25 Jahre quer - die überregionale und unabhängige Zeitschrift für Erwerbslose

Begonnen von Eivisskat, 08:06:48 Do. 10.Juni 2010

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Eivisskat

ZitatWas ist die quer? Seit fast 25 Jahren erscheint die einzige bundesweite Arbeitslosenzeitung quer.

Die Zeitschrift ist zu beziehen im Abonnement, über gute Arbeitslosenzentren, Buchhandlungen und einige Bibliotheken sowie in Köln und Berlin im Straßenverkauf des Vereins querköpfe.

quer ist ein unabhängiges Blatt, das weder von Parteien, Gewerkschaften und Kirchen noch von Wohlfahrtsverbänden getragen wird. Allerdings wurde - lang, lang ist's her - die quer in den Anfangsjahren öffentlich, also von Arbeitsamt und Kommune, gefördert. Diese Förderung wurde irgendwann ersatzlos gestrichen - ein Schelm, wer Böses dabei denkt, denn sicher hatte diese Entscheidung rein gar nichts mit ämterkritischer Berichterstattung zu tun.

quer ernährt sich also von Abonnentengeldern, kleineren Spenden und ganz ganz wenigen bezahlten Anzeigen. Davon kann vieles Notwendige oder Wünschenswerte leider nicht bezahlt werden. Auf der Strecke bleibt z.B. die Werbung für die Zeitung, auch Extras wie Mehrfarbdruck usw. brauchen wir gar nicht erst in Angriff zu nehmen - von der Bezahlung redaktioneller Mitarbeit gar nicht zu reden.

Die redaktionelle Arbeit wird seit einigen Jahren von (selbst-)organisierten politischen Zusammenhängen Erwerbsloser aus Oldenburg gemacht. Wer mitmachen will, melde sich bitte bei uns oder der ALSO. Die Redaktion freut sich über Angebote zu Artikeln.
Grundkonsens für unsere Zeitungsarbeit ist die unbedingte Parteilichkeit für Erwerbslose und Arme - und zwar gleich welcher Nationalität.

Durch Themenwahl und Art der Berichterstattung setzt sich quer mit den rastlos umgetriebenen Globalisierungsgespenstern ebenso auseinander wie mit nationalistischer Standortlogik und begreift stattdessen Massenerwerbslosigkeit und Armut nach wie vor als Teil des alltäglichen kapitalistischen Normalvollzugs.

quer will Erwerbslosigkeit weder auf "individuelles menschliches Versagen" noch auf Konzepte reduziert wissen, die mehr oder weniger offen "Arbeit um jeden Preis" bis hin zu Zwangsarbeitsszenarien favorisieren.

Diese Sichtweise bringt in schöner Regelmäßigkeit Konflikte - auch mit den Funktionären formal "wohlmeinender" Organisationen und Parteien, die Erwerbslose bestenfalls ein wenig besser verwaltet bzw. "betreut" sehen wollen - sei es, um das eigene Klientel zu "retten", zu beruhigen und letztlich bei der Stange zu halten, sei es, um sich als koalitions- und regierungsfähig (pardon, auf neudeutsch heißt das jetzt "modern", "reform-" oder auch "zukunftsfähig") zu erweisen.

Gleichzeitig soll quer einen möglichst hohen Nutzwert für ihre Leserinnen haben.
Sie dient als "Fachblatt" für engagierte und selbstbewußte Erwerbslose bzw. Beratungsstellen; so informiert sie fortlaufend über die sozialrechtliche Gesetzgebungsflut und deren Konsequenzen und gibt entsprechend Tipps über verbliebene Spielräume, z.B. an welchen Punkten Widersprüche gegen Amtsentscheidungen Erfolg versprechend sind etc..


Erwerbslosigkeit soll also nicht verstanden werden als tabuisierter Lebensabschnitt, mit dem mensch sich am besten gar nicht bewusst auseinandersetzt bzw. dem man schleunigst - und selbst um den Preis nicht existenzsichernder Arbeits- und Entlohnungsbedingungen - wieder entkommen muß.

Dagegen setzt quer auf die (Selbst)-Organisationsansätze von Erwerbslosen, versucht, Kontakte zu vermitteln und berichtet über bzw. beteiligt sich an politischen Kampagnen wie z.B. den Erwerbslosenprotesten des Jahres 1998, der Kampagne gegen die Nichtanrechnung von Kindergeld auf die Sozialhilfe, die Offenlegung und Überwindung von Armut und Sozialleistungsverhinderungssystemen wie ,Hartz IV', die Förderung von Ämtertagen und Begleitangeboten für Erwerbslose oder Aktivitäten gegen die miserable Behandlung von Flüchtlingen und MigrantInnen.

Und wir unterstützen Positionen, die statt "mehr Arbeit", "mehr Wirtschaftswachstum" und "mehr Konsum" eine gesellschaftlich gerechte Verteilung von Arbeit und Einkommen, radikale Arbeitszeitverkürzung, und nicht zuletzt eine vernünftige und menschenwürdige Absicherung von Erwerbslosen und Beschäftigten fordern - und zwar nicht nur in der Bundesrepublik.

