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Freie Journalisten

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Kuddel:
Outsorcing gibt es überall in der Wirtschaft. Atomisierung der Belegschaften. Härtestes Lohndumping.

Die Printmedien sind ein gutes Beispiel. Es gibt kaum noch festangestellte Journalisten. "Freie" tun es billiger.

Die Kieler Nachrichten zahlen einem festen Fotografen 50 EUR pro Foto. Einem "Freien" 25 EUR. Bei der schreibenden Zunft sieht es noch schlimmer aus: Honorar für den Festen beträgt ein Euro pro Zeile, für den Freien nicht einmal die Hälfte: 40 Cent.

euerHofnarr:
und wie so oft wird das früher oder später Auswirkung auf die QUALITÄT haben.  Meiner Meinung nach die logische Konsequenz.

Irgendwann sind Flugblätter aus "Underground"-pressen DIE Niveau-Literatur ! (vielleicht habe ich auch nur zu viele Endzeit-Filme gesehen).

gha:

--- Zitat ---Original von euerHofnarr
und wie so oft wird das früher oder später Auswirkung auf die QUALITÄT haben.
--- Ende Zitat ---
Ist das nicht schon lange so? Eine Meldung im Netz wird hier und dorthin kopiert mitsamt Rechtschreib- und Inhaltsfehlern.

Dennoch gibt es ja nun Journalisten, die auch gut arbeiten - wie schaffen die das?

ManOfConstantSorrow:

--- Zitat ---Martin Dieckmann, medienpolitischer Referent von ver.di, analysiert in seinem Beitrag die aktuellen Veränderungen des Jounalismus. Sein Befund: Nie war – angesichts der Potenziale wie der Gefährdungen von Qualitätspublizistik – die publizistische Mitbestimmung so wichtig wie heute. Morgen wird sie noch wichtiger sein denn je.
--- Ende Zitat ---
http://www.qualitaet-und-vielfalt-sichern.de/debatte/martin_dieckmann_journalismus_in_der_content-industrie

dagmar:
hat meome ein Portal gegründet - sie nannten sich Expertenportal - (darin hatte auch ich eine Rubrik) es wurden 100 Teuros für den Monat bezahlt, dafür war pro Woche ein Bericht erforderlich, Forenbeiträge ect.

Das sich das nicht gerechnet hat und wohl auch der Eintritt bei Freenet der noch übrigen Portale, meines und andere wurden geschlossen oder zusammengelegt, ist ein paar Stiefel.

Das aber der Grundgedanke auch der ist sich billige Schreiber anzulachen ist ein anderer. Genau da geht es ans Eingemachte.

Die Journalisten die gut sind, die haben einfach das "Feeling" denke ich, egal ob frei oder angestellt - und - sie sitzen beim richtigen Organ. Was hilft der Megaschreiber für Politik, der in einer unpassenden Redaktion bzw. einem unpassenden Medium sitzt. Eigentlich komisch, wenn man sich überlegt (da denke ich jetzt an meome) dass jeder seine Meinung als Experte publizieren kann, was auch noch hochgeputzt wird, obwohl es nur Lischen Maier aus der Gartengasse ist.... So viel zum Thema Qualität - und Informationsqualität...

Lieben Gruß von Dagmar

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