Verkehrspolitik

Begonnen von Kuddel, 12:01:42 Sa. 24.Oktober 2015

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counselor

ZitatAUSBAU DER E-MOBILITÄT STOCKT - Autogipfel im Zeichen von Haushalts- und anderer Krisen

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte gestern die Chefs der Autokonzerne, Zulieferer, Autoverbände und Gewerkschaftsführungen zu einem Autogipfel eingeladen. Neu hinzu kamen z.B. Vertreter der Energiekonzerne, die auch ein Stück vom Kuchen der E-Mobilität abhaben wollen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2023/kw48/autogipfel-im-zeichen-von-haushalts-und-anderer-krisen
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

In Bayern fehlen laut einer Radiomeldung 4000 Busfahrer.

ZitatArbeitsmarkt - 4000 Busfahrer in Bayern gesucht

Den bayerischen Busunternehmen fehlen nach Einschätzung ihres Verbands 4000 Fahrer. In den kommenden Jahren drohe eine erhebliche Verschärfung des Personalmangels, da sich viele Fahrer dem Rentenalter näherten, teilte der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) am Freitag mit.

Quelle: https://www.radioeins.com/4000-busfahrer-in-bayern-gesucht-147186/
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

ManOfConstantSorrow

Die Politik der Bahn war ja besonders erfolgreich, da wollen sich ihre Manager für belohnen:

ZitatFür Bahnchef Richard Lutz geht es um 1,27 Millionen Euro, die er zusätzlich zu seinem Grundgehalt von knapp einer Million Euro dazubekommt.

Insgesamt sollen die Boni für alle Vorstände fünf Millionen Euro betragen – zusätzlich zu den Grundgehältern von zusammen rund vier Millionen Euro. Die Bahn AG hat acht Vorstände. So bekäme jeder Vorstand mit Grundgehalt und Bonus im Schnitt gut eine Million ausgezahlt für 2022.
https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/boni-fuer-bahn-bosse-so-werden-die-vorstaende-bezahlt,Ty8Xdst
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

Bei der Diskussion der Verkehrspolitik wird der LKW Verkehr zu stiefmütterlich behandelt. Es gab eine gezielte Verlagerung von der Schiene auf die Straße.

Dieser Bericht: Plehwe, Dieter : Neue Logistik für deutsche Konzerne:
"Deregulierung", Lean Production und Großfusionen in der Speditionsbranche, Sookop-Verlag, Duisburg, wurde 1994 veröffentlicht.
ZitatDer europäische Verkehrs-Binnenmarkt steht vor der Tür. Die (Speditions-) Konzerne haben sich nicht zuletzt durch ihre Internationalisierungs- und Konzentrationspolitik darauf vorbereitet, die Vorteile für das (Transport-) Kapital zu nutzen. (...)

Weder demokratische Entscheidungen noch die gesellschaftlichen Kosten werden die Bedeutung von Bahn, Auto, Flugzeug oder Schiff bestimmen. Die erwünschte Kooperation aus der Sicht der Großkonzernspedition und der privaten Bahn gilt in erster Linie der Profitmaximierung, eine umweltorientierte Verkehrswende (Markus Hesse) sollte niemand erwarten (...).

Dafür, daß in der kommenden Wettbewerbsphase nicht vieles unter die Räder gerät - im wörtlichen ebenso wie im übertragenen Sinn - und eine ökologische und für Arbeitnehmer/innen sinnvolle Umgestaltung des Gütertransportsystems entwickelt werden kann, dafür müssen andere sorgen. Eine breite gewerkschaftliche Diskussion zum Thema Verkehrswende ist dringend erforderlich, um die Belange von Arbeitnehmer/innen bei der erforderlichen ökologischen Umstrukturierung von Anfang an einzubeziehen.
Die aktuelle »Deregulierungspolitik« wird selbst zu keiner für die gesamte Gesellschaft und ökologisch sinnvollen Entwicklung fuhren
, ebensowenig wie die reine Verteidigung des Status Quo bzw. die Rückkehr zum alten Interventionsgefuge. Arbeitnehmer/innenineressen in einem umfassenden Sinn wurden schon in der Vergangenheit im Spannungsfeld der Wettbewerbs interessen der Verlader und der Existenzsicherung des Transportgewerbes zerrieben.

