Noch'n Lebensmittelskandal

Begonnen von Kuddel, 10:37:51 Fr. 29.März 2013

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Kuddel

ZitatLebensmittel-Skandal in Großbritannien
Unbekanntes Fleisch in britischem Fast Food

In "Indischem Lamm-Curry", das die BBC getestet hat, war zwar Fleisch, aber kein Lamm. Auch kein Rind, Schwein oder Pferd. Sondern etwas Unbekanntes.


Erst feiern, dann Fast-Food futtern: So sieht ein Standard-Samstagabend in britischen Städten aus. Doch was das Feiervolk isst, ist oft nicht das, was es meint, gekauft zu haben.

Dass ein Rinderburger nicht notwendigerweise aus Filet besteht, ist den meisten bewusst. Auch Knie, Nase und Ellenbogen kann im Fleisch verarbeitet sein. Im Supermarkt steht auf der Verpackung, was im Fleisch ist. Das ist vorgeschrieben. Der Pferdefleisch-Skandal hat gezeigt, dass auch das nicht immer stimmen muss, wenn Kriminelle das Fleisch falsch etikettieren.

Proben ins Labor geschickt


Was aber steckt in Fast Food, das hungrige Briten nach Partynächten an der Straßenecke kaufen, fragt sich die BBC-Dokumentation "Horsemeat Banquet" (Pferdefleisch-Bankett).

Ein BBC-Reporter hat Proben, die er in Dönerläden und Burgerbuden gekauft hat, ins Labor geschickt.

In der ersten Probe, einem Lamm-Dönerspieß, fand die Ernährungswissenschaftlerin Surinder Phull neben Lamm auch große Mengen Fett und Salz.

"Hühnchen-Material" im Rinderburger


In vielen Proben war das, was auch drin sein sollte, kein Grund für Alarm, dachte der Reporter. Doch dann kamen die Ergebnisse von "Rindfleisch mit Sauce aus schwarzen Bohnen" von einem chinesischen Take-away. Große Mengen "Hühnchen-Material", wahrscheinlich Blut, fanden sich darin.

In weiteren Rinderburgern war zwar etwas, das wie Fleisch aussah, es war aber keins. Sondern Rinder-Serum, Hühner-Serum - und zwei Prozent Rinderherz, "der beste Teil des Burgers", scherzt die Lebensmittel-Expertin.

Das schlimmste kommt zum Schluss. "Indisches Lamm-Curry" heißt das getestete Gericht. Darin war Fleisch, aber kein Lamm. Auch kein Schwein, Huhn, Pferd oder Ziege. Pferdefleisch war es auch nicht. So viel konnten die Tester herausfinden. Es muss das Fleisch eines anderen Tieres gewesen sein, aber von welchem, ist unbekannt.

"Ist es Hund oder Katze", fragt der Moderator in der Doku. "Ist es von einem Menschen?" Letzteres schließt die Testerin aus. Was es ist, bleibt der Fantasie überlassen. Sie weiß es einfach nicht.
http://www.fr-online.de/lebensmittel/lebensmittel-skandal-in-grossbritannien-unbekanntes-fleisch-in-britischem-fast-food,21868140,22235744.html

Rudolf Rocker

ZitatSchweinefleisch in Elch-Lasagne von Ikea

http://www.tagesschau.de/ausland/elchlasagne100.html



Skandal!

In Maisenknödeln sind gar keine Maisen drin! ;D

Codeman

Zitat von: Rudolf Rocker am 11:03:59 So. 07.April 2013
ZitatSchweinefleisch in Elch-Lasagne von Ikea


Skandal!

In Maisenknödeln sind gar keine Maisen drin! ;D

Unfassbar  :o :o :o :o :o !

Rudi, welche CIA-Kontakte besitzt du eigentlich um dieses Geheimnis hier offen legen zu können ? ;)
Ich bin der Rostfleck am Schwert des Sozialismus - Zitat frei nach Schraubenwelle

Rudolf Rocker

Huch, hatte gar nicht gesehen, das der Bericht als Top Secret klassifiziert war! :o

Naja, nun ist es zu spät!


Amsel mit Maise erdrosselt! War es ein Buchfink?

hanni reloaded


Rudolf Rocker


Troll

ZitatNeuer Fleischskandal in Europa
Niederlande warnen vor Pferd im Rindfleisch

Ein neuer Fleischskandal trifft Europa: 50.000 Tonnen falsch-deklariertes Fleisch sind aus den Niederlanden offenbar in mehrere europäische Länder verkauft worden, darunter auch nach Deutschland. Das betroffene Rindfleisch könne mit unkontrolliertem Pferdefleisch vermischt worden sein, warnte die niederländische Kontrollbehörde für Nahrungsmittel in Utrecht.

Sie hatte gestern europaweit 130 niederländische und 370 weitere europäische Unternehmen aufgefordert, die Ware bei ihren Kunden aufzuspüren und aus dem Handel zu nehmen. "Wenn Fleisch unklaren Ursprungs ist, ist es laut Gesetz - dem allgemeinen Lebensmittelgesetz - nicht mehr für den Verzehr durch Menschen oder Tiere geeignet", begründete eine Sprecherin. Zurzeit gebe es aber keine Hinweise auf Gefahren für Menschen.
....

