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Galeria Karstadt Kaufhof

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Tiefrot:
Da zeigt sich grade bei Knarrstadt, daß die Kundschaft kein Geld mehr hat.
Darauf läuft es am Ende nämlich hinaus.  ;D

Rudolf Rocker:
Ich denke mal es liegt wohl eher daran das die Kundschaft lieber bequem im Internet bestellt, als auf altmodische Art und Weise in einen Laden zu latschen! ;D

BGS:
Ich glaube, dass nur noch gutsituierte Omas zu K, gehen werden. Sortiment hin oder her. Wieso gibts diese Geschäfte eigentlich noch`im Zeitalter des Interneteinkaufens?

MfG

BGS

Tiefrot:
In Spandau City ist noch eins. Und das ist recht gut besucht, bin heute daran vorbeigelaufen.  ;D

Kuddel:


--- Zitat ---Karstadt - ein Sündenfall der Politik


Gemeinsam stark: Die damalige Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und Nicolas Bergguen auf der Pressekonferenz am 3. September 2010, auf der sie die angebliche Rettung Karstadt bekannt gaben.

Nicolas Berggruen wirtschaftet Karstadt gen Abgrund. Das war absehbar. Trotzdem verhalf ihm die damalige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen zum Einstieg.

Mit Karstadt als großem Warenhaus-Konzern geht es zu Ende. Es war Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die im Jahr 2010 nicht widerstehen konnte. Für Karstadt, Teil der Insolvenzmasse Arcandors, gab es reichlich Interessenten: Den Dax-Konzern Metro, der den Karstadt-Konkurrenten Kaufhof betreibt, den Finanzinvestoren Triton oder auch den italienischen Warenhauskönig Maurizio Borletti (La Rinascente, Printemps). Sie hatten entweder fachliche oder finanzielle Expertise zu bieten. Natürlich hätten sie einen großen Teil der damals 25 000 Arbeitsplätze bei Karstadt abgebaut.

Die Bundesregierung in Person von Ursula von der Leyen legte sich stattdessen für Nicolas Berggruen ins Zeug. Ein Mann mit feinen Manieren und anständigem Familienstammbuch zwar, aber eben auch einer, der sein Vermögen vor allem durch den Kauf von Firmenschnäppchen und deren raschen Weiterverkauf ohne große unternehmerische Weiterentwicklung gemacht hatte. Das alles blendete von der Leyen, angetrieben durch die damalige Verdi-Vizechefin Margret Mönig-Raabe und unterstützt von dem konfliktscheuen Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg, vehement aus. Stattdessen: Öffentliche Werbung für Berggruen, am Ende sogar ein gemeinsamer Auftritt von der Leyens mit Berggruen vor TV-Kameras. Berggruen schaffte das mit einem beschämend simplen Trick: Er versprach Mönig-Raabe und von der Leyen einfach, Karstadt zu sanieren, ohne den Arbeitnehmern wehzutun. Er gab den Märchenonkel und von der Leyen sah die Chance, als Wohlfühltante Sympathien einzusammeln.

Nun entwickelt sich die Sache genauso, wie bereits 2010 von wachen Geistern prophezeit (von denen es recht viele gab, unter anderem auch das manager magazin). Berggruen investiert nicht das Geld, dass es für eine Schubumkehr bräuchte. Karstadt schreibt Verluste. Das Unternehmen verliert täglich an Wert und an Solidität als Arbeitgeber. Das Risiko einer radikalen Zerschlagung steigt von Tag zu Tag.
--- Ende Zitat ---
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/karstadt-ein-suendenfall-der-republik-a-980619.html



--- Zitat --- Karstadt
Die Wut auf Berggruen wächst

Der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat des Konzerns, Arno Peukes, erhob schwere Vorwürfe gegen Investor Nicolas Berggruen. "Es ist eine Riesen-Sauerei, dass Berggruen jedes Jahr Millionen steuerfrei auf die Seite schafft, während die Mitarbeiter um ihre Jobs zittern müssen", sagte Peukes der Zeitung.

