Autor Thema: Lechts oder rinks?  (Gelesen 11580 mal)

Eivisskat

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #15 am: 20:42:03 Sa. 17.Dezember 2011 »
Zitat
Aber war es wirklich die Illner? Ich hatte die Info, Maischberger hätte sowas gesagt

Welche auch immer, die sind beide gleich schlimm...in einen Sack & draufhauen, triffst immer die richtige  ::) :o


Die Folter-Videos muß ich mir aber jetzt lieber nicht angucken, oder?

Linux

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #16 am: 20:48:31 Sa. 17.Dezember 2011 »
Wenn Du Dir den Abend nicht versauen willst, guck sie nicht.
Santra kann ja mal schauen oder Maybrett.
Also die Maischburger ist von den blöden Talkpunzen noch die Einäugige. :tongue:

counselor

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #17 am: 11:42:34 So. 18.Dezember 2011 »
Einige Wirtschaftsleute haben sich wieder zusammengetan:
Die wollen natürlich die Alleinherrschaft der Geldsäcke retten. Denn nur davon profitieren sie. Eine wirklich befreite Gesellschaft wollen die nicht.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Troll

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #18 am: 21:06:19 Sa. 16.März 2013 »
Zitat
Extrem undurchsichtig

von Frank Brunner

Seit 2010 finanziert die Bundesregierung Initiativen gegen Linksextremismus und islamischen Extremismus. Auch zwei Vereine in Baden-Württemberg profitieren davon. Doch Experten zweifeln am Sinn des Programms, manche Projekte scheuen die Öffentlichkeit.
....


Quelle und vollständiger Artikel: Kontext

Spiegelfechten!?
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Nick N.

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #19 am: 18:44:44 Sa. 27.April 2013 »
Selbst heute noch soll es SozialpädagogInnen geben, die behaupten, daß manche der "sozialen" Probleme, die sie an Einzelnen kurieren sollen, in Wirklichkeit strukturelle Probleme der Gesellschaft sind, und zwar im materiellen und nicht im sozialen Bereich.

Damit allein schon kann man ja fast schon als linksradikal durchgehen.

Ich halte es nicht für einen ungeschickten Schachzug, daß man SozPäds dafür bezahlt, Programme gegen Linksradikalismus zu entwickeln. Ich find es perfide.
Satyagraha

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #20 am: 09:55:07 Sa. 28.Juni 2014 »
Zitat
Studie gegen Wissenslücke der Behörden Keine Ahnung vom Linksextremismus

Gewalt von Links - das überfordert die Sicherheitsbehörden. Denn sie wissen nicht, was sie dagegen tun sollen, weil sie nicht verstehen, warum vor allem junge Menschen linksextrem werden, um gegen den Staat zu rebellieren - ob bei "Stuttgart 21" oder im Hamburger Schanzenviertel. Nun soll eine wissenschaftliche Studie Polizei und Verfassungsschutz helfen, diese Wissenslücke zu schließen.
....
....
Nicht ohne Grund sprechen Deutschlands Sicherheitsbehörden jetzt von einer Besorgnis erregenden Zunahme der Gewaltbereitschaft auch im linksextremen Lager. Das Problem: Verfassungsschutz und Polizei wissen wenig darüber, wie diese gesellschaftlichen Prozesse der Radikalisierung ablaufen, warum sich immer mehr, vor allem junge Menschen in der Auseinandersetzung mit dem Staat militanter Mittel und Methoden bedienen.

"Wir haben ein großes Bedürfnis, mehr über unseren Gegner im Bereich des Linksextremismus zu wissen", räumt Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, gegenüber NDR Info ein.
....
....
Klobürste - Zeichen des Hamburger Widerstands

Eine 17 Seiten lange interne Untersuchung der Polizei, die NDR Info vorliegt, zieht eine für die Behörden katastrophale Bilanz: "Einige Personen des polizeilichen Gegenübers machten sich einen Spaß aus den Kontrollen und wollten die Kontrollen ad absurdum führen. Sie bedienten sich satirischer Mittel."

