Entpolitisierung

Begonnen von ManOfConstantSorrow, 15:48:35 Do. 26.Juni 2014

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BGS

Da sprichst Du ein wahres Wort gelassen aus. Es liegt an uns Ausgebeuteten, nicht nachzulassen im Bestreben, die Verhältnisse endlich zum Tanzen zu bringen.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

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Kuddel

ZitatRobert Habeck:
"Die Volksparteien sind der Denke der Achtzigerjahre verhaftet"
https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/zahl-der-toten-in-sudan-steigt-auf-60-16222222.html

Was für ein Dreck ist das denn!?!
Es geht nicht um einen Politikstil, um die Form des Auftretens oder um eine "Denke".
Wollte man etwas ändern, ginge es um politische Inhalte, um die Machtverhältnisse.
Man sollte klären, welchen Interessen man dient.

Die GRÜNEN wollen nichts an den Macht- und Eigentumsverhältnissen ändern, nur am Stil der Politik.
Dreitagebart und offenes Hemd, statt Schlips.

Kuddel

ZitatBoris Johnson
Trump-Kopie Boris Johnson könnte bald Premierminister werden

Boris Johnson ist klarer Favorit auf die Nachfolge von Theresa May. Er ist ein bunter Hund wie Donald Trump.
https://www.fr.de/politik/boris-johnson-trump-kopie-koennte-bald-premierminister-werden-12355618.html

Die Medien sind auf Trashniveau angelangt und es gibt quasi keine alternativen Medien.
Entsprechend hat sich die politische Diskussion verflüchtigt. Wir hatten es ja bereits mit Ronald Reagan. Da ist ein B-Movie Schauspieler gewählt worden. Die Machtverhältnisse werden nicht mehr erkannt und benannt. Man redet von ominösen "Eliten" und das können die momentanen Parlamentarier sein (in den USA ist "Washington" ein Schimpfwort) oder auch nur Leute, die studiert haben, je nach dem, wie es gerade paßt. Gegen diese "Elitien" hilft natürlich nur ein richtiger Rüpel, jemand, der sich nicht von besseren Argumenten in die Schranken weisen läßt. Es geht nur noch um Macht und Durchsetzungsfähigkeit. Viele der Ausgebeuteten fühlen sich erniedrigt, entrechtet und ohne einen Einfluß auf den Lauf der Dinge. Sie wollen sich auf die Seite von Machtmenschen schlagen, von Leuten, die ihre Wut verkörpern, die herumpöbeln und sich nicht von Journalisten und linken Spinnern beeindrucken lassen.

Wenn nicht politisch diskutiert wird, wenn die Eigentums- und Machverhältnisse und -Interessen nicht benannt werden, dann wird nur noch aus dem Bauch heraus gewählt. Und dann werden oftmals diejenigen gewählt, die den Wählern am meisten schaden.

Kuddel

Es ist unerträglich aber kein Zufall: Die Medien versuchen Dinge wie die politische Ausrichtung oder die Klassenangehörigkeit vollständig zu ignorieren und richten ihren Fokus auf Oberflächlichkeiten. Auf Lifestyle, Mode, Macken und gern auch subkulturellen Kram. So soll die Kluft zwischen Arm und Reich und Oben und Unten verschwinden.

Ach, das sind doch auch nur Menschen, genauso verschroben wie du und ich.

Wenn das nur so wär! Unter den Teppich gekehrt wird die Tatsache, daß wir uns nicht nur im Besitz/Reichtum unterscheiden, sondern auch in der Macht, die die Reichschweine haben und uns vorenthalten.

Der Daimlerchef in Jeans und mit lustigem T-Shirt:
Zitat


ZitatPaul Allen
Dieser Mann war Rock'n'Roll

Er stieg früh aus, wurde mit Microsoft aber trotzdem zum Milliardär. Sein Geld steckte Paul Allen in allerlei skurrile Projekte.


https://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/paul-allen-dieser-mann-war-rock-n-roll-nachruf-auf-microsoft-gruender-a-1233573.html

Sind sie nicht knuddelig? Milliardär beim Babywickeln. Das wurde von unserem Lieblingsverlag gewürdigt.
Zitat

Teslachef Elon Musk am Kiffen:
Zitat


Troll

Gibt es dafür eine App, die schönsten Hirnfickbilder, exklusive Bilder internationaler Arschlochveranstaltungen bzw. Arschlochtreffen?
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Kuddel

In diesem Thread wiederholt sich das immerwieder gleiche Grundmuster: Man will Menschen verdummen und ihnen die Möglichkeit nehmen, die herrschenden Zustände und Zusammenhänge zu verstehen.

