Autor Thema: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität  (Gelesen 214232 mal)

Paul Brömmel

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #15 am: 07:25:01 Do. 03.Mai 2007 »
:D Einige neue Arbeitsplätze wurden aber trotzdem geschaffen:

http://www.dnn-online.de/aktuell/content/23753.html

"Klagewelle gegen Hartz-IV - Sozialgerichte stellen neue Richter ein"  :(

Hartzhetzer

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #16 am: 08:47:24 Do. 03.Mai 2007 »
Zitat
Allzu optimistisch ist Weise allerdings nicht. Die Erwartung der Bundesregierung, die Arbeitslosenzahl könnte in diesem Jahr unter 3,8 Millionen sinken, teilt er jedenfalls nicht. "Wir bleiben lieber nüchterne Beobachter, als zu schnell zu große Erwartungen zu wecken."
So weise ist der Weise nun auch nicht, wenn man die Hartz IV Regeln noch etwas verschärft, hier und da noch ein paar mehr in Zwangsarbeit steckt, und 50% vom übrigen Rest die Leistungen ganz streicht, dann haben wir bestimmt nur noch 1,5 MIO Arbeitslose in der Buntmichelrepublik.

Also mir persönlich geht dieses ganze Aufschwungsgebabbel ja nur noch auf den Sack. Jedoch ist die Gefahr sehr groß das bei 36% Wahlbeteiligung wieder 33% CDU gewählt werden.
Das Merkelferkel weis schon wie man Volksverarschung richtig betreibt, schließlich hat sie ja Physik studiert und kennt sich daher bestens mit der Relativitätstheorie aus.

In den zwanziger Jahren wo Einstein die Theorie entwickelte war im Volksmund eine weit verbreitete Auffassung vorhanden:

Zitat
Einstein wurde zur Berühmtheit, und es war in den 1920er Jahren in Mode, über die Relativitätstheorie zu diskutieren, auch wenn sie kaum jemand verstanden hatte. Verkürzt auf den Spruch alles ist relativ wurde sie zuweilen in die Nähe eines philosophischen Relativismus gerückt.
Oder noch besser die Erkenntnistheoretische Implikationen der Relativitätstheorie von Immanuel Kant:

Zitat
Reine Anschauung ermöglicht es, reine Mathematik zu betreiben: Geometrie basiert auf Anschauung im Raum, Arithmetik basiert auf Abzählen in der Zeit. Mathematik erlaubt Synthetische Urteile.
Naja, ein Synthetischer (sýnthesis - die Zusammensetzung, Zusammenfassung, Verknüpfung) Aufschwung ist besser wie keiner. Das hat auch im allgemeinen etwas mit positiver Energie, Lebensbejahung usw. zu tun. Nehmen wir an euer SB streicht euch eure ALG II Leistung ganz, dann ist das kein Grund zu verzweifeln. Nein, im Gegenteil, man drückt seinen SB ein Kuss auf die Wange und sagt: "Danke das ich mich am Aufschwung beteiligen darf." Warum, na weil einen das Deutschland ja dankt, denn laut INSM ist doch jeder von uns Deutschland.

Arten des Dankes:

Selbstdank: ich bin Deutschland + ich bin der Aufschwung = positive Energie

Dankbarkeit im Supermarkt: Da ihr kein Geld mehr habt klaut ihr euch eure Lebensmittel und werdet dabei Erwischt. Ihr werdet mit in das Büro der Marktleitung genommen, wo dann die ganze tippeltappel Tour mit Strafandrohung usw. stattfindet.
So und jetzt sagt mir doch bitte mal wer als normaler Kunde im Supermarkt schon mit in die Büros genommen wird, wer hat den schon groß das Privileg den Marktleiter am Arbeitsplatz, bei der Arbeit zu sehen?

Mit der Sozialen Isolation ist es vorbei: Zwei Monate keine Miete, Strom usw. bezahlt und schon bekommt ihr jede Menge Besuch. Der liebe Kerl von den Stadtwerken, der euch den Strom abklemmt (auf ne Tasse Kaffee lässt der sich bestimmt ein, jedoch nur vor dem Abklemmen ansonsten könntet ihr ihn verärgern) und euch damit romantische Nächte bei Kerzenlicht und warmen Bier (besser für den Magen) ermöglicht.
Der coole Typ vom Amtsgericht, der euch im Rahmen der Naturkunde jede Menge Kuckucks schenkt und euch Nächte im freien ermöglicht.
Der burschikose Kerl vom Schlüsseldienst, der kostenlos euer Schloss erneuert. Um mal einige zu nennen.

