Klimacamp Hamm - Blockade von Gaskraftwerken

Begonnen von Nikita, 00:03:59 Mi. 27.Mai 2026

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Nikita

Vom 24. Mai (Sonntag) bis 2. Juni 2026 (Dienstag) findet im Lippepark in Hamm das Hammer Klimacamp statt.

Warum dieses Camp?

Fossile Energien wie Öl und Gas verschärfen die Klimakrise und globale Konflikte, zerstören die Umwelt, sind teuer und machen abhängig von Autokraten. Obwohl klimafreundliche Lösungen vorhanden sind, setzt die Bundesregierung zusammen mit fossilen Konzernen alles daran, fossile Geschäftsmodelle zu verlängern. Die Leidtragenden sind die Menschen hier vor Ort, aber vor allem weltweit, wie auch die Umwelt und das Klima. Gegen diesen fossilen Wahnsinn setzen wir mit dem Hammer Klimacamp ein Zeichen für Klimagerechtigkeit und für eine soziale Energie- und Wärmewende!

Wirtschaftsministerin Reiche würgt nicht nur den Ausbau klimafreundlicher erneuerbarer Energien ab, sie treibt auch ganz gezielt den massiven Ausbau von fossilem Gas voran. Vor allem in Süddeutschland und NRW will sie neue Gaskraftwerke bauen lassen. So auch rund um Hamm, wo gleich mehrere fossile Kraftwerke geplant sind.
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https://www.hammer-klimacamp.de/

Nikita

Polizei und lokale Presse ignorieren das Grundgesetz und machen schlechte Stimmung mit viel Vorverurteilung gegenüber den AktivistInnen.
Versammlungsfreiheit soll in deren Augen zurücktreten damit ein paar BewohnerInnen von Hamm es bequem haben. Die lokale Berichterstattung ist unterirdisch bisher.

Nikita

Liveticker zum Klimacamp Hamm und den Aktionen von Ende Gelände:
https://www.ende-gelaende.org/news/aktionsticker-ist-online/
https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/klima-camp-mit-greta-thunberg-in-hamm-gericht-lehnt-eilantrag-ab-live-ticker-94327105.html
https://cdn.tickaroo.com/embed/v4/fullpage/5fc636993ecf7c8b4efb8738/fpluRBL9D--OwSJih5StUvgO4Z1TvA.html
https://eg.aktionsticker.org/



Ein Verwaltunsgericht hatte gestern entschieden, dass am Gaskraftwerk nicht demonstriert werden darf. Das lässt sich "Ende Gelände" nicht gefallen. Am frühen Morgen wurde die Finger-Taktik angewandt, um verschiedene Ziele ohne Ankündigung zu blockieren. Es werden heute verschiedene Aktionen zivilen Ungehorsams stattfinden.

Erstes Ziel des Regenbogen-Fingers ist die Waffenfabrik 🌈 Friedrich-Wilhelms-Hütte in Mühlheim an der Ruhr. Die Fabrik gehört zum Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann.
Ende Gelände stellt sich mit der Massenaktion in diesem Jahr dem dreckigen Gasausbau, fossile Ausbeutung und Kriegslogiken entgegen.

Stahl werde mit Unmengen von Kohle und Gas hergestellt – er sollte nicht für Panzer, sondern für Windräder oder Eisenbahn-Schienen genutzt werden, heißt es. Wer auf fossile Energie setze, setze auf die Abhängigkeit von Autokraten, die mit den Einnahmen Kriege finanzierten. ,,Hier, wo bis vor einigen Jahren noch Rotornaben für Windräder vom Produktionsband liefen, wird nun wieder voll auf Panzerstahl gesetzt, und zwar mit Unmengen von fossilem Gas.

Auch der silberne Finger ist am Aktionsziel angekommen und blockiert den Pipeline Hersteller und Zulieferer Europipe! Von hier werden Gas-Pipelines in die ganze Welt geliefert!
Weitere Aktivisten blockieren die Schienen zwischen beiden Standorten.



Der lila Finger ist beim Kraftwerk Scholven aufgetaucht.
Es gehört dem Energiekonzern Uniper (ehemals Teil des Eon-Konzerns) und soll auf klimaschädlichen Gasbetrieb umgestellt werden.  Auf dem Gelände des Kraftwerks Scholven wurden von den Aktivisten Solarpanele aufgebaut.

Zusamenfassung Stand: 16 Uhr 29.5.26 Freitag

Alle gemeinsam gegen Gas! Ende Gelände Aktionstage starten!