Politik ist der Umgang mit Interessenkonflikten von gesellschaftliche Gruppen mit wirtschaftlichen- und Machtinteressen.

In den Medien geht nur noch um Individuen und Emotionen. Ein reines Kasperletheater irgenwelcher VIPs. Die machen scheinbar ganz alleine "Politik". Ich hasse den Begriff von "Alphatieren" im Zusammenhang von Politik.

Süddeutsche:
ZitatVor 30 Jahren schaffte der Ökonom Leszek Balcerowicz in Polen den Sozialismus ab.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/polen-sozialismus-1.4565761

Spiegel:
ZitatMacron verlangt Klartext von Johnson - und schickt eine Warnung
https://www.spiegel.de/politik/ausland/emmanuel-macron-verlangt-klartext-von-johnson-und-schickt-eine-klare-warnung-a-1283089.html
ZitatMinister Pompeo will schlichten, Trump poltert weiter
https://www.spiegel.de/politik/ausland/trump-gegen-daenemark-minister-pompeo-will-schlichten-der-praesident-poltert-a-1283088.html

Politische Zusammenhänge existieren scheinbar nicht mehr. Je mehr man sich diesen Dreck reinzieht, desto weniger versteht man, was in der Welt los ist.

Kuddel

Die Entpolitisierung liegt in der Verleugnung der Macht- und Klassenverhältnisse.
Es wird entweder bei gesamtgesellschaftlichen Problemen an den Einzelnen appelliert oder an den "Konsumenten", ansonsten benutzt man eher nebulöse Vorstellungen von "wir alle" oder "die Menschen".

Dabei kann man gerade an der Umweltzerstörung belegen, was für ein Unsinn das ist.
ZitatWenn man sich ansieht, was derzeit in Brasilien passiert, könnte man verzweifeln: Die brennenden Wälder zeigen, wie unfähig wir Menschen sind, uns selbst zu retten.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klima-und-waldbraende-3-menschheitsfallen-und-wie-wir-ihnen-entkommen-a-1283381.html

In Brasilien sind es keineswegs "wir Menschen", die für die Waldbrände verantwortlich sind. Die indigenen Menschen Brasiliens versuchen die Wälder, in und von denen sie leben, gegen die Brandstiftungen zu verteidigen. Auch in der städtischen Bevölkerung wächst eine Umweltbewegung. Die Brandrodung wird von der Agrarindustrie vorangetrieben. Der rechtsradikale Präsident Bolsenaro verteidigt die Interessen der Agrarindustrie. Es gibt hier also klare Interessen und Fronten und es sind keineswegs "wir alle", die die Brandrodung organisieren.

Auch am Hambacher Forst sieht man deutlich entgegengesetzte Interessen.
Der Konzern RWE will mit dem Braukohleabbau Profit machen. Die Waldbesetzer wollen die Natur gegen die Profitintersssen verteidigen. Die Polizei wird zur Verteidigung der Profitinteressen eingesetzt.

Dieser "wir Menschen"-Quatsch taugt also kein Stück zum Verstehen und Lösen der Probleme.

Troll

Verwirrspiel, Bolsonaro ist ein Mensch und verantwortet einen großen Teil der Brände -> der Rest der Menschheit schaut zu und plärrt, schafft es aber nicht diesen Bolsonaro wegen Gefahr für die gesamte Menschheit wegzusperren oder mindestens soweit zu entmachten das er niemals mehr so einen Schaden anrichten kann.
Also ist "Mensch" schon Schuld, er möchte keine Verantwortung übernehmen und daraus resultieren dann solche "Verantwortliche" wie der Bolsonaro.

Und der Hambacher Forst Widerstand ist auch Opfer der heutigen schizo-Denkweise, knallharter Widerstand der mit Wattebällchen schmeißt, denn Gewalt ist ein absolutes NO-GO!
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Kuddel

Ich sagte es an anderer Stelle schon: Wir müssen uns Gedanken über Möglichkeiten einer selbstorganisierten Bildung machen.

Ein Großteil der Bevölkerung hat das Gefühl verarscht zu werden und daß etwas nicht stimmt. So lange das nur ein Bauchgefühl ist und man politische Zusammenhänge und Klassenverhältnisse nicht versteht, ist man damit Spielball der Demagogen und Rattenfänger.

