Autor Thema: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität  (Gelesen 216948 mal)

Kuddel

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #735 am: 12:22:44 Mi. 28.Februar 2018 »
Liebe Sybilla,
langsam werde ich echt sauer.
Du drückst dich davor, notwendige und klare Fragen zu beantworten.
Hinter dem Zahlenwust von dir, bei dem mir nicht klar ist, welche Erkenntnisse daraus hervorgehen sollen, finde ich nur ein schreckliches Geschwurbel.
Deine Wiederholung der grundfalschen Bezeichnung der Herrschenden als "herrschende Nomenklatur" laßt vermuten, daß du ein poltisches Weltbild hast, das ich gruselig finde.

Ich will hier aber nicht vermuten und dir nichts unterstellen. Ich möchte, daß du dich den hier formulierten Fragen stellst und nicht drumherum redest.

Sybilla

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #736 am: 13:58:45 Mi. 28.Februar 2018 »
Liebe Sybilla,
langsam werde ich echt sauer.

Wegen einer anderen Meinung sollten niemand sauer werden sondern diese überdenken.

Du drückst dich davor, notwendige und klare Fragen zu beantworten.

Ich habe Deine Fragen an mich klar und allgemein verständlich beantwortet, was gibt es noch an Fragen?

Hinter dem Zahlenwust von dir, bei dem mir nicht klar ist, welche Erkenntnisse daraus hervorgehen sollen, finde ich nur ein schreckliches Geschwurbel.

Ich fürchte ich kann Dir im Forum keine Lese- und Textverständniskompetenz vermitteln. Die Aussage der Statistik ist das es weniger Arbeitslose aber mehr Leistungsberechtigte gibt, ist Dir das soweit klar? Des weiteren gibt es eben ein hohe Zahl an Personen die zwar arbeitslos sind aber nur in der Kennzahl der Unterbeschäftigung in der Statistik erfasst werden. Das ist der innerste Kern meines Beitrags.

Ca. 16 % der Bevölkerung leben in Armut oder sind von Armut gefährdet. (Nachkriegsrekordstand)

Noch Fragen?
Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.

Kuddel

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #737 am: 21:18:21 Sa. 03.März 2018 »
Wegen einer anderen Meinung sollten niemand sauer werden sondern diese überdenken.
Mir ist es egal, was für eine Meinung du hast.
Es geht in einem Forum der Ausgebeuteten um Interessen. Du zeigst aber wenig Interesse daran, dich für die Belange der Erwerbslosen und Arbeitenden einzusetzen. Ich sehe nur ein Abspulen von Floskeln und Begriffshülsen, die sehr verschwommen und unterschiedlich interpretierbar sind.

Ich habe Deine Fragen an mich klar und allgemein verständlich beantwortet, was gibt es noch an Fragen?

Du hast gesagt, du bist für das BGE,  "Weil ich gegen Armut bin".
Dir wurde gesagt, daß das BGE keine Garantie gegen Armut ist, "nur grandios in die Hose gehen" und geradezu als neoliberaler Angriff auf die Sozialsysteme verstanden werden kann.

Du hast kein Stück auf diese grundlegenden Vorwürfe reagiert und plump geantwortet, es fehle wohl an "Lese- und Textverständniskompetenz "

Allmählich zweifele ich an deinem ernsten Interesse daran, etwas "gegen Armut" tun zu wollen.
Du betest nur die Propagandafloskeln einer höchst zweifelhaften Bewegung nach.

Noch Fragen?

Ja.
Wie willst du verhindern, daß das BGE nicht einen riesigen staatlich subventionerten Niedriglohnsektor entstehen läßt?

