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#1
Theoriebereich / Aw: Gewerkschaften
Letzter Beitrag von Nikita - Heute um 13:01:11
DGB-Gewerkschaft Hand in Hand mit RWE gegen Klimaschutz

Während der DAX auf Rekordniveau steht und RWE mit einem Gewinnsprung im ersten Quartal weiter Milliardengewinne pro Jahr macht, soll der Klimaschutz entschärft werden.

Führende Vertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften und der CDU haben einem Zeitungsbericht zufolge eine Verschiebung des Ziels zur Klimaneutralität gefordert.

...

RWE und der Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), Michael Vassiliadis, sehen in der Verschiebung ‌demnach eine Möglichkeit, die heimische Industrie nach Jahren der Stagnation zu entlasten.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/klimaziel-industrie-und-gewerkschaften-draengen-auf-spaetere-einsparungen-a-398d6c30-ead1-48df-9d2c-f615f51c375b
#2
Termine / Aw: Widerstand gegen faschisti...
Letzter Beitrag von counselor - Heute um 12:25:13
Nürnberg, 13.7.26 (Montag), 19 Uhr, an der Lorenzkirche Ostseite: Mahnwache gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (Omas gegen rechts Nürnberg). Anschließend Demo von VerLINKung, Zwischenkundgebungen Färberstraße / Ecke Hefnersplatz, Hallplatz sowie Wollgässchen / Ecke Königstraße. Hinter den extrem Rechten ist wie immer die Alerta Parade unterwegs.
#3
PS: Die Aktion bei VW war eine Aktion der Vertrauensleute.
#4
Ich halte ja die Einflußmöglichkeiten durch Wahlen auf die Entwicklungen im Land für stark überschätzt.

Aber die Wahlen geben schon Hinweise darauf, wie sich die Stimmung in der Bevölkerung verändert.

B-Wahl.jpg
#5
ZitatAnstoß der Wutrede ist eine Durchfallquote des Jahrgangs von mehr als einem Drittel. Von 52 Schülern hätten 18 die Abiturprüfungen nicht bestanden. Zur Einordnung: Dieser Wert liegt deutlich über dem Schnitt auf Bundesebene (rund 5 Prozent) und auch weit über dem von Mecklenburg-Vorpommern (7 bis 8 Prozent).

Die Schülerin, die laut Angaben des Schulamtes Schwerin selbst durchgefallen ist, nahm bei der Veranstaltung kein Blatt vor den Mund. ,,Sind wir wirklich alle zu blöd gewesen?", fragt sie und regt sich im Anschluss über Lehrer auf, ,,die ihre Traumata an den Schülern auslassen, anstatt in Therapie zu gehen".

Sie kritisiert Personalmangel, häufigen Lehrerwechsel sowie veraltete Unterrichtsmethoden. ,,An die, die unserem Jahrgang die Durchfallquote gönnen: Fickt euch einfach nur alle", meint sie abschließend.

Während im Saal einige Aussagen mit Lachen und Beifall quittiert wurden, reagiert das Schulamt Schwerin nun gänzlich unamüsiert. ,,Die Schülerin, die die Prüfung zum Abitur nicht bestanden hat, äußerte in ihrer Rede Beschimpfungen und Verunglimpfungen. Dies war sicherlich dem Umstand geschuldet, dass sie die Abiturprüfungen nicht bestanden hat", zitiert Henning Lipski, Sprecher des Bildungsministeriums Mecklenburg-Vorpommern, das Schulamt.
https://archive.is/Geb9R#selection-1049.0-1049.42
#6
Die Autoindustrie war für die Linke (Bewegung, aber auch Partei) nie von sonderlichem Interesse. Dabei ist das, was in den Autokonzernen passiert, beuteutsamer als das, was in den Parteien und Parlamenten angesagt ist.

Zitat von: Fritz Linow am Gestern um 22:52:42Bei Volkswagen in Wolfsburg arbeiten knapp 13.000 in der Produktion. Von 60.000 insgesamt. Zum Protest waren 500 Leute da. Das sind schon verdammt wenige...

Ich befürchte, hier sehen wir das Ergebnis davon, daß man das notwendige Klein-Klein der Debatten innerhalb der Belegschaften vernachlässigt hat.