Bilder von der "Hygienedemo" in Berlin:


Diese Vereinfachung ist sehr beliebt: Man macht Mißstände einfach an einer Person fest. Hier ist es Bill Gates. Immer wieder gern genommen sind reiche Juden (Soros, Rothschild, Greenspan). Es werden Klassenverhältnisse und Zwänge dieses Wirtschaftssystems völlig ausgeblendet.



Inzwischen ist es fast schon normal so zu quatschen. "Die Politik". So einfach ist es. "Die Politik" steht auf der einen Seite und "das Volk" auf der Anderen. Genauso: "Die Medien", das sind wohl alle Öffentlich Rechtlichen und die großen privatwirtschaftlichen Medien zusammen. Dagen stehen dann Ken FM, PI News, Compact und die ganze braune facebooksoße.

Es gibt kein links und rechts mehr, kein oben und unten, keine Ausbeuter und Ausgebeuteten. Das sind die Grundlagen, um die Unzufriedenen auf einen Marsch nach Rechts zu führen.

Es bringt nichts, gegen die Unzufriedenen zu demonstrieren, wir müssen aufklären woher die Ungerechtigkeit kommt und wohin der Weg führt, auf den die Demagogen uns führen wollen.

Wir müssen Kämpfe organisieren, die für sich sprechen, die sich direkt gegen die Verarmung und Entrechtung wenden. Kämpfe gegen Spekulanten und Vermieter, gegen niedrige Löhne und Ausbeuter, gegen miese Sozialleistungen und neoliberalen Kahlschlag.

Ach ja, auf dem Schild gehören "Globalisten" zu den Bösen. Das heißt, die Nationalisten wären "die Guten". Mit Nationalismus wurden die Menschen schon immer in einen grausamen Konkurrenzkampf und in Kriege geschickt. Nationalismus ist eine Gefahr. Gegen die Globalisierung der Kapitalinteressen hilft nur eine Globalisierung von unten. Und die hört nicht an den EU Grenzen auf. Die EU ist ein Projekt des europäische Kapitals, nicht unseres. Damit sind wir noch lange kein Bündnispartner für Nazis, die auch gegen die EU sind.

BGS

Mit Verlaub, wie soll denn die "Globalisierung von unten" konkret aussehen angesichts weitgehender Entpolitisierung, Verblödung, Gleichgültigkeit und des Nichtbegreifens einfachster Zusammenhänge? Von Existenzkampf, Armut, Spaltung über Spaltung etc. ganz zu schweigen.

Natürlich wäre es wunderbar, wenn wir endlich gemeinsam über Grenzen hinweg die jetzigen unmenschlichen Zustände und deren Handlanger wegfegen würden. So wie bisher kann es unmöglich weiter gehen!

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

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Kuddel

Wie ich mir eine "Globalisierung von unten" vorstelle?

Erst einmal sollten wir medial allgegenwärtige "wir" einmal abklopfen.
Meist meinen die "wir Deutschen" oder "wir Europäer".

Aber was soll dieser Scheiß!?! Dieses "wir" gibt es für mich ganz bestimmt nicht. Es gibt kein "wir" mit Nazis und es gibt für mich auch keinen Schulterschluß mit Bonzen (was der DGB ja anders sieht).

Ich habe sicherlich mehr Gemeinsamkeiten (auch vom Lebensgefühl her) mit einem Fließbandarbeiter bei Foxconn in China oder einem Callcenterbeschäftigten in Tunesien, als mit einem deutschen Fascho oder Reichschwein.

Es gab einen früher im Forum sehr engagierten Chefduzer, der wollte nichts von Streiks in Chile (z.B.) hören. Das war ein durchaus netter Kerl, aber in seinem Kopf gab es riesige Mauern zu den Menschen in ähnlichen Lebensverhältnissen in anderen Ländern. Das Einreißen dieser Mauern, allein vom Interesse her, ist ein wichtiger Schritt.

Wir brauchen uns nicht auf andere Kontinente versetzen, wir sind mitten drin in der globalisierten Arbeitswelt und ich nehme mal an, daß auch bei Euch im hohen Norden Osteuropäer auf den Baustellen und in der Altenpllege malochen und philippinische LKW Fahrer durch die Gegend fahren. Die Gemeinsamkeiten mit ihnen muß man sich erst einmal bewußt machen.

Ich find es auch immer wieder interessant von deiner Arbeit und deinem Alltag zu hören. Das Überschreiten der Grenzen von Informationen und das Wissen voneinander, ist wichtig.
"Entpolitisierung, Verblödung, Gleichgültigkeit" sind eine Art Grundrauschen, schon immer.
Ich halte das für keinen Grund zu verzweifeln. Wenn man nicht auf diesen nationalen Schulterschluß und den Konkurrenzkampf hereinfällt und man weiß mit wem (bei allen Unterschieden und Streiteren) man zusammenstehen muß, fügt sich das weitere auch. Nur Geduld!

