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Wat Noch => Termine => Thema gestartet von: counselor am 19:51:45 Sa. 31.März 2018

Titel: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 19:51:45 Sa. 31.März 2018
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

16. April 2018 Krieg und Frieden in Kurdistan
7. Mai 2018 Gewerkschaften als Kampforganisationen
4. Juni 2018 Erste Ergebnisse der GroKo - danach Ini-Treffen
an den Montagen zwischen den aufgelisteten Terminen findet keine Montagsdemo statt!

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re:Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: tleary am 05:26:16 Sa. 05.Mai 2018
Zitat
7. Mai 2018 Gewerkschaften als Kampforganisationen
Da wird dann aber nicht die Geschichte des DGB und seiner "Sozialpartnerschaftskinder" erzählt, oder?
Abgesehen davon ist es mir ziemlich rätselhaft, wie man an einem Stand so etwas veranstalten will. - Wohl wieder nur "Pose" vor der Lorenzkirche, statt ernstgemeinter Agitation vor Betrieben.
Titel: Re:Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 06:11:50 Sa. 05.Mai 2018
Zitat
7. Mai 2018 Gewerkschaften als Kampforganisationen
Da wird dann aber nicht die Geschichte des DGB und seiner "Sozialpartnerschaftskinder" erzählt, oder?
Nein. Es geht darum, wie man die Gewerkschaften zu Kampforganisationen der Arbeiterklasse macht.
Abgesehen davon ist es mir ziemlich rätselhaft, wie man an einem Stand so etwas veranstalten will.
Es ist eine Kundgebung mit offenem Mikrofon und kein Stand.
https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/offenes-mikro/ (https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/offenes-mikro/)
- Wohl wieder nur "Pose" vor der Lorenzkirche, statt ernstgemeinter Agitation vor Betrieben.
Agitation vor den Betrieben machen ehr kommunistische Parteien wie die MLPD (https://www.mlpd.de/ (https://www.mlpd.de/)). Aber auch davon darf man sich nicht zu viel versprechen. Die Zeit, wo linke oder kommunstische Ideen zur materiellen Gewalt werden, ist einfach noch nicht da.
Titel: Re:Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 16:52:24 Mi. 06.Juni 2018
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

18. Juni 2018 Gegen Mietwucher
02. Juli 2018 Sofortiger Atomausstieg ist möglich
16. Juli 2018 Sanktionen und Hartz IV
30. Juli 2018 Rente und Altersarmut - danach Ini-Treffen
An den Montagen zwischen den gelisteten Terminen findet keine Montagsdemo statt!

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re:Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 15:18:19 Di. 31.Juli 2018
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

13. August 2018 Klimakatastrophe
27. August 2018 Antikriegstag
10. September 2018 Schule und Bildung
24. September 2018 Unterschiede Ost/West-Löhne - danach Ini-Treffen
An den Montagen zwischen den gelisteten Terminen findet keine Montagsdemo statt!

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re:Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 16:10:26 Di. 14.August 2018
Nach der Montagsdemo am 10.9.2018 findet ab ca. 19 Uhr unsere 14-Jahr-Feier im

Dialog der Kulturen
Fürther Straße 40a
90429 Nürnberg

statt. Interessierte sind herzlich eingeladen!
Titel: Re:Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 16:26:51 Di. 25.September 2018
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

08. Oktober 2018 Landtagswahl in Bayern
22. Oktober 2018 Wahlnachlese
05. November 2018 Sozialer Wohnungsbau
19. November 2018 Maßnahmen für den Umweltschutz - danach Ini-Treffen

An den Montagen zwischen den gelisteten Terminen findet keine Montagsdemo statt!

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re:Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 21:12:09 Mo. 19.November 2018
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

03. Dezember 2018 Energiekosten steigen, Löhne sinken
17. Dezember 2018 Hartz IV und was danach?
14. Januar 2019 Was erwartet uns im neuen Jahr?
28. Januar 2019 Wie wollen wir leben? - danach Ini-Treffen

An den Montagen zwischen den gelisteten Terminen findet keine Montagsdemo statt!

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re:Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 21:27:55 Fr. 23.November 2018
Nach der Montagsdemo am 17.12.2018 findet ab ca. 19 Uhr unsere Jahresabschlussfeier im

Dialog der Kulturen
Fürther Straße 40a
90429 Nürnberg

statt. Interessierte sind herzlich eingeladen!
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 23:13:28 Mo. 28.Januar 2019
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

11. Februar 2019 Volksbegehren gegen das Bienensterben
25. Februar 2019 Rechtsentwicklung - Wohin driftet Europa?
11. März 2019 Atomenergie - gefährliche Energie
25. März 2019 Was ist sozial am "Sozialen Arbeitsmarkt"? - danach Ini-Treffen

An den Montagen zwischen den gelisteten Terminen findet keine Montagsdemo statt!

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

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Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 23:44:22 Mo. 25.März 2019
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

08. April 2019 Wie wird der Bundeshaushalt verteilt? Wo bleibt das Soziale?
29. April 2019 Krieg und Frieden
13. Mai 2019 Europawahl
27. Mai 2019 Nachlese zur Europawahl - danach Ini-Treffen

An den Montagen zwischen den gelisteten Terminen findet keine Montagsdemo statt!

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

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Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 16:08:55 Di. 28.Mai 2019
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

24. Juni 2019 Wohnungsspekulation
22. Juli 2019 Internethandel und Paketlieferdienste
19. August 2019 Klimakatastrophe - danach Ini-Treffen

An den Montagen zwischen den gelisteten Terminen findet keine Montagsdemo statt!

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 16:23:09 Di. 20.August 2019
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

16. September 2019: Antikriegstag
14. Oktober 2019: Bundeswehr ist kein Ausweg aus der Jugendarbeitslosigkeit
11. November 2019: Staat zockt uns ab - Armut steigt
09. Dezember 2019: Jahresrückblick - danach Ini-Treffen

An den Montagen zwischen den gelisteten Terminen findet keine Montagsdemo statt!

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 18:12:05 Di. 27.August 2019
Achtung vormerken: die diesjährige Herbstdemonstration findet am 3. Oktober in Erfurt statt.


Wichtige Information der Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo

Die diesjährige Herbstdemonstration der Bundesweiten Montagsdemo und weiterer findet am 3. Oktober 2019 in Erfurt statt.

Beginn 11 Uhr.

http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=4205
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 17:13:05 Fr. 06.September 2019
Nach der Montagsdemo am 16.09.2019 findet ab ca. 19 Uhr unsere Jubiläumsfeier im

Dialog der Kulturen
Fürther Straße 40a
90429 Nürnberg

statt. Interessierte sind herzlich eingeladen!
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 18:32:18 Di. 17.September 2019
Der Aufruf zur Herbstdemonstration der Bundesweiten Montagsdemo am 3.10.19 ist da:

http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=4236

Die Auftaktkundgebung beginnt um 11.00 Uhr auf dem Anger in Erfurt. Nach der Demonstration durch die Erfurter Innenstadt findet gegen 13:30 Uhr die Abschlusskundgebung auf dem Anger statt.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 20:05:17 Di. 10.Dezember 2019
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

13. Januar 2020: Wohin steuert die GroKo?
17. Februar 2020: Weg mit Sanktionen bei Hartz IV
16. März 2020: Rüstungsausgaben contra Armut
13. April 2020: Ostermarsch
11. Mai 2020: Menschenwürdiger, existenzsichernder Lohn ohne Aufstockung - danach Ini-Treffen

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 17:17:38 Sa. 14.März 2020
Die Montagsdemo am 16. März 2020 (Rüstungsausgaben contra Armut) findet trotz der Corona-Krise statt. Wir sind eine Veranstaltung unter 100 TeilnehmerInnen und daher nicht von dem aktuellen Veranstaltungsverbot der Stadt Nürnberg erfasst.

Wir treffen uns wie immer um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 17:03:30 Sa. 25.April 2020
Die Montagsdemo am 11. Mai 2020 wird voraussichtlich stattfinden. Genehmigung liegt vor.

Wir treffen uns wie immer um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

Sollten sich wider Erwarten noch Änderungen ergeben, werde ich es hier mitteilen.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 16:55:35 Di. 12.Mai 2020
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

15. Juni 2020: Corona-Krise und Weltwirtschafts- und Finanzkrise - danach Ini-Treffen

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 14:16:14 So. 17.Mai 2020
Aus aktuellem Anlass:
Zitat
Widerstand gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf Arbeiter, Familien, Jugendliche und Selbständige und kleine Unternehmen! Stärkt die bundesweite Montagsdemobewegung! Null Toleranz gegenüber Ultrareaktionären und Faschisten!

Koordinierungsgruppe Bundesweite Montagsdemo, 15. Mai 2020

Widerstand gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf Arbeiter, Erwerbslose, Familien, Jugendliche, Selbständige und kleine Unternehmen!

Stärkt die bundesweite Montagsdemobewegung! Null Toleranz gegenüber Ultrareaktionären und Faschisten!

In den letzten Wochen finden bundesweit zahlreiche Kundgebungen und Demonstrationen statt, die vorgeben, gegen die Einschränkung der Grundrechte in Zeiten der Corona-Pandemie protestierten zu wollen. Sie nennen sich irrestiftend „Hygienedemos“ oder „Spaziergänge“. Zumeist unter Ignoranz des Gesundheitsschutzes wie Mindestabstand und Mundschutz und mit freundlicher Duldung dessen durch die Polizei, wird auf den Kundgebungen und Demonstrationen die Aufhebung aller „Corona-Einschränkungen“ gefordert. Auf Druck der Unternehmerverbände wird billigend eine zweite Infektionselle in Kauf genommen, die sich in verschiedenen Städten und Landkreisen schon anbahnt! Wir fordern: schrittweise, kontrollierte Öffnung von Schulen und Kitas und Anlaufen der Produktion und Handel – und nur mit ausreichendem Gesundheitsschutz. Völlig zurecht wächst die Kritik am chaotischen Krisenmanagement von Bundes- und der Landesregierungen und der weitgehenden Einschränkung von Grundrechten. Während Selbstständige und Klein- und Mittelbetriebe weitgehend leer ausgehen, bekommen Großkonzerne Milliardenhilfen und Bürgschaften, für Autokonzerne ist eine Kaufprämie im Gespräch. Das Versammlungsrecht wurde undemokratisch wochenlang fast vollständig ausgehebelt – Proteste und Beachtung des Gesundheitsschutzes sind aber kein Widerspruch!  Konsequenter Gesundheitsschutz: JA! Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung und Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten unter dem Vorwand der Corona-Bekämpfung: NEIN!

Antidemokraten, rechte Verschwörungstheoretiker, Ultrareaktionäre und Faschisten versuchen, den wachsenden Unmut und Protest zu missbrauchen. Kräfte, die die dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte verteidigen und verharmlosen, spielen sich jetzt als Gralshüter des Grundgesetzes auf. Mit abstrusen rechten Verschwörungstheorien wird gewollt der Blick vernebelt, die Großkonzerne als Nutznießer der Regierungspolitik aus der Schusslinie genommen und die Umweltkrise heruntergespielt und geleugnet. Dass Faschisten zu den Protesten kommen, kann man vielleicht nicht verhindern. Aber dass sie Proteste unterwandern oder die Bewegung instrumentalisieren schon – mit klaren demokratischen und antifaschistischen Spielregeln für die Kundgebungen und Demonstrationen, die ernst gemeint sind und auch durchgesetzt werden. Wer unter der Losung „alle zusammen“ gegen die Corona-Einschränkungen keinen klaren Trennungsstrich zu Ultrareaktionären und Faschisten zieht, bereitet letztlich solchen Kräften den Weg. Vielerorts sind Mitglieder der AfD oder offen faschistischer Organisationen sogar Anmelder der Aktionen oder Strippenzieher im Hintergrund. Keinen Fußbreit den Faschisten! Null Toleranz für krude rechte Verschwörungstheorien!

Wir sind als bundesweite Montagsdemobewegung „Montag ist Tag des Widerstands!“ gehen seit über 15 Jahren montags auf der Straße – für eine lebenswerte Zukunft. Wir sind eine überparteiliche Protest- und Widerstandsbewegung der Bevölkerung, die begonnen mit dem Kampf gegen die Hartz-Gesetze den Montag zum Tag des Widerstands gemacht hat. Wir sind auf antifaschistischer Grundlage weltanschaulich offen. Die Montagsdemonstrationsbewegung ist finanziell unabhängig, finanziert sich aus Spenden, hat gewählte Kassierer und regelmäßige Kassenprüfungen. Intransparente Finanzierung oder „anonyme“ Geldgeber im Hintergrund gibt es bei uns nicht! Sowohl auf örtlicher wie auch auf zentraler Ebene haben wir demokratisch gewählte Koordinierungsgruppen.

Wirklicher Protest zur Verteidigung demokratischer Rechte und Freiheiten ist links! Wirklicher Protest gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung, nimmt die Profitlogik der Großkonzerne ins Visier! Stärkt die Montagsdemobewegung und das Internationalistische Bündnis!

Hier gibt es die Erklärung als Flyer.

Am kommenden Montag 18. Mai finden Kundgebungen u.a. statt in folgenden Städten:

Bottrop: 17.30 Uhr Rathausplatz

Dortmund: 18.00 Uhr, Europabrunnen

Dresden: 18.00 Uhr, Wiener Platz

Heidelberg: 18.00 Uhr, Bismarckplatz

Köln: 18.00 Uhr, vor dem Kölner Dom

Lübeck: 18.00 Uhr, vor dem Rathaus an der Breiten Straße

Mülheim/Ruhr: 17:00 Uhr, Kurt-Schumacher-Platz

Für alle Kundgebungen gilt: bitte unbedingt Mundschutz mitbringen und Mindestabstand einhalten!

Weitere antifaschistische Proteste, an den sich die Montagsdemos und Kräfte des InterBündnis beteiligen:

Duisburg: 19.00 Uhr, König Heinrich Platz am Amtsgericht

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=4540
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 14:07:50 Do. 21.Mai 2020
Zitat
Beteiligt euch am bundesweiten Protesttag der Montagsdemobewegung am 25. Mai!

Die Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo ruft zu einem bundesweiten Protesttag am 25. Mai auf. Er steht unter dem Motto: „Konsequenter Gesundheitsschutz: JA! Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung und Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten: NEIN!“

In den letzten Wochen finden bundesweit zahlreiche Kundgebungen und Demonstrationen statt, die vorgeben, gegen die Einschränkung der Grundrechte in Zeiten der Corona-Pandemie protestieren zu wollen. Dort tummeln sich viele Antidemokraten, rechte Verschwörungstheoretiker, Ultrareaktionäre und Faschisten. Die Bundesweite Montagsdemo Ulrich Achenbach, Matz Müllerschön, Siggi Renz, Andreas Schweitzer und Ulja Serway von der Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo schreiben dazu in einer aktuellen Mitteilung: „Die Abgrenzung von den sogenannten Hygienedemos, Querdenken- oder Widerstand 2020-Kundgebungen und „Spaziergängen“ war und ist unbedingt richtig. Sie sind von den hauptsächlichen Organisatoren her Ausdruck der Bestrebungen, demagogisch den Unmut und Protest gegen das Krisenmanagement der Regierung in eine ultrareaktionäre bis faschistische Richtung zu lenken.

Trotzdem gehen auch viele Leute aus Neugier hin oder mit berechtigten Kritiken an der Regierungspolitik am Abbau von Grundrechten oder ehrlicher Existenzängsten. Auf sie müssen wir unbedingt Einfluss nehmen und die Montagsdemonstrationsbewegung als Plattform fortschrittlicher Proteste und als „Tag des Widerstands“ gegen das Krisenmanagement auf antifaschistischer und überparteilicher Grundlage verankern und stärken. Die bisherigen Erfahrungen stattfgefundener Montagsdemos zeigen, dass es einen großen Diskussions- und Klärungsbedarf gibt“.

Die Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo ruft deshalb „alle örtlichen Montagsdemonstrationen auf, bundesweit am 25.5. Kundgebungen ggf. auch Demonstrationen anzumelden und durchzuführen und dazu eine Pressearbeit und Bündnisarbeit zu machen. Wendet euch dazu an die Trägerorganisationen des Internationalistischen Bündnisses, die es bei euch vor Ort gibt, an antifaschistische Kräfte und Mitstreiter aus den 1. Mai-Bündnissen, Arbeiter und Gewerkschafter. Mit diesem bundesweiten Protesttag der Montagsdemobewegung am 25.5. bringen wir zum Ausdruck, dass wir eine bundesweite Bewegung sind und nehmen Einfluss in der heftigen gesellschaftlichen Polarisierung. Wir diskutieren auf antifaschistischer Grundlage überzeugend und streitbar mit den Zuhörern und neuen Teilnehmern. … In der Auswertung der Erfahrungen vom 25.5. werden wir die Arbeit weiter beraten und ausrichten“.

Während Selbstständige und Klein- und Mittelbetriebe weitgehend leer ausgehen, Hunderttausende in ihrer Existenz bedroht sind, bekommen Großkonzerne Milliardenhilfen und Bürgschaften, für Autokonzerne ist eine Kaufprämie im Gespräch. Auf Druck der Unternehmerverbände wird billigend eine zweite Infektionswelle in Kauf genommen, die sich in verschiedenen Städten und Landkreisen schon anbahnt!

Wir fordern unter anderem:

schrittweise, kontrollierte Öffnung von Schulen und Kitas und Anlaufen der Produktion und Handel – und nur mit ausreichendem Gesundheitsschutz. Ausbau und Ausschöpfung der Testkapazitäten und kostenlose Ausgabe von Mund/Nasenschutz!

Kampf gegen geplante Massenentlassungen und Werksschließungen! Kein Missbrauch des Kurzarbeitergelds!

Sofortige und dauerhafte Neueinstellungen qualifizierter Kräfte im Gesundheitswesen sowie deutliche und dauerhafte Lohnerhöhungen insbesondere der Pflegekräfte!

Für die Übernahme aller Azubis und eine Mindestausbildungsquote von 10% in der Großindustrie!

Notfallhilfe für Alleinerziehende!

Sofortige Aufstockung der Regelsätze für Bezieher von Hartz-IV und Grundsicherung um 100 Euro!

Unbegrenzte Zahlung des Arbeitslosengelds I für die Dauer der Arbeitslosigkeit und entsprechende Erhöhung der Sozialhilfe bzw. Grundsicherung! Weg mit den Hartz-Gesetzen, die zu Massenarmut geführt haben!

Stärkt die bundesweite Montagsdemobewegung als antifaschistische und überparteiliche Plattform des Widerstands gegen das Krisenchaos von Regierungen und Großkonzernen!

Null Toleranz gegenüber Ultrareaktionären und Faschisten!

Wir veröffentlichen in Kürze hier die Uhrzeiten und Orte der Montagsdemonstrationen.

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=4572
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 15:33:06 Sa. 23.Mai 2020
Zitat
Bundesweiter Protesttag am 25. Mai: Montagsdemos in vielen Städten

Am 25. Mai finden Kundgebungen/Demonstrationen der bundesweiten Montagsdemobewegung „Montag ist Tag des Widerstands! Weg mit den Hartz-Gesetzen!“ u.a. in folgenden Städten statt  (die Liste wird laufend aktualisiert, Meldungen bitte an bundesweite_montagsdemo@gmx.de)

Die Montagsaktionen stehen unter dem Motto: „Konsequenter Gesundheitsschutz: JA! Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung und Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten: NEIN!“

Berlin: 18 Uhr Alexanderplatz an der Weltzeituhr

Bochum: 18.00 Uhr, Husemannplatz in der Bochumer Innenstadt

Bottrop: 17.30 Uhr vor der Cyrakuskirche, gegenüber der Mayerschen

Braunschweig: 17.00 Uhr Kohlmarkt

Bremen: 17.30 Uhr Marktplatz

Dortmund: 18 Uhr Europabrunnen

Dresden: 18 Uhr Wiener Platz

Düsseldorf: 18.15 Uhr Düsseldorf-Arcaden am S-Bahnhof Düsseldorf-Bilk

Duisburg: 18 Uhr vor dem Lifesaver Brunnen auf der Königsstraße

Eisenhüttenstadt: 17:00 Uhr vor dem Friedrich Wolf Theater in der Lindenallee

Essen: 18 Uhr auf der Porschekanzel

Gelsenkirchen: 17.30 Uhr auf dem Neumarkt-Platz

Gera: 17 Uhr vor dem Stadtmuseum

Hagen: 18 Uhr vor dem Kaufhof in der Elberfelderstraße

Halle: 17.00 Uhr an der Ulrichskirche in der unteren Leipziger Straße (Boulevard)

Hamburg: 18.30 Uhr am Mönckebrunnen an der Mönckebergstraße

Hannover: 18 Uhr auf dem Steintorplatz

Heilbronn: 17.30 Uhr Kiliansplatz

Heidelberg: 18.00 Uhr, Bismarckplatz

Lübeck: 18 Uhr vor dem Rathaus in der Breiten Straße

Magdeburg: 18:00 Uhr Ernst-Reuter-Allee / Ecke Breiter Weg (Mc Donalds)

München: 18 Uhr am Max-Joseph-Platz

Recklinghausen: 17:15 Uhr in Recklinghausen, Schaumburgstraße vor dem Palais Vest

Stuttgart: 17 Uhr am Schlossplatz

Tübingen: 18 Uhr Holzmarkt

Witten: 17 Uhr auf der Bahnhofstraße, Einmündung Nordstraße

Bitte kommt mit Mundschutz und haltet die Abstandsregeln ein!

