Autor Thema: Lechts oder rinks?  (Gelesen 11581 mal)

Troll

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #30 am: 18:24:56 Mo. 06.Februar 2017 »
Keine Chance, die "Zeit" kocht genüßlich ein braunes Süppchen aus dem  Wagenknecht - Petry Streitgespräch, als zusätzliche Würze fürs braune Süppchen gibt es jetzt noch einen Lafontaine oben drauf, jaja, links wie rechts. Kritische linke Geister erkennen nach medialer Anleitung auch sofort diese ekelhafte Nähe zu den Nazis, Glückwunsch.
Wagenknecht und Lafontaine haben sicher Ansichten die diskussionswürdig sind wären, aber hier soll gar nicht diskutiert werden, noch viel weniger lässt sich ihnen ernsthaft rechte Ansichten unterjubeln, nicht gewählt soll sie werden, eben links wie rechts.
Lieber nicht nachfragen, sonst schmeckt das Süppchen nachher nicht so wie es der Koch wünscht.
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Dieter Hildebrandt
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Rudolf Rocker

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #31 am: 18:43:09 Mo. 06.Februar 2017 »
Naja, selbst wenn ich das ganze Gerede von irgendwelchen Die Linke- Politikern mal weglasse und sie nur an ihren Taten messe, die sie in verschiedenen Landesregierungen vollbracht haben, bleibt leider nicht wirklich viel linke Politik über!
Die Linke ist für mich nur noch eine Mini- SPD die gerne wieder mit der großen SPD spielen möchte und dafür bereit ist sämtliche Ideale über Bord zu werfen. (So wie die Grünen damals).
Das sie mit ihrem Rechte- Wähler- Kuschelkurs ordentlich Munition für die Medien liefert ist ihre eigene Schuld! Das andere Wähler die Linke nicht mehr wählen, weil sie eben keinen Bock auf eine Zweit- SPD haben ist der Linken noch gar nicht aufgefallen!
Weiter so und sie werden die 5% Hürde nicht schaffen!

Troll

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #32 am: 19:09:53 Mo. 06.Februar 2017 »
Es sollte Zertifikate für Linkes geben, oder vielleicht eine ISO-Parteienzertifizierung die es schafft Arschlöcher zu erkennen und auszuschließen.  :D

@Rudolf Rocker
Ich weiß schon was du meinst, ich versuche mir einen derzeit möglichen Weg zum hoffentlich besseren zu basteln, ich kann deine und andere Kritik an der Linken nachvollziehen, dort wo sie mitregieren bekomme ich auch das kotzen, aber auf was sollte ich hoffen, etwa auf das eigenständige (nicht Egoistische) Denken der Bevölkerung abseits von Parteien, wirklich? Ich bewege mich wenig in der Gesellschaft, aber auf den Gedanken diese überwiegende Mehrheit der Smartphonefummler die mir dabei begegnen könnten tatsächlich irgend etwas eigenständig tun komme ich nicht, also bleibt meinen Gedanken nur der Weg über eine Partei, traurig aber wahr.
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Rudolf Rocker

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #33 am: 00:33:12 Di. 07.Februar 2017 »
Das ist ja das Traurige! Irgendwie sind nur noch die Ladenhüter im Regal! ;(
Wenn es denn wenigstens noch ein paar echte Sozen gäbe! Aber nix, alles aus dem Programm genommen!

