Autor Thema: Rausgemobbt, wie geht`s weiter?  (Gelesen 12208 mal)

brettermeier

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Rausgemobbt, wie geht`s weiter?
« Antwort #15 am: 22:53:09 Mo. 12.März 2007 »
Zitat
Original von VAN ELLEN
Hallo,

an der Stelle möchte ich mal ein Lob an Brettermeier aussprechen.

Eigentlich gehts hier (meist) gegen Zeitarbeit und er ist hier auch
manchmal blöd angemacht worden.
Trotzdem weiter mitzudiskutieren finde ich ne super Sache und zeugt
in meinen Augen für menschliche Reife.

Gruß
VAN ELLEN

Vielen Dank dafür :-)

Stumme Ursel

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Rausgemobbt, wie geht`s weiter?
« Antwort #16 am: 10:16:38 Di. 13.März 2007 »
Hallo brettermeier,
in meinem Fall war die Abteilungsleiterin schon 55, und mit der jüngsten Dame von der der Stress ausging auch noch befreundet, mit Zicken habe ich kein Problem aber mit aggresiven Mobbing schon. Und da sind wir Leiharbeitnehmer dem Kunden oft schutzlos ausgeliefert, und wenn die Leihfirma schon 4 Mitarbeiter bei diesem Kunden verbrannt hat verstehe ich es nicht das dort nichts passiert? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass immer auch etwas an einem "hängen" bleibt, egal ob man nun eine Mitschuld hat oder eben nicht.
An der Stelle möchte ich jetzt keine Pro/Kontra Leiharbeit Debatte auslösen, aber Dispos und Niederlassungsleiter müssten einfach sensibler werden zu diesem Thema.
Nichts im Universum ist ohne Wert, denn die Natur tut nichts vergeblich (Aristoteles)
Ein böses Wort ist wie ein Stein, der in einen Brunnen geworfen wird: die Wellen mögen sich glätten, doch der Stein bleibt. (Konfuzius)

brettermeier

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Rausgemobbt, wie geht`s weiter?
« Antwort #17 am: 23:56:13 Di. 13.März 2007 »
Zitat
Original von Stumme Ursel
Hallo brettermeier,
in meinem Fall war die Abteilungsleiterin schon 55, und mit der jüngsten Dame von der der Stress ausging auch noch befreundet, mit Zicken habe ich kein Problem aber mit aggresiven Mobbing schon. Und da sind wir Leiharbeitnehmer dem Kunden oft schutzlos ausgeliefert, und wenn die Leihfirma schon 4 Mitarbeiter bei diesem Kunden verbrannt hat verstehe ich es nicht das dort nichts passiert? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass immer auch etwas an einem "hängen" bleibt, egal ob man nun eine Mitschuld hat oder eben nicht.
An der Stelle möchte ich jetzt keine Pro/Kontra Leiharbeit Debatte auslösen, aber Dispos und Niederlassungsleiter müssten einfach sensibler werden zu diesem Thema.

Da kann ich Dir nur recht geben und nicht nur in Bezug auf Mobbing.

Bei Mobbing ist es ja eigentlich schon zu spät, es wäre vielleicht insgesamt öfter mal mehr Sensibilität/Zeit von Dispos für die MA und deren Arbeitsalltag/Probleme gefragt.

Dispos stehen in ZAF aber eben auch 'ganz unten in der Fresskette' und haben sehr oft auch selbst 'ne Menge 'Druck von oben', mit dem sie nicht so recht umgehen können (die Fluktuation unter Dispos in ZAF ist extrem hoch, sehr viele 'schmeissen ganz schnell das Handtuch').

Du hast leider auch recht damit, dass mitunter tatsächlich 'was hängenbleibt', obwohl Du absolut nichts dafür kannst, in der Zeitarbeit steht und fällt für Dich alles mit Deinem zuständigen Dispo und vielleicht noch seinen Kollegen und dem Niederlassungsleiter, wenn da die falschen Leute sitzen, hast Du definitiv die Arschkarte.

