Wenn Investoren dreckig lachen

Begonnen von Kuddel, 17:06:54 Mi. 31.August 2016

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Kuddel

Zitat"Die Stadt als Beute" im Kino
Wenn Investoren dreckig lachen

Vier Jahre lang hat Andreas Wilcke die Wildwest-Stimmung auf dem Berliner Immobilienmarkt dokumentiert. Sein Film "Die Stadt als Beute" zeigt, wie die Politik vor dem Markt kapituliert.


... Alle drei lachen ein derart dreckiges Lachen, das man in einem Spielfilm sagen würde, vielleicht doch etwas überzeichnet.

Man fragt sich ohnehin, wie Andreas Wilcke all diese Investoren, Makler, Bauherren dazugebracht hat, so vor seiner Kamera zu reden, wie sie das tun. ...
http://www.sueddeutsche.de/kultur/die-stadt-als-beute-im-kino-wenn-investoren-dreckig-lachen-1.3142244

BGS

Sie können es sich schlicht leisten.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Kuddel

ZitatMitarbeiterin von Immobilienfirma in Leipzig niedergeschlagen

In Leipzig haben Vermummte eine Angestellte einer Immobilienfirma in ihrer Wohnung attackiert. Es ist nicht der erste Angriff auf die Baubranche in der Stadt.
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/leipzig-immobilienfirma-angestellte-niedergeschlagen-hinweise-auf-linke-szene-a-1294817.html

Kuddel

Immobilienkonzerne sind kriminelle Konstrukte.

ZitatDerzeit größter ADLER-Aktionär ist Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia, der rund 20,5 Prozent der Aktien von ADLER hält. Vonovia-Aktien verloren knapp zwei Prozent.
https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/staatsanwaltschaft-aktiv-adler-aktie-letztendlich-mit-zweistelligen-verlusten-staatsanwaltschaft-frankfurt-hat-offenbar-ermittlungen-gegen-adler-group-aufgenommen-11382920

ZitatDie Wirtschaftsprüfer von KPMG Luxembourg hatten der Adler Group für den Jahresabschluss nur ein eingeschränktes Testat erteilt. Zur Begründung hieß es, dass den Wirtschaftsprüfern der Zugang zu bestimmten Informationen verweigert worden sei und es dadurch keine Nachweise zu wesentlichen Transaktionen gegeben habe. Im Ergebnis wurde nur ein eingeschränktes Testat erteilt. Die Adler Group legte die Jahreszahlen dann auf den letzten Drücker ohne uneingeschränktes Testat der Wirtschaftsprüfer vor. Unterm Strich standen Verluste von knapp 1,2 Milliarden Euro.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wohnen/adler-group-in-der-krise-in-den-staedten-waechst-die-verzweiflung-18046660.html

ZitatHamburg, Düsseldorf, Stuttgart: Viele Städte haben beim Bau tausender Wohnungen in prominenten Lagen auf die Adler-Gruppe gesetzt. Nun wankt der Konzern und in den Städten wachsen Wut und Verzweiflung.

Mitten in Düsseldorf klafft ein Loch. Wo eigentlich rund 900 Miet- und Eigentumswohnungen, Läden und Kindertagesstätten in den Himmel wachsen sollten, ist Brachland. Das lebendige Quartier namens Grand Central existiert seit Jahren nur auf bunten Plänen. Ein ähnliches Bild in Hamburg. Auf dem Holsten-Areal im beliebten Stadtteil Altona wird schon länger kein Bier mehr gebraut. Trotzdem stehen dort noch immer alte Industriehallen, in manche haben Abrissbagger Löcher geschlagen. Die 1200 Wohnungen, davon 365 sozial geförderte, die Hamburg so dringend braucht, sind bisher nur Versprechen.

In Offenbach, direkt an der Grenze zu Frankfurt, warten die Anwohner auf das ,,zukunftsweisende urbane Quartier", das ihnen in Aussicht gestellt wurde. Stattdessen begrüßen seit Jahren zwei zwanzigstöckige Betongerippe die Ankommenden – als traurige Visitenkarte der Stadt direkt an der Autobahn. Und Stuttgart bangt, dass die prestigeträchtigen Baudenkmäler auf dem Eiermann Campus weiter verfallen. Auf dem 20 Hektar großen ehemaligen IBM-Standort könnten 5000 Menschen wohnen und arbeiten. Doch auch dieses Projekt kommt nicht voran. Die Liste lässt sich um weitere prominente Standorte in großen und kleineren Städten erweitern. Überall das gleiche Bild: Es gibt vollmundige Zusagen und große Pläne, doch es tut sich wenig bis nichts.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wohnen/adler-group-in-der-krise-in-den-staedten-waechst-die-verzweiflung-18046660.html

Zitat375-Millionen-Deal in Düsseldorf: Staatsanwaltschaft nimmt Adler Group ins Visier

In geheimer Sitzung kam der Finanzausschuss des Bundestags am Mittwoch vergangener Woche zusammen, um sich mit dem schwer angeschlagenen Immobilienkonzern Adler Group zu befassen. Als Gast empfingen die Parlamentarier den Chef der Bundesfinanzaufsicht, Mark Branson.