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=4575
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 16:23:36 Do. 28.Mai 2020
Zitat
Bundesweiter Protesttag der Montagsdemobewegung in 30 Städten am 25. Mai – fortschrittlicher Gegenpol zu sog. Hygiene- und Corona-Demos

Unter dem Motto „Konsequenter Gesundheitsschutz: JA! Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung und Abbau der demokratischer Rechte und Freiheiten: NEIN!“ fanden in mindestens 30 Städten Kundgebungen statt – von Lübeck bis München, von Eisenhüttenstadt bis Düsseldorf. Unter Einhaltung des Abstands und mit Mundschutz beteiligten sich bundesweit 700-800 DemonstrantInnen.

Die Montagsdemobewegung mit ihren demokratischen Prinzipien und konsequent antifaschistischer Grundlage ist der fortschrittliche Gegenpol zu den gegenwärtigen sogenannten Hygiene- oder Corona-Demos, die keinen klaren Trennungsstrich zu Ultrareaktionären und Faschisten ziehen oder sogar direkt von ihnen initiiert sind.

Vielerorts wurde berichtet von leicht gestiegenen Teilnehmerzahlen, aber noch keinem spontanem Zulauf. Viele Menschen spüren, dass große Verschlechterungen auf sie zukommen, aber die Abwälzung der Krisenlasten ist für viel noch nicht so konkret greifbar. Die Regierung gibt mit ihren Rettungsprogrammen vor, alles in ihrer Macht mögliche zu tun und die Lage im Griff zu haben. Auf den Montagsdemos wurde berichtet, welche Folgen die Corona-Krise und Weltwirtschaftskrise schon heute für die Massen hat. Tausende Leiharbeiter wurden entlassen. Die Lebensmittelpreise sind massiv gestiegen. Viele Auszubildende konnten ihre Abschlussprüfungen nicht machen, viele Betriebe haben erklärt, nicht mehr ausbilden zu wollen.

Auf unserer Homepage findet ihr Berichte von den örtlichen Montagsdemos am 25. Mai.

Zentrale Forderungen unseres Protesttags waren:

100 Euro Sofortaufstockung für Bezieher von Hartz IV und Grundsicherung!

Flächendeckende Tests (v.a. in Krankenhäuser, Schulen, Flüchtlingsunterkünften usw.)

Ausgabe von kostenlosen Mund/Nasenschutz an die Bevölkerung

Aufhebung unsinniger Einschränkungen der demokratischen Rechte und Freiheiten!

Am 8. Juni werden viele Montagsdemos wieder auf der Straße sein. Wir werden die Orte und Uhrzeiten hier veröffentlichen.

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=4638
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 15:25:52 Fr. 05.Juni 2020
Zitat
Montagsdemos am 8. Juni im Zeichen der Solidarität mit den antirassistischen und antifaschistischen Protesten in den USA!

„Hunderttausende demonstrieren in den USA, große Demonstrationen gab es in London, aber auch in Berlin. Wir schließen uns diesen Protesten an. Die Rebellion gegen rassistische und faschistische Polizeigewalt ist vollkommen gerechtfertigt! Wir sagen: Null Toleranz für Rassismus und Polizeigewalt – in den USA und überall! Genug ist genug! Unser tiefes Mitgefühl gehört den Angehörigen und Freunden von George Floyd. Am Montag und Dienstag finden in Houston die Trauerfeierlichkeiten für und die Beisetzung von George Floyd in Houston statt.“ so Ulrich Achenbach, Ulja Serway, Andreas Schweitzer und Matz Müllerschön von der Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo. „Wir werden deshalb die Montagsdemos, die am 8. Juni stattfinden, besonders in diesem Zeichen durchführen“. 

Am 25. Mai wurde der Afroamerikaner George Floyd von einem Polizisten kaltblütig ermordet. Seitdem gibt es Massenproteste in den USA und Solidarität aus aller Welt. Während US-Präsident Donald Trump das Militär gegen friedliche Demonstrantinnen und Demonstranten einsetzt, gehen vielerorts Polizisten auf die Knie, um ihre Solidarität mit den Protesten zu zeigen. Auch in Deutschland starben und sterben Menschen durch Polizeigewalt. Halim Dener, Oury Jalloh, Berkin Elvan, Baris Cakan sind nur einige Namen. Wir protestieren gegen Rassisten und Faschisten bei der Polizei, gegen Donald Trump und seine rassistische Politik und seine Brüder im Geiste von der AfD in Deutschland.

Machen wir den Montag 8. Juni zum Montag des Widerstands gegen Rassismus und Faschismus und zum Montag der Solidarität mit George Floyd und allen von Polizeigewalt betroffenen Demokraten und Antifaschisten!

Wir laden herzlich alle Jugendlichen, alle Demokraten, Antifaschisten und alle Internationalisten ein – kommt zu den Montagsdemos! Zeigt eure Solidarität: Malt Schilder, sprecht am Mikrofon, bringt Lieder mit!

Montagsdemos finden am 8. Juni u.a. statt in:

Balingen: 18 Uhr vor der Stadtkirche

Berlin: 18 Uhr an der Weltzeituhr am Alexanderplatz

Bochum: 18 Uhr Dr. Ruer-Platz

Bremen: 17.30 Uhr Marktplatz

Dortmund: 18 Uhr Europabrunnen

Essen: 18 Uhr auf der Porschekanzel

Frankfurt: 18 Uhr Hauptwache

Gelsenkirchen: 17.30 Uhr Neumarktplatz

Hagen: 18 Uhr auf der Elberfelderstraße in Höhe Kaufhof

Hannover: 18 Uhr Steintorplatz

Heidelberg: 18 Uhr Bismarckplatz

Karlsruhe: 18 Uhr Marktplatz

Köln: 18 Uhr vor dem Dom

Lübeck: 18 Uhr Rathaus in der Breiten Straße

Mannheim: 18 Uhr Paradeplatz

Mülheim/Ruhr: 17 Uhr Kurt-Schumacher-Platz

München: 18 Uhr Marienplatz

Saarbrücken: 18 Uhr Europagalerie

Sindelfingen:

Stuttgart: 17 Uhr Schlossplatz

Tübingen: 18 Uhr Holzmarkt

Die Termine werden laufend hier aktualisiert.

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=4656#more-4656
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 02:22:20 Sa. 06.Juni 2020
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

15. Juni 2020: Corona-Krise und Weltwirtschafts- und Finanzkrise - danach Ini-Treffen

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/

Die Kundgebung wurde verlegt. Wir treffen uns am 15. Juni 2020 um 17:30 Uhr am Hallplatz in Nürnberg.

Da die Verlegung auf dem Mist der Stadtspitze um den neuen OB Marcus König (CSU) gewachsen ist, der in der Innenstadt keine Versammlungen mehr erlauben will, werden wir gegen die dauerhafte Verlegung unserer Kundgebung klagen. Wir sind der Meinung, dass wir nach 16 Jahren vor der Lorenzkirche ein Gewohnheitsrecht auf unseren Standplatz auf dem Lorenzer Platz haben.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 22:02:37 Mo. 15.Juni 2020
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

13. Juli 2020: Rassismus, Faschismus und Kapitalismus
10. August 2020: EU-Kredite und Zuschüsse - wer soll das bezahlen?
7. September 2020: 16 Jahre Montagsdemo
5. Oktober 2020: Wer profitiert von der Umweltkatastrophe? - danach Ini-Treffen

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr am Hallplatz in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 16:18:02 Mi. 17.Juni 2020
Das lokale Käseblatt Nürnberger Nachrichten hat über uns berichtet:
(https://s12.directupload.net/images/200617/temp/j6t79h2o.jpg) (https://www.directupload.net/file/d/5853/j6t79h2o_jpg.htm)
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 18:17:02 So. 28.Juni 2020
Zitat
Machen wir den Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit und um Ausbildungsplätze zum Thema bei den Montagsdemos im Juli!

Die Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo schlägt vor, die Ausbildungsplatzsituation und den Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit zum bundesweiten Schwerpunkt der nächsten Montagsdemos im Juli zu machen.

In einer Umfrage von www.ausbildung.de vom 8. Mai 2020 unter 700 Azubis und 1.700 Schülern äußerten 59 Prozent aller Ausbildungsbewerber Angst, dass sie „aufgrund der Corona-Krise“ keinen Ausbildungsplatz bekommen. Laut IG Metall haben 8 Prozent der Betriebe angekündigt, dass es zu „Problemen“ bei der Übernahme von Azubis komme.

Der Jugendverband REBELL schreibt in einer Pressemitteilung: „Die Anzahl der von den Unternehmen angebotenen Ausbildungsplätze ist nach offiziellen Angaben der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) im Mai um acht Prozent im Vergleich zum Mai 2019 gesunken. Der Bericht gibt an, dass das Angebot an Ausbildungsplätzen von 2018 zu 2019 um ca. 1% gestiegen ist. Er verschweigt aber, dass mit der Weltwirtschaftskrise 2008 das Angebot an Ausbildungsplätzen um 10% eingebrochen war und heute noch 10% unter dem Niveau von 2009 liegt. Die Ausbildungsquote in den Großbetrieben liegt gerade mal bei 4,2%, im Jahr 2007 waren es noch 5,6%. Offiziell suchten 2019 73.700 Jugendliche vergeblich einen Ausbildungsplatz. Gleichzeitig wurden Maßnahmen des sogenannten „Übergangsbereich“ seit 2013 von 160.000 Plätzen auf 300.000 im Jahr 2019 fast verdoppelt. Die jungen Menschen ohne Berufsabschluss und aus dem „Übergangsbereich“ machen den größten Teil der Leiharbeiter, Werksverträgler und Minijobber aus“.

Seit dem Ausbruch der neuen Weltwirtschaftskrise setzte spätestens 2019 bei den Großkonzernen eine rapide Vernichtung der Ausbildungsplätze ein: -38 Prozent von 2018 auf 2019; Opel: -60 Prozent von 2017 auf 2019; VW: -18 Prozent von 2019 auf 2020. Dieser dramatische Rückgang bei Ausbildungsplätzen steht v.a. im Zusammenhang mit der aktuellen Weltwirtschafts- und Finanzkrise, die durch die Corona-Pandemie jetzt verstärkt wird. Wie in den Schulen dieser Tage offenkundig wird, dass schon lange Lehrer fehlen, so tritt offener zum Vorschein, wie Ausbildungsplätze systematisch abgebaut wurden. 2020 sind 2,1 Millionen junge Menschen zwischen 20 und 34 Jahren ohne Berufsabschluss – mehr als je zuvor. Von den etablierten Parteien und den Medien wird meist nur die Gesamtzahl offener Lehrstellen mit der Gesamtzahl Ausbildungssuchender verglichen. Damit wir der Abbau von Ausbildungsplätzen in der Industrie aber auch im Öffentlichen Dienst verdeckt. Und was nützt einem Jugendlichen aus NRW oder Brandenburg eine Ausbildungsstelle in Bayern weit weg von seinem Umfeld und wo er vielleicht überhaupt keine Wohnung findet.

Es ist Fakt, dass die Jugend überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen ist. Sie braucht die Solidarität aller Beschäftigten. Die Jugend zeigt in den letzten Wochen und Monaten, ob in den großen Demonstrationen gegen die Umweltzerstörung oder jetzt weltweit gegen Rassismus und Faschismus, dass sie rebellieren kann und will. Sie ist zunehmend interessiert über alternative Systeme zum Kapitalismus zu diskutieren, indem der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht der Profit. Die Jugend braucht Zukunft!

Die Bundesweite Montagsdemo fordert u.a.: 10% Ausbildungsquote in Großkonzernen und unbefristete Übernahme nach der Ausbildung!

Das Thema ist auch geeignet, Jugendliche für die Montagsdemo zu interessieren und zu gewinnen. Wendet euch zur Vorbereitung an die Jugendlichen des REBELL und lasst euch gemeinsam jugendgemäße Aktionen einfallen. Kontaktiert Jugendauszubildendenvertretungen und die Gewerkschaftsjugend und natürlich auch die örtlichen Gewerkschaftsgliederungen insgesamt und ladet sie ein. Wendet euch auch an die Leiter der ARGE und Jocenter. Macht die Montagsdemo und das Thema Ausbildungsplätze zum Thema in den Betrieben und organisiert Belegschaftsdelegationen. Jede Montagsdemo sollte eine kleine Recherche im Vorfeld machen, um die konkrete Situation in der jeweiligen Stadt zu untersuchen. Und natürlich eine entsprechende Pressearbeit.

Wir werden von der Koordinierungsgruppe Ende nächster Woche eine Pressemitteilung machen und darin auch die jeweiligen Montagsdemos ankündigen. (…)

Viel Erfolg und viele Grüße! Für die Koordinierungsgruppe

Ulrich Achenbach, Matz Müllerschön und Ulja Serway

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=4721
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 17:06:01 Mi. 05.August 2020
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

13. Juli 2020: Rassismus, Faschismus und Kapitalismus
10. August 2020: EU-Kredite und Zuschüsse - wer soll das bezahlen?
7. September 2020: 16 Jahre Montagsdemo
5. Oktober 2020: Wer profitiert von der Umweltkatastrophe? - danach Ini-Treffen

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr am Hallplatz in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/

Kleine Terminsverschiebung:

Die nächste Montagsdemo findet am 17. August 2020 zum Thema  "EU-Kredite und Zuschüsse - wer soll das bezahlen?" statt.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 17:04:44 Fr. 30.Oktober 2020
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

2. November 2020: Bericht aus Stuttgart
30. November 2020: Erhöhung des Hartz4-Regelsatzes und Weihnachtsgeld für Hartz4-Empfänger
28. Dezember 2020: Was bringt das neue Jahr 2021?
25. Januar 2021: Was ist los in dieser Welt?

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr am Hallplatz in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 13:48:37 Sa. 31.Oktober 2020
Zitat
Bundesweit am 2. November auf die Straße: Protest gegen die Politik von Bundes- und Landesregierung, die zum Schutz der Profite der Konzerne unser Leben massiv einschränkt und unsere Gesundheit gefährdet! Keine schleichende Aushebelung der demokratischen Rechte!

Bundeskanzlerin Frau Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben gestern angesichts der gefährlichen Verschärfung der Corona-Infektionen einschneidende Maßnahmen beschlossen. Zweifelsohne ist die Verstärkung der Gesundheitsschutzmaßnahmen dringend erforderlich. Die unkontrollierte Verbreitung des Corona-Virus muss unbedingt gestoppt werden. Wir sehen in vielen Ländern, zu was das führt. wo selbst die Intensivbetten knapp werden. Die Bundesweite Montagsdemo fordert seit langem u.a. die Erhöhung von Tests, kostenlose Ausgabe von Masken an die Bevölkerung, Ausbau des Nahverkehrs, kleinere Schulklassen. Doch danach sucht man vergeblich in den elf beschlossenen Maßnahmen. Kurz lassen sich diese so auf den Punkt bringen: Schutz des Profits der Großkonzerne vor wirksamen Gesundheitsschutz und sozialem Leben der Bevölkerung!

Theater, Schwimmbäder u.a. müssen ab 2.11.20 bis Ende November per sé schließen. Restaurants dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Faktisch wurde ein Urlaubsverbot eingeführt. Durch den Lockdown droht die Pleite vieler Gastronomie- und Hotelbetriebe und damit der Verlust von zahlreichen Arbeitsplätzen! Daran wird auch die versprochene Hilfe der Bundesregierung für diese Branchen von 75% des Umsatzes wenig ändern, da sie seit der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 schon erhebliche Umsatzeinbußen hatten und versprochene Hilfen bei etlichen Soloselbständigen bis heute nicht angekommen sind. Private Kontakte selbst im Freien werden massiv eingeschränkt. Im krassen Gegensatz zur massiven Einschränkung des sozialen Lebens der Bevölkerung soll die Produktion in Fabriken und der Betrieb in Kitas und Schulen in vollem Umfang aufrechterhalten werden. Während sich max. nur höchstens 10 Personen aus zwei verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen, wird großes Gedränge im ÖPNV, Arbeit Hand in Hand an Produktionsbändern in Kauf genommen – Hauptsache, die Wirtschaft läuft! Kaum zu übersehen, wer hier der Bundes- und den Landesregierungen in die Feder diktiert hat. Zur Verbesserung des Schutzes der Kinder in Schulen und Kitas vor Corona-Infektion gibt es keine einzige verpflichtende Maßnahme. Von kleineren Klassen bzw. Kindergartengruppen, mehr Lehrpersonal bzw. Erzieher-innen ist keine Rede. Obwohl mobile Luftreinigungsgeräte erwiesenermaßen die Luft effektiv und schnell reinigen, sind keinerlei Anstrengungen zu erkennen, flächendeckend Klassenräume damit auszustatten. Die Regierung will stattdessen Decken für die Schüler anbieten – kein Witz!

Eine Einschränkung des Demonstrationsrechts nach dem Versammlungsgesetz wurde zwar nicht beschlossen. Unter dem Missbrauch der Corona-Schutzbestimmungen kann es auch hier zu willkürlichen Verboten kommen wie z.B. aktuell bei einer Demonstration in Heidelberg am 30.10. im Rahmen der bündnisweiten Aktion „AufRecht bestehen“. Versammlungen und Veranstaltungen müssen – natürlich unter strengen Hygienemaßnahmen – weiter möglich sein. Hände weg von unseren demokratischen Rechten und Freiheiten! Zuletzt zeigten die Kolleginnen und Kollegen bei Verdi in ihren Tarifstreiks eindrucksvoll und diszipliniert, dass Gesundheitsschutz und kämpferische Versammlungen kein Widerspruch sind. Gerade in dieser Zeit brauchen wir kampfstarke Gewerkschaften.

Die Bundesweite Montagsdemo ruft alle örtlichen Montagsdemos auf, den Montag 2. November 2020 zum Tag des Widerstands gegen das Austragen der Corona-Pandemie auf dem Rücken der Bevölkerung und zugunsten der Profite der Großkonzerne zu machen. Wir laden alle ArbeiterInnen, SchülerInnen, LehrerInnen, ÄrztInnen, Pflegekräfte, Flüchtlinge, Solo-Selbständige, KünstlerInnen herzlich ein. Kommt zu den Kundgebungen und Demonstrationen, bringt Schilder mit! Das Offene Mikrofon steht auf antifaschistischer Grundlage allen zur Verfügung. Diskutiert weitere Forderungen und berichtet darüber.

Auf den Kundgebungen und Demonstrationen gilt Maskenpflicht und die Einhaltung des Mindestabstands. Mikrofone werden nach dem Redner desinfiziert.

