Autor Thema: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität  (Gelesen 229259 mal)

Hartzhetzer

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #915 am: 07:26:47 Di. 03.Dezember 2019 »
Zitat
Dieses ganze Gefassel von der Rekordbeschäftigung in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen ist nichts anderes als die Zuhörer „hinter die Fichte“ zu führen um eine Situation am Arbeitsmarkt zu suggerieren die tatsächlich nicht vorhanden ist (Beinahe Vollbeschäftigung) richtig ist das viele beschäftigt sind irgendwie vielleicht als Aufstocker,
Aufstocker?

Sind Arbeitnehmer die zur ihren Erwerbseinkommen (oft in Teilzeitbeschäftigung in Jobsharing) zusätzlich Grundsicherungsleistungen für sich und ihre Kinder beziehen müssen.

Ist es besser als Aufstocker zu arbeiten als arbeitslos zu sein?

1.) Was wäre wenn eine (beinahe) Vollbeschäftigung tatsächlich und ohne statistische Tricks vorhanden wäre, von mir aus auch zu einem Mindestlohn von 14 € die Stunde?

Wäre dann alles gut mit der Welt und der Gesellschaft wenn alle Menschen wie die kleinen Äffchen auf Kommando eines Unternehmers rumspringen und die Hauptzeit ihres Lebens in den Hamsterrädern irgendwelcher Dienstleistungs-, Menschenverwaltungs- und Produktionseinrichtungen verschwenden? Das wären dann allerdings auch Nordkoreanische DDR Zustände, wären das dann gute oder schlechte Nordkoreanische DDR Zustände?

2.) Ist es besser als Aufstocker zu arbeiten als arbeitslos zu sein?

Nach der Logik des heutigen Systems ja, denn heutzutage geht es doch nur noch darum das die Menschen beschäftigt sind und ihnen zu Hause die Decke nicht auf dem Kopf fällt. Darum wird ja heutzutage auch nur noch von Beschäftigten und Beschäftigungsverhältnissen geredet. Von daher hinkt der DDR/ Nordkorea vergleich, das hatte der reale Sozialismus nie geschafft, dort sind die Leute wegen so etwas banalen und egoistischen wie Geld und Lebensunterhalt arbeiten gegangen. Im Endzeit Kapitalismus ist die Entfremdung des Arbeiters überwunden wurden, da gehen Menschen nur noch Arbeiten um Beschäftigt zu sein; um in einem tollen, hippen Team neue Menschen kennen zu lernen und die eigenen sozial Skills zu erweitern und um im Rahmen einer Modernen Psychotherapie Depressiven Verstimmungen vorzubeugen. Dagegen wirkt selbst der "Arbeit macht frei" Slogan der Nazis über dem Eingang von Auschwitz Dilettant und Stümperhaft, das muss dem Modernen Kapitalismus erst einmal jemand nachmachen.

Fußnote: Ich hoffe das ist jetzt nicht der Bart des Kaisers.
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
- Albert Einstein -

Jedoch ist das genau das, was in einer Marktwirtschaft Alternativlos ist.

Hildchen

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #916 am: 14:23:43 Di. 03.Dezember 2019 »
Zitat
..........
Nach der Logik des heutigen Systems ja, denn heutzutage geht es doch nur noch darum das die Menschen beschäftigt sind und ihnen zu Hause die Decke nicht auf dem Kopf fällt.......
...... Im Endzeit Kapitalismus ist die Entfremdung des Arbeiters überwunden wurden, da gehen Menschen nur noch Arbeiten um Beschäftigt zu sein; um in einem tollen, hippen Team neue Menschen kennen zu lernen und die eigenen sozial Skills zu erweitern und um im Rahmen einer Modernen Psychotherapie Depressiven Verstimmungen vorzubeugen............
Immer wenn mein AV fragt, was ich mir denn so als Arbeit vorstelle, sage ich
"am liebsten was ohne Menschen, so im Einzelbüro",
der entsetzte Gesichtsausdruck ist unbezahlbar.

counselor

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #917 am: 15:08:36 Di. 03.Dezember 2019 »
Was @Hartzhetzer hier bezüglich Beschäftigung beschreibt, erinnert an das Konzept von Werkstätten für behinderte Menschen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #918 am: 16:14:59 Mi. 01.Januar 2020 »
Mit jedem Monatswechsel wird man in diesem Thread überschüttet mit einem Zahlensalat + sich ständig wiederholenden Textbausteinen. Ich versuche zu verstehen, warum das alles und welche Schlüsse man aus den Zahlen und bisweilen merkwürdigen Floskeln ziehen soll.

