BRD: Armut steigt weiter an

Begonnen von RoterProlet, 11:10:50 Mi. 18.Dezember 2019

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RoterProlet

ZitatBRD: Armut steigt weiter an

Ende vergangener Woche wurde der offizielle Armutsberichte der BRD für das Jahr 2018 veröffentlicht. Während die süddeutschen Bundesländer, ganz an der Spitze Bayern mit knapp 11 Prozent Armutsquote, im bundesweiten Vergleich sehr gut herausstechen, geht es in anderen Ländern anders zu. Die Grenze verläuft schon Jahre nicht mehr zwischen Ost und West. Nach der Annexion der DDR durch die BRD vor 30 Jahren waren vor allem die ostdeutschen Länder durch eine hohe Armut geprägt. Nach wie vor hat Ostdeutschland mit etwa 17 Prozent eine eher hohe Quote. Aber auch der Westen der BRD ist mit 18 Prozent in den letzten Jahren immer ärmer geworden. Einsamer negativ Spitzenreiter ist wie seit langem schon Bremen.

Mit 22,7 Prozent ist die Armutsquote in Bremen im Zehnjahresvergleich weiter gestiegen. Das heißt, dass etwa jeder fünfte Bremer unter der Armutsgrenze lebt. Und auch bei der Kinderarmut schneidet Bremen auffällig schlecht ab. Schon 2008, also vor 10 Jahren, war die Kinderarmut in Bremen mit 32,7 Prozent enorm. Heute ist die Lage mit 35,8 Prozent noch schlechter. Über jedes dritte Bremer Kind wächst in Armut auf. Doch wenn man nicht die Bundesländer sondern die einzelnen Großstädte der BRD vergleicht, sind die Bremer Zahlen gar mehr nicht so auffällig. Zwar ist das kleine Bremerhaven auch im Städtevergleich die ärmste Stadt, doch im Allgemeinen liegt die Quote grade in den Städten des Ruhrgebiets oder des Ostens noch über den 22,7 Prozent aus Bremen.

Diese Tendenz zeichnet sich, wie der Armutsbericht auch veranschaulicht, schon seit vielen Jahren ab. Immer mehr Menschen aus der sogenannten Mittelschicht rutschen in die Reihen des Proletariats ab. Und auch die oberen Schichten des Proletariats versinken zunehmend in Armut und werden Teil der untersten Schichten. Es ist deutlich, dass sich der Widerspruch zwischen Proletariat und Bourgeoisie auch in der BRD verschärft. Aus diesem Grund rüstet der deutsche Imperialismus nicht nur nach außen für mehr Krieg, sondern rüstet auch nach innen weiter auf, um den kommenden Rebellionen der Massen mit massiver Gewalt zu begegnen. Denn das Streben des deutschen Imperialismus sich zu einer Supermacht zu entwickeln soll nicht nur gegen äußere Feinde durchgesetzt werden, sondern auch gegen innere.

http://www.demvolkedienen.org/index.php/de/t-brd/3825-brd-armut-steigt-weiter-an
,,Einen Finger kann man brechen, aber fünf Finger sind eine Faust!"
Ernst Thälmann, Vorsitzender der KPD
Geboren am 16.04.1886 – Von den Nazis ermordet am 18.08.1944

Kuddel

ZitatAlle Jahre wieder - der Armutsbericht des "Paritätischen"

Alle Jahre wieder kurz vor Weihnachten erscheint der Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. War es vor Jahren noch umstritten, ob Armut in Deutschland überhaupt ein nennenswertes Problem darstellt, geht der Befund inzwischen als Selbstverständlichkeit durch und die Meldung über Armutslagen in Deutschland in der Vorweihnachtszeit fast unter angesichts der vielen Meldungen über Not und Elend in der Welt, die die Menschen regelmäßig zum Spenden veranlassen sollen.