Troll

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #34 am: 10:27:45 Mo. 20.März 2017 »
Zitat
Eribon: Wer spricht für die, die hart schufte

Warum stimmen dieselben ArbeiterInnen, die noch vor 25 Jahren selbstverständlich linke Parteien wählten, heute für den rechtsextremen „Front National“? Dieser Frage geht der französische Soziologe Didier Eribon nach, der kürzlich im Wiener Kreisky Forum seine viel diskutierte Autobiografie „Rückkehr nach Reims“ vorstellte.
„Erinnere dich, woher du kommst!“, wurde Didier Eribon von seiner Mutter vielfach eingeprägt. Eribon ist ein Aufsteiger, ein sozialer Überläufer. Er versuchte, seine soziale Herkunft aus einer klassischen ArbeiterInnenfamilie abzustreifen. Und dennoch ist eben diese Herkunft ein immerwährender Abdruck, den keiner seiner Entwicklungsschritte und Wandlungen je auszulöschen vermochte. Denn die Spuren dessen, wie man sozialisiert wurde, wirken fort, selbst wenn sich die Lebensumstände ändern. Zu sehr prägt einen die eigene soziale Vergangenheit als Angehöriger einer Bevölkerungsgruppe, deren Lebensrealität von Perspektivlosigkeit und Armut geprägt war. Wo verblichene Hoffnungen auf einen bescheidenen sozialen Aufstieg auf der Tagesordnung standen. Zerplatzte Träume. Gebrochener Stolz. Wiederkehrende Enttäuschungen und Verzweiflung.
Von Geburt an tragen wir die Geschichte unserer Familie, unseres Milieus in uns. Schon früh entscheidet sich das soziale Schicksal. Eribons Eltern, ein Hilfsarbeiter und eine Putzfrau, später angestellt in einer Fabrik. Stumpfe zu wiederholende Bewegungen, Fließbandarbeit, zermürbende Tätigkeiten. Lärm und Hitze – abends kehrten sie zerschunden, ausgelaugt und müde nach Hause. Ihre ausgewrungenen Körper stehen für die Brutalität sozialer Ungleichheit. Mit Mitte 50 wurden sie – wie so viele – ungefragt in Frührente geschickt. Von einem System ausgestoßen, das sie ein Leben lang schamlos ausgebeutet hatte. Verordnete Untätigkeit und eine Rente, die kaum zum Überleben reicht.
Quelle: Kontrast Blog

Via NDS

Mit darüber sprechen ist es nicht getan, nach amerikanischem Vorbild schwadroniert jeder Politiker über täglich hart Arbeitende die kaum die Butter auf ihr Brot verdienen, sie reden auch noch die nächsten hundert Jahre davon wie schon die letzten hundert. Sie sind nützlich, werden hinter vorgehaltener Hand wegen ihrer mühsamen nicht lohnenden Arbeit aber verachtet. Kosten/Nutzen-Analyse, nützlich (Gesellschaftlich existenziell!) aber egal wie wenig sie verdienen, zu teuer.
Seufz, wenn sie sich nur ihrer Macht bewusst wären.

Die "hart Arbeitenden" haben Parteien links wie rechts im Verrat geeint.
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Kuddel

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #35 am: 11:50:07 Sa. 08.Juli 2017 »
Zitat
CDU-Innenpolitiker Armin Schuster:
...für mich ein politisches Startsignal, Linksextremismus in einer ganz anderen Weise, auch politisch jetzt anzugehen, wie wir es vielleicht bisher getan haben.

Diese Verharmlosung vieler Parteien des Linksextremismus, der zahlt sich nicht aus, und die Rigastraße oder das Schanzenviertel gehören einfach endgültig geräumt, und ich gebe erst politisch Ruhe – das sage ich Ihnen ganz offen –, wenn die Täter sich wünschen, dass Hamburg nie gewesen wäre. Solange wir Unterschiede machen in der Bekämpfung zwischen Rechts- und Linksextremismus, stimmt etwas nicht. Ich wünsche mir, dass diese Gesellschaft Linksextremismus genauso ächtet wie rechts.

