Autor Thema: Antikommunismus in Deutschland  (Gelesen 41790 mal)

ManOfConstantSorrow

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Antikommunismus in Deutschland
« am: 12:38:16 Fr. 13.April 2007 »
Es werden wieder die Messer gewetzt.
 
In der Nacht zum 12. April 2007 wurde auf den Wohnblock in Wolfen (Sachsen-Anhalt), in dem die Stadträtin und Kreisvorsitzende der MLPD, Ina Korntreff, wohnt, ein Brandanschlag verübt. Zuvor geraubte Wahlplakate der MLPD wurden im Hauseingang des Wohnblocks angezündet. Dabei nahmen die Täter billigend in Kauf, dass zahlreiche Menschen in Gefahr gebracht wurden.

Ina Korntreff berichtet: "Bereits seit Beginn des Wahlkampfs in Wolfen wurden immer wieder die Wahlplakate der MLPD mutwillig zerstört – immer im Zusammenhang mit dem Aufhängen von NPD-Wahlplakaten. Inzwischen wurden auch Wahlplakate anderer Parteien mit faschistischen Parolen beschmiert."

Der Vermieter des Wohnblocks und die MLPD haben Strafanzeige erstattet. Die Polizei hat Beweismittel sicher gestellt.
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Hartzhetzer

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Antikommunismus in Deutschland
« Antwort #1 am: 18:10:21 Mi. 18.April 2007 »
Zitat
Neonazis orientieren Kader auf sozialpädagogische Studiengänge. Hochschullehrer warnen und fordern Diskussion über Umgang mit Rechtsextremen.

Kinderfeste, Freizeiten und völkische Jugendarbeit: nicht nur die NPD intensiviert ihre Nachwuchsförderung, auch die »Heimttreue Deutsche Jugend (HDJ) – Bund zum Schutz für Umwelt, Mitwelt und Heimat e.V.« ist auf der Suche nach »deutschen Mädels und Jungen im Alter von sieben bis 25 Jahren«. Nach einem Zeltlager im Teutoburger Wald berichteten Aussteiger, daß bereits Hunderte von Kindern und Jugendlichen im Sinne einer »volkstreuen Jugend« erzogen worden seien. Offenbar soll dieser Trend künftig auch von Fachkräften begleitet werden. So häufen sich Berichte über Neofaschisten, sie sich in Pädagogikstudiengänge eingeschrieben haben, zum Beispiel in Erfurt, Frankfurt/Main, Heidelberg und Karlsruhe. Allein in der inzwischen aufgelösten Kameradschaft Bergstraße (Südhessen) waren zwei Erzieherinnen und eine Lehramtsstudentin tätig.

Verläßliche Zahlen über diese Entwicklung gibt es bisher nicht. Aber Albert Scherr, Professor an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, warnte Anfang des Jahres vor extrem rechten Studierenden der Sozialpädagogik. In seinem Beitrag »Die nächste Generation. Rechtsextreme Jugendarbeiter« in der Fachzeitschrift Sozial Extra forderte er, in sozialpädagogischen Studiengängen müsse eine offene Auseinandersetzung mit rechten Ideologien stattfinden. Mit seiner Göttinger Kollegin Renate Bitzan hatte sich Scherr zuvor an Lehrende, Studierende und Beruftstätige aus der Praxis gewandt, um mit Erfahrungsberichten eine bessere Grundlage für die Einschätzung des Problems zu schaffen. Schon der Aufruf sorgte für großen Wirbel. Neben einem polemischen Artikel mit dem Titel »Denunziation unter dem Deckmantel der Wissenschaft« in der rechten Zeitung Junge Freiheit wurde das Vorgehen als »Aufruf zur Bespitzelung und Überwachung« kritisiert.

Als Konsequenz aus den Reaktionen fordert Bitzan eine hochschulübergreifende Diskussion über einen sinnvollen Umgang mit rechtsextremen Studierenden. Eine Möglichkeit sei es, die Studieninhalte an Minderheitenrechte zu koppeln. Mit einem solchen »wertegebundenen Kodex« könne ein eindeutiges Zeichen für die Arbeit in diesem Berufsfeld gesetzt werden. Ein Ansatz, dem die Pädagogische Hochschule in Heidelberg folgt: In einer Stellungnahme zu neofaschistischen Aktivitäten einer Studentin wird »jede Form von rechtsextremistischer, rassistischer, fremden- und minderheitenfeindlicher sowie antisemitischer Grundhaltungen« zurückgewiesen.

