Autor Thema: Scheinheiliger geht es wirklich nicht  (Gelesen 163621 mal)

ManOfConstantSorrow

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #15 am: 13:24:47 Mo. 26.Januar 2009 »
Zitat
Papst: «Schwule vernichten Gottes Werk»
 
Benedikt XVI. hat die Ausbreitung von Homosexualität mit der Abholzung des Regenwaldes verglichen. Die deutsche Papst-Kritikerin Uta Ranke-Heinemann spricht von einer Drohbotschaft gegen Homosexuelle.


«Die Kirche soll die Menschen auch vor der Selbstzerstörung schützen», erklärte Papst Benedikt XVI.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Papst-Schwule-vernichten-Gottes-Werk/story/12892989

Zitat
Papst begnadigt notorischen Holocaust-Leugner

Das Oberhaupt der katholischen Kirche macht die Exkommunikation von Bischof Richard Williamson rückgängig. Der Brite behauptet, kein Jude sei je in einer Gaskammer gestorben.


Papst Benedikt XVI. hat gemäss der italienischen Zeitung «Il Giornale» das Dekret bereits unterschrieben. Und dieses hat es in sich. Denn mit seiner Signatur rehabilitiert der Oberhirte der Katholiken vier Bischöfe der vom Marcel Lefèbvre gegründeten ultrakonservativen Priesterbruderschaft St. Pius X mit Sitz in Ecône im Kanton Wallis. Weil Rom diese nicht anerkennt, wurden die vier ehemaligen Würdenträger 1988 aus der Kirche ausgeschlossen.

Diesen Schritt macht Benedikt nun rückgängig. Noch ist das Dekret nicht endgültig verabschiedet. Offiziell bestätigt der Vatikan denn auch nichts, er dementiert aber auch nicht. Eine gut unterrichtete Quelle erklärte jedoch der britischen Tageszeitung «Times»: «Das Thema ist überaus heikel. Aber da tut sich gerade etwas.»

«Nichts als Lügen, Lügen, Lügen»

Das löst bereits jetzt einen Sturm der Entrüstung aus. Denn einer der vier begnadigten Bischöfe ist Richard Williamson. Der Brite ist ein Holocaust-Leugner. Am Mittwoch etwa erklärte er in der Sendung «Uppdrag granskning» im schwedischen Fernsehen: «Es gab keine Gaskammern». Er bestätigte in dem Interview auch eine seiner früheren Aussagen: «Nicht ein einziger Jude wurde durch Gas in Gaskammern getötet. Das sind nichts als Lügen, Lügen, Lügen.» Er glaube, dass «die historischen Beweise, nicht die Annahme bestätigen, dass sechs Millionen Juden planmässig in Gaskammern getötet wurden, nach einem Plan von Adolf Hitler». Lediglich 200'000 bis 300'000 Juden seinen in Konzentrationslagern gestorben.

Der TV-Reporter sprach ihn in der Folge darauf an, dass er von einigen als Antisemit bezeichnet werde. Williamson antwortet kühl: «Es geht hier nicht um Schimpfworte, sondern um die geschichtliche Wahrheit. Und die historische Wahrheit ruht auf Beweisen, nicht auf Gefühlen.»

Gegen Juden und Freimaurer

Schon früher hatte er mit antisemitischen Äusserungen für Aufregung gesorgt. Williamson sagt, die Juden würden die Weltherrschaft anstreben. Zusammen mit den Freimaurern seien sie auch an der Korruption in der katholischen Kirche schuld. Zudem sagt er, die Juden seien «Feinde von Christus» und fordert ihre Bekehrung zum Katholizismus.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Papst-begnadigt-notorischen-HolocaustLeugner/story/21815945

Zitat
Vatikan attackiert Obamas Abtreibungspolitik

US-Präsident Barack Obama hat der restriktiven Politik seines Vorgängers George W. Bush beim Thema Schwangerschaftsabbruch ein Ende gesetzt. Bischöfe des Vatikans sind empört.