In so einem Fall musst Du halt für Dich selbst erkennen, dass Du persönlich NULL Schuld/Dir nichts vorzuwerfen hast und genau da liegt das Problem.

Die Selbstzweifel nach so einer Mobbing-Geschichte bleiben wahrscheinlich nicht aus, das Selbstbewusstsein sinkt und man ist nicht mehr so richtig in der Lage, 'straight und selbstbewusst' einen Schnitt zu ziehen und woanders neu anzufangen, bzw. sich erstmal selbstbewusst woanders zu bewerben...

Bei Dir kamen (wie so oft) diverse Dinge zusammen, letztlich ist es aber auch egal und es geht nur um die Zukunft.

Da kann ich mich nur wiederholen, lass Dich bloss nicht unterkriegen, bewahr Dir ein gesundes Selbstbewusstsein und mach Deinen Weg, egal wie steinig er auch sein mag...

Die Gesamtsituation lässt sich so schnell nicht ändern, wichtig ist, dass Du selbst erstmal schnell einen persönlichen Weg findest, wie Du 'Dich durchschlägst' und dabei halbwegs glücklich und zufrieden leben kannst...

Stumme Ursel

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Rausgemobbt, wie geht`s weiter?
« Antwort #18 am: 10:03:00 Mi. 14.März 2007 »
Hallo brettermaier,
seit Jahren fange ich immer wieder "neu" an, mit jedem Einsatz wieder. Mal sind es gute, weil nette und sozial kompetente Kollegen, mal richtige LA Hasser und Arschlöcher. Es ist ja schon ein gewisser Luxus gehen zu können wenn es mal nicht passt, aber Hand aufs Herz, wie oft kannst du das machen bis dir dein Dispo die rote Karte zeigt? Oftmals nur einmal, insofern bin ich jetzt privilegiert das mich meine Leihfirma weiter beschäftigt und mich nicht betriebsbedingt oder schlimmer gekündigt hat. Also etwas kostbares und positives in diesen Zeiten? Lese ich aber in diesem Forum weiter entdecke ich nur wenig positives zumThema Zeitarbeit, auch wenn ich nicht zu denen gehöre die alles an LA schlecht finden so resigniere ich nach über 11 Jahren Leiharbeit in 5 Leihfirmen langsam aber sicher. Oft frage ich mich ob die anderen die seit 20 Jahren oder länger sich in einer "richtigen" Anstellung befinden, glücklichere Menschen sind? Eines ist gewiss, von heute auf Morgen kann sie keiner so einfach von ihnen entledigen, zumindest noch nicht.
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brettermeier

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« Antwort #19 am: 00:40:13 Do. 15.März 2007 »
Zitat
Original von Stumme Ursel
Hallo brettermaier,
seit Jahren fange ich immer wieder "neu" an, mit jedem Einsatz wieder. Mal sind es gute, weil nette und sozial kompetente Kollegen, mal richtige LA Hasser und Arschlöcher. Es ist ja schon ein gewisser Luxus gehen zu können wenn es mal nicht passt, aber Hand aufs Herz, wie oft kannst du das machen bis dir dein Dispo die rote Karte zeigt? Oftmals nur einmal, insofern bin ich jetzt privilegiert das mich meine Leihfirma weiter beschäftigt und mich nicht betriebsbedingt oder schlimmer gekündigt hat. Also etwas kostbares und positives in diesen Zeiten? Lese ich aber in diesem Forum weiter entdecke ich nur wenig positives zumThema Zeitarbeit, auch wenn ich nicht zu denen gehöre die alles an LA schlecht finden so resigniere ich nach über 11 Jahren Leiharbeit in 5 Leihfirmen langsam aber sicher. Oft frage ich mich ob die anderen die seit 20 Jahren oder länger sich in einer "richtigen" Anstellung befinden, glücklichere Menschen sind? Eines ist gewiss, von heute auf Morgen kann sie keiner so einfach von ihnen entledigen, zumindest noch nicht.