Laut dem Bericht fließen Millionenzahlungen, die Berggruen für die Namensrechte von Karstadt erhält, an eine Briefkastenfirma auf den Britischen Jungferninseln in der Karibik, die als Steueroase bekannt sind. Der Vorwurf war schon vor einem Jahr erhoben worden. Berggruen wollte sich den Angaben zufolge nicht dazu äußern.

In einzelnen Berichten hieß es, Berggruen verhandle bereits über einen Verkauf an die österreichische Investorengruppe Signa des Unternehmers René Benko verhandeln. Benko könnte für einen Euro gut 70 Prozent an Karstadt übernehmen. Bisher besitzt Benko bereits die Mehrheit an Karstadt-Sport und mehrere Top-Filialen. Benko besitzt zudem zahlreiche Karstadt-Immobilien. Berggruen hat nunmehr nur noch die Mehrheit am traditionellen Warenhausgeschäft, und das braucht spätestens für den Weihnachtseinkauf im Herbst Geld.
--- Ende Zitat ---
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/karstadt-mitarbeiter-fuerchten-nach-sjoestedts-abgang-um-ihre-jobs-a-980790.html


--- Zitat --- Berggruen presst das Letzte aus Karstadt raus

Als Nicolas Berggruen kam, um Karstadt zu helfen, wurde er wie ein Erlöser gefeiert. Doch der Traum vom guten Investor ist geplatzt. Berggruen kassiert – während seine Manager die Firma filetieren.

Nicolas Berggruen wagt eine Prognose. "Karstadt wird jetzt ein sehr aufregendes Leben haben", kündigt der smarte Milliardär direkt nach der Übernahme im Blitzlichtgewitter an. Neben ihm steht Ursula von der Leyen (CDU). Die damalige Arbeitsministerin genießt den Triumph sichtlich, an der Rettung eines so populären Unternehmens beteiligt zu sein.

Karstadt werde weiter existieren – ohne einen Arbeitsplatz zu streichen, ohne eine Filiale zu schließen. So verspricht es Berggruen. "Heute ist ein Tag der Freude für die Mitarbeiter", sagt von der Leyen.

Damit freilich hatte von der Leyen unrecht, und das aufregende Leben hatten sich die Karstadt-Beschäftigten auch anders vorgestellt.

Von dem amerikanischen Milliardär ohne festen Wohnsitz, der nur in Hotels lebt und im Privatjet die Welt durcheilt, ging damals eine seltsame Faszination aus. Mit seiner Denkfabrik Berggruen Institute wollte er die ganz großen Probleme der Menschheit ausloten.

In einem Buch befasste er sich mit dem weiten Thema "Klug Regieren im 21. Jahrhundert". Die deutschen Wurzeln als Sohn des Kunstsammlers, Mäzens und Berliner Ehrenbürgers Heinz Berggruen taten ein Übriges, um ihm Sympathie zu sichern.

Investoren, die mit ihm zu tun hatten, sehen das nüchterner. "Berggruen ist jemand, der mit wenig eigenem Kapitaleinsatz versucht, eine hohe Rendite zu erzielen", sagt einer von ihnen. Am Engagement für erneuerbare Energien beispielsweise lockten ihn vor allem die Subventionen, die es dafür gebe. Auch der Verlauf bei Karstadt spricht für eiskaltes Kalkül.

Berggrün, der den Geschäftsbetrieb von Karstadt für einen Euro erhielt, investierte danach kein nennenswertes eigenes Geld mehr. Statt zu investieren, fließt Geld aus dem Unternehmen ab – in Berggruens Richtung.

Jährlich erhält er eine Vergütung von neun bis zwölf Millionen Euro für die Nutzung der Karstadt-Markenrechte, die er für ganze fünf Millionen Euro erworben hatte. Für ihn hatte sich die Investition damit nach knapp einem halben Jahr gelohnt.

Auch danach läuft alles wie aus dem Heuschrecken-Lehrbuch. Kapitel eins: Operative Kosten senken. Bei Karstadt wird gespart – bis heute. Die Mitarbeiter verzichten nicht nur auf Hunderte Millionen Euro Lohn und Gehalt, vielmehr werden auch massiv Arbeitsplätze abgebaut.