Der Beschluss von Barack Obama, eine Verordnung der Bush-Regierung aufzuheben, die Finanzhilfen für internationale Organisationen, die Schwangerschaftsabbrüche unterstützen oder durchführen, untersagte, löste empörte Reaktionen des Vatikans aus. «Obama hat den schlimmsten Beschluss gefasst: Er wird nicht das Massaker an den Unschuldigen in der Welt stoppen», kommentierte der emeritierte Präsident der päpstlichen Akademie für das Leben, Bischof Elio Sgreccia, nach Angaben italienischer Medien.
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Vatikan-attackiert-Obamas-Abtreibungspolitik/story/19482853



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ManOfConstantSorrow

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #16 am: 11:13:28 Mi. 04.Februar 2009 »
Zitat
Holocaust-Affäre
Pius-Brüder: "Wir müssen einen Kreuzzug beginnen"


von Jan Dirk Herbermann

Kann Papst Benedikt XVI. die rechtsextreme Haltung von Bischof Richard Williamson entgangen sein? Wohl kaum, wie ein Besuch bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. im schweizerischen Econe nahelegt, in der auch der Holocaust-Leugner Williamson studiert hat.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/pius-brueder-wir-muessen-einen-kreuzzug-beginnen;2140618

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ManOfConstantSorrow

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #17 am: 18:07:55 Fr. 13.Februar 2009 »
Vatikan-Nazi-Connections: Antisemit Williamson - nur ein Einzelfall?
Papst Benedikt XVI. schrieb offenbar für rechtsextremes Magazin mit Kontakten zur NPD

   
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von NPD-Blog

Nach Presseberichten hat der Papst im Jahr 1998 für eine rechtsextreme Zeitschrift geschrieben. Der damalige Kurienkardinal Josef Ratzinger habe im Aulaverlag im Rahmen einer Festschrift “1848 - Erbe und Auftrag” publilziert, berichtete die Tageszeitung ÖSTERREICH. (http://www.oe24.at/welt/weltpolitik/Papst_publizierte_im_rechtsextremen_Aula-Verlag_429339.ece) Der Aula-Verlag werde vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) als rechtsextrem eingestuft.

Ratzingers Beitrag erschien demnach unter dem Titel “Freiheit und Wahrheit” und beschäftigt sich mit dem seiner Ansicht nach falschen Freiheitsbegriff der Gegenwart. Ratzinger schreibt unter anderem: “Ein Verständnis von Freiheit, das als Befreiung nur immer weitere Auflösung von Normen und die ständige Ausweitung individueller Freiheit bis hin zur völligen Befreiung von aller Ordnung ansehen mag, ist falsch”, zitiert die Zeitung.

Das DÖW kommentierte den Artikel so: “Der rechtsextreme Aula-Verlag schmückt sich mit der Autorenschaft des Präfekten der Glaubenskongregation im Vatikan, Kardinal Joseph Ratzinger.” Als Herausgeber der Denkschrift fungierte Aula-”Schriftleiter” Otto Scrinzi, ehemaliger SA-Sturmführer, Ex-NSDAP-Mitglied und dann - FPÖ-Nationalratsabgeordneter. Mitherausgeber der Schrift ist der deutsche Rechtsextremist Jürgen Schwarz. Für den Grünen Abgeordneten Karl Öllinger, der die Schrift entdeckte, muss die Stellung von Benedikt XVI. in der Debatte um die rechte Pius-Bruderschaft jetzt völlig neu bewertet werden.

Kontakte zur NPD

Im Aula-Verlag werden auch CDs angeboten wie “Grüne Teufel - Lieder der deutschen Fallschirmtruppe” oder Bücher, die die deutsche Schuld am 2. Weltkrieg leugnen. Zudem werden Puzzle angeboten, die das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 zeigen. Das Magazin schaltete laut DÖW bereits Anzeigen für die NPD. Im August 2008 veröffentlichte Aula ein Interview mit dem NPD-Landtagsabgeordneten Jürgen Gansel, der für einenTiefpunkt der bundesrepublikanischen Parlamentsgeschichte sorgte, als er vom “Bombenholocaust” in Dresden sprach.

http://www.secarts.org/journal/index.php?show=article&id=824&PHPSESSID=2cf6ed21f8a6ea12fc73958c28b039e5&lang=de
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Kuddel

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #18 am: 16:44:23 Sa. 14.Februar 2009 »
Die Frage der Woche: Papst Benedikt XVI. steht wegen seiner Personalpolitik in der Kritik. Was soll er machen, um seine Popularität wieder zu steigern?

 

32,5% Für den nächsten Ostersegen ein buntes T-Shirt mit frechem Spruch anziehen, das Berliner Olympiastadion mieten, das ganze als zweiteilige RTL-Show aufplustern und danach auf DVD rausbringen

21,6% Sonntag in die Kirche gehen und beichten

12,1% Nachdem er Holocaust-Leugner Williamson zurückholt, muß er in den Eckkneipen des Vatikana auch wieder Williams-Christ zulassen

9,5% Hoch und heilig versprechen, in den nächsten RTL-Dschungel mitzukommen

1,2% Nichts, gar nichts! Nur weiter so, alter Fahrensmann!

Ziggy

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #19 am: 21:51:55 Sa. 14.Februar 2009 »
Kommende Woche wird endlich ausgeführt, was schon lange auf meiner Agenda steht, aber bisher immer aus Bequemlichkeit verschoben wurde: Der Kirchenaustritt.
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

Wilddieb Stuelpner

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #20 am: 22:44:09 Sa. 14.Februar 2009 »
Ein Nachschlag zum Thema:

Zitat
Kruzifixe in allen Schulen, Gerichten und Behörden?

Nach Beckstein, Söder, Mißfelder und Co. fordert nun auch der CDU-Generalsekretär die Rückkehr zu konservativen Werten und das "Bekenntnis zum Christentum im öffentlichen Raum"
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26158/1.html

Hängen dann in den Arbeitsagenturen, ARGEn und Sozialämtern auch die Kruzifixe und Arbeitslose werden genötigt, das Vaterunser und den Rosenkranz zwangsverordnet runterzubeten, nur weil es CDU/CSU sich so vorstellt. Na dann kann man gleich die Inquisition wieder einführen und Arbeitslose auf Scheiterhaufen verbrennen. Das dürfte das Merkel und dem Papst so gefallen.

Was sind das nur für mittelalterliche, reaktionäre, machtgeile Unterdrückerparteien, die verboten gehören.

CDU/CSU und Neonazis - der gleiche nationalistisch und reaktionär, geeint angehauchte Schund. Kein großer Unterschied. Und das passt auch so schön zur Unternehmerpolitik.

Katholische Kirche und Nazis - Man erinnere sich immer daran wie Verantwortliche der katholischen Kirche und des Vatikans aktiv nach dem Ende des II. Weltkriegs Nazis schützten und ihnen mit Wissen und Duldung der amerikanischen und britischen Geheimdienste zur Flucht vor der Strafverfolgung verhalfen - Stichwort: Rattenlinien bzw. Klosterrouten Das waren im Übrigen auch die ersten Anfänge des Kalten Krieges, ausgehend von Seiten der westlichen Alliierten.

Was sollen da die scheinheiligen CDU-Lippenbekenntnisse, die Neonaziaufmärsche in Dresden anläßlich des Gedenktags zum anglo-amerikanischen Bombenangriff zu bekämpfen.

Das die Dresdner gegen die Neonazis demonstrieren ist weitaus gleubhafter, als was diese Partei und in ihrem Fahrwasser schwimmende Ämter und Behörden in diesem Zusammenhang von sich geben. Die Dresdner gedenken genauso ihren Opfern im II. Weltkrieg wie die Einwohner anderer europäischen Städte wie z.B. Coventry, London, Rotterdam, Hamburg, Berlin, Köln, Magdeburg, Leipzig, Chemnitz, ...

Zu allen Überfluß müssen Tiefensee und Müntefering und DGB-Gewerkschaftschef Sommer ihren Dreier dazugeben.

