Daddy was a bankrobber

Begonnen von Kuddel, 16:13:35 Fr. 19.November 2010

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Kuddel

ZitatArno Funke alias "Dagobert"
Kaufhauserpresser: Rückblick nach 30 Jahren


Sein Motiv sieht er im Nachhinein in Depressionen, verursacht durch Lösungsmittel während seiner Arbeit als Autolackierer. Heute erinnert er sich an die Suizidgedanken, die er in der Zeit vor den Erpressungen hatte: "Dann war da die Situation, als ich in meinem Bett lag, ich hatte die Pistole an der Schläfe: durchgeladen, entsichert."

    "Für mich lag der Gedanke nahe, dass eben Geld die Situation ändern könnte - womit ich natürlich auch recht hatte."
-Dagobert-

Bombenanschläge, Geldforderungen und Polizeieinsätze: Der Erpresser sorgt damit über Jahre hinweg für Schlagzeilen. So profitieren auch die Medien von der Geschichte "Dagobert", der öffentlichen Jagd nach einem Schwerstverbrecher.
Und sie machen "Dagobert" bekannt. T-Shirts mit seinem Namen werden an Fans verkauft. Die Berliner Band "Die Panzerknacker" schreibt sogar einen Song über den Straftäter.

Der 74-jährige Funke arbeitet heute als Karikaturist und Autor für eine Satirezeitschrift. Als "Dagobert" ging er in die deutsche Kriminalgeschichte ein.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/arno-funke-dagobert-30-jahre-kaufhauserpressung-100.html?utm_source=pocket-newtab-de-de

Onkel Tom

Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

ZitatLadendiebe stehlen Waren im Wert von 4,1 Milliarden Euro
100.000-mal pro Tag wird in deutschen Läden unentdeckt geklaut. Das zeigt eine neue Studie des Handelsinstituts EHI. Die Autoren warnen, dass Diebstahl inzwischen eine »besondere Dimension« erreicht habe.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/ladendiebe-stehlen-waren-im-wert-von-4-1-milliarden-euro-a-c9ac5bc2-6037-4300-8b3e-95a622f69e60

Nikita

Naja, ob Inventurdifferenzen wirklich zu 100 % Ladendiebstähle sind, sei mal dahingestellt. 1,5 Mrd. werden also ausgegeben, um 4 Mrd. Euro Inventurdifferenzen nicht zu verhindern.

Kuddel


Kuddel

ZitatSozialbanditentum
«Es muss nicht immer Forelle in Champagnersauce sein»

Mit seiner Bande überfiel der Anarchist Jacques Fasel in den Siebzigern Poststellen und Geldtransporter in der Romandie, mit der Beute finanzierten sie autonome Projekte.

Ein unterhaltsames Interview in der schweizer WOZ.  https://www.woz.ch/2505/sozialbanditentum/es-muss-nicht-immer-forelle-in-champagner-sauce-sein/!DB5TC1ARM4A8?mtm_campaign=bsky


Kuddel

ZitatBrad Pitt, 61, US-Schauspieler, ist durch eine Filmpremiere einer gefährlichen Situation entkommen. Womöglich wussten die drei Einbrecher, die am Mittwochabend in sein Anwesen in Los Angeles eindrangen, aber auch, dass Pitt nicht zu Hause war. Die Diebe kletterten nach übereinstimmenden Medienberichten gegen 22.30 Uhr Ortszeit über einen Zaun und stiegen durch ein Fenster in die Villa ein. Pitt feierte noch am Montagabend in London die Premiere seines neuen Kinofilms ,,F1". Offenbar durchwühlten die Kriminellen das Gebäude im noblen Stadtteil Los Feliz und entkamen mit diversen Gegenständen als Beute, wie NBC News unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete. Laut US-Medien gibt es derzeit eine Welle von Einbrüchen in Promi-Villen der Gegend. Am Valentinstag etwa traf es Schauspielerin Nicole Kidman und Musiker Keith Urban, wenige Tage zuvor Fußballstar Olivier Giroud.
https://www.sueddeutsche.de/panorama/promi-news-brad-pitt-einbruchswelle-los-angeles-li.3275657

Och, die Armen...

Kuddel

Der deutsche Hersteller für Spezialfahrzeuge wußte den Juwelenraub im Louvre für Eigenwerbung zu nutzen.

louvre.JPG

Das einfache Volk amüsiert sich, wenn es zu Umverteilungen kommt. Das müssen keine politisch begründeten Aktionen zu sein, man fühlt sich auch gut unterhalten, wenn einfachen Ganoven ein besonderer Coup gelungen ist.