Dankbarkeit von Wachleuten und Polizisten: Ihr schlaft auf einer Bank, da ihr Obdachlos geworden seit. Schnell kommt ihr mit Polizisten ins Gespräch, die euch mit etwas Glück sogar kostenloses Autofahren bis zur nächsten Wache ermöglichen.
Ihr steht den ganzen Tag vor einer Einkaufspassage, die Wachmänner werden 100 pro den Dialog mit euch suchen.
Auch so werdet ihre jede Menge Blicke anderer Bürger erhaschen, wenn ihr heruntergekommen an irgendwelchen Haltestellen abhängt.
Geht doch mal als normal Bürger Einkaufen, Spazieren usw., wer beachtet euch schon groß?

Basisausbildung zum Stadtführer: Schnell wisst ihr in welchen Ecken eurer Heimatstadt die gemütlichsten Bänke stehen, es die schönste Tafel gibt, das bequemste Obdachlosenasyl zu finden ist.
Ihr werdet zum Kenner von Containerrouten, entwerft somit eure eigenen Wanderwege, die sonst niemand kennt. Ihr wisst wo es das beste zu holen gibt und wenn der Aufschwung weitergeht, werden sich bestimmt viele andere an euch wenden um von eurem Wissen zu profitieren.
Schnell wird man Dank des Aufschwungs somit zum Kleinunternehmer und Logistikfachmann.

Kurzum: Der Aufschwung lässt euch innerhalb kürzester Zeit zum VIP werden, ihr werdet gefragt und in aller Munde sein, selbst Staatsbeamte werden den Kontakt mit euch suchen.

Also bitte kein pessimistisches Gemecker mehr über Angies Aufschwung, sondern Lebensbejahung und Optimismus sind mehr denn je gefragt in Zeiten des Wohlstands und Aufschwungs.

mfg
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
- Albert Einstein -

Jedoch ist das genau das, was in einer Marktwirtschaft Alternativlos ist.

namron

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #17 am: 09:47:13 Do. 03.Mai 2007 »
Ich möchte mich Strombolli anschließen und mal Dank sagen an Sybilla. Und ergänzen möchte ich noch diese Links.
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/nachrichten/arbeitsmarkt-arbeitslose/101249.asp
http://www.jungewelt.de/2007/05-03/025.php

Strombolli

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #18 am: 13:29:51 Do. 03.Mai 2007 »
Mir stehen die Tränen in den Augen - vor Lachen...
na vielleicht auch eine traurige, über deinen Beitrag.

Mit vielen Grüssen meiner Frau, die deinen Beitrag am Liebsten unserem
Bürgermeister, der ARGE/KBA und anderen verdächtigen Patienten
zuschicken würde.

Ich hatte heute auch wieder mein Quartalsgespräch über meine weitere berufliche Entwicklung. Es war eine Begegnung der 3. Art.
Grundgedanke: Wir sind alle guter Hoffnung.

Spargelstechen u.ä. brauche ich aufgrund meines Alters und überschäumender
bundesweiter Bewerbungsaktivitäten nicht.
Im Übrigen ist es für mich in diesem Laden immer wieder erstaunlich zu registrieren, wie jung die Mitarbeiter dort sind.

Sie haben nur eine Chance, wenn sie ne Mauer aus Paragrafen vor sich aufbauen und Null Interesse an meinem Schicksal haben.
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

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Eivisskat

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #19 am: 10:02:52 Di. 15.Mai 2007 »
Milliarden Mehrausgaben bei Hartz IV
14.05.2007

Die Hälfte aller vermittelten Hartz IV-Bezieher haben nur einen Ein-Euro-Job8o

Berlin (pr-sozial) Der Bund muss in diesem Jahr statt der im Bundeshaushalt 2007 eingeplanten 21,4 Milliarden Euro für Hartz IV voraussichtlich ca. 24 Milliarden ausgeben. Dies sagte das Vorstandsmitglied Heinrich Alt von der Bundesagentur für Arbeit (BA) heute gegenüber der Presse.

Trotz des Rückgangs der Arbeitslosigkeit steigen die Kosten beim Arbeitslosengeld II (ALG II).