ManOfConstantSorrow

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #21 am: 13:42:19 Mo. 16.Februar 2009 »
Zitat
Österreichische Bischofskonferenz zu Sondersitzung zusammengekommen

Nach dem Amtsverzicht des zum Linzer Weihbischof ernannten Priesters Wagner ist die österreichische Bischofskonferenz in Wien zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Der Wiener Erzbischof Schönborn hatte das Krisentreffen einberufen, um - so der Kardinal - über eine Schadensbegrenzung zu beraten. Die Ernennung Wagners durch Papst Benedikt den Sechzehnten hatte zu einer Welle von Austritten aus der katholischen Kirche geführt. Auch die meisten österreichischen Bischöfe lehnten sie ab. - Wagner, der unter anderem Homosexualität als Krankheit sieht, hatte am Wochenende den Vatikan gebeten, seine Ernennung zurückzunehmen. [/quote
http://www.dradio.de/nachrichten/
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Ziggy

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #22 am: 16:05:30 Mo. 16.Februar 2009 »
Kommende Woche wird endlich ausgeführt, was schon lange auf meiner Agenda steht, aber bisher immer aus Bequemlichkeit verschoben wurde: Der Kirchenaustritt.

Erledigt. Endlich.
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

Kuddel

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #23 am: 15:05:16 Mi. 25.Februar 2009 »
Zitat
Kreationismus im Schulunterricht
Pädagogischer Sündenfall

Die Erde ist 10.000 Jahre alt, Gott schuf sie in sechs Tagen und Eva stammt aus der Rippe Adams: Kreationismus hält Einzug im Biologieunterricht an staatlich anerkannten deutschen Schulen.

(...)
1,3 Millionen Kreationisten in Deutschland

In den USA verkündeten im letzten Präsidentschaftswahlkampf gleich drei republikanische Bewerber, sie bezweifelten die Evolution. 68 Prozent ihrer Anhänger bezeichnen sich als Kreationisten, unter Demokraten und unabhängigen Wählern liegt der Wert immerhin bei 40 Prozent. Für diese Klientel eröffnete der fundamental-christliche Verein "Answers in Genesis" (AiG) im April 2007 in Kentucky das weltweit erste Kreationismus-Museum, das er sich 27 Millionen Dollar kosten ließ. Die Geschichte der Menschheit wird dort so dargestellt: Das Leben begann im Garten Eden, Gott erschuf Eva aus einer Rippe Adams und vor dem Sündenfall lebten die Menschen in Eintracht mit den Dinosauriern.
(...)

In Deutschland ist solch ein Museum bislang undenkbar. Doch kreationistische Ideen finden auch hier immer mehr Anhänger. Glaubt man Ulrich Kutschera, Professor für Evolutionsbiologie an den Universitäten Kassel und Stanford, bekennen sich in Deutschland 1,3 Millionen Menschen dazu.
(...)
Da Religion hierzulande weitgehend als Privatsache gilt und die Menschen frei sind, sogar an ein fliegendes Spaghettimonster zu glauben, können Kreationisten ungestört an Darwin zweifeln. Problematisch ist jedoch der Einfluss der Kreationisten auf das öffentliche Bildungssystem. In den vergangenen zwei Jahren sind mehrere kreationistische Publikationen kostenlos an viele deutsche Schulen verschickt worden, darunter der Band "Vor uns die Sintflut" des ehemaligen Biologielehrers Joachim Scheven. Das Buch enthält eine Art biblische Geologie mit einer Zeittafel, auf der die Entstehung der Erde auf 3000 Jahre zusammengeschrumpft ist.
(...)

Grund genug, die Gegner der Kreationisten in Alarmstimmung zu versetzen. Sie trafen sich am vergangenen Wochenende an der Universität Dortmund zur ersten europaweiten Tagung, die sich mit Wissen und Einstellungen zur Evolution beschäftigt. Dort sprach auch Dittmar Graf, Professor für Biologiedidaktik, der in einer Studie die Einstellung angehender Lehrer gegenüber der Evolution untersuchte.

Steigender Einfluss im Klassenzimmer

Seine Ergebnisse sind überraschend: Lehramtsstudenten, die einen Biologie-Leistungskurs in der Oberstufe besucht hatten, lehnten zu fast acht Prozent die Evolution ab. Von denjenigen, die einen Grundkurs absolviert hatten, waren es 17 Prozent, von denjenigen ohne Biologieunterricht sogar über 20 Prozent.
(...)
Mittlerweile gibt es in Deutschland tatsächlich Schulen und Lehrer, die sich relativ offen dazu bekennen, Kreationismus zu lehren. Dazu gehören die etwa 100 Einrichtungen, die im Verband evangelischer Bekenntnisschulen (VEBS) organisiert sind. Fast alle der Schulen sind staatlich anerkannt und erhalten damit finanzielle Unterstützung vom jeweiligen Bundesland, das etwa die Kosten für das Lehrpersonal übernimmt.