BGS

Vielen Dank für diese Worte.

Mit der Geduld war es mir schon immer nicht so einfach. Die Entpolitisierung in Skandinavien könnte noch weiter sein als möglicherweise in D. Hier gibt es keine Arbeitsloseninitiativen. Viele kennen nichts als (ihre beschissene) Arbeit und dann den Suff am Wochenende, sind nicht mal in der Lage, sich in die Lebensrealitäten von Arbeit auf Abruf, Arbeitslosigkeit bzw. die der Kranken oder Sozialhifeempfänger bzw. Rentner im Geringsten hineinzuversetzen.

Andererseits haben die Gewerkschaften noch Macht und legen sich schnell mit den Arbeitgebern an, falls nötig. Auch gibt es eine Art grundsätzliche Solidarität. Die Ursache könnte sein, dass weit im Norden schon immer kargere Lebensbedingungen herrschten.

Was in der Zeitung steht wird oft blind geglaubt, die TV-Nachrichten sowieso. Und an Sport darf es natürlich nicht fehlen (statt selbst sich zu bewegen)... .

Kein Grund aufzugeben, schliesslich haben wir so viele Gemeinsamkeiten und sind derart Viele, dass die jetzigen gruseligen Verhältnisse nicht bestehen werden können, letzten Endes.

MfG

BGS

"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

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ManOfConstantSorrow

"Wir schaffen das!"

Dieser Spruch geistert gerade wieder durch die Medien.
Zitat,,Wir schaffen das" – Ein Satz für die Geschichtsbücher
schreibt die Welt.

Ein besseres Beispiel für die bewußte Entpolitisierung ist kaum zu finden. Es handelt sich um einen absoluten Nullspruch. Jeder Politiker könnte und müßte so einen Spruch bei jeder eigenen Entscheidung bringen, wenn er ernstgenommen werden will.

Wieso kann so eine nichtige Floskel derart mit Emotionen aufgeladen werden? Es war ja lange Zeit so, daß dieses Zitat Leute zum Durchdrehen brachte. Man tat so, als sei es die Einleitung des Untergangs des Abendlandes und man wurde hysterisch.

Was war da los? Das Besondere an diesem Phänomen war, daß es sich um einen Schulterschluß von Rechtsradikalen, den Medien (vom Mainstream bis zu den Asozialen Medien) und der Politik gab. Es herrschte eine Gleichschaltung und man hatte sich zur kollektiven Verbreitung einer Lüge geeinigt.

Es wurde vollständig die militärische Zerstörung Syriens ausgeblendet. Die Menschen sind vor Elend und Krieg geflüchtet.

In absoluter Gleichschaltung wurde hierzulande behauptet, es handle sich um "Merkels Füchtlinge", sie habe "die Grenzen göffnet" und die Migranten "geholt". Nicht davon ist wahr. Es handelte ich um eine massive Fluchtbewegung aus Gründen, mit denen Merkel nur wenig zu tun hatte, die Menschen sind geflüchtet und nicht "geholt" worden.

Diese Lüge hatte nicht nur zu einem politischen Rechtsruck, sondern auch zu einem Zulauf zur AfD und einem Anstieg des militanten Rassismus geführt. Ich wiederhole, nicht die Geflüchteten haben für Rassismus und Rechtsruck gesorgt, sondern die Lügen des politischen und medialen Mainstreams.

Noch deprimierender empfand ich, daß es von links zu keiner Aufklärung kam, keine Entlarvung der Lügner und ihrer Interessen. Im Gegenteil, man glaubte diese Lügen und wiederholte sie. Man sah, ganau wie die Rechten, in Merkel eine "Flüchtlingsfreundin" und Merkel bekam Applaus von links. Man wollte nicht sehen, daß Merkel eine wirtschaftsfreundliche, reaktionäre, bisweilen rassistische Politik macht. Zur Zeit der sogenannten "Flüchtlingskrise" gab es einen gewaltigen Bedarf an Arbeitskräften aus der Wirtschaft. Syrer galten als besser ausgebildet und motivierter für den Arbeitsmarkt. Merkel siebte Menschen aus nach dem Bedürfnissen der Wirtschaft und erhöhte die Abschiebungen ins Kossovo. In diesem Zusammenhang stößt mir der Merkelapplaus von links besonders übel auf.