Spenden ändern zwar nichts, verschaffen aber ein gutes Gefühl, sind also ein passendes Angebot zum christlichen Fest des Friedens und der Liebe, bei dem nicht nur der Einzelhandel, sondern auch mildtätige Organisationen die Zahlungsfähigkeit der Menschen für sich beanspruchen.
(...)
Wenn Armut so differenziert betrachtet worden ist und auch der Politik die passenden Ratschläge in Sachen Wirtschaftsförderung und Bildungspolitik ein weiteres Mal ans Herz gelegt worden sind, kann man sich getrost wieder dem Alltagsgeschehen zuwenden - bis zur nächsten Weihnachtszeit, wo sicher wieder ein neuer Armutsbericht die Menschen aufrütteln wird...
https://www.heise.de/tp/features/Deutschland-geht-es-gut-weil-es-Armut-gibt-4621478.html

Troll

Erforscht die Armut in Deutschland | Sozialwissenschaftler Prof. Stefan Sell | SWR1 Leute


https://youtu.be/yyv-H-mnVv0

Via: NDS

Billigfleisch ist z.B. ein Sachzwang unter vielen im legendären Hochlohnland Deutschland, es kann nicht sein das ein Arbeitnehmer trotz Sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung sich kein Schnitzel leisten kann, die deutsche Standardausbeutung wäre plötzlich sehr präsent.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Kuddel

Reicher Mann und armer Mann
standen da und sah'n sich an. Und der arme sagte bleich:
Wär' ich nicht arm, wärst du nicht reich.


BGS

Zitat von: Kuddel am 10:55:07 Di. 23.März 2021
Reicher Mann und armer Mann
standen da und sah'n sich an. Und der arme sagte bleich:
Wär' ich nicht arm, wärst du nicht reich.



Stammt das Zitat aus Berthold Brechts "Herr Puntila und sein Knecht Matti"? Verfasst 1940 / 41 als er in Finnland bei der Autorin Hella Wuolijoki wohnte?

Nicht nur in D. nimmt die Armut erschreckend zu, wie es mir scheint :Q

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Kuddel

Die Entwicklungen sind weltweit ähnlich. In anderen Ländern sind die Entwicklungen noch krasser.

ZitatDie Pandemie deckt die Schwächen der Wirtschafts-, Finanz- und Gesundheitssysteme endgültig auf. Sie wirkt zudem als Brandbeschleuniger für bereits bestehende Krisen und führt zu einer weiteren Verschärfung der globalen Ungleichheit
https://www.welthungerhilfe.de/presse/pressemitteilungen/2020/corona-pandemie-kluft-zwischen-arm-und-reich-nimmt-zu/

ZitatDas RKI hat jetzt aber auch erstmals Daten darüber vorgelegt, in welchen Gebieten es in Deutschland sehr viele Infektionen und eine höhere Sterblichkeit gab. Im Dezember und Januar, auf dem Höhepunkt der zweiten Corona-Welle, ,,lag die Covid-19-Sterblichkeit in sozial stark benachteiligten Regionen um rund 50 bis 70 Prozent höher als in Regionen mit geringer sozialer Benachteiligung." Wo bleibt der Aufschrei jetzt?

Knapp 16 Prozent aller Menschen in Deutschland sind armutsgefährdet, Frauen etwas stärker als Männer. Von denjenigen, die eine Migrationsgeschichte haben, sind mehr als 27 Prozent armutsgefährdet, von denjenigen ohne einen deutschen Pass mehr als 35 Prozent.

Dass die Benachteiligten stärker von Corona betroffen sein würden, war sehr schnell in den Ländern sichtbar, wo die Schere zwischen Arm und Reich noch größer ist als in Deutschland, etwa in den USA oder Brasilien. Es ist immer das gleiche Muster: Je prekärer die Lebenssituation, desto gefährdeter sind die Menschen – ob mit oder ohne eine Migrationsgeschichte.
https://www.fr.de/meinung/kommentare/corona-krise-deutschland-bundestagswahl-2021-armut-politik-spd-rki-statistik-90246648.html

ZitatArmut wächst weltweit weiter
Situation ist "entwürdigend und demütigend"


Da es schon vor der Covid-19-Pandemie nicht weniger als 678.000 Wohnungslose und 41.000 Obdachlose in der Bundesrepublik gab, existiert auch bei uns absolute, extreme Armut. Nach den Kriterien der Europäischen Union sind heute 13,4 Millionen Menschen in Deutschland arm oder armutsgefährdet - ein Rekordwert.