Auch in der beruflichen Praxis, zum Beispiel der pädagogischen Betreuung von rechts orientierten Jugendlichen, sind die Probleme längst sichtbar. In den Bitzan und Scherr zugesandten Antworten heißt es, manche Mitarbeiter identifizierten sich selbst zunehmend mit der rechten Szene oder akzeptierten rechtsextreme Symbole.

In einem Fall hätten Mitarbeiter einen gebastelten Anhänger in Form einer SS-Rune kritiklos hingenommen und sogar anerkennend kommentiert. In der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag sieht auch die Bundesregierung ein Problem in der Zunahme rechter Pädagogen. Vor dem Hintergrund eines deutlichen Rückgangs von Kinder- und Jugendhilfeangeboten gelinge es rechtsextremen Organisationen punktuell, diese Lücken mit eigenen Angeboten zu füllen, heißt es darin ohne Anflug von Selbstkritik.

Quelle
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
- Albert Einstein -

Jedoch ist das genau das, was in einer Marktwirtschaft Alternativlos ist.

Kuddel

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Antikommunismus in Deutschland
« Antwort #2 am: 16:41:45 Di. 07.August 2007 »
Pressemitteilung des Kreisvorstands der DKP Oldenburg:
Zitat
In der Nacht zum 04.08.07 zerstörten "Unbekannte" eine Schaufensterscheibe des Kreisbüros der DKP am Steinweg 31 in Oldenburg. Ein großes Loch prangt in einer Schaufensterscheibe, in dem ein Plakataufruf zur Beendigung des Krieges im Irak hing. Dies ist jetzt der dritte Anschlag in Folge auf unser Zentrum. Jedes Mal wurde eine Glasscheibe zerstört. Wir sind schockiert über das Maß an Intoleranz und Aggressivität, das sich in diesen Taten ausdrückt. Wir gehen davon aus, dass es sich bei den Tätern um politisch rechts denkende Menschen handelt, die zu feige sind, sich auf einer politischen Ebene mit uns auseinander zu setzen und uns auf diese hinterhältige Art und Weise Schaden zufügen wollen.

Für den Kreisvorstand,
Sabine Frieden-Paland, Kreisvorsitzende

socialist

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Antikommunismus in Deutschland
« Antwort #3 am: 20:13:51 Di. 07.August 2007 »
Tja, mittlerweile ist das Dreckspack überall aktiv.
In Dortmund fanden im Laufe des Jahres zwei soclche Anschläge auf das Wahlkeisbüro von Ulla Jelpke statt.
Dazu die Vorkommnisse um die 1 Mai Demo in Do.

aaaarggghhhh

Linke DO

Lichtkämpfer

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Antikommunismus in Deutschland
« Antwort #4 am: 21:30:23 Di. 07.August 2007 »
Es ist für mich immer dann besonders verwerflich wenn die Herren Schäüble und Koch, Kommunisten und Nazis in einem Atemzug nennen.
Das der kommunismus stärker wird kann niemand dieser Herren gefallen.
Als Erwerbsloser kannst du in diesem Staat nur ein Dissident sein.

ManOfConstantSorrow

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Antikommunismus in Deutschland
« Antwort #5 am: 16:01:51 Sa. 10.November 2007 »
In einer Pressemitteilung des "Freundeskreis Kemal Dogan für die Erteilung der deutschen Staatsbürgerschaft" aus Köln heißt es dazu:


Am Samstag, den 29.09.2007, haben Freunde, Familie und Kollegen von Kemal Dogan ein Solidaritätstreffen organisiert. Es ging darum, dass dem Ford-Arbeiter Kemal Dogan die deutsche Staatsbürgerschaft verweigert wird.