Ulrich Achenbach, Fred Schirrmacher, Ulja Serway, Matz Müllerschön und Siggi Renz für die Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo

 

Hier werden Uhrzeiten und Orte der Montagsdemos am 2. November laufend aktualisiert:

Balingen: 18 Uhr vor der Stadtkirche

Berlin: 18 Uhr an der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz

Bremen: 17.30 Uhr Marktplatz

Dortmund: 18 Uhr Katharinentreppe

Duisburg: 17.30 Uhr am Lifesaver-Brunnen auf der Königsstraße

Düsseldorf: 18 Uhr Düsseldorf Arcaden, am Ausgang S-Bahnhof Bilk

Essen: 18 Uhr Porschekanzel

Esslingen: 17.30 Uhr Bahnhofsvorplatz

Frankfurt: 18 Uhr Hauptwache

Gelsenkirchen: 17.30 Uhr Neumarktplatz

Hagen: 18 Uhr Elberfelderstraße Höhe Kaufhof

Halle: 17 Uhr Leipziger Straße zwischen Ulrichskirche und C&A

Hamburg: 18.30 Uhr Mönckebergbrunnen

Hannover: 18 Uhr am Schiller-Denkmal

Heidelberg: 18 Uhr Bismarckplatz

Karlsruhe: 18 Uhr Marktplatz

Köln: 18 Uhr am Dom

Lübeck: 18 Uhr Rathaus in der Breiten Straße

Mannheim: 18 Uhr Paradeplatz

München: 18 Uhr Marienplatz

Saarbrücken: 18 Uhr Europagalerie

Sonneberg: 16 Uhr Pikoplatz

Stuttgart: 17 Uhr Schlossplatz

Tübingen: 18 Uhr Holzmarkt

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=5252
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 20:08:29 Di. 26.Januar 2021
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

22. Februar 2021: Was folgt als nächstes: Lohnabbau, Entlassungen, Insolvenzen!
22. März 2021: Umwelt: AKW's der Genertion IV - weiterhin nicht beherrschbare Technologie!
19. April 2021: Steigende Preise: CO 2 -Abgabe, steigende Kosten für Mieten und Strom
17. Mai 2021: Jugend: Ausbildungsplätze brauchen wir!

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr am Hallplatz in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 04:17:03 Mi. 17.März 2021
Die Montagsdemo Nürnberg trifft sich ab 22. März 2021 wieder um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 13:00:59 Fr. 26.März 2021
Zitat
Montagsdemos am 29. März: Gesundheit vor Profit! Verlängerte Schulferien und Werksferien für die Republik – damit die Pandemie besiegt werden kann und Öffnungen wieder möglich sind!

Gesundheit vor Profit! Verlängerte Schulferien und Werksferien für die Republik – damit die Pandemie besiegt werden kann und Öffnungen wieder möglich sind!

Die Bundesregierung hat den „Lockdown“ bis zum 18.04.2021 verlängert. Viele fragen sich, wie lange soll das noch so weiter gehen? Doch ihr Lockdown ist halbseiden und völlig unwirksam gegen die weitere Ausbreitung der Pandemie, deren 3. Welle jetzt schon rollt. Auf Druck der Industrie wurde die geplante 5-tägige Schließung der Betriebe über Ostern inkl. Gründonnerstag sofort wieder zurückgenommen. Damit Großkonzerne weiter produzieren und Profite scheffeln können, wird dort kaum getestet und oft der Gesundheitsschutz missachtet, wurden Schulen und Kitas generell und ohne Schnelltests und Geschäfte flächendeckend geöffnet.

Gerade weil wir uns sehnlichst wünschen, dass Öffnungen und Lockerungen, politische und Kulturveranstaltungen, Gewerkschafts- und Vereinstreffen, gemeinsamer Sport, Feiern, Verwandten- und Freundebesuche u.v.m. wieder möglich sind, fordern wir einen kurzen, aber konsequenten Lockdown ab sofort für die Dauer von drei bis vier Wochen:

Gesundheit vor Profit! Schluss mit dem zermürbenden, Existenzen zerstörenden und gesundheitsgefährdenden Krisenchaos, Impf- und Testdesaster der Regierung!
Werksferien für alle nicht elementar lebensnotwendigen Betriebe und Dienstleistungen! Volle Entgeltfortzahlung für die Beschäftigten auf Kosten der Profite der Konzerne! Erhöhung der finanziellen Unterstützung für Kleinbetriebe und Selbstständige.
Schließung der Schulen und Kitas (bis auf Notbetrieb) und Nutzung der Zeit der (verlängerten) Osterferien für die Organisation von u.a. kleinen Lerngruppen für die Zeit nach dem Lockdown, Schaffung von neuen Stellen für Lehrpersonal und Ausrüstung der Klassenräume mit Luftfilteranlagen!
Verpflichtende regelmäßige kostenlose Schnelltests in allen Unternehmen!
Ausweitung der Impfkapazitäten! Aufhebung des Patentrechts für die Impfstoffe!
Sofortige monatliche Aufstockung der Hartz IV-Sätze um mindestens 100 Euro!
Für uns ist Arbeitersolidarität, Solidarität zwischen Arbeitenden und Erwerbslosen, zwischen Jung und Alt und Menschen egal welcher Nationalität Trumpf! Deshalb nehmen wir den Gesundheitsschutz ernst und zeigen klare Kante gegen Corona-Leugner oder Verharmloser und gegen egoistisches Verhalten auf Kosten der Gesundheit anderer. Doch Mundschutz heißt für uns nicht mundtot! Keine Einschränkung von Versammlungen insbesondere unter freiem Himmel, die den Gesundheitsschutz gewährleisten.

Es hat sich gezeigt, dass sich die Regierenden für Petitionen und Appelle nicht interessieren und von ihrem Kurs abbringen lassen. Nicht nur die Faust in der Tasche ballen, sondern gemeinsamer öffentlicher Widerstand, das ist jetzt gefordert! Wir stellen unsere Kundgebungen und Demonstrationen der bundesweiten Montagsdemobewegung allen als Plattform zur Verfügung, die eine Rechnung mit Regierung und Großkonzernen und ihrer Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung offen haben.

für die Koordinierungsgruppe Ulrich Achenbach, Matz Müllerschön, Ulja Serway, Siggi Renz, Uwe Hähre

Orte und Uhrzeiten:

Bochum: 18.00 Uhr, Husemannplatz

Duisburg: 18.00 Uhr Hamborn

Gelsenkirchen: 17.30 Uhr, Neumarkt

Hamburg: 17.30 Uhr, Hamburg-Ottensen, am Bahnhof Altona in der Ottenser Haupstraße 1, Richtung Mercado gegenüber der Drogerie Müller

Heidelberg: 17.00 Uhr, Bismarckplatz

Heilbronn: 17.30 Uhr, Hafenmarkt in der Sülmerstraße

Saarbrücken: 18.00 Uhr, Europagalerie

Witten: 17 Uhr, Berliner Platz

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=5609
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 19:10:52 Mo. 26.April 2021
Mal zwei Sätze zur Montagsdemo:

Im Jahr 2004 entstand mit der bundesweiten Montagsdemo-Bewegung eine selbstorganisierte Massenbewegung unter der Losung „Weg mit Hartz IV“, die das Ende der Schröder/Fischer-Regierung einläutete. Sie hat sich große Anerkennung erworben, ist Anlaufpunkt für soziale, ökologische und internationalistische Anliegen und zum „Tag des Widerstands“ geworden. Montagsdemos sind heute in 70 Städten aktiv.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 17:54:13 Mi. 12.Mai 2021
Mein Redebeitrag für die nächste Montagsdemo am 17.5.21 zum Thema "Massenarbeitslosigkeit"

Zitat
Vergleicht man das Arbeitsangebot mit der Nachfrage, so fehlen in Deutschland mindestens 6 Mio, in der EU ca. 35 Mio Arbeitsplätze, um von einer wirklich vollbeschäftigten Wirtschaft mit Vollzeitarbeitsplätzen auf Basis eines Normalarbeitsverhältnisses, also auf Basis tarifvertraglich und sozialversicherungspflichtig sowie unbefristeten und mitbestimmungsgeregelten Arbeitsverhältnissen reden zu können.

Vor diesem Hintergrund gibt es im Wesentlichen nur eine Lösung des Problems, die für die gesamte EU gilt: Sie besteht in einer kollektiven Arbeitszeitverkürzung in Richtung einer 30-Stunden-Woche. Bei der Arbeitszeitverkürzung muss der Anteil der in Vollzeit Beschäftigten abgesenkt und der in Teilzeit angehoben werden, und zwar mit vollem Lohn- und Personalausgleich.

Derzeit kann in Deutschland das bestehende Produktionspotenzial und das Arbeitsangebot nicht ausgelastet werden und es liegt Massenarbeitslosigkeit vor. Als Ausweg bleibt eine Verknappung der Arbeitskräfte bzw. des Arbeitsvolumens. Seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland ist dies bis auf eine kurze Vollbeschäftigungsphase nicht adäquat erfolgt. Zu lange „lebt“ Deutschland schon mit Massenarbeitslosigkeit. Daran wird sich auch, trotz demografischen Wandels ohne eine kollektive Arbeitszeitverkürzung nichts ändern. Bei jeder Produktion ist immer die Produktivität, der technologische Fortschritt und seine Marktpenetrierung, zu beachten. So kann mehr Produktion (Wachstum) bei gleichem Input oder aber gleiche Produktion (Stagnation) durch weniger Ressourceneinsatz erwirtschaftet werden. Immer steigt die Produktivität als zusätzliche Verteilungsmasse.

Dabei kommt es aber auch durch Technik zu einer ständigen Substitution von Arbeit durch Kapital. Es werden weniger Menschen bzw. deren Arbeitszeit gebraucht. Technik und ihre Wissenschaft, von der Erfindung der Dampfmaschine als erste industrielle Revolution, über die technisierte Massenproduktion, insbesondere durch das Fließband, und der computergesteuerten Massenfertigung bis schließlich zur Vernetzung der IT-gesteuerten Maschinenproduktion als vierte Revolution (Industrie 4.0) haben immer mehr wirtschaftliche Leistung ermöglicht und gleichzeitig konnte durch Technik die erforderliche Arbeitszeit gesenkt werden.

Mitte des 19. Jahrhunderts lag die durchschnittliche Wochenarbeitszeit noch bei ca. 60 Stunden. Ohne Arbeitszeitverkürzung, die nichts anderes als eine Partizipation der abhängig Beschäftigten an der Technikentwicklung impliziert, wäre es aufgrund der enormen Produktivitätsgewinne zu einer derart hohen Massenarbeitslosigkeit gekommen, die die Entwicklung und den Bestand des marktwirtschaftlich-kapitalistischen Systems gefährdet hätte. Resultiert daher das wirtschaftliche Wachstum, die Leistung, aus einem Produktivitätsanstieg, so ist es gesamtwirtschaftlich auch kein Problem, eine Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohn- und Personalausgleich umzusetzen.

Man kann rechnerisch zeigen, dass es in einer wachsenden Wirtschaft bei einer Arbeitszeitverkürzung mit vollem Lohn- und Personalausgleich insgesamt zu

1. einer Lohnstückkostenneutralität,
2. bei keiner Preissteigerung (keiner Inflation) und
3. einer Verteilungsneutralität kommt.

Außerdem behalten die abhängig Beschäftigten bei verkürzter Arbeitszeit ihren Reallohn und der Gewinn steigt in Höhe der Produktivitätsrate. Arbeitszeitverkürzung ist demnach ohne Probleme möglich. Aber nur in einer wachsenden Wirtschaft.

Dabei ist aufgrund der Verteilungsneutralität auch sichergestellt, dass es durch die Arbeitszeitverkürzung zu keinem Nachfrageausfall kommt. Vorausgesetzt die Unternehmer lenken den Gewinn nicht auf die Kapitalmärkte, kommt es auch zu keinen Investitionsausfällen.

Um die Massenarbeitslosigkeit schnell zu eliminieren, reicht die Senkung der Arbeitszeit entlang des verteilungsneutralen Spielraums nicht aus. Wir müssen von oben nach unten umverteilen, dh die Lohnquote muss zulasten der Gewinn- bzw Mehrwertquote steigen.

Dies erscheint deshalb erwägenswert, weil bei vorliegender Massenarbeitslosigkeit und großer Versäumnisse in der Vergangenheit, die Arbeitszeit gemäß der Produktivitätsrate nicht gekürzt zu haben, die Produktivitätsrate zu gering ausfällt, um ohne eine Umverteilung zulasten der Gewinn- bzw Mehrwertquote eine adäquate Arbeitszeitverkürzung durchführen zu können.

Um die Arbeitszeit von Vollzeit-Beschäftigten mit einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 37,7 Stunden (Stand 2019) auf eine 30-Stunden-Woche zu verkürzen, und um damit dann Arbeitslose und Unterbeschäftigte mit einer 30-Stunden-Woche zu beschäftigen, ist auf makroökonomischer Basis ein Adaptionszeitraum von fünf Jahren notwendig, also eine Arbeitszeitverkürzung um 5 Prozent pro Jahr. Damit würden kumuliert und sukzessive gut 5,2 Mio Menschen zusätzlich innerhalb der nächsten fünf Jahre Arbeit finden. Hierbei ist ein produktivitätsinduzierter Effekt von 30 Prozent berücksichtigt, der dadurch entsteht, dass die Beschäftigen bei verkürzten Arbeitszeiten produktiver arbeiten und somit der rechnerische Effekt der Arbeitszeitverkürzung von gut 6,7 Mio Beschäftigen nicht voll zur Geltung kommt.

Bei ca. 6 Mio. fehlender Arbeitsplätze (vor Ausbruch der Corona-Pandemie) in Deutschland im Jahr 2020 würde also der Beschäftigungseffekt noch zu gering ausfallen, um Vollbeschäftigung zu erreichen. Hier könnte dann aber zusätzlich die Einführung einer öffentlich geförderten Beschäftigung im Staatssektor helfen. Laut dem Konzept der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik können davon zivilgesellschaftliche Initiativen profitieren, z.B. Vereine, Stadtteilzentren sowie kulturelle und soziale Projekte. Eine private Gewinnaneignung ist hier im Rahmen einer öffentlich geförderten Beschäftigung ausgeschlossen. Dafür ist aber eine tarifliche bzw. ortsübliche Entlohnung der Beschäftigen selbstverständlich umzusetzen.

Diese Vorschläge würden die Lohnquote um 6,4 Prozentpunkte ansteigen lassen und die Gewinnquote in gleicher Höhe absenken. Die Gewinne würden aber immer noch gut 21 Prozent des Volkseinkommens beanspruchen. Genug, um damit alle notwendigen Investitionen zu finanzieren.

Ohne einen „radikalen Politikwechsel“ ist eine solche umverteilende Arbeitszeitverkürzung aber nicht zu haben. Treten dabei jedoch selbst die Gewerkschaftsspitzen nicht für eine massive Arbeitszeitverkürzung vehement ein, und auch die LINKE in den Parlamenten nicht, drohen weiter Arbeitslosigkeit und prekäre Verhältnisse auf den Arbeitsmärkten. Dies wird aber, so steht zu befürchten, die EU nicht viel länger aushalten. Die Vorboten des Niedergangs mit dem Brexit und der Verelendung in Griechenland sowie den in der gesamten EU sich vollziehenden politisch demokratiegefährdenden faschistischen Entwicklungen, die längst in den Parlamenten angekommen sind, sind bereits vorhanden. Den „point of no return“ sollte man erkennen, bevor es zu spät ist.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 11:29:11 So. 30.Mai 2021
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

14. Juni 2021: Mieten steigen ins Unbezahlbare
12. Juli 2021: Umwelt
9. August 2021: Urlaub auch für Hartz 4 Bezieher
6. September 2021: Parteien stellen sich zur Bundestagswahl

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 19:59:14 Fr. 11.Juni 2021
Mein Redebeitrag für die nächste Montagsdemo am 14.6.21 zum Thema "Mieten steigen ins Unbezahlbare"

Zitat
Wohnung als Ware im Kapitalismus

Der sich bei der Mietzahlung offenbarende Doppelcharakter (für den Mieter sind es Kosten und für den Vermieter Einkommen) zeigt die Widersprüchlichkeit der marktwirtschaftlich-kapitalistischen Ordnung und ihrer Warenbeziehungen. Die Wohnung wird als Ware gehandelt und dabei dominiert das Kapital. Dies ist verfassungsrechtlich im Grundgesetz (Art. 14 und 12 GG) so gewollt und abgesichert. Die Dominanz des Kapitals drückt sich bereits im Begriff „Kapitalismus“ aus. Alle Beziehungen in dieser Ordnung sind Warenbeziehungen, einschließlich des ständigen Verkaufs der Ware Arbeitskraft. Karl Marx schrieb im ersten Band seines „Kapitals“: „Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen die kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine 'ungeheure Warensammlung', die einzelne Ware als seine Elementarform“ (Marx 1974, S. 49).

Warum sollten die Waren Wohnung oder Immobilie als Warenbeziehung im Kapitalismus ausgeschlossen sein? Auch die Wohnung gehorcht den kapitalistischen Gesetzen einer erweiterten Kapitalakkumulation. Geldkapital wird von Vermögenden vorgeschossen, durch Produktion in eine Ware (hier eine Wohnung) transformiert und durch Verkauf bzw. Vermietung in ein vermehrtes Geldkapital wieder zurückverwandelt. Dies ist ein sich ständig wiederholender kapitalistischer Prozess, wobei das vermehrte Geldkapital, relativiert in einer Profitrate (Gewinn in Relation zum eingesetzten Kapital), maximiert werden soll.

Hier gilt auch auf den Immobilienmärkten, dass die Kapitaleigner und Mehrwertaneigner andere für sich arbeiten lassen. Der Mieter muss für Miete, die an den Vermieter fließt, arbeiten und zahlt über den Mietpreis den Mehrwert. Dabei spielen die jeweiligen Konkurrenzbedingungen auf den anbietenden Marktneben- und der nachfragenden Marktgegenseite eine mitentscheidende Rolle. Eine Überschussnachfrage bedeutet auch hier einen Vorteil für den Anbieter (Vermieter), weil die Nachfrager (Mieter) um eine knappe Ware verstärkt konkurrieren, et vice versa. Dies zeigt sich dann im Miet- oder auch im Häuserpreis, wenn man darüber die Marktgesetze frei entscheiden lässt. Kommt es auf den Märkten zu einem Gleichgewicht, werden alle Vermieter und alle Mieter befriedigt, die bereit und in der Lage sind, den sich herausbildenden Gleichgewichtspreis zu zahlen. Dies ist aber nur ein statischer fiktiver Zustand, der realiter so nicht existiert. Außerdem gehen alle Mieter, die den Gleichgewichtspreis nicht bezahlen können, leer aus.

Aber es gehen auch Anbieter (Vermieter) zum Gleichgewichtspreis leer aus, die zu ihren gewünschten höheren Mietpreiskalkulationen keinen Mieter finden. Auch auf Immobilienmärkten gibt es einen Prohibitivpreis. Dadurch kommt es in beiden Fällen, bei den Mietern aber wohl mehr, zu womöglich extremen Stresssituationen. Der Grund: Die Wohnung ist eine besondere Ware, genauso wie die Arbeitskraft auf den Arbeitsmärkten. So wie die abhängig Beschäftigen auf einen Unternehmer angewiesen sind, der sie nachfragt und ihnen damit überhaupt erst einen ökonomischen Wert verleiht, so sind auf eine Wohnung als Basisgut sogar alle Menschen angewiesen, hier gibt es keine Substitutionsmöglichkeit, es sei denn man akzeptiert Obdachlosigkeit.

Wohnung ist aber nicht gleich Wohnung. Hier gibt es gravierende Unterschiede im Gebrauchswert wie Größe und Ausstattung und nicht zuletzt spielt die Lage, das Wohnumfeld, der Wohnung, des Hauses eine entscheidende Rolle bei der jeweiligen Bestimmung des Tauschwertes (Haus- und Mietpreises). Wie bei jeder Ware gilt auch für die Mietpreisbildung für Wohnraum, dass aus Anbieter-(Vermieter-)sicht die Produktionskosten plus einem Gewinnaufschlag garantiert sein müssen. Für die Nachfrager (Mieter) sind das Einkommen und Vermögen sowie die Kreditwürdigkeit entscheidend. Das Hochinteressante ist dabei, dass auf dem Wohnungsmarkt selbst weder über die Produktionskosten von Wohnraum, noch über das Einkommen oder Vermögen sowie über die Kreditwürdigkeit der Mieter entschieden wird, sondern sich dies auf ganz anderen Märkten, mit ganz anderen Wettbewerbs- und/oder Marktmachtbedingungen abspielt. Bevor die Ware Haus oder Wohnung überhaupt auf den Immobilienmärkten in Erscheinung tritt, haben hier schon in erster Linie Architekten, Statiker, Bauunternehmen, Handwerker bis zu Gartenbauunternehmen und auch der Staat über Gebühren und Steuerzahlungen profitiert. Bezieht man neben der Kaltmiete notwendigerweise die Mietnebenkosten (die sogenannte „zweite Miete“) mit ein, so sind hier die Profiteure die Energieversorgungsunternehmen, Versicherungen und andere Dienstleistungsunternehmen. Außerdem dürfen wir die Banken mit ihrer Finanzierungs- und Profitfunktion beim Bau oder auch beim Kauf einer Immobilie und damit letztlich einer Wohnung nicht vergessen.