Deshalb eine konkrete Frage an Sybilla (um zu verstehen, wohin die Reise gehen soll):

Wenn es nun eine echte Vollbeschäftigung gäbe, wäre dann alles gut und deine Mission erfüllt?

Nach meinem Weltbild gibt es in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um Ausbeutung und Verarmung zwei Seiten: Auf der einen Seite steht das Kapital (die Herrschende Klasse) und der Staat ist Erfüllungsgehilfe des Kapitals, auf der anderen Seite steht die Bevölkerung, die Lohnabhängigen. Demnach sehe ich die einzige Chance auf eine Besserung der Verhältnisse darin, daß die einfachen Leute gemeinsam ihre Interessen und Forderungen formulieren, sich zusammenschließen und sie gemeinsam durchsetzen.

Es scheint mir, daß du, Sybilla, genau das verhindern möchtest. In deinen Vorschlägen sollen ein paar Wirtschaftsfachleute und Politker die Probleme lösen und die einfachen Leute keineswegs selbst kämpfen.

Bisher habe ich in deinen Postings nur zwei Vorschläge gefunden. Der eine liegt in der Einführung des BGE, der andere im Wählen der SPD. Du hast nie Stellung bezogen zu dem Vorwurf, daß das BGE unterm Strich eine Zerschlagung des bestehenden Sozialsystems bedeutet, es sich sich finanziel und politisch für die Wirtschaft rechnet und deshalb diverse Millionäre das BGE befürworten. Es gibt einen Thread zu dem Thema. Der Aufruf, die SPD zu wählen, scheint von dadaistischem Humor zu zeugen.

Und ehrlichgesagt habe ich keinen Bock auf Argumentationen in Richtung: Merkel = Kommunismus -> muß weg!

Schluepferstuermer

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #919 am: 21:47:59 Mi. 01.Januar 2020 »
Helmut Kohl war doch schon Links. Betonung auf link :-)

Stimmt. Es muß von den Arbeitern kommen. Diese haben aber nur Flaußen im Kopf und wehren sich nicht.
Es geht ihnen noch zu gut. Wird ja dauernd gepredigt, dass man sich anstrengen soll, dann bekommt man ein
bißchen mehr Geld. Schon sind diese zufrieden. Siehe nur die Abschlüsse der Gewerkschaften in den letzten
Jahrzehnten.

Am Ende wird man merken, dass mandoch was machen müsste.
lg Schlüpferstürmer

Die Massenmedien sind schon lange die 4. Macht im Staat.
Wir haben folglich Legislative, Judikative, Exekutive und Primitive.
"Bild" Euch Eure Meinung
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Wer die CxU und SPD in ihrer Terrorherrschaft gegen das eigene Volk lobt, lobt ihren braungefärbten Nazicharakter!!

Fritz Linow

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #920 am: 22:11:51 Mi. 01.Januar 2020 »
(...)
Es geht ihnen noch zu gut.
(...)

Blödsinn.

Sybilla

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #921 am: 16:32:01 Fr. 03.Januar 2020 »
Arbeitsmarkt: Zahl der Unterbeschäftigten steigt aufgrund der tatsächlichen Rezession der Wirtschaft in D im Dezember wie schon im November auf  jetzt 3.176.195 Personen an.
OK bis 2005 wurden diese Zahlen der Arbeitslosigkeit als „Massenarbeitslosigkeit“ definiert und nicht als „leer gefegter Arbeitsmarkt“ Alleine dieser widersinnige Satz zeigt ,dass die Statistik der Arbeitslosenzahlen detailliert zu betrachten ist.