Erstaunlich finde ich, daß die Lügen von der Flüchtlingsfreundin Merkel, die ihre Flüchtlinge nach Deutschland holte und diese für den Rechtsruck gesorgt hätten, bis zum heutigen Tag unwidersprochen bleiben.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Troll

Erzähl keinem springendem Legendenschreiberling daß Merkel u.a. den Rechtsruck befördert hat, die Springer wären nicht wirklich abgeneigt passt aber nicht in weder links noch rechts Zeiten, unsere Klassenlose Gesellschaft hat schon zu viele Zeilen gebraucht um das madig zu machen.

Legenden werden geschrieben, und Merkel mausert sich zur empathischen Heiligen, eine angeblich letzte dieser Art, ""Wir" schaffen das", ihren Stinkefinger bekommen die aufopfernden Helfer ("Wir") nicht zu Gesicht, die müßen sich mit den Stinkefingern ihrer CDU/SPD Untergebenen herum schlagen und verzweifeln.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

ManOfConstantSorrow

ZitatIm Herbst 2016 hat Merkel dann mit einer weiteren "Wir"-Formulierung eine neue Aufgabe für das Kollektiv formuliert. "Wir brauchen bei Rückführungen eine nationale Kraftanstrengung", sagte die Bundeskanzlerin beim Deutschlandtag der Jungen Union. Dieses ominöse "Wir" hatte nun andere Prioritäten. Ganz in diesem Sinne gab es 2016 die erste Sammelabschiebung nach Afghanistan sowie weitere Gesetzesverschärfungen, unter anderem die Einführung eines ganzen Katalogs von völlig weltfremden Kriterien für ärztliche Atteste im Kontext von Abschiebungshindernissen, so dass die Abschiebung schwerkranker Menschen deutlich erleichtert wurde. In diesem Sinne ging es seitdem weiter.
https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/492/wer-ist-wir-6962.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

Nehmen wir den Springerkonzern. Eine Machtanhäufung, die nicht nur der Profitmaximierung dient, sondern das Bewußtsein der Bevölkerung beeinflussen und vergiften soll. Ein antidemokratischer und faschistoider Komplex, der Rassisimus fördert und gegen solidarischen Zusammenhalt arbeitet.

Statt sich um diese politischen Zusammenhänge zu kümmern, beschreibt die ZEIT die Konzernchefin so:
Zitat...sie von einer zurückhaltenden Schülerin zur selbstbewussten Frau wurde...
https://www.zeit.de/2020/38/friede-springer-verlegerin-politik-axel-springer
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

Die Entpolitisierung hat mit den Verschwinden linker Organisationen und Bewegungen zu tun. Ein kritisches Bewußtsein entsteht eher kollektiv.

Die Medien spielen eine besondere Rolle. Sie wollen mit ihren Produkten nicht nur Geld verdienen, sie nehmen eine aktive Rolle bei der Bewußtseinsbildung ein. Früher war ihre Rolle die offene Hetze. Antikommunismus als Staatsdoktrin und als mediale Dauerberieselung. Heute wird Individualismus gepredigt. Man hat sich nicht mehr für gesellschaftliche Verhältniosse zu interessieren, sondern es zählt der Blick nach innen. Die eigene Befindlichkeit, das Gefühl und der Stil. Alles wird psychologisiert. Alle möchten "stilsicher" sein.

Bei sowas krieg ich das Kotzen:
ZitatBeim Impfen denken die reichen Länder nur an sich
Teilen, was knapp ist, zum Beispiel das Vakzin - das ist so eine einfache Regel. Und so schwer zu beherzigen.
https://www.sueddeutsche.de/meinung/impfstoff-who-g7-apartheid-1.5304694?reduced=true

Es geht nicht um einfache Regeln und wie schwer es ist, sie zu beherzigen. Es geht um knallhalte Interessen und Machtverhältnisse. Der Wirtschaft und den Regierung ist nicht mit einem Knigge für Benimmregeln beizukommen. Wir müssen uns gemeinsam gegen die Macht- und Profitinteressen stellen, wir müssen lernen, die Benachteiligten in ihrem Kampf um Gleichbehandlung zu unterstützen. Gegen das herrschende Unrecht kann es nur kollektive Lösungen geben.

Kuddel

Qualitätsjournalismus:

ZitatDieser Mann besiegt die USA

https://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Dieser-Mann-besiegt-die-USA-article22664950.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Was soll dieser Müll?

"Die USA" sind weder Trump noch Biden.
Und dieser bärtige Hampelmann ist weder Afghanistan, noch die Taliban.