Hartz IV-Betroffene würden Alt zufolge nicht von der Belebung am Arbeitsmarkt profitieren. Zwar hätten angeblich 420.000 einen Job gefunden jedoch die Hälfte von ihnen nur einen Ein-Euro-Job.
Auf den Bund kämen somit Mehrausgaben von 1,5 Milliarden Euro, wenn die Reserve von 1,5 Milliarden aufgewendet würde.

Als besondere Probleme nannte Alt, dass derzeit rund 70.000 Selbstständige und eine halbe Million Vollzeitbeschäftigte Hartz IV-Leistungen beziehen.
Dieses Einfallstor (Eigentor!) könne von niemand zugemacht werden.

Der Staat würde mit aufstockendem Arbeitslosengeld II wettbewerbsverzehrend Unternehmen subventionieren, die Niedriglöhne bezahlen würden. Dies ginge zu Lasten der Unternehmen, die existenzsichernde Löhne bezahlen.

Die Ausgaben Arbeitslosengeld II hatten im vergangenen Jahr mit 26,4 Milliarden Euro ein Rekord erreicht.
Einsparungen auf 24 Milliarden Euro im laufenden Jahr wären zwar eine deutliche Einsparung.

Diese spart der Bund aber schon durch die Halbierung der Rentenbeiträge für Hartz IV-Betroffene.

Auch durch die Verschärfungen durch das Fortentwicklungsgesetz zu Hartz IV hatte sich die Regierung Einsparungen von insgesamt vier Milliarden Euro versprochen.

Die Betroffenen können wahrscheinlich mit weiteren Verschärfungen rechnen, die sich durch den Bericht der Arbeitsgruppe „Arbeitsmarkt“ schon andeutet. Dort sollen die Hinzuverdienstmöglichkeiten deutlich beschnitten werden und staatliche „Zwangsarbeit“ (Ein-Euo-Jobs) deutlich ausgeweitet werden.

siehe Erwerbslosen Forum Deutschland:
http://www.erwerbslosenforum.de/nachrichten/arbeitslose_
an_den_kragen_142007140514_181_3.htm

TagX

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #20 am: 23:57:34 Mo. 28.Mai 2007 »
Zitat
Raus aus der Statistik
Zum jüngsten Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit: Jeder zweite Bezieher von Arbeitslosengeld wird in der staatlichen Analyse zum Nichtarbeitslosen
Von Werner Rügemer

...
Alternative Statistik

Für eine realistische Bewertung darf die offizielle Statistik nicht mehr verwendet werden. Sie ist ein Instrument, das die »Verarmung durch Arbeit« und die Erniedrigung durch Arbeit legitimiert. Vielmehr muß in demokratischer und volkswirtschaftlicher Verantwortung eine neue Erfassung und Darstellung entwickelt werden. Gewerkschaften und andere müssen dies tun, um auf diesem Gebiet nicht nur politisch, sondern auch sachlich argumentieren und handeln zu können.

Um ein wirklichkeitsgerechtes Bild zu bekommen, müssen Arbeit und Einkommen gleichzeitig erfaßt werden, ebenso die Dauer und der Status der Beschäftigung (befristet/unbefristet, Tages-/Wochenumfang, verpflichtende Freistunden bezahlt/unbezahlt, Überstunden bezahlt/nicht bezahlt, Arbeitszeitkonten, Urlaubsanspruch, Gesamteinkommen, Sozialversicherungen, Kündigungsschutz, Möglichkeit zur Ausschöpfung der Gesetze wie z.B. Bildung eines Betriebsrates).

...
Quelle und vollständiger Artikel: http://www.jungewelt.de/2007/05-29/001.php
Grüße


Sozialismus!

Sybilla

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #21 am: 14:28:36 Do. 31.Mai 2007 »
Mai 2007:

Die Arbeitslosigkeit hat von April auf Mai im Zuge der Frühjahrsbelebung um 161.000 auf
3.806.000 abgenommen. Der Rückgang war schwächer als im Mai des vergangenen Jahres
(-252.000)


Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten
hat nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit im April 4,82 Mio betragen,
39.000 mehr als vor einem Jahr. (Seite 3 BA Bericht Mai 07)

 Die BA – Medienzahl ist laut BA von April 07 – Mai 07 um 161.000 auf  3.806.000
Personen gesunken

Im Mai beträgt Arbeitslosigkeit (mit EEJ) 4.134.499Personen
(3.805.950 +  291.549 EEJ des BA   Berichts + Im Februar meldeten
63 zugelassene kommunale Träger 37.000 Menschen, die in einer Arbeitsgelegenheit
beschäftigt waren.)