Lehrer werden auf Glaubensfestigkeit geprüft

Die evangelischen Bekenntnisschulen sind auch bei nichtreligiösen Familien aus der Mittelschicht äußert beliebt - stehen sie doch in dem Ruf, keine Disziplinprobleme zu haben, gewalt- und drogenfrei zu sein. Die Lehrerschaft dagegen wird von den Privatschulen auf Glaubensfestigkeit geprüft. "Unsere Lehrer besitzen eine persönliche, christliche Identität", bestätigt Berthold Meier, Generalsekretär des VEBS und selbst Lehrer an einer der Schulen des Verbandes. "Sie sollen sich als Nachfolger Christi sehen und seine Liebe an die Kinder weitergeben."

Auf der Homepage des VEBS wird das Schulprogramm umrissen: Die Unterrichtsinhalte "orientieren sich ganzheitlich am Deutungsrahmen der Bibel", die Schule sei konzeptionell an die Heilige Schrift gebunden.
(...)
Er macht darauf aufmerksam, dass nicht nur Bekenntnisschulen solch wissenschaftlichen Unsinn verbreiten, sondern auch Schüler staatlicher Schulen kreationistische Ideen zu hören bekommen können. So werden etwa im Biologiebuch "Vita Nova", das in der Oberstufe staatlicher Schulen zum Einsatz kommt, die umstrittenen Ideen des amerikanischen Biochemikers Christian Schwabe vorgestellt. Schwabe firmiert häufig als wissenschaftlicher Kronzeuge der Kreationisten. "Entsprechend seiner Vorstellung könnten die genetischen Programme für jedes Lebewesen so alt wie das Leben selbst sein", heißt es im Lehrbuch. Und weiter: "Diese Theorie Schwabes ist noch lange keine allgemein anerkannte Lehrmeinung, sie bietet aber Möglichkeiten, die (...) aufgeworfenen Fragen elegant zu lösen."

Dabei sollte elegante Problemlösung nicht im Zentrum der Wissenschaft stehen - sondern vielmehr gut begründete.
http://www.sueddeutsche.de/,ra7m1/jobkarriere/384/459030/text/

Kuddel

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #24 am: 19:06:07 Fr. 06.März 2009 »
Die Katholische Kirche hat in Brasilien eine Neunjährige exkommuniziert, die nach einer Vergewaltigung einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ließ. Das Kind war bei dem Abbruch in der 15. Woche mit Zwillingen schwanger. Vermutlich war das Mädchen von ihrem Stiefvater vergewaltigt worden. Die Ärzte erklärten, die Schwangerschaft hätte ein ernstes Risiko für das Mädchen dargestellt.

BakuRock

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #25 am: 02:20:20 Sa. 07.März 2009 »
Fuer mich, als Atheisten, vielleicht mal eine Erklaerung?:

Immer wenn Pfarrer den Satz aussprechen: "Hab´ Vertrauen" zucken die Messdiener ungeheuer regelmaessig eigenartig zusammen...........

Warum.......?
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Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es f�r sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

Eigentumsfragen stellen!

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ManOfConstantSorrow

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #26 am: 15:07:19 Sa. 07.März 2009 »
Zitat
Katholische Kirche nimmt exkommunizierte Anti-Computer-Sekte wieder auf

Wie erst jetzt bekannt wurde, firmte der Augsburger Bischof Walter Mixa im letzten Jahr 30 Anhänger der Sekte "Marienkinder", was als Akt der Wiederaufnahme in die katholische Kirche gilt. Die Gruppe war neben einem aggressiven Eintreten für die so genannte "Mundkommunion" vor allem durch Broschüren aufgefallen, in denen davon die Rede ist, dass der Satan im Computer "voll und ganz persönlich anwesend" sei: "Sein Geist", so heißt es in einer Telepolis vorliegenden Druckschrift, "durchdringt die Materie des Computers ebenso wie den Bereich der Dateninformation. So sitzt Ihnen das Tier als persönlicher Ansprechpartner in jedem PC gegenüber."