Was die Parlamentarier erfuhren, dürfte die Krise des Immobilienkonzerns mit seinen rund 30.000 Wohnungen in Deutschland auf eine neue Eskalationsstufe heben: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt habe strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen, bestätigten mehrere informierte Personen dem Handelsblatt. Abgeordnete, die noch mehr wissen wollten, mussten ins Marie-Elisabeth-Lüders-Haus gehen und dort in der Geheimschutzstelle des Bundestags ihr Handy abgeben. Selbst Notizen waren während der Lektüre des Bafin-Berichts nicht gestattet.
https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilienbranche-375-millionen-deal-in-duesseldorf-staatsanwaltschaft-nimmt-adler-group-ins-visier/28355378.html

So sieht palamentarische Kontrolle aus? Nicht einmal Notizen sind erlaubt? Die Öffentlichkeit soll nichts erfahren?


Onkel Tom

Es wird höchste Zeit, das die brachliegenden Grundstücke, die wegen Bodenspekkulationen
(noch) nicht bebaut wurden, von den Komunen enteignet werden. Natürlich nur zu dem
Preis, den die Komune bei Verkauf erhalten hat. Keinen Cent mehr !

Funzte bei der roten Flora am Hamburger Schulterblatt ja auch.. Kretschmann ade..  ;D

Was ein Wahnsinn, wie Bodenpreise in die Höhe getrieben werden. Das ist nicht nur kriminell,
auch räuberkapitalistisch und zum Schluss bleibt kein qm mehr über, der bezahlbar zu mieten
ist.. Da klingt das Versprechen, Sozialwohnungen bauen zu wollen, wie eine Nebelkerze.
Lass Dich nicht verhartzen !


Kuddel

ZitatEin Manager hat jahrelang fragwürdige Deals für einen der größten deutschen Wohnkonzerne eingefädelt. Die Adler Gruppe könnte zum Wirecard der Immobilienbranche werden.

(...)  Es dokumentiert ausführlich, wie die Adler-Chefs ihre Entscheidungen mit Caner abgesprochen haben, wie sie sich auf seiner Jacht zu Besprechungen getroffen haben und in seinem Privatjet mitgeflogen sind, auch die oben zitierten Mails stammen aus dem Bericht.   

Caner, aufgewachsen im österreichischen Linz, ist ein alter Bekannter in der deutschen Immobilienszene. Mit seinem Wohnungskonzern Level One hat er die wohl größte deutsche Immobilienpleite der Nullerjahre hingelegt. Vor rund zehn Jahren begann er, im Hintergrund an einem neuen Immobilienkonzern zu arbeiten. Für die Verschmelzung mehrerer Unternehmen zur Adler Group im Jahre 2020 kassierte Caner ein Beraterhonorar von rund zwölf Millionen Euro. Über sechs Millionen Euro Beraterhonorare gingen an ein Unternehmen namens Meridien Capital, das laut KPMG im Namen von Caner aufgetreten ist.

Während Caner kassierte, fehlte im Adler-Konzern offensichtlich das Cash, um die vielen angestoßenen Bauprojekte zu realisieren. Die "finanzielle Leistungsfähigkeit" für die Umsetzung der Bauvorhaben, könne "nicht abschließend beurteilt werden" heißt es im KPMG-Bericht. Bei der Adler-Tochter Consus – laut Eigendarstellung "der führende deutsche Immobilienentwickler" – herrschte offensichtlich Chaos. Die Dokumente zu den bisherigen Baukosten seien "nicht prüffähig", weil die Angaben einander widersprächen.  (...)
Diesen Krimi sollte man ruhig in ganzer Länge lesen: https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2022-06/adler-group-immobilienkonzern-rechnungen-wohnungsmarkt/komplettansicht

Kuddel


Kuddel

In einem Interview sagte ein ranghoher Polizeibeamter, er halte die Kampagne gegen "Clankriminalität" für rein populistisch. Wolle man ersthaft gegen organisierte Kriminalität vorgehen, solle man gegen die Bauwirtschaft ermitteln, so der Beamte.

Das Spekulantenpack arbeitet auch nach herrschenden Gesetzen kriminell, ist mafiös organisiert und mit der Politik verstrickt.

