Stammtisch in Kiel

Begonnen von Aloysius, 21:04:10 Di. 27.Mai 2008

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krapotke

Würde mich morgen gerne als Zuhörer dazugesellen, wenn das ok ist.
,,Das habe ich getan" sagt mein Gedächtnis. "Das kann ich nicht getan haben" sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich gibt das Gedächtnis nach.        Friedrich Nietzsche

admin

Nein! Du mußt erst eine Prüfung durch das chefduzen Zentralkommitee für Ideologie und sonstiges bestehen. Du kannst jedoch in der Bambule einen Antrag auf Gesinnungsprüfung stellen und am 1.6. unter Beobachtungsstatus dich an unseren Tisch gesellen.

BGS

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

krapotke

Ich habe gestern am Stammtisch  über ein sowjetisches U-Boot vor der US-Küste geschwafelt, dass kurz vor dem Einsatz von Nuklearwaffen gestanden habe. Meine Geschichte hatte zwar einen waren Kern, aber wer zu 50% richtig liegt hat zu 100% Unrecht. Ich habe nochmal recheriert:

Am 27.10.1962 operierten während der Kubakrise sowjetische Uboote vor Kuba. Das Boot B-59 wurde von US Zerstörern eingekreist und sollte durch Abwurf von Übungsunterwasserbomben zum Auftauchen gezwungen werden. Valentin Sawitzki, Kapitän von B-59, ging davon aus, dass der Krieg zwischen der Sowjetunion und den USA nun ausgebrochen sei. Vor dem erforderlichen Auftauchen und der befürchtete Versenkung seines Bootes wollte er jedoch seine Nuklearwaffe gegen die US Flotte zum Einsatz bringen. Der Politkommissar von B-59 erteilte seine erforderlich Zustimmung, Wassili Alexandrowitsch Archipow, Stabschef und Kommandant des Flottenverbands, stellt sich gegen den Kapitän und den Politkommissar. Es gelang ihm den Kapitän vom Auftauchen zu überzeugen. B-59 wurde nicht direkt angegeriffen und zog sich später auf Befehl des Flottenkommandos aus den Gewässern zurück.

https://www.spektrum.de/news/kuba-krise-der-tag-an-dem-fast-ein-atomkrieg-ausgebrochen-waere/2071227

https://de.wikipedia.org/wiki/Wassili_Alexandrowitsch_Archipow#:~:text=Archipow%20war%20w%C3%A4hrend%20der%20Kubakrise%20auf%20dem%20sowjetischen%2C,von%20den%20USA%20errichtete%20Quarant%C3%A4nezone%20um%20Kuba%20ein.

https://www.welt.de/geschichte/kopf-des-tages/article241806709/Wassili-Archipow-Dieser-U-Boot-Offizier-verhinderte-einen-Atomkrieg.html
,,Das habe ich getan" sagt mein Gedächtnis. "Das kann ich nicht getan haben" sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich gibt das Gedächtnis nach.        Friedrich Nietzsche

Onkel Tom

Zitat von: admin am 12:39:44 Mi. 31.Mai 2023Nein! Du mußt erst eine Prüfung durch das chefduzen Zentralkommitee für Ideologie und sonstiges bestehen.

Und @krapotke, hast Du die "Gesinnungsprüfung" bestanden und hat admin dir die
Chefduzen-Mitgliedsurkunde sowie die CD-Clubkarte überreicht ?  ;)
Lass Dich nicht verhartzen !

Frauenpower

.... und die CD-Anstecknadel fürs Revers?  :D
Die angefertigten Bild- und Tonbandaufnahmen werden an einem sicheren Ort aufbwahrt.

krapotke

Zitat von: Onkel Tom am 17:21:25 Fr. 02.Juni 2023
Zitat von: admin am 12:39:44 Mi. 31.Mai 2023Nein! Du mußt erst eine Prüfung durch das chefduzen Zentralkommitee für Ideologie und sonstiges bestehen.