Die genaue Herleitung dieser Behauptung erfolgt über die auch populärkulturell beliebte und in Offenbarung 13 genannte Zahl 666. Tauscht man im Wort Computer nämlich jeden Buchstaben mit seiner "Reihenfolge-Zahl" und addiert diese, dann ergibt dies die Summe 111. Weil die Heilige Dreifaltigkeit aber die einen Gott in drei Personen symbolisierenden Zahlen 1 und 3 "besetzt" halte, so die Sekte, müsse die 111 noch mit der Zahl 6 multipliziert werden, die der "Zweiwille" Luzifer als "Imitation der Gotteszahl" benütze.

Wer deshalb zu seinem Computer Aufforderungen wie "Komm!" oder "Mach schon!" spricht, öffnet den Postulaten der Marienkinder zufolge Satan die "Herzenstüre", was letztlich in "Unglauben und Missachtung der 10 Gebote" münde. Außerdem stehe auch das Internet für das "Tier", weil im Hebräischen die Zahl 6 dem Buchstaben W entspricht: "Somit wird jeder Internetbenutzer gezwungen, mit Satan zu arbeiten."

In die öffentliche Kritik geriet die Sekte überdies durch Aussteiger, die von massiver physischer Gewalt, Schlafentzug und Ausbeutung berichteten. Nach zwei nicht eingetroffenen Weltuntergangsterminen bewegte sich die Gruppe, die ihr Zentrum im bayerischen Schwaben hat, angeblich auf die Kirchenführung zu. Das bischöfliche Seelsorgeamt Augsburg kam in einer im Jahr 2000 veröffentlichten Broschüre (PDF-Datei) zu der Einschätzung, die "Mitglieder der Marienkinder bewegen sich in einer Eigenwelt (...)," die ihrerseits wiederum "garantiert, dass ein Dialog mit der Welt nicht möglich ist." Mittlerweile ist auf der Download-Seite aber auch vermerkt, dass die Marienkinder "seit 2007 dabei sind, sich sich wieder in die Katholische Kirche zu integrieren."
http://www.heise.de/newsticker/Katholische-Kirche-nimmt-exkommunizierte-Anti-Computer-Sekte-wieder-auf--/meldung/134163
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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #27 am: 15:28:25 Sa. 07.März 2009 »
Zitat
Nach zwei nicht eingetroffenen Weltuntergangsterminen bewegte sich die Gruppe, die ihr Zentrum im bayerischen Schwaben hat, angeblich auf die Kirchenführung zu.

Recht so! Wenn etwas schon zwei Mal nicht geklappt hat, muß man sich starke Verbündete suchen.
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Katholiken demonstrieren gegen Papst
« Antwort #28 am: 20:14:20 Do. 12.März 2009 »
09.03.09 - 1.500 Katholiken haben gestern in Luzern gegen den reaktionären Kurs von Papst Benedikt XVI. und die Aufhebung der Exkommunikation der Lefebvre-Bischöfe demonstriert. Zur Demonstration hatten verschiedene Basisorganisationen der Kirche aufgerufen.
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Kuddel

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Re: Scheinheiliger geht es wirklich nicht
« Antwort #29 am: 16:40:16 Sa. 14.März 2009 »
Zitat
"Gott wird dich erschießen - wenn ich es nicht mache"

Die evangelikale Fernsehkirche TBN fordert Spenden von Leuten, die sie sich nicht leisten können, und begleitet Missionare in Afghanistan mit der Kamera.


Das "Trinity Broadcasting Network" (TBN) ist eines der größten Medienunternehmen der Vereinigten Staaten, und der wohl meistgesehene religiöse TV-Sender weltweit. Mit der Verknüpfung von religiösen Inhalten, politischer Ideologie und modernster Technik beschreitet TBN neue Wege ? und erzielt damit hohe finanzielle Profite.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29836/1.html