TAZ

Begonnen von Kuddel, 12:23:00 Mi. 02.März 2011

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Kuddel

Die taz ist aus einer Situation heraus entstanden, die an die heutige erinnert.

Alle Medien erschienen gleichgeschaltet. Sie waren nicht nur staatstragend und pro-kapitalistisch, im unterschiedlichen Maße verschwamm die Grenze zwischen konservativ und rechts und die Diffamierung von allem, was links war, gehörte zur Normalität.

Die taz sollte ein Medium sein, das gegen die Gleichschaltung antritt und die Kämpfe der sozialen und linken Bewegungen unterstützt.

Daß diese Grundlage nicht nur nach und nach immer weiter verwässern, sondern sich in ihr absolutes Gegenteil verkehren würde, habe ich nicht geahnt.

Den 30min Kommentar von Fabian Lehr sollte sich jeder reinziehen.
Artikel der Woche: "Kämpfen für Deutschland" von Leon Holly (taz)
https://youtu.be/pgk7R4HgFfA?si=me3yhyV4nhYm807C

Kuddel

Die taz ist zu einem Parteiblatt der Grünen verkommen.

Hier ist sogar ihr Humor auf Parteilinie.

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Kuddel

Immer wenn man denkt, die taz sei bereits ganz unten angekommen, täuscht man sich.
Schlimmer geht immer.

ZitatSchmollende Greta

Greta Thunberg wurde in klimaschlimmer Weise auf den Weg nach Frankreich geschickt. In einem Flugzeug.


Die Jugend von heute besitzt zwei Leidenschaften: schlechte Frisuren und Antisemitismus. Während das eine als naturgegebene nackte Dummheit daherkommt, ist das andere als bauernschlauer Antizionismus verkleidet. Hipste Antisemitin ist derzeit eine junge schwedische Seglerin von der traurigen Gestalt: Greta, die schon die Cover vieler Lockenwicklermagazine weltweit zierte.

Wenn sie nicht auf die Juden schimpfen könnte, würde sie vermutlich über Friseure zetern: ,,How dare you?" Zuletzt war die ,,Next Generation Leader" (Time) wieder auf columbusgroßer Fahrt ins Land ihrer Träume, doch vor Gazas Gestaden wurde die einst bezopfte Spültuchträgerin von den Israelis mit ihrer ,,Santa Maria" aufgebracht und nach Pfingsten kurzerhand aus Palisrael geworfen.

Und da saß Greta Thunberg wie Klein-Trulla schmollend im klimaschlimmen Flugzeug auf dem Weg nach Frankreich. Vielleicht sollte sie dort sofort eine Coiffeur-Lehre anstreben, um ihren Altersgenossen endlich ein menschliches Antlitz zu verleihen. Denn eines ist sicher wie Kottbüllar ungenießbar: Die Jugend wird bedroht von der Dummheit, der Antisemitismus leider von nichts.
https://taz.de/Schmollende-Greta/!6090167/

Die taz hats geschafft. Es wird herumgewitzelt, schlimmer als die Springerpresse es je könnte.

Man schweigt über Vertreibung, über Hungerblockade und Massenmord, stattdessen macht man sich lustig über einen Protest, der nichts weiter fordert als die Einhaltung der Menschenrechte.

counselor

Was zur Hölle, taz?

Die taz hat in ihrer Humor-Rubrik vor ein paar Tagen einen der übelsten rassistisch gefärbten Hetz-Texte gegen die Bevölkerung Gazas und deren SympathisantInnen im Westen veröffentlicht, die ich bisher in einem nicht offen rechtsradikalen Medium gesehen habe. In der neuen Ausgabe analysiere ich ein wenig diese ultrareaktionäre "Satire".

Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

Man glaubt es kaum.
Die taz war mal eine linke Zeitung.

Heute verabschiedet sich der taz-Autor Nicholas Potter‬ mit folgenden Worten:

ZitatIn eigener Sache: Ich habe mich entschieden, die taz zu verlassen. Seit 10 Jahren schreibe ich für die Zeitung, seit 2 als Redakteur. Es gibt so viele tolle Kolleg*innen, die ich sehr vermissen werde. Ich wünsche euch nur das Beste. Macht's gut, liebe taz.

Jetzt schreibt er für die WELT. Im Sommer 2023 hatte Potter bereits zusammen mit Stefan Lauer den Sammelband Judenhass Underground veröffentlicht, eine Sammlung von zumeist antideutschen und pro-israelischen Autoren. Und nun warnt in seinem Buch »Die neue autoritäre Linke« vor einer radikalen Linken, die angeblich die Demokratie bedroht.

»Potters Buch liefert das perfekte Narrativ für die Kriminalisierung linker Politik, die wiederum dem Erstarken rechter Politik unter die Arme greift.«
schreibt Jacobin  https://jacobin.de/artikel/nicholas-potter-gaza-israel-autoritaere-linke

Wanderratte

Früher habe ich sehr gerne die taz gelesen. Ich habe sie auch ab und an gekauft. Sie war irgendwie anders. Anders als die meisten anderen Tageszeitungen.

Mittlerweile kann man kaum noch einen Unterschied erkennen. Möglicherweise nicht ganz so schlimm, aber nicht mehr das, was ich mir unter einer linken Tageszeitung vorstelle.

Es ist auch deswegen Mist, weil bestimmt sehr viele Menschen davon ausgehen, daß die taz noch immer eine linke Tageszeitung sei. Was sie meiner Meinung nach jedoch definitiv nicht mehr ist. Und somit linke Politik in Mißkredit gerät. Irgendwie scheint mittlerweile "alles" mehr oder weniger austauschbar zu sein. Und somit auch weitestgehend nichtssagend.

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