Und @krapotke, hast Du die "Gesinnungsprüfung" bestanden und hat admin dir die
Chefduzen-Mitgliedsurkunde sowie die CD-Clubkarte überreicht ?  ;)

War auf alle Fälle eine angenehme Gespächsatmosphäre, bei der sich auch Neulinge und Personen, die nicht in linken Milieus sozialisiert wurden wohlfühlen können.

Zitat von: Frauenpower am 20:07:29 Fr. 02.Juni 2023.... und die CD-Anstecknadel fürs Revers?  :D
Die angefertigten Bild- und Tonbandaufnahmen werden an einem sicheren Ort aufbwahrt.

Wenn meine Schreibtischschublade für Dich als sicherer Ort zählt... :)


,,Das habe ich getan" sagt mein Gedächtnis. "Das kann ich nicht getan haben" sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich gibt das Gedächtnis nach.        Friedrich Nietzsche

Frauenpower

Wusste ich doch schon wo die sind 👿  :D

admin

Zitat von: krapotke am 12:13:09 So. 04.Juni 2023War auf alle Fälle eine angenehme Gespächsatmosphäre, bei der sich auch Neulinge und Personen, die nicht in linken Milieus sozialisiert wurden wohlfühlen können.

Als Ergänzung noch was von mir aus dem Nähkästchen.
Das Projekt chefduzen ist entstanden aus Frust über linke Millieus und deren Aktivitäten.

Die Grundidee war, Menschen nicht nach politischer Ausrichtung zu organisieren, sondern nach Sozialen Problemen. Es ging darum, Widerstand von unten gegen oben zu organisieren mit einem offenem Treff, um über alles, was Menschen mit und ohne Arbeit umtreibt, zu diskutieren. Geldprobleme, Ämterstreß, Chefs, Vermieter, Vorgesetzte, was auch immer.

Zuerst gab es die Idee für den Stammtisch in einer Kneipe, das noch auf's Internet auszuweiten, kam eher zufällig hinzu.

Damals wie heute halte ich das Internet für über- und reale Treffen für unterschätzt.

Ich wollte immer mehr und wollte weiterkommen. Ich hatte so vieles vor Augen, dachte an gemeinsam formulierte Flugblätter, gemeinsame Aktionen. Aber das war mit den Leuten unserer Kneiperunde nicht hinzukriegen. Es war stets lustig und es war einigen anzumerken, wie wichtig es ist, mit anderen quatschen zu können und sich auszukotzen. Es war eine Möglichkeit, nicht im eigenen Blues zu ertrinken. Es gab manchmal praktischen Rat und aufmunterndes Schultergeklopfen. Vereinzelt kamen auch Leute, die in irgendwelchen politischen Organisationen aktiv waren, um mal zu schauen, was bei uns los war. Da wir da völlig offen sind, kamen machmal auch welche von verschiedenen Politgruppen, die einander nicht grün waren, was bei uns nie ein Problem war.

Meine Idee, vom Stammtisch aus mal etwas gemeinsam zu machen, scheiterte auch an der Flugtuation. Man hat sich verabredet, um einen Plan beim nächsten Stammtisch weiterzuschmieden, aber die entsprechenden Leute sah man nie wieder.

Es dauerte ca. 10 Jahre, bis vom Kieler Stammtisch auch mal praktische Sachen ausgegangen sind. Damals bildeten sich auch Stammtische in anderen Städten und einige existierten über einige Jahre. Der Stammtisch in Bremen fand zweimal Erwähnung im Verfassungsschutzbericht. Heute lebt nur noch unsere kleine Runde in Kiel.