Die Klobürste als Instrument des Widerstands war geboren und die Polizei agierte hilflos: Man sei bestrebt gewesen, "diese Handlungsunsicherheit durch eine einsatzbegleitende Fortbildung abzubauen. In der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit war dieses jedoch nur eingeschränkt möglich", heißt es in dem Dokument. Die Folge: eine weitgehend negative öffentliche Berichterstattung und ein massiver Autoritätsverlust der Polizei nicht nur im linken Milieu.
....

Quelle: tagesschau

Aber mit dem organisieren, ausführen und planen im Rechtsextremistischen Lager kennt man sich bestens aus, dank jahrelanger aktiver Unterstützung Beobachtung.
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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #21 am: 12:25:16 Sa. 20.Juni 2015 »
Zitat
Gute Nachrichten! 90% weniger Terroristen in Deutschland!

Was ist passiert? Sind die alle gestorben? Nach Syrien ausgewandert? Aber nicht doch! Die Bundesdatenschutzbeauftragte hat die Polizei darauf hingewiesen, dass sie mal alte Einträge aus ihrer Datenbank "Politisch motivierte Kriminalität-Links" rausaltern müssen. (Danke, Wolfgang)

Quelle: Fefes Blog

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ManOfConstantSorrow

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #22 am: 15:32:46 Sa. 24.September 2016 »
Ich habe das Gefühl, es wird immer schwamminger, was man sich unter "links" und "rechts" vorstellt.

Man sollte daran erinnern, wie der Faschismus eigentlich entstanden ist. Ich finde den kleinen Clip sehr erhellend, wie die Italienische Faschisten als von Unternehmern bezahlte Prügeltrupps gegen demonstrierende und streikende Arbeiter eingesetzt wurden und so ihren Weg an die Macht starteten. Faschismus ist die radikale und brutale Form der Machtausübung, wenn (insbesondere in wirtschaftlichen Krisen) die Wirtschaft ihre Herrschaft bedroht sieht.
! No longer available

Man kann sehr einfach sagen, daß "rechts" der Schutz der Interessen der Wirtschaft ist, und "links" für die Selbstermächtigung der einfachen Menschen steht, die sich gegen die Interessen der Wirtschaft und die Terror von rechts verteidigen müssen. "Links" ist die soziale Selbstverteidigung und der Versuch der Übernahme der Kontrolle über die Produktion nach den Bedürfnissen der Menschen als Ersatz der Doktrin der Profitmaximierung.

Wenn wir uns danach mal in der Welt umsehen, gibt es fast nichts mehr, was danach als "links" durchgehen könnte.
Die Medien, die mal als "linksliberal galten, wie Stern, Spiegel, FR oder Süddeutsche, sind heute billig zusammengeknallte Anzeigenblätter voller Trashjournalismus und Wirtschaftspropaganda. Die einst linkradikale Taz ist zu einem neoliberalen Drecksblatt für Besserverdienende verkommen.

Und in der Parteienlandschaft sieht es nicht besser aus. Die Grünen, die zu Gründungszeiten sich noch als "ökologisch, pazifistisch, basisdemokratisch und sozial" präsentierten, haben all ihre Grundsätze auf dem Weg zur "Macht"(?) aufgeben, sind auf Wirtschschafts- und Kriegskurs und versuchen die CDU rechts zu überholen. Nicht besser sieht's mit der SPD aus, die zwar in ihrer gesamten Parteigeschichte stets Arbeiterverräter waren, aber zumindest lange die schönen Schein wahren konnten. Jetzt steckt aber Gabiels SPD bis zum Anschlag im Arsch der Wirtschaft und liegt für jeden klar erkennbar rechts von Merkels CDU.

Deshalb frage ich mich, wieso es denn nicht zu einem Aufschrei der Empörung kommt oder zumindest zu einem irren Kichern, wenn man von "rot-rot-gün" als "linkem Bündnis" labert.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #23 am: 16:23:28 Sa. 24.September 2016 »
Irr kichern ist mein Alltag geworden. Hier und da ein bißchen rumlesen und schon geht es los, Nachrichten verfolgen, diverse Äusserungen der ganzen alternativlosen, realitätsnahen Mitte-Rechts-Politikern (die gerne auch als links bewertet/tituliert werden) und danach die journalistischen Bewertungen lesen, da kommt es schnell zu einem "Wahnsinns" lachen.
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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #24 am: 13:28:50 Mo. 03.Oktober 2016 »
Zitat
AfD und Linke:
Lechts und Rinks kann man verwechseln

Frauke Petry und Sahra Wagenknecht geben zusammen ein Interview und entdecken überraschend viele Gemeinsamkeiten. Die AfD-Chefin bietet der Linken sogar Kooperation an.
Von Ludwig Greven
....