ZitatBeute im Wert von etwa 30 Millionen Euro gestohlen

Das ergaben erste grobe Schätzungen, wie die Polizei mitteilte. Mehr als 3.000 Schließfächer im Tresorraum der Sparkasse waren aufgebrochen worden. Sie enthielten Geld, Schmuck und Gold. Bei einer Versicherungssumme von im Schnitt 10.000 Euro ergibt sich eine Summe von 30 Millionen Euro.
Es dürfte sich damit um einen der größten Coups bei einem Einbruch in der bundesdeutschen Kriminalgeschichte handeln. Die Tat wurde gestern entdeckt, begangen wurde sie nach ersten Ermittlungen vermutlich bereits am Wochenende.
https://www.deutschlandfunk.de/beute-im-wert-von-etwa-30-millionen-euro-gestohlen-102.html

 

counselor

ZitatDas einfache Volk amüsiert sich, wenn es zu Umverteilungen kommt. Das müssen keine politisch begründeten Aktionen zu sein, man fühlt sich auch gut unterhalten, wenn einfachen Ganoven ein besonderer Coup gelungen ist.

Diesen Kommentar kann ich nicht nachvollziehen. In den Schließfächern lagert viel Erspartes von Arbeitern, die für es für ihre Altersvorsorge zurückgelegt haben. Die erhalten jetzt von der Versicherung der Bank maximal €10000,00 erstattet. Wenn Du Dein ganzes Erwerbsleben lang sagen wir €50000,00 gespart hast und jetzt nur €10000,00 Schadenersatz bekommen würdest ...

Sorry, aber das musste ich jetzt loswerden.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

BGS

Warum entspricht die "Versicherung" denn nicht dem Wert des anvertrauten Gutes?!

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

dagobert

Im Artikel steht "im Schnitt 10.000 Euro", da gibt's also offenbar Abweichungen. Was ja auch Sinn macht.
Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch.
Karl May

counselor

Solche Schließfächer sind standardmäßig mit €10000,00 versichert. Höhere Versicherungssummen kosten einen Aufpreis.

Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Betroffenen mehrheitlich Lohnabhängige sind.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

ZitatDie Sparkasse muss sie alle voll entschädigen! Volle Solidarität mit den Betroffenen des Bankraubs in Gelsenkirchen-Buer!

Der spektakuläre Bankraub in der Sparkasse Gelsenkirchen-Buer bestimmt seit drei Tagen bundesweit die Schlagzeilen. Die MLPD Gelsenkirchen-Gladbeck hat unter der Überschrift "Volle Solidarität mit den Betroffenen des Bankraubs in Gelsenkirchen-Buer - Die Sparkasse muss sie alle voll entschädigen!" eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Quelle: https://www.rf-news.de/2026/kw01/volle-solidaritaet-mit-den-betroffenen-des-bankraubs-in-gelsenkirchen-buer
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Onkel Tom

Volle Solidarität mit den (Klein)Kapitalisten, damit denen die Lust am
für sich was zusammen raffen nicht vergeht. Jo, mal so und mal so..  ::)
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

Also ich weiß ja nicht. Jemand der ein paar Øre zusammengespaart hat, ist ein Kapitalist?

Ein Kapitalist, der 10-50.000 zurückgelegt hat, dürfte ein gescheiterter Kapitalist sein.

Also ich würde mir wünschen, ich hätte irgendwo 10-50.000€ auf der hohen Kante, wo die Behörden nichts von wissen, als Notgroschen für die Armutsrente, die ich erwarte. Und das Ersparen von ein paar Zehntausend (wozu ich leider nicht in der Lage bin) als "zusammen raffen" beschreibst, zeigt, wie wenig Ahnung du vom Kapitalismus hast. Raffgier erkenne ich erst bei völlig anderen Beträgen.

Meine Einschätzung insgesamt: Ich bin nicht der Meinung, die Diebe hätten das hart ersparte Geld einfacher Leute geklaut. Sie haben eine Bank erfolgreich beraubt. Chapeau!

,,Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?", fragte schon Brecht.

Ich sehe es auch so. Banken sind kriminiell. In diesem Falle war ihr Geschaftsmodell: Sie versprechen Geld und Wertsachen so sicher aufzuheben, wie es unter der eigenen Matratze eben nicht ist. Aber die "Sicherheit" ist eine Lüge, wenn sie ihre in Obhut genommennen Werte nicht angemessen versichert. Wenn sie nur einen Bruchteil ersetzen, sind sie die Ganoven.

Ich habe letzt gehört, es würde von Banken das Geld beim Leeren des Kontos via Hacking nicht ersetzt. Das sei Pech, gegen Diebstahl durch Hacker könne man sich mit einer speziellen Versicherung absichern. Ich weiß nicht, ob inzwischen alle Banken so davor sind. Ich habe diese Geschichte von einem glaubwürdigen Bekannten. Ich weiß nicht, ob das in Einzelfall war oder flächendeckend so gehändelt wird.

Onkel Tom

Zitat von: Kuddel am 19:31:41 Mo. 05.Januar 2026Also ich weiß ja nicht. Jemand der ein paar Øre zusammengespaart hat, ist ein Kapitalist?
Falls da ein paar Sparer_innen bei sind, die mühsam ihre Euros zusammen sparen, tun mir leid, obwohl
allen Schließfachmieter_innen es bekannt war, das ihre Wertsachen nur begrenzt versichert sind.

Nun behauptet ein Opfer, er hätte ca. 500.000 Euronen im Schließfach gehabt..

Naja, das die Sparkasse Gelsenkirchen-Buer erwischt hat, kann man davon ausgehen,
das dort besser betuchte Bewohner_innen unterwegst sind als in Gelsenkirchen Mitte.

Gelsenkirchen - Buer, ein Stadteil im Norden Gelsenkirchen ist wirtschaftlich
besser aufgestellt und das Leben (Mieten etc.) dort ist auch etwas teurer.
Man könnte Gelsenkirchen-Buer durchaus mit Hamburg-Winterhude vergleichen.

Das anbei hauptsächlich "arme Leute" beklaut wurden, kann ich so nicht nachvollziehen
und welcher Räuber weiß schon, welche Beute ihn erwartet, wenn er den Schneidbrenner
anzündet ?

Und wer wäre der größte Räuber, wenn es wirtschaftlich kracht ? Klaro, die Banken, die
anbei auf die Idee von Auszahlungsstopps oder Zugangsstopp zu den Schließfächern kämen.
Lass Dich nicht verhartzen !

counselor

ZitatIch bin nicht der Meinung, die Diebe hätten das hart ersparte Geld einfacher Leute geklaut

Ich habe Interviews mit den Bankkunden,  die sich vor der Filiale versammelt hatten, gesehen. Da waren Rentner und Lohnabhängige versammelt, die geerbten Familienschmuck und sauer Erspartes verloren hatten.

Die Sparkasse muss ihre Kunden voll entschädigen und die Täter gehören bestraft. Ich bin nicht der Meinung, dass dieser Raubzug irgendwie revolutionär wäre.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Onkel Tom

Zitat von: counselor am 10:03:20 Mi. 07.Januar 2026Die Sparkasse muss ihre Kunden voll entschädigen
Wenn das so kommt, hoffe ich auch. Denn die Banken scheinen ihr Risiko zu mögen.. (Emoi Kinnkraulen)

Die Vorgeschichte, beziehungsweise die Vorbereitungen zu dem Coup würde mich interessieren.
Munkeln darüber,das anbei Insiderwissen zum Tragen kamen (HörenSagen).

Von "revolotionär" habe ich nicht geschreibselt sondern mehr ein Blick auf das teschniche
genommen.. Das anbei kein Leib und Leben zu schaden kamen, finde ich "raffiniert organisiert".
Versuche mal einen ca. 500ter Kernborer an die Sonne zu bekommen.. So ein Ding auch noch
richtig ein zu setzen ist was für ein "Fachmann".

Noch perfekter fände ich, wenn nun eine "Beuteliste" aus Täters Hand käme.. Dann würde es
sich zeigen, in wie weit die Betroffenen wirklich geschädigt sind..
Einen Teil des Sachschadens könnte anbei auch als Mitnahmeanteil zugeordnet werden.

Naja, villeicht findet ja in GE mal ein "Panzerknacker-Prozess" statt, der ich gerne als
Prozessbeobachter anwesend wäre..
Lass Dich nicht verhartzen !

Nikita

Ein Spezial-Anwalt für solche Fälle erklärt im Spiegel, dass bez. Gelsenkirchen viele Migranten anrufen, die hohe Goldvermögen in den Schließfächern hatten. Sie stammen kultur-üblich von Hochzeiten. Der Inhalt der Schließfächer kann insgesamt bis zu 100 Mio. Euro betragen haben.
Er erklärt weiter, dass Sparkassen häufig von derartigen Einbrüchen betroffen sind und die Schließfächer oft nicht nach Vorschrift gesichert sind. Wenn die Filiale nicht darüber aufgeklärt hat, dass sie nicht Branchen-üblich sichert, müssen sie den Inhalt in kompletter Höhe ersetzen. In Gelsenkirchen gibt es deutliche Hinweise auf mangelhafte Sicherung. Dem Verlauf des Überfalls nach, gab es vermutlich weder hinreichende akustische, noch weitere detektortische Sicherung, wie Bewegungsmelder.
Sparkassen sind weiterhin bekannt, sich hinterhältig nach so einem Vorfall zu verhalten. Sie versuchen, Unterschriften zu erzwingen, die den Haftungsfall auf niedrige Summen abschließend regeln. Währen die Opfer oft Anspruch auf höhere Entschädigung haben. Weiterhin drängen sie auf vor Ort Gespräche, indem die Opfer gezielt verhört werden. Sie sollen in Widersprüche verwickelt werden. Der Anwalt rät, zu so ein Gespräch nicht zu gehen, um nicht in die Falle zu gehen.

https://archive.ph/dAcFU

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