Personifizierung, Vereinfachung bis zur Unkenntlichkeit und das Weglassen von Zusammenhängen, von Interessen und Interessensgruppen. In dem Bericht (der etwas besser als die Überschrift ist) stehen durchaus Fakten, die bleiben losgelöst von ökonomischen und politischen Zusammenhängen.

Nikita

Ich finde das hier so halbwegs passend als Kategorie.

CBS-Show »The Activist«
Politaktivismus als Reality-TV-Wettkampf – zynisch oder hilfreich?


In der neuen US-Show »The Activist« spielen Aktivisten um Geld. Wer sein Projekt am besten auf Social Media bewirbt, gewinnt. Ein Spiel mit dem guten Zweck? Aktivisten protestieren, eine NGO verteidigt das Konzept.

Mit der Ankündigung einer Realityshow über das Engagement für wohltätige Zwecke hat der US-Sender CBS für Streit in den USA gesorgt. In der Sendung »The Activist«, die von Oktober an ausgestrahlt werden soll, treten Aktivisten und Aktivistinnen um ein Preisgeld gegeneinander an, wie es auf der Website des Senders heißt. Zahlreiche bekannte Aktivisten warfen dem Sender vor, gesellschaftliches Engagement in ein Spiel zu verwandeln. Die Produzenten verteidigten das Konzept.

Laut CBS können die Zuschauer die Bemühungen von sechs Protagonisten verfolgen, die versuchen, »mächtige Bewegungen zu schaffen« und »echte Veränderung in einem von drei lebenswichtigen globalen Bereichen herbeizuführen: Gesundheit, Bildung und Umwelt«. Das Finale soll am Rande des G20-Gipfels Ende Oktober in Rom stattfinden. Der »Erfolg« der Kandidaten soll an der Wahrnehmung ihrer Aktivitäten in Online-Medien sowie durch die Moderatoren gemessen werden. An der Produktion sind mehrere Stars beteiligt, darunter der Sänger Usher und die Schauspielerin Priyanka Chopra.

In Aktivistenkreisen sorgte die Ankündigung für Kritik: »Könnten sie das Geld nicht direkt an Aktivisten geben, anstatt Aktivismus in ein Spiel zu verwandeln, und einen Bruchteil des benötigten Geldes in einen ›Preis‹ zu investieren? Menschen sterben«, schrieb die Schauspielerin und Feministin Jameela Jamil im Onlinedienst Twitter.

»Es ist schwer genug, für eine Sache zu kämpfen. Und dann muss man für einen Haufen Millionäre tanzen und singen, während sie entscheiden, wer ihrer Brosamen würdig ist«, sagte Nabilah Islam, eine ehemalige Kongresskandidatin der US-Demokraten in Georgia.

Und der Podcaster und Aktivist Joey Ayoub sprach von einem »entmenschlichenden« Projekt: »Solche obszönen Shows machen in einer abgehobenen, elitären Welt, in der Aktivisten nichts anderes sind als angehende Unternehmer, durchaus Sinn.«
...

https://www.spiegel.de/kultur/tv/the-activist-auf-cbs-politaktivismus-als-reality-tv-wettkampf-a-f815d5a2-3da5-4ca0-8b3f-d8e6a625dff2

Kuddel

ZitatDoch die Alphamänner Habeck und Lindner belauern sich.
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/ampel-koalition-es-kann-nur-einen-geben-machtbalance-in-der-kuenftigen-regierung-a-671fa0f3-659e-4a89-957a-db26ae6c174e

Es wird nur noch irgendwelcher Scheiß gelabert über Einzelpersonen und es wird rumpsychologisiert. Das machen alle Medien so. So kann man schön davon Ablenken, daß dort Interessen durchgesetzt werden (und zwar Wirtschaftsinteressen und nicht unsere).

Kuddel

Boah, wir baden gerade die Nachwirkungen der 70er Jahre aus.

Nach der Revolte von 68, die die herrschende Kultur und das kapitalistische System grundsätzlich in Frage stellte, entwickelten sich die K-Gruppen, die mit ihrer Dogmatik und ihrer hölzernen Sprache recht abschreckend wirkten.

Als Gegenströmung entwickelte sich die Alternativbewegung, die sich von der faschistoiden und spießigen Elterngeneration abgrenzen wollte, es irgendwie hippieesk gut meinte, aber nicht recht wußte, wogegen und wofür man war. Man wollte "alternativ" zu den Verhältnissen leben oder irgendwie "anders". Es folgte eine ganze Flut an Publikationen zum Thema "anders leben", "anders arbeiten" und "anders reisen".