Politische Handlungsoptionen

Politisch handelt es sich bei der Mietproblematik um eine komplexe Gemengelage, bei der der Markt es aus verschiedenen – auch politisch bzw. verwaltungsseitig verursachten – Gründen nicht schafft, rasch eine befriedigende Lösung herbeizuführen. Zugleich handelt es sich um ein Problem, das ein Basisgut betrifft, sodass die Politik hier besonders gefordert ist, die Missstände zu beseitigen.

Dabei kann die Politik zuerst in ihrer unmittelbaren Einflusssphäre ansetzen. Es muss genügend Bauland ausgeschrieben, erschlossen, verkauft und Baugenehmigungen müssen erteilt werden. Flankierend dazu muss in der Verwaltung mehr Personal eingestellt werden, um die Prozesse zu beschleunigen. Darüber hinaus könnte die Politik bei der Grundsteuer auch steuerliche Zugeständnisse machen, um an dieser Stelle den Kostendruck aus der Mietpreisentwicklung zu nehmen. Um sicherzustellen, dass diese steuerliche Entlastung nicht einfach mitgenommen wird, müsste sie an eine entsprechend vorgegebene Mietpreisentlastung gekoppelt werden.

Die Verordnung einer Mietpreisbremse oder eines schärfer wirkenden Mietpreisdeckels, wie in Berlin, stellt hingegen keine Lösung des Kernproblems, der Knappheit an Wohnraum, dar.

Ansätze wie die Mietpreisbremse versuchen aber in der langen Übergangsphase bis zu einer Beseitigung des Wohnungsmangels die Symptome zumindest sozialverträglich abzumildern. Allerdings wirken derartige Höchstpreisvorgaben längerfristig kontraproduktiv auf das Angebotsverhalten. Sie schränken den Anreiz privater Investoren drastisch ein, neue Wohnungen zu bauen und dadurch das Kernproblem zu lösen. Das gilt umso mehr, als mit dem Ergreifen dieser Maßnahmen ein verunsicherndes Signal gegeben wird: Ist der Anfang erst gemacht, weiß man nicht, welche einschneidenden Maßnahmen sich die Politik wohl sonst noch einfallen lässt. Je stärker also in sozialpolitischer Absicht in die Preissetzung interveniert wird, um die Symptome zu bekämpfen, umso größer ist die Gefahr, die Lösung der Problemursache durch den Markt weiter hinauszuzögern. Vor dem Hintergrund dieses heiklen Abwägungsprozesses nimmt die Mietpreisbremse in Deutschland auch neu geschaffenen Wohnraum ausdrücklich aus.

Alternativ könnten auch staatliche Anreize zum Wohnungsbau gesetzt werden. So könnten Investoren mit staatlichen Abschreibungs- und Steuererleichterungen gelockt werden. Auch das einkommensschwachen Mietern vom Staat zugestandene Wohngeld ist letztlich eine Förderung des Vermieters, denn schließlich erhält er das Wohngeld als subventionierte Miete.

Gefordert wird überdies ungenutzten Wohnraum oder sogar Vermieter mit mehr als 3000 Wohnungen zu enteignen, um ein zusätzliches Angebot zur Verfügung zu stellen und auf die Mietpreise einen senkenden Einfluss nehmen zu können. Als Ultima Ratio ließe Art. 15 GG im Prinzip einen solchen Schritt zu. Allerdings wäre dies bisher einmalig in der deutschen Rechtsgeschichte, entsprechend hoch sind die verfassungsrechtlichen Hürden. Insbesondere müsste nachgewiesen werden, dass sich nur so die Gemeinwohlziele realisieren ließen. Dabei ist davon auszugehen, dass die Eigentümer alle Rechtsmittel ausschöpfen werden, sodass erst nach langer Zeit eine Wirkung zustande käme. Mit Blick auf die Signalwirkung für Neubauinvestitionen wäre diese Maßnahme ebenfalls kontraproduktiv. Obendrein müsste eine angemessene Entschädigung gezahlt werden, sodass die Politik stattdessen mit diesem Geld auch gleich selbst den gemeinnützigen (sozialen) Wohnungsbau forcieren könnte und zum „Bauherrn“ werden könnte, wodurch die Wohnungen dauerhaft in öffentlichem Eigentum verblieben und damit gleichzeitig einer politischen demokratischen Kontrolle zugänglich wären. Der dem neoliberalen Mainstream geschuldete Rückzug aus diesem Bereich war übrigens eine wichtige Ursache für den Engpass an bezahlbaren Wohnungen. Insofern wäre dies auch ein ursachenadäquater Weg zur Lösung des Problems. Wie gut dies funktionieren kann, zeigt das Beispiel der Stadt Wien.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: Kuddel am 09:05:19 Sa. 12.Juni 2021
Mein Eindruck von dieser Rede. Inhaltlich ok, in der Form finde ich sie etwas anstrengend. Sie ist recht lang. Du möchtest den Leuten eine marxistische Sichtweise beibringen. Das ist in der Form recht anstrengend. Da werden wohl diejenigen zuhören, die immer dabei sind. Ein Laufpublikum wird man damit kaum zum längeren Verweilen bewegen.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 20:15:20 Mo. 06.September 2021
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

04. Oktober 2021: Nachlese zur Bundestagswahl

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 20:12:48 Mo. 04.Oktober 2021
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

01. November 2021: Schere zwischen Arm und Reich geht immer mehr auseinander
06. Dezember 2021: Umwelt

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 01:48:39 Fr. 08.Oktober 2021
Zitat
Am 23. Oktober auf die Straße – gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf unserem Rücken! Kommt zu den regionalen Herbstdemonstrationen der Bundesweiten Montagsdemo und Internationalistischem Bündnis

Samstag 23. Oktober 2021 um  12 Uhr in Bochum, Braunschweig, Leipzig und Stuttgart.

Was war das für eine Bundestagswahl, hochstilisiert zur Schicksalswahl! Wochenlang sah man im Fernsehen nur noch die drei Kanzlerkandidaten. CDU/CSU, die 16 Jahre die Kanzlerin stellten, fuhr ihr schlechtestes Wahlergebnis ein. Um Laschet zu verhindern wählten viele das scheinbar kleinere Übel. Alle etablierten Parteien machten Versprechungen zur Verbesserung der sozialen Lage. Doch kaum ist die Wahl vorbei, geht das Geschacher um Posten los, kündigen alle schon Abstriche von ihren Versprechungen an. Wir wissen aus Erfahrung der Agenda 2010-Politik auch nur zu gut, zu welchem Sozialabbau SPD und Grüne bereit sind.

Der neuen Bundesregierung – wie immer sie auch zusammengesetzt sein wird – sagen wir: wenn ihr denkt, ihr könnt die Krisenlasten jetzt nach der Wahl noch drastischer auf uns Arbeiter, Frauen, Kinder und Jugendliche, kleine Selbstständige abwälzen, dann habt ihr die Rechnung ohne uns gemacht. Wir werden unseren Widerstand gegen diese Politik verschärfen!

Steigende Inflation jetzt schon über 4% und verschiedenen Nullrunden in Tarifrunden – viele von uns haben dieses Jahr weniger im Geldbeutel. Und das bei steigenden Mieten und Energiepreisen. Die Schere zwischen Arm und Reich wächst. 213 Milliardäre gibt es in Deutschland – so viel wie nie zuvor. Drei (!) Euro mehr gibt es 2022 für erwachsene Hartz-IV-Bezieher. 40% der Konzerne kündigen Arbeitsplatzabbau an oder haben schon damit begonnen. Doch damit nicht genug. Die Auszählung der Bundestagswahl war kaum vorbei, da fordern die Unternehmerverbände der neuen Regierung die Erhöhung des Rentenalters auf 70 und Steuersenkungen für die Großkonzerne.

Wir gehen auf die Straße und organisieren Kämpfe in den Betrieben für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich – das würde Hunderttausende Arbeitsplätze schaffen. Für einen Lohnnachschlag. Weg mit den Hartz-Armuts-Gesetzen!

Das Corona-Krisenmanagement der Regierung „mit Fahren auf Sicht“ war und ist ein einziges Desaster – Maskenchaos, Impfchaos. 100.000 Tote und eine Million Langzeit-Erkrankte mit Long-Covid – das wäre vermeidbar gewesen. Statt einem konsequenten, konzentrierten Lockdown, um die Pandemie in Griff zu kriegen, wurden aus Rücksichtnahme auf die Großkonzerne lieber Hunderttausende kleine Existenzen geopfert. Während die Lufthansa über Nacht neun Milliarden bekam, gibt es bis heute in den meisten Klassenräumen keine Luftfilter. Die Ausstattung aller Schulen hätte gerade mal eine Milliarde gekostet. Für eine kostenlose und gründliche Gesundheitsversorgung. Für die Schaffung von 100.000 neuen Jobs im Gesundheitsbereich.

Die Umweltkrise verschärft sich bedrohlich – Heißzeiten, Waldbrände, Artensterben, Abschmelzen der Polkappen, … Nach jedem Hochwasser der letzten Jahre versprach die Regierung Maßnahmen. Der CO2-Ausstoß stieg dagegen noch mehr, der Ausbau der regenerativen Energien wurde wieder zurückgefahren, der öffentliche Personennahverkehr und Zugverbindungen werden immer schlechter. Wir stehen für Umweltschutz auf Kosten der Profite der Konzerne – statt Umverteilung der Kosten von unten nach oben durch CO2-Steuer.

Die Bundes- und Landesregierungen nutzten die Pandemie dazu, tiefe Einschränkungen der demokratischen Rechte und Freiheiten der Bevölkerung durchzusetzen. Natürlich mussten geeignete Maßnahmen zum Gesundheitsschutz getroffen werden. Aber während die Arbeiter in der Fabrik weiter Hand in Hand arbeiten mussten, sich in überfüllte Busse und Bahnen quetschen mussten, wurden Betriebs- und Gewerkschaftsversammlungen abgesagt und sollten sie sich privat kaum treffen dürfen. Gesundheitsschutz ja- Hände weg von unseren demokratischen Rechten und Freiheiten. Wir sind stolz darauf, dass wir zur Verteidigung des Versammlungsrechts beigetragen haben.

Wo man hinschaut, nur Krisen. Das ist tägliche Realität im Kapitalismus. Aber muss das so sein? Doch nur, wenn der Profit in der Gesellschaft über alles steht. Mit unseren Herbstdemonstrationen machen wir uns auch stark für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Resignation ist keine Option, wir kämpfen für eine lebenswerte Zukunft für uns, unsere Kinder und künftige Generationen!

Seit über 17 Jahren gehen in 70 Städten Montagsdemos auf die Straße: „Weg mit den Hartz-Gesetzen! Montag ist Tag des Widerstands!“ Wir sind selbstorganisiert, selbstfinanziert und weltanschaulich offen. Wir denken über den Tellerrand hinaus. Mit Kreuz- und Querdenkern haben, die behaupten es gäbe kein rechts und links mehr, haben die Montagsdemobewegung und das Internationalistische Bündnis nichts am Hut. Sie haben auf unseren Demonstrationen keinen Platz, genauso wie Ultrareaktionäre und Faschisten. Gib Faschismus, Rassismus, Antisemitismus und Antikommunismus keine Chance!

Kommt zu den Herbstdemos am 23. Oktober!

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=5933
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 18:51:48 Mi. 20.Oktober 2021
Zitat
Am 23. Oktober auf nach Bochum, Braunschweig, Leipzig und Stuttgart – Montagsdemos organisieren Protest gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung!

Die regionalen Herbstdemonstrationen von Bundesweiter Montagsdemonstrationsbewegung und Internationalistischem Bündnis am 23. Oktober in Bochum, Braunschweig, Leipzig und Stuttgart kommen genau richtig“, so Ulja Serway, eine der Sprecherinnen der Bundesweiten Montagsdemo. „Wir werden die künftige Regierung – sehr wahrscheinlich eine Koalition aus SPD, Grüne und FDP – kämpferisch begrüßen. Am 26. Oktober ist die konstituierende Sitzung des Bundestags. Wir verfallen nicht in Abwartehaltung, sondern senden ein Zeichen nach Berlin, dass die künftige Regierung und Großkonzerne mit unserem Widerstand zu rechnen haben“. 

Die angekündigte Einführung des Bürgergelds ist mitnichten eine Abschaffung der Hartz-Gesetze. Abgesehen davon, dass sich im Sondierungspapier für die Koalitionsverhandlungen über die Höhe des Bürgergelds ausgeschwiegen wird, soll an der Sanktionspraxis gegenüber Hartz IV-Beziehern festgehalten werden. Wir erleben derzeit die höchste Inflation seit Jahren. Der kommende Winter wird nicht nur eisig aufgrund der Temperaturen, die extrem gestiegenen Energiekosten reißen weitere Löcher in die ohnehin schon kleinen Geldbeutel vieler Familien.


„Wir stehen an der Seite der Kolleginnen und Kollegen, die gegen die angekündigten und begonnenen Massenentlassungen in der Automobilindustrie aber auch in anderen Branchen kämpfen und erwarten auf unseren vier Demonstrationen Delegationen aus vielen Betrieben, u.a. auch von Opel Eisenach“ so Matz Müllerschön, der die Herbstdemonstration in Stuttgart mit organisiert.  „In unserer Bewegung kämpfen Arbeiterinnen und Arbeiter, ob aus Stammbelegschaften oder Leiharbeiter und Arbeitslose gemeinsam um jeden Arbeitsplatz und gegen Niedriglöhne. Die Stärkung der gewerkschaftlichen Kampfkraft ist ein wichtiges Anliegen unserer Bewegung.“ Die Forderung nach Verkürzung der Arbeitszeit auf 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und für ein vollständiges und allseitiges Streikrecht gewinnt im Kampf gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiterklasse und ihre Familien an Bedeutung. Wir laden alle Kolleginnen und Kollegen ein ob von Opel, VW, Airbus oder die gekündigten Gorillas-Beschäftigten aus Berlin – kommt zu den Herbstdemonstrationen und schließt euch dort mit anderen Belegschaften und der Montagsdemobewegung zusammen.

„Die Situation im Gesundheitswesen ist für Beschäftigte und Patienten unerträglich. Das gescheiterte Corona-Krisenmanagement hat die Situation noch verschärft “, so Ulrich Achenbach, von der Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo. „Wir freuen uns, auf der regionalen Demonstration in Bochum eine Vertreterin von ver.di zu begrüßen, die zum Protest gegen die Politik der Pflegekammer spricht“.

Das besondere Markenzeichen der bundesweiten Montagsdemos und ihrer Herbstdemonstrationen ist, dass hier das ganze Spektrum des fortschrittlichen Protests an der Politik der Regierungen, der etablierten Parteien und der Großkonzerne zusammenkommt. Umweltschützer demonstrieren gemeinsam mit Auto-, Berg- und Stahlarbeitern. Hartz IV-Bezieher kämpfen gemeinsam mit Flüchtlingen gegen ihre Behandlung als Menschen zweiter und dritter Klasse, gegen Rassismus und für internationale Solidarität. Mitstreiterinnen aus der kämpferischen Frauenbewegung gemeinsam mit Aktivisten gegen die Verschärfung des Versammlungsrechts. Wir wollen mit unseren Demonstrationen auch besonders Jugendliche und Kinder erreichen und überzeugen, dauerhaft organisiert für ihre Zukunft aktiv zu werden. 
Das Offene Mikrofon steht auf antifaschistischer Grundlage allen zur Verfügung. Nutzt es, bereitet Redebeiträge vor.

Organisiert die Teilnahme an den Demonstrationen als gemeinsame Ausflüge. Die gemeinsame Anreise z.B. mit dem Zug eignet sich auch wunderbar, sich auszutauschen. Kommt zu den regionalen Herbstdemonstrationen am 23. Oktober um 12 Uhr!

Bochum: Schauspielhaus

Braunschweig: Schlossplatz

Leipzig: Marktplatz

Stuttgart: Wilhelmsplatz

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=5993
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 20:31:59 So. 24.Oktober 2021
Zitat
600 bis 700 demonstrieren bei den regionalen Herbstdemonstrationen gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiter und Massen

Am Samstag 23. Oktober demonstrierten 600 bis 700 Montagsdemonstrantinnen und -demonstranten und Mitstreiter bei den regionalen Herbstdemonstrationen in Bochum, Braunschweig, Leipzig und Stuttgart gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiterklasse und die Massen- kämpferisch und vielfältig!

Weitere Berichte folgen.

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=6004
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 16:20:57 So. 31.Oktober 2021
Meine Rede zur morgigen Montagsdemo
Zitat
Wir haben 13 Millionen Arme im Land.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband macht aufmerksam: Hat man bei Armut nur die benachteiligten Gruppen, also etwa die Arbeitslosen und Alleinerziehend%en im Blick, dann übersieht man Wesentliches: Arbeitslose und Alleinerziehende stellen jeweils weniger als 10% aller Armen. Deutlich mehr als 80% aller Armen sind also weder alleinerziehend noch arbeitslos. Wo aber findet sich dann die Mehrheit der Armen? Nun: Jeder dritte erwachsene Arme ist erwerbstätig, 30% der Armen sind RentnerInnen (schon zu Beginn der zu befürchtenden kommenden Altersarmut) und weitere 30% der Armen sind sonstige Nichterwerbspersonen (zB. nicht arbeitende (Allein-)Erzieher, Studenten, Heimbewohner). Armut ist also nicht allein ein Randphänomen, sondern sie bedroht auch kontinuierlich die „normalen“ Erwerbstätigen.

Die Corona-Krise verschlimmert die Armutslage

Im Grunde sind sich die verschiedenen Berichte weitgehend einig, dass die Coronakrise Menschen mit niedrigem Verdienst überdurchschnittlich belastet. Auch eine so wirtschaftsfreundliche Organisation wie die OECD schreibt in ihren Länderberichten über Deutschland, dass diese Krise die Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt noch intensiviert, und dass vor allem Niedriglöhner und Frauen dem Risiko höherer Arbeitslosigkeit ausgesetzt sind. Insbesondere im Gaststättengewerbe ist der Anteil von Niedriglöhnern mehrfach höher als im Durchschnitt. Und es rät dann sogar die OECD zu substantiell höheren Mindestlöhnen und zu mehr Tarifverhandlungen (statt tariffreien Zonen). Der Paritätische Verband dazu: „Was wir seitens der Bundesregierung dazu erleben, ist nicht nur armutspolitische Ignoranz, sondern bereits bewusste Verweigerung.“ „Es spricht vieles dafür, dass der aktuelle Armuts-Rekordwert von 15,9 Prozent in 2019 im Jahr 2020 nochmal deutlich ansteigen wird.“

Der Vorschlag des Paritätischen in dieser Situation, nicht nur allein für die aktuelle Coronasituation, kurzgefasst: Eine bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze in Hartz IV (nach Berechnungen der Paritätischen Forschungsstelle auf mindestens 644 Euro), die Ausdehnung der Bezugsdauer der Arbeitslosenversicherung auf 36 Monate, die Einführung einer Kindergrundsicherung sowie Reformen der Rentenversicherung (steuerfinanzierte Mindestrente). „Gegen Armut hilft Geld“.

Fazit: Wenn in einem der international konkurrenzstärksten Länder der Welt, im Land, das den Weltmeistertitel im Exportüberschuss fast schon abonniert hat, wenn in einem solchen Land eine Armutsquote von 15% herrscht, und wenn diese Quote sogar noch hartnäckig weiter steigt: dann ist das wirklich nichts anderes als ein ungeheurer Skandal.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: Kuddel am 16:36:40 So. 31.Oktober 2021
Es ist gut darüber aufzuklären, daß die Armen hierzulande oft Arbeit haben oder Rentner sind.

