Stromchaos - Riesengewinne, aber kein Schadensersatz

Begonnen von Carsten König, 18:43:58 Mo. 28.November 2005

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Carsten König

ZitatTausende Strommasten aus der Vorkriegszeit    Erst hieß es, der massive Stromausfall kürzlich im Münsterland sei Folge einer Art Naturkatastrophe gewesen, die Energiekonzerne treffe keine Schuld. Jetzt räumt RWE ein: Ein Großteil der 44.000 Strommasten seines Hoch- und Höchstspannungsnetzes wird bereits seit mehr als 65 Jahren genutzt.  
Wie der Konzern auf Anfrage der "Berliner Zeitung" einräumte, wurden 10.300 der derzeit genutzten Hochspannungs-Masten bereits vor 1940 errichtet. Auch nach den Mastbrüchen im Münsterland, durch die kürzlich mehr als 200.000 Menschen mehrere Tage lang von der Stromversorgung abgeschnitten wurden, plane der Konzern offenkundig keinen Komplettaustausch dieses Alt-Bestandes.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,390262,00.html

Aber so muss es sein, jeder Cent in die Taschen der Heuschrecken

force

naja ich komm aus einer gegend in der wir über solche "naturkatastrophen" nur gelinde kichern.. das ist bei uns ganz normal und nennt sich "winter" ....
ich kann ja nur minderwertigen stahl vermuten, der bei den masten verwendet wurde.. nun ja.. oder halt wie schon angeschnitten schlicht veraltetes material..

in beiden fällen könnte man wohl eigentlich erwarten, dass der energiekonzern seine infrastruktur ordentlich in schuss hält und auch grade steht.

interessant, dass ich als kleiner gewerbetreibender durchaus haftbar zu machen bin, wenn ich grob pfusche während das für grosse gewerbetreibende nicht mehr gilt.

Wilddieb Stuelpner

Interessant ist auch was Privatisierung kommunaler Betriebe bewirkt. Da wird die betriebssubstanz auf Verschleiß gefahren, während die Aktionärsgewinne und Verdienste von aufsichtsräten und Vorständen ins astronomische steigen.

Auf dem Rücken der Müllmänner – Die Privatisierung der Müllabfuhr

Fernsehreihe 3sat: "Der durstige Planet" von TV Deutsche Welle:

Weltweit werden die Trinkwasserreserven knapp. Die nächsten Kriege werden nicht um Öl, sondern um Wasser geführt. Diese Folge zeigt die Konfliktpotenziale um das Lebenselexier.

"Wer mit dem Nilwasser spielt, erklärt uns den Krieg!" Die Drohung des einstigen ägyptischen Präsidenten Anwar el-Sadat galt den Oberanrainern des längsten Flusses der Welt, denen, die eigentlich an der Quelle sitzen. Experten sind sich sicher, dass solche Drohungen bald an der Tagesordnung sind, denn weltweit werden die Trinkwasserreserven knapp.

Tatsächlich besitzt Wasser Eigenschaften, die es dazu prädestiniert, zum Auslöser zwischenstaatlicher Konflikte zu werden. Etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung leben vom Trinkwasser aus Flüssen, die vor politischen Grenzen nicht Halt machen. Einige Staaten, wie z.B. Ägypten, hängen vollständig vom Zufluss aus dem Ausland ab. Wasser, oder besser - der Wasserentzug, kommt zunehmend als Mittel der Erpressung, als politische Waffe, zum Einsatz: Staudämme werden gebaut, Flüsse umgeleitet und den Nachbarstaaten nicht selten buchstäblich das Wasser abgegraben.

Dokumentation von Christian Ostermann (2003)

Kooperationen und Fusionen verändern die Stromlandschaft

Phoenix: Wasser unterm Hammer - Die Privatisierung eines Lebensmittels

Am Beispiel der Machenschaften der RWE-Tochter Thames Water in London und der RWE-Anteilseigner an der Berliner Bewag wird die immer schlechter werdende Wasserversorgung und -qualität bei zunehmende Leckagen, bedingt durch schlechte Leitungswartungen dargestellt.

Carsten König

Zitat100 000 Haushalte in vier Bundesländern wegen Sturm ohne Strom        Chemnitz (dpa) - Nach heftigen Sturmböen waren rund 100 000 Haushalte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg zeitweise ohne Strom. Es habe Störungen im gesamten Netzbereich gegeben, sagte eine Sprecherin eines Energieversorgers in Chemnitz. ...

regenwurm

ZitatAufruf an die mündige Stromkunden:
Abmarsch zur Verbraucherzentrale, und einen Termin anberaumen, das Volk zum Termin keine fällige Stromrechnung an die gierige Stromversorger zahlt.

Stromsperre illegal
Gericht gibt Verbraucherin Recht


Eine Heizstromkundin hat E.ON Hanse vor dem Amtsgericht Pinneberg eine empfindliche Schlappe zugefügt. Der Energieversorger hatte der Frau damit gedroht, ihr den Strom abzudrehen, falls sie sich weiter weigert, einen um 28 Prozent erhöhten Stromtarif zu zahlen.

Ende 2005 hatte das Unternehmen seinen Heizstromkunden den bisherigen Vertrag gekündigt und sie aufgefordert, den neuen (und teureren) "ThermoStrom"-Vertrag zu unterschreiben. 7000 Kunden folgten dem Rat der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, verweigerten sich und zahlen seither ihren Strom weiterhin auf Basis des alten Tarifs - 7,4 Cent/kWh statt der geforderten 9,52 Cent/kWh.

Im Falle der 37-jährigen Pinnebergerin drohte E.ON daraufhin mit dem Abschalten des Stroms. Die Frau zog vor Gericht. Sie will, dass E.ON seine Preiskalkulation offenlegt und den Nachweis erbringt, dass der geforderte Preis berechtigt ist. Der Richter sah das ähnlich. Daraufhin zog E.ON die Sperrandrohung zurück und muss nun alle Anwalts- und Gerichtskosten tragen.

Quelle
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.

Nikita

Veranstaltungstipp für kommenden Donnerstag :
RWE & Co Enteignen kommt nach Bonn !

Ihr wollt wissen wer wir sind und wie die Vergesellschaftung der Energieproduktion aussehen kann? Dann kommt am 23.06. um 19 Uhr in die Alte VHS zur  Info-Veranstaltung "RWE&Co Enteignen - Energieproduktion vergesellschaften" und zur Großdemo am 27.08 in Köln!


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