Mir ist der Treff, einfach um mal andere Leute um mich rum zu haben, persönlich wichtig. Die lustige Runde ist den Besuch allein wert, egal was da bequatscht werden mag. Beim letzten Mal waren wir Sieben Leute. Das ist schon die Grenze, da laufen manchmal Gespräche parallel, man kann halt nicht mehr alles mitkriegen. Meist sind wir weniger. Gelegentlich wir auch mehr.

Freut mich, daß es dir gefallen hat.

admin



Der nächste Stammtisch findet am kommenden Donnerstag, den 6.7. ab 19°° in der Bambule statt. Voraussichtlich im Biergarten.





admin

Don't forget da Stammtisch!


krapotke

Zaghaft angeklopft und nachgefragt: Steht der Stammtisch für morgen?
,,Das habe ich getan" sagt mein Gedächtnis. "Das kann ich nicht getan haben" sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich gibt das Gedächtnis nach.        Friedrich Nietzsche

admin

Ja, doch. Ich fürchte, im Biergarten. Die Raucher haben einen starken Drang nach draußen und tun so, als würde ihnen das Wetter nix ausmachen.

admin

Do. 3.8. 19°°

Bambule, Iltisstraße 49, Kiel-Gaarden



Egal wie wetterfest sich die Stammtischbesucher geben mögen, es gibt noch die Möglichkeit im hinteren Gastraum zu tagen.

admin

7.9. 19°°

Stammtisch im Biergarten der Bambule, Kiel-Gaarden


admin

Nochmal ein Rückblick auf den Stammtisch. 8 Leute, jedes Mal anders zusammengewürfelt.

Es ist nicht automatisch ein Planungstreffen für politische Aktionen, es ist ein lockerer Treff und Austausch, auch gegen Vereinzelung und Vereinsamung. Es ging auch um persönlichen Kram. Arbeit, Rente, Gesundheit, Krankheit. Von da ging es zu der Feststellung, daß die Menschen zunehmend bei der Arbeit kaputt gehen und es kaum noch jemand halbwegs gesund zur Rente schafft. Psychisches nicht mehr Klarkommen ist weit verbreitet.

Es gab auch ein weiteres Kapitel von unserem Dauerthema: Stadtplanung, Verkehrs- und Wohnungspolitik. Mieterarbeit. Unter rot-grüner Regentschaft wird die Stadt dem Spekulantenpack zum Fraß vorgeworfen.

W. hatte drauf bestanden, daß wir mit dem Gräfenhausenthema erst anfangen, wenn sie aufgeschlagen ist. Es gab nicht nur Berichte von der Situation im Streikcamp, sondern auch von der politischen Situation vor Ort, von der Außenstehende wenig mitbekommen. Es ist eine schwierige bis bedrückende Situation entstanden. Die gewerkschaftliche Unterstützung (DGB, Verdi, FNV) war wichtig und hilfreich, führt aber zu einer Entmündigung der Streikenden. Die Gewerkschaften wollen keine Ausweitung des Streiks auf anderere Speditionen mit ähnlichen Bedingungen wie Mazur, sie wollen eine finanzielle Unterstützung der Fahrer verhindern (sie sollen sich mit Lebensmitteln zufrieden geben) und sie wollen keine Zusammenarbeit mit weitern Organisationen. Sie wollen ein Monopol auf die Solidaritätsarbeit und unbedingt die Zusammenarbeit mit der Schwedischen Basisgewerkschaft SAC und dem Solidaritätsfonds "Solidariska Byggare: Internationale Streikkasse zum Gedenken an Joe Hill" verhindern.

