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#1
Off-Topic & Neu Hier / Aw: Kacksack-Thread...wenn all...
Letzter Beitrag von BGS - Heute um 18:33:09
Ich bin ja einiges gewohnt, als Immigrant, doch zusätzlich zum aktuellen Kriegsirrsinn und dessen Folgen (z. B. gibt es kein Brennholz mehr zu kaufen, in einem Land mit einer Waldfläche grösser als 250.000 Quadratkilometer) tobt derzeit der komplette Irrsinn auch im Polarhafen.

Ein Beispiel: Der oberste Chef, der nur den Eigentümern gegenüber verantwortlich ist, betont jahrein und jahraus die Wichtigkeit von Arbeitsverträgen. Den ersten Arbeitsvertrag dieses Jahres erhielt ich nach zehn Wochen nur durchs Wochenende unterbrochene Schichten und nachdem ich mich mit das ganze Jahr mit kurzfristigen mündlichen Arbeitsverträgen bescheiden durfte - und zwar für besagte zehn Wochen.

Seitdem arbeite ich nun den zweiten Monat diesmal mit mündlichen Monatsverträgen und habe keine Ahnung, was danach kommt. Hätte auch ohne Job mehr als genug hier zu tun und so gut wie alles bleibt liegen. Der Grund ist Erschöpfung nach der Schicht. Hätte gerne frei bevor der Schnee kommt, um noch das Nötigste zuhause zu erledigen... . Sieht sehr schlecht aus damit.

Davon abgesehen gibt es schlicht viel zu viele verdammte Chefs und zuwenig Stauer im + am Hafen. Einer meiner Unterchefs, M. war kürzlich ganz normal vier Wochen im Urlaub und danach vier Wochen krank. Soweit nix besonderes, dann wird er halt vertreten von einem weiteren Arbeiter, O. und mir.

O. hatte mir in jener Zeit u. a. einen unaufschiebbaren Auftrag gegeben - auch nix besonderes -, da M. nicht erreichbar war. In einer Abteilung, die  aus drei Personen besteht kommt sowas häufiger vor, denn zwei Leute müssen aus rein praktischen Gründen so gut wie immer am Arbeitsplatz sein.

Heute fiel der überaus launische M. (der wegen etwas gänzlich anderem sehr verärgert war) völlig ungerechtfertigt über den Kollegen O. her, dieser  hätte seine Befugnisse überschritten indem er mir besagten Auftrag erteilte, blablubb.

Und ich durfte mir eine Predigt anhören, leier, leier, ich hätte stets Rücksprache mit ihm, M. zu halten u.s.w. u.s.f.

Klar doch, vor allem wenn der Kleinchef krank und oder nicht erreichbar ist... .

Genug für heute.

Arbeit kann echt scheisse sein, ohne jede Notwendigkeit bzw. ohne jeden Grund!

MfG

BGS

 
#2
Ich habe langsam das Gefühl, dass @tleary in einer von der Realität weit entfernten Parallelwelt lebt.
#3
Sonstiges / 6. SG HH: Kosten für neurologi...
Letzter Beitrag von counselor - Heute um 15:37:47
Zitat6. SG HH: Kosten für neurologisch verursachten Schuhmehrbedarf wegen einer Gehbehinderung sind nach § 21 Abs. 6 SGB II zu übernehmen
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Das SG HH hat entschieden, dass vom Jobcenter monatlich 19,46 EUR wegen eines übermäßigen Verschleißes ihrer handelsüblichen Schuhe aufgrund eines durch Erkrankung veränderten Gangbildes vom Jobcenter im Rahmen des § 21 Abs. 6 SGB II zu erbringen sind.
Mehr dazu hier: https://t1p.de/zv14o
Diese Entscheidung reiht sich ein in weitere Entscheidungen, so vom LSG Berlin – Brandenburg nach der laufende Kosten für Bekleidung, Wäsche und Schuhe in Übergröße in Höhe von monatlich 28,36 Euro für einen Hilfeempfänger nach dem SGB II mit einer Körpergröße von 2,07 m und Schuhgröße 52 als Mehrbedarf nach § 21 Abs. 6 SGB II zu erbringen sind (LSG BB 7.4.2022 - L 9 AS 400/19); oder das BSG in vergleichbarer Situation im SGB XII: 24.2.2016 - B 8 S 13/14 R; LSG BB 4.4.2011 - L 15 SO 41/11 NZB).
Es wird Zeit, dass die BA ihre Dienstanweisung zu § 21 Abs. 6 SGB II ändert, die solche Mehrbedarfe explizit ausschließt. 

