Die SPRINGER-Krake

Begonnen von ManOfConstantSorrow, 12:21:27 Sa. 23.Dezember 2006

⏪ vorheriges - nächstes ⏩

counselor

ZitatLehrer begannen im Unterricht über die Arbeitsweise von Medien wie der BILD aufzuklären.

Ich hatte auch einiges an Aufklärung im Unterricht über die BILD Zeitung.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

Das Medienhaus Springer ist eine politische Kraft, die von niemandem gewählt worden ist. Die Ausrichtung war schon immer rassistisch, sexistisch, pro-Israel, antikommunistisch und marktradikal. Bei Blättern wie der WELT fand eine Radikalisierung statt. Die Springermedien haben ihr Wirkungsfeld schon längst über die deutschen Grenzen ausgeweitet. Erst ging es nach Osteuropa, dann in die englischsprachige Welt.

Der Widerling Ulf Poschard hat nun ein neues Betätigungsfeld.

Zitat,,Ich bin die Ricarda Lang des Journalismus"

Ulf Poschardt tritt als ,,Welt"-Herausgeber zurück, wird nun ,,freiester Mitarbeiter" des Axel-Springer-Verlags – und steigt mit Ausrüstung für nur 438 Euro in den ,,Instagram-Schützengraben"

Jaja, das ist wörtlich gemeint mit dem Schützengraben. Es ist ein Krieg um die Köpfe der Menschen, um das politische Klima im Land. Das ganze wird mit den aktuellen Mitteln gespielt. Mit Grenzüberschreitungen in den Social Media.

ZitatMit seinem Bestseller ,,Shitbürgertum", einer so wüsten wie wortgewaltigen Abrechnung mit dem linksliberalen Bürgertum an und für sich, machte er sich im deutschen Debattenzirkus im vergangenen Jahr endgültig zur Marke. Als Hardcore-Fan des libertären argentinischen Präsidenten Javier Milei, als ostentativer Trump-Versteher, als strammer Wirtschaftsliberaler, als Ankläger deutscher Selbstgefälligkeiten aller Art und vor allem als unermüdlicher Evangelist der Disruption ist er seither in öffentlich-rechtlichen Talkshows, in Welt-Podcasts und in den sozialen Medien auf Dauersendung.

Was die Süddeutsche als "wortgewaltig" beschreibt, ist in Wirklichkeit nur aggressiv und beleidigend.

Und ach, das neue Modewort "Disruption" kam mit Trumps Politikstil auf. Es geht um den Bruch mit den Spielregeln. Man wartet nicht auf den Marsch nach rechts über die demokratischen Regeln, man will es sofort. Umweltschützer, Kriegsgegner, Antifaschisten, alle werden als Terroristen gelabelt. Arbeitsrecht, Frauenrechte, Völkerrecht, weg damit!

ZitatUnd im Juni wird mit dem Buch ,,Bückbürgertum" eine Breitseite auf die konservative bürgerliche Mitte folgen, also auf ,,jene Konservativen und Liberalen, CEOs und Manager, Bischöfe und Intellektuelle, Kanzlerinnen und Kanzler", wie es in der Ankündigung heißt, ,,die – wider ihre Überzeugung – nahezu jeden Unsinn links der Mitte mitgemacht oder befördert haben. Und gerade das Land regieren."

Es ist der alte Trick, man polt den politischen Kompaß einfach um. Die "Mitte" zeigt in der gesellschaftlichen Realität die schärfsten Rechtstrends, doch in Poschards Welt hat sie "nahezu jeden Unsinn links der Mitte mitgemacht", ist also noch viel zu links. Er will ihr den Weg nach rechts außen weisen.

Was sich medial hier tut, halte ich für mindestens so wichtig, wie irgendwelche AfD Parteitage. Nur der Protest gegen diese Medienpolitik fehlt. Typen wie Poschard haben eine weitaus größere Wirkmacht als ein durchschnittlicher Parlamentarier.

ZitatPoschardt, so die Pressemeldung des Verlags, werde ,,ein zentraler Baustein in der Creator-Strategie von Axel Springer". Und Springer-Chef Mathias Döpfner grüßt mit den Worten: ,,Quer über alle Plattformen, vom Leitartikel in der Welt bis zum Posting auf Social Media, erreicht er ein Millionenpublikum. Für diese Tätigkeit wollen wir ihm nun im Rahmen unserer Creator-Strategie den Raum geben, den er braucht, um seine Reichweite und Wirkung auszubauen. Kurz: Wir wollen mehr Ulf Poschardt."
https://archive.is/5Aprj#selection-763.63-771.225

Kuddel

O-Ton Ulf Poschardt:

0_1.jpg

Das ist nicht irgendwie rechtspopulistisch, sondern offen faschistisch.

Antifaschismus bedeutet, den Springer Konzern anzugreifen.



 

ManOfConstantSorrow

ZitatAxel Springer Award für Peter Thiel
Der US-Unternehmer und Investor Peter Thiel erhält den Axel Springer Award 2026. Wie der Medienkonzern in Berlin mitteilte, würdige man eine Persönlichkeit, die die technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Debatten der Zeit nachhaltig geprägt habe.
https://www.deutschlandfunk.de/axel-springer-award-fuer-peter-thiel-kritik-vom-journalisten-verband-100.html

"Aus Sicht des Springer-Konzerns ist Palantir jedoch »eines der wertvollsten und für die Resilienz von Demokratien wichtigsten Unternehmen unserer Zeit«" (Spiegel)
Daß Döpfners Sohn für Thiel arbeitet und Thiel 50 Millionen Dollar in dessen Fonds Döpfner Capital gesteckt hat, wird natürlich nicht erwähnt.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

Noch eine Kostprobe Springerjournalismus.

Fatina Keilani, Redakteurin im Ressort Meinungsfreiheit:

ZitatVor diesen 1000 Juristen muss man sich fürchten
Richter, Staatsanwälte und Anwälte drängen auf ein AfD-Verbot. Dazu bilden sie sich noch ein, sie täten damit etwas für die Demokratie.
https://archive.is/BOcuc#selection-2195.0-2195.135

  • Chefduzen Spendenbutton