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Antikommunismus in Deutschland

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ManOfConstantSorrow:
Es werden wieder die Messer gewetzt.
 
In der Nacht zum 12. April 2007 wurde auf den Wohnblock in Wolfen (Sachsen-Anhalt), in dem die Stadträtin und Kreisvorsitzende der MLPD, Ina Korntreff, wohnt, ein Brandanschlag verübt. Zuvor geraubte Wahlplakate der MLPD wurden im Hauseingang des Wohnblocks angezündet. Dabei nahmen die Täter billigend in Kauf, dass zahlreiche Menschen in Gefahr gebracht wurden.

Ina Korntreff berichtet: "Bereits seit Beginn des Wahlkampfs in Wolfen wurden immer wieder die Wahlplakate der MLPD mutwillig zerstört – immer im Zusammenhang mit dem Aufhängen von NPD-Wahlplakaten. Inzwischen wurden auch Wahlplakate anderer Parteien mit faschistischen Parolen beschmiert."

Der Vermieter des Wohnblocks und die MLPD haben Strafanzeige erstattet. Die Polizei hat Beweismittel sicher gestellt.

Hartzhetzer:

--- Zitat ---Neonazis orientieren Kader auf sozialpädagogische Studiengänge. Hochschullehrer warnen und fordern Diskussion über Umgang mit Rechtsextremen.

Kinderfeste, Freizeiten und völkische Jugendarbeit: nicht nur die NPD intensiviert ihre Nachwuchsförderung, auch die »Heimttreue Deutsche Jugend (HDJ) – Bund zum Schutz für Umwelt, Mitwelt und Heimat e.V.« ist auf der Suche nach »deutschen Mädels und Jungen im Alter von sieben bis 25 Jahren«. Nach einem Zeltlager im Teutoburger Wald berichteten Aussteiger, daß bereits Hunderte von Kindern und Jugendlichen im Sinne einer »volkstreuen Jugend« erzogen worden seien. Offenbar soll dieser Trend künftig auch von Fachkräften begleitet werden. So häufen sich Berichte über Neofaschisten, sie sich in Pädagogikstudiengänge eingeschrieben haben, zum Beispiel in Erfurt, Frankfurt/Main, Heidelberg und Karlsruhe. Allein in der inzwischen aufgelösten Kameradschaft Bergstraße (Südhessen) waren zwei Erzieherinnen und eine Lehramtsstudentin tätig.

Verläßliche Zahlen über diese Entwicklung gibt es bisher nicht. Aber Albert Scherr, Professor an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, warnte Anfang des Jahres vor extrem rechten Studierenden der Sozialpädagogik. In seinem Beitrag »Die nächste Generation. Rechtsextreme Jugendarbeiter« in der Fachzeitschrift Sozial Extra forderte er, in sozialpädagogischen Studiengängen müsse eine offene Auseinandersetzung mit rechten Ideologien stattfinden. Mit seiner Göttinger Kollegin Renate Bitzan hatte sich Scherr zuvor an Lehrende, Studierende und Beruftstätige aus der Praxis gewandt, um mit Erfahrungsberichten eine bessere Grundlage für die Einschätzung des Problems zu schaffen. Schon der Aufruf sorgte für großen Wirbel. Neben einem polemischen Artikel mit dem Titel »Denunziation unter dem Deckmantel der Wissenschaft« in der rechten Zeitung Junge Freiheit wurde das Vorgehen als »Aufruf zur Bespitzelung und Überwachung« kritisiert.

Als Konsequenz aus den Reaktionen fordert Bitzan eine hochschulübergreifende Diskussion über einen sinnvollen Umgang mit rechtsextremen Studierenden. Eine Möglichkeit sei es, die Studieninhalte an Minderheitenrechte zu koppeln. Mit einem solchen »wertegebundenen Kodex« könne ein eindeutiges Zeichen für die Arbeit in diesem Berufsfeld gesetzt werden. Ein Ansatz, dem die Pädagogische Hochschule in Heidelberg folgt: In einer Stellungnahme zu neofaschistischen Aktivitäten einer Studentin wird »jede Form von rechtsextremistischer, rassistischer, fremden- und minderheitenfeindlicher sowie antisemitischer Grundhaltungen« zurückgewiesen.

Auch in der beruflichen Praxis, zum Beispiel der pädagogischen Betreuung von rechts orientierten Jugendlichen, sind die Probleme längst sichtbar. In den Bitzan und Scherr zugesandten Antworten heißt es, manche Mitarbeiter identifizierten sich selbst zunehmend mit der rechten Szene oder akzeptierten rechtsextreme Symbole.

In einem Fall hätten Mitarbeiter einen gebastelten Anhänger in Form einer SS-Rune kritiklos hingenommen und sogar anerkennend kommentiert. In der Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag sieht auch die Bundesregierung ein Problem in der Zunahme rechter Pädagogen. Vor dem Hintergrund eines deutlichen Rückgangs von Kinder- und Jugendhilfeangeboten gelinge es rechtsextremen Organisationen punktuell, diese Lücken mit eigenen Angeboten zu füllen, heißt es darin ohne Anflug von Selbstkritik.

Quelle

--- Ende Zitat ---

Kuddel:
Pressemitteilung des Kreisvorstands der DKP Oldenburg:

--- Zitat ---In der Nacht zum 04.08.07 zerstörten "Unbekannte" eine Schaufensterscheibe des Kreisbüros der DKP am Steinweg 31 in Oldenburg. Ein großes Loch prangt in einer Schaufensterscheibe, in dem ein Plakataufruf zur Beendigung des Krieges im Irak hing. Dies ist jetzt der dritte Anschlag in Folge auf unser Zentrum. Jedes Mal wurde eine Glasscheibe zerstört. Wir sind schockiert über das Maß an Intoleranz und Aggressivität, das sich in diesen Taten ausdrückt. Wir gehen davon aus, dass es sich bei den Tätern um politisch rechts denkende Menschen handelt, die zu feige sind, sich auf einer politischen Ebene mit uns auseinander zu setzen und uns auf diese hinterhältige Art und Weise Schaden zufügen wollen.

Für den Kreisvorstand,
Sabine Frieden-Paland, Kreisvorsitzende
--- Ende Zitat ---

socialist:
Tja, mittlerweile ist das Dreckspack überall aktiv.
In Dortmund fanden im Laufe des Jahres zwei soclche Anschläge auf das Wahlkeisbüro von Ulla Jelpke statt.
Dazu die Vorkommnisse um die 1 Mai Demo in Do.

aaaarggghhhh

Linke DO

Lichtkämpfer:
Es ist für mich immer dann besonders verwerflich wenn die Herren Schäüble und Koch, Kommunisten und Nazis in einem Atemzug nennen.
Das der kommunismus stärker wird kann niemand dieser Herren gefallen.

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