Vier Finger mit rund 1500 Menschen sind heute in ungehorsame Aktionen aufgebrochen um  verschiedene Profiteure von fossilem Gas zu blockieren.

Der silberne Finger blockiert die Auslieferung von Europipe in Mülheim. Europas größter Hersteller von Gaspipelines liefert normalerweise Rohre für Projekte wie die Transadriatic Pipeline (TAP) oder Northstream. Jetzt geht hier nichts mehr.

 Der Regenbogenfinger blockierte heute die Frühschicht bei KNDS. Der Produzent von Waffenstahl beliefert zum Beispiel den israelischen Waffenproduzenten  Elibit Systems, der auch die Israelische Armee versorgt. Aber nicht heute!

Der Lila Finger blockiert die Baustelle des neuen Gaskraftwerkes in Scholven (Gelsenkirchen). Die Aktivist*innen haben Solarpanele mitgebracht um damit eine riesige Aufblasfigur von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche zu betreiben. Die will nämlich 20 neue Gaskraftwerke bauen. Das werden wir verhindern.

Der Pinke Finger blockierte das Kraftwerk Voerde in Dinslaken. Trotz Störversuchen der Polizei sind sie immer noch auf dem Weg. Es gibt noch viele Komplizen im dreckigen Gasgeschäft, die es verdient haben blockiert zu werden.

Stay tuned!


Nikita


Waffeln statt Waffen
Aktuell haben wir viele gute Gespräche mit den Arbeiter*innen in Friedrich-Wilhelms Hütte.

🎉 Die Arbeiter*innen der KNDS Panzerstahl-Fabrik freuen sich über Waffeln und einen freien Tag!

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Nikita

Seit 10.45 Uhr sind nach Angaben von Ende Gelände hunderte Aktivisten auf das Gelände des Gaskraftwerks in Gelsenkirchen-Scholven vorgedrungen. Weitere Gruppen seien unterwegs. Dort sei der Neubau eines Kraftwerkblocks geplant.

Ein Demonstrationszug von mehreren hundert Demonstranten läuft durch Hamm und ist nun im Hauptbahnhof angekommen. Die Demo wurde nicht angekündigt und der weitere Routenverlauf wird nicht mit der Polizei geteilt.

ie Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft ruft zur Teilnahme an der Groß-Demo am Samstag auf: ,,Wir begrüßen die friedlichen Proteste und Aktivitäten in Hamm gegen die Energiepolitik der Bundesregierung und fordern diese auf, endlich ernst zu machen mit dem Klimaschutz, dem Netzausbau sowie dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Die aktuelle Klimapolitik schützt unsere Landwirtschaft nicht vor den immer verheerenderen Folgen der fortschreitenden Erderwärmung", heißt es in einer Mitteilung.

Und weiter: ,,Immer häufigere strukturelle Dürren sowie extreme Starkregenereignisse bedrohen die Wirtschaftlichkeit und Zukunft unserer Höfe existenziell. Anbau und Ernten sind ebenso wie unsere schwer geschädigten Nadel- und Laubwälder nicht mehr sicher." Landwirte trügen einen wesentlichen Anteil der Energiewende im ländlichen Bereich bei und seien bereit, weiterhin zu investieren.

Dafür brauche es verlässliche politische Rahmenbedingungen. ,,Wir fordern Ministerin Reiche auf, ihre rückwärtsgewandte fossile Politik zugunsten der Nutzung unserer Heimatenergien Sonne, Wind und Biomasse etc. zu ändern. Als AbL fordern wir die Bundesregierung auf, die Energiewende konsequent umzusetzen und damit den ländlichen Raum sowie die bäuerliche Landwirtschaft zu stärken."



Nikita

Die Produktion in der blockierten Waffenschmiede wurde heute ausgetzt. Die ArbeiterInnen bekamen Waffeln von den AktivistInnen,
Klimagerechtigkeit statt Kriegstreiberei

Gemeinsamer Aufruf von Ende Gelände und Rheinmetall Entwaffnen

Vom 28.05. bis 30.05. ins Ruhrgebiet!