Man wollte sich abheben von den Neckermann Touristen, die nur isoliert in ihren Hotelburgen herumhingen und bei den organisierten Bustouren zu finden waren. Die Horden von Rucksacktouristen überfluteten die Länder bis in den letzten Winkel, keine Gasse und kein Hinterhof wurde verschont. Besonders beliebt war natürlich die "unberührte Natur". Bye-bye unberührte Natur.

Das "anders Arbeiten" war auch ein Phänomen für sich. Es war teilweise eine Lifestylefrage. Man wollte mit langen Haaren und wilden Klamotten nicht von Kollegen blöd angemacht werden und mann wollte lieber länger schlafen, dafür machte man auch später Feierabend. Man verachtete den bildzeitungslesenden Malocher und machte sich dabei zur Vorhut im Unterlaufen von Arbeitszeit- und Arbeitsschutzbestimmungen, die einst von der Arbeiterbewegung erkämpft worden sind.

Man kiffte viel, interessierte sich für andere Kulturen, Naturvölker, indianische und asiatische Weisheiten. Kiffi-Kiffi, Tarotkarten und Esoterik waren auch unter Hausbesetzern in den 80ern angesagt. Als es mit der Hausbesetzerbewegung vorbei war, wandten sich viele ganz und gar der Esoterik und Alternativmedizin zu und ein Teil machte es zu ihrem Beruf. Es boomten auch Alternativbetriebe. Die heutigen Start-ups haben sich eine Menge bei den Alternativklitschen abgeschaut.

Der Esotrip erfaßte große Teile der Gesellschaft. Die Mittelschicht fand es auch ganz ansprechend. Es wurde ein riesiger Markt, Alternativmedizin ist das neue Normal, und die Verlage verkaufen mehr Esoliteratur als Belletristik.

Auch ich hab die Esos eher für harmlos doof gehalten und sah eher irgendwelche Mittelklassemuttis jenseits Mitte 40 vor mir mit positiven Kalendersprüchen in der Küche in Schreibschrift und verziert mit Blümchen und Schmetterlingen. Die finden meist auch den Dalai Lama ganz toll.

Daß sich in der Esoszene rechte bis hardcorefaschistische Tendenzen etabliert haben, war mir nicht bewußt. Das ist die Basis der Schwurbelszene.

Mir war nicht klar, daß die linke Szene ohne politischen Kompaß mit ihrem "irgendwie anders" so scheiße abschmieren kann.

Troll

Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Jiddu Krishnamurti

Kuddel

Es ist schon krass, wie sich die Themen in den Medien geändert haben.
Man bewegt sich weg von gesellschaftlichen Interessen und Zusammenhängen. Es geht nur noch um das Individuum. Alles wird psycholigisiert und individualisiert. Ständig kommen Psychologen zu Wort, die einem die Welt erklären. Es geht nur noch um den Blick nach innen, auf Gefühle, Krankheit und psychische Probleme. Selbstverwirklichung. Eltern - Kind Beziehungen. Narzißmus ist gerade ein angesagtes Thema.

Dieser Dreck begann in den Privaten Medien, ist aber längst von den ÖR übernommen worden. Geschichte als Dokusoap. Inzwischen als Oral History. Es ist ja alles soooo persönlich und voller Emotionen.
Zu meinen Emotionen kann ich nur sagen: Mir ist speiübel!

Kuddel

Ich war mir nicht sicher, wo ich meinen Beitrag wegordnen sollte.
Die Rubrik "Individualismus" hätte genauso gut gepaßt.

Wir haben eine massive mediale Kampagne, die den Menschen als soziales Wesen verleugnet und gesellschaftliche Zusammenhänge ausblendet. Es geht nun noch um das Individum, maximal um Partnerschaft, "die Familie", es wird psychologisiert bis zum Erbrechen und der Blick geht nach innen.

SPIEGEL
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"Da kommt so ein Vollidiot und sie denkt: Endlich sieht mich ein Mann"

usw., usf.

Die Welt verschwindet hinter dem eigenen Ego, der Selbstoptimierung und den Schmerzen der Seele.

Onkel Tom

Naja, die gegenwärtige politische Situation bringt die Consumerschaft schon ganz schön ins Wanken.
Nu tauchen Selbstzweifel auf, ob Mensch sein Leben so richtig führt oder sich ändern sollte ?