Es geht nicht um Kleinigkeiten. Es geht um unsolidarisches Verhalten von Gewerkschaftsseite und es geht um die überstrapazierte Kampfkraft der Streikenden. Sie führen den längsten Arbeitskampf im europäischen Straßentransportsektor.

dagobert

Das hat nichts mit Unvernunft zu tun. Die Leute von DGB und Co. wissen genau, was sie tun.
Lassen sie zu, dass die Streikenden eine Art Streikgeld bekommen, würde das für andere Trucker die Hemmschwelle ebenfalls zu streiken, erheblich senken. Das könnte zu einem Flächenbrand werden, was es unmöglich machen würde, Mazur als schwarzes Schaf in einer ansonsten weißen Herde darzustellen.
Hinzu kommen Probleme in den Lieferketten, die bei großflächigen Streiks unausweichlich wären.
An all dem ist den "Co-Managern" von DGB und Verdi nicht gelegen. Und der FNV anscheinend auch nicht.
Dieser Streik soll eine Ausnahme bleiben, und deshalb ist zusätzliche Unterstützung für die Streikenden von Gewerkschaftsseite sehr ungern gesehen.
Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch.
Karl May

admin

In Kiel wurde ein AfD Marsch verhindert. Nicht schlecht.

In Gräfenhausen wurde der Truckerstreik nach 9 Wochen siegreich beendet.
Mag der Sieg für die LKW Fahrer ein Triumpf sein, war der Ablauf des Streiks ein Wermutstropfen für den Arbeitskampf, bei dem Gewerkschafts- und Politprofis die Führung übernommen haben. Das ist nicht folgenlos für weitere Arbeitsniederlegungen.



Wird wohl ein wichtiges Thema bei dem Stammtisch am 5.10. (19°°) in der Bambule sein.

admin

Hier nochmal ein Rückblick auf unser letztes Treffen.
Per SMS hatten wir von einem Mitstreiter gehört, daß sein Zug nach Kiel Verspätung hat. Die nächste SMS sagte, der Zug sei in Neumünster stehengeblieben und alle wurden aufgefordert auszusteigen, denn er fährt nicht mehr nach Kiel.

Also waren wir nur 7 Leute in unserer Runde. Wir müßten uns erstmal fremdschämen, weil eine Band nicht auftreten durfte, weil sie ein Didjeridoo nutzten und das sei "kulturelle Aneignung". Bundesweit wurde über den Schwachsinn gefeixt.

Ansonsten ging es um den anstehenden Besuch aus Dänemark. Da hat sich das Who-is-Who des dänischen Mieterkampfes angesagt. Kiel ist nun nicht gerade Hochburg des deutschen Mieterkampfes. Kopfkratzen, wie unseren Gästen ein Interessantes Programm bieten können.

Gräfenhausen blieb bei uns ein zentrales Thema. Auch wenn es eine überschaubare Zahl Streikender gab, ist es wöhl der interessante und wichtigste Arbeitskampf des Jahres. Im Hintergrund zerbrechen sich Leute aus Politik und Wirtschaft swb Kopf, was wohl als nächstes kommt und wie man das verhindern kann. Die Gewerkschaften spielen dabei eine Rolle, die bisher nicht genug hinterfragt worden ist. Wir sollten am Ball bleiben.

admin

Ein Nachtrag noch.
Klar, in einer solchen Runde werden noch viel mehr Themen angesprochen. Eins sollte aber noch erwähnt werden:"Komplexe Basisarbeit", das Video über die Erfahrungen und Gedanken von Solidarisch in Gröpelingen https://de.labournet.tv/komplexe-basisarbeit berührte Fragen, die uns umtreiben. Wir sind vergleichbar an Grenzen gestoßen bei der Stadtteil- und Beratungsarbeit.

Es ist definitiv wichtig, die eigene Arbeit zu hinterfragen. In dem Videointerview werden Formulierungen wie "politische Klarheit" und "Kerngruppe" benutzt. Unausgesprochen hat sich sowas auch in unserer Praxis entwickelt, auch wenn es zumindest teilweise den Vorstellungen von Basisdemokratie widerspricht.