Das ist erstens die Folge einer Regierungspolitik, die für eine Deregulierung des Arbeitsmarktes und einen breiten Niedriglohnsektor gesorgt hat, der inzwischen fast ein Viertel aller Beschäftigten umfasst.

Zum anderen ist der Sozialstaat ein Stück weit demontiert worden. Ich denke da an die Riester-Reform, die Teilprivatisierung der Altersvorsorge und die Senkung des Rentenniveaus. Altersarmut hat in der Folge zugenommen und Menschen im Rentenalter bilden mittlerweile die größte "Kundengruppe" der Tafeln.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/armut-reichtum-hunger-corona-ungleichheit-100.html

ZitatWeltweit verschlimmert sich durch die Corona-Pandemie die soziale Ungleichheit, warnt Oxfam. Das Hilfswerk fordert deshalb, das Wirtschaftssystem zu ändern
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/oxfam-corona-101.html

Kuddel

ZitatGesunde Ernährung mit Hartz 4 nicht möglich: Expertin schlägt Alarm

(...) Für viele einkommensschwache Menschen in Deutschland, unter anderem Empfänger:innen von Hartz 4, sind die Preise für frische und gesunde Lebensmittel – ganz zu schweigen von Bio-Produkten – mit ihrem monatlichen Budget kaum zu zahlen. Aus diesem Grund fordern einige Politiker eine Anpassung des Hartz-4-Regelsatzes. Der Vorschlag einer neuen Regelbedarfsermittlung stieß bisher bei der Bundesregierung allerdings auf taube Ohren.  (...)
https://www.fr.de/wirtschaft/hartz-4-geld-regelsatz-gesund-arbeitslosengeld-essen-ernaehrung-gesundheit-frankfurt-armut-ltt-90461334.html

Mir kommt schon die Argumentation recht merkwürdig vor, als gehe es nur darum, die Gesundheit der Menschen zu erhalten, damit sie für den Arbeitsmarkt verwertbar bleiben. Kein Wort davon, wie entwürdigend Armut ist.

Em_Ma

Zitat von: Kuddel am 10:55:07 Di. 23.März 2021
Reicher Mann und armer Mann
standen da und sah'n sich an. Und der arme sagte bleich:
Wär' ich nicht arm, wärst du nicht reich.



Dieses Zitat habe ich noch nie gehört. Dies ist sehr geil gesagt.

Spiegelei

Diese Zustände werden sich weiter zuspitzen. Das Thema hatte ich schon 2013 an meiner Hochschule mit sehr erfahrenen Wirtschaftswissenschaftlern / Dozenten, welche auch praktische Erfahrung besitzen. Ich denke auch das der Abbau des Sozialstaates und die Privatisierung weiter fortschreiten wird. Es wurden damals falsche politische Entscheidungen getroffen, zugunsten der "Bequemlichkeit" der Regierung. Das hört sich alles bitter an, aber das kennt man zu genüge aus der Geschichte.

Ich rate jedem, hier privat Vorsorge zu leisten.

Fritz Linow

Zitat von: Spiegelei am 20:46:33 Mi. 23.Juni 2021
(...)
Ich rate jedem, hier privat Vorsorge zu leisten.

Bei dem Gedanken an private Vorsorge bekomme ich immer Lust auf Tang Ping:



https://www.forumarbeitswelten.de/blog/tang-ping/

counselor

ZitatDer Paritätische Armutsbericht 2021: "Armut in der Pandemie."

Laut aktuellem Paritätischen Armutsbericht hat die Armutsquote in Deutschland mit 16,1 Prozent (rechnerisch 13,4 Millionen Menschen) im Pandemie-Jahr 2020 einen neuen Höchststand erreicht. Auch wenn das Ausmaß der Armut nicht proportional zum Wirtschaftseinbruch und dem damit verbundenen Beschäftigungsabbau zunahm, gibt es eindeutige Corona-Verlierer: So sind es laut der Studie des Wohlfahrtsverbandes vor allem die Selbstständigen, unter denen die Einkommensarmut zugenommen hat. Der Verband wirft der Politik armutspolitische Versäumnisse vor und appelliert an die neue Bundesregierung, nicht nur die im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen wie Kindergrundsicherung oder Verbesserungen bei Wohngeld und BAFöG zügig und entschlossen anzugehen: Zwingend, so die Forderung, sei darüber hinaus insbesondere eine bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze in der Grundsicherung.

