Autor Thema: Scheinheiliger geht es wirklich nicht  (Gelesen 163536 mal)

Wilddieb Stuelpner

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #45 am: 12:32:32 Sa. 18.Juli 2009 »
Die Piusbruderschaft hat erneut für Aufruhr gesorgt: In einem Text ruft die Glaubensgemeinschaft zum Protest gegen den "perversen" Christopher Street Day auf - und vergleicht den Feldzug mit dem katholischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
...

Die Piusbrüder kommen mir vor wie Scientology. Den katholischen Widerstand gegen den Nationalismus gab es auch vereinzelt, aber nicht massenhaft. Anzuerkennen ist der christlich geprägte Widerstand z.B. bei Dietrich Bonhoeffer, (im Zusammenhang mit der Euthanasie: Bischof Clemens August Graf von Galen, Sr. Anna Bertha Königsegg, Joannes Baptista Sproll, Friedrich von Bodelschwingh).

Ansonsten wurde die katholische Kirche in Hitlerdeutschland gleichgeschaltet und führende Funktionäre im Vatikan waren zu Ende und nach dem II. Weltkrieg aktiv tätig mit Unterstützung und Mithilfe der amerikanischen Alliierten, daß sich Nazies und Kriegsverbrecher der Strafverfolgung entziehen konnten. (Stichwort: Rattenlinien und ODESSA)

Senor_Ding-Dong

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #46 am: 15:43:59 Do. 01.Oktober 2009 »
Zitat
Hauptsache unter der Fünf-Prozent-Hürde

Vatikan: 1,5 bis 5 Prozent aller katholischen Geistlichen waren in den letzten 50 Jahren in Missbrauchsfälle verwickelt
Am 22. September beschuldigte Keith Porteous Wood, der Repräsentant der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU), die katholische Kirche vor der UN des Bruchs der Artikel 3, 19, 34 und 44 des 1990 auch vom Vatikan unterzeichneten internationalen Übereinkommens über die Rechte des Kindes (CRC). Unter anderem kritisierte er, dass sie vergangenen Kindsmissbrauch verschleiert und strukturelle Änderungen zur Verhinderung weiterer Fälle verweigert.

Zwei Tage später versuchte Erzbischof Silvano Tomasi, der ständige Beobachter des Vatikan bei der UN, die seinen Arbeitgeber betreffenden Vorwürfe hinsichtlich des Umgangs mit Kindern durch eine Rede zu entkräften, in welcher er zuallererst meinte, es wäre bei 80 bis 90 Prozent der betroffenen Priester nicht "korrekt", von "Pädophilie" zu sprechen. Stattdessen müsse man den auf das "heranreifende" männliche Geschlecht eingrenzenden (und darüber hinaus weit weniger stigmatisierenden) Begriff "Ephebophilie" verwenden.

Anschließend klärte der Erzbischof auf, dass die "zur Verfügung stehenden Studien" zeigen würden, dass 1,5 bis 5 Prozent der Geistlichkeit in den letzten 50 Jahren in Kindsmissbrauchsfälle verwickelt gewesen sei. Außerdem, so Tomasi in einer sichtlich von der Tradition seiner Kirche geprägten Argumentation, beträfen die meisten Anschuldigungen in den USA ohnehin protestantische Kirchen - und auch in jüdischen Gemeinden wäre so etwas ähnlich weit verbreitet. Allerdings gehört in den USA deutlich mehr als die Hälfte der Bevölkerung protestantischen Kirchen an, während die Katholiken weniger als ein Viertel ausmachen. Anzeige
 
Zudem, so der Vertreter einer Glaubenslehre, die stets die Wichtigkeit der Institution "Familie" betont, wäre es für ein Kind wesentlich wahrscheinlicher, von "Familienmitgliedern, Babysittern, Freunden, Verwandten oder Nachbarn" missbraucht zu werden, als von katholischen Geistlichen. An einem Sechstel der Fälle, so der Vertreter des Heiligen Stuhls weiter, wären sogar Kinder selbst die Täter. Unerwähnt ließ der Kirchendiplomat in diesem Zusammenhang, dass sehr viel mehr Kinder regelmäßig von Familienmitgliedern, Babysittern, Freunden, Verwandten und Nachbarn umgeben sind, als von Priestern.

Tomasi schloss seine Stellungnahme mit der Bemerkung, dass die katholische Kirche bereits Anstrengungen unternommen habe, ihr "Haus zu säubern" und nun andere Institutionen an der Reihe wären, es ihr gleichzutun und den Medien eigene Missbrauchsfälle zu beichten.