Nikita

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #738 am: 00:11:47 So. 04.März 2018 »
Sybilla, mir sind deine regelmäßigen Beiträge hier wichtig und wertvoll. Sie demaskieren die Propaganda-Statistiken der Bundesbehörde. Lass Dich von Kuddel nicht in die Ecke drängen, schon gar nicht in eine, in die Du nicht gehörst.

counselor

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #739 am: 09:39:33 So. 04.März 2018 »
Auch ich finde Sybillas Beiträge richtig und wichtig. Sie geben mir Stoff zum Argumentieren. Mach weiter damit!
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Hartzhetzer

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #740 am: 09:44:53 So. 04.März 2018 »
Kein wunder das die linke Bewegung immer mehr in der Bedeutungslosigkeit verschwindet und die Mehrzahl der Menschen nichts davon hören will.
Die Anführer der Bewegung versuchen den Kommunismus von oben einzuführen, nach dem Motto: "Wenn wir den Reichen und Mächtigen auf der Welt nur genug Zugeständnisse und Geldgeschenke machen, sowie Annehmlichkeiten bereiten, werden die schon anfangen ihr Vermögen an die restliche Menschheit zu verschenken, wenn sie nur erst einmal reich genug sind und dann haben wir Kommunismus."
Damals in ihren Gründungstagen wollten die meisten Mitglieder der linken Bewegung den Kapitalismus mit all seinen Widerlichkeiten abschaffen, heutzutage träumt ein Großteil der Bewegung von einer sozialen Marktwirtschaft (Kapitalismus im Einschleimmodus) wie zwischen 1955 und 1965 in der alten BRD.
Der Massenhafte Wegfall von Arbeitsplätzen führt nicht dazu, das ein Ende dieses blöden täglichen Arbeiten müssen's und ein gutes Leben für alle Menschen eingefordert wird, sondern dazu das sich linke Gewerkschaftstypen besonders hart anstrengen den reichen Säcken in den Allerwertesten zu kriechen, damit wenigsten ein paar lumpige, stressige Dreckarbeitsplätze für ein Hungerlohn erhalten bleiben.
Das Marktwirtschaftssystem will niemand mehr abschaffen, obwohl man gerade dadurch rechtskonservativen Müllfantasien seinen Nährboden entziehen könnte. Nein, viel wichtiger ist es hinter jedem gesagten und/oder geschriebenen Wort rechtes Gedankengut zu wittern und das besonders bei denen die sich noch irgendwie links engagieren, sozusagen bei Menschen in den eigenen Reihen.
Meiner Meinung nach braucht sich niemand zu wundern das die Rechten soviel Zulauf bekommen, wer will schon bei einer Bewegung mitmachen, die keine neuen Ideen hat, nichts mehr grundlegendes verändern will, sondern sich nur noch reflexartig in eine Mischung aus politischen Dogmatismus, Nostalgie, Umweltschutz durch ökonomische Zwangsmittel (hauptsächlich für die armen und hart arbeitenden Menschen), Kampf für einen liebevolleren Streichelzoo Kapitalismus und Nazi-jagt ergießt.
Von dem BGE kann man halten was man will, natürlich wird es im Rahmen des Marktwirtschaftsdrecks niemals ein BGE geben was dazu führt die Menschen vom ewigen zwang zu emanzipieren sich selbst und/ oder materiellen Tand für ihren monatlichen Geldzahlenbedarf zu verkaufen. Jetzt aber den Bogen dahin zu spannen zu sagen: "Weil Sybilla BGE gut findet und davon träumt über das BGE eine sozialen Marktwirtschaft (Kapitalismus im Einschleimmodus) wie zwischen 1955 und 1965 in der alten BRD herzustellen, muss sie schon stark rechts angehaucht sein.", halte ich für übertrieben.
Natürlich wird das BGE genauso wie alle andern gesellschaftlich relevanten Zeitgeist Themen auch von der Rechten genutzt, die versuchen stets und ständig auf jeden Zug aufzuspringen und ihren braunen Müll unterzumischen. Wenn man danach geht darf man über gar nichts mehr diskutieren und nichts mehr gut finden, weil es bestimmt zumindest in Oberunteramergau ganz tief in Hinterbayern irgendeinen Nazi gibt der versucht das Thema für sich und seine Überzeugung zu instrumentalisieren.
Rechte beziehungsweise Rechtskonservative kann man nicht effektiv dadurch bekämpfen das man verbal und nonverbal gegen sie kämpft, die haben ihrer Überzeugungen und werden die nicht aufgeben.
Wenn man Rechte beziehungsweise Rechtskonservative effektiv bekämpfen will muss man versuchen den menschenverachtenden Marktwirtschaftsdreck abzuschaffen, denn das ist der Nährboden und die Brutstätte ihrer Überzeugungen. Allerdings und dessen bin ich mir gewiss gehöre ich mit meiner Sicht der Dinge einer Minderheit von Menschen an. Dieser Beitrag stellt meine Meinung dar und soll niemanden persönlich angreifen.
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
- Albert Einstein -

Jedoch ist das genau das, was in einer Marktwirtschaft Alternativlos ist.