Quelle: tagessschau.de

Gerade war ich am überlegen ob ich hier auch den folgenden Artikel posten soll, "Kritik an Kliniken: Viele Operationen angeblich unnötig", hat schließlich alles die gleiche Ursache, alles wird verwertet und ausgepresst wie eine Zitrone, daß sind nur die tagtäglichen "Einzelfälle" die der freie Markt auskotzt.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Kuddel

Lebensmittelskandale werden so lange zur Normalität gehören, wie man es versäumt die Lebensmittelindustrie angemessen zu kontrollieren.

ZitatLebensmittelkontrolle
"Unabhängige Wissenschaftler werden einfach abgebügelt"

In der EU bahnt sich eine heikle Personalrochade an: Industrievertreter sollen die Lebensmittelbranche beaufsichtigen, warnt der grüne EU-Parlamentarier Martin Häusling.


ZEIT ONLINE: Herr Häusling, am Mittwoch wurden sieben neue Mitglieder für den Verwaltungsrat der europäischen Lebensmittelaufsicht EFSA nominiert – für Sie eine "unerträgliche Entscheidung". Warum?

Häusling: Wieder erhärtet sich der Verdacht, dass Lobbyinteressen die Arbeit der EFSA bestimmen und dass es keine industrieunabhängige Aufsicht gibt. Diese Nähe zur Industrie darf es nicht geben. Die Behörde trifft weitreichende und wirtschaftlich bedeutungsvolle Entscheidungen. Die Lebensmittelaufsicht muss industriefern sein.

ZEIT ONLINE: Wen haben Sie besonders im Visier?

Häusling: Nehmen Sie Jan Mousing vom Dänischen Forschungszentrum für Landwirtschaft. Er zieht erneut in den Verwaltungsrat ein – dabei ist er zugleich Chef dieser Privatfirma, welche die Interessen der dänischen Lebensmittelindustrie vertritt. Das bestätigt unser begründetes Misstrauen, dass ausgerechnet diejenigen, die sich vorher für eine Landwirtschaft ausgesprochen haben, die Gentechnik und Industrialisierung befürwortet, jetzt die Lebensmittelaufsicht kontrollieren sollen. Glücklicherweise zieht – entgegen der Pläne – Beate Kettlitz nicht ins Gremium ein. Sie ist Vertreterin von FoodDrinkEuropa, dem Verband der großen Lebensmittel- und Getränkehersteller.

ZEIT ONLINE: Welche Beispiele für Lobbyeinfluss haben Sie?

Häusling: Im Fall der Gentechnik nimmt die EFSA überhaupt keine kritische Position ein. Dabei gibt es durchaus kritische Stellungnahmen aus der Wissenschaft, etwa aktuell zum Genmais 1507. Die EFSA wiederholt aber monoton, es gebe keine wissenschaftlichen Belege. Unabhängige Wissenschaftler werden einfach abgebügelt.

ZEIT ONLINE: Wo ist das Problem, dass Personen mit Fachkenntnissen in den Verwaltungsrat einziehen? Das sehen die EU-Vorgaben ausdrücklich vor.

Häusling: Hier zieht einseitiger Sachverstand ein, der geprägt wird von Gruppen, die eigentlich kontrolliert werden sollen. Die EFSA ist ja nicht unbelastet. Es gab bereits viel Kritik am Drehtüreffekt. Zum Beispiel im Fall von Diána Bánáti, die zunächst für das International Life Sciences Institute (ILSI) arbeitete, das von der Gentechnik- und Chemieindustrie finanziert wird. Dann wurde sie Vorsitzende des EFSA-Verwaltungsrats, danach ging sie wieder direkt zurück zu ILSI. So etwas gefährdet die Glaubwürdigkeit der Aufsichtsbehörde und damit die Akzeptanz der Entscheidungen. Es muss klar sein, dass es wissenschaftlich unabhängige Entscheidungen gibt – ohne kommerzielle Verflechtungen.
Martin Häusling

ist agrarpolitischer Sprecher der Grünen im EU-Parlament und Biolandwirt.

ZEIT ONLINE: Warum ist die EFSA für Verbraucher so wichtig?

Häusling: Die EFSA wurde in der BSE-Krise Anfang der neunziger Jahre gegründet und soll für für mehr Lebensmittelsicherheit sorgen. Was wir hier in Europa machen, setzt weltweit Maßstäbe. Industrieinteressen stehen dem Verbraucherschutz gegenüber. Die EFSA reguliert etwa auch den Einsatz des Weichmachers Bisphenol A, der sich am Ende auch in Babytrinkflaschen findet.

ZEIT ONLINE: Warum haben Jahre der Kritik an der Unabhängigkeit der EFSA nichts geändert?