Keith Porteous Wood bemerkte nach der Rede, dass der Vertreter Roms keine einzige der vorgebrachten Anschuldigungen widerlegt hätte. Staaten und Kinderschutz-NGOs sollten deshalb zusammenarbeiten und Druck auf den Vatikan ausüben, damit dieser im Interesse der Opfer die Akten öffnet und zukünftig Missbrauchsfälle sofort den weltlichen Behörden meldet.

Joseph Potasnik, das Oberhaupt der New Yorker Rabbinerkammer, meinte auf Tomasis Vorwürfe angesprochen, dass mit solchen Vergleichen ein "gefährlicher Weg" beschritten werde, und jede Religionsgemeinschaft besser bei sich selbst anfangen solle, etwas gegen Kindsmissbrauch zu unternehmen, anstatt mit dem Finger auf andere zu zeigen.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31229/1.html

Kuddel

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #47 am: 17:18:24 Sa. 26.Dezember 2009 »
Papst-Angreiferin hat bereits mehrere Fan-Gemeinden bei Facebook

Die junge Italo-Schweizerin Susanna Maiolo, die am 24. Dezember den Papst während der Christmette attackierte, hat bereits Fan-Clubs auf Facebook. Innerhalb der ersten Stunden hatten sich über hundert Fans angemeldet.

Maiolo wird unter anderem als "Olympia-Siegerin im Hürdenlauf" bezeichnet, das sie mehrere Absperrungen überwunden hatte, um in die Nähe von Papst Benedikt XVI zu gelangen.

Einige italienische Politiker reagierten entsetzen und verurteilten die Internet-Fan-Gemeinden scharf. Minister Rotondi sagte sogar, dass diese "Dummheiten gestoppt werden müssten".
http://www.shortnews.de/start.cfm?id=806128
 :D

ManOfConstantSorrow

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #48 am: 20:09:37 Mi. 13.Januar 2010 »
Ratzinger sorgt für weiteren Rechtsdrall der Kirche

Zitat
Teile des Bistums San Sebastian leisten gegen ihren neuen Bischof Jose Ignacio Munilla weiterhin Widerstand. Nach Presseberichten legten sieben Geistliche des Priesterrats im baskischen Bistum ihre Ämter nieder. Mehr als die Hälfte der Priester in der Diözese hatten Mitte Dezember ein öffentliches Protestschreiben gegen die Ernennung Munillas unterzeichnet. Papst Benedikt XVI. hatte den gebürtigen Basken im November letzten Jahres zum neuen Bischof von San Sebastian ernannt. Munilla gehört dem spanischfreundlichen Flügel an und stellt sich öffentlich gegen die nationalistischen baskischen Tendenzen.
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=348893

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Kuddel

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #49 am: 12:43:26 Do. 28.Januar 2010 »
Zitat
Canisius-Kolleg in Berlin
Katholische Eliteschule als Hort sexuellen Missbrauchs

Ein neuer Missbrauchsskandal erschüttert die katholische Kirche: An dem von Jesuiten betriebenen Canisius-Kolleg in Berlin haben sich zwei Priester offenbar über Jahrzehnte hinweg an Schülern vergangen. Der Rektor zeigte sich von der "Wucht der Vorfälle erschlagen".
http://www.stern.de/panorama/canisius-kolleg-in-berlin-katholische-eliteschule-als-hort-sexuellen-missbrauchs-1539160.html

ManOfConstantSorrow

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #50 am: 17:03:22 Sa. 06.Februar 2010 »
Zitat
Missbrauch in katholischer Kirche
Täterkreis wird größer

Nach Medienberichten sind in den vergangenen 15 Jahren fast 100 Kirchenmitarbeiter unter Missbrauchsverdacht geraten. Belangt werden konnten die wenigsten.
http://www.sueddeutsche.de/,ra8m1/panorama/178/502413/text/
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Aloysius

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #51 am: 10:45:32 Do. 11.Februar 2010 »
Zitat

Intrigantenstadel Vatikan
Aktualisiert am 09.02.2010

Eine Schmutzkampagne gegen den Chefredaktor einer Zeitung dank geheimen Dokumenten: Der Vatikan steht wieder einmal im Zwielicht. Der Papst spricht von «Diffamierungen des Heiligen Stuhls».

...

Die seit Wochen kursierenden Berichte über Intrigen in der katholischen Kirche Italiens haben jetzt ein offizielles Dementi des Vatikans ausgelöst. Es seien falsche Vorwürfe gegen ranghohe Vertreter des Vatikans erhoben worden, und Papst Benedikt XVI. bedauere die «Diffamierungen des Heiligen Stuhls», hiess es in einer Erklärung vom Dienstag. Dabei geht es um die Weitergabe geheimer Dokumente, was zum Rücktritt des Chefredakteurs von «Avvenire» führte, der Zeitschrift der Italienischen Bischofskonferenz.

der ganze Artikel in der Basler Zeitung Online:

http://bazonline.ch/ausland/europa/Intrigantenstadel-Vatikan/story/11340966

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen, steht doch schon in der Bibel. Das hast du jetzt gründlich vergeigt, Ratzi.