In der Mieterarbeit stößt man darauf, daß die zusammengekommenen Mieter:innen nicht Mietstreik und einen Aufstand gegen Spekulanten fordern, sondern sich über fehlende Parkplätze und nicht richtig entsorgten Müll aufregen. Dann ist man schnell dabei, daß es ja die Rumänen sind, die unsere deutsche Mülltrennung ignorieren. Wenn nicht ein paar Leute mit "politischer Klarheit" auf die Diskussion Einfluß nehmen würden, könnte eine Ini gegen Rumänen entstehen.

Die Forderung nach einer Verbindlichkeit und langfristigen Strukturen ist zentral. Das sind Punkte, an denen linksradikale Projekte oft kranken.

Beim Stammtisch haben wir nicht die Lösung gefunden, fanden die Gedanken von Solidarisch in Gröpelingen inspirierend. Wir werden uns damit weiter auseinandersetzen.

admin

Oha, ist wohl langsam Altersdemenz.

Der Stammtischtermin steht ja fest und die Erinnerung hätte ich schon längst einstellen sollen. Puh. Heute Abend um 19°°, also gleich geht's los!



Iltisstr. 49 Kiel-Gaarden

admin

Früher saßen wir öfter mal zu zweit beim Stammtisch. Inzwischen scheint es einen echten Bedarf an diesem Treff zu geben. Er platzt aus allen Nähten. Der Trucker, der schon länger nicht mehr aufgetaucht ist, hat vorher gemailt, er würde nicht kommen, weil er so schlecht hört und nur Leute versteht, die direkt neben ihm sitzen. Dieses Mal hatten wir alle mit diesem Problem zu tun. Wir haben nicht unseren alten Tisch reserviert bekommen und saßen nun mit einem Dutzend Leuten an einer langen Reihe zusammengestellter Tische und wir hatten die meiste Zeit über drei parallellaufende Gesprächsrunden. Für alle irgendwie gut, doch gleichzeitig schade. Was mir von unserer wild gemischten Runde hängengeblieben ist, waren Dammbrüche und Überschwemmungen weiter im Norden, Rückblicke auf den Besuch dänischen Mieteraktivisten und den Truckerstreik in Gräfenhausen (der noch nicht wirklich aufgearbeitet worden ist), Stadtteilaarbeit mit linken Ansprüchen und einer gewissen Hilflosigkeit extremer Armut (von Obdachlosen bis Drogenszene) gegenüber. Einer, der gerade eine Ausbildung in der Altenpflege macht, erzählte von seinen Gedanken, da man auch Konzepte entwickeln müßte für Demenzpflege für Linksradikale, denn die 68er sind langsam in dem Alter und denen wird man kaum mit den Singen von Volkliedern und Schlagern kommen können. Unsere Gespräche machten viele Schlenker. Auch persönlicher Kram war dabei, wie Suizide im Freundes- und Bekanntenkreis. Aber das ist nicht nur persönlich, das hat auch mit dem Zustand der Welt und unserer Lebensverhältnisse zu tun.

Bei unserer Veranstaltungstour in der Schweiz wurden wir gefragt, ob es ein Konzept für unseren Stammtisch gäbe, einige Punkte, die diskutiert werden sollten oder Ziele, die man erreichen wollte. Nö, das haben wir auch noch nie versucht. Alles was passiert, ergibt sich aus dem, was die Anwesenden gerade umtreibt. Der Stammtisch ist unterhaltsam, bisweilien lustig und machmal kommen auch praktische Aktivitäten dabei heraus.

admin



Next Stammtisch am 7.12. ab 19°° in der Bambule in Kiel-Gaarden.

admin

Am Donnerstag isses wieder so weit...

Stammtisch der Ausgebeuteten ab 19°° in der Bambule in Kiel-Gaarden.




admin

Kurzer Rückblick auf unsere lustige Runde.
Die Kneipe war proppevoll und zu acht drängten wir uns um den runden Tisch in der Ecke. Einer reist rund 50km an, weil er in dem Kaff, in dem er lebt, keine Diskussionsrunde findet, in der man sich über die herrschenden Verhältnisse streiten kann. Unsere Runde ist denkbar bunt gemischt. In unserer Ecke wurde es zunehmend lauter und mit den "Scheißbauern" wollten einige nichts zu tun haben, weil denen sowieso "alles in den Arsch geschoben" wird. Wir waren kurz vor einer "zünftigen Wirtshausrauferei".

