ist die wahrhaftige Realität auf dem Arbeitsmarkt?
Mehr als 3.000.000 Personen werden in der BA Statistik nach wie vor als unterbeschäftigt geführt.
10.000.000 Arbeitnehmer stehen jeden Tag früh auf und arbeiten für weniger als 12 €/Stundenlohn.
Die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohn auf zukünftig 12 € Stundenlohn, betrifft aufgrund dessen nicht wenige Arbeitnehmer wie mancher unsinniger Weise behauptet. Sondern rund 10.000.000 Arbeitnehmer deshalb ist die Erhöhung sinnvoll. Nahezu Jeder Fünfte in Vollzeit ist Geringverdiener und muss mit einem monatlichen Bruttogehalt von unter 2284 Euro auskommen.


Lage in Deutschland Jedem fünften Kind droht Armut.
Die Preise in Deutschland sind im Mai noch schneller gestiegen als von Experten erwartet Deutsche Inflation steigt auf 7,9 Prozent (immer schneller galoppierende Inflation)

Durch die exorbitant ausufernde Ausweitung des Niedriglohnsektor wurden nicht nur viele Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte in den Arbeitsmarkt integriert sondern auch viele gut bezahlte Vollzeitarbeitsplätze in Mini und Midijobs zerstückelt. Armut trotz Arbeit oder rackern und stempeln. Hingegen die Geldvermögen alljährlich neue Rekordstände erreichen.

Es gibt aber auch „gute“ Nachrichten und diese werden in der Statistik der BA immer besser,


Die  Arbeitsmarktzahlen im Spiegel der Wahrhaftigkeit
Im BA Bericht April 2022 wird die Zahl der Unterbeschäftigten mit 3.060.063  Personen in Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit beziffert. Unter der Berücksichtigung des demographischen Faktor relativiert sich der Erfolg der Arbeitsmarktreformen auf die Überblähung des Niedriglohnsektor und „Jobsharing“


Im BA Bericht Mai 2022 beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten abermals mehr als 3 Millionen Personen beziffert wird diese Zahl auf  3.021.770  Personen in Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit .


Die Zahl der Leistungsberechtigten relativiert den Erfolg komplett, im BA Monatsbericht Mai 2022 wird deren Zahl für Mai wie folgt beziffert (SGBII;SGB III ohne Bezieher von Asylleistungen und Kriegsfluchtende) Im Mai 2022 sind in den Rechtskreisen des SGB II,III insgesamt 5.605.341 Personen leistungsberechtigt *Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Vollbeschäftigung ist das nicht!


Die Zahl der Leistungsberechtigten relativiert den Erfolg komplett, im BA Monatsbericht April 2022 wird deren Zahl für April wie folgt beziffert (SGBII;SGB III ohne Bezieher von Asylleistungen und Kriegsfluchtende)  Im April 2022 sind  in den Rechtskreisen des SGB II,III insgesamt 5.662.325 Personen leistungsberechtigt *Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Vollbeschäftigung ist das nicht!


Im Detail waren das im Mai 2022:
686.248 Personen waren im Bezug von Alg-A Leistungsbeziehende.
Des weiteren erhielten 3.541.838 Personen als Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) ALG II (Hartz IV)
und 1.377.255  Personen als Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (NEF - Sozialgeld)

Die (Kennzahl) der Arbeitslosen  im Sinne des § 16 SGB III wird im Mai 2022 in der offiziellen Statistik der BA auf 2.259.648 Personen beziffert. Gleichzeitig wird die Zahl der Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik nach einer ersten Schätzung für Mai 2022 im BA Bericht auf 747.792 Personen geschätzt. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen (Mehrfachnennungen, bereits besetzte aber noch nicht gelöschte, Redundanzen inbegriffen) wird im Mai 2022 im BA Bericht auf 864.884 veranschaulicht.

Fachkräftemangel

Tatsächlich ?

Na ja, wenn dann Fachkräfteknappheit.

Entweder wurden nicht ausreichend Fachkräfte ausgebildet oder die Arbeitsbedingungen (Pflege/Handwerk) oder das Arbeitseinkommen/Stundenweise Beschäftigung (Gastronomie) sind für den Lebensunterhalt der Beschäftigten, nicht attraktiv noch ausreichend. Ein tatsächlicher Fachkräftemangel, ist auf den Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung des Willens der Ausbildung von Fachkräften, nicht erkennbar. Hingegen die Knappheit von „Billiglohnarbeitskräften“ durchaus realistisch ist.

Kleiner Tipp an alle die Servicekräfte in der Gastronomie händeringend suchen.
Stundenweise Abrufbereitschaft auf Mindestlohnbasis am Wochenende an Sonntagen an Feiertagen und in den Abendstunden ist nicht attraktiv. Auch das Selbstbezahlen der „Service-Dienstkleidung“ ist nicht zu empfehlen und das Einbehalten der Trinkgelder ein absolutes NO-GO.

Unternehmen unternehmen etwas gegen die Fachkräfteknappheit andere jammern in die TV Kameras.


1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Bericht April 2022 (PDF Seite 51)
Tabellenanhang zum Monatsbericht April 2022

Quelle der Zahlen:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202204/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-202204-pdf.pdf;jsessionid=8A94C2DA8E5A8072C10C1E95D499F6E5?__blob=publicationFile&v=2

1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Bericht Mai 2022 (PDF Seite 49)
Tabellenanhang zum Monatsbericht Mai 2022

Quelle der Zahlen:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202205/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-202205-pdf.pdf;jsessionid=8A94C2DA8E5A8072C10C1E95D499F6E5?__blob=publicationFile&v=1

Diese Analyse des Arbeitsmarktbericht der BA wurde unter Verwendung der Quellzahlen des BA Bericht April/Mai 2022 von Sybilla am 31. Mai 2022 erstellt.

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