Aloysius

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #52 am: 08:47:00 Mo. 15.Februar 2010 »
Zitat
Missbrauchsskandal


Zahl der Opfer am Canisius-Kolleg womöglich dreistellig


Der Missbrauchsskandal am Berliner Jesuitengymnasium Canisius-Kolleg weitet sich aus. Der Rektor der katholischen Schule sowie eine Rechtsanwältin gehen davon aus, dass die Zahl der Opfer im dreistelligen Bereich liegt - und schließen Entschädigungszahlungen wie in den USA nicht aus.


...
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,677825,00.html

Da verliert das Fass grade Boden UND Deckel...

Aloysius

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #53 am: 19:43:59 Mi. 03.März 2010 »
Es brodelt immer mehr

Zitat
Missbrauchsskandal in der Kirche: Kloster Ettal ruft den Papst zu Hilfe

Jetzt soll Benedikt XVI. es richten: In der Affäre um sexuellen Missbrauch hat die zurückgetretene Führung des Klosters Ettal den Papst um eine Überprüfung der Einrichtung gebeten. Derweil werden in den Bistümern Limburg und Fulda neue Missbrauchsvorwürfe laut.

http://www.stern.de/panorama/missbrauchsskandal-in-der-kirche-kloster-ettal-ruft-den-papst-zu-hilfe-1548092.html

Nach der Razzia dort.

Mann Mann

Ziggy

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #54 am: 06:23:12 Do. 04.März 2010 »
Hat der Heilige Vater nicht selbst "alle Hände voll" zu tun ...?
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

Pinnswin

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #55 am: 21:23:30 Do. 04.März 2010 »
... hat ne Kutte Taschen  ???
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

Kuddel

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #56 am: 16:27:41 Sa. 20.März 2010 »
Zitat
Ratzinger deckte offenbar Kinderschänder

Papst Benedikt XVI. hat in einem Schreiben an die irischen Katholiken eine Untersuchung von Missbrauchsfällen durch Geistliche angeordnet. Dabei soll er einem Medienbericht zufolge 1980 selbst als Erzbischof von einem Kinderschänder in den eigenen Reihen gewusst haben.
http://www.handelsblatt.com/magazin/nachrichten/papst-benedikt-xvi-unter-druck-ratzinger-deckte-offenbar-kinderschaender;2549148

Er gibt ja weiter der Sexualisierung der Gesellschaft die Schuld...

Kuddel

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #57 am: 14:21:57 Di. 13.April 2010 »

Steile These vom Außenminister des Papstes: Der Missbrauchsskandal in der Kirche hat laut Kardinal Bertone nichts mit dem Zölibat zu tun - sondern mit gleichgeschlechtlichem Sex.

http://www.sueddeutsche.de/,tt6m1/politik/302/508447/text/

Sir Vival

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Re:Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #58 am: 13:02:03 Mi. 14.April 2010 »
Schniedel ab, Kopf ab. Genau in der Reihenfolge.
Und dann noch das Kreuz in den Hintern. Das aber zuerst!

Scheinheilige Schwa**lutscher! Die gesamte Sippschaft von denen.
Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen
Es gibt 2 Arten von Politikern:
- der eine kann nichts!
- der andere nichtmal das!

ManOfConstantSorrow

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Bischof Walter Mixa beichtet Fehler bei Finanzen
« Antwort #59 am: 14:55:19 Mi. 14.April 2010 »
Die "Augsburger Allgemeine" hat veröffentlicht, dass Bischof Walter Mixa in seiner Zeit als Pfarrer in Schrobenhausen auch wiederholt Gelder "nicht zweckmäßig" verwendete. Er habe unter anderem auch eigenmächtig Antiquitäten im Wert von 70.000 Mark angeschafft. Erst nach Aufforderung habe er die 70.000 Mark viel später zurückgezahlt. Der Bischof räumt daraufhin ein, dass er sich in der Zeit als Stadtpfarrer von 1975 bis 1996 um finanztechnische Fragen "nicht akribisch" gekümmert habe. Mixa wird auch vorgeworfen, Schüler geschlagen und gequält zu haben.

http://www.rf-news.de/2010/kw15/13.04.10-bischof-walter-mixa-beichtet-fehler-bei-finanzen
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