Sybilla

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #741 am: 18:35:39 So. 04.März 2018 »
Ach Kuddl ich bin ja ein geduldiger Mensch und erkläre es Dir noch einmal ein letztes Mal ein BGE in Höhe von 1000 €/Monat ist (Grundlage heute) eine Garantie gegen Armut niemand müsste sich Lebensmittel von der Tafel holen........ und der bereits bestehende  Niedriglohnsektor würde verschwinden, weil es das BGE für jedermann geben würde. Wenn das so umgesetzt wird kann gar nichts in die Hose gehen, die Armut und Hartz IV verschwinden.

Inhaltlich sollte den Sachverhalt eigentlich jeder begreifen können, der meint, hier mitschreiben zu können. 

Kuddl, die Argumente sind ausgetauscht und ich überlasse dir gerne das letzte Wort zum Thema BGE. Mein Thema sind die aktuellen Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität und dass die Zahlen der Tafelberechtigen nur eine Richtung kennen, die nach oben. Armut ist ein Problem das immer größer wird, und ich sehe die Menschen die in Armut leben und für Sie möchte ich Aufmerksamkeit erreichen. Ja meine politische Richtung ist die soziale  Sicherheit der Menschen und nicht die neoliberale Profitmaximierung der Wohlhabenden.
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Kuddel

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #742 am: 20:37:30 So. 04.März 2018 »
Liebe Sybilla,

Was soil dieses "erkläre es Dir noch einmal ein letztes Mal" ??  Du hast noch nie irgendwas erklärt!
Du hast stets das BGE wie ein Evangelium vor dir hergetragen. Daß ein BGE mit einem Minimum von 1000€ pro Monat verbunden sein soll, höre ich von dir zum ersten mal. Wer garantiert das? Vielleicht gibt es als BGE nur 2 Euro Fuffzich im Monat? Warum forderst du nicht einfach ein Minimum 1000€ an Sozialleistungen für jeden, ohne damit die Zerschlagung des bisherigen Sozialsystems in Kauf zu nehmen?

Warum hast du meine Frage nicht beantwortet: "Wie willst du verhindern, daß das BGE nicht einen riesigen staatlich subventionerten Niedriglohnsektor entstehen läßt?".

dagobert

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #743 am: 23:40:11 So. 04.März 2018 »
Ach Kuddl ich bin ja ein geduldiger Mensch und erkläre es Dir noch einmal ein letztes Mal ein BGE in Höhe von 1000 €/Monat ist (Grundlage heute) eine Garantie gegen Armut niemand müsste sich Lebensmittel von der Tafel holen........
Träume.
Beispielrechnung:
1000€ BGE - 400€ Miete - 180€ KV/PV = 420€ Rest, also grad mal 4 Euro mehr als Hartz IV
Zur Armutsbekämpfung reicht das nicht.

und der bereits bestehende  Niedriglohnsektor würde verschwinden, weil es das BGE für jedermann geben würde.
Noch ein Traum.
Wie oben vorgerechnet, holt man mit 1000€ BGE niemanden aus der Armut. Die 1000€ sind dann aber ein Argument für die AG, die Löhne nach unten "anzupassen". Und genau so wird das kommen.

Wenn das so umgesetzt wird kann gar nichts in die Hose gehen, die Armut und Hartz IV verschwinden.
Hartz IV wäre dann möglicherweise weg, Armut aber noch lange nicht.

Armut ist ein Problem das immer größer wird
Ich glaube da widerspricht dir hier keiner.
Auch ich nicht.

Sybilla

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #744 am: 17:36:41 Mo. 05.März 2018 »
Trüume.
Beispielrechnung:
1000€ BGE - 400€ Miete - 180€ KV/PV = 420€ Rest, also grad mal 4 Euro mehr als Hartz IV
Zur Armutsbekämpfung reicht das nicht.