Ich würde dafür plädieren, dass wir eine Linksextremismus-Datei machen, das hat sich im Bereich Rechtsextremismus bewährt. Dann können Sie wirklich ganz speziell die Linksextremisten auch namhaft und auch für die Polizei erkennbar, um die es geht. Ich würde mir auch wünschen, dass wir im Vorfeld schärfer vorgehen, indem wir stärker mit Meldeauflagen arbeiten bekannter Extremisten, und ich hoffe, dass die Justiz versteht, dass es hier zu sehr harten Strafen kommen muss...
http://www.deutschlandfunk.de/krawalle-in-hamburg-ich-kann-der-polizei-nur-das.694.de.html?dram:article_id=390525

Kuddel

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #36 am: 19:53:45 Do. 13.Juli 2017 »
Ein wirklich bemerkenswerter Kommentar im Deutschlandfunk:

Zitat
Es gibt Unterschiede zwischen linkem und rechtem Extremismus. Das zeige sich schon an der Erinnerungskultur, findet Kolumnist Matthias Dell. Denn so präsent der RAF-Terror der späten 70er Jahre ist, so vergessen sind die Mordtaten von Rechtsextremisten aus jener Zeit.

Es wird in diesen Tagen nach dem Hamburger G20-Gipfel medial vermehrt über links und rechts geredet; und zwar in Bezug auf Gewalt, und nicht selten in dem Sinne, dass sich da ja gar nichts unterscheidet zwischen links und rechts. Ob Peter Altmaier, Ulf Poschardt oder die Tiroler Wut-und-Boden-Combo Frei.wild – alle sind sie froh, endlich mal raushauen zu können, dass sie linken Extremismus genauso schlimm finden wie rechten.
Dabei gibt es Unterschiede.

Ich empfehle: Anhören -> http://www.deutschlandfunk.de/matthias-dell-wer-war-gundolf-koehler.2907.de.html?dram:article_id=390951

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #37 am: 18:16:31 Sa. 26.August 2017 »
Etwas OT, ein bißchen Parteigeschichte mit CDU-Linksextremisten.

Zitat
Die Geburtswehen der Sozialen Marktwirtschaft

Heute wird uns die Soziale Marktwirtschaft als Auslaufmodell dargestellt, um die sich zahlreiche Mythen ranken. Dabei wird gerne unterschlagen, dass die Soziale Marktwirtschaft bei ihrer Einführung vor allem eine auf den Regeln der Marktwirtschaft basierende Alternative zum damals auch in Westdeutschland ungemein populären Sozialismus war. Doch das ist längst vergessen. Wer weiß heute noch, dass in Hessen 1946 die Sozialisierung von Schlüsselindustrien, Großbanken und Versicherungen per Volksentscheid beschlossen wurde? Wer weiß noch, dass die Briten im gleichen Jahr die Schwer- und Montanindustrie in Nordrhein-Westfalen verstaatlichen wollten? Und wer erinnert sich eigentlich noch an das Ahlener Programm der CDU, in dem 1947 ein christlicher Sozialismus anstelle einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung gefordert wurde? Von Jens Berger.
...

Quelle: NDS




Die Linksextremisten ("der sehr einflußreiche linke Flügel") der CDU, hahahahaha, großartig, wie wäre es mit einer Geschichtsklausur für Bundestags-CDUler?
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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #38 am: 13:22:30 Fr. 15.September 2017 »
Was für ein Müll den Menschen medial in die Köpfe geplanzt wird...

Da behauptet man dreist, in diesen Zeiten würden die Menschen zu den Extremen neigen.

Zu DEN Extremen??

Ich sehe keinen Schwenk zum Linksextremismus.
Ich sehe keinen Linksextremismus.
Es gibt nur ein paar Versprengte, die dieses Wirtschaftssystem radikal in Frage stellen.

Die Linkspartei ist nichts weiter, als eine sozialdemokratische Waschlappenpartei.
Das, was medial als "linksextremistisch" verkauft wird, ist ein Witz. Ein paar Veganer, Dreadlocks und Antideutsche und ein Haufen betrunkener Party People, die mal ne Bierflasche schmeißen. Die Medien montieren davon Bilder, als würde Bürgerkrieg herrschen. Bei jedem größeren Fußballspiel ist mehr Action auf der Straße.

Der Mainstream marschiert stramm nach rechts. Die Medien, die Wirtschaft, die Politik.
Alles hat noch den bürgerlich gepflegten Anstrich, man gibt sich noch hip, modern und weltoffen.
Die Drecksarbeit machen die Stiefelfaschos, die längst bewaffnet sind und deren Brandanschläge zum Alltag gehören und kaum erwähnt werden.

Noch heuchelt man Empörung, wenn die rechte Gewalt zu schmutzig ist.
Man nennt es aber auch schon "Ausdruck verständlicher Verunsicherung der Bevölkerung".

Ich halte wenig von den Klischeebildern von Faschos.

Eine zeitgemäße Faschistenfresse kann auch so aussehen:



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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #39 am: 09:30:52 Do. 19.Oktober 2017 »
Hab den Artikel noch nicht gelesen, ich wollte den Titel als Beispiel für das Rechts-Links-Töpfchen, mir fallen immer mehr Titel dieser Art ins Auge, da wird grundsätzlich eine Nähe oder gar Gleichheit unterstellt/untergeschoben.
So wird bzw. soll langfristig eine Meinung etabliert werden, nebenbei bemerkt man regelmäßig den Nichtunterschied zwischen Rechts und Links, irgend wann weiß es dann jeder.

Zitat
Weshalb die Rechten und viele der Linken nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, was in Katalonien geschieht (NDS-link)

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #40 am: 21:46:04 Di. 06.Februar 2018 »
Dieses Gebräu von Pegida über Verschwörungstheoretiker bis zu AfD haben ein simples Konzept, das erschreckend gut funktioniert.
Sie haben beim politischen Kompass die Pole vertauscht.

Natürlich wird dann die Antifa "faschistisch":








Auch hierauf muß man erstmal kommen...
Die herrschenden Strukturen und "Eliten" sind "links":












Und eine ganz besondere Rolle nimmt Merkel-muss-weg! ein.
Sie ist mitverantwortlich für Massenabschiebungen und Tausende im Mittelmeer Ertrunkene.
In der Propaganda dieser Szene ist die jedoch eine Flüchtlingsfreundin, die Millionen Mirgranten und Terroristen ins Land holt:









Merkel ist in diesem Weltbild nicht nur eine Islamistische Flüchtlichgsfeundin, sondern eine kommunistische Geheimwaffe, um unsere wunderschöne Marktwirtschaft von innen zu zerstören. Schließlich soll sie FDJ Sekretärin gewesen sein:









Also wenn all die Eliten und Herrschenden irgendwie links stehen, dannbleibt als einzige Möglichkeit einen Widerstand gegen "die da oben" von rechts zu führen. Es ist tatsächlich so simpel. Und das funktioniert tatsächlich.

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #41 am: 17:48:26 So. 11.Februar 2018 »
Zitat
Die Linke pflegt ihre Fetische statt die Mächtigen zu kritisieren

Bannon, Winfrey und Assange sind drei Namen, die für drei Ereignisse stehen, die dasselbe illustrieren: Das polit-ökonomische Establishment verteidigt seine Privilegien. Warum will die Mainstream-Linke nicht begreifen, dass Big Business und Big Government keine Feinde sind, sondern Verbündete?
Slavoj Žižek 5.2.2018
...

Quelle: NZZ

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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #42 am: 11:55:36 Sa. 08.September 2018 »
Zitat
Aufstellung über politische Gewalt 
Innenministerium verschweigt NSU-Morde und -Anschläge

Eine Aufstellung des Bundesinnenministeriums über politisch motivierte Gewalttaten verschweigt die Morde der Terrorgruppe NSU. Auch die übrigen Taten der Gruppe fehlen.

...

Der Nationalsozialistische Untergrund um die heute verurteilte Rechtsterroristin Beate Zschäpe verübte in den Jahren 2000, 2001, 2004, 2005, 2006 und 2007 insgesamt zehn Morde mit Schusswaffen. Keine dieser Taten ist in der Aufstellung unter "vollendetes Tötungsdelikt – rechts" enthalten. Auch die der Gruppe zugeordneten Bankraube und Sprengstoffattentate mit Schwerverletzten fehlen, wie das Innenministerium bestätigte.

Statistik erfasst nur den Eingangsverdacht

Der Grund laut Ministerium: Die Zahlen seien dem Kriminalpolizeilichen Meldedienst für Politisch motivierte Kriminalität (KPMD-PMK) entnommen. "Hierbei handelt es sich um eine Eingangsstatistik", sagte eine Sprecher. Diese erfassen nur Straftaten anhand des Eingangsverdachts. Die Taten des NSU galten Ermittlern ursprünglich als Straftaten der organisierten Kriminalität. Erst nach dem Auffliegen der Terrorgruppe 2011 wurde die Motivlage der Terrorserie erkennbar.

Nachträgliche Korrekturen der Statistik aufgrund abweichender Entscheidungen von Staatsanwaltschaft oder Strafgericht fänden nur bis zum 31. Januar des Folgejahres statt, teilte das Ministerium auf Anfrage von t-online.de mit. Die NSU-Taten wurden also auch nachträglich nicht als rechtsmotiviert in der Statistik erfasst.

Der Kriminalpolizeiliche Meldedienst für politisch motivierte Kriminalität war 2001 eingeführt worden, nachdem aus der Zivilgesellschaft Kritik an der Erfassung rechtsextremer Gewalt laut wurde. Während Nichtregierungsorganisationen und Presse von 93 Todesopfern rechter Gewalt zwischen 1990 und 2000 ausgingen, kam die offizielle Statistik nur auf 25 Todesopfer. Nach erneuter Überprüfung erhöhte sich die Zahl schließlich auf 36. Nun steht die Methodik der Auswertung offenbar erneut zur Diskussion.

Quelle: t-online

Diese Zufälle beim übersehen Rechter Gewalt ist das auch so ein freiheitlich, demokratisches Werte und Normending? Ups, das christlich Abendländische könnte auch noch mitspielen, beinahe vergessen auf was sich so allgemein gerne bezogen wird.
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Re:Lechts oder rinks?
« Antwort #43 am: 12:27:29 Sa. 08.September 2018 »
Man sollte einfach mal Klartext reden.

Dieser Staat ist weit entfernt von Rechtsstaatlichkeit.
Der Staat fördert antidemokratische Kräfte und ist selbst durchsetzt von Rechtsradikalen auf allen Ebenen.

Die Wirtschaft hat ihr interesse an einer bürgerlichen parlamentarischen Demokratie verloren. Die härtere Gangart der autoritären und gewaltsamen Durchsetzung ihrer Interessen ist attraktiver.

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Re: Lechts oder rinks?
« Antwort #44 am: 09:47:27 Sa. 03.August 2019 »
Zitat
Öffentlichkeit
Bundesregierung: Drei Viertel aller strafbaren Hasspostings kommen von rechts
...
...
Seit dem Januar 2017 erfasst das Bundeskriminalamt Hasspostings in einer eigenen Kategorie. In den Jahren 2017 und 2018 dominierten rechte Hasspostings mit überwältigender Mehrheit die neu eingeführte Zählung: Etwa drei Viertel aller Hasspostings hatten einen rechten Hintergrund. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei hervor.

...

Quelle: netzpolitik.org

Und wer und was wird hauptsächlich verfolgt? Ist ähnlich wie bei Jobcentern, der riesige Apparat ist zur Verfolgung von einer Handvoll Mißbrauch, kann sich eigentlich nicht lohnen aber es lässt sich damit prima Stimmung machen, und wenn wir schon eigentlich unnütze Mitarbeiter vorhalten, dann sollen die blindlings alles verfolgen/drangsalieren/in Demut halten was keiner Arbeit nachgeht.
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