Das als "Skandal" zu brandmarken, mag ja richtig sein, aber das ist mir zu lasch. Ich suche nach Möglichkeiten, wie man Rentner, prekär Beschäftigte und Erwerbslose zu gemeinsamer Gegenwehr bewegen kann. Es erscheint bisweilen unmöglich. Aber in anderen Ländern klappt es schon.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 10:28:12 Mo. 01.November 2021
Ein Ziel solcher Reden auf der Montagsdemo ist es, mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Wir postieren uns dazu im Halbkreis um den Redner. Oft bleiben dann Leute stehen und hören zu. Diese Leute werden dann angesprochen und oft ergeben sich gute Gespräche. Manche Leute lassen dann auch Kontaktadressen da.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 19:43:47 Di. 16.November 2021
Die nächste Nürnberger Montagsdemo findet am 6.12.21 um 17:30 Uhr am Hallplatz in Nürnberg zum Thema "Umwelt" statt. Danach ist Ini-Treffen um 19 Uhr im Dialog der Kulturen, Fürther Straße 40a. Dort ist für das leibliche Wohl gesorgt.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 19:19:06 Mi. 08.Dezember 2021
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

10. Januar 2022: Regierungswechsel

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr an der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 21:26:58 Mo. 03.Januar 2022
Zitat
Preise explodieren – Ampel-Koalition streicht zuvor angekündigte Hartz IV-Erhöhung aus ihrem Programm und kürzt die Rentenerhöhung 2022

Die offizielle Inflation wird im November vermutlich auf 6 Prozent steigen. Für Menschen mit geringem Einkommen liegt sie noch wesentlich höher. Denn die Preissteigerungen in den Bereichen, die die größten Ausgabeposten bei Haushalten mit geringem Einkommen sind – Miete, Energie, Benzin, Lebensmittel – sind die höchsten: Energie +18,6 Prozent, Kraftstoff +35 Prozent, landwirtschaftliche Erzeugnisse +13 Prozent.

In dieser Situation bringt es die Ampel-Koalition fertig, die noch Ende Oktober in den Koalitionsverhandlungen angekündigte und ohnehin nur minimale Erhöhung des Regelsatzes um 31 Euro im jetzt beschlossenen Vertrag nicht mehr zu erwähnen! Keinerlei verbindliche Erhöhung ist darin zu finden. Geradezu im Zeitraffer verabschiedeten sich SPD und Grüne von ihren Wahlkampfversprechen, „Hartz IV zu überwinden“ oder eine Vermögenssteuer einzuführen. Ulrich Achenbach von der Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo ist empört „Das geplante Bürgergeld unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von Hartz IV. Zwar sind einige Verbesserungen im Gegensatz zu den jetzigen Regelungen im SGB II angekündigt wie die Aussetzung der Vermögensanrechnung für die ersten beiden Jahre, jedoch ändert sich nicht der Gesamtcharakter der Entrechtung der Langzeiterwerbslosen und dass die Regelsätze weiterhin unter der Existenzminimum liegen. Insbesondere geht aus dem Koalitionsvertrag auch keinerlei konkrete Aussage zur Höhe des zukünftigen Bürgergelds hervor. So sieht also der Umgang der neuen Regierung mit Hartz IV-Beziehern auf „Augenhöhe“ aus. Wir werden das nicht akzeptieren und auf unseren Kundgebungen und Demonstrationen den Widerstand organisieren.“

Ähnliches spielt sich bei den Renten ab. „Die Ampel-Koalition hat die Wiedereinführung des sogenannten Nachholfaktors zur Rentenberechnung 2022 beschlossen. Das heißt, dass die noch Anfang November von der Deutschen Rentenversicherung angekündigte Erhöhung der Renten für 2022 im Westen um 5,2 Prozent und im Osten um 5,9 Prozent einfach aufgehoben wurde. Eingeführt hat den Nachholfaktor übrigens Olaf Scholz 2007 als damaliger Sozialminister,“ führt Ulja Serway, eine der Sprecherinnen der Bundesweiten Montagsdemo aus. „Das Programm der neuen Regierung, die sich selbst als Bündnis für Gerechtigkeit bezeichnet, bedeutet angesichts der Inflation eine Kürzung der Hartz IV-Regelsätze und der Renten. Gerecht sollen Löhne, Renten und Hartz IV-Sätze im gleichen Maß sinken. Nur die Großkonzerne und Superreichen bleiben selbstverständlich außen vor. Die Zahl der Milliardäre in Deutschland wuchs 2020 auf den Höchststand von 213 und ihr Vermögen 2020 um 18 Prozent. Aber von einem Nachholfaktor ihnen gegenüber keine Spur“.

Die bundesweite Montagsdemo-Bewegung kämpft für die Abschaffung der Hartz-Armuts-Gesetze und die Zahlung des Arbeitslosengelds I für die gesamte Dauer der Arbeitslosigkeit. Das ist weiterhin eine ihrer zentralen Forderungen. Angesichts der massiven Preissteigerungen fordert sie die sofortige und rückwirkende Anhebung der Regelsätze bei Hartz IV (bzw. des geplanten Bürgergelds), der Grundsicherung für Arbeitssuchende, Grundsicherung im Alter, Erwerbsminderungsrente, Asylbewerberleistungen, und Arbeitslosengeld um mindestens die Höhe der Inflation!

Die örtlichen Montagsdemos finden meist am ersten oder zweiten Montag im Monat statt. Weitere Informationen unter vor Ort und Kontakt.

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=6061
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 21:06:43 Fr. 07.Januar 2022
Zitat
Der Montag als Tag des Widerstands gehört den fortschrittlichen Protesten! Null Toleranz für egoistische und reaktionäre Querdenker- und Corona-Leugner-Aktivitäten!

In den letzten Wochen erleben wir verstärkt wieder Aufmärsche von Corona-Leugnern und Impfverweigerern zumeist als Spaziergänge inszeniert und getarnt. Dort tummeln und marschieren gemeinsam reaktionäre und faschistische Kräfte mit egoistischen Gegnern des Impfens und von notwendigen und sinnvollen Gesundheitsschutzregeln. Ohne Masken, ohne Abstand – und das in der Zeit der hochansteckenden Omikron-Welle – können sie vielerorts ohne jegliches Eingreifen der Polizei marschieren. In den Medien bekommen sie ausführliche Berichterstattung und Aufwertung.

Die egoistische und faschistoide Querdenker- und Corona-Leugner-Bewegung versucht insbesondere den Montag mit ihren Aktivitäten zu besetzen und die Tradition von fortschrittlichen Montagsprotesten zu missbrauchen. Wir sagen: Hände weg vom Montag als Tag des Widerstands von fortschrittlichen Protestbewegungen gegen die Hartz-Armuts-Gesetze, gegen das unsinnige  Projekt Stuttgart 21, den Ausbau des Frankfurter Flughafens und vielen weiteren berechtigten Anliegen! Sicherlich ist nicht jeder Teilnehmer der „Spaziergänge“ ein Faschist, AfD-Anhänger oder notorischer Impfgegner. Das gescheiterte Krisenmanagement der Regierungen mit „auf Sicht fahren“, das uns mutwillig eine vierte und fünfte Welle der Corona-Infektionen beschert, zermürbt auch. Doch deswegen Hauptsache gegen die Regierung, egal mit wem und um was es? Wir sagen Ja zur kontroversen Diskussion auf antifaschistischer Grundlage – dafür steht das Offene Mikrofon der Montagsdemobewegung seit jeher. Nein zu Egoismus, zu Spaltung der Arbeiter- und Volksbewegung durch Corona-Leugner und Querdenker-Bewegung!

Völlig verzerrt, werden in den Medien und von der Regierung, diejenigen, die sich nicht an den Querdenker-, Corona-Leugner- und Impfgegner-Aktivitäten beteiligen und Gegenproteste gegen faschistoide Aufmärsche als Befürworter oder Verteidiger des Krisenmanagements der Regierung bezeichnet. Das ist absurd! 60 Prozent der Bevölkerung kritisieren im Dezember völlig zu recht, dass die Corona-Schutzmaßnahmen nicht weit genug gehen. Die bundesweite Montagsdemobewegung und die an ihr beteiligten Organisationen gehören zu den konsequenten Kritikern und Kämpfern gegen das desaströse Krisenmanagement der Bundesregierung und der Landesregierungen und der Profitwirtschaft der Großkonzerne, auch der Pharmakonzerne.

Es ist doch genau andersherum! Auf dem sog. Spaziergängen steht das katastrophale Krisenmanagement der alten und neuen Regierung gar nicht im Fokus. Kein Wort zu den Covid 19-Toten, kein Wort zur Situation der Klinikbeschäftigten.  Wo ist die Kritik an der Politik der Bundesregierung, die dazu geführt hat, dass wir den Höchststand an Milliardären in Deutschland haben und Großkonzerne Milliardenhilfen bekamen, während Hartz IV-Bezieher lächerliche drei Euro mehr bekommen?

Sich impfen zu lassen, sich zu testen, den Gesundheitsschutz ernst und sich dafür auch zurückzunehmen, ist Ausdruck des Verantwortungsbewusstseins, der Solidarität.  Und diese Solidarität brauchen wir im gemeinsamen Kampf gegen die wachsende Inflation, Arbeitsplatzvernichtung und das desaströse Krisenmanagement!

Wer gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf dem Rücken der Bevölkerung, gegen die Profitwirtschaft der Großkonzerne, kämpfen will – der ist bei den Kundgebungen und Demos der Bundesweiten Montagsdemobewegung richtig!

Koordinierungsgruppe Bundesweite Montagsdemo, 7. Januar 2022

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=6123
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 21:36:17 Di. 11.Januar 2022
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

7. Februar 2022: Steigende Preise - Sinkende Löhne & Leistungen - Steigende Armut
7. März 2022: Der Internationale Frauentag ist Aktueller denn Je!
4. April 2022: Gegen Ewige Kriegsgefahr - Ostermarsch auf die Straße für Frieden - danach Ini-Treffen

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 20:53:16 Mo. 17.Januar 2022
Zitat
MONTAGSDEMOBEWEGUNG - Erste Adresse des Protests gegen Regierung und reaktionäre Querdenkerbewegung

Die neue Ampel-Regierung war vollmundig angetreten mit dem Versprechen, Hartz IV abzuschaffen und dafür ein neues Bürgergeld einzuführen. Das war ein Zugeständnis an die langjährigen Proteste, insbesondere der Montagsdemobewegung.

Doch was im Koalitionsvertrag herauskam, ist vor allem ein kosmetisch aufgehübschtes Hartz IV mit dem neuen Namen "Bürgergeld". So soll zwar die Verrechnung von Privatvermögen genauso wie die Überprüfung der Wohnkosten in den ersten beiden Jahren des Hartz-IV-Bezugs ausgesetzt werden. Aber im Grundsatz hat sich nichts geändert. Das stößt mittlerweile auf wachsende Kritik.

Gründlich diskutiert und auseinandergenommen
Auf vielen Montagsdemonstrationen wurde das bereits gründlich diskutiert und auseinandergenommen. Auch vom DGB gibt es Kritik, dass die Reform halbherzig bleibe, "wenn die Koalition - was zu befürchten ist - die Regelsätze nicht erhöht", so DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel (Süddeutsche Zeitung 14. Januar 2022). Als Reaktion darauf kündigt Arbeitsminister Hubertus Heil nun doch eine „große Reform“ an. Was sie genau beinhalten soll, ist in der Ampelkoalition umstritten. Groß sind wie so oft die blumigen Ankündigungen, wenn Heil verspricht: "Wo immer es geht, werden wir Menschen mit dem neuen Bürgergeld aus der Bedürftigkeit in Arbeit führen." Ähnliches hat bereits sein Parteifreund und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder anno 2004 zur Einführung von Hartz IV versprochen. Tatsächlich hat die Zahl der Langzeitarbeitslosen trotz des mit Hartz IV sprunghaft ausgeweiteten Niedriglohnbereichs während der aktuellen Weltwirtschafts- und Finanzkrise wieder zugenommen. Seit Beginn der Coronakrise 2020 fallen darunter auch zunehmend kleine Selbstständige. 2020 stieg die Zahl wieder auf rund 817.000 an, 2021 nochmals auf insgesamt rund 1,03 Millionen (Quelle: Statista).

Aber ist an der Misere allein Corona schuld?
So wird es oft in den Medien und von Regierungsseite dargestellt. In Wirklichkeit ist es das desaströse Krisenmanagement der Regierung, das immer wieder einseitig das breite öffentliche Leben der Massen einschränkt, so insbesondere auch die Geschäftstätigkeit kleiner Selbstständiger, um die Profite der großen Monopole zu schonen. Deshalb wäre es genau richtig, wenn sich Betroffene aus den kleinbürgerlichen Zwischenschichten der kämpferischen Opposition und der bundesweiten Montagsdemo anschließen und sich auch gegenüber einer revolutionären Perspektive öffnen. Genau davon versucht die Querdenker-Bewegung abzulenken, indem ihre Drahtzieher sie neuerdings als die „Montagsdemonstrationen" ausgeben, um zu verwirren und zu spalten, sowie Teile der Massen für ihre reaktionären Ziele zu missbrauchen. Mit Losungen gegen die angebliche "Impfdiktatur" propagieren sie die Verwirklichung einer reaktionären kleinbürgerlichen individualistischen „Freiheit“ anstelle des notwendigen Gesundheitsschutzes der Allgemeinheit. Ihr Feindbild von der „Corona-Diktatur“ verschleiert, dass es längst eine Diktatur des allein herrschenden Finanzkapitals gibt und nimmt diese aus der Schusslinie.

Wo ist die Kritik an der Bundesregierung
Die brennenden sozialen Interessen der Arbeiter und der breiten Massen spielen hingegen nicht wirklich eine Rolle. Auch kein Wort zu den Covid 19-Toten oder zur Situation der Klinikbeschäftigten. Wo ist die Kritik an der Politik der Bundesregierung, die dazu geführt hat, dass Großkonzerne Milliardenhilfen bekamen, während Hartz IV-Bezieher lächerliche drei Euro mehr bekommen? In den Arbeiterfamilien, bei den Arbeitslosen und bei den Kleingewerbetreibenden sind derzeit die steigenden Preise eine Hauptbelastung. Nachdem zuletzt vor allen die Lebensmittel und die Spritpreise sowie Energiekosten stark angestiegen sind, sind es seit Anfang des Jahres erneut die Strompreise. Dagegen gibt es in vielen Betrieben Forderungen um Lohnnachschlag. Für Hartz IV-Empfänger liegen die Stromkosten fast 40% höher als die Hartz IV-Pauschale. Die bundesweite Montagsdemo fordert:

"Vollständige Übernahme der Energiekosten durch die Zuordnung zu den Kosten der Unterkunft für Transferbezieher (Hartz IV und Sozialhilfe/ Grundsicherung sowie für die Leistungen nach dem Asylbewerber-Leistungsgesetz) und Finanzierung durch den Bund!
Deckelung der Strom-, Gas- und Erdölpreise auf Kosten der Profite der Energiekonzerne!"

Weitere Infos und Forderungen der bundesweiten Montagsdemo

Proteste gegen Querdenker-Bewegung und Corona-Leugner zu begrüßen
Es ist zu begrüßen, dass mittlerweile in vielen Städten - darunter in Köln, München und Erfurt - Proteste gegen die reaktionäre Querdenker-Bewegung und Corona-Leugner stattfinden. Dabei muss man darauf achten, die Kräfte nicht zu verzetteln. Es ist sehr wichtig, den Anspruch der Montagsdemobewegung als erste Adresse des sozialen und linken Protests zu unterstreichen, sie zu stärken und die Kräfte zu bündeln. Die Montagsdemobewegung freut sich, wenn Antifaschisten und Demokraten gemeinsam auf die Straße gehen. Für soziale und politische Anliegen wie höhere Löhne, Abschaffung von Hartz IV und für die Forderung der Gastronomen und Kleinhändler, dass sie unter konsequentem Corona-Schutz arbeiten können; für die Verteidigung und Erweiterung bürgerlich-demokratischer Rechte und Freiheiten auf antifaschistischer Grundlage!

Quelle: https://www.rf-news.de/2022/kw03/montagsdemobewegung-erste-adresse-des-protests-gegen-regierung-und-reaktionaere-querdenkerbewegung
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 12:29:33 Fr. 04.Februar 2022
Zitat
Verstärken wir den Kampf gegen die wachsende Kriegsgefahr und für den Weltfrieden!

Gemeinsamer Aufruf der Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo und der Koordinierungsgruppe des Internationalistischen Bündnisses

Insbesondere an der Grenze zwischen Russland und der Ukraine wächst derzeit die Kriegsgefahr brisant. Russland hat dort 100.000 Soldaten stationiert. Die ukrainische Armee wiederum wird aufgerüstet durch Waffenlieferungen des imperialistischen NATO-Bündnisses – vor allem durch die USA als weltweiter Hauptkriegstreiber. Aber auch deutsche Waffenlieferungen in die Ukraine werden von Teilen der Bundesregierung ins Gespräch gebracht. NATO-Truppen sind bis an die russische Westgrenze vorgerückt. Die Gefahr eines direkten Aufeinanderprallens konkurrierender imperialistischer Regierungen und Lager beschwört auch die Gefahr eines dritten Weltkriegs herauf.

Die undemokratischen Verhältnisse und die Armut, unter denen die Massen in der Ukraine leben müssen, haben die Bundesregierung und ihre NATO-Verbündeten bisher wenig interessiert: im Gegenteil glorifizieren sie den von ihnen unterstützten und teilweise von Faschisten getragenen Staatsstreich von 2014 als „demokratische Revolution“!

Die psychologische Kriegsvorbereitung ist auf allen Seiten im vollen Gange und soll die Menschen auf die jeweils eigene Seite ziehen. Dabei ist die Ukraine nur der aktuelle Brennpunkt in den wachsenden Spannungen zwischen den imperialistischen Allianzen, in deren Kern die USA und die EU auf der einen, Russland und China auf der anderen Seite stehen.

Alle friedliebenden Menschen, wir Arbeiter, Jugendlichen und Frauen, dürfen dieser Logik nicht aufsitzen. Es gibt keine guten Kriegstreiber.

Wir sagen deshalb:

gegen jede imperialistische Aggression!

keine deutschen Truppen im Ausland!

keine Verpflichtung bei der Bundeswehr!

Bundeswehr raus aus Schule und Ausbildung!

aktiv für den Weltfrieden! Hoch die internationale Solidarität!

Bundesweite Montagsdemo und Internationalistisches Bündnis rufen auf, gemeinsam gegen die psychologische und militärische Kriegsvorbereitung zu protestieren.

Dafür eignen sich insbesondere die Montagsdemos unter dem Motto „Montag ist Tag des Widerstands!“, die in über 70 Städten zumeist am 7. oder 14. Februar stattfinden. Mobilisiert dazu in Betrieben, Wohngebieten, Schulen. Im Fall einer akuten Verschärfung der Lage werden wir schon vorher gemeinsam auf die Straße gehen.

[ www.bundesweite-montagsdemo.de | www.inter-buendnis.de ]

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=6167
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 19:58:00 So. 06.Februar 2022
Zitat
Heizkostenzuschuss 2022 – viele Menschen mit geringem Einkommen gehen leer aus!

Koordinierungsgruppe Bundesweite Montagsdemo, 4.2.2022

Die Bundesregierung hat am 2. Februar einen einmaligen Heizkostenzuschuss für 710.000 Haushalte mit Wohngeldanspruch, 370.000 BaföG-Empfänger und für Bezieher von Ausbildungshilfe beschlossen. „Für diejenigen, die ihn bekommen, deckt der Zuschuss – 135 Euro für 1-Personenhaushalt, 175 für 2-Personenhaushalt, 35 Euro für jede weitere Person – nur einen minimalen Teil der gestiegenen Kosten“ kritisiert Ulja Serway von der Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo und führt weiter aus: „1.000 Gasgrundversorger haben ihre Preise im Durchschnitt um 71,2 Prozent erhöht. Bei einem Verbrauch von 20.000 kWh pro Jahr bedeutet das laut Check24 zusätzliche Kosten von durchschnittlich 1.078 Euro pro Jahr. Je nach Familiengröße deckt der Zuschuss also gerade mal 18-20% der zusätzlichen Kosten“. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen fordert mindestens 500 Euro Zuschuss pro Haushalt.

Und diejenigen, die trotz geringem Einkommen keinen Anspruch auf Wohngeld haben, weil ihr zu berücksichtigendes Einkommen z.B. wenige Euro über der nach dem Wohngeldgesetz geltenden Höchstgrenze liegt, gehen leer aus. Schon Anfang 2021 meldete das Statistische Bundesamt, dass rund zwei Millionen Menschen in Deutschland nicht richtig heizen – aus Geldmangel. Bei den heutigen Energiepreisen wird sich diese Zahl vervielfacht haben.