Schon wieder ein neuer historischer  - Rekord am Arbeitsmarkt in Deutschland? Nein im Dezember 2019 ist der Rekord ausgefallen. Ja auch innerhalb der Filterblase im Sinne des § 16 SGB III.

Eine Filterblase wird durch das ausfiltern von Information erreicht, es werden so viele „Filter“ über die Zahl der Arbeitslosen gelegt, bis das Rekordtief der Arbeitslosen in Deutschland Monat für Monat im Sinne des § 16 SGB III erreicht wird. Klasse Hartz IV wirkt sinkende Arbeitslosenzahlen in der Rezession das gab es noch nie. War das nicht wunderbar? Oder dann doch sonderbar?

Ein detaillierter Blick in die monatliche BA Statistik erweitert den Wahrnehmungshorizont. 

Denn:

Herz statt Hartz, viele Personen Armut in Deutschland: Sackgasse Niedriglohnsektor müssen trotz oder wegen der Rekordbeschäftigung vor allem in Teilzeitbeschäftigung die jeden Morgen früh aufstehen und den ganzen Tag arbeiten müssen nebenbei Grundsicherungsleistungen zur Sicherung ihres Unterhalts und den Unterhalt Ihrer Familie beziehen (abrackern und stempeln) Anfrage der Linksfraktion Niedriglohn: Neun Millionen Beschäftigte betroffen 29.04.2019

Rackern und Stempeln;

Beispiel Einzelhandel eine Person arbeitet 6 Std Pro Tag 4 mal pro Woche in Teilzeit (24 Std/Woche oder 96 Std.pro Monat bei einem Mindestlohn von 9,19 €/Std. ergibt das, einen  Bruttomonatslohn von 882,24 € entspricht Netto 705,13 €/Monat aufgrund der exorbitant hohen Mieten und Lebenshaltungskosten benötigt diese Person auch als Single ergänzende Grundsicherung. Wenn Kinder im Haushalt leben erhöht sich die Summe der Grundsicherung entsprechend.

Wie ist der Rekord der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse zu bewerten?

Nun:

Grundsätzlich sind alle abhängig beschäftigten Personen als sozialversicherungspflichtig anzusehen Das heißt auch Jobsharing-Teilzeitjob auf 60/80/100 Montanstunden sind sozialversicherungspflichtig. Arbeitnehmer, die in einem sogenannten Minijob (auch geringfügiges Arbeitsverhältnis) beschäftigt sind und dessen monatliches Entgelt einen Betrag von 450 € nicht übersteigt, müssen zwar selbst keine eigenen Beiträge zur Sozialversicherung leisten. Dennoch handelt es sich um ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, da der Arbeitgeber pauschale Beiträge abzuführen hat.

Dieses ganze Gefassel von der Rekordbeschäftigung in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen ist nichts anderes als die Zuhörer „hinter die Fichte“ zu führen um eine Situation am Arbeitsmarkt zu suggerieren die tatsächlich nicht vorhanden ist (Beinahe Vollbeschäftigung) richtig ist das viele beschäftigt sind irgendwie vielleicht als Aufstocker,
Aufstocker?

Sind Arbeitnehmer die zur ihren Erwerbseinkommen (oft in Teilzeitbeschäftigung in Jobsharing) zusätzlich Grundsicherungsleistungen für sich und ihre Kinder beziehen müssen.

Ist es besser als Aufstocker zu arbeiten als arbeitslos zu sein?

Nein, Ziel des sozialen ist, das jeder der arbeitet ohne ergänzende Sozialleistungen seinen Lebensunterhalt erwirtschaften kann. Der neoliberale Spruch aus der Kaderschule „Zwei Millionen Aufstocker sind besser als 2 Millionen Arbeitslose ist unsinnig, denn dann wäre es ja auch besser wenn alle 40 Millionen Arbeitnehmer aufstocken würden. Denn 40 Millionen Aufstocker sind besser als 40 Millionen Arbeitslose.