Kemal Dogan erläuterte den 50 bis 60 Anwesenden, weshalb die Stadt Köln ihm die deutsche Staatsbürgerschaft verweigert, obwohl er alle Voraussetzungen erfüllt. Er war vor 28 Jahren als politischer Flüchtling nach Deutschland gekommen und hat hier Asyl erhalten. Er arbeitet seit fast 20 Jahren als Schichtarbeiter bei den Ford-Werken. Er ist aktiver Gewerkschafter und alleinerziehender Vater. Seine beiden Kinder (16 und 15 Jahre alt) sind in Köln geboren und aufgewachsen. Kemal hat unter seinen Kollegen in Köln viele Freunde aus verschiedenen Nationalitäten. Er ist nicht vorbestraft.
 
Aber die Stadt Köln verlangt von ihm einen Beweis für die "innere Abkehr" von seinen früheren politischen Aktivitäten. Kemal hat sich in der Türkei und in Deutschland gegen die fortgesetzte Verletzung der Menschenrechte eingesetzt und dabei mit revolutionären und marxistisch-leninistischen Kräften zusammengearbeitet. Das wird ihm jetzt zum Vorwurf gemacht. Das Verwaltungsgericht Köln hat im November 2006 die Klage auf Einbürgerung ebenfalls abgewiesen, weshalb jetzt beim Oberverwaltungsgericht in Münster Klage eingereicht wurde.

Die Versammelten erfuhren auch, dass Kemals Mutter einen Monat vorher in der Türkei verstorben war, und dass Kemal wegen der verweigerten deutschen Staatsbürgerschaft nicht Abschied nehmen konnte, obwohl er seine Mutter 28 Jahre lang nicht sehen konnte.
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ManOfConstantSorrow

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Antikommunismus in Deutschland
« Antwort #6 am: 13:20:50 Sa. 01.Dezember 2007 »
Zitat
Nach heftiger Kritik an Juso-Chefin
Drohsel verlässt "Rote Hilfe"

Die neue Vorsitzende des SPD-Nachwuchses zieht die Konsequenzen aus den massiven Angriffen aus der Union – und wehrt sich gleichzeitig gegen ihre Kritiker.



Juso-Chefin Franziska Drohsel kündigt ihren Rückzug aus der linksextremen Organisation "Rote Hilfe" in einem Interview an.

"Die Diskussionen der vergangenen Tage haben mir gezeigt, dass die Jusos nicht aufgrund ihrer politischen Positionen, sondern wegen meiner privaten Mitgliedschaft bei der Roten Hilfe wahrgenommen werden. Das möchte ich nicht. Deshalb werde ich aus der Roten Hilfe austreten“, sagte Drohsel dem Spiegel.

"Ich bin in die Rote Hilfe eingetreten, weil ich es richtig und wichtig finde, dass jeder Mensch das Recht auf Verteidigung hat", so Drohsel.

Weiter sagte sie: "Vereine wie die Rote Hilfe tragen dazu bei, dass Menschen, die mittellos sind, einen guten Rechtsbeistand bekommen. Jetzt steht für mich als Juso-Vorsitzende jedoch die Arbeit meines Verbands im Vordergrund."

Drohsel kritisierte die Diskussion über ihre Mitgliedschaft bei der Roten Hilfe. Diese sei zum Teil sehr unsachlich und diffamierend geführt worden, besonders von Teilen der Union. Es sei "nicht gerechtfertigt, mir die Nähe zu Extremisten oder gar Terroristen zu unterstellen", sagte sie.

Die Rote Hilfe unterstützt linke Demonstranten, die bei Kundgebungen festgenommen werden. Sie ruft zudem zur Solidarität mit inhaftierten RAF-Terroristen auf. Von diesen Aufrufen hatte sich Drohsel vorher schon distanziert.

(dpa/odg/gal)
http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/deutschland/artikel/239/145903/

Zitat
Juso-Chefin im Verein "Rote Hilfe"
"Sie sympathisiert mit dem Terror"

(...)
Die CDU-Studentenorganisation RCDS bezeichnete Drohsel als "Terror-Sympathisantin“.
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/3/145669/

Der Antikommunismus erblüht wieder, wie in Zeiten des kalten Krieges.
Kommunisten werden zu Terroristen, Linke zu Terror-Sympathisanten.


Die Antwort sollte heißen:
Eintreten in die ROTE HILFE!