Häusling: Zum Teil sind das ganz praktische Gründe: Es gibt schlicht wenige wirklich von kommerziellen Interessen unabhängige Wissenschaftler. Aber man hat natürlich auch Angst vor Entscheidungen mit weitreichenden, wirtschaftlichen Folgen. Nehmen Sie das Verbot der Neonicotinoide: Die Chemieindustrie warnte vor Folgekosten von 15 Milliarden Euro. Glücklicherweise hat die EFSA trotzdem, nach langem Zögern, den Einsatz dieses Pflanzenschutzmittels, das auch zum Bienensterben beiträgt, verboten. Es besteht die Gefahr, dass nicht das Vorsorgeprinzip im Verbraucherschutz gilt. Lieber wird drei Mal geprüft und eine Entscheidung auf die lange Bank geschoben.

ZEIT ONLINE: Wie schafft man es, den Industrieeinfluss zu reduzieren?

Häusling: Ich appelliere an die Kollegen der konservativen und sozialdemokratischen Parteien im EU-Parlament, nicht nur Resolutionen zu mehr Unabhängigkeit der EFSA zu verabschieden. Dem müssen Taten folgen! Im vergangenen Jahr haben wir Grüne mit den Sozialdemokraten der EFSA die Haushaltsentlastung verweigert, weil sie eben nicht unabhängig war. Jetzt aber stimmen die Sozialdemokraten der Nominierung der Industrievertreter zu. Grundsätzlich gilt: Die Lobbyverflechtungen der EFSA müssen beendet werden. Man könnte etwa Industrievertretern eine Zwangspause von mindestens zwei Jahren auferlegen, bevor sie in den Verwaltungsrat einziehen können. Das aber schiebt die Kommission auf die lange Bank.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-05/efsa-aufsicht-lobbyismus

Kuddel


Troll

ZitatDer Mythos vom deutschen Brot

Mehl, Wasser, Salz und Hefe: Nur vier Grundzutaten braucht es für ein gutes deutsches Brot. Daraus backen Bäcker in Deutschland rund 3200 verschiedene Brote. Diese einzigartige Vielfalt macht die deutsche Brotkultur zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Doch mittlerweile haben sich die Gewohnheiten der Deutschen massiv verändert. Rund zwei Drittel aller Brote kaufen die Deutschen nämlich nicht mehr beim Bäcker, sondern in Supermärkten und Discountern ein. Preiswertes und frisch aufgebackenes Brot zu jeder Tageszeit: Damit zielen die Backstationen auf die Bequemlichkeit der Kunden. Und das hat Folgen. "Die Branche steht vor einem tiefgreifenden Strukturwandel", sagt Michael Wippler vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Bäcker müssten sich spezialisieren und ihre Nische suchen. Denn auch das Brot aus dem Supermarkt sei inzwischen qualitativ nicht zu beanstanden.

Frische Snacks, ein guter Service und traditionell hergestellte Brote: Das ist die Antwort der Bäckerei Plentz aus Brandenburg auf den Strukturwandel. "Jeder Handwerksbäcker braucht ein klares Profil. Neben einem großen Sortiment bieten wir unseren Kunden auch individuell hergestellte Backwaren wie unser Holzofenbrot", erklärt Juniorchef Max Schöppner. Mit dieser Strategie sieht er die billigere Konkurrenz durch den Lebensmittel-Einzelhandel relativ gelassen.

"planet e." besucht Traditionsbäckereien und riesige Backfabriken. Welche Unterschiede gibt es zwischen Broten vom Bäcker und aus der Fabrik? Und sind die Fertigbackwaren per se schlechter als die Handwerksware?

HTML5:
https://rodlzdf-a.akamaihd.net/none/zdf/20/01/200126_brot_pla/1/200126_brot_pla_2360k_p35v15.mp4
Quelle: planet e ZDF
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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BGS

Interessante Doku, besten Dank fuers Einstellen!

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Troll

Ja, die ist gut, zeigt die erdrückende Macht des Verbraucher, dieser hat sich anscheinend insgeheim entschieden Brot mit einer unüberschaubaren Menge an Backzutaten zu essen inklusive Bio vom Zutatenhersteller/Backhilfsmittelhersteller kreiert, lecker, wirkliche Bäcker gibt es so gesehen nicht mehr, selbst wenn einer möchte bekommt er dazu keine erforderlich reinen Zutaten.
Die Helferlein müssen ja nicht deklariert werden wenn schon der Müller beimischt, großartig, alles für die Industrielle Fertigung.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Troll

ZitatFDA Warns The Parmesan You Eat May Be Wood Pulp
https://time.com/4226321/parmesan-wood-pulp/

Via Fefes Blog

Heute schon im Bastelkeller etwas Parmesan gesägt?
Ein Brett Parmesan bitte?
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Dieter Hildebrandt
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Jiddu Krishnamurti

counselor

Interessant: Laut Google-Übersetzung bedeutet "Wood Pulp" auf Deutsch "Zellstoff".
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Troll

DeepL übersetzt in "Holzmasse".
Egal wie, es hat auf jeden Fall nichts mit Käse zu tun.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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