Ulrich Achenbach, ebenfalls Mitglied der Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo erläutert: „Hartz IV – Bezieher und Empfänger der Grundsicherung profitieren überhaupt nicht von dem Heizkostenzuschuss, weil die Heizkosten zu den „angemessenen“ Kosten der Untergeld zählen und angeblich voll von den Ämtern übernommen werden“. Für die „Angemessenheit“ von Heizkosten gilt als Richtlinie der bundesweite Heizkostenspiegel. Danach gibt es Richtwerte (Kilowattstunden) pro Person. gem. Tabelle (links):

Ulrich Achenbach hat exemplarisch an der Stadt Essen nachgerechnet. Angemessene Heizkosten pro Monat für die Stadt Essen: (Auszug Tabelle). Der Preis pro Monat bezieht sich jedoch auf den reinen Verbrauch an Energie. Hinzu kommen Kosten wie die Grundgebühr der Energieversorgung und Heiznebenkosten wie z.B. Schornsteinfeger.

Berechnungsbeispiel Essen: Die angemessenen Heizkosten für einen Single-Haushalt errechnen sich wie folgt: 1,42 Euro x 50 qm (angemessene Wohnungsgröße) x 12 Monate = 852,00 Euro jährlich + 144 Euro Grundgebühr des Energieversorgers (z.B. Stadtwerke Essen) = 996,00 Euro. Rechnet man die Kosten für die Heizungswartung und den Schornsteinfeger noch hinzu, ergäbe sich schätzungsweise ein Gesamtbetrag von ca. 1100,00 Euro. (Quelle: https://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/56/richtlinien_1/AS_22SGBII_Teil5.pdf)

1 cbm Erdgas kostet in Essen (Anbieter Stadtwerke Essen) aktuell – Stand Nov. 2021 – Grundpreis = 12,00 Euro monatlich und 0,1591 Euro pro Kilowattstunde bei einem Verbrauch von 5000 – 16999 kWh jährlich). Der tatsächliche Preis für Heizkosten würde nach dem dem Richtwert des bundesweiten Heizkostenspiegels 12,00 Euro * 12 Monate =144,00 Euro + (0,1591 Euro x 12 600 kWh=) 2004,66 Euro für den jährlichen Verbrauch bei insgesamt 2.148,66 Euro liegen!

Ulrich Achenbach fordert: „Die Grenzwerte müssen umgehend entsprechend den realen Kosten erhöht und die Energiekosten vollständig von den Jobcentern übernommen werden!“

Schnell und unkompliziert bezeichnet Bauministerin Geywitz (SPD) das Vorgehen der Bundesregierung. Die Heizkosten wie auch die Strom- und Benzinkosten steigen aber schon seit Anfang 2021 massiv, im Februar 2022 wurde jetzt ein einmaliger Zuschuss beschlossen und ausgezahlt wird er im Juni. Das entspricht wohl mehr dem Tempo einer Schnecke. Die meisten Mieter bekommen ihre Nebenkostenabrechnungen schon deutlich vor Juni. Sichergestellt ist so keinesfalls, dass (je nach ihrem Zeitpunkt erstellte) Betriebskostennachzahlungen mit dem Heizkostenzuschuss pünktlich wenigstens abgefedert werden können.

Die Bundesweite Montagsdemo fordert:

Heizkostenzuschuss von 1.000€ für alle Haushalte mit geringem Einkommen
Vollständige Übernahme der Nebenkosten-Nachzahlungen bei Beziehern von Hartz IV oder anderen Transferleistungen durch die Jobcenter.
Deckelung der Strom-, Gas- und Erdölpreiseauf Kosten der Profite der Energiekonzerne!
Aussetzung der Strom- und Gassperren

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=6182
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 17:03:00 Sa. 05.März 2022
Die Montagsdemo Nürnberg macht am 7. März 2022 um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg eine Kundgebung gegen den imperialistischen Ukraine-Krieg. Dabei stehen wir weder auf der Seite Putins, noch auf der Seite der NATO. Wir machen unsere eigene Rechnung mit beiden Kriegsparteien auf.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 13:34:29 Sa. 12.März 2022
Montagsdemos am 14. März gegen den Krieg in der Ukraine und die akute Weltkriegsgefahr
Montagsdemos „Montag ist Tag des Widerstands!“ am 14. März:

Baden-Württemberg:

Albstadt: 17.00 Uhr Bürgerturm, bei den Xingels
Esslingen: 17.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz
Freiburg: 17.30 Uhr am Platz der alten Synagoge
Heidelberg: 18.00 Uhr Bismarckplatz
Karlsruhe: 18 Uhr auf dem Marktplatz
Stuttgart: 17 Uhr Schlossplatz

Bayern:

Augsburg: 18.00 Uhr am Königsplatz beim Manzu Brunnen
München: 18.00 Uhr Rindermarkt
Nürnberg: 17.30 Uhr an der Lorenzkirche
Berlin:

Berlin: 18.00 Uhr am Alexanderplatz
Bremen:

Bremen: 17.30 Uhr Marktplatz
Hessen:

Frankfurt: 18.00 Uhr Hauptwache
Niedersachsen:

Braunschweig: 17 Uhr auf dem Kohlmarkt
Hannover: 18.00 Uhr Schiller-Denkmal / Georgstraße
NRW:

Bochum: 18.00 Uhr auf dem Husemannplatz Montagsdemo
Bottrop: 17.30 Uhr  C&A, vor der Cyriakuskirche
Dortmund: 18 Uhr Europabrunnen
Düsseldorfer: 18 Uhr Oberbilker Markt“, Treffpunkt 18 Uhr, Beginn 18.15 Uhr
Duisburg: 17.00 Uhr vor dem Forum auf der Königstrasse
Essen: 18.00 Uhr Porschekanzel
Gelsenkirchen: 17.30 Uhr, Heinrich-König-Platz, Bahnhofstraße, Montagsdemo und Kundgebung zum Internationalen Frauentag
Hagen: 17.30 Uhr, Elberfelderstrasse auf Höhe von Galeria
Herne: 18.00 Uhr Robert-Brauner-Platz
Köln: 18.00 Uhr Wiener Platz
Mülheim/Ruhr: 17:00 Uhr Kurt-Schumacher-Platz
Recklinghausen: 17.15 Uhr Schaumburgstraße Palais Vest
Witten: 17.00 Uhr auf dem Berliner Platz
Saarland:

Saarbrücken: 18.00 Uhr Europagalerie
Sachsen:

Dresden: 18 Uhr in der Prager Straße in Höhe der Centrum-Galerie
Leipzig: 18.00 Uhr am kleinen Willy-Brandt-Platz
Sachsen-Anhalt:

Magdeburg: 17:00 Uhr Ecke Ernst-Reuter-Allee / Breiter Weg (Mc Donalds)
Thüringen:

Eisenach: 17.00 Uhr Markt
Sonneberg: Jeden Montag, ab 16 Uhr Pikoplatz

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=6350#more-6350
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 14:09:19 So. 13.März 2022
Die nächste Montagsdemo in Nürnberg findet am Montag, 21.3.22 um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche zum Thema "Frieden in der Ukraine " statt. Wir treffen uns dann bis auf weiteres 14-tägig.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 15:25:47 Sa. 26.März 2022
Zitat
Montagsdemos gegen den Krieg in der Ukraine

Montagsdemos „Montag ist Tag des Widerstands!“ am 28 März:

Baden-Württemberg:

Albstadt:        18.00 Uhr Xingels, Stadtkirche Balingen
Heidelberg:    18.00 Uhr Bismarckplatz
Reutlingen:    18.00 Uhr Marktplatz
Sindelfingen:  18.00 Uhr Busbahnhof
Tübingen:      18.00 Uhr Holzmarkt

Bayern:

München:      18.00 Uhr Marienplatz
Hessen:

Hessen:

 

Niedersachsen:

 

NRW:

Bochum:            18.00 Uhr auf dem Husemannplatz Montagsdemo
Duisburg:           17.30 Uhr Lifesaver Königstr.
Essen:                18.00 Uhr Porschekanzel
Gelsenkirchen:    17.30 Uhr Neumarktplatz
Witten:       17.00 Uhr Berliner Platz

Sachsen-Anhalt:

Magdeburg:  17.00 Uhr Ernst Reuter-Allee/Ecke Breiter Weg (Mc Donalds)
Thüringen

Sonneberg:    16.00 Uhr Pikoplatz
Gehen noch weitere Meldungen von örtlichen Montagsdemos für den 28.03.2022 ein, wird die Liste aktualisiert.

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=6399
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 18:34:05 Sa. 02.April 2022
Zitat
TERMINE - Aktiver Widerstand gegen imperialistische Aggression und Krieg - Kundgebungen, Demos, Veranstaltungen - Stand 2. April 2022

4. April 2022 - Montagsdemos
Augsburg: 18.00 Uhr, Königsplatz am Manzubrunnen
Balingen: 17.00 Uhr, Am Marktbrunnen
Dresden: 18.00 Uhr, Prager Straße, in Höhe der Centrums-Galerie
Hagen: 17.30 Uhr, Elberfelder Straße, Höhe Galeria
Hamburg: 17.30 Uhr, am Altonaer Bahnhof, Ottenser Hauptstraße 1
Hannover: 18.00 Uhr, Schiller-Denkmal / Ecker Georgstraße - Schillerstraße
Heidelberg: 18.00 Uhr, Bismarckplatz
Herne: 18.00 Uhr, Robert-Brauner-Platz
Köln: 18.00 Uhr am Dom
Lübeck: 18 Uhr in der Breiten Straße vor dem Rathaus
Mülheim an der Ruhr: 17.00 Uhr, Kurt-Schumacher-Platz
München: 18.00 Uhr, Marienplatz
Nürnberg: 17.30 Uhr, Lorenzkirche
Recklinghausen, 17.15 Uhr, Schaumburgstraße vor dem Palais Vest
Reutlingen: 18.00 Uhr, Marktplatz
Saarbrücken: 18.00 Uhr, vor Thalia
Sindelfingen: 17.00 Uhr, Busbahnhof
Tübingen: 18.00 Uhr, Holzmarkt
Witten: 17.00 Uhr, Berliner Platz

Quelle: https://www.rf-news.de/2022/kw12/gegen-jede-kriegstreiberei-im-ukraine-russland-konflikt
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 05:19:56 So. 03.April 2022
Zitat
Pressemitteilung Nürnberg, 31.03.22
Nürnberger Initiative gegen Hartz IV und Sozialabbau
c/o Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Str. 6, 90429 Nürnberg,
Montag ist Tag des Widerstandes!
Seit über 17 Jahren besteht die Montagsdemobewegung als bundesweite Protestbewegung: „Weg mit Hartz IV! “ Unter dieser Losung entwickelte sie sich zum sozialen Gewissen in Deutschland, später auch zum ökologischen und internationalen Gewissen. Wir greifen alle Themen auf, die gegen die soziale Gerechtigkeit gerichtet sind. So auch internationale Krisen, und der gegenwärtige Ukraine-Krieg, der seit dem 24.02.22 tobt. Wir verurteilen diesen Angriffskrieg durch das russische Putin-Regime aufs Schärfste. Bereits jetzt sind tausende Menschen gestorben, Millionen auf der Flucht, ganze Städte wurden zerstört.
Wir haben bereits zwei Aktionen zum Thema: Stopp den Ukraine-Krieg! Solidarität mit der Bevölkerung in der Ukraine! und Spendensammlungen hierzu durchgeführt. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine muss sofort beendet werden.
Wir sind jedoch der Meinung, dass die Waffenlieferungen aus Deutschland, der EU und der NATO keinen Frieden bringen. Auch die Aufrüstung der Bundeswehr von 100 Milliarden Euro lehnen wir ab.
Die MO-Demo steht auf der Seite der Arbeiter und Massen in der Ukraine, nicht auf der Seite der ukrainischen Regierung, die es zu verantworten hat, dass die Mehrheit der Bevölkerung in größter Armut lebt und dass die demokratischen Rechte und Freiheiten massiv eingeschränkt sind. Es sind die Arbeiterfamilien auf die die Lasten und das Leid des Krieges und der Wirtschaftskrise abgewälzt werden – sowohl in der Ukraine, in Russland und auch in Deutschland.
Wir haben z.Zt. eine steigende Inflation, aktuell 7,3 %, und wir sollen mit weiteren Erhöhungen der Energie- und Lebensmittelpreise die Rechnung der Sanktionspolitik zahlen.
Wir laden Sie ein, am 04.04.22 um 17.30 Uhr vor der Lorenzkirche an unserer nächsten Aktion teilzunehmen

Bitte bringen sie dazu eine Notiz in ihrer Zeitung.
Es wird wieder ein offenes Mikrophon geben, an dem wo verschiedene Menschen auf antifaschistischer Grundlage öffentlich ihre Meinung sagen können. Wir stellen unsere Aktion auch als Plattform der neuen Friedensbewegung zur Verfügung.
Wir sagen:
Hände weg und Schluss mit dem Angriff auf die Ukraine!
Aktiv für den Weltfrieden!
Gegen jede imperialistische Aggression!
Rückzug aller deutschen Truppen aus dem Ausland!

Quelle: E-Mail
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 21:19:18 Mo. 04.April 2022
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

2. Mai 2022: Gegen Sozialabbau und Weltkriegsgefahr
16. Mai 2022: Krieg und Flüchtlingsbewegung
30. Mai 2022: Wohnungsnot und steigende Mieten
13. Juni 2022: Rolle rückwärts in der Umweltpolitik - danach Ini-Treffen

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 10:09:43 Mo. 11.April 2022
11. April 2022 - Montagsdemos
Bochum: 18.00 Uhr, Husemannplatz
Essen: 18.00 Uhr, Porschekanzel
Gelsenkirchen: 17.30 Uhr, Neumarktplatz
Halle: 17.00 Uhr, an der Ulrichskirche in der Leipziger Straße/Boulevard
Heidelberg: 18.00 Uhr, Bismarckplatz
Heilbronn: 17.30 Uhr, Kiliansplatz
Herne: 18.00 Uhr, Robert-Brauner-Platz 18 Uhr
Leipzig: 18.00 Uhr, Kleiner Willy-Brandt-Platz
Stuttgart: 17.00 Uhr, Schlossplatz
Witten: 17.00 Uhr, Berliner Platz
Zwickau: Weitere Informationen folgen
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 19:17:17 So. 01.Mai 2022
Nach der Montagsdemo am 2. Mai 22 beabsichtigen wir, das Nürnberger Widerstandskomitee gegen den Ukraine-Krieg zu gründen. Interessierte können gerne um 17:30 Uhr zur Lorenzkirche kommen.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 06:09:14 So. 05.Juni 2022
Zitat
Bundesweite Montagsdemo fordert sofortige Anhebung von Hartz IV um 20 Prozent

Was vom angekündigten ‚würdevollen‘ Bürgergeld der Ampel übrigbleibt – Bundesweite Montagsdemo fordert sofortige Anhebung von Hartz IV um 20 Prozent!

Seit dem Regierungsantritt der Ampel-Koalition im Dezember hatte man nichts mehr über das Bürgergeld gehört. Jetzt ließ Arbeitsminister Hubertus/SPD Heil am Samstag die Katze aus dem Sack. Er plant ein Bürgergeld, das 40 bis 50 € über der bisherigen Grundsicherung liegt. Das wäre eine Erhöhung des Regelsatzes um ca. 10 Prozent, derzeit bekommt ein alleinstehender Hartz IV-Bezieher 449€ monatlich. Die Erhöhung deckt also nicht mal die reale Inflation. Die offizielle Inflation liegt schon bei 7,4 Prozent, die reale Inflation für Hartz IV-Bezieher und Geringverdiener aber bei 15 Prozent oder mehr. Denn Nahrungsmittel machen 34,7 Prozent ihres Warenkorbs aus. Und gerade bei Grundnahrungsmitteln stiegen die Preise gegenüber 2021 am stärksten: +53% bei Ölen und Fetten, +28% bei Mehl. Der Staat verdient über die Preissteigerungen bei Lebensmitteln, aber insbesondere bei Strom, Gas und Kraftstoffen über die Mehrwert- und Mineralölsteuer kräftig mit – im ersten Quartal wuchsen die Steuereinnahmen um 18,1 Prozent.


Aber zurück zum Bürgergeld. Im Koalitionsvertrag der SPD/Grüne/FDP-Regierung heißt es vollmundig: „Wir lösen die Grundsicherung durch ein neues Bürgergeld ab, damit die Würde des Einzelnen geachtet und gesellschaftliche Teilhabe besser gefördert wird“. Würdevoll bedeutet also für einen Hartz IV-Bezieher ab 1. Januar 2023, im besten Fall 1,67€ pro Tag mehr zur Verfügung zu haben, für Lebensmittel pro Tag 5,88€. Was anderes ist natürlich die Würde von Bundestagsabgeordneten. Ihre Diäten werden zum 1. Juli 2022 von 10.012,89 Euro monatlich um 310,40 € auf 10.323,29 Euro. Die Diätenerhöhung ist damit mehr als ein Kind zwischen 6 und 13 Jahren in einer Hartz IV-Bedarfsgemeinschaft überhaupt bekommt.

Die Bundesweite Montagsdemo protestiert gegen diese unsoziale Politik der Bundesregierung und fordert u.a:

die sofortige und rückwirkende Anhebung der Regelsätze bei Hartz IV, der Grundsicherung für Arbeitssuchende, Grundsicherung im Alter, Erwerbsminderungsrente, Asylbewerberleistungen und Arbeitslosengeld um 20 Prozent!

Wiedereinführung des Anspruchs auf Einmalzahlungen wie z.B. für den Ersatz einer defekten Waschmaschine.

Auszahlung und Erhöhung des Kindergelds für Familien mit geringem Einkommen statt Anrechnung als Einkommen auf die Regelsätze.

Weg mit der Bedarfsgemeinschafts-Regelung!

Koordinierungsgruppe
der Bundesweiten Montagsdemo

Quelle: http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=6656
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 02:41:55 Sa. 11.Juni 2022
Meine Rede zum Thema Inflation auf der Montagsdemo am 13.6.22
Zitat
Komplexität der Inflationsursachen: Energiepreise, Pandemie, Krieg und ökologischer Umbau (CO2-Bepreisung)

Die EZB will auf öffentlichen Druck die Leitzinsen erhöhen. Diese Politik führt zu höheren Zinsen auf Hypotheken, Autokauf, Kreditkarte etc. Aber vor allem: Diese Politik unterstellt, dass die nach dem Verbraucherpreisindex berechnete Inflationsrate durch eine das gesamtwirtschaftliche Angebot deutlich übersteigende Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen erzeugt wird. Dieses Deutungsmuster taugt nicht zur Erklärung der derzeitigen Inflationsentwicklung. Um die Inflationsursachen zu erschließen, sind drei Einflussgruppen zu unterscheiden:

Erstens wird die Inflation vorrangig durch die enormen Preissteigerungen bei den meist importierten Energiegütern und den Nahrungsmitteln angetrieben.
Zweitens löst die Pandemie Inflationsprozesse auf der Angebotsseite aus, etwa durch gerissene Lieferketten. Ebenso der Ukraine-Krieg, der im Zusammenhang mit Sanktionen gegen Russland zur Stagflation führt.
Drittens kommen infolge des ökologischen Umbaus politisch verordnete Preiserhöhungen hinzu, mit denen die bisher externalisierten Umweltkosten im Preissystem internalisiert werden sollen. Im Mittelpunkt steht hierbei die CO2-Bepreisung.

Der allgemeine Verbraucherpreisindex, dessen Basis ein für die privaten Haushalte typischer Warenkorb ist, lässt als aggregierte Größe die aktuellen Inflationsursachen nicht erkennen. Zur Identifikation der Triebkräfte der Inflation ist es nötig, in den Warenkorb mit den 650 gewichteten Arten an Gütern und Dienstleistungen genauer hineinzuschauen. Es müssen die Warenarten identifiziert werden, deren Preise weit überproportional gestiegen sind. So steht hinter der Inflationsrate von 5,3 Prozent im Dezember 2021 (gegenüber dem Vorjahresmonat) ein überdurchschnittlicher Anstieg des Energie-Verbraucherpreisindexes von 18,3 Prozent und der Nahrungsmittelpreise von 6 Prozent. Bei der im Januar 2022 festgestellten Inflationsrate von 4,9 Prozent stieg der Index der Energiepreise um 20,5 Prozent, der Index der Nahrungsmittel ging leicht auf 5,0 Prozent zurück. Diese Entwicklung wird sich noch einige Zeit fortsetzen. Eine Antiinflationspolitik muss also diese Preistreiber gezielt ausbremsen. Die Notenbank ist hier hilflos. Sie kann mit restriktiver Geldpolitik, insbesondere durch höhere Leitzinsen, keinen Druck auf die Inflationstreiber ausüben. Die Gesamtwirtschaft wird sie jedoch schwer belasten.