Zitat»Es zeigt sich, dass bei einer Reihe von Stadtentwicklungsprojekten eine intransparente Hinterzimmerpolitik stattfindet«, sagt Julian Schwarze. Der Stadtentwicklungspolitiker der Grünenfraktion im Abgeordnetenhaus ist empört, dass erst kürzlich durch seine parlamentarische Anfrage bekannt wurde, dass das Baukollegium in einer geheimen Sitzung die Position zum Signa-Projekt am Kurfürstendamm änderte.

Der hochumstrittene österreichische Immobilien- und Warenhauskonzern will am dortigen Karstadt-Standort in die Höhe bauen.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1169161.stadtentwicklung-roter-teppich-fuer-den-investor.html

Fritz Linow

ZitatKieler erheben Vorwürfe gegen Wohnungsunternehmen LEG

Mieter in Kiel-Gaarden werfen dem Wohnungsunternehmen LEG vor, Mängel an Wohnungen systematisch nicht zu beheben. Rund 60 Mieter haben sich darum nun zu einem Verein zusammengeschlossen. Sie beschuldigen die LEG, unter anderem Schimmel in den Wohnungen zu ignorieren. Die Mieterin Sabrina Demin beschreibt eine Unterhaltung mit LEG wie folgt: "Da haben die zu mir gesagt, ich soll in die Apotheke gehen, puren Alkohol holen, das darüber wischen, also wegmachen damit, und dann überstreichen." Das Umziehen sei für die Mieter keine Option, da sie in günstigen Sozialwohnungen wohnen. Eine neue, für sie bezahlbare Wohnung zu finden, sei momentan völlig unmöglich, meinen sie. Die LEG gibt auf Anfrage von NDR Schleswig-Holstein an, von den meisten Schäden und Problemen zu wissen. Weil Material und Fachkräfte fehlen, könnten sie die aber noch nicht beheben. "Wir nehmen das Thema ernst und gehen diesem umfassend nach", heißt es wörtlich.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/kurzmeldungen/Nachrichten-aus-Kiel-Rendsburg-Eckernfoerde-Neumuenster-Ploen,studiokiel568.html

Kuddel

ZitatDie Staatsanwaltschaft Frankfurt und das BKA durchsuchen mehr als 20 Objekte des Immobilienkonzerns Adler Real Estate. Es geht unter anderem um den Verdacht der Falschbilanzierung und Marktmanipulation.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/adler-durchsuchung-staatsanwaltschaft-100.html

Onkel Tom

Ach, da war doch mal was..
Wäre doch ganz nett, wenn sich die Stadt die Fläche aneignen könnte..
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

ZitatSpekulanten-Monopoly: ,,Geht auf die Kappe des heutigen Bundeskanzlers"

Weil die Stadt ihr Vorkaufsrecht für das ehemalige Brauereigelände nicht wahrnahm, wurde das Holsten-Areal zum Spekulationsobjekt. MOPO-Kolumnist Marco Carini, seit Jahren intimer Kenner der Hamburger Politik, über die schlimmen Folgen.


Anfang dieser Woche kam die Warnung. ,,Völlig verantwortungslos", sei es laut Theo Bruns, Sprecher der Anwohnerinitiative ,,Holsten knallt am dollsten", wenn die Altonaer Bezirksversammlung (BV) einen städtebaulichen Vertrag über die weitere Entwicklung des Holsten Areals absegnen würde.
https://www.mopo.de/hamburg/politik/carinis-rathaus-insider-bei-holsten-sitzt-altona-in-der-falle/

ZitatAktenzeichen XY Betonmafia? Die Razzia bei Adler ist eine Ohrfeige für die Politik.

Beispiel 1: Olaf Scholz hat in Hamburg das Vorkaufsrecht nicht genutzt und das Holsten Areal der Adler Gruppe überlassen. Die versprochenen Wohnungen? Fehlanzeige.

Beispiel 2: Die graue Eminenz hinter Adler, der österreichische Milliardär Cevdet Caner, war gern gesehenes Gast beim Spendendinner der CDU im Wahlkampf.

Beispiel 3: Wohnungskäufer sind von Nicht-Realisierung von Bauprojekten am Steglitzer Kreisel in Berlin betroffen. Der Adler Gruppe wird von Betroffenen dabei eine bewusste Verzögerung mit folgender Masche vorgeworfen: Etliche Wohnungen vorab verkaufen.

Dann Geld für den Bau von Anlegern borgen. Nicht zuende bauen, Insolvenz anmelden und in einer letzten Verwertungsstufe das Projekt von einer neuen Firma billig aufkaufen, um das Spiel noch einmal zu spielen. Dem FDP Justizministerium warfen Betroffene vor die Schließung von

Beispiel 4: Bereits unter dem damaligen CDU Ministerpräsidenten Rüttgers profitierte Caners Level One  von Privatisierungen. Später kollabierte das Unternehmen und Caner wurde in Österreich wegen schweren Betrugs, Konkursbetrugs sowie Geldwäscherei angeklagt und freigesprochen.

