Die Linke wird eine Partei

Begonnen von Alex22, 13:09:33 Di. 02.Dezember 2008

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Wenn es zu einer Spaltung der Linkspartei käme, wen würdest du wählen?

Die neue Wagenknechtpartei
2 (11.8%)
Die geschrumpfte Linkspartei
4 (23.5%)
Ich warte ab und entscheide nach den Parteiprogrammen und Auftritten  der Spaltung
5 (29.4%)
Keine von beiden.
6 (35.3%)

Stimmen insgesamt: 17

Kuddel

Während ich das geschrieben habe, wurde der Kommentar von Fabian Lehr gepostet. Ich kann mich seinen Worten nur anschließen.

Onkel Tom

Ach, aus der Defensive heraus ist immer gut moppern..

Kanidire als Präsident und schon schaut das alles ganz anders aus.
Außer Gemopper sind bislang keine Ansätze zu lesen, wie man es dem
Volke hätte es anders verklickern können..

Na Hauptsache den Jan verbal was auf Maul gehauen zu haben gelle ?
Wie langweilig.  ::)
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

Hä?

Nur wenn man selbst im Parlament sitzt, kann man kritisieren?

Wenn ich Jan van Aken für keinen Friedenpapst halte, sondern für einen erbärmlichen Linkenpolitiker, der seine Partei Zeitenwendetechnisch regierungsfähig präsentieren will und die Kriegspropaganda(-lüge) widerholt, der Iran stünde kurz vor der Atombombe, dann verstehe ich es nur nicht?

Man darf nur kritisieren, wenn man selbst ein Politiker ist? Ich glaub, ich spinne!

Ich erlebe immer wieder, daß bei einer Kritik an der Linkspartei entweder Frauenpower oder Onkel Tom losprescht ohne die Kritik zu verstehen, sondern die Partei bis aufs Blut verteidigt, egal was für einen Scheiß die Partei gerade baut.

Onkel Tom

Ach lass gut sein.. Es macht keinen Sinn, mit dir darüber zu diskutieren.

Ich hatte gehofft, das anbei eine Kritik inklusive Alternativvorschlag
käme. Letzteres ist bis auf "sofort zurück treten" ausgeblieben.

Und ja, dein letzter Satz durfte anbei auf keinen Fall fehlen..
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

Zitat von: Onkel Tom am 20:42:05 Mo. 02.März 2026Ach ja, wie hättest Du dem Volke denn verklickert, was falsch und/oder richtig sei ?

Ich habe dich wohl falsch verstanden. Ich dachte, die meinst, die Leute glaubten, die Linken seien wirr und zerstritten, deshalb habe ich versucht ein paar linke Grundlagen aufzuführen, an denen nicht zu rütteln ist.

Was von Aken da bringt, ist haarsträubend und hat nichts mit linker Politik zu tun. Es ist nicht hinnehmbar, daß er Trumps Propagandalüge wiederholt. Es ist nicht ok, daß er die Ermordung eines Autokraten durch einen anderen prinzipiell begrüßt. Es ist keine linke Politik mit einer Wirtschaftsblockade für eine Verarmung der Bevölkerung zu sorgen.

Du hast Jan van Aken getroffen und ein paar Worte mit ihm gewechselt. Wahrscheinlich war er auch nett. Aber das ist kein politisches Argument. Wenn er eine Politik entgegen linker Grundsätze machen will, ist er in der falschen Partei.

Die Linkspartei ist ja sonst nicht so zimperlich mit Parteiausschlüssen. Für Palästinasolidarität ist man ratz-fatz draußen. Nach Ramsis Kilani (Neuköllner Linken-Politiker), hat man nun Martha Chiara Wüthrich (Ko-Sprecherin von Linken-Jugendverband Solid) gekickt. Hier die Schilderung des Rauswurfs durch die Betroffene selbst.

Was soll die Behauptung, ich hätte keinen "Alternativvorschlag" gemacht?
Ich habe sehr wohl einiges angeführt...

  • Verurteilung der Bundesregierung, die sich weigert, diesen Angriffskrieg zu verurteilen
  • Kritik an den führenden Medien, die nicht mehr die Einhaltung des Völkerrechts fordern
  • Aufruf, die USA und Israel zu kritisieren, politisch zu isolieren und alle Waffengeschäfte mit ihnen einzustellen
  • Wo sind denn die Aufrufe, in den Waffenschmieden die Arbeit niederzulegen? Und wo sind die Aufrufe zu Hafenblockaden, wo militärisches Material verladen werden soll?
  • RAUS AUS DER NATO!