Wir blieben bei einem anderen Thema mit einer gewissen Fassungslosigkeit stehen, wieso Leute offenen Auges gegen ihre eigenen Interessen wählen, sei es bei Milei (Argentinien) oder der AfD. Stadtteilpolitik: Bei der Mieterarberbeit geht es nicht voran. Stoßseufzer über die Künslterszene, die sich irgendwie links fühlt, sich aber bei den Gentrifizierungskampagnen der Stadt einspannen läßt, schließlich bietet die Stadt billige Atellierräume an. Die Drogenrazzien in Gaarden wurden als eher symbolisch beschrieben, ein paar Fotos für die Presse, ein paar Belege, die die Sonderkommission rechtfertigen. Gleichzeitig ist die Drogenproblematik ein ernsthaft wachsendes Problem. Crack hat eine viel schlimmere Wirkung als Heroin. Die Leute kacken nicht nur gesundheitlich ab, ihr Verhalten wird immer kaputter. Es wurde von selbstorganisierter Sozialarbeit, mit dem Verteilen von Essen oder Ausschenken von Kaffee, berichtet, was zwar sympathisch ist, aber ohne Perspektive. Es ändert nix.

Auch ein allgemeiner Rundblick verursachte eher Zähneknischen. Linke Szene und -Organisationen werden politisch immer wirrer. Was wir bereits beim Ukrainekrieg erlebt haben, steigert sich beim Gazakrieg. Linke im Schulterschluß mit der Bundesregierung und der Waffenindustrie. Wir haben überlegt, evtl. von chefduzen eine Veranstaltung dazu zu machen.

admin

Mit dem Monatwechsel haben wir am 1. Februar den 1. Donnerstag des Monats, Stammtischtag!

Neben Klatsch und Tratsch wird es wohl auch wieder um die Frage, "was ist los in der Landwirtschaft?" gehen.



Ab 19°° im hinteren Raum der Bambule, Iltisstraße 49, Kiel-Gaarden.

Bambule, Iltisstraße 49, Kiel-Gaarden


admin

Klar gab es beim Stammtisch jede Menge Klatsch und Tratsch. Aber auch die Gedanken rund ums Altwerden, um Altenpflege und mögliche Alternativen sind nicht nur persönliche Erfahrungen und Überlegungen, sondern ein Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen, die bisweilen finster aussehen.

Und es war ein Stammtisch mit viel Lokalkolorit, wie die Stürme und Überschwemmungen in Schleswig-Holstein, die Flutungen und Abbrüche am Küstenstreifen, die überregional kaum bekannt sind. Die Probleme der Fischer und Bauern, das Sterben der Landgasthöfe waren Thema bei unserem sehr norddeutschen Stammtisch.

Es ging aber weiter mit dem bereits vorangegangenen Stammtisch, auf dem wir uns überlegt haben, zu einer Veranstaltung zum Gaza-Konflikt einzuladen. Es nimmt langsam Form an, als Referenten haben wir den Bundesvorsitzenden des Vereins "Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost". Es ist das heutige politische Klima jedoch so schwierig, daß selbst ehemals Linke Veranstalter, linke Zusammenhänge und Einzelpersonen vor der "Staatsäson" der Bundesregierung in Bezug auf Israel einknicken, und sich sogar von der Forderung nach "FRIEDEN" überfordert fühlen und einer solchen Veranstaltung keinen Raum geben wollen.

Wir bleiben dran und halten euch auf dem Laufenden.

admin

Die Ankündigung diesmal mit gutem Vorlauf:

Am Donnerstag, den 7.3. findet der nächste chefduzen-Stammtisch statt.