Hinter den gestiegenen Verbraucherpreisen stehen die im Durchschnitt überraschend hohen Erzeugerpreise, die bis Dezember 2021 binnen Jahresfrist um 24,2 Prozent gestiegen sind. Bisher haben die Unternehmen diese Verteuerung nur zum Teil an die privaten Haushalte weitergegeben. Die wichtigsten Komponenten dieser Erzeugerpreisinflation sind um 69 Prozent gestiegene Energiepreise und um 19,3 Prozent gestiegene Vorleistungspreise (vor allem Preise für Metalle, Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen, Nichteisenmetalle und deren Halbzeug sowie Holz, Papier, Pappe, Futtermittel für Nutztiere und Getreidemehl).

Die inländischen Erzeuger- und Verbraucherpreise werden wiederum maßgeblich durch teurer gewordene Importe getrieben. Von einem vergleichsweise niedrigen Niveau des Jahres 2020 aus gesehen sind die Preise für importierte Güter zwischen Dezember 2020 und Dezember 2021 im Durchschnitt um 24 Prozent gestiegen. Besonders auffällig waren die Preissteigerungen für importierte Energieträger: Erdgas verteuerte sich um 267,5 Prozent, Steinkohle um 154,3 Prozent, Erdöl um 65,3 Prozent und Mineralölerzeugnisse um 68,5 Prozent.

Diese Kette von Preiserhöhungen auf Erzeugerseite, die durch Importe geprägt werden, schlagen sich im Verbraucherindex nieder. Nach dem letztmals 2015 festgelegten Warenkorb gehen derzeit die Preise für Strom, Gas und andere Brennstoffe mit 6,82 Prozent und für Kraft- und Schmierstoffe mit 3,52 Prozent in den Verbraucherpreisindex ein. Dieser Blick auf die Inflationstreiber bleibt der monetaristischen These von der überschüssigen Nachfrage verschlossen. Vor allem lassen sich diese mit einer auf das allgemeine Preisniveau ausgerichteten, restriktiven Geldpolitik nicht bändigen. Vielmehr müssen die Ursachen der stark überdurchschnittlich steigenden, für die Grundversorgung wichtigen Preise geklärt werden. Auf den Energiemärkten beispielsweise spielen konzentrierte ökonomische Macht und geostrategische Interessen eine große Rolle. Was etwa die Gas- und Rohölmärkte angeht, wurden im Jahr 2020 von den durch die Unternehmen und privaten Haushalte konsumierten 90 Milliarden Kubikmetern Erdgas über 55 Prozent aus Russland importiert. Diese Abhängigkeiten Deutschlands von Gaslieferungen und wiederum Russlands von Devisen führen zwangsläufig zu einer Politisierung der Gaspreise. Hinzu kommt unternehmerisches Missmanagement bei der Sicherung von Gasreserven. Auch die Rekordwerte bei den Benzinpreisen verweisen auf die dahinterstehenden Rohölmärkte. Dort herrscht das OPEC-Kartell. Trotz dessenu Zusage Ende des Jahres 2021, die Tagesförderung um 400.000 Barrel zu erhöhen, dominiert infolge des durch den weltweit einsetzenden Aufschwung ausgelösten Nachfrageschubs eine Angebotsknappheit. Die Preise werden strategisch durch die OPEC-Länder bestimmt, worauf die Politik etwa in Deutschland keinen direkten Einfluss hat. Damit bleibt nur die Perspektive, die Abhängigkeit vom Öl abzubauen. Die strategisch beeinflussten Preise dieser Rohstoffe werden zusätzlich durch Spekulationsgeschäfte (auf Basis von Derivaten) auf den Warenterminmärkten nach oben getrieben.

In der Übergangsphase verdient die Idee Anerkennung, gegen diese aggressive Preispolitik auf den Energiemärkten ordnungspolitisch mit Preisstopps vorzugehen. Einen Vorschlag dazu hat die anerkannte Wirtschaftswissenschaftlerin Isabella Weber, die an der University of Massachusetts Amherst lehrt, Ende des Jahres 2021 unterbreitet. Sie zeigt überzeugend, dass gegenüber diesen strategischen Monopolpreisen die Geldpolitik versagen muss. Zudem rückt sie die auch geostrategisch beeinflussten Marktverhältnisse in den Mittelpunkt.

Zu erwähnen wäre noch, dass der US-Präsident Richard Nixon 1971 in den USA eine starke Inflation erfolgreich durch einen Preisstopp bekämpft hat. Daneben brauchen wir Lohnerhöhungen und höhere Sozialleistungen.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 17:10:25 Di. 14.Juni 2022
Termine und Themen der Nürnberger Montagsdemo:

27. Juni 2022: Inflationsstopp jetzt!
11. Juli 2022: Gegen Aufrüstung/Ukraine-Krieg
25. Juli 2022: Kein Geld für Urlaub
8. August 2022: Jugend ohne Zukunft - danach Ini-Treffen

Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr vor der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdo.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 20:27:42 Sa. 18.Juni 2022
20. Juni 2022, Montagsdemos
Berlin: 18 Uhr Weltzeituhr
Darmstadt: 17 Uhr, Ludwigsplatz (vor Saturn)
Duisburg: 17.30 Uhr Livesaver-Brunnen Königstraße
Heilbronn: 17.30 Uhr Kiliansplatz
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 19:12:54 Sa. 25.Juni 2022
Meine Rede zur Montagsdemo am 27.6.22

Zitat
Inflation ist undemokratisch

Benzinpreise, Lebensmittelpreise und im Grunde alle Preise steigen. Und es gibt zwei Dinge, die ich klarstellen möchte:

Nummer eins: Einige unserer politischen Führer haben gesagt, dass wir an einer Inflation leiden, aber der Rest der Welt auch. Das ist nicht wahr. Es gibt einige Länder auf der Welt, die eine Inflation so hoch wie wir haben (USA, Kanada). Aber der Rest der Welt hat eine geringere Inflation. Am Ende der Liste der entwickelten Länder, die eine Inflation unter 2% haben finden sich Länder wie die VR China oder Japan. Deswegen kann man mir nicht erzählen, dass man die Inflation nicht managen kann. Diese Länder managen die Inflation gut. Und wir müssen uns schon wundern, dass unsere Regierung und die EZB die Inflation nicht besser managen können, obwohl das ihre Aufgabe ist.

Aber worum dreht sich alles? Erinnern wir uns: Die Unternehmen erhöhen die Preise. Arbeitnehmer haben keinen Einfluss auf die Preise. Arbeitgeber schon. Arbeitgeber, insbesondere Geschäftsführer und Aufsichtsräte, die ein Prozent der Bevölkerung stellen, haben die Macht die Preise für die übrigen 99% der Bevölkerung anzuheben. 99% der Bevölkerung haben zu zahlen, ohne eine Rolle in den Entscheidungen über die Preisanhebung zu spielen. An so einer Inflation ist nichts demokratisch. Das Einzige, das man demokratisch nennen könnte, ist, wer am meisten darunter leidet, weil die Arbeitgeber die Preise so erhöhen können, dass sie sie die extra Preise, denen sie gegenüber stehen, wettmachen können.

Die Arbeitnehmer sind niemals in einer vergleichbaren Position, um das zu tun. Deswegen ist die Inflation heute bei 7,9% während die Löhne nur um ca. 4% jährlich steigen.

Was ist die Erklärung, die die Arbeitgeber uns geben? Naja, sie erzählen uns, es gäbe unterbrochene Lieferketten. Dinge würden uns nicht termingerecht geliefert. Warum sie das zur Preisanhebung berechtigt, überlasse ich eurer Phantasie. Es hat zu tun mit Märkten. Aber ich möchte mich auf die Entschuldigung fokussieren. Fahren wir fort. Covid ist ein anderer Teil davon. Die Leute haben sich mit Geldausgeben zurück gehalten und jetzt halten sie sich wieder aufgrund von Inflationsängsten mit dem Geldausgeben zurück.

Dazu möchte ich sagen: Es ist der Job eines Kapitalisten Risiken zu antizpieren und zu managen. Es gibt Kurse zum Thema Risikomanagement an jeder Wirtschaftsschule. Eine der Rechtfertigungen die Kapitalisten dafür geben, dass sie hohe Saläre und die Gewinne, die das Unternehmen einfährt, verdienen, ist, dass sie das Risiko managen müssen. Naja, ratet mal! Die Inflation, wenn sie durch unterbrochene Lieferketten und eine wackelige Nachfrage verursacht ist, bedeutet, dass sie das Risiko nicht managen. Jeder Kapitalist weiß, dass der Nachschub unterbrochen werden kann. Regen kann das. Zivile Unruhen können das. Ein Unfall kann das. Man sollte Ausweichpläne haben. Man sollte Vorräte auf Lager haben, damit man weiter liefern kann, auch wenn es eine Unterbrechung gibt. Es ist erstaunlich. Wisst ihr, ihr könnt behaupten, Regen wäre das Problem, aber jemand würde hervorheben, dass man deswegen ein Dach über dem Gebäude hat, damit man nicht durch den Regen unterbrochen wird.

Das ist das Jammern von Leuten, die Preise erhöhen, weil es ihre Gewinne steigert. Schaut euch ihre Gewinne an, schaut euch an, wie sie mit den Preisen durch die Decke gehen.

Nummer zwei: Nun wird uns gesagt, die Inflation würde durch das Anheben des Leitzinses bekämpft. Okay, Leute, lasst uns Klartext reden. Wenn wir die Leitzinsen erhöhen, dann schädigen wir Kreditnehmer. Und wer ist Kreditnehmer? Jeder der einen Kredit aufnimmt, um eine Wohnung zu kaufen, jeder der einen Kredit aufnimmt, um ein Auto zu kaufen, jeder der einen Kredit aufnimmt, um seine Kreditkarte zu nutzen (weil die Benutzung der Kreditkarte ein Darlehen ist) und jeder Student, der sich Geld zum Zweck der Bildung leihen muss. Das Anheben des Leitzinses versetzt dem Kreditnehmer Schläge und das sind meist die Masse der Bevölkerung. Geschäftsführer sorgen sich nicht um höhere Leitzinsen, weil sie enorme Saläre beziehen, die nicht betroffen sind und sie verlieren auch nicht ihre Jobs. Aber wenn massenweise Leute die steigenden Leitzinsen damit beantworten, dass sie sich einschränken, wie sie es schon während der Inflation taten, dann wird das viele Arbeitsplätze zerstören. Die Inflation zerstört Arbeitsplätze. Und die Leitzinserhöhung wird ebenfalls Arbeitsplätze zerstören.

Das ist ein ökonomisches System, das uns sagt, dass es seine Probleme nur auf eine Art lösen kann und wir haben zur Kenntnis zu nehmen, dass die Masse der Leute am kürzeren Ende des Hebels steht und wir müssen uns wundern. Man kann das Wirtschaftspolitik nennen oder was ihr wollt. Aber wisst ihr was das ist? Es ist Klassenkampf. Der Kampf der 1%, die ihre Probleme auf den 99% abladen.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 18:13:51 So. 03.Juli 2022
Meine Rede auf der Montagsdemo vom 11.7.22
Zitat
Keine Inflation im echten Sozialismus

Benzinpreise, Lebensmittelpreise und im Grunde alle Preise steigen. Und es gibt zwei Dinge, die ich klarstellen möchte:

Nummer eins: Unsere politischen Führer rüsten das Militär ständig auf. Das schafft Kaufkraft aber auf dem Markt tauchen keine zusätzlichen Waren als Äquivalent der zusätzlich geschaffenen Kaufkraft auf. In den Panzer- und Raketen herstellenden Fabriken werden genauso Löhne und Gehälter gezahlt und Gewinne erwirtschaftet, wie in anderen Industriezweigen auch. Panzer und Raketen sind keine Konsumgüter, die jeder von uns kaufen kann. Das führt dazu, dass die in der Rüstungsindustrie entstehende Kaufkraft nicht durch den Verkauf von Panzern und Raketen absorbiert wird. Entsprechend hat die Hochrüstung einen inflationären Charakter. Rüstung bringt einen Tendenz zur permanenten Inflation mit sich.

Darüber hinaus gibt es im entwickelten Kapitalismus eine Eigentümlichkeit aufgrund vermachteter Märkte: Immer wenn das Angebot geringer ist als die Nachfrage, steigen die Preise, wohingegen die Preise unverändert bleiben oder nur kaum merklich sinken, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt. Erinnern wir uns: Die Arbeitgeber, sprich die Geschäftsführer, die Aufsichtsräte haben die Macht, die Preise zu setzen. Das sind ein Prozent der Bevölkerung. 99% haben die Preise zu zahlen. Es stellt sich die Frage: Wie lange wollen wir uns diese undemokratischen Zustände noch gefallen lassen? Wollen wir nicht lieber die Macht in den Betrieben übernehmen?

Nummer zwei: Es gibt eine Wirtschaftsweise, in der es keine Inflation gibt. Das ist der echte Sozialismus. China kannte in den 1970er Jahren keine Inflation. Was ist das Geheimnis dahinter?

Die Stabilität der Währung hängt von dem Verhältnis zwischen dieser Währung und dem Warenangebot ab. Wenn auf den Märkten mehr Geld im Umlauf ist als sich Waren auf den Märkten befinden, bedeutet dies notwendigerweise eine Abwertung der Währung. Eine Währung bleibt stabil, wenn die Zirkulationsmenge der Geldmenge eine Balance mit der möglichen Angebotsmenge der Waren hält.

Die Errichtung des sozialistischen Systems bedeutet, dass die Warenproduktion, -zirkulation und -verteilung sowie die Geldherausgabe einheitlich vom Staat geplant werden. Waren werden nicht mehr um des Gewinns willen produziert, sondern um den Aufbau des echten Sozialismus zu fördern und die Bedürfnisse des Volkes zu befriedigen. Die Produktion der Fabriken, die Versorgung der Geschäfte, die Menge der Geldmittelherausgabe – alles wird jährlich in die staatliche Planung mit einbezogen und ins Gleichgewicht gebracht. So kann der Staat die Waren zu festen Preisen und plangemäß auf den Markt bringen und entsprechend die Geldzirkulation geplant regulieren.

Es stellt sich die Frage: Was wollen wir? Kapitalistisches Chaos, Wirtschaftskrisen, Börsenkrisen, Coronakrise oder eine von Ausbeutung und Unterdrückung befreite Gesellschaft auf Basis des echten Sozialismus ohne Inflation?
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: dagobert am 21:27:33 Mo. 04.Juli 2022
Meine Rede auf der Montagsdemo vom 11.7.22
Zitat
Unsere politischen Führer rüsten das Militär ständig auf. Das schafft Kaufkraft aber auf dem Markt tauchen keine zusätzlichen Waren als Äquivalent der zusätzlich geschaffenen Kaufkraft auf. In den Panzer- und Raketen herstellenden Fabriken werden genauso Löhne und Gehälter gezahlt und Gewinne erwirtschaftet, wie in anderen Industriezweigen auch. Panzer und Raketen sind keine Konsumgüter, die jeder von uns kaufen kann. Das führt dazu, dass die in der Rüstungsindustrie entstehende Kaufkraft nicht durch den Verkauf von Panzern und Raketen absorbiert wird. Entsprechend hat die Hochrüstung einen inflationären Charakter. Rüstung bringt einen Tendenz zur permanenten Inflation mit sich.
Anders herum gedacht hieße das: Rüstungsindustrie abschaffen, dann haben wir keine Inflation mehr.

Ich fürchte, so einfach ist das nicht.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 21:48:20 Mo. 04.Juli 2022
Zitat
Ich fürchte, so einfach ist das nicht.

Ist es auch nicht. Ich kann das Problem mit der Rüstung und der Inflation in der Rede nur oberflächlich anreißen. Die Rüstungsindustrie ist aber einer von mehreren Treibern der Inflation.

Ernest Mandel geht in seinem Buch "Einführung in die marxistische Wirtschaftstheorie " ausführlich darauf ein.

Der Schlüssel zur Lösung des Inflationsproblems liegt in der gesellschaftlichen Planung von Angebot und Nachfrage und zirkulierender Geldmenge.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 20:57:20 So. 10.Juli 2022
11. Juli 2022Halle/Saale: Montagsdemo 17 Uhr, An der Ulrichskirche im Boulevard/Leipziger Straße
Herne: Montagsdemo, 18 Uhr, Robert-Brauner-Platz
Nürnberg: Montagsdemo 17.30 Uhr Lorenzkirche
Stuttgart: Montagsdemo zur Solidarität mit den EvoBus-Kollegen, 17 Uhr Protestkundgebung auf dem Carl-Benz-Platz in Untertürkheim
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 16:06:50 Fr. 15.Juli 2022
25. Juli 2022
Nürnberg: Montagsdemo, 17.30 Uhr Lorenzkirche. Kein Geld für Urlaub?
1. August 2022
Hamburg: Montagsdemo 17.30 Uhr, Ottenser Hauptstraße 1, beim Bf. Altona - Nähe Mercado
Mülheim an der Ruhr: Montagsdemo um 17 Uhr, Kurt-Schumacher-Platz
München: Montagsaktion um 18 Uhr am Rindermarkt
8. August 2022
Herne, Montagsdemo 18 Uhr, Robert-Brauner-Platz
Nürnberg: Montagsdemo 17.30 Uhr Lorenzkirche
15. August 2022
Hamburg: Montagsdemo 17.30 Uhr, Ottenser Hauptstraße 1, beim Bf. Altona - Nähe Mercado
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 16:30:42 Sa. 06.August 2022
Meine Rede für die Montagsdemo am 8.8.22
Zitat
Auswirkungen und die Tragweite des sich abzeichnenden Klimakollaps

Das in Paris feierlich beschlossene Klimaziel, die vom Menschen verursachte globale Erwärmung auf deutlich unter 2° C z.B. 1,5°C zu begrenzen, erfordert aus naturwissenschaftlicher Sicht definitiv eine radikale Begrenzung der kumulativen CO2-Emissionen und eine ebenfalls starke Verringerung der anderen THG-Emissionen.

Unter der Annahme, dass sich CO2-Emissionen in etwa so fortsetzen wie im Jahr 2019, d.h. ca. 38 Gt CO2/Jahr, ist das verbleibende globale CO2-Budget, um das Klimaziel von maximal 1,5°C (mit einer Wahrscheinlichkeit von 83%) zu erreichen, bereits Ende 2027 komplett ausgeschöpft!

Dies macht die katastrophale Situation und die existenzielle Notfall-Dringlichkeit klar, in der sich die gesamte Menschheit heute angesichts der sich weiter fortsetzenden globalen Klimaerwärmung befindet.

Der IPCC-Bericht vom Februar 2022 schätzt, dass ungefähr 3,3 bis 3,6 Milliarden Menschen unter Bedingungen leben, die sehr verwundbar gegenüber der Klimakatastrophe sind.

Wenn die globale Erwärmung in naher Zukunft 1,5°C erreicht und dann überschreitet, wird sie weiter unvermeidbare Zunahmen vielfältiger Klimagefahren verursachen und vielfältige Risiken für Ökosysteme und Menschen mit sich bringen. Die Höhe des Risikos wird von den in naher Zukunft gleichzeitig ablaufenden Entwicklungen von Verwundbarkeit, Exposition, sozioökonomischen Entwicklungsstand und Anpassung abhängen. Zeitnahe Maßnahmen, die die globale Erwärmung auf etwa 1,5°C begrenzen, würden die projizierten Verluste und Schäden, die im Zusammenhang mit der Klimakatastrophe in menschlichen Systemen und Ökosystemen auftreten, im Vergleich zu höheren Erwärmungsniveaus zwar erheblich verringern, können sie aber nicht verhindern.

