Goldener Geier: Was ist die dreisteste Umweltlüge des Jahres?

Begonnen von dagobert, 15:38:06 Fr. 08.September 2023

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dagobert

ZitatIn den vergangenen Wochen haben uns hunderte Einreichungen erreicht – ein bunter Mix aus Unternehmen, Produkten und Kampagnen bei denen Menschen aus ganz Deutschland Greenwashing gewittert haben. Jetzt kannst du entscheiden, welches Unternehmen den Goldenen Geier 2023 am meisten verdient hat. Wähle jetzt aus unseren fünf Finalisten aus und stimme bis zum 10. September für deinen Favoriten ab! Gemeinsam können wir Greenwashing-Kampagnen und dreiste Umweltlügen aufdecken. Sei dabei!
https://www.duh.de/goldenergeier/2023/
Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch.
Karl May

dagobert

ZitatAnd the winner is... Die ,,I am beautiful"-Kampagne des Fast-Food-Konzerns McDonald's ist die dreisteste Umweltlüge des Jahres! Über 20.000 Menschen haben an unserer Abstimmung zum Goldenen Geier teilgenommen und ihr klares Votum gegen das Greenwashing von Einwegmüll abgegeben. Dafür vielen Dank! Am Dienstagmorgen hat unsere Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz den Schmähpreis an eine Mitarbeiterin in der Münchner Firmenzentrale des Konzerns übergeben.

In der absurden Kampagne bewirbt der Fast-Food-Riese seinen Müll als Beitrag zum Ressourcenschutz. So würden laut McDonald's beispielsweise benutzte Einweg-Becher zu sogenannten Happy-Meal-Büchern recycelt. Wenn man genau hinschaut, wird jedoch lediglich ein Drittel der in deutschen McDonald's-Restaurants gesammelten Einweg-Becher einem speziellen Recyclingverfahren in Großbritannien zugeführt. Und: Die Happy-Meal-Bücher bestehen nur zu 40 Prozent aus recyceltem Bechermaterial. Für den Rest wird weiterhin die Abholzung von Bäumen in Kauf genommen.
Quelle: DUH-Newsletter
Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch.
Karl May

dagobert

ZitatGoldener Geier 2026 – Die dreisteste Umweltlüge des Jahres!

,,Klimaneutral", ,,umweltfreundlich", ,,nachhaltig" – große Worte sind schnell gedruckt. Wir prüfen, was dahintersteckt. Mit unserem Schmähpreis, dem Goldenen Geier, decken wir Greenwashing auf und bringen fragwürdige Umweltversprechen ins Rampenlicht.  Wir legen offen, wo Unternehmen Nachhaltigkeit nur vorspielen – und sorgen gemeinsam mit euch dafür, dass aus Täuschung öffentlicher Druck wird.

Der Preis zeigt Wirkung: Der Goldene Geier 2025 ging an Vonovia SE – sie hatten in ihrer Mieter-App einen ,,100?% Erdgastarif" mit ,,100?% erneuerbare Energie" beworben – eine irreführende Werbung, die nach unserem öffentlichen Druck entfernt wurde.

Jetzt liegt es an euch: Das sind die Kandidaten für die dreisteste Umweltlüge 2026. Stimmt ab, wer den Goldenen Geier dieses Jahr am meisten verdient hat!

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Bayer - der grüne Giftmischer?

Natur und Artenvielfalt schützen? Mit Pestiziden? Während auf der Website von Bayer Schmetterlinge durch sattgrüne Landschaften flattern und von ,,wenigen Umweltauswirkungen" die Rede ist, verkauft der Konzern weltweit massenweise chemische Pflanzengifte. Produkte, deren Wirkstoffe nachweislich Bestäuber wie Bienen schädigen, Böden belasten und Gewässer kontaminieren. Was nach Verantwortung klingt, ist in Wahrheit ein Geschäftsmodell, das massiv zum globalen Artensterben beiträgt – und sich dabei ein grünes Image verpasst.

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Das Pseudo-Nachhaltigkeitslabel ,,Primark Cares"

Cares? Ernsthaft? Während sich die Kleiderstangen bei Primark unter immer neuen Billigkollektionen biegen, soll ein kleines grünes Label plötzlich Verantwortung signalisieren. ,,Primark Cares" klingt nach Fürsorge, nach Umweltbewusstsein, nach einem echten Wandel in der Textilindustrie. Doch hinter dem wohlklingenden Namen steckt kein unabhängiges Siegel, sondern ein selbst erfundenes Nachhaltigkeitslogo – entworfen, definiert und kontrolliert vom Unternehmen selbst. Ein grünes Etikett zum Mitnehmen, passend zum 3-Euro-T-Shirt. Das riecht weniger nach Transformation als nach Greenwashing mit System.

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Lamborghini - grün ist nur die Werbung

Nichts erwartet, trotzdem enttäuscht: So fühlt sich Klimaschutz bei Lamborghini an. Das Unternehmen behauptet auf der eigenen Website, ,,der Schutz des Planeten und der Umwelt stellt ein Kernelement unseres Geschäftsgebarens dar". Das klingt nach großen Öko-Versprechen – doch wer genauer hinschaut, erkennt sofort: Dahinter steckt nichts anderes als Greenwashing. Supersportwagen mit horrendem Verbrauch sollen als Plug-in-Hybrid plötzlich klimafreundlich wirken. Grün auf der Website, schwarzer Rauch auf der Straße – Realität und Marketing klaffen meilenweit auseinander.
https://www.duh.de/goldenergeier/2026/
Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch.
Karl May

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