Nach 11 Jahren Zeitarbeit bist Du vergleichbaren festangestellten Kollegen in vielen Bereichen ganz sicher weit überlegen.

Ich glaube kaum, dass die Festangestellten 'glücklicher sind'.

'Dein Problem' liegt aber wohl nicht wirklich im Thema Zeitarbeit, nach 11 Jahren in 5 ZAF weisst Du ganz genau, was da abläuft, 'wie die alle ticken', etc...

Ich denke, Du hast ein 'normales Frustproblem', was einen irgendwann immer mal wieder nach langen Arbeitsjahren befällt oder Du stellst Dir wie viele andere auch die 'allgemeinen Lebensfragen' (was habe ich bislang erreicht, wo stehe ich, wo will ich hin, usw.)...

Ich glaube, 'Deine Sache' hat eigentlich nicht so viel mit Zeitarbeit zu tun, sondern ist eher eine ganz persönliche Geschichte, Du stellst vielleicht gerade (wie ganz viele andere Menschen in ähnlichen Situationen) gedanklich Deinen ganzen bisherigen 'Werdegang' in Frage/auf den Prüfstand oder so...

Du sagst, dass Du dann doch so ganz langsam aber sicher resignierst, aber genau dagegen solltest Du angehen, Dich nicht frusten lassen uind einen Weg finden, Dich selbst zu motivieren, weiter aufrecht durchs Leben zu gehen...

Ich meine das völlig unabhängig von Zeitarbeit, bzw. denke, Zeitarbeit ist nicht wirklich Dein Problem.

Ich denke, Du stellst Dir gerade die völlig normalen und weitverbreiteten Fragen, die irgendwann bei jedem aufkommen, die Fragen 'nach dem Leben, dem Universum und überhaupt allem', irgendwann stellt wohl jeder mal 'sein bisheriges Leben' auf den Prüfstand und kriegt auch mehr oder weniger eine Krise, weil 'das Leben' eben doch nicht so toll verlaufen ist und man vielleicht auf den ersten Blick auch nicht wirklich was ereicht hat...

Ich hoffe, Du verstehst halbwegs, was ich meine und sag mal tschüss für heute (wenn ich jetzt nicht den Weg in's Bettchen finde, werde ich morgen einen richtig schlechten Arbeitstag haben...)...

Stumme Ursel

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Rausgemobbt, wie geht`s weiter?
« Antwort #20 am: 10:51:04 Do. 15.März 2007 »
Natürlich kam das alles jetzt wieder hoch durch diese Mobbingsache im Entleihbetrieb und sicherlich kommt deine Einschätzung ein Stück weit zum tragen, es kann ja so auf Dauer nicht ewig sein? Mein Partner und ich gehen dieses Jahr auf die 40 zu und irgendwann möchten wir wieder planen können, einen Urlaub mal nicht an der Nordsee verbringen, mal seit 10 Jahren wieder ein neues Auto vieleicht? Die Kinder haben auch auf vieles verzichten müssen. Überlege mal, bei mir 11 Jahre und bei meinem Freund 9 Jahre Leiharbeit, teilweise bis zu 150 Km am Tag gependelt (einfach), jede Qualifizierung mitgemacht, drei Sprachen gelernt. Und niemand will dich dann auf Dauer fest Einstellen.  :( Wenn ich dann so Sprüche höre von unseren Politikern wie: Flexibel sein müssen, verzichten müssen usw, usw, dann geht mir die Galle hoch. Ein anderes Beispiel, vor 12 Jahren haben wir uns einen neuen Kombi, (damals etwa 50.000 DM) zugelegt, an der Finanzierung zahlen wir noch heute und eigentlich sollten wir schon seit 6 Jahren fertig sein, aber durch die schmalen Löhne mussten wir insgesamt drei mal Umschulden.
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alfred

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Rausgemobbt, wie geht`s weiter?
« Antwort #21 am: 12:22:27 Do. 15.März 2007 »
Ein Auto 12 Jahre abzahlen??? Da müsst Ihr doch langsam den vierfachen Preis gezahlt haben?!