Quelle: https://www.der-paritaetische.de/themen/sozialpolitik-arbeit-und-europa/armut-und-grundsicherung/armutsbericht/
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

ZitatReichtum in der BRD
Europameister der Reichen
Studie: Bundesrepublik bei Vermögenskonzentration auf Platz eins
https://www.jungewelt.de/artikel/417926.reichtum-in-der-brd-europameister-der-reichen.html

counselor

ZitatANZAHL DER BETROFFENEN ERWERBSTÄTIGEN ÜBERPROPORTIONAL GESTIEGEN - Noch nie wurde ein höherer Armutswert für Deutschland gemessen

Im Dezember erschien der paritätische Armutsbericht 2021. Ihm zugrunde liegen die Zahlen des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes für 2020.

Seit 2019 stieg die Armut in Deutschland um 0,2 Punkte auf 16,1 Prozent. Das bedeutet, dass jetzt 13,4 Millionen Menschen zu den Armen gezählt werden müssen. Noch nie wurde ein höherer Armutswert für Deutschland gemessen. Damit steigt die Armutsquote seit 2006 kontinuierlich, während gleichzeitig das Vermögen Superreicher weiter anwuchs.

Besonders betroffen sind kinderreiche Familien, Alleinerziehende, Erwerbslose und Migranten. Überproportional stieg jedoch in der Pandemie die Zahl der betroffenen Erwerbstätigen auf 35 Prozent. Immer mehr Menschen müssen mit Einkommen ab oder knapp oberhalb der Schwelle zu Hartz IV auskommen. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung arbeitet im Niedriglohnsektor. Rund 700.000 ausländische Pflegekräfte in Deutschland arbeiten oft rund um die Uhr für meist weniger als 1000 € im Monat. Zunehmend betroffen sind Selbständige und Soloselbständige. Dazu geören viele kursleiterinnen und Kursleiter an Volkshochschulen. Der Anteil der Einkommensbezieher von unter 1.500 Euro vergrößerte sich in der Pandemie (bis Juli 2021) bei den Selbständigen mit weiteren Beschäftigten von 5 auf 11 Prozent und bei den Soloselbständigen von 17 auf 23 Prozent. Immer weiter greifen auch sogenannte GIG-ECONOMY-PLATTFORMEN um sich: Firmen wie Hermes, Myhammer und andere vergeben zeitlich befristete Aufträge wie zB Fahrradkurierdienste flexibel und kurzfristig an Arbeitssuchende und geringfügig Beschäftigte ohne Sozialversicherung, vornehmlich Migranten mit schlechten Deutschkenntnissen zu katastrophalen Arbeitsbedingungen mit Mindestlöhnen.

Sehr gute Informationen findet man derzeit im Deutschlandfunk-Kultur: ,,Von der Hand in den Mund. Wenn Arbeit kaum zum Leben reicht." 35 Prozent der von Armut Betroffenen sind erwerbslose Menschen. Ein großer Teil betreut jedoch kleine Kinder oder alte Menschen oder befindet sich in einer laufenden Ausbildung oder Weiterqualifikation. So sind mehr als 280.000 pflegende Angehörige so arm, dass sie Hartz IV beantragen müssen.

Eine der am stärksten steigenden Formen der Armut in Deutschland ist die Altersarmut. Mehr als ein Fünftel der Rentnerinnen und Rentner (20,7 Prozent) hatte 2019 ein Einkommen unterhalb der Armutsgrenze, wie das Statistische Bundesamt im Auftrag des Paritätischen berechnete. Deutlich überdurchschnittlich von Armut betroffen sind Kinder und Jugendliche (20,2 Prozent) sowie junge Erwachsene bis 25 Jahre (26,0 Prozent).