Klimakrise und Krieg – Zwei Seiten eines zerstörerischen Systems

Weltweit eskalieren Kriege, Gewalt und Leid: Von Palästina bis Venzuela, von Sudan bis Kurdistan, von Iran bis zur tödlichen Festung Europa. Gleichzeitig plant die deutsche Regierung massiv Gaskraftwerke und Gasterminals auszubauen. Anstatt die Gesellschaft sozial und ökologisch umzubauen, forciert die Regierung die Abhängigkeit von klimazerstörerischem Gas und die komplette Ausrichtung der Gesellschaft auf Kriege. Damit ist sie nicht alleine, weltweit rüsten Regierungen fossile Infrastruktur und ihre Armeen auf. Diese Entwicklungen hängen zusammen. Sie basieren auf dem gleichen kapitalistischen System aus Konkurrenz, Zerstörung und Ausbeutung. Deswegen müssen die Kämpfe dagegen ebenfalls gemeinsam geführt werden, deshalb stellen wir von Ende Gelände und Rheinmetall Entwaffnen uns dieser Zerstörung Hand in Hand entgegen.

Weiter gehts auf:
https://rheinmetallentwaffnen.noblogs.org/post/2026/05/14/klimagerechtigkeit-statt-kriegstreiberei/

Nikita

Die Polizei zwingt Aktivsten gerade in einen Kreislaufzusaamenbruch, obwohl die Aktivisten die Aktion abbrechen wollen.
Sonne und Hitze machen den Aktivisten am Kraftwerk Scholven in Gelsenkirchen zu schaffen. Nach Angaben von Ende Gelände sind zwei Personen durch die Hitze verletzt. Die Polizei erklärt, dass alle Aktivisten dort gewaltfrei agieren. Die Aktivisten wollen die Aktion beenden, die Polizei kessele die Gruppe jedoch ein. Die Kräfte drohen laut der Bewegung damit, Pfefferspray, Schlagstöcke und Schmerzgriffe anzuwenden, um die Menschen vom Betriebsgelände zu bekommen.

Weiter Aktivisten blockieren nun in Dinslaken das Kraftwerk Voerde.

In Essen wurde die Zentrale von E.ON in schwindelerregender Höhe mit einem Banner verschönert

Die nächste Aktion! Eine ,,kletteraffine Bezugi", wie es Ende Gelände schreibt, habe der Konzernzentrale des Energieunternehmens E.ON in Essen einen Besuch abgestattet und dort ein Banner mit der Aufschrift ,,defend system change in rojava – fight climate change worldwide" (,,Verteidigt den Systemwandel in Rojava – bekämpft Klimawandel weltweit") ausgebreitet.

Nikita

Die Polizei Dortmund verhält sich weiterhin kriminell und verweigert den in Aktivisten in Gewahrsam Wasser und Nahrung. Das Essen wurde der Polizei von anderen Aktivisten zugeliefert und sehr viel später komplett zurückgegeben.

Kuddel

Danke für diesen Thread und die Nachrichten über die Aktionen.

Ich habe schon öfter über die bekanntesten Klimabewegungen genörgelt, denn ich habe den Eindruck, sie haben sich verrannt und an Bedeutung verloren.

Ich bin angetan von der Kooperation von "Ende Gelände" und "Rheinmetall Entwaffnen".

Die Parolen sind treffend:

Klimagerechtigkeit statt Kriegstreiberei

Klimakrise und Krieg – Zwei Seiten eines zerstörerischen Systems


Und was ich wichtig finde, man begnügt sich nicht mit Apellen und hofft, daß Politiker sie umsetzen mögen, sondern man stellt sich selbst quer, um die zerstörerischen Endwicklungen zu be- und verhindern.

Waffenschmieden und Gasterminals entstehen nicht von selbst. Sie werden aus Gründen der Profit- und Machtmaximierung gebaut und der Bau und Betrieb kann von Menschen verhindert werden. Wir haben die Macht die Zukunft zu gestalten. Wir können die zerstörerische Maschinerie aufhalten.

Neue Bündnisse sind notwendig und möglich.

"Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft ruft zur Teilnahme an der Groß-Demo am Samstag auf."

Beeindruckend!

Nikita

Ich werde noch ausführlicher berichten über all die Aktionen an dem Tag.
Es wurde in diesem Fall nicht der Staat gefragt: "Dürfen wir bitte etwas machen?"
Die Demo war die angemeldete Ablenkung, um dezentral viele Produktionsstätten zu blockieren und zu besetzen - ohne Anmeldung oder Ankündigung.
Jede Aktion war präzise durchgeplant und begleitet.
Die Polizei war komplett überrumpelt von allen Besetzungen und Blockaden. Jede Blockade wurde ein Erfolg. Die Waffenfabrik könnte mind. einen Tag nicht produzieren.
Alles blieb komplett gewaltfrei. Auch weil die Polizei keine Chance hatte, ihre Leute unter die AktivistInnen zu mischen, um Unruhe zu stiften.

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