Ein Blick auf die Dezember Zahlen der BA unter Beachtung aller Kennzahlen des BA – Berichts verdeutlicht die Lage am Arbeitsmarkt.

Laut BA Monatsbericht für Dezember 2019 wird die Zahl der Leistungsberechtigten im Dezember  2019  im Leistungsbezug (SGBII;SGB III ohne Bezieher von Asylleistungen) auf  6.088.408 Personen 6,9 % beziffert.  Am Tag bevor die Reformagenda und Hartz IV in Kraft gesetzt wurden, waren es 4.321.000. Leistungsberechtigte.  *Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest.

Im Dezember  2019 schlüsseln sich die 6.088.408‬‬ Leistungsempfänger 6,9 % von Leistungen im Bereich SGBII/SGBIII aufgrund der offiziellen Zahlen des im BA Bericht für Dezember 2019 wie folgt auf: 772.656 Personen waren im Bezug von ALG I, des weiteren erhielten 3.760.277  Personen. Erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen ALG II (Hartz IV) und .1.555.475   Personen Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen (Sozialgeld)

Die (Kennzahl) der Arbeitslosen  im Sinne des § 16 SGB III wird Dezember  2019  in der offiziellen Statistik der BA  auf  2.227.159 Personen beziffert‬.
Gleichzeitig wurden laut BA Bericht Teilnehmer an Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik in einer ersten Schätzung für Dezember auf  913.009  Personen geschätzt. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstelle (Mehrfachnenngen, bereits besetzte aber noch nicht gelöschte, Redundanzen inbegriffen) sinkt im Dezember 2019 im  BA Bericht auf 686.551.  Der BA-X wird im aktuellen Bericht für Dezember  2019 auf  223 beziffert.

1.1 Eckwerte des Arbeitsmarktes Bericht Dezember  2019 (PDF Seite 75)
Tabellenanhang zum Monatsbericht Dezembe 2019 (Tabelle 1)

Quelle der Zahlen:
https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201912/arbeitsmarktberichte/monatsbericht-monatsbericht/monatsbericht-d-0-201912-pdf.pdf

Grundsicherung im Alter und Erwerbsminderung destatis - Pressemitteilung Nr. 130 vom 3. April 2019 - Im Dezember 2018 bezogen in Deutschland knapp 1*079*000 Personen ab 18*Jahren Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB*XII). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 1,9*% mehr Leistungsempfängerinnen und -empfänger als im Dezember*2017.

„Ein Land, in dem wir gut und gerne leben“ Wer ist wir ? Fast – Vollbeschäftigung bessere Statistiken vom Arbeitsmarkt, gab es nur im Arbeiter- und Bauernstaat (DDR) oder in Nordkorea....etc

“Es ist ein Skandal, dass es Einrichtungen wie die Tafel in so einem reichen Land geben muss”

Zu beachten ist die Zählweise der  Arbeitslosen (es werden nicht alle Personen die arbeit suchend sind als arbeitslos gezählt. Zum Beispiel fehlen viele unter 25 Jährige sowie viele über 58 Jährige, auch Kranke, etc) so dass die Zahl der Unterbeschäftigten Arbeitslosen, weiterhin mehr 3 Millionen Personen beinhaltet. Ist das Fast- Vollbeschäftigung und eine historisch niedrige Arbeitslosigkeit ?  Alleine die Zahl der Unterbeschäftigung zeigt das, dass Problem der „Massenarbeitslosigkeit“ auch für die Gesellschaft des Jahres 2019 präsent ist. Alles andere ist eine nebulöse Verschleierung des Problems durch Teilzeitbeschäftigung und durch Zersplitterung von Vollzeitstellen.

Das es nach wie vor alleine rund vier Millionen Menschen gibt, die ihre Grundsicherung mit ALG II (Hartz IV) Transferleistungen absichern müssen findet kaum Beachtung, immerhin verkünden viele Medien und Talk Shows „ Fast-Vollbeschäftigung“

Vollbeschäftigung soll wie folgt erreicht werden:

§ 16i SGB II Teilhabe am Arbeitsmarkt

Fachkräftemangel?

ARBEITSMARKT UND RENTENPOLITIK Die endlose Diskussion um den Fachkräftemangel - Wie groß ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in Deutschland?  -  "Wir haben keinen flächendeckenden Fachkräftemangel in Deutschland", sagt der Arbeitsmarktexperte Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Gespräch mit der DW. - Lohnsteigerungen halten sich in Grenzen

Zum vielfach beschworenen Fachkräftemangel ist aus meiner vielfachen Erfahrung zu bedenken, dass damit vielfach von einer Allround- Fachkraft  (Eierlegendeswollmilchschwein) der mittleren Qualifikationsebene gesprochen wird, die bereit ist möglichst auf Basis des Mindestlohn oder auch in Leih und Zeitarbeit die Arbeitsstelle anzutreten. (Handwerk, Pflege, Dienstleistung) Wer nicht in allen erwünschten Qualifikationen sehr gute Kenntnisse besitzt oder eine Entlohnung entsprechend seiner vielfachen  Qualifikationen fordert, scheidet oft aus dem Auswahlverfahren aus. Ausnahmen sind selten verfügbare hoch qualifizierte Fachkräfte mit langjähriger Berufserfahrung aber diese sind tatsächlich aufgrund des oft fehlenden Willen zur intensiven betrieblichen Qualifikation und beruflicher Förderung nur sehr vereinzelt auf dem Arbeitsmarkt verfügbar.

Diese Analyse des Arbeitsmarktbericht der BA für Dezember  2019 wurde unter Verwendung der Quellzahlen des BA Berichts für Dezember  2019 verfasst. Autorin ist Sybilla am 03.01.20 --- 16 Uhr alle Leser dürfen aus diesem Artikel unter Quellengabe zitieren.

Fragen zu meinem Beitrag beantworte ich sehr gerne.
Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.

Fritz Linow

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #922 am: 19:31:59 Fr. 03.Januar 2020 »
(...)
Fragen zu meinem Beitrag beantworte ich sehr gerne.

Wenn es nun eine echte Vollbeschäftigung gäbe, wäre dann alles gut und deine Mission erfüllt?™

counselor

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #923 am: 22:23:01 Fr. 03.Januar 2020 »
Und wie soll die Beschäftigungspolitik aussehen? Angebots- oder nachfrageorientiert?
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Sybilla

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #924 am: 23:48:12 Fr. 03.Januar 2020 »
Ich setze auf ein BGE mit Vollbeschäftigung dann kann jeder frei wählen was er wie lange pro Tag pro Woche pro Jahr arbeiten möchte.
Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.

counselor

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #925 am: 06:56:26 Sa. 04.Januar 2020 »
Das läuft auf ein staatliches Lohnsenkungsprogramm hinaus, denn das BGE wird vom Kapital als eine Art Kombilohn gesehen. Das passt in die aktuelle angebotsorientierte Beschäftigungspolitik, die auf Lohnsenkungen, Kapitalbildung und Wettbewerb beruht.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Schluepferstuermer

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #926 am: 08:44:12 Sa. 04.Januar 2020 »
(...)
Es geht ihnen noch zu gut.
(...)

Blödsinn.


Ich meinte damit die Einbildung. Es wird ihnen ja eingeredet (u.a. sind ja sie angeblich die Leistungsträger - in Wirklich sind aber die Hochverdienenden/Millionäre/Verbrecher gemeint).

Warum wählen Viele die Afd, FDP und die Union? Weil es ihnen zu gut geht. Warum geht niemand auf die Strasse.
Dazu kommt noch Bequemlichkeit.
lg Schlüpferstürmer

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #927 am: 09:09:10 Sa. 04.Januar 2020 »
Zitat
Ich meinte damit die Einbildung. Es wird ihnen ja eingeredet (u.a. sind ja sie angeblich die Leistungsträger - in Wirklich sind aber die Hochverdienenden/Millionäre/Verbrecher gemeint).