Vor allem die steigenden Mieten sind zu einem neuen Armutsrisiko geworden. Für über elf Millionen bedeuten die Wohnkosten eine ernste finanzielle Belastung insbesondere bei einem Wohnungswechsel. In vielen Großstädten sind die Angebotsmieten zwischen 2014 bis 2019 um 30 Prozent oder mehr gestiegen. Die Menschen mit geringem Einkommen sind viel stärker von steigenden Preisen betroffen als Besserverdiener. Denn sie geben den größten Teil ihrer Einkommen aus für Lebensmittel, Wohnen und Energie.

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinen beiden Regelsatzurteilen von 2010 und 2014 für den Fall einer solchen Situation zwingend eine kurzfristige Anpassung vorgeschrieben. Die Regelleistungen für Betroffene von Hartz IV-Grundsicherung und Asylleistungen waren schon immer unzureichend, aber viele Menschen hofften, dass die Ampelkoalition wirklich etwas ändern würde. Sie hat ein Ende von Hartz IV versprochen. Das neue ,,Bürgergeld" ist nur eine Namensänderung, aber keineswegs eine Überwindung von Hartz IV.

Quelle: https://www.rf-news.de/2022/kw02/noch-nie-wurde-ein-hoeherer-armutswert-fuer-deutschland-gemessen
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

ZitatOHRFEIGE FÜR DIE REGIERUNG - Übergang in absolute Armut zeichnet sich ab

33,4 % der Hartz-IV-Betroffenen ist jünger als 18 Jahre. Obwohl der Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung bei 16 % liegt.

Darauf weist das Deutsche Kinderhilfswerk hin. Das waren Ende des letzten Jahres 1.763.973 Kinder und Jugendliche in Bedarfsgemeinschaften.(1) Ein Beleg, dass ausgerechnet Kinder und Jugendliche besonders stark von Armut betroffen sind. Es zeichnet sich inzwischen in Deutschland bei den Ärmsten der Armen der Übergang zur absoluten Armut ab. Das heißt, dass elementare Lebensbedürfnisse wie Essen, Heizung, Arzt- und Zahnarztbesuche etc. infrage gestellt sind. Kürzlich sagte ein Junge aus Gelsenkirchen in einem Interview mit einer Rote Fahne News-Korrespondentin: "Arme Kinder? Ich glaube, die gibt es eher in anderen Ländern." Nein, die Armut, und besonders die Kinderarmut, grassiert auch in Deutschland - in einem der reichsten Länder der Welt!

Quelle:'https://www.rf-news.de/2022/kw15/33-4-der-hartz-iv-berechtigten-ist-juenger-als-18-jahre
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Nikita

Seit einigen Tagen trendet auf Twitter der Hashtag #IchBinArmutsbetroffen. Menschen erzählen dort ihre Erfahrungen mit Armut-über Scham, Ausgrenzung und Depressionen.

https://twitter.com/hashtag/IchBinArmutsbetroffen?src=hashtag_click



Kuddel

ZitatArmutsbetroffen: Gesund leben? Geht nicht!

Ernährung. Janina Lütt würde für sich und ihre Tochter gerne Bio-Lebensmittel kaufen. Doch die Preise für hochwertige Lebensmittel sind hoch. Als eine der rund 13 Millionen Armutsbetroffenen in Deutschland kann sie sich das schlicht nicht leisten
https://www.freitag.de/autoren/janina-luett/armutsbetroffene-gesund-leben-geht-nicht

counselor

ZitatVERARMUNG - Die Normalität der Armut im Kapitalismus

"2022 war ein Jahr galoppierender Inflation und Verarmung der Arbeiterklasse und der breiten Massen." stellte Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD, in ihrem letzten Interview fest. Wir erleben ,,eine in der Nachkriegszeit nicht gekannte relative und absolute Armut in Deutschland!"

Quelle: https://www.rf-news.de/2023/kw11/die-normalitaet-der-armut-im-kapitalismus
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counselor

ZitatEine Gruppe besonders betroffen: Urlaub für viele momentan nicht bezahlbar

Viele Menschen in Deutschland können eine Woche Urlaub nicht bezahlen. Offenbar ist mehr als jeder fünfte dazu nicht in der Lage. Eine Gruppe trifft es besonders stark.

Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/deutsche-urlaub-kosten-alleinerziehende-100.html
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counselor

ZitatZehn Millionen Betroffene: Immer mehr Menschen müssen beim Essen sparen

Im Supermarkt liegen bei immer weniger Menschen Fisch oder Fleisch im Einkaufswagen - die Produkte sind für sie zu teuer geworden. Eine Gruppe kämpft besonders mit den Preisen.

Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/essen-sparen-mahlzeit-fleisch-fisch-ketchup-100.html#xtor=CS5-62
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counselor

Gestern hatte ich zum Feierabend beim Warten auf einen verspäteten Linienbus ein interessantes Gespräch mit einer verarmten Erwerbsminderungsrentnerin. Sie erzählte mir, daß sie 56 Jahre alt sei und seit einigen Jahren die volle Erwerbsminderungsrente hat wegen Wirbelsäulenproblemen und einem heftigen Burnout. Sie erzählte mir, dass sie schon sehr sparen müsse (und ich dachte mir, dass bei ihr wahrscheinlich ab und zu Mahlzeiten ausfallen). Die kleine Rente konnte sie auch nur mit Hilfe des VdK durchsetzen.  Sie meinte, ihre Nachbarn reden nicht mit ihr und gesamte Gesellschaft wäre komisch geworden. Man mache nichts mehr miteinander und rede auch nicht mehr miteinander. Das wäre früher anders und besser gewesen. Dann kamen wir auf unsere Jugendzeit zu sprechen. Wir haben festgestellt, dass wir teilweise in den selben Diskotheken verkehrt sind. Dann kam der Bus und wir haben uns verabschiedet. Ich dachte mir, dass Teile meiner Generation ein total beschissenes Leben in dieser Gesellschaft haben und die Träume aus der Jugend einfach zerplatzen lässt.

Heute war ich mit meinem Vater, seiner Frau und meiner Tante zum Essen. Mein Vater ärgert sich, dass er seine Rente versteuern muss. Er zahlt dem Staat ungern Steuern, weil das Geld nicht den Armen zugute kommt, sondern nach oben umverteilt wird.

Ich komme immer wieder zu dem Schluss, dass wir eine andere, eine sozialistische Gesellschaft brauchen. Denn unsere Spitzenpolitiker haben alle eine Allianz mit den Bossen der großen Konzerne und Banken und schieben denen die Milliarden in den Arsch. Und daran ändern auch irgendwelche Hanseln von der Linkspartei im Parlament nichts. Und auch richtiges Gendern und Hafermilchsaufen, wie die pseudolinke Komikerin @Frauenpower es hier propagiert hat nicht.
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counselor

ZitatStatistisches Bundesamtes: gut ein Fünftel der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht
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Laut Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes sind ,,In Deutschland waren im Jahr 2023 gut 17,7 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das waren 21,2 % der Bevölkerung, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Erstergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) mitteilt. Gegenüber dem Vorjahr blieben die Werte nahezu unverändert. So waren im Jahr 2022 rund 17,5 Millionen Menschen oder 21,1 % der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.

Mehr dazu: https://t1p.de/hjdy6

Quelle: Thomé Newsletter
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counselor

ZitatStefan Sell: Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auf. Bei der Lebenserwartung
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Ärmere Menschen sterben früher, teilweise Jahre früher als Menschen, die in wohlhabenden Verhältnissen leben können. Dass das so ist, wird seit langem nicht nur behauptet, sondern immer wieder auch mit Daten belegt. Und die Feststellung, dass es erhebliche Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen Arm und Reich gibt, ist sozialpolitisch von fundamentaler und zugleich höchst aktueller Bedeutung – man denke hier an das Narrativ, dass ,,wir" alle älter werden und dann kann (und muss) man doch die Altersgrenze für den Rentenbezug ohne Abschläge für ,,uns" alle über die derzeit schrittweise scharfgestellten 67 Jahre anheben. Also ein wenig länger arbeiten, weil ,,wir" doch gleichzeitig auch länger leben.
Mehr dazu: https://t1p.de/v85z3

Quelle: https://harald-thome.de/newsletter/archiv/thome-newsletter-15-2024-vom-12-05-2024.html
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