Autor Thema: aus www.bahn.de  (Gelesen 88825 mal)

Jim Knopf

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aus www.bahn.de
« Antwort #45 am: 20:07:25 Mo. 27.Juni 2005 »
Nach einem Regierungswechsel soll der Verkehrskonzern filetiert und vollständig privatisiert werden. Gewerkschaft Transnet schließt Streiks nicht aus

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Jim Knopf

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aus www.bahn.de
« Antwort #46 am: 17:24:28 So. 10.Juli 2005 »
Eisenbahnerstreik in Rumänien verboten

23 Tage lang standen standen Ingenieure und Beschäftigte in den Eisenbahndepots in Rumänien im Streik, vom 8. bis 30. Juni. Sie fordern eine Lohnerhöhung von 10,7 Prozent, zwanzig Essenmarken im Monat und bessere Arbeitsbedingungen. Die Eisenbahner führten ihren Streik noch drei Tage lang über die vom rumänischen Gesetz geltende Höchstfrist von 20 Tagen hinaus fort. Nach 23 Tagen wurde er von einem Bukarester Gericht für illegal erklärt und beendet. Die Eisenbahner wollen ihren Kampf mit anderen Mitteln fortsetzen.

Spätlese

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aus www.bahn.de
« Antwort #47 am: 23:54:35 So. 10.Juli 2005 »
Also: In 2004 spart die Deutsche Bahn insgesamt 13.000 eigene Mitarbeiter in den eigenen Geschäftsbereichen weg. Dies durch Entlassungen, Stellen die nicht mehr neu besetzt werden und durch "Abgabe von Mitarbeitern an Privatunternehmen" (bevorzugt bei Standortschliessungen). Die 9000 Eingesparten stellen eine geschönte Stückzahl dar.
Weiterhin entfallen durch internationale Ausschreibungen (die durch das EU-Recht zwangsweise gefordert sind) und internationale Beschaffungen bzw. vertragliche Verpflichtung sogenannter "Systemlieferanten" (die fachkundigen Beschaffungsstellen wurden weggespart, und alles an Handelspartner vergeben, die den billigsten Paket- und Servicepreis machen) bzw. "A-B-C-Baugruppen/Teile-Managementpartner" (wenn es gewünscht wird, kann ich das auch genauer erklären) innerhalb der deutschen Zulieferantenkreise nochmals rund 14.000 Stellenstreichungen - auch Entlassungen genannt.
Auf der anderen Seite profitiert die Bahn von ihrem Noch-Monopol: Für das Streckennetz, die Personen- und Güterbeförderung liegt hier allein das Kalkulations- und Preisgestaltungsrecht. Wettbewerber, wie z. B. CONNEX werden durch überhöhte Streckennutzungspreise benachteiligt.
Und was auch nicht vergessen werden darf:
Die Deutsche Bahn kann es sich, nicht zuletzt auf dem Rücken der Mitarbeiter leisten, monatlich wenigstens für 3 Millionen Euro sogenanntes eigentliches "volks- und betriebswirtschaftliches Kapital" zu vernichten. Beispiele hierfür:
1.) 60 Stück sogenannte Diesel-ICE-TD zum Stückpreis von jeweils 25 Millionen Euro wurden 2000/2001 bestellt und ausgeliefert. Großteils mit Neigetechnik. Aufgrund des Preisdrucks und ungenügender Qualitätsanforderungen haben diese Züge Mängel und blieben jeden Tag auf der Strecke liegen. Heute stehen ca. 30 Stück davon unbeweglich in Nürnberg auf dem Abstellgleis und warten entweder auf einen gnädigen Käufer oder auf die Schrottpresse.
2.) Etliches Triebfahrzeug- und Wagenmaterial der ehemaligen DDR-Reichsbahn (auch moderne und leistungsstarke Fahrzeuge) werden seit 1992-heute verschrottet. Vorwiegend aus dem Grund, damit dieses nicht evtl. deutschen oder euorpäischen Konkurrenten der Deutchen Bahn preisgünstig in die Hände fällt, die dann damit womöglich zum halben Preis fahren.
Und wer bezahlt das?:
Einerseits die Bahnkunden also die Fahrgäste und Frachtkunden durch hohe Preise, andererseits die Bahn-Mitarbeiter durch Mehrarbeit mit Gehaltseinbuße und Entlassungen.
Das war auch einer der größten Fehler der Bundesregierung, die ex DB/DR völlig entschuldet komplett in private Unternehmerhand zu geben. Höchste Eisenbahn, dass das Netz, der Betrieb, die Cargo und Personenverkehr wirtschaftlich getrennt werden, damit auch andere Betreiber eine reale Chance haben.
Alle von mir getätigten Aussagen/Antworten/Kommentare entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.