Für eine zukünftige Gestaltung der (Verkehrs-) Märkte nach sozialen und ökologischen Kriterien müssen neue gesellschaftliche Allianzen geschmiedet werden, die das Verhältnis zwischen Markt, Staat und Gesellschaft in Deutschland und in der Europäischen Union nicht so einseitig an den Anforderungen der Stärksten im Markt ausrichten wie die aktuelle Politik.
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwihl8Dgx5SDAxVNhP0HHQ3ODGQQFnoECA8QAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.econstor.eu%2Fbitstream%2F10419%2F112227%2F1%2F208074.pdf&usg=AOvVaw06TqmvgsUwS6zyFooQ3rOe&opi=89978449

Wenn man in obiger Studie den Teil über die Bahnprivatisierung (S.210) liest, wird einem vollständig schlecht.

Es wird in der Untersuchung der Phase der Deregulierung auch die Tatenlosigkeit der Gewerkschaft (ÖTV) dokumentiert.

Es ist erschreckend, wie minutiös die Folgen der Deregulierung beschrieben wurden von dem Niedergang der Arbeitsbedingungen bis zu nicht hinnehmbaren Auswirkungen auf die Umwelt und es wird eine Verkehrswende gefordert.

Das ist 30 Jahre her!

Kuddel

Wenn man sich mal die Verkehrsminister der BRD ansieht, kann man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Gab es unter ihnen einen einzigen, der was taugte und der nicht korrupt war?

Ganz aktuell sehen wir ja, daß es gern gesehen ist, wenn man nicht die Probleme des Verkehrs löst, sondern den Wünschen der Wirtschaft entgegenkommt. Legal? Illegal! Scheißegal!

ZitatAndreas Scheuer
Kosten durch geplatzte Pkw-Maut
Bund verzichtet auf Klage gegen Scheuer


Die geplatzte Pkw-Maut kostete den Bund 243 Millionen Euro - es wurden deshalb Regressforderungen gegen Ex-Verkehrsminister Scheuer geprüft. Doch das Ministerium entschied nun, nicht gegen Scheuer zu klagen.
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/scheuer-pkw-maut-110.html

ManOfConstantSorrow

ZitatBürgermeisterin Anne Hidalgo lässt die Pariser am Wochenende über Strafgebühren für SUV abstimmen. Sie setzt damit ihren radikalen Anti-Auto-Kurs fort.
https://www.spiegel.de/auto/suv-in-paris-anne-hidalgo-laesst-die-buerger-ueber-gelaendewagen-in-ihrer-stadt-abstimmen-a-f25cec87-868c-4e20-ba75-fd588cb6183c

Geht doch!
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Nikita

Ich kann den Artikel hinter der  Paywall nicht lesen. Die Überschrift ist klingt schon ziemlich autolobbyistisch:
 Geht bestimmt nur in Paris, " radikaler Anti-Auto-Kurs", "erklärt den Autos den Krieg".

Nach dem Motto: "Oh Gott! Es ist nicht mehr alles Parkplatz! Bekommen Nicht-Autofahrer jetzt etwa auch Rechte?"

Furchtbares Framing.

Nikita

Unten die französische Hauptstadt und in Deutschlands Hauptstadt so?

https://x.com/klimainberlin/status/1753352050883084698?s=20

Zitat von: ManOfConstantSorrow am 08:17:32 Fr. 02.Februar 2024
ZitatBürgermeisterin Anne Hidalgo lässt die Pariser am Wochenende über Strafgebühren für SUV abstimmen. Sie setzt damit ihren radikalen Anti-Auto-Kurs fort.
https://www.spiegel.de/auto/suv-in-paris-anne-hidalgo-laesst-die-buerger-ueber-gelaendewagen-in-ihrer-stadt-abstimmen-a-f25cec87-868c-4e20-ba75-fd588cb6183c

Geht doch!

Nikita

Was Mehdorn und Konsorten ruiniert und mit Größenwahn verursacht haben, muss der Bürger mit zweistelligen Milliardenkosten  in Ordnung bringen.

4000 Kilometer Vollsperrung
Bau-Marathon soll marodes Schienennetz retten

Bis 2031 soll so ein neues, zuverlässigeres Hochleistungsnetz entstehen. Bund und Bahn investieren insgesamt fast 40 Milliarden Euro.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Bau-Marathon-soll-marodes-Schienennetz-retten-article24703084.html

ManOfConstantSorrow

Autonom fahrende Taxis kommen doch nicht so gut an:


ZitatUnter Applaus: Menschenmenge in San Francisco zerstört Robotaxi von Waymo

Dass die autonomen Taxis von Waymo in San Francisco nicht nur Freunde haben, war bekannt. Ein Vorfall vom Wochenende hat aber eine ganz neue Qualität.
https://www.heise.de/news/San-Francisco-Menschenmenge-zerstoert-Robotaxi-von-Waymo-komplett-9625701.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

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