Übrigens zählt der Nordseeurlaub nicht unbedingt zu den Billigurlauben.

Kommt Dein Nick aus diesem Thread
http://chefduzen.de/thread.php?threadid=7656 ???
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mupine

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« Antwort #22 am: 12:49:17 Do. 15.März 2007 »
...und mit 40 ist man auf unserem Arbeitsmarkt bald schon wieder zu alt...

regenwurm

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« Antwort #23 am: 15:15:23 Do. 15.März 2007 »
fang an zu leben

wenn nicht heut' wann denn dann

cancel doch deinen job oder hatt' außer dein arbeitgeber was davon

sorge dich nicht - lebe


Sorge dich nicht – lebe!
OT How to Stop Worrying and Start LivingOA 1948 DE 1949 Form Sachbuch Bereich Lebenshilfe
Mehr als 50 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung ist Sorge dich nicht – lebe! von Dale Carnegie zu einem Standardwerk für positives Denken und optimistische Lebensführung geworden und konnte sich bislang auf dem boomenden Markt der Ratgeberliteratur gegen sämtliche Konkurrenztitel behaupten.
Entstehung: Während seiner Arbeit als Trainer für freies Sprechen in New York stellte Carnegie fest, dass die Angst seiner Schüler vor der öffentlichen Rede oftmals Hand in Hand mit einer tief sitzenden Lebensunsicherheit ging, mit der sie sich selbst jede Lebensfreude nahmen. Viele Jahre lang beschäftigte sich der Sprechtrainer mit dem Thema, informierte sich über die Fachliteratur und sprach mit Menschen aller Altersgruppen und sozialen Schichten über ihre Ängste und Sorgen. Seine Erfahrungen und Schlussfolgerungen hielt er in Sorge dich nicht – lebe! fest und machte sie so als Anleitung für ein sorgenfreies, erfülltes Leben einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
Inhalt: Die Botschaften, die Carnegie seinen Lesern vermittelt, sind – wie er im Text immer wieder betont – den meisten Menschen in der Theorie bereits bekannt: »Sorgen machen krank« und »Der Erfolg ist in dir« lauten zwei seiner zentralen Thesen. Das Wissen um diese Erkenntnisse allein könne aber nicht zu einem erfüllteren Leben führen. Der Autor verweist daher immer wieder auf die Notwendigkeit der praktischen Umsetzung dieser Lebensweisheiten im Alltag. Anhand von anschaulichen Fallbeispielen, die er mit Anekdoten aus seinem Leben spickt, und in einfachen Worten zeigt Carnegie seinen Lesern den Weg zu einem zufriedeneren Leben.
Struktur: Carnegie gliedert sein Buch systematisch in mehrere Teile, die dem Leser Schritt für Schritt den Weg zu mehr Lebensqualität erklären. Nach kurzer Einführung, in der er seine Beweggründe darlegt und eigene Erlebnisse beschreibt, beginnt er in – mittlerweile – klassischer Ratgebermanier damit, dass er zunächst Grundbegriffe klärt, dann das Problem und seine Entstehung analysiert und schließlich seine praktische Methode zur Problembewältigung vorstellt. Im Anhang lässt er ehemalige Schüler zu Wort kommen, die von ihrer erfolgreichen Angstbewältigung berichten.
Wirkung: In Deutschland steht die inzwischen schon klassische amerikanische Anleitung zu mehr Erfolg im Leben seit über 1000 Wochen ununterbrochen auf der Bestsellerliste. Sorge dich nicht – lebe! wurde in 17 Sprachen übersetzt und allein in Deutschland 2,8 Millionen Mal verkauft. Carnegies Bücher werden weltweit in 38 Sprachen vertrieben, in mehr als 70 Staaten praktizieren Niederlassungen sein Trainingskonzept. J. D. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung
In diesem Buch behandelt Carnegie das wohl drückendste Problem des heutigen Menschen: Sorge - Angst - Aufregung. Es ist ein Handbuch zur Bewältigung unserer vielen Sorgen. In ihm legt der bekannte Autor von Wie man Freunde gewinnt die Grundsätze nieder, dank deren Befolgung der Leser sein Leben reicher und glücklicher zu gestalten vermag. Auch der Gesundheit sind diese Grundsätze dienlich, denn zahllose Menschen ohne organische Schäden sorgen sich krank . Zwar wissen die meisten, daß anhaltende Sorgen unsere Kraft verringern und das logische Denken beeinträchtigen; sie glauben aber nicht, daß man etwas dagegen tun kann. In diesem Buch beweist jedoch Carnegie auf Grund seiner erprobten und bewährten Technik, daß man etwas tun kann.