LinksDenker

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« Antwort #48 am: 00:47:08 Mo. 11.Juli 2005 »
KwTm

JimKnopf

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« Antwort #49 am: 19:17:30 Di. 22.November 2005 »
Verkehr
Frankreichs Bahn steht still


22. November 2005 Ein Eisenbahnerstreik hat am Dienstag in Frankreich den Zugverkehr großenteils lahmgelegt. Von dem unbefristeten Ausstand waren Tausende Pendler und Bahnreisende betroffen, in den Außenbezirken von Paris war nur ein Drittel aller Züge im Einsatz. Zu dem Streik hatten vier Gewerkschaften aufgerufen, um gegen Stellenstreichungen, Umstrukturierungen und eine angeblich geplante Privatisierung des staatlichen Bahnunternehmens SNCF zu protestieren.

Staatspräsident Jacques Chirac betonte nach einem Treffen mit Bahnangestellten und Gewerkschaftsvertretern, der Status von SNCF stehe in keiner Weise zur Debatte. „Was auch immer passiere”, das Unternehmen werde als „brillanter französischer Betrieb” in der Hand des Staats bleiben, vesicherte Chirac.

FAZ

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #50 am: 11:07:37 Mi. 23.November 2005 »
Nach den Vororte-Unruhen zieht eine neue sozialpolitische Sturmfront herauf - Den Auftakt macht ein Eisenbahnerstreik
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #51 am: 14:30:40 Do. 24.November 2005 »
Bahn-Chef: Gewinn verdoppeln

BERLIN (DPA). Die Deutsche Bahn kann ihren Gewinn in diesem Jahr voraussichtlich kräftiger steigern als geplant. Konzernchef Hartmut Mehdorn sagte gestern in Berlin, das Ergebnis werde sich im Vergleich zu 2004 annähernd verdoppeln. Bisher hat der bundeseigene Konzern rund 400 Millionen Euro Betriebsgewinn nach Zinsen angepeilt. Im vergangenen Jahr lag das Plus bei 253 Millionen Euro. Positiv entwickelten sich vor allem der Personenverkehr und die Speditionstochter Schenker.
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Wilddieb Stuelpner

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« Antwort #52 am: 14:41:13 Do. 24.November 2005 »
Und in Zukunft will Mehdorn in den Logistik- und Speditionsgeschäften der USA kräftig mitmischen.

Die Welt: Deutsche Bahn kann Bax Global übernehmen

Kater

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« Antwort #53 am: 14:46:34 Mo. 28.November 2005 »
Zitat
Montag 28. November 2005, 12:36 Uhr
Transnet startet Protestaktion gegen Nahverkehrs-Kürzungen

Berlin (AP) Mit einer bundesweiten Unterschriftensammlung macht die Verkehrsgewerkschaft Transnet gegen geplante Kürzungen der Bundeszuschüsse für den Nahverkehr mobil. Die Kampagne «Zug um Zug» werde noch in dieser Woche gestartet, kündigte Vorstandsmitglied Karl-Heinz Zimmermann am Montag in Berlin an. Er schloss nicht aus, dass im Rahmen der Aktion auch einzelne Züge ausfallen.

Die Gewerkschaft werde die angedachten Kürzungen der so genannten Regionalisierungsmittel bis 2009 um über 3,1 Milliarden Euro nicht hinnehmen, erklärte Zimmermann. Sie werde die Länder auffordern, das Vorhaben im Bundesrat zu blockieren, und auch auf Bundesebene Verhandlungen führen. Transnet-Vorsitzender Norbert Hansen treffe am (morgigen) Dienstag den neuen Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Es gelte zu verhindern, «dass mit diesem Kahlschlag ganze Zugverbindungen und viele Arbeitsplätze gestrichen werden». Nach Einschätzung von Transnet wären rund 8.500 Arbeitsplätze akut gefährdet, besonders in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.

Dagegen würden bundesweit bei den Fahrgästen und auf der Internet-Seite der Gewerkschaft Unterschriften gesammelt. Geplant seien auch Betriebsversammlungen, möglicherweise bundesweit an einem Tag, oder eine Vollversammlung von Betriebsräten an einem zentralen Ort. Um Druck zu machen, werde auch darüber nachgedacht, in manchen Regionen «auch den ein oder anderen Zug stehen zu lassen».

Das Vorhaben der großen Koalition sei verkehrspolitisch kontraproduktiv, ökologisch unsinnig und beschäftigungspolitisch fatal, kritisierte der Gewerkschafter. Mit Blick auf die nächstes Jahr bevorstehenden fünf Landtagswahlen setzt Transnet auf die Bundesländer, die der Reduzierung der Mittel im Bundesrat zustimmen müssen. Erste Äußerungen einiger Ministerpräsidenten stimmten ihn zuversichtlich, sagte Zimmermann.