Im April betrug Arbeitslosigkeit (mit EEJ) 4.287.802* Personen
(3.966.648 + 284.154 EEJ *+ Im Februar meldeten
63 zugelassene kommunale Träger 37.000 Menschen, die in einer Arbeitsgelegenheit
beschäftigt waren)

Gegenüber dem Vorjahr wurden im Mai 732.000 weniger
Arbeitslose gezählt, nach -824.000 im April und -869.000 im März

Von der erwarteten Million entfernt sich der Arbeitsmarkt von Monat zu Moanz weiter.
   
Die wahre Entwicklung wird erst bei genauer Betrachtung offenbar so stieg die Zahl der APM auf 1.476.553 geschätzt  (Seite 34 BA – Bericht Mai 07)  = 5.282.503 Personen.

Die wahre Entwicklung wird erst bei genauer Betrachtung offenbar so stieg die Zahl der APM auf 1.439.906 geschätzt (Seite 34 BA – Bericht April 07) = 5.406.554 Personen (Arbeitslose + APM)


Unter Berücksichtigung der APM ist nur Rückgang  von 124.051 Personen (161.000 ) zählbar dass heißt rund 25 % der Personen wurde im Monat Mai nicht in Arbeit sondern in APM vermittelt.



 Seite 6 Fußnote 8 (BA Bericht Mai 07)

Insgesamt erzielten im Januar 2007 knapp 1,1 Mio Arbeitslosengeld IIEmpfänger
Brutto-Einkommen aus Erwerbstätigkeit, im Vergleich zu 0,9 Mio im September
2005, dem letzten auswertbaren Monat in A2LL.
 

(BA Bericht April) Außerdem waren 516.000 oder 10 Prozent der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ausschließlich geringfügig entlohnt beschäftigt. Datenbasis ist eine Verknüpfung der Beschäftigten- und Grundsicherungsstatistik. Weil für die Grundsicherungsstatistik nur Daten aus dem IT-Verfahren A2LL herangezogen werden konnten – und A2LL nicht von allen Kreisen vollständig genutzt wird, insbesondere nicht von den zugelassenen kommunalen Trägern – ist die Schnittmenge der ermittelten beschäftigten Leistungsempfänge entsprechend untererfasst und wurde deshalb hochgerechnet.



Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten beträgt im Mai s1.045.208 Personen
Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten beträgt im Mai p 5.174.395 Personen
Die Zahl der Sozialgeld Leistungsberechtigten beträgt im Mai p1.912.648 Personen

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften beträgt im Mai 07  3.807.000

Alles in allem bekamen damit 6.219.603 (Vormaonat 6.291.000) erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts
nach dem SGB II.


 
Die Zahl der offenen Stellen wird im BA Bericht Mai (Seite 8 ) mit 642.600
Stellen angegeben (Vormonat 651.100)

Bestand
alle Stellen 642.600
darunter: Vakanzen 574.600
ungeförderte Stellen 456.300
darunter: Vakanzen 401.400
ungeförderte sozialversicherungspflichtige
Stellen1) 404.200
darunter: Vakanzen 358.400

---------------------------------

= 8.192.451 Leistungsberechtigte NOV 06
= 8.202.162 Leistungsberechtigte DEZ 06
= 8.394.944 Leistungsberechtigte JAN. 07
= 8.466.855 Leistungsberechtigte FEB. 07
= 8.459.681 Leistungsberechtigte März. 07
= 8.313.995 Leistungsberechtigte April 07
= 8.132.251 Leistungsberechtigte Mai 07
 
LEISTUNGSEMPFÄNGER (siehe Hinweise)
- Arbeitslosengeld s1.045.208
- Arbeitslosengeld II p5.174.395
- Sozialgeld p1.912.648

= 8.132.251 Leistungsberechtigte Mai 07

LEISTUNGSEMPFÄNGER (siehe Hinweise)
- Arbeitslosengeld s1.566.955
- Arbeitslosengeld II s5.246.724
- Sozialgeld s1.875.759

 =  8.689.438 Leistungsberechtigte Mai 06

 Nachdem der Rückgang der Leistungsberechtigten bei ALG I insgesamt  521.747 Personen beträgt. Ist der Rückgang auf die Vermutung zurück zuführen, dass eine größere Menge aus dem ALG I ausschied aber keine Bedürftigkeit für das ALG II nachweisen kann und somit aus der Statistik der gezählten Arbeitslosen hersaus fällt.