Beispiel 5: Ich erhielt vom Ex Militärberater der Ex Bundeskanzlerin Merkel, Erich Vad, im Zuge meiner Recherchen zu dessen Beziehungen zu Marsalek ein dubioses Angebot in Beirat von Caner zu gehen (es fiel auch Name eines CDU MdBs, der dort tätig sei).

Ich lehnte ab und stieß später auf Verbindungen zwischen Marsalek und Caner. Dies löste ua eine Anfrage von mir zur Adler Gruppe im Bundestag aus (meine letzte größere Anfrage vor dem Ausstieg aus der Politik).

Zwischenzeitlich gab es auch Verbindungen von Gröner, dem vorgeworfen wurde bei Adler eine fragwürdige Rolle zu spielen, und Gerhard Schröder. Die Zusammenarbeit wurde mittlerweile beendet!

Ich habe auch hier früh gewarnt. Und anders als bei Wirecard gab es intensive Berichterstattung der deutschen Presse. Es würde mich nicht überraschen wenn noch einige Politiker in diesem Skandal auftauchen.
Fabio de Masi via twitter

Kuddel

ZitatEine Adler-Pleite wäre auch eine Scholz-Insolvenz. Als Olaf Scholz 2016 als Erster Bürgermeister von Hamburg auf das Vorkaufsrecht für das Holstenareal verzichtete (eines der größten Wohnungsbauprojekte Hamburgs, 86.000 Quadrameter, ca 1200 Wohnungen) Betrug der Wert des Grundstücks etwa 65 Millionen.
Bei Adler steht das Grundstück nun mit 340 Millionen Euro in der Bilanz. Wohnungen wurden seither nicht gebaut. Die Hamburger Politik diskutiert nun den Kauf durch das kommunale Wohnungsunternehmen Saga. Finde den Fehler!
Fabio de Masi via twitter

Kuddel

Wir haben Hetze gegen "kriminelle Clans" und Armutskriminalität als Dauerberieselung.

Die Spekulantenmafia kann ungestört weitermachen und man hört von ihr nur, wenn der kriminelle Normalbetrieb durch große Pleiten oder tote Bauarbeiter gestört wird. Und auch dann möchten Medien und Politik schnellstmöglich zur Tagesordnung zurückkehren. In Hamburg schwappt gerade die Scheiße besonders hoch.

ZitatEröffnungsfeier abgesagt: Europas größtes Bauprojekt bleibt eine Baustelle
https://www.wiwo.de/technologie/wirtschaft-von-oben/wirtschaft-von-oben-253-ueberseequartier-hamburg-eroeffnungsfeier-abgesagt-europas-groesstes-bauprojekt-bleibt-eine-baustelle/29705310.html

ZitatIn der HafenCity befinden sich auch zwei der größten Probleme der Stadt; es sind im besten Sinn des Wortes riesige Baustellen. Da ist zum einen der Elbtower, die – nach der Pleite des Immobilieninvestors René Benko und seines Firmenimperiums – prominenteste Bauruine des Landes. Und da ist auch das Überseequartier, ein großes Shoppingcenter, dessen Eröffnung gerade kurzfristig um mehrere Monate verschoben wurde. Die Innenstadthändler sehen der Eröffnung mit großer Sorge entgegen, weil sie um ihre Kunden fürchten. Wird das Überseequartier die schon jetzt darbende Innenstadt endgültig untergehen lassen? Oder wird künftig die HafenCity die neue Innenstadt sein?
https://www.t-online.de/region/hamburg/id_100408174/hamburg-elbtower-und-der-naechste-grossmieter-hat-gekuendigt.html

ZitatGroßbauprojekt in der Hafencity
Elbtower: Nächster Großmieter zieht sich zurück
https://www.t-online.de/region/hamburg/id_100408174/hamburg-elbtower-und-der-naechste-grossmieter-hat-gekuendigt.html

ZitatSeit Ende 2023 passiert an der wohl größten Bauruine Hamburgs, dem halbfertigen Elbtower, nichts mehr. Recherchen von Panorama 3 legen nahe: Es war absehbar, dass der Koloss nicht fertig werden würde - denn die geplante Finanzierung war still und heimlich weggebrochen.
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Hamburger-Elbtower-Baubeginn-ohne-Kapital,panoramadrei4662.html

ZitatAm Elbtower-Rohbau in der HafenCity herrscht seit Monaten Stillstand – zuletzt baute die Baufirma ,,Lupp" