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Scheinheiliger geht es wirklich nicht

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Hartzhetzer:

--- Zitat ---Seit Kaiser Konstantin

Im Mittelalter haben sich die Leute wenigstens noch darüber aufgeregt: In fast allen Städten gab es Dutzende von Klöstern mit Hunderten von Insassen, mit Ländereien und Kirchensklaven (!) – aber die Kleriker der Klöster und Pfarrkirchen zahlten alle keine Steuern. Das bleibt an den einfachen Leuten hängen. In manchen Städten (z. B. Bamberg, 15. Jahrhundert) gab es deshalb regelrechte Bürgerkriege, die aber meist die Kirchen gewannen.

Schon Kaiser Konstantin hatte im vierten Jahrhundert die Kleriker von allen Steuern befreit und ihnen riesige Schenkungen gemacht. Im Gegenzug durften sie seine grausame Machtpolitik (er brachte sogar eigene Verwandte um) öffentlich absegnen.

Und heute? Steuerbefreiungen gegen „Legitimation“ des Staates durch die Kirchen? Hat man so etwas in einer aufgeklärten Demokratie nötig? Man hätte es nicht – aber die Politiker glauben heute offenbar immer noch, der Segen der Kirche würde ihre Glaubwürdigkeit erhöhen. Dabei haben sich die Kirchen durch ihre blutige Geschichte (Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennungen, Unterstützung von Diktatoren usw.) als moralische Instanz schon längst gründlich disqualifiziert.

Heute hat der Staat die Kirchen wieder (oder immer noch) von fast allen Steuern befreit: Körperschaftssteuer, Grundsteuer, Zinsabschlagssteuer, Kapitalertragssteuer usw., was Mindereinnahmen des Staates von ca. 2.500.000.000 (2,5 Milliarden) € jährlich bedeutet. Hinzu kommt, dass die Kirchensteuer in voller Höhe von der Steuer abgezogen werden darf – allein dadurch entgehen dem Staat jährliche Einnahmen von etwa 3.400.000.000 (3,4 Milliarden) €. Schließlich zieht der Staat für die Kirchen die Kirchensteuer ein – und erhält dafür zwar einen gewissen Erstattungsbetrag, der aber in keiner Weise den Kosten entspricht, die den Kirchen tatsächlich entstehen würden, wenn sie diese Aufgabe selbst leisten müssten. Auch die Unternehmen müssen in ihrer Buchhaltung am Einzug der Kirchensteuer mitarbeiten, ohne dafür etwas zu bekommen. Insgesamt geht auch hier wieder unter dem Strich ein geldwerter Vorteil von etwa einer Milliarde Euro an die Kirchen.

Insgesamt lässt sich der Staat allein durch die zahlreichen Steuerbefreiungen und den unterbezahlten Einzug der Kirchensteuer über 7.000.000.000 (7 Milliarden) € im Jahr an Einnahmen entgehen. Was könnte man mit diesem Geld alles anfangen?

Geahnt haben wir es ja irgendwie alle. Aber durch neuste Schätzungen wurde es schwarz auf weiß bestätigt: Die Kirchen sind wirklich steinreich. Sie verfügen über ein Gesamtvermögen von schätzungsweise 500 Milliarden Euro!

In diesem gigantischen Betrag geht fast unter, dass die Kirchen - ganz nebenbei – auch noch die größten privaten Grundbesitzer in Deutschland sind: mit einer Fläche von gut der Hälfte des Bundeslandes Schleswig-Holstein.
Es geht darin auch unter, dass die Kirchen Banken und Versicherungen ihr eigen nennen, dass sie immense Beträge in Aktien angelegt haben – durchaus auch in Unternehmens-Bereichen, die der Rüstung zuarbeiten, der Herstellung umweltschädlicher Chemikalien, der Durchführung von Tierversuchen usw. Beide Kirchen verfügen über satt gepolsterte Rücklagen – die sie aber nicht etwa angreifen, um soziale Probleme zu lösen. Dafür ist ja der Staat als Geldgeber da – und die edlen Spender von „Brot für die Welt“, „Adveniat“, „Misereor“ usw. ...

Die milliardenschweren Subventionen des Staates an die Kirchen

Verzicht auf Einnahmen
Absetzbarkeit der Kirchensteuer 3,50 Mrd. Euro
Befreiung von Zinsabschlags- und
Kapitalertragssteuer 1,40 Mrd. Euro
Befreiung von der Umsatzsteuer 1,20 Mrd. Euro
Sonstige Befreiungen 0,15 Mrd. Euro
Verzicht auf Einnahmen insg. ca. 6,25 Mrd. Euro

Direkte Subventionen (unvollständig)
Konfession. Religionsunterricht 2,45 Mrd. Euro
Ausbildung der Theologen 0,62 Mrd. Euro
Ersparnis durch staatl. Einzug der
Kirchensteuer 1,00 Mrd. Euro
Denkmalpflege 0,04 Mrd. Euro
Militärseelsorge 0,03 Mrd. Euro
Zahlungen der Bundesländer 0,72 Mrd. Euro
Zahlungen der Kommunen (geschätzt)
(v.a. Baubereich, Geschenke, Kultur) 2,50 Mrd. Euro
Baulast-Verpflichtungen 0,05 Mrd. Euro
Zuschüsse an Missionswerke u.a. 0,19 Mrd. Euro
Sonstiges z.B. Orden, Medien, Kirchentage 0,30 Mrd. Euro
Direkte Subventionen ca. 7,9 Mrd. Euro

Staatliche Subventionen an die Kirchen insgesamt: 14,15 Mrd. Euro !!

--- Ende Zitat ---

Wollt ihr mehr wissen, dann: http://forum.digitalfernsehen.de/forum/archive/index.php?t-50254.html

Aber Arbeitslose für 1€ Ausbeuten ihr frommen Kirchen.



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Erwerbsarbeit und Arbeitslosigkeit ist wie Medizin, sie muss bitter schmecken damit sie wirkt.

Kuddel:

Troll:

--- Zitat ---Original von Kuddel

--- Ende Zitat ---

Na und, der hat schon ganz andere Sachen zu Gesicht bekommen.

Die Ungläubigen halten Christen für Idioten, die Gläubigen halten Gott für ein Idioten.

Efeu:

Kuddel:
Es ist eine Tatsache, daß bei uns die Kirchen beständig Mitglieder verlieren und die Kirchen leer sind wie noch nie (im übrigen sind die Moscheen im Iran auch leer wie noch nie).

Dem ganz entgegengesetzt nimmt der religiöse Wahnsinn eine immer größere Rolle in den Medien und in der Politik ein. In Zeiten wachsender sozialer Spannungen wird sie bewußt eingesetzt. In den USA genauso wie in Afghanistan nimmt der reliöse Fundamentalismus faschistische Züge an. Es ist höchstgradig erschreckend, daß dieser Dreck von"Kreationismus" inzwischen Einzug in den politischen Mainstream in Deutschland gefunden hat.

In den USA formiert sich inzwischen eine Gegenbewegung zu dem Fundamentalistischen Wahnsinn.

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