Seite 16 Fußnaote 21 BA – Bericht Mai 07

Bei den Instrumenten der Beauftragung Dritter mit der Vermittlung und der Beauftragung
von Trägern mit Eingliederungsmaßnahmen werden für den Monat Mai im SGB III Ursprungswerte also keine hochgerechneten Werte referiert. Entsprechend stimmen die hier ausgewiesenen Daten nicht mit den in den Tabellen veröffentlichten hochgerechneten Werten überein. Ausgesprochen starke Zugänge und damit verbundene Bestandszuwächse innerhalb der letzten Monate bei diesen Instrumenten, führten dazu, dass das Hochrechnungsverfahren die Entwicklung nicht adäquat
antizipieren konnte.
 

4.134.499 Personen mit (EEJ) offizille Personen in Arbeitslosigkeit in einen Mai ist keine Sensation sondern meines Erachtens dass Ergebnis rigiter Anwendung der APM und zeigt das Versagen der Politik. Eine Bedürftigkeitsprüfung bei Beantragung des ALG II. Sowie – in der Regel - die Eingliederung der unter 25 Jährigen in die Bedarfsgemeinschaft der Eltern drückt die Zahl im jahresvergleich. Allein die demografische Entwicklung reduziert die Anzahl der Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt zu der genauen Zahl wird im BA – Bericht nicht berichtet.
Die neu entstandenen Niedrigtslohnjobs sind keine „Aufschwung“ des Arbeitsmarktes.


So gibt es folgende Schätzungen
(*geschätzt Stiftung Marktwirtschaft)

Medienzahl Mai 07 Arbeitslose 3.806.000  
Arbeitslose in Maßnahmen der BA 1.476.553
Arbeitslose in Maßnahmen der Kommunen: ca. 570.000*
Arbeitslose unter 25 ohne eigenen Anspruch ca. 330.000*
Arbeitslose über 58/ Vorruhrstand ca. 880.000*
Stille Resrve (Vermögende Arbeitslose) ca. 1.600.000*

== Arbeitslose gesamt 8.662.553*

Hinweise:
Die Daten zur Arbeitslosigkeit speisen sich aus dem IT-Fachverfahren der BA, aus als plausibel bewerteten Datenlieferungen zugelassener kommunaler Träger und - sofern keine verwertbaren bzw. plausiblen Daten geliefert wurden - aus ergänzenden Schätzungen der BA. Die Daten zu Stellen und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wurden ausschließlich aus dem IT-Fachverfahren der BA gewonnen; nicht enthalten sind Daten kommunaler Träger soweit sie andere IT-Fachverfahren
genutzt haben. Die Daten zu Leistungen nach dem SGB II beruhen auf Auswertungen aus dem IT-Fachverfahren A2LL, auf Meldungen kommunaler Träger und - wenn diese nicht vorliegen - auf Schätzungen der BA.
Neuregelung der Bedarfsgemeinschaft für unter 25-jährige Arbeitslose

*Zum 1. April 2006 traten in Teilen das Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze in Kraft.Die wichtigste Neuregelung betrifft unverheiratete, volljährige, unter 25-jährige Arbeitslose. Sie werden grundsätzlich in die Bedarfsgemeinschaft der Eltern einbezogen. Wenn sie eine eigene Wohnung beziehen wollen, müssen sie dafür die Zustimmung des Leistungsträgers einholen. Der Stichtag, seit dem Jugendliche eine Zulassung des kommunalen Trägers zum Auszug aus dem Elternhaus benötigen, ist der 17. Februar 2006


Nach den Regelungen der §§ 428 SGB III und 252 Abs. 8 SGB VI müssen 58-Jährige oder Ältere dem Arbeitsmarkt nicht mehr voll zur Verfügung stehen und werden auch nicht mehr als Arbeitslose gezählt.