Vom ALG II Regelsatz werden weder KV noch PV abgezogen der ALG II Regelsatz 416 € + Miete  ist wie das BGE 1000 € Netto also das BGE ist doch mehr als gedacht.

Wer sich tatsächlich zum BGE informieren möchte hier https://www.grundeinkommen.de/ ist das vollumfänglich möglich
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Kuddel

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #745 am: 19:59:04 Mo. 05.März 2018 »
Sybilla,
stets drückst du dich vor klaren Aussagen und der Beantwortung an dich gestellter Fragen.
Stattdessen reagierst du stets im vorwurfsvollen Ton. Diesmal heiß es, "Wer sich tatsächlich zum BGE informieren möchte", als würde man sich eben nicht "tatsächlich" informieren wollen.

Du verweist auf eine hübsch gestaltete Webseite, als handle es sich um die Bibel und als wurde man das unumstößlich wahre Wort dort finden.
Nur gibt es nicht das BGE®, das Ürheberrechtsschutz besitzt und wie in Granit gemeißelt dasteht.
Die Webseite enthält nichts weiter als Vorschläge eines Teils der BGE Szene, die keinesfalls homogen ist.
Es gibt einige Ausbeuterschweine, die befürworten auch ein BGE. Doch die sind keine Freunde von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit und die wollen auch nicht Freiheit und Glück für alle. Deren BGE hat völlig andere Inhalte und Ziele.

Deshalb habe ich mehrmals gesagt, der Begriff BGE ist nichtssagend und mit ihm kann man ganz etwas anderes kriegen, als man es sich wünscht.
Deshalb würde ich lieber über klar greifbare Inhalte reden. Gegen die Armut müßte man die Grundversorgung nicht 4 Euro und nicht 180 Euro höher ansetzen, denn beides wäre ein Witz und würde das Grundproblem nicht einmal ankratzen. Und gegen die Erniedrigung durch die Behörden müßten Überwachung und Bürokratie in dem Bereich abgeschafft werden und Sperren, Sanktionen dürften nicht existieren. Maßnahmen und Lehrgänge dürften nur auf Freiwilligkeit basieren. Das wären klare Forderungen. Ich habe mehrfach gefragt, warum du nicht so einfache, wie richtige Forderungen stellst. Du beantwortest so einfache Fragen nicht.

Statt dessen kommt immer die BGE Nebelgranate, garniert mit Sprüchen, die einen entweder als begriffsstutzig oder zur Diskussion nicht fähig abtun.

Dabei bist du es, die jetzt zum x-ten Male meine Frage nicht beantwortet: "Wie willst du verhindern, daß das BGE nicht einen riesigen staatlich subventionerten Niedriglohnsektor entstehen läßt?".

rebelflori

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #746 am: 20:33:15 Mo. 05.März 2018 »
Stattdessen reagierst du stets im vorwurfsvollen Ton. Diesmal heiß es, "Wer sich tatsächlich zum BGE informieren möchte", als würde man sich eben nicht "tatsächlich" informieren wollen.
Genau, außer dem kommt mir das, auch ziemlich durch einander vor. Einmal sind es 1000Euro, dann wieder 1500 Euro.

Sybilla

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #747 am: 01:30:19 Di. 06.März 2018 »
Sybilla,
stets drückst du dich vor klaren Aussagen und der Beantwortung an dich gestellter Fragen.
Stattdessen reagierst du stets im vorwurfsvollen Ton. Diesmal heiß es, "Wer sich tatsächlich zum BGE informieren möchte", als würde man sich eben nicht "tatsächlich" informieren wollen.

Ich habe aufgrund der vielen Nachfragen zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) ein Neues Thema eröffnet
Zum Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) Antworten und Fragen von A - Z

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Sybilla

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #748 am: 17:35:22 Di. 06.März 2018 »
Fakenews? – Alternative Fakten? oder doch Wahrheit?

Heute überschlagen sich wieder einmal alle Qualitätsmedien mit der Meldung die wie eine Spam in regelmäßigen Abstädnen immer wieder verkündet wird.