Warum wählen Viele die Afd, FDP und die Union? Weil es ihnen zu gut geht. Warum geht niemand auf die Strasse.
Dazu kommt noch Bequemlichkeit.

Nun ja, so einfach kann man es sich nicht machen. Schau dir mal folgende Dinge an falls du Interesse hast:





Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
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Jedoch ist das genau das, was in einer Marktwirtschaft Alternativlos ist.

Kuddel

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #928 am: 12:14:48 Sa. 04.Januar 2020 »
Zitat
Es geht ihnen noch zu gut.

Ich bin grundsätzlich und immer gegen die Verelendungstheorie.
Man sollte niemandem ein schlechteres Leben wünschen, weil man hofft, daß er dann rebelliert.
Rebellionen funktionieren nicht so. Menschen verhungern sogar, ohne zu rebellieren.
Und in Frankreich finden seit Wochen militante Dauerproteste statt, obwohl es den Menschen dort nicht schlechter geht, als in Deutschland.

Es fehlt manchmal an dem notwendigen Bewußtsein und es fehlt an Mut.
Beides läßt sich ändern.

Gegen das fehlende Bewußtsein helfen Diskussionen. Die Leute müssen erkennen, woher ihr Elend kommt, daß Wirtschaftskrisen keine Unwetter sind, wer verantwortlich ist und daß es Alternativen zu den herrschenden Verhältnissen gibt.

Gegen fehlenden Mut helfen einige, die mit mutigen, witzigen und populären Aktionen vorpreschen und andere mitreißen.

Kuddel

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Re: Aktuelle Arbeitslosenzahlen im Spiegel der Realität
« Antwort #929 am: 12:46:52 Sa. 04.Januar 2020 »
Ich setze auf ein BGE...

Wir drehen uns hier ständig im Kreis.
In diesem Thread sammelt sich der Zahlensalat ohne Sinn und Verstand seit rund 13 Jahren.

So lange verweigert Sybilla eine ernste inhaltliche Auseinandersetzung.
Am schlimmsten dabei ist ihre, mal freundlich ausgedrückt, naive Vorstellung von der Macht des Kapitals und der Rolle des Staates.
Sybilla:
Zitat
Verwaltungsbeamte haben keine "echte Macht" diese hat der Gesetzgeber kontrolliert durch die Rechtsprechung und das GG.
Als wäre das GG das Evangelium und Staat und Justiz allein der Gerechtigkeit verpflichtet...

Richtig schlimm ist es, das BGE Modell des neoliberalen Kapitalistenbüttels Straubhaar für einen Segen der Arbeitenden und Erwerbslosen zu halten. Das macht etwa soviel Sinn, wie die Antifaarbeit in die Hände der NPD zu legen.

Nochmal kurz, was Wikipedia über Straubhaar sagt:
Zitat
Straubhaar ist Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Er gehört den Kuratorien der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (seit 1994 Vertrauensdozent) und der HASPA Finanzholding an, ist im Stiftungsrat der Körber-Stiftung und der Edmund Siemers-Stiftung und Mitglied im BahnBeirat. Seit 2013 ist er Policy Fellow des Instituts zur Zukunft der Arbeit. Straubhaar ist zudem Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech). Er ist Mitglied des Konzernbeirats der Deutschen Bahn. Er ist Initiator des Vereins Pro Bürgergeld und initiierte 2005 gemeinsam mit Bernd Lucke* und Michael Funke den Hamburger Appell**. Seit 2014 ist er stellvertretender Vorsitzender der Stiftung – CLUB OF HAMBURG. Er schreibt als Kolumnist für WeltN24.
https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Straubhaar

*Mit im Boot, der AfD Gründer Bernd Lucke.
**Hamburger Apell: "Konkret wurde unter anderem gefordert, dass die Geringverdienenden weniger verdienen sollten und die Sozialhilfe vermehrt von Lohnersatzleistungen zu Lohnzuschüssen wechseln müsse." https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Appell