Quelle
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Ziggy

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Rausgemobbt, wie geht`s weiter?
« Antwort #24 am: 16:13:12 Do. 15.März 2007 »
Hab das Buch schon lange und kann es wirklich empfehlen!

Grüße, Ziggy
Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.

Stumme Ursel

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« Antwort #25 am: 18:02:14 Do. 15.März 2007 »
Hallo Alfred, durch Arbeitslosigkeit und extrem schlecht bezahlte Jobs dazwischen, dann die Umschuldungen zu schlechten Konditionen und kleine Raten, all die Fehler die man so macht wenn der Hausbank vertraut wird und diese einen dann über den Tisch zieht u.a. mit Restschuldversicherungen etc. Wir lassen das aber zur Zeit von einem Fachmann überprüfen und erwägen eine Klage gegen die Bank wegen (versteckten) Wucherzinsen. Und der Nordseeurlaub ist nur deshalb so billig weil die Eltern von meinem Partner Holländer sind.  8)

Hallo regenwurm, von was soll ich den dann Leben und meine Kinder sind auch noch da? Ich jobbe schon Samstags in meinem alten Beruf als Kranken und Altenpflegerin obwohl ich es nicht mehr dürfte wegen meiner kaputten Wirbelsäule. Ihr habt ja Recht, zur Zeit bin ich einfach total nieder mit meinen Gedanken ud meinen Gefühlen, aber deshalb gleich alles hinschmeissen?
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Rausgemobbt, wie geht`s weiter?
« Antwort #26 am: 04:25:34 Di. 20.März 2007 »
Sorry, wenn ich mich hier langsam als Zyniker oute. Aber Ursel, was haste denn erwartet? Wer bei Zeitarbeit ankommt, der hat halt keine Zukunft mehr! Find dich damit ab, dass du außerhalb der Gesellschaft stehst und dich nicht mehr mit Spießersprüchen über den Tag retten kannst. Die Tussi, die dich genervt hat, ist halt was besseres als du, die hat ne FESTANSTELLUNG! Die darf so Leute wie dich auch mobben, dafür sind solche Leute wie du doch da, zum plaisier, und Leiharbeiter werden gerne in solchen Firmen, wo es Drunter und Drüber geht, eingestellt, weil sie sonst niemanden mehr kriegen, das ist das Leiharbeiter-Los, die Arschkarte, bist bestimmt nicht die/der einzige!

Also Ursel, mach dich mal locker, du gehörst schon lange nicht mehr dazu, find dich damit ab! Übrigens bin ich selber schon zweiundvierzig!!!! Da ist das Leben längst vorbei! Jetzt muss ich nur noch ein paar Jahre bis zur Rente absitzen...