Frauenpower

Also ich finde es auch nicht gut, dass van Aken das herbeigeführte Ableben eines anderen Menschen begrüßt, tatsächlich erfahre ich auch erst durch Kuddels Info erst davon. Und inzwischen steht aber auch schon der Sohn vom umgebrachten Khomeini zur Wahl. Ich vermute, der vertritt die Positionen seines Vaters. Die Unterdrückung ist offenbar geplant weiter fortgeführt zu werden, also das Umbringen der eigenen Bevölkerung bei Widerstand.

Wagenknecht meinte in der letzten Maischberger Sendung, man hätte warten können bis der ü80 jährige und krebskranke Khomeini von selbst gegangen wäre, was es obsolet macht, wenn ein Khomeini Nachfolger schon wieder feststeht.

Ergo ist am deutlichsten zu kritisieren, dass es ein völkerrechtswidriger Angriff war und das tut Die Die Linke ja. Auch hinsichtlich der Bundesregierung und dass diese zuwenig Stellung dbgl bezieht. Im Internet kann ich dazu lesen.
Das Ausschalten von Khomeini hat die Regime-Befürworter nicht in Schockstarre versetzt, wie vielleicht vermutet wurde.
(Trump hatte das einstige Attentat auf sich gleich wieder politisch für sich genutzt)

Die Unterdrückten haben sich gefreut, ok, dass haben sich auch einige hier als es bspw mit Thatcher zu Ende gegangen war.

@ Linke / Pali-Soli: Pali-Soli ist durchaus Thema Es gibt inzwisch sogar die vom Parteivorstand anerkannte Bundesarbeitsgemeinschaft Palästina-Solidarität.
https://bag-palisoli.de/

Raus aus der Nato zu fordern ist zwar schon auch ein Thema der Linken, aber es muss ggf erst noch mehr Aufkärungsarbeit geleistet werden.Zum jetzigen Zeitpunkt macht die Forderung nach einem Nato Austritt vielen auch Angst.

Oft wurde von den Linken die Wiederbelebung der OSZE angeregt und im Gegenzug der Austritt aus der Nato.


Kuddel

Die Linke scheint nicht in der Lage zu sein, vernünftige Positionen zu den gegenwärtigen Kriegen zu finden.

Wie lange hat es gedauert, bis die Linke mit zu einer Demo in Solidarität mit den Palästinensern in Gaza hinbekommen hat?

Zum Angriff auf den Iran hat man scheinbar auch bisher keine gemeinsame Position des Vorstands gefunden. Einfach nur vorzuschlagen, daß man Trump darauf hinweisen könnte, daß der Krieg völkerrechtswidrig ist, erscheint mir etwas dünn.

ZitatDie Linken-Außenpolitikerin Cansu Özdemir hat Bundeskanzler Merz nach seinem Treffen mit US-Präsident Trump kritisiert. Er habe es versäumt, auf die Völkerrechtswidrigkeit der Angriffe auf den Iran hinzuweisen.
https://www.inforadio.de/rubriken/interviews/2026/03/04/iran-angriff-usa-israel-krieg-voelkerrecht-cansu-oezdemir-.html

Und wieder traut sich scheinbar niemand die israelische Regierung zu kritisieren und noch weniger plant man ein Ende der Waffenlieferungen an Israel. Es könnte ja der Antisemitismusvorwurf kommen.

Kuddel

Zitat von: Onkel Tom am 10:52:51 Mi. 04.März 2026Ach lass gut sein.. Es macht keinen Sinn, mit dir darüber zu diskutieren.

Ich hatte gehofft, das anbei eine Kritik inklusive Alternativvorschlag käme.

Ich finde es merkwürdig, wenn ich regelmäßig angeranzt werde, wenn ich es wage, die Linkspartei zu kritisieren.

Es macht keinen Sinn mit mir darüber zu diskutieren? Argumentiere ich nicht??

Ich habe so grob das gesagt, was die Parteiführung nach mehreren Tagen Überlegens dann selbst erklärt hat.

Kuddel am 2.3.:
ZitatIch erwarte dabei jedoch eine konsequent soziale Haltung und eine klare Antikriegsposition.
Linkspartei am 6.3.:
ZitatEine wirkliche Perspektive auf Frieden und Selbstbestimmung für den Iran kann nicht von ausländischer Intervention und Fremdbestimmung ausgehen, sondern von der Wahrung des internationalen Rechts verbunden mit internationaler Solidarität mit der Protestbewegung der Iranerinnen und Iraner...

Kuddel am 2.3.:
ZitatDie Bundesregierung hat sich vom Völkerrecht verabschiedet. Ist denn nicht klar, daß dies ein radikaler Politikwandel ist, der auf Rechtsstaatlichkeit und Grundgesetz scheißt? Es wäre wohl das Mindeste, das anzuprangern.

Zur Erinnerung: "Van Aken erklärte, er begrüße prinzipiell die Tötung des obersten Führers des Irans und anderer Funktionäre." (28.2.)
Die Linkspartei widerspricht am 6.3.:
ZitatDie Bundesregierung muss die Aggressionen und die Verrohung der internationalen Politik, die die Ermordung des iranischen Staatsoberhauptes darstellt, scharf verurteilen


Kuddel nochmal am 2.3.:
ZitatDie Bundesregierung hat sich vom Völkerrecht verabschiedet. ... Es wäre wohl das Mindeste, das anzuprangern.

ZitatBeschämend ist die Haltung der Bundesregierung sowie der Regierungen Frankreichs und Großbritanniens. Statt die völkerrechtswidrige Aggression klar zu verurteilen, fordern sie einseitig Deeskalation vom angegriffenen Iran und verdrehen damit die Realität. Aber nicht nur das: Friedrich Merz hat öffentlich bedauert, dass Deutschland nicht bereit war, seine Interessen mit militärischer Gewalt durchzusetzen. Damit missachtet Friedrich Merz die Vorgaben des Grundgesetzes, die einen Angriffskrieg verbieten, und schreddert das Völkerrecht.

Kuddel am 1.3.:
ZitatKein Aufruf, die USA und Israel zu kritisieren, politisch zu isolieren und alle Waffengeschäfte mit ihnen einzustellen. Kein Aufruf an Kriegsgegner, was sie (neben Demonstrationen) gegen die militiärischen Eskalationen weltweit tun können. Wo sind denn die Aufrufe, in den Waffenschmieden die Arbeit niederzulegen? Und wo sind die Aufrufe zu Hafenblockaden, wo militärisches Material verladen werden soll?
Linkspartei am 6.3.:
ZitatDas bedeutet auch die Beendigung jeglicher militärischer Kooperation – insbesondere die Einstellung von Waffenexporten – mit Israel und den USA. Die Bundesregierung sollte dem Beispiel Spaniens folgen und den USA die Nutzung von US-Stützpunkten in Deutschland untersagen, statt US-amerikanischen Flugzeugen in Ramstein den roten Teppich auszurollen.

Kuddel am 2.3.:
ZitatLinke Politik würde bedeuten, daß Autokraten von der Bevölkerung mit internationaler Solidarität von unten gestürzt werden und nicht von anderen Oligarchen, Diktatoren, Mafiosi.

Linkspartei am 6.3.:
ZitatDie Linke steht fest an der Seite der Menschen in Iran, die seit Jahrzehnten für Demokratie und Frauenrechte kämpfen. Das Jahr 2026 begann im Iran mit den größten sozialen Protesten seit Jahren. Diesmal standen nicht nur die sonst an vorderster Front kämpfenden Frauen und Studierenden zu Hunderttausenden gegen das Mullah-Regime, sondern auch die Arbeiter*innen-Bewegung, ihre Gewerkschaften und selbständige Händler und Handwerker.

Es sind Argumente, wenn irgendwelche Parteigranden sie aussprechen, wenn Kuddel das Gleiche sagt, ist es die Verweigerung einer Diskussion?

Die aktuelle Erklärung der Linkspartei ist zwar kein Ärgernis, wie van Akens Stellungnahme, doch sie ist sehr vorsichtig und bis ängstlich. "Die Bundesregierung sollte dem Beispiel Spaniens folgen..." "sollte"!?!?

Entscheidend wäre doch ein Ende der Waffendeals mit den USA und Israel. Es reicht nicht, sie zu kritisieren, man muß sie verhindern. Wenn man zu viel Schiß hat, selbst zu antimilitaristischen Aktionen aufzurufen, dann könnte man doch sagen, die Friedensbewegung muß nun gegen die Waffenlieferungen das organisieren, was nötig ist. Die Linkparteiführung beläßt es bei folgenlosen Erklärungen...

counselor

Rosa Luxemburg-Stiftung vs. Rosa Luxemburg: Was ist Sozialismus?

Dass eine rein reformistische Parteistiftung, die in so ziemlich jeder Frage 1:1 die Positionen von Rosa Luxemburgs erbittertsten politischen Gegnern innerhalb der Sozialdemokratie vertritt, sich ausgerechnet nach dieser im Zuge eines bewaffneten Arbeiteraufstands ermordeten Kommunistin benannt hat, ist eine der Kuriositäten des politischen Lebens der BRD. Während die RLS in mancher Hinsicht durchaus gute und wertvolle Arbeit leistet, wird es zwangsläufig wild, wenn sie als Parteistiftung einer sozialdemokratischen Partei darüber spricht, was denn eigentlich Sozialismus sei. In einem kurzen social media-Beitrag über "Was ist Sozialismus?" ging's zuletzt besonders bunt zu und sah ich mich genötigt, darauf mal zu antworten.

Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Nikita

Lasst uns diszipliniert beim Thema Linkspartei bleiben. Wir wollen es hier besser machen in der Diskussion als es die sozialen Medien hinbekommen. Keiner hier hat pauschal recht oder unrecht. Wir tauschen Eindrücke und Argumente zur Linkspartei aus.

Onkel Tom

Zitat von: Kuddel am 19:31:38 Mo. 09.März 2026Ich finde es merkwürdig, wenn ich regelmäßig angeranzt werde, wenn ich es wage, die Linkspartei zu kritisieren.
Es ist ja nicht regelmäßig, findet jedoch meistens dann statt, wenn Kritik "plump" raus gehauen wurde.
Im Nachinein hast Du ja das "plump" (..sofort zurück treten..) mit verständlichen Inhalten
ausgefüllt.  ;)

Zitat von: Kuddel am 19:31:38 Mo. 09.März 2026Entscheidend wäre doch ein Ende der Waffendeals mit den USA und Israel. Es reicht nicht, sie zu kritisieren, man muß sie verhindern. Wenn man zu viel Schiß hat, selbst zu antimilitaristischen Aktionen aufzurufen, dann könnte man doch sagen, die Friedensbewegung muß nun gegen die Waffenlieferungen das organisieren, was nötig ist. Die Linkparteiführung beläßt es bei folgenlosen Erklärungen...

Ich habe den Eindruck, das Du einfach zu viel von der Linkspartei erwartest.

Es ist eine Partei, die politische Interessen vertritt und keiner außerparlarmentarischen
"Aktionsgruppierung" gleich kommt..

Und Israel ? Haha, wenn da Kritik aus D kommt, stehen andere schon gleich mit dem verbalen
Schlagstock bereit a la "Wie kannst Du nur ??!.. Als Deutscher hast Du am wenigsten das
Recht dazu, die Israelis zu kritisieren !!"

.. Und es bleibt scheinbar so, wie es ist, "Ihr werdet immer wieder Kriege unter Euch haben."
Ein Bibelspruch, auf dem sich aus der Ecke immer wieder drauf verlassen und als ganz normal
empfunden wird ? Kommt eigendlich nur noch darauf an, welcher Kriegs-Grund nun aus dem Hut
gezaubert wird.

Von daher habe ich den Eindruck, das Trump und Nethanjau "durch geballert" gehandelt haben.

Wenn die Iraner_innen ihr Mullah-Regime los werden wollen, kann USA und Israel kaum eine
Unterstützung dessen sein, zumal dies weiteren Widerstand provoziert, das das Mullah-Regime
doch die richtige Regierung sei.

Umstürze müssen von der Bevölkerung kommen, nicht von einer anderen Nation Fettfinger.
Im Bezug Generalstreiks u.s.w. ist "Bevölkerung" ja immer schon sehr mächtig gewesen.

Beschissen anbei, das Blutvergießen immer zu nah dran hängt.  >:(
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

Zitat von: Nikita am Gestern um 09:31:33Lasst uns diszipliniert beim Thema Linkspartei bleiben. Wir wollen es hier besser machen in der Diskussion als es die sozialen Medien hinbekommen. Keiner hier hat pauschal recht oder unrecht. Wir tauschen Eindrücke und Argumente zur Linkspartei aus.

Sehe ich auch so.

Letztendlich geht es mir um bessere Lebensbedingungen für alle, um ein Ende der Kriege und der Zerstörung der Ökosysteme weltweit.

Ich bin überzeugt davon, daß es nicht reicht, hier oder da eine kleine Verbesserung durchzusetzen, sondern wir dieses zerstörerische Wirtschaftssystem überwinden müssen.