Quellen:
BA – Monatsberichte 2006
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200701.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200702.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200703.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200704.pdf
http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200705.pdf
 
Wie wird die Statistik erstellt:

Das würde den Rahmen meines Beitrags endgültig sprengen näheres finden sie im BA- Bericht im BA – Bericht Februar 2007 auf den Seiten 16 - 22
 
Anmerkung:
In der Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit steht die Erwerbstätigkeit
nach dem Inlandskonzept im Vordergrund, insbesondere weil sie eine engere
Anbindung an die Konjunktur und Arbeitskräftenachfrage im Inland aufweist als die
Erwerbstätigkeit nach dem alternativen Inländerkonzept. Im Inlandskonzept gehören
Einpendler, die in Deutschland arbeiten, ihren Wohnsitz aber im Ausland haben, zu
den Erwerbstätigen,

Kurioses: BA – Bericht Seite 3 Fußnote 4
Durch einen Verarbeitungsfehler wurden Personen, deren Arbeitslosigkeit am 23.
Dezember 2006 begann, bei der Zählung der Arbeitslosigkeit im Januar 2007 nicht
berücksichtigt. Dadurch wurden rund 40.000 der Arbeitslosen vom Januar nicht mitgezählt,
das entspricht einem Anteil von 0,9 Prozent. In den Folgemonaten nahm der
Fehler sukzessive ab, er beläuft sich für Mai nur noch auf einige Tausend. Die grundsätzlichen
Aussagen zur Arbeitsmarktentwicklung im Winter 2006/2007 sind von
diesem Fehler nicht betroffen. Der Fehler wurde durch interne Analysen aufgedeckt.
Die notwendige Korrektur der Arbeitslosendaten wird zum nächsten Stichtag für den
Juni durchgeführt.
Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.

devil_inside

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #22 am: 17:46:44 Do. 31.Mai 2007 »
Hi Sybilla,

noch mal vielen Dank für die Arbeit, die Du dir immer machst.

regenwurm

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #23 am: 19:10:45 Do. 31.Mai 2007 »
Zitat
In den Medien immer wieder Jubel über das Sinken der Arbeitslosenzahlen, den Konjunkturaufschwung und gerade eben die Vorzüge der Zeitarbeitsfirmen. Gehirnwäsche!


Zitat
Angesichts der im Vergleich zum Vormonat Wiederzunahme der saisonalen Arbeitslosigkeit, der schwachen Zunahme versicherungspflichtiger Stellen, dem wachsenden Anteil an unsicheren und schlecht bezahlten Zeitverträgen und der im internationalen Vergleich nach Griechenland höchsten Rate an Langzeitarbeitslosen sowie der vielen Ungereimtheiten, ist kaum noch nachvollziehbar, wie die Medien immer wieder auf die von der Bundesregierung verbreiteten weit übertriebenen Erfolgsmeldungen hereinfallen und alles nachplappern, was da vorgegeben wird. Kaum jemand macht sich die Mühe, hinter die Kulissen zu blicken. Was hier als Erfolg verkauft wird, sind zu einem großen Teil statistische Manipulationen und prekäre, d.h. zeitlich befristete und/oder gering bezahlte Jobs.

Wenn es nicht gelingen sollte, bei der derzeit relativ guten internationalen Konjunktur einen stäkeren echten Rückgang an Arbeitslosigkeit zu erreichen, wird es im nächsten Abschwung wieder sehr schlecht aussehen.
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.

Sybilla

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #24 am: 21:56:01 Do. 31.Mai 2007 »
Einfach unglaublich welche Medien Propaganda in Deutschland abgeht.

Im Mai 2007 beträgt Arbeitslosigkeit (mit EEJ) 4.134.499Personen
(3.805.950 + 291.549 EEJ des BA Berichts + Im Februar meldeten
63 zugelassene kommunale Träger 37.000 Menschen, die in einer Arbeitsgelegenheit
beschäftigt waren.)

Im Mai 2004 waren mit genau 4.293.146 arbeitslosen Personen ganze 158.647 mehr arbeitslos gemeldet, nur dass das 2004 ganz schlimm war und heute sind alle am jubeln.

http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200405.pdf

Alle irgendetwas stimmt hier nicht entweder war die Stimmung 2004 oder Heute manipuliert.
Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.

Gloria Victoria

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #25 am: 01:52:54 Fr. 01.Juni 2007 »
Auf Seite 5 des Maiberichts werden in der Übersicht andere Zahlen für ALG, SozGeld und Bedarfsgemeinschaften angegeben, auch für den April.

Mai-07 laut Seite-5-Übersicht:

ALG1 = 1.045 Mio
ALG2 = 5.413 Mio
SozG = 1.998 Mio
BGem = 3.807 Mio

ALG1+2  = 6.458 Mio
+SozGeld = 8.456 Mio

Preisfrage: Was stimmt denn nun?
Gloria Victoria

Eivisskat

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #26 am: 06:52:59 Fr. 01.Juni 2007 »
Ist es die Angst vor Volksaufständen, Umstürzen und Revolutionen, die die Regierung zur permanenten Herausgabe von verfälschten Daten veranlaßt, zu ständige, unerträglicher Jubelpropaganda, Schönwettermacherei und rosigen Zukunftsaussichten in allen Medien ???