Quelle:
quer, Zeitschrift für Erwerbslose,
Probehefte gegen Zusendung von 1,65 EUR in 3 Briefmarken á 55 Cent an:
Zeitschrift quer, Postfach 13 63, 26002 Oldenburg
e-mail: quer.infos@web.de
http://www.also-zentrum.de/allgemein/index.htm


gefunden in http://www.scharf-links.de/

dagobert

Aktuell neu die Ausgabe 11 / September 2014
http://www.also-zentrum.de/downloadbereich.html

Thema unter anderem die geplanten Änderungen bei Hartz 4.
"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

Tiefrot

Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet die asozialen Medien ab !

dagobert

Die "neue" ist da, wenn auch mit etwas Verspätung.  :D

ZitatLiebe quer-Leser_innen,

manchmal kommt etwas überraschend – spät. Eigentlich soll die quer viermal jährlich zum Quartalsende erscheinen. Dies hat bei der quer 12 nicht geklappt. Umstellungen in der Redaktion, Komplexität der Technik usw. haben zu einer deutlichen Verzögerung geführt. Trotzdem haben wir uns entschieden, die quer 12 jetzt mit der eigentlichen Ausgabennummer und dem Datum zu veröffentlichen.

Eure quer-Redaktion
http://www.also-zentrum.de/zeitschrift-quer.html
http://www.also-zentrum.de/downloadbereich.html
"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

dagobert

"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

dagobert

Nr. 14 ist online.

Themen (unter anderem):
Lohnsenkung durch zehn Jahre Hartz IV in Niedersachsen
EU-Ausländer in Deutschland - Armutslöhne - Rechstumsetzung und vieles mehr...
Der Status von Ausländern als ArbeitnehmerInnen

http://www.also-zentrum.de/downloadbereich.html
"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

dagobert

Die ALSO hat wieder Lesestoff veröffentlicht, quer Nr. 15.
http://www.also-zentrum.de/downloadbereich.html

ZitatAus dem Inhalt der quer 15:

,,Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen!" (S. 18). Wir wenden uns gegen das Prinzip ,,Von den Bedürftigen nehmen und unter sich aufteilen" (S. 13) .Wir kümmern uns um das ,,Realitätsanpassungsgesetz für das Wohngeld" ( S. 10), um das Arbeitslosengeld (S. 22) und natürlich die neuesten Urteile (S. 23). Und schließlich reflektieren wir über Ursachen für Erfolge und Misserfolge, wenn wir eine Doktorarbeit befragen, warum es so schwierig ist, ,,sich als Betroffene gegen Armut und Erwerbslosigkeit zu engagieren" (S. 14).
http://www.also-zentrum.de/zeitschrift-quer/quer-info/zeitschrift_quer_Ausgabe_15.html
"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

dagobert

Die quer Nr. 16 ist online.
http://www.also-zentrum.de/downloadbereich.html

Inhalte
ZitatAufRecht bestehen:
Repressionsvereinfachung | von Susan Bonath (Erstveröffentlichung in der jungen Welt vom 27.5.2016 )
Mit Bademantel und Gummi-Ente im Jobcenter | Aktionsbericht der ALSO

Hintergrund:
Care Revolution – Interview mit Gabriele Winker , Teil 1 | von Joachim Sohns und Michael Bättig
Vom ,übergriffigen Nordafrikaner' – gegen Rassismus und
sexuelle Gewalt, für gleicbberechtigte, angst- und armutsfreie Existenz | von Joachim Sohns
Menschenverachtung und mafiöse Strukturen in der Agrarindustrie | von der ALSO
Glyphosat – schreckliche Saat, Interview mit Peter Maiwald | von Joachim Sohns
Fortsetzung: Care Revolution, Teil 2 | von Joachim Sohns und Michael Bättig
TTIP-Verhandlungen: Alle Schreckensszenarien scheinen sich zu bestätigen| von Siegmund Stahl

Urteile:
Arbeitslosengeld 1 und andere Leistungen nach SGB III | von Rainer Timmermann
Urteile zum Arbeitslosengeld 2 nach dem SGB II | von Rainer Timmermann
"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

dagobert

Es gibt wieder Lesestoff, die quer Nr. 17 ist da.
ZitatAus dem Inhalt der quer 17:

Wir dokumentieren eine Jobcenter- Aktion von Basta!Berlin und würdigen die Blockupy Aktionen von Anfang September mit Fotos. Zeigen, auf der Grundlage des Jahresgutachtens des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, wie Ungleichheit in Deutschland verteilt ist, Michael Conrath stellt ein Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens vor und auch ein Blick auf gelebte Solidarität in der besonders gebeutelten griechischen Gesellschaft gehört zu der quer17.

Im Weiteren wird Alltagspraxis in Hartz IV aufgezeigt und selbstverständlich gibt es wieder hilfreiche Urteilsbesprechungen aus den Bereichen Arbeitslosengeld 1 und 2 sowie der Sozialhilfe.
Zitat aus dem Newsletter
"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

dagobert

Nr. 18 ist draußen.
Diesmal wird als Schwerpunktthema das Grundeinkommen beleuchtet.
"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

dagobert

Mal wieder im Download-Bereich der Also (Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg e.V.) vorbeizuschauen könnte sich lohnen, wenn auch nicht unbedingt im finanziellen Sinne.  :D
http://www.also-zentrum.de/downloadbereich.html
"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

dagobert

Nr. 20 ist da.
Schwerpunktthema ist die "Ausbeutung und Ausgrenzung von ArbeiterInnen der deutschen Agrar- Schlachtindustrie".
Daneben geht es wie immer auch um einige weitere Themen sowie aktuelle Urteile.
https://www.also-zentrum.de/downloadbereich.html
"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

dagobert

"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

dagobert

"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

Sunlight


dagobert

Scheint, als wäre das Zeitschriften-Projekt eingeschlafen.
Schade.
"Sie haben die unglaubwürdige Kühnheit, sich mit Deutschland zu verwechseln! Wo doch vielleicht der Augenblick nicht fern ist, da dem deutschen Volke das Letzte daran gelegen sein wird, nicht mit ihnen verwechselt zu werden."
Thomas Mann, 1936

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