Mir ist bewußt, wie klein die antikapitalistische Linke ist. Dieser kleine Haufen kann nicht ein so mächtiges Wirtschaftssystem stürzen und eine neue Gesellschaft aufbauen. Man muß sich darüber klar sein, daß dies eine Minderheitenposition ist, die erklärt und verbreitet werden muß, bis sie eine Massenbasis hat.

Mich interessiert die Linkspartei nicht als Solche. Mich interessiert, ob sie hilfreich sein kann bei den politischen Debatten, bei sozialen oder antimilitaristischen Kämpfen.

Ich hatte die Partei schonmal aufgegeben und fand, daß sie nicht mehr als die 3% Wähler verdient hat. Es gab dann die Masseneintritte, eine scharfe Kritik an der politischen Ausrichtung und eine Neuausrichtung als Folge dieses politischen Drucks.

Für mich ist das ein Beweis dafür, warum eine Kritik an der Politik dieser Partei wichtig ist und erfolgreich sein kann. Also habe ich die Linkspartei nicht abgeschrieben.

Deshalb bin ich supergenervt, wenn mir @Onkel Tom so oft übers Maul fährt, weil er keine Kritik an der Partei hören will.

Onkel Tom:
Zitat...wenn Kritik "plump" raus gehauen wurde

Plump daneben war doch die Stellungnahme von Jan van Aken. Er hat den politischen Mord von Konkurrenten durch die Mafiosi Trump und Netanjahu gutgeheißen: "Van Aken erklärte, er begrüße prinzipiell die Tötung des obersten Führers des Irans und anderer Funktionäre."

Sorry, bei den heutigen Grünen würde mich ein solches Statement nicht wurdern. Aber in einer linken Partei geht sowas nicht. Ich bin echt der Meinung, daß es ein Grund für eine Parteiausschluß wäre. Weiterhin ist eine seiner "Friedensforderungen" das Wirtschaftsembargo, was ich ablehne und was keine linke Forderung ist.

Daß das komplett für'n Arsch ist, ist doch nicht "plump" sondern eine simple Feststellung.

Übrigens...
ZitatIch habe den Eindruck, das Du einfach zu viel von der Linkspartei erwartest.

Es ist eine Partei, die politische Interessen vertritt und keiner außerparlarmentarischen "Aktionsgruppierung" gleich kommt..

Wasn das fürn Quatsch?
Eine linke Partei kann alles machen, was eine außerparlamentarische Aktionsgruppierung macht. Demos organisieren, Flugblätter, Aktionen. Die Grünen haben es in ihrer Anfangszeit vorgemacht. Sie haben auch "Raus aus der Nato!" gefordert. So eine Forderung wird die Linkspartei niemals hinkriegen, dazu hat die die Hosen zu voll. Eine Partei kann zusätzlich die parlamentarische Bühne nutzen, muß aber keineswegs die Basis- und Straßenarbeit aufgeben. Ich erwarte zu viel wenn ich einfach vernünftige Forderungen erwarte?

Die spanische Linkspartei setzte durch, daß die USA seine Luftwaffenstützpunkte nicht nutzen dürfen.

Es ärgert mich, daß ich Forderungen und Erwartungen nicht aussprechen soll, nur weil sie nicht dem Mainstream entsprechen. Gegen Kriege kann man nix sagen, zur Ukraine sind die Haltungen festgefahren, und daß Menschen sowieso immer Krieg machen, steht schon in der Bibel.

Ich weiß, höre diesen Scheiß aus vollen Rohren aus allen Richtungen und genau deshalb halte ich es für notwendig mit einer (angeblichen) Minderheitenmeinung gegenan zu stinken.

Gerade Kritik an der mörderischen Politik der Israelischen Regierung ist notwendig und ich werde einen Teufel tun damit nachzulassen.

Mich kotzt die Linkspartei an, wenn sie sich als regierungsfähig präsentieren will, alle linken Werte an den Nagel hängt und sich Zeitenwende und Staatsraison unterwirft.  Den Rausschmiß der Linksparteipolitiker Ramsis Kilani und Martha Chiara Wüthrich wegen ihrer israelkritischen Haltung ist für mich gänzlich inakzeptabel und die Linke wird für mich zu einer staatstragenden Arschlochpartei.

Gregor Gysi hält manchmal gute Reden und hat einen guten Humor, doch politisch ist er ziemlich daneben. Es ist einer der Mitregieren-Vertreter. Er ist pro-Nato, er will nicht zu viele migrantische Neueintritte in die Partei und er ließ sich vom Verband der Leiharbeitsbetriebe zu einer Sklavenhandel Werbeveranstaltung anheuern. Ist die Kritik daran auch zu plump?