Ich bin seit Mitte der 80er Mitglied.
P.S.: Die Rote Hilfe hat auch Chefduzen bei einem Rechtsstreit unterstützt.
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Schrubberbude

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Antikommunismus in Deutschland
« Antwort #7 am: 18:37:06 Sa. 01.Dezember 2007 »
So erzieht man sich die kapitalistisch hörigen Volksertreter von Morgen:
Zitat
Juso-Chefin im Verein "Rote Hilfe"
"Sie sympathisiert mit dem Terror"
(...)
Die CDU-Studentenorganisation RCDS bezeichnete Drohsel als "Terror-Sympathisantin“.
Und was macht sie anstatt ihrer Linie treu zubleiben:
Zitat
Nach heftiger Kritik an Juso-Chefin
Drohsel verlässt "Rote Hilfe"

In nicht allzu ferner Zukunft singt sie das Lied von Mercedes, Siemens, Bayer, VW, .....  . Wetten!?

Nun ist ihr Rückzug besser, als wenn sie als U-Boot in der "Rote Hilfe" fungieren würde.



Gruss aus der Schrubberbude.
Regiert, überwacht und ausgebeutet vom legalisierten organisierten Verbrechen.

ManOfConstantSorrow

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Antikommunismus in Deutschland
« Antwort #8 am: 13:41:07 So. 02.Dezember 2007 »
Politische Kultur Deutschlands
Politischer Mord, Liquidation Oppositioneller durch Staatsdiener: Geduldet und straffrei, so lange es gegen Linke geht.

Zitat
Der Mann, der Benno Ohnesorg erschoss

Ein Schuss und ein Toter: Am 2. Juni 1967 tötete Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg. Der Polizist wurde nie dafür belangt - dank "verständnisvoller" Behörden und einer äußerst großzügigen Polizeigewerkschaft. Nun wird Kurras 80 Jahre alt und bereut nichts. Im Gegenteil.
http://www.stern.de/politik/historie/604175.html?
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ManOfConstantSorrow

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Antikommunismus in Deutschland
« Antwort #9 am: 12:21:05 Mo. 10.Dezember 2007 »
Das politische Klima in Deutschland scheint es wieder zu erlauben, Linke als Kriminelle und Terroristen zu behandeln. In sieben deutschen Städten wurden am 6.12. von der Polizei Wohnungen und Vereine durchsucht.  

Zitat
Rote Hilfe protestiert gegen Großrazzia gegen türkische Linke

Nachdem den Auslieferungen zweier kurdischer Politiker und der Verhaftung des linken Oppositionellen Kemal Kutan in den letzten Monaten nimmt die Repression gegen im Exil lebende Aktivisten aus der Türkei weiter zu.

Gestern wurden unter Leitung des Bundeskriminalamts Kulturvereine und Privatwohnungen in sieben deutschen Städten durchsucht, sowie zahlreiche Computer, Handys und Unterlagen beschlagnahmt. Nach Angabe der Bundesanwaltschaft richtet sich die Großrazzia gegen eine Untergruppe innerhalb der in Deutschland legalen Türkischen Kommunistischen Partei/Marxisten-Leninisten (TKP/ML), die für Anschläge in der Türkei verantwortlich sein soll. Derzeit sind zehn Personen von Ermittlungsverfahren betroffen.

Mathias Krause erklärt hierzu: "Wir verurteilen die Auslieferungen kurdischer Politiker an die Türkei. Nach wie vor gibt es in den dortigen Gefängnissen systematische Folter, die linke Opposition ist von starker Repression betroffen. Darüber hinaus protestieren wir gegen die zunehmenden Einschüchterungsversuche gegen linke Exilaktivisten durch deutsche Ermittlungsbehörden. Durch Razzien und Verhaftungen macht sich die deutsche Regierung zum Erfüllungsgehilfen des für seine Folterpraxis bekannten Regimes in Ankara."

( ...) In den meisten Fällen waren die Anschuldigungen derart unpräzise, dass die Betroffenen nach ein bis zwei Monaten Untersuchungshaft entlassen wurden.