Als Berggruen übernimmt, stehen rund 25.000 Namen auf den Lohnlisten. Heute spricht der Betriebsrat von 17.000 – gestrichene Jobs durch Aufhebungsverträge, Nicht-Besetzung frei werdender Stellen, Pensionierung. Einer von drei Arbeitsplätzen ist verschwunden – welch ein Widerspruch zu den Ankündigungen.

Filetierung und Teilverkauf. Zunächst werden die Tochter Karstadt-Sport und drei Premiumhäuser, das KaDeWe in Berlin, das Hamburger Alsterhaus und Oberpollinger in München, als separate Firmen organisiert, dann folgt – entgegen anderslautender Dementis – die Trennung.
--- Ende Zitat ---
http://www.welt.de/wirtschaft/article130102395/Berggruen-presst-das-Letzte-aus-Karstadt-raus.html


--- Zitat ---Die Bankrotterklärung des Nicolas Berggruen

Und es gibt Menschen, die investieren keinen Pfennig. Zum Beispiel für den Erwerb des einst größten Warenhauskonzerns Europas, und sie werden trotzdem, hartnäckig und ganz selbstverständlich, selbst von ihren Kritikern und Feinden "Investor" genannt.

Nicolas Berggruen hat vor vier Jahren Karstadt für lau an sich gebracht, wie auch immer es ihm gelungen ist. Er hat den Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg und die Gewerkschaftsbosse und die herbei geeilte Politik, vertreten durch Superministerin Ursula von der Leyen (damals Arbeits-und Sozialministerin), und auch alle sonst Beteiligten und eben auch die Arbeitnehmer von Karstadt derart geblendet, dass sich ausnahmslos alle dem Glauben hingegeben haben, dass der Retter des abgewirtschafteten Kaufhauskonzerns gerade vor ihnen vom Himmel gefallen sei. Der angeblich so selbstlose Berggruen, der Milliardär und Kunstsammlersohn, der Selfmademan-Erbe, philosophierende Think Tanker, der gute Kapitalist und Hollywoodfeten-Veranstalter begann allerdings mit der Zerschlagung von Karstadt, die er aus der Sicht seiner Verhandlungs-und Vertragspartner gerade ausgeschlossen hatte - genau in der Sekunde, als er Karstadt übernahm.

Zuerst hat Berggruen Karstadt den Kopf abgeschlagen. Der Konkursverwalter, von der Leyen und die Gewerkschaften waren zufrieden. Berggruen übernahm nämlich als erstes die vom Karstadtkonzern abgetrennten Namensrechte und sicherte sich damit die Firma Karstadt für lächerliche 5 Millionen Euro, wie es hieß. Dies war die erste Zerlegung des Arcandor-Restkonzerns, die Berggruen ungeniert in aller Öffentlichkeit vornahm.

Für Berggruen war der Kauf des Namens Karstadt eine sensationelle Entscheidung. Er kassiert, seitdem er Karstadt für nichts übernommen hat, jährlich millionenschwere Lizenzgebühren dafür, dass er Karstadt den Namen Karstadt großzügig auf Zeit überlässt.

Es heißt, der Herr Investor wäre milliardenschwer. Und in der Tat, bei Karstadt geht es um ein Unternehmen, dessen Jahresumsätze (noch) im Milliardenbereich rangieren.

2010, beim Abschluss des Big Deals mit dem Konkursverwalter, der weitreichende Gläubigerverzichte beinhaltete sowie Lohnverzicht der Mitarbeiter und viele Wohltaten mehr, traten tatsächlich statt Berggruen persönlich viele Anwälte und viele eigens gegründete Firmen auf, deren Kapitalverhältnisse sich nicht nachvollziehbar recherchieren lassen. Berggruen war nicht selber der "Investor". Diese Rolle übernahmen Firmenkonglomerate, deren wirtschaftliche Solidität im Dunklen liegt und deren eigene Zahlungsunfähigkeit im Fall aller Fälle auch Niemanden groß jucken würde.