Kuddel

Jetzt noch eine grundlegende Kritik an der Politik der Linkspartei.

Man hat festgestellt, daß das Mietenthema ein Thema für die Massen ist und sie damit punkten können.

Das ist ja völlig ok.

Aber zentrale Themen sollten auch Arbeit und Krieg sein. Letztendlich ist die Haltung der Partei dazu wischiwaschi.

ZitatGesundheit und Zufriedenheit der Beschäftigten sollten das Ziel der Politik sein. Die Löhne müssen für ein gutes Leben und eine Rente reichen, die den Lebensstandard im Alter sichert. Arbeit soll für alle Menschen sicher, unbefristet, sinnvoll und tariflich bezahlt sein.
https://www.die-linke.de/themen/arbeit/

Hier wird Politik für die Beschäftigten versprochen und nicht ihre Organsierung. Die von @Frauenpower verlinkte Lokalpolitikerin Anna Ritzinger hatte Marx zitiert: "Die Befreiung der Arbeiterklasse muss das Werk der Arbeiter selbst sein." Das Thema der Betriebspolitik fehlt. Es geht nicht darum, daß man einen Betriebsrat hat, der auch Mitglied der Linken ist. Wie können die Beschäftigten selbst kämpferisch und handlungsfähig werden?

Kein Thema in der Partei.

Der Krieg ist auch kein theoretisches Thema. Wir haben bereits das "Sondervermögen" und eine Umstellung der Produktion auf Kriegsproduktion. Übelste Kriegsvorbereitungungen. Das wird von der IG Metall bejubelt, wegen der Arbeitsplätze! Arbeitsplätze sind nichts erstrebenswertes, wenn sie einer Mordmaschinierie dienen. Für das Geld könnte ein vielfaches an Arbeitsplätzen entstehen, Arbeit die menschlich und sinnvoll ist. Das sollte nicht von außen, sondern in den Betrieben selbst diskutiert werden. Dazu müßte man sich auch mit der IGM anlegen. Das traut sich die Linkspartei aber nicht.

counselor

ZitatDas Thema der Betriebspolitik fehlt. Es geht nicht darum, daß man einen Betriebsrat hat, der auch Mitglied der Linken ist. Wie können die Beschäftigten selbst kämpferisch und handlungsfähig werden?

Du erwartest zu viel von der Linkspartei. Sie ist keine marxistische Kampfpartei, sondern eine reformistische Parlamentspartei.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

Es sind tausende junger Menschen eingetreten, die von einer besseren Welt träumen. Sollen die sich den Weg von breitärschigen sozialdemokratischen Berufspolitikern verbauen lassen?

Ich rede ja nicht von Barrikaden, Molotowcocktails und bewaffnetem Kampf.

Ich möchte ganz einfach, daß man gemeinsame Schritte unternimmt, um gesellschaftlichen Druck zu erzeugen. Betriebliche Debatten anzuschieben ist doch keine abgedrehte Revoluzzerforderung, sondern eine lebensnahe Sache, die man auch als unpolitischer Mensch umsetzen kann. Allein auf diese Idee zu kommen, fehlt mir in der Partei.

Ines Schwerdtner spricht immerhin von einem anzustrebenden Sozialismus. Dann muß man sich auch mal auf den Weg machen...

Frauenpower

Es geht aber auch um "sorgende Städte" im Sinne des Feministischen Kampfes für Raum, Respekt und Rechte, bundesweit, und auch um die gerechte Verteilung von Care Arbeit
https://www.zeit.de/news/2026-03/08/linke-will-treffpunkte-fuer-pflege-kultur-und-beratung
ZitatBerlin braucht nach Überzeugung der Linke sogenannte Sorgezentren. Dort soll es unter anderem Gesundheitsdienstleistungen mit Ärztinnen, Psychotherapeuten, Sozialberatung, Kulturangeboten und Begegnungsräumen unter einem Dach geben. Die Sorgezentren sind ein Teil des «Aktionsplan Sorgende Stadt», den der Linke-Landesvorstand mit Blick auf den Internationalen Frauentag beschlossen hat. Zuvor hatte die «Berliner Morgenpost» über das Thema berichtet.

Es gibt einfach sehr viel zu tun und die meisten arbeiten / erziehen, sind krank oder berentet neben ihrem politischen aktiv sein. Deshalb auch die Fokussierung auf einige Themen. Einfach mal an Veranstaltungen teilnehmen wo es möglich ist.


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