Quelle: Zeit via Fefes Blog
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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #25 am: 17:25:04 Mo. 03.Oktober 2016 »
Na, damit hat sich die Wagenknecht ja vollends disqualifiziert! >:( Und ich dachte immer der dämliche Dehm hat einen an der Querfront- Waffel!
Auf die Idee, das die Linke keiner mehr wählt, weil sie der SPD in den Arsch kriecht, anstatt linke Positionen zu besetzen (das macht jetzt die AfD z.B. in der Rentenfrage) kommen die scheinbar nicht! >:(

Kuddel

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #26 am: 19:18:52 Mo. 03.Oktober 2016 »
Das ist doch alles furchtbar.
Das hat alles nichts mehr mit dem Durchsetzen unserer (also der Nichtpreviligierten) Interessen zu tun, das ist ein reines Mitspielenwollen in dem Scheißpolitikbetrieb. Man verbittet sich eine Kritik an Wagenknecht mit dem Argument, damit würde man den "linken Flügel" der Partei schwächen. Wenn DAS der linke Flügel ist, dann ist es mir egal wie schwach er ist.

Und eine Parteispitze Wagenknecht - Bartsch? Schlimmeres kann ich mir kaum vorstellen. Bartsch ist etwa so links wie Gabriel. Man bereitet sich scheinbar auf rot-rot-grün vor. Ist etwa so attraktiv wie grün-schwarz.

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #28 am: 09:23:06 Mi. 05.Oktober 2016 »
Ohjeh, ich weiß gar nicht mehr was ich von ihr halten soll, ich finde das Interview nicht AfD zugewandt im Gegensatz zu dem FAZ-Kommentator. Aber egal, für die konservativen Antikommunisten ist Wagenknecht Stalins Reinkarnation und in linken Kreisen fragt man sich langsam ob Wagenknecht nicht die Reinkarnation Hitlers ist oder zumindest Eva Braun, beides m.M.n. weit weg von der Realität aber allgemein sehr hilfreich gegen links.
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Kuddel

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #29 am: 12:05:12 Mo. 30.Januar 2017 »
Ich war noch nie ein Wagenknecht Fan, aber daß die Medien sie jetzt als AfD-nahe hinstellen ist völliger Quark.
Wenn massig Wähler direkt von SPD und Linkspartei zur AfD gewechselt sind, muß man sich schließlich Gedanken machen, wie man sie zurückgewinnt.
Und so lange die Antwort nicht lautet die AfD zu Kopieren, ist das in Ordnung.

Die Medien schreiben aber sowieso nur noch Dreck. Sobald etwas annähernd links aussieht, schütten sie ihre Güllekübel drüber aus.
Da wird links für rechts erklärt.

Aber umgekehrt funktionert es auch.
Man behauptet vollen Enrstes, ein rot-rot-grün Wählbündnis sei ein linkes Wahlbündnis.
Dabei ist die Linkspartei nur eine öde sozialdemkratische Partei und SPD und Grüne stehen für neoliberale rechte Politik. Das soll daran "links" sein!?!?!

Diese Scheiße setzt sich in der täglichen Berichterstattung fort:

Zitat
Benoît Hamon:
Unbefangen radikal
Grundeinkommen, 32-Stunden-Woche, Ende des Wachstums: Mit Benoît Hamon schicken nun auch Frankreichs Sozialisten einen Radikalen ins Rennen um die Präsidentschaft.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/benoit-hamon-frankreich-sozialisten-praesidentschaftskandidat

Seine Parolen:"ein bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 750 Euro für alle erwachsenen Franzosen", also eine Verschärfung der Armut der Erwerbslosen.
Auch hier sehe ich nur die Wiederholung der Sprüche der Rechten: "Wir wollen ein Frankreich entwickeln, in dem die Menschen gerne arbeiten und gerne Kinder kriegen – wir sind die neue Linke." "Wir sind ein starkes Land."

Das verkaufen uns die Medien als "links" und gar als "radikal".
Es ist nicht auszuhalten.