Zu welch absurden Verfahren der Kollektivschuldvorwurf der "Unterstützung einer terroristischen Vereinigung" führen kann, hat die Bundesanwaltschaft in den letzten Monaten selbst unter Beweis gestellt: Die 129a-Verfahren, die mit dem Ziel eingeleitet wurden, die globalisierungskritische Bewegung zu kriminalisieren, haben trotz exzessiver Überwachung und Durchleuchtung politischer Gruppen nichts erbracht, was den Vorwurf des "Terrorismus" auch nur im geringsten rechtfertigen würde. Der BGH hatte in seinem jüngsten Urteil klargestellt, dass eine Dehnbarkeit des Terrorismusvorwurfs auf nahezu beliebige Delikte mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht vereinbar ist. Noch grotesker wird es, wenn sich die BRD entsprechende Vorwürfe des türkischen Regimes zu eigen macht, das international für massive Grundrechtsverletzungen und die Behinderung politischer Oppositionsbewegungen berüchtigt ist. (...)
Erklärung vom 7.12., Bundesvorstand der "Roten Hilfe"
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ManOfConstantSorrow

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Antikommunismus in Deutschland
« Antwort #10 am: 10:54:43 Sa. 15.Dezember 2007 »
Die "Junge Union" blockiert seit 2001 die Aufnahme von "Solid", Jugendverband der Partei "Die Linke", in den Ring der Politischen Jugend. Während die Vertreter der Jugendverbände der SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und der parteiunabhängigen Jungdemokraten/Junge Linke sich für die Aufnahme aussprachen, stimmte Philipp Missfelder als Vorsitzender der Jungen Union dagegen. Er berief sich dazu auf die Beobachtung von "Solid" durch den "Verfassungsschutz".
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Kuddel

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Antikommunismus in Deutschland
« Antwort #11 am: 11:11:46 Mi. 25.Juni 2008 »
In einer Pressemitteilung vom 23.6. teilt die Fraktion von DIE LINKE im Bundestag mit:
 

"Erneuter Anschlag auf Wahlkreisbüro von Gregor Gysi
 
Am Wochenende ist zum dritten Mal innerhalb eines dreiviertel Jahres auf das Wahlkreisbüro des Fraktionsvorsitzenden Gregor Gysi ein Anschlag mit vermutlich rechtsextremistischem Hintergrund verübt worden. Ein Fenster des Ladenlokals in Berlin-Niederschöneweide wurde vermutlich durch Pflastersteine so schwer beschädigt, dass es ausgetauscht werden muss.

Am Sonnabend sprach Gregor Gysi auf der Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der "Köpenicker Blutwoche". Teile der dort niedergelegten Kränze und Schleifen wurden in der darauffolgenden Nacht mutwillig zerstört und gestohlen. Ein Zusammenhang mit dieser Tat kann nicht ausgeschlossen werden."

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #12 am: 19:08:40 Mo. 21.Juli 2008 »
Zitat
Mit Bierflaschen und einem Spaten sollen sie zugeschlagen haben: Bei einem Überfall von Rechtsextremisten auf ein Sommercamp der Linken in Nordhessen wurde ein 13-jähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,567176,00.html
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Arwing

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Antikommunismus in Deutschland
« Antwort #13 am: 03:39:17 Di. 22.Juli 2008 »
Hm, die derzeit etablierten Parteien, als Handlanger des Kapitals, schrecken wohl nicht davor zurück, Rechtsextremismus als Kampfmittel gegen Linke oder Linksdenkende einzusetzen.

Widerlich dieses rechte Pack. Versteht nicht, wie es manipuliert und benutzt wird.
Das aktuelle Geldsystem ist auf die Gewinnmaximierung einer kleinen Elite ausgerichtet, die von der Gemeinschaft der Bürger Europas erbracht werden soll und die politische Elite fungiert als Handlanger.

ManOfConstantSorrow

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Justiz im Dienste des Antikommunismus
« Antwort #14 am: 06:08:36 Mi. 07.Januar 2009 »



Nach einer Studie des Historikers Josef Foschepoth in der "Zeitschrift für Geschichtswissenschaft" liegt die Zahl der Verurteilungen von Kommunisten im Zeitraum 1951 bis 1968 fast siebenmal so hoch wie gegen NS-Täter. Nur 999 Nazi-Täter wurden verurteilt, obwohl das Hitlerregime Millionen Menschen ermordet hatte. 6.758 Kommunisten in Westdeutschland wurden verurteilt, wegen ihrer Weltanschauung.
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