Wie gehabt ab 19°° im hinteren Raum (ehemals Raucherraum) der Bambule, Iltisstraße 49 in Kiel-Gaarden.

Aus der Selbstbeschreibung der Kneipe:
ZitatDer Name Bambule stammt aus der 68er Bewegung und wurde politisch definiert mit ,,der Wille zur gesellschaftlichen Veränderung".

admin

Bald ist es wieder soweit.



Aufrüstung in Kiel.
Antimilitaristische Kampagne in diesem Jahr.
Die Schwierigkeiten, den Palästinakonflikt zu diskutieren. Ein neuer Veranstaltungsort für eine Diskussion  mit Wieland Hoban, Bundesvorsitzender des Vereins "Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost", mußte gesucht werden. Frieden hat einen schweren Stand in kriegerischen Zeiten.
Kulturgedöns, Gentrifizierung und Bullenterror in Gaarden.

Stammtisch der Ausgebeuteten
Donnerstag 4.10. ab 19°° in der Bambule, hinterer Raum.

admin

Nochmal ein kurzer Rückblick.
Punkerneu vom Pharmabetrieb KVP Kiel ist leider wieder nicht aufgeschlagen.
Vieles an der netten Runde erinnerte mich an die frühen Stammtische vor 20 Jahren. Da sind stets Leute vorbeigekommen um ihr Herz auszuschütten und mit anderen zu quatschen. Damals war es nicht möglich, mit den Stammtischlern etwas praktisches zu machen, wie mal Flugblätter verteilen, einen Infotisch machen oder sowas, woran mir viel gelegen wäre. Und doch waren es tolle Runden.

Die jetzigen Stammtischler haben unterschiedlichste Hintergründe, doch meist ist ihnen praktischer politischer Aktivismus nicht fremd. Aber dieses Mal war es in weiten Zügen doch ein sein-Herz-Ausschütten, bzw. sich auskotzen. Einem von uns droht eine Kündigung seiner Wohnung, in der er seit Jahrzehnten wohnt, wg. "Eigenbedarfs". Wir hatten damit gleich ein Thema bei dem es um die furchtbare Wohnungspolitik in dieser Stadt ging und um die mieterfeindliche Bundespolitik.

Dann war das politische Klima dran. Die Coronazeit hat ihre Spuren hinterlassen. Mit dem Ukrainekrieg wurden die Leute noch bekloppter. Und jetzt noch der Gazakonflikt. Da drehen die Leute richtig am Rad, die ehemals linke Szene kommt zu abstrusen Einschätzungen und viele folgen da den Staatlichen Vorgaben. Wir wurden abgewimmelt mit unserer Veranstaltung zum Palästinakonflikt, ein ehemals besetztes Haus hat uns die Räumlichkeiten verwehrt.

Die Linke ist nicht nur verwirrt und vielfach gespalten, am schlimmsten ist die Geschlossenheit diverser Fraktionen und Weltbilder und ein fehlender Willen zu einem Austausch, noch ätzender, neue Gräben und Barrikaden untereinander. Es gab schon immer unterschiedliche Meinungen innerhalb der Linken, aber das Abgrenzen, Mauern und Ausschließen ist viel krasser als in vergangenen Tagen.

Wir versuchen vom Stammtisch aus weiter praktisch lokal zu wirken. Eine Veranstaltung mit einem Film und Aktivisten von OPEL Bochum, die von ihren Erfahrungen mit "revolutionärer Betriebspolitik" berichten. Stadtteilarbeit, Beratungsarbeit, Diskussionen zum Thema Mieten, Häuserkampf und Gentrifizierung.

Und es ging in unserer Runde auch um aktuelle News zum Thema Rocker, Faschos, Mafia, Extremausbeutung und die dubiose Rolle von Behörden in dieser Sache.

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