Wenn wir so etwas immerzu hören, dann glauben wir es am Ende selbst?

Dann denken wir vielleicht: Allen Anderen gehts ja gut? Anscheinend bin ich der einzige Idiot, der keine Arbeit hat, die Schuld liegt sowieso an mir, meine Teilnahme an Aufständen/Umstürzen oder auch nur das Wählen einer anderen Partei ist völlig sinnlos?

Ist das der von der Regierung erwünschte Effekt???

Ich fühle mich in D. wie in einer lächerlichen Bananenrepublik mit Disneyland- Charakter.

LG

Strombolli

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #27 am: 07:32:56 Fr. 01.Juni 2007 »
Habs bereits vor einigen Wochen hier bemerkt:

Gezielte Desinformation

ist wesentlich zur Aufrechterhaltung der Macht. Das war in den 12 "grossen" Jahren so, das war in der DDR so und heute erst recht.

Nur gibt es jetzt das Internet, wo man einerseits weitere Informationen bekommt, allerdings auch gezielte weitere Falschmeldungen oder Interpretationen.

Ein pfiffiger Forumsteilnehmer schrieb kürzlich über die unterschiedliche
Sozialisation von Ost- und Westdeutschen, woraus sich unterschiedliche Grundansichten entwickelten.

Das wird alles von den Medien und Herrschenden ausgenutzt um unter Gegnern Unfrieden aufzubauen, damit sie ja nicht auf die Idee kommen,

gemeinsam aufzumucken.

Aber, wir haben es an der DDR gesehen, es geht nicht auf ewig gut!
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regenwurm

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #28 am: 08:25:30 Fr. 01.Juni 2007 »
-von Strombolli -
Zitat
Das wird alles von den Medien und Herrschenden ausgenutzt um unter Gegnern Unfrieden aufzubauen, damit sie ja nicht auf die Idee kommen, gemeinsam aufzumucken.
Hier sind einige schwerwiegende Folgen des (Schweine)Systems:

Etwa fünfzig Prozent der Deutschen sind an depressiven Störungen erkrankt, etwa nur zehn Prozent in Behandlung, die Hälfte der Erkrankten versucht sich zu suizidieren, das entspricht etwa einem Viertel der Gesamtbevölkerung.
 Es gibt mehr Suizidtote als Verkehrstote, es gibt jährlich etwa 150.000 Suizidtote und etwa 15.000 Verkehrstote.

Circa alle 47 Minuten geschieht ein Selbstmord in Deutschland.
Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind Selbsttötungen die zweithäufigste Todesursache.

Nahezu eine Mio. Menschen begeht jährlich Selbstmord. Das sind mehr Opfer als derzeit bei Kriegshandlungen ermordet oder getötet werden.

WIR SIND GEGEN: Überwachung - Kontrolle - Geld - Macht - Glaube
WIR SIND FÜR: Freiheit - Toleranz - Frieden - Liebe - Wissen - Gerechtigkeit
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.

rendolf

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Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #29 am: 09:01:38 Fr. 01.Juni 2007 »
Ein Artikel aus der Zeitung vom 1.6.07

Zitat
Konjunktur festigt Job-Boom


Nürnberg (dpa-AFX) - Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist so niedrig wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr - und ein Ende des Job-Booms ist nicht absehbar. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet auch für die kommenden Monate mit einem konjunkturbedingten Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Allein im Mai sank die Zahl der Arbeitslosen um 161.000 auf 3.806.000.

Das waren 732.000 weniger als vor einem Jahr, wie BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise in Nürnberg weiter mitteilte. Die Zahl der Jobsucher erreichte damit den niedrigsten Stand seit November 2001. Die Arbeitslosenquote ging um 0,4 Punkte auf 9,1 (Vorjahr: 10,9) Prozent zurück.

"Das Wirtschaftswachstum und die Frühjahrsbelebung haben die Zahl der Arbeitslosen erneut sinken lassen", kommentierte Weise die jüngsten Daten vom Arbeitsmarkt. Dennoch zögerte er mit einer erneuten Korrektur der BA-Jahresprognose, die derzeit von einer durchschnittlichen Arbeitslosigkeit zwischen 3,8 bis 3,9 Millionen Erwerbslosen ausgeht. "Wir bleiben da noch etwas zurückhaltend", kommentierte Weise eine etwas optimistischere Prognose der Bundesregierung.

Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) forderte am in Berlin trotz der guten Mai-Zahlen "noch mehr Tempo" beim Abbau der Arbeitslosigkeit. Er sieht sich dabei durch die bisherigen Reformen ermutigt: "Der Mai war Tankstelle für alle, die jetzt mit noch größerem Tempo bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit vorankommen wollen."

Nach Einschätzung von BA-Statistikexperten geht der Rückgang der Arbeitslosenzahl zur einen Hälfte auf das Konto des im Mai üblichen Frühjahrsaufschwungs, zur anderen auf das Konto der guten Konjunktur. Wegen des milden Winters falle der Saisoneffekt in diesem Jahr deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. Nach Angaben von BA- Vorstandsmitglied Raimund Becker sind im vergangenen Winter nur rund 250.000 statt der sonst 500.000 witterungsabhängigen Stellen abgebaut worden. Infolgedessen gebe es im Frühjahr weniger freie Stellen für Saisonkräfte. Dies erkläre auch, warum die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen im Mai um 3.000 gestiegen sei.

Nach Weises Darstellung profitieren inzwischen auch zunehmend Jugendliche vom Arbeitsmarktaufschwung. So sei die Zahl junger Erwerbsloser unter 25 Jahren seit dem vergangenen Jahr um ein Viertel auf rund 400.000 gesunken. "Damit haben wir in Deutschland im EU- Vergleich sicher Gutes geleistet", stellte der BA-Chef fest.

Die positive Entwicklung lässt sich auch an der Zahl der Erwerbstätigen - dem statistischen Spiegelbild der Arbeitslosenzahlen - ablesen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Zahl der Beschäftigten im April mit 39,28 Millionen um 539.000 über Vorjahreswert. Die Zahl der sozialversicherungspflicht ig Beschäftigten stieg im Jahresvergleich um 618.000 auf 26,56 Millionen im März. Entsprechend gestiegen ist nach BA-Angaben auch die Zahl der offenen Stellen. Bis Ende Mai haben Unternehmen den Arbeitsagenturen 456.000 freie Stellen gemeldet; dies waren 4.000 mehr als im April und 51.000 mehr als vor einem Jahr.

Inzwischen wirft die gute Konjunktur allerdings erste Schatten auf den Arbeitsmarkt. Die vollen Auftragsbücher sorgen nach ersten Erkenntnissen der BA bereits in einigen Branchen für einen Fachkräftemangel. Besonders in der Elektronikbranche, bei Ingenieursberufen und auf dem Bau gebe es bereits erste Engpässe, berichtete BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt. Beispielsweise berichtete die Schlüsselbranche Maschinenbau am Donnerstag vom stärksten Branchenaufschwung seit den 60er Jahren, wies aber zugleich auf wachsende Personalknappheit hin. Ein Problem ist aus BA-Sicht, dass nicht alle arbeitslosen Bewerber für die freien Stellen ausreichend qualifiziert seien.

Überraschend gut haben sich vor dem Hintergrund der steigenden Beitragseinnahmen bei gleichzeitig sinkenden Ausgaben auch die BA-Finanzen entwickelt. Statt eines bis Ende Mai einkalkulierten Defizits von 4,21 Milliarden Euro habe die Bundesbehörde einen Überschuss von 440 Millionen Euro erwirtschaftet, berichtete der BA- Vorstand. Ein endgültige Prognose für das Gesamtjahr will der BA- Führung aber erst Anfang Juli vorlegen.

Unverändert schwierig bleibt hingegen die Arbeitsmarktentwicklung im Osten Deutschland. Dort waren im Mai mit einer Quote 15,2 Prozent im Verhältnis zur Gesamtzahl der Erwerbstätigen noch immer doppelt so viele Menschen arbeitslos gemeldet wie im Westen mit einer Quote von 7,5 Prozent. In Westdeutschland waren im Mai 2.499.000 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Das waren 106.000 weniger als im April und 549.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland sank die Zahl der Arbeitslosen um 55.000 auf 1.307.000. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 183.000.

http://www.owl-online.de/wirtschaft/meldungen/dpaafx-iwi-20070531-0281_14742284.html

Der Hammer ist doch das der Hr. Alt sagt das es in einigen berichen Engpässe gibt.
Da sollten Sie evtl. dran arbeiten um entsprechende Leute da zu qüalifizieren, statt sie zu den ZAF zu schicken.
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