MfG

Stumme Ursel

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« Antwort #27 am: 08:01:28 Di. 20.März 2007 »
Zynisch zu werden ist das letzte was ich möchte, schade dass du so denkst.
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Ziggy

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« Antwort #28 am: 10:15:01 Di. 20.März 2007 »
@sieben
Hab auch deine anderen Postings gelesen, großteils Zustimmung, verstehe und teile deine Verbitterung und Zynismus im Ansatz, jedoch nicht in diesem Ausmaß.

Deine "große Klappe" und deinen Zynismus kannst du dir leisten, solange du für niemanden sonst verantwortlich bist. Wäre ich vogelfrei und trüge keine Verantwortung, würde ich vermutlich 100 % so denken und reden wie du. So aber bleibt ein fader Beigeschmack. Ein altes Sprichwort sagt, man soll nicht über einen anderen urteilen, bevor man nicht eine Meile in dessen Schuhen gelaufen ist. Und da hätten wir schon das erste und grundlegende Problem: Deine Schuhe passen mir nicht, und meine passen dir nicht.

Wenn du dich mit 42 hinsetzen und auf Rente warten willst, versunken in Resignation und Verbitterung, bitte, kann ich nix gegen sagen. Mein Weg ist ein anderer, nämlich, versuchen, aus der derzeitigen Situation das Beste zu machen (klingt abgedroschen, ich weiß, aber so ist es nun mal). Ich bin fast 50 und eine große Klappe hab ich auch (keine Bange!), die setze ich ein, und zwar vor Ort, da, wo's drauf ankommt. Manchmal bringt's was, manchmal nicht, manchmal geht's nach hinten los. Aber ich bin sicher, daß ich schon dem einen oder anderen LAN, dessen Namen ich nicht einmal kenne, echte Hilfestellung geben konnte. Das gibt ein gutes Gefühl und hilft gegen aufkeimende Resignation. Es ist kein großer und heldenhafter Kampf, es ist mühsam, es geschieht im Verborgenen, ohne jeden Glanz, aber es geschieht, und das ist die Hauptsache.

Ich habe kein "Feindbild Brettermeier". Brettermeier ist Teil des Systems, nicht das System selbst, ein Mitläufer, gewiß, aber das bin ich auch, wenngleich auf der anderen Seite. Ich habe nicht den Eindruck, daß er menschenverachtend denkt und handelt. Ich hatte auch schon hochemotionale Auseinandersetzungen mit ihm (und auch anderen Dispos, bei ZOOM zum Beispiel), aber das biringt nichts. Man muß die Situation analysieren und entsprechend handeln. Von Hasstiraden hat keiner was, es bringt kurze Erleichterung ("Es ist endlich raus!"), aber ändern tut's nichts.

Natürlich ist Zeitarbeit Scheiße, da sind wir uns 100 % einig. Aber es genügt nicht, das herauszuschreien, man muß sehen: Was sind die Alternativen? Und da ist jeder persönlich gefragt. Wenn jemand Zeitarbeit unter keinen Umständen macht, weil er's irgendwie anders schafft, ist doch okay. Aber viele müssen ...
Ich bin nicht "Hurra"-schreiend in die Randstad-Niederlassung (und andere Zeitbuden) gestürmt, kannste glauben.
Die simple Wahrheit ist: Ich hatte keine Wahl. So einfach ist das manchmal.

Grüße, Ziggy
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« Antwort #29 am: 10:56:16 Di. 20.März 2007 »
Toller Beitrag Ziggy, 100% Zustimmung. =)

Leiharbeit ist keine wirkliche Alternative, es ist und bleibt in gewissen Umfang Ausbeutung/Lohndumping. Als Umschüler hatte ich auch keine echte Wahl oder Chance ebenso mein Lebensgefährte und viele andere Arbeiter/Angestellte auch. Es gibt in der Leiharbeitsbranche gute und schlechte "Herren" denen man dient. Meinungsfreiheit und nur sachliche Diskussionen sind (gerade) hier angebracht. Billige Polemik und Beleidigungen gibt es draussen genug, daher sage ich klar NEIN zu dieser oft unnötigen Anmache in diesem Forum!
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