Hüstel.. Nirgendwo wird soviel gelogen wie vor Gericht oder im Bett  ;)

Ja, dieser "Selbstoptimierungswahn" a la Choaching kommt wie eine neue Wunderpille rüber, künftig
"ein besseres Leben führen" zu können.. Hirnschwurbelwurm frisst sich da irgendwie schon durch,
das "Lebensfürhrung" nur reines Selbstverschulden bleibt.. (Immer schön ins ich einträufeln..)

Ist schon irrsinnig, welche Überschriften so in Mode sind, die vom politischem Abgrund ablenken sollen..

Jo, ich hoffe, die Selbstoptimierungs-Mode hält nicht länger an, wie damals die Arobic-Welle..
Damals gehüpfe in der Turnhalle, heute gehüpfe in der Birne..  ::)
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

Wenn Ausbeuterschweine von ihrer menschlichen Seite gezeigt werden...

ZitatMilliarden-Mann legt selbst Hand an
Zuckerberg wickelt Zwerg

In 20 Sekunden fertig: Mark Zuckerberg erklärt seinen geheimen Wickeltrick
Er lächelt, sie wirkt zufrieden. Papa Mark und Tochter Max scheinen ein geübtes Team im Windelwechseln zu sein
https://www.bild.de/unterhaltung/leute/mark-zuckerberg/wechselt-windeln-43773036.bild.html

ZitatUS-Milliardär
Er gilt nicht gerade als klassischer Familienmensch – doch der Vorzeige-Entrepreneur Elon Musk hält große Stücke auf seine sechs Söhne, wie er nun in einem Interview verriet.
https://www.stern.de/lifestyle/leute/elon-musk-spricht-uebers-vatersein---und-will--dass-wir-alle-mehr-kinder-bekommen-31405270.html

ZitatLogistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne
Der Milliardär, der Gedichte schreibt – und nicht aufhören kann zu arbeiten

84 ist Kühne alt, trägt Schlips und duldet keine Bärte: Er ist einer der reichsten Deutschen und arbeitet wie besessen, nun will er Hamburg eine neue Oper bauen. Wem muss er noch etwas beweisen?
https://www.spiegel.de/wirtschaft/klaus-michael-kuehne-der-milliardaer-der-gedichte-schreibt-und-nicht-aufhoeren-kann-zu-arbeiten-a-4a1e5734-3bd5-43da-9c77-b94019186518


Kuddel

Dieses "wir" in den Medien ist sowieso nervig.

Aber in einem solchen Zusammenhang platzt mir die Hutschnur:

ZitatUnserem Planeten geht fruchtbarer Boden aus – und wir sind schuld
https://www.spiegel.de/wissenschaft/raubbau-und-klimawandel-unserem-planeten-geht-fruchtbarer-boden-aus-und-wir-sind-schuld-a-b1a01f44-6ef0-4da1-b662-b21232fe5492

Was soll dieser Scheiß!?!

Warum sind "wir" schuld an allem? An den Schweinereien der Chemischen Industrie, des Agrarbusiness und der Spekulanten?

Kuddel

Man schimpft so gern darüber, wie stumpf, passiv und unpolitisch die deutsche Bevölkerung ist.
Wir sollten uns lieber fragen, warum solche Tendenzen so stark sind.
Wir haben zum einen ein Bildungssystem, das Menschen so hilflos und politisch verblödet entläßt.
Zum anderen haben wir Medien, denen es nicht nur darum geht, mit Nicht-Journalismus schnelles Geld zu machen, sondern sie nehmen Einfluß auf das kollektive Bewußtsein einer Gesellschaft.

Deshalb rege ich mich stets darüber auf, mit welcher Dreistigkeit übler Mist verbreitet wird.

Hier nurmal ein wahllos herausgepicktes Beispiel.
ZitatLand ohne Mindestlohn
Italien setzt lieber auf Ausbeutung
https://www.n-tv.de/politik/Ausbeutung-in-Italien-Warum-das-Land-auf-einen-Mindestlohn-verzichtet-article23391233.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Nicht Italien wollte das lieber oder hat das gemacht. Natürlich macht nicht ein Land etwas, sondern verschiedene Kräfte in einer Gesellschaft. In diesem Fall: Das Fehlen eines Mindestlohns liegt im Interesse der italienischen Herrschenden Klasse und die Italienische Regierung hat dafür gesorgt, daß ein Mindestlohn (der ja von Gewerkschaften gefordert worden ist) nicht eingeführt worden ist.

In Italien herrschen im Übrigen schlimme Medien. Sie sind großteils in der Hand des reichsten Mannes des Landes: Silvio Berlusconi.

Wir sollten nicht auf Leute schimpfen, die verblödet worden sind, sondern die systematischen Verblödung bekämpfen.

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