Die MLPD hat zwar noch ein Fuß in der Tür und aktive Leute in den Autowerken, aber die Erklärungen und Flugblätter halte ich bisweilen für großmäulig und an der Stimmung unter den Kollegen vorbei. Bei den MLPD Texten zur Stahl- und Autoindustrie nervt mich die rosa Brille bei dem Blick auf die Situation.

In Deutschland wurde ein ausgeklügeltes System entwickelt, mit dem man die Belegschaften ruhig hält. Die (immer weiter schrumpfenden) Stammbelegschaften werden vergleichbar gut bezahlt, es gibt dann aber die Leiharbeiter, das immer weitere Outsourcen, Sub-Sub-Unternehmen, Zulieferer, etc.. Die Gewerkschaften und Betriebsräte spielen darin eine eigene Rolle.

In den gespaltenen Belegschaften gibt es Widersprüche, aber auch Debatten, die weder in den Erklärungen der MLPD, noch in denen der Trotzkisten vorkommen.

Die Trotzkisten sind ziemlich klischeehaft, wie sie den Verrat der Gewerkschaftsbürokratie anprangern und dann den eigenständigen Kampf der Arbeiter fordern, als gäbe es da einen Standardtext, den sie seit Jahren veröffentlichen und dabei nur den Namen des jeweiligen Unternehmens austauschen.

Und Linksradikale spielen bei den betrieblichen Debatten eh keine Rolle. Die FAU hat keine Verbindung zu Industriearbeitern.
#7
ZitatEr hoffe, dass kein Links Bündnis am 20.09.  zustande kommt, oder das Linksextremisten in der Stadt übernehmen.
Was haben die in Berlin in den letzten Jahren jemals vor Linken Parteien zu befürchten gehabt?
Bis jetzt wurde doch von Links immer pflegeleicht mitregiert:
https://taz.de/Ausverkauf-der-Stadt/!6010700/

Wie sieht das aus wenn Linksextremisten die Stadt übernehmen? So:
https://taz.de/150-Jahrestag-der-Pariser-Kommune/!5754932/

Spaß beiseite, für den CDU Burschen ist es schon Linksextremistisch wenn ein Mietendeckel gefordert wird und Menschen beim Christopher Street Day in Latex und Leder feiern.
#8
Stimmt @Tiefrot solche Aussagen werden von den Menschen immer dann getroffen wenn sie davon überzeugt sind das diese Gesellschaft auch zu ihrem Nutzen und für ihren Erfolg eingerichtet ist.
Immer wenn sie feststellen das dies nicht der Fall ist werden Verstöße an der eigentlich guten Sache moralisch kritisiert.
Der Unternehmer war dann zu gierig und zu Pflichtvergessen, Reiche haben dann ein Übergewinn aus Geldgier gemacht, den Konkurrenten ging es dann nur ums Geld und bloß um seinen eigenen Erfolg, der Kapitalismus bekommt dann Vorsilben wie Raubtier oder Manchester so als ob er ohne diese Vorsilben gar nicht so übel ist.
#9
Bundesweit Streikbereit: Bericht von kämpferischen Aktionen

An den Standorten von VW, Audi, Porsche und MAN fanden heute unter anderem in Emden, Osnabrück, Salzgitter, Ingolstadt, Neckarsulm, Zwickau, Wolfsburg, Braunschweig, Nürnberg, Hannover und Leipzig kämpferische Kundgebungen und Versammlungen statt. Die Teilnehmer erteilten den Angriffen des VW-Vorstands auf die Belegschaften, ganz besonders den Schließungsplänen, eine klare Absage.

#10
ZitatVolkswagen: Abgekartetes Spiel zwischen Vorstand, Betriebsrat und IG Metall

Die mit Spannung erwartete Sitzung des Aufsichtsrats des Volkswagen-Konzerns am Donnerstag war ein abgekartetes Spiel zwischen Vorstand, Betriebsrat und IG Metall. Aus Angst vor einer explosiven Reaktion der Belegschaft fasste der Aufsichtsrat keine konkreten Beschlüsse über die Stilllegung von Werken und die Zahl der abzubauenden Arbeitsplätze, stellte aber die Weichen dafür.

Quelle: https://www.wsws.org/de/articles/2026/07/10/vowa-j10.html
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