Arbeitsmarkt Zahl offener Stellen erreicht Rekordwert IAB-Umfrage: 1,2 Millionen offene Stellen können nicht besetzt werden - Das deutsche Jobwunder krankt an einem Paradoxon

Wie ist diese Meldung nun tatsächlich einzurennen und sind die Zahlen tatsächlich so wie sie verkündet werden?

In den letzten Tagen beherrschten vermehrt Meldungen steigernder Armut von überfüllten Ausgabestellen der Lebensmittel-Tafeln und temporäre Aufnahmestopps bei mehren Lebensmittel – Tafeln in verschiedenen Städten die Medien.

Tafeln in Not"Wir sind am Limit"
Quelle: Spiegel-Online Montag, 05.03.2018 13:03 Uhr

Somit ist aus psychologischen Gründen eine positive Nachricht notwendig, 1,2 Millionen offene Stellen können nicht besetzt werden, das ist die positive Nachricht.

Kann diese Nachricht im Faktencheck bestehen?

Als erstes fußt diese Zahl auf einer Hochrechnung der repräsentativen Betriebsbefragung einer IAB – Umfrage Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Es handelt sich also um eine Befragung ähnlich des GfK-Konsumklima-Index oder des ifo-Geschäftsklimaindex diese  Umfrageerhebungen spiegeln ein Gefühl wieder das sich nicht zwingend mit den tatsächlichen Geschehen decken muss.

Ein Blick in den BA Bericht schafft diesbezüglich mehr Sicherheit der Situation der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle wird im BA Bericht für Februar 2018 auf 764.247 beziffert.
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201802/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201802-pdf.pdf
1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes BA Bericht Februar
Tabellenanhang zum Monatsbericht Februar 2018 (Tabelle 1)

Darin sind alle veröffentlichten Stellenangebote enthalten, auch Duplikate also Stellenangebote in mehreren Jobbörsen sowie bereits besetzte aber noch nicht gelöschte Stellenangebote und redundante Stellenangebote von Zeit und Leiharbeitsfirmen.  In der Stellenbörse der BA habe ich unlängst einige Stellenangebote gelesen, in denen unterschiedliche  Zeit und Leiharbeitsfirma im gleichen Stellenbeschreibungen x offene Stellen (im IT Support, Bürofachkräfte, Betonbauer....) männlich/weiblich in x Großstädten angeboten haben. Diese imaginären Stellenangebote  die sich selbstverständlich nicht nur in der Jobbörse der BA befinden sondern in verschieden Jobbörsen und internen Jobbörsen der  Zeit und Leiharbeitsfirma multiplizieren, erklärt sich die Große Schwankungsbreite von 1,2 Millionen offene Stellen der IAB Umfrage zur Zahl gemeldeter Arbeitsstellen wird im BA Bericht von 764.247. Aufgrund dieses Sachverhalts des Faktenchecks ist die Zahl der offenen Stellen immer mit einem Fragezeichen zu versehen. Ebenso sollte zunehmend bedacht werden das Leih und Zeitarbeitsfirmen in der Regel keine Fachkräfte ausbilden. Wer sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Zeit und Leiharbeit sät wird Fachkräftemangel ernten. Wie viele  Arbeitsstellen tatsächlich zu besetzen sind, ist aufgrund der vielfältigen und nebulösen Möglichkeiten der Veröffentlichung von Stellenangeboten nicht nachvollziehbar 

Aufgrund meines Faktenchecks möchte ich die Meldung „Arbeitsmarkt Zahl offener Stellen erreicht Rekordwert“ als Alternative Fakten einordnen. Diese Meldung spiegelt nicht die wahrhaftige Wirklichkeit wieder.
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Kuddel

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Re:Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #749 am: 22:28:59 Di. 06.März 2018 »
Dabei bist du es, die jetzt zum x-ten Male meine Frage nicht beantwortet: "Wie willst du verhindern, daß das BGE nicht einen riesigen staatlich subventionerten Niedriglohnsektor entstehen läßt?".

Sybilla,
du findest es nicht zufällig völlig Panne, gestellte Fragen nicht zu beantworten und stattdessen einfach neue Threads zu starten...?