Er bekräftigte außerdem die Forderung, die Regionalisierungsmittel mit einer Zweckbindung zu versehen und so sicher zu stellen, dass die Gelder nicht in den Landeshaushalten versickerten. Außerdem müsse eine Berichtspflicht der Länder gegenüber dem Bund eingeführt werden, damit Transparenz entstehe.

http://www.transnet.org/

http://de.news.yahoo.com/051128/12/4s3zs.html

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #54 am: 01:04:25 Fr. 27.Januar 2006 »
Nach dem neuen Gutachten zur Privatisierung wittern die Verfechter der Zerschlagung des Bahnkonzerns vor einem Börsengang Morgenluft

Neoliberale Begierden
Einige Gedanken zur aktuellen Lage (Bahn von unten)
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LinksDenker

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« Antwort #55 am: 03:41:23 Sa. 04.Februar 2006 »
kwTm

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #56 am: 13:04:31 Sa. 04.Februar 2006 »
Die Eisenbahner im australischen Bundesstaat Queensland begannen am Donnerstag um 24.00 Uhr einen Streik für höhere Löhne. Damit trotzten sie dem Streikverbot durch eine staatliche Schlichtungsstelle. Der Streik wird von den beiden Gewerkschaften der Lokomotivführer (AFULE) und der Gewerkschaft der Eisenbahnen, Straßenbahnen und Busse gemeinsam geführt.

rf-news 3.02.06
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ManOfConstantSorrow

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« Antwort #57 am: 19:11:46 Di. 14.Februar 2006 »
Zitat
Original von LinksDenker
Wenn die Bahner wirklich was erreichen wollen, sollen Sie die Autobahnen blockieren. Das wirkt...

LinksDenker, Du hast -wie viele von uns- eine Mordswut im Bauch.
Schön und gut.

Aber das ständige Klugscheißen geht mir auf den Sack.
Den Bahnern hier im Forum sagen, was sie gefälligst tun sollen: sehr mutig!
Kennst du Bahnarbeiter? Hast du dich mal mit einem hingesetzt um ein Flugblatt zu schreiben? Hast Du Dich schonmal mit Flugblättern irgendwo hingestellt, wo Du für den Inhalt gerade stehen mußtest?

Auch sonst (in diversen Postings): Du scheinst ja für alle Probleme eine einfache Lösung zur Hand zu haben. Kurzer Prozeß. Das Pack an die Wand. Peng. Fertig.

Ja, du Held! Denn mal mutig voran! Blase mal allen Kapitalisten und ihren Handlangern das Hirn raus. Mal sehen, wie weit Du kommst!?! Und selbst wenn Du alle plattmachst... Ich möchte mal Dein Gesicht sehen, wenn sich dann nichts geändert hat. Das Problem ist ja eher eine Mehrheit, die sich von einer Minderheit herumkommandieren und das Leben zu Hölle machen läßt.

Wenn es Dir gelingt den atomisierten Pöbel zu einer kollektiven Gegenwehr zu einen, dann können wir weiterreden.

Aber ansonsten ist Verbalradikalismus eine unnötige Gefährdung des Forums und Maulheldentum nützt niemandem.
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Powerlusche

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« Antwort #58 am: 00:29:57 Mi. 08.März 2006 »
50kg waffenfähiges Plutonium und es wird sich etwas ändern, obs gut ist kann ich aber nicht garantieren..
Wer Peanuts bezahlt muss Affen einstellen.

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #59 am: 21:24:18 Di. 28.März 2006 »
DGB+BZA: Tariferhöhungen im Bereich Zeitarbeit bis zum 01.04.2006 ausgesetzt!!
 
„An die DGB Tarifkommission: Liebe „Kollegen und Kolleginnen“, mit welchem Recht setzt ihr – zusammen mit dem BZA - die tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen in der Zeitarbeitsbranche aus? Nach unserem Verständnis gelten Tarifverträge immer solange, bis sie durch einen neuen Tarifvertrag ersetzt werden. Warum gönnt ihr den Beschäftigten dieser Branche, den minimalen Lohnanstieg zum 01.01.2006 nicht? Was hat euch dazu gebracht, dem Bundesverband Zeitarbeit in dieser Weise „entgegenzukommen“ und den Kollegen/innen in den Rücken zu fallen? Euer Motto: „Jeder Tarif ist besser als gar keiner“ (O-Ton Sommer), ist absoluter Schwachsinn!!! Wie tief wollt ihr noch sinken? Was glaubt ihr eigentlich was die Arbeitnehmer/innen dieser Branche zu diesem „Coup“ sagen, wenn sie feststellen, dass sich ihr Lohn ab 01.06 nicht geändert hat? Wir fordern: Keine Zugeständnisse mehr! Keine weitere Absenkung des Lohnes! Korrekte Ausführung des „Equal-Pay“ – ohne Ausnahmen!! Wir fordern die Tarifkommission unserer Transnet: sofortiger Ausstieg aus der DGB-Tarifkommission!..."





http://www.bahnvonunten.de/
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