Nach 2040 und abhängig vom Ausmaß der globalen Erwärmung wird die Klimakatastrophe zu zahlreichen sich weiter verschärfenden Risiken für natürliche und menschliche Systeme führen. Für identifizierte Schlüsselrisiken sind die bewerteten mittel- und langfristigen Folgen bis zu einem Vielfachen größer als derzeit beobachtet. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Klimakatastrophe und der damit verbundenen Risiken hängen stark von Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen in der nahen Zukunft ab und die projizierten negativen Folgen und damit verbundene Verluste und Schäden eskalieren dramatisch mit jedem weiteren Zuwachs der globalen Erwärmung.

Die Folgen und Risiken der Klimakatastrophe werden immer komplexer und schwieriger zu bewältigen. Vielfältige Klimagefahren werden gleichzeitig auftreten, und vielfältige klimatische und nicht-klimatische Risiken werden wechselwirken, was zu zusammengesetzten Gesamtrisiken und Risikokaskaden über Sektoren und Regionen hinweg führt. Einige Maßnahmen in Reaktion auf die Klimakatastrophe führen zu neuen Folgen und Risiken.

Der Emissionspfad, auf dem wir uns derzeit befinden, überschreitet außerdem wahrscheinlich bald verschiedene Kipp-Punkte im Klimasystem; das sind kritische Schwellen, jenseits derer sich das Klimasystem oft abrupt und/oder unumkehrbar bzw. irreversibel neu organisiert. Solche Kipp-Punkte könnten z.B. beim Abschmelzen des Antarktischen Eisschilds, beim großflächigen Waldsterben oder durch das großflächige Auftauen des Permafrostes auftreten.

Viele wissenschaftliche Studien und zusammenfassende Berichte sagen, dass die Lücke zwischen den viel zu schwachen Klimaschutzmaßnahmen und der Einhaltung des 1,5°C Klimaziels mit hoher Wahrscheinlichkeit immer größer wird.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: Onkel Tom am 17:20:33 Sa. 06.August 2022

...
Das in Paris feierlich beschlossene Klimaziel, die vom Menschen verursachte globale Erwärmung auf deutlich unter 2° C z.B. 1,5°C zu begrenzen, erfordert aus naturwissenschaftlicher Sicht definitiv eine radikale Begrenzung der kumulativen CO2-Emissionen der Industrie und Pruduktion sowie eine ebenfalls starke Verringerung der anderen THG-Emissionen.


Damit Du nicht so unverstanden wirst, solltest Du deine Rede überarbeiten. Fängt im ersten Absatz schon an,
Erstes Erklärungsbedürfige Wort gestrichen, auf ein jedermensch verständliches Satz korregiert und was ist THG-Emmision ?

 ;)
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 00:12:05 So. 07.August 2022
THG-Emissionen steht für Treibhausgas-Emissionen.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: Kuddel am 08:14:02 So. 07.August 2022
Ich glaube, Onkel Tom ging es nicht allein um den Begriff "THG-Emissionen".
Zitat
Damit Du nicht so unverstanden wirst, solltest Du deine Rede überarbeiten.

@counselor, ich habe das Gefühl, daß du mit deinen Beiträgen (auch hier im Forum) oft mißverstanden wirst, weil sie in ihrer Form für einfache Menschen komisch bis unverständlich rüberkommen.

Ich teile deine politischen Analysen weitgehend, finde sie jedoch in einer Sprache formuliert, die von weniger gebilderten Leuten nicht verstanden wird oder zu einer gefühlsmäßigen Ablehnung führt. Manchmal argumentierst du nicht nur sprachlich hölzern, sondern auch schablonenhaft, als sei Politik eine Wissenschaft, in der man einfach nur bestimmte Dinge zusammenführen muß und automatisch ein  bestimmtes Ergebnis dabei herauskommt.

Dabei vergißt du scheinbar den "Menschlichen Faktor". Zu Gesellschaften und gesellschaftlichen Kämpfen gehören Menschen mit all ihren Schwächen, Fehlern und Beklopptheiten. Es gibt Gesetzmäßigkeiten in Wirtschaftlichen und Sozialen Entwicklungen, es gibt aber auch den Menschlichen Faktor und glückliche und dumme Zufälle, die zu einem nicht erwarteten Ergebnis führen können.

Wenn man sich nicht nur als Revolutionar inszenieren, sondern wirken möchte, muß man sich stets hinterfragen und überprüfen, ob man die einfachen Menschen erreicht und verstanden wird.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: Fritz Linow am 09:22:57 So. 07.August 2022
In der Rede sind zum Beispiel zu viele Zahlen.

Statt „ungefähr 3,3 bis 3,6 Milliarden Menschen“ besser „dreieinhalb Milliarden Menschen“ und so weiter.

Das hat weniger mit gebildet oder ungebildet zu tun, sondern ist ein simpler rhetorischer Kniff, damit die Zuhörer nicht einschlafen.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 09:36:59 So. 07.August 2022
Es gibt einerseits die "einfachen Menschen" unter den Lohnabhängigen, andererseits auch eine sehr starke Gruppe an (manchmal auch prekär beschäftigten) Akademikern, die auch lohnabhängig sind. Beide Gruppen müssen wir ansprechen, wenn wir die Verhältnisse verändern wollen. Beide Gruppen müssen auf unterschiedliche Art angesprochen werden.

Ich halte die Fokussierung auf "einfache Menschen" beim Organisieren von Widerstand für falsch. Es braucht in der Bewegung auch die Akademiker, sprich die Ingenieure, die zB  ein Auto konstruieren.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: Kuddel am 09:49:58 So. 07.August 2022
Es hat niemand gesagt, man sollte sich allein an die "einfachen Menschen" oder "Unterschichten" wenden. Es gibt aber einen Haufen Linker mit einem akademischen Hintergrund und es gibt kaum Organizer und Agitatoren aus den Unterschichten, die ihre Sprache sprechen und ihr Vertrauen genießen.

Mir fällt auf, daß du in diesem Forum oft an den Leuten vorbeiredest. Das finde ich schade, da ich der Meinung bin, daß du einiges zu sagen hast, was von möglichst vielen verstanden werden sollte.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: Onkel Tom am 20:22:11 So. 07.August 2022
Naja, wenn Du @Counselor zwischen "einfachen Menschen" und "Akademischen Kreisen" eine Grenze ziehst, läuft was verkehrt..

Muss ein "einfacher Mensch" aus dem Elfenbeinturm vortragen, um von Akademikern angehört und verstanden zu werden ?
Muss man auf den Akademiker Rücksicht nehmen, der einen anderen Intellekt wie seinen nicht akzeptieren kann ?

Aber gut.. Der Fehler die Arbeiter-innenklasse in mehrere Intelektgrade oder eines sozialem Maßindex zu selektieren, ist ein
Hoffnungsschimmer, sich erfolglos ab zu rakkern.. Akademiker sind genau so "ungewohnt", ihr Vokabular in eine einfache
Sprache zu übersetzen, wie "einfache Menschen" teils Akademiker nicht verstehen können..

Jo, Sekektion dach Fähigkeiten und Nutzbarkeit.. No, so funzt das nicht und rhetorisch muss da erst mal ein starker Kaffee her,
damit die Anhörungsbereitschaft nicht leidet..

Der bisherige Redetext passt eher im geschlossenem Polit-Clubkreis statt draußen auf der Straße in die Öffentlichkeit und da
sollten alle verstehen, was Du mit der Rede sagen willst. Als Vorträger kann man sich die Zuhörerschaft nicht wirklich aussuchen.

Gerade bei den Modemos lässt sich die Art und Weise an Rhetorik und verständlicher Formulierung super üben, weil ja im
Anschluss Feedback folgt und wenn keine Sau was verstanden hat oder damit nix anfangen kann hört man auch den Unterschied
zwischen Beifall und Andstandsklatschen.

Also meine Mikro-Nutzung damals war schon pikanter aber habe auch lustiges beigefügt, damit nicht nur innerlich "gejammert"
wird, sondern es auch mal was zu lachen gibt. Ich schaute auch aufs Puplikum und es wurde auch spontan, an der eigendlichen
Rede abweichend, jedoch kam ich wieder zur Rede selbst zurück.


Hüstel, in dem Jahr Modemo-Aktivität selbst erlebt :

Habe gerade das Mikro in der Hand und wer kommt da mit einem Schlendergang an der Kundgebung vorbei ?

Herr Thomas Böhsenberg, der Chef von der team.arbeit.hamburg (JCs) mit Edeleinkaufstüten in der Hand, wohl noch
Weihnachtsgeschenke klar gemacht.  ???  Ich erkenne ihn und er hört auch beim Gehen mit. Spontan schaltete ich um und
lautete dann so :

"Moin, wenn dürfen wir denn heute abend in unserer Runde begrüßen ? Den Boss von unseren Jobcentren in Hamburg."
(Freundlich einladend..)

Er bleibt stehen dreht sich zu mir und goil.. War ja darüber gut informiert, was die JCs gerade so auf Lager hatten und dem
angemessen Kritik geübt. Es ging damals (2006) um die kleinen Gehässigkeiten, die damals dafür Sorge trugen, das
Erwerbslose zu Weihnachten sanktioniert verbringen dürfen (systematisches sanktionieren).

Ich ging auf ihn zu und fragte ihn, ob er sich dazu äußern möchte ? Cool, er fragt zuerst "Woher haben sie das ?"
Ich: Als Harz 4 Gegner hat man so seine Quellen und was ich hier sage, kann ich auch belegen.

Das hatte Böhsenberg überzeugt und diskutierte mit mir a la "Das ist mir so noch nicht aufgefallen, werde mir das jedoch mal
anschauen, was Sie mir gerade vorwerfen." Oi, der Halbkreis um die PA wird enger und es wird diskutiert (freufreu).

Nur dumm gelaufen, das eine ca. 45 jährige (Frisch-Großmutter) ihn belagerte, ihr Portmonaie öffnete und ihn damit traktierte
"Finden Sie das gut, das ich Mutter von drei Kindern nur soviel Geld habe ?" und hielt ihn ständig ihr wenig befülltes Hartgeldfach
eng vor die Nase.. Machte ein verneideten Eindruck, weil sie auch darüber schimpfte, was er sich anhand der Einkaufstaschen
leisten könne und sie nicht.  :-\

Tjo, was will man in so einer aufgebrachten Stimmung noch erwarten ? Das Böhsenberg darauf davon zog war klar  ???

( Keine Sorge, die Kundgebung ging wie gewohnt weiter ohne Bambule oder so.. )

Ansonsten war es ein Leckerbissen, mit dem ich nicht gerechnet habe und das mochte MLPD garnicht.

Die Modemos selbst mochten das schon  :) (Blitzlichtrunde)


Kurz und knackig : Wenn Du eine Rede hast, die jeder trotz kurzer Abweichung oder Zwischenfragen weiter verfolgen kann,
ist das schon der halbe Erfolg.. Und so, wie ich dich fragen musste, was ist THG-Emmissionen ?, wird es dir am Mikro auch
ergehen. Ohne MLPD-Wortschatz und ohne Abkürzungs-Töne, lies sich dieses Potenzial für mich schon mal verbessern.

Dein Redestart :
Zitat

Das in Paris feierlich beschlossene Klimaziel, die vom Menschen verursachte globale Erwärmung auf deutlich unter 2° C z.B. 1,5°C zu begrenzen, erfordert aus naturwissenschaftlicher Sicht definitiv eine radikale Begrenzung der kumulativen CO2-Emissionen der Industrie und Pruduktion sowie eine ebenfalls starke Verringerung der anderen THG-Emissionen.


würde mir etwa so über die Lippen gehen :

In Paris wurde das Klimaziel feierlich beschlossen, die globale Erwärmung (zum Jahr ?) deutlich unter die 2 Grad begrenzen zu wollen.
Doch aus naturwissenschaftlicher Sicht müsste dazu eine radikale Begrenzung der vom Menschen verursachten Emmisionen erfolgen.

Blau gefärbtes beim Reden akustisch leicht hervor heben.
(Allerdings ist bei so einem Textstart ein "Erklärbär" Richtung Lösungsvorschlag zum Problem schuldig.)

Das kann ich in deinem Entwurf nicht erkennen und eine persönliche Forderung daraus fehlt gänzlich.
(Zahnlostiger-Rede)

 ;)

Edit: @Kuddel  Jo, gut beschrieben.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 03:25:57 Mo. 08.August 2022
Also, ich sags mal so: Meine Beiträge sind auf der Montagsdemo sehr willkommen. Ich erfahre dort Lob, weil meine Beiträge einen informierten Eindruck machen.

Die Vorgänge auf der Welt sind komplex. Es laufen komplexe politische, soziale und ökologische Prozesse ab, deren Darstellung in einer kurzen Rede eben nicht ohne Schwierigkeiten ist und dem Zuhörer auch etwas abverlangt.

Naja, und es ist halt mal so, dass es auch wichtig ist abhängig beschäftigte Akademiker, wie den Arzt, der im MVZ angestellt ist, mit ins Boot zu holen (wir haben auf der Montagsdemo unseren Rechtsanwalt und eine Ärztin, die auch Beiträge halten).

Ich habe zB jahrelang im Rahmen der Umweltgewerkschaft mit einem Physiker an Umweltthemen gebastelt. Er war Angestellter bei Conti in der Forschung und begeistert für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, für die die Umweltgewerkschaft kämpft. Leider ist er viel zu früh an Krebs gestorben.

Andererseits mag ich auch die "einfachen Menschen", mit denen ich jeden Tag direkt im Betrieb zusammen arbeite. Wenn wir dort politisch diskutieren, dann erklären wir ihnen die Zusammenhänge, bis sie es verstanden haben.

Übrigens habe ich gute Erfahrungen mit Studiengruppen gemacht (ich gehe im Moment zweimal monatlich zu einer Studiengruppe/Lesekreis), bei der sowohl Akademiker, als auch Arbeiter teilnehmen und sich Texte aneignen. Ich finde, man sollte auf diese Weise das Bildungsniveau heben und voneinander lernen.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: Onkel Tom am 12:24:50 Mo. 08.August 2022
...
Meine Beiträge sind auf der Montagsdemo sehr willkommen. Ich erfahre dort Lob, weil meine Beiträge einen informierten Eindruck machen.
...

Meine Beiträge waren auch willkommen, hauptsache das Mikro wird benutzt und reflektiere mal,
ob das nur Mitglieder_innen oder auch unbekannte Passanten gut finden. Sowas wird vom Redner
weniger bis garnicht erfasst etc..

Zitat
...
Die Vorgänge auf der Welt sind komplex. Es laufen komplexe politische, soziale und ökologische Prozesse ab, deren Darstellung in einer kurzen Rede eben nicht ohne Schwierigkeiten ist und dem Zuhörer auch etwas abverlangt.
...

Muss man der Zuhörerschaft immer erklären wollen, wie die Welt funktioniert ?
Die meisten wissen das ja bereits und wenn diesbezüglich Fragen auftauchen,
kann man gern nach der Rede darauf eingehen. Weltfunktionserklärungen
verkomplizieren einen Vortrag und macht ihn unverständlich..

Zitat
...
Naja, und es ist halt mal so, dass es auch wichtig ist abhängig beschäftigte Akademiker, wie den Arzt, der im MVZ angestellt ist, mit ins Boot zu holen (wir haben auf der Montagsdemo unseren Rechtsanwalt und eine Ärztin, die auch Beiträge halten).
...

Das ist gut aber sich dazu verenken zu wollen, sich ihrem Vokabular ebenwürdig zu werden ist
wie "gewollt aber nicht gekonnt" und macht sich als "einfacher Mensch" anbei nur lächerlich.

Zitat
...
Andererseits mag ich auch die "einfachen Menschen", mit denen ich jeden Tag direkt im Betrieb zusammen arbeite. Wenn wir dort politisch diskutieren, dann erklären wir ihnen die Zusammenhänge, bis sie es verstanden haben.
...

Mit denen kannst du ja auch "einfach" kommunizieren oder ? Warum tust Du es mit Akademikern
anders ? Verstehe keinen Sinn darin.

Zitat
...
Übrigens habe ich gute Erfahrungen mit Studiengruppen gemacht (ich gehe im Moment zweimal monatlich zu einer Studiengruppe/Lesekreis), bei der sowohl Akademiker, als auch Arbeiter teilnehmen und sich Texte aneignen. Ich finde, man sollte auf diese Weise das Bildungsniveau heben und voneinander lernen.

Dazu stelle ich mal besser keine Fragen, kann mir das jedoch ganz gut vorstellen, wie sich solch
ein Lesekreis nach und nach gegenseitig aufschaukeln, wer nun besser artikullieren kann.
Zum Schluss versteht "einfacher Mensch" nur Bahnhof, vergeht die Lust daran und geht von dannen.
Ich vermute, das es anbei um Marx und Co. geht.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: Kuddel am 14:55:13 Mo. 08.August 2022
Dazu stelle ich mal besser keine Fragen, kann mir das jedoch ganz gut vorstellen, wie sich solch
ein Lesekreis nach und nach gegenseitig aufschaukeln, wer nun besser artikullieren kann.
Zum Schluss versteht "einfacher Mensch" nur Bahnhof, vergeht die Lust daran und geht von dannen.

Was soll das!?!
Warum bist du gegen die Möglichkeit, sich gegenseitig etwas beizubringen?
Wenn man es in einer Form macht, wo es nicht jeder Beteiligte versteht oder Einzelne sich herablassend behandelt fühlen, ist es schlecht gemacht. Das liegt aber nicht in der Natur eines Lesekreises.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: counselor am 21:24:10 Mo. 08.August 2022
Meine Rede wurde von den Teilnehmern der Mahnwache als verständlich und gut bewertet. Sie führte auch zu Gesprächen am Rand der Mahnwache und hat damit auch ihr Ziel erreicht.

Hier unsere weiteren Termine und Themen:

05.09.22: Stopp den Ukrainekrieg
10.10.22: Klimapauschale
07.11.22: Umwelt
05.12.22: Was können wir vom Bürgergeld erwarten? - danach Ini-Treffen
Wir treffen uns jeweils um 17:30 Uhr an der Lorenzkirche in Nürnberg.

https://montagsdemo-nuernberg.jimdofree.com/themen-zuk%C3%BCnftiger-montagsdemos/
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: Fritz Linow am 23:39:16 Mo. 08.August 2022
Zitat
Meine Rede wurde von den Teilnehmern der Mahnwache als verständlich und gut bewertet. Sie führte auch zu Gesprächen am Rand der Mahnwache und hat damit auch ihr Ziel erreicht.

Gleichwohl kann man nicht genug an der eigenen Rede feilen, feilen, feilen. Das wussten schon die alten Siechen und Römer.
Titel: Re: Termine der Montagsdemo Nürnberg
Beitrag von: Onkel Tom am 23:41:57 Mo. 08.August 2022
Dazu stelle ich mal besser keine Fragen, kann mir das jedoch ganz gut vorstellen, wie sich solch
ein Lesekreis nach und nach gegenseitig aufschaukeln, wer nun besser artikullieren kann.
Zum Schluss versteht "einfacher Mensch" nur Bahnhof, vergeht die Lust daran und geht von dannen.

Was soll das!?!
Warum bist du gegen die Möglichkeit, sich gegenseitig etwas beizubringen?
Wenn man es in einer Form macht, wo es nicht jeder Beteiligte versteht oder Einzelne sich herablassend behandelt fühlen, ist es schlecht gemacht. Das liegt aber nicht in der Natur eines Lesekreises.

Ich bin nicht dagegen sich gegenseitig etwas bei zu bringen, habe jedoch schon 3 von 4 Male das erleben
müssen, was man sich anbei nicht wünscht, was Du auch mit dem zweiten Satz andeutest.

@Counselor

Zitat

Meine Rede wurde von den Teilnehmern der Mahnwache als verständlich und gut bewertet. Sie führte auch zu Gesprächen am Rand der Mahnwache und hat damit auch ihr Ziel erreicht.


Okay.

Edit: Was lese ich da auf der Seite der Montagsdemonstrannten aus Nürnberg ?

Zitat
...
Ende Juni verbot die Stadt Gelsenkirchen jede weitere Nutzung des Kultursaals in der Horster Mitte
(Sitz der Parteizentrale der MLPD) für vielfältigste Versammlungen aller Art. Die Gründe sind an den
Haaren herbeigezogen.
...

Wie soll das denn funzen, wenn die Immobilie der MLPD gehöhrt ? Wie will Gelsenkirchen deren
Hausrecht dazwischen funken ?

Sorry für das OT, haut mich jedoch etwas um und bin auch etwas neugierig darüber, was die Stadt
dort ausheckt.