Liquiditätslöcher werden durch Lohnverzichte gestopft. Die wahren Scharlatane waren allerdings diejenigen, die dem Wunderheiler Berggruen den Konzern Karstadt zu Füßen legten.

Geschickt eingefädelt

Eine feine Sache: Jemand sagt, ich bin Milliardär, ich bin Investor, ich bin selbstlos und ich verstehe etwas von Wirtschaft, von Geld und von Firmensanierung. Und die aus der langjährigen Karstadtkrise kaum schlauer gewordenen Verantwortlichen, die das Sagen über den Karstadtkonzern hatten, sagen umgekehrt zu diesem: Wir schenken dir, Investor, das Unternehmen für einen Euro und zu Traumtänzerbedingungen: Du musst selber kein Risiko eingehen, du musst nicht investieren, wenn du nicht willst, du kannst also gar keine Verluste machen, aber umgekehrt wenn - gegebenenfalls wider Erwarten - eines Tages doch Gewinne entstehen, dann sind diese Gewinne deine Gewinne, lieber Herr bescheidener Milliardär.

2010, als Berggruen übernahm, finanzierten die Mitarbeiter über einen Lohnverzicht von insgesamt 150 Millionen Euro die nicht stattfindenden Sanierungsmaßnahmen Berggruens und gewiss waren auch andere Gläubiger wie der Fiskus zu einer wohlwollenden Behandlung von Berggruens Karstadt bereit. Lieferanten taten ihr Möglichstes und sogar die Vermieter der von Thomas Middelhoff widersinniger Weise verkauften Karstadt-Immobilien waren großzügig.

Wer einen großen Konzern geschenkt bekommt und von allen Seiten, selbst von den sozial schwächsten kleinsten Mitarbeitern, vier Jahre lang tagein tagaus "subventioniert" wird, wie Berggruen es jetzt wurde und gar keinen Erfolg, sondern einen einzigen gigantischen Misserfolg vorzuweisen hat, ist fürwahr auf seinem Spezialgebiet ein großer Versager.

Darüber hinaus gilt: Der Berggruen-Deal, so wie er 2010 zustande kam, wäre mit höchster Wahrscheinlichkeit ohne den Einsatz Ursula von der Leyens nicht zustande gekommen. Wenn sich in Großpleiten die Großpolitik einschaltet, gelten von dieser Einschaltung an für alle Beteiligten neue besondere "Gesetze". Und das wusste von der Leyen auch. Berggruen war nicht der einzige Interessent, der sich an Karstadt versuchen wollte und auch die anderen Retter werden knallharte Bedingungen für ihre Übernahme formuliert haben.

Aber der Deal mit den leicht zwielichtig wirkenden Berggruenfirmen, von denen offenbar weder von der Leyen noch der Konkursverwalter noch die Gewerkschafter genau wussten, war ein Geschäft, das mit solider nachhaltiger Politik oder solidem nachhaltigem Handwerk womöglich wenig zu tun hatte.

Und wo stehen die Superminister Sigmar Gabriel (Wirtschaft) und Andrea Nahles ( Arbeit, Soziales) jetzt? Ziehen sie schon die Spendierhosen an? Oder wollen sie sich raushalten? Oder sind sie schon im Familienurlaub und lassen die Chose laufen?

Eins steht unumrückbar fest. Berggruen oder diejenigen, die ihm leichtgläubig, um nicht leichtfertig zu sagen, auf den Leim gingen, haben der Entscheidung Karstadt einzustellen, enormen Vorschub geleistet.
--- Ende Zitat ---
http://www.wiwo.de/unternehmen/handel/bettina-roehl-direkt-der-sterbende-handelsriese-karstadt/10200034.html


--- Zitat ---Mit einer Finanzspritze durch den Eigner Nicolas Berggruen brauchen die Mitarbeiter des angeschlagenen Warenhausunternehmens Karstadt nicht zu rechnen. Sie müssen sich vielmehr auf eine harte Sanierung und die Schließung von möglicherweise mehr als 20 Filialen einstellen.
--- Ende Zitat ---
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/aufsichtsratsvorsitzender-fanderl-mehr-als-20-karstadt-haeuser-von-schliessung-bedroht-13045578.html

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