Quelle: https://harald-thome.de/newsletter/archiv/thome-newsletter-38-2022-vom-02-10-2022.html
#4
Soziale Einrichtungen / Aw: Die Tafeln
Letzter Beitrag von counselor - Heute um 15:35:00
Zitat5. Tafeln in Deutschland: Rund 1,1 Millionen NutzerInnen im Jahr 2020, vor allem Alleinerziehende
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Beginn einer PM des DIW: "Alleinerziehende und Schwerbehinderte nutzen Tafeln besonders häufig – jeweils rund ein Drittel der TafelbesucherInnen gibt an, zu diesen Gruppen zu gehören. Das zeigt eine Studie von DIW-Wissenschaftlern, für die Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ausgewertet wurden. Mehr dazu: https://t1p.de/bclrm

Quelle: https://harald-thome.de/newsletter/archiv/thome-newsletter-38-2022-vom-02-10-2022.html
#5
Zitat4. LSG NRW: SGB II - Neugeborenes profitiert vom Aufenthaltstitel der Mutter
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Ein Neugeborenes profitiert vom Aufenthaltstitel der Mutter und hat daher unmittelbar ab Geburt einen SGB II-Leistungsanspruch.
Die Rückausnahme vom Leistungssauschluss in § 7 Abs. 1 Satz 3 SGB II erstreckt sich auch auf Familienangehörige. Dies hat das Landessozialgericht NRW (LSG) in seinem mittlerweile rechtskräftigen Urteil vom 06.04.2022 entschieden (L 12 AS 1323/19). Mehr dazu: https://t1p.de/4e97b

Quelle: https://harald-thome.de/newsletter/archiv/thome-newsletter-38-2022-vom-02-10-2022.html
#6
Ämter- & GEZ-Blues / 3. Erlass in NRW und BMI zur U...
Letzter Beitrag von counselor - Heute um 15:30:06
Zitat3. Erlass in NRW und BMI zur Unzumutbarkeit der Beschaffung von afghanischen Reisepässen
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Das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen hat am 19. September 2022 einen Erlass verschickt, der die Passbeschaffungspflicht für Afghan*innen betrifft. Unter Bezugnahme auf ein Schreiben des Bundesinnenministeriums (BMI), in dem eine Verbalnote der afghanischen Botschaft zur Aussetzung der Neuausstellung von Pässen und Tazkiras zitiert wird, gilt nun folgende Regelung:

"Sofern Bescheinigungen über die Nichtausstellung von neuen Pässen den Antragstellern erteilt werden, sind diese für die Prüfung der Zumutbarkeit der Passbeschaffung heranzuziehen. In den Fällen, in denen eine Verlängerung des afghanischen Passes nicht in Betracht kommt und auch kein Ausnahmefall einer Passausstellung gegeben ist, sind die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten eines Passersatzes, wie die Ausstellung eines Ausweisersatzes oder Reiseausweises für Ausländer, zu nutzen." Mehr: https://t1p.de/ckgfe

Quelle: https://harald-thome.de/newsletter/archiv/thome-newsletter-38-2022-vom-02-10-2022.html
#8
Zitat2. Arbeitshilfe Drittstaatsangehörige Ukraine
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Der Flüchtlingsrat Rheinland-Pfalz hat zusammen mit Rechtsanwalt Jens Dieckmann aus Bonn eine hilfreiche Arbeitshilfe entwickelt, mit welchen rechtlichen Schritten bei Drittstaatsangehörigen aus der Ukraine die Antragstellung nach § 24 und die Fiktionsbescheinigung inkl. der Erwerbstätigkeitserlaubnis durchgesetzt werden kann. Die Arbeitshilfe hier zum Download: https://t1p.de/qkqy2

Quelle: https://harald-thome.de/newsletter/archiv/thome-newsletter-38-2022-vom-02-10-2022.html
#9
Zitat1. #SolidarischerHerbst: Bündnis plant Demonstrationen am 22. Oktober in mehreren Städten
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Diverse Organisationen rufen zusammen mit dem Pari, campact, ver.di, BUND u.a. zum Protest auf.

Mit mehreren parallelen Demonstrationen unter dem Motto "Solidarisch durch die Krise - Soziale Sicherheit schaffen und fossile Abhängigkeiten beenden" will ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis den immer lauter werdenden Protest gegen die mangelhaften Reaktionen der Bundesregierung auf die durch Putins Angriffskrieg ausgelöste Energiekrise bundesweit auf die Straße bringen.

Das von campact, ver.di, BUND, dem Paritätischen Gesamtverband, der Bürgerbewegung Finanzwende und Attac initiierte Bündnis fordert neben zielgerichteten Entlastungen für dringend Unterstützungsbedürftige eine Gesamtstrategie für eine nachhaltige, bezahlbare Grundversorgung sowie massive Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien und Energieeinsparungen. Für die Finanzierung, so das Bündnis weiter, brauche es eine grundlegende Wende in der Finanz- und Haushaltspolitik, die neben der Abschöpfung von Übergewinnen und der Besteuerung von großen Vermögen auch das Aussetzen der Schuldenbremse und den Abbau klimaschädlicher Subventionen beinhaltet.

Das Bündnis ruft die Zivilgesellschaft und die Menschen in Deutschland auf, mit #SolidarischerHerbst auf die Straßen zu gehen.

Mehr dazu: https://t1p.de/t7om7

Quelle: https://harald-thome.de/newsletter/archiv/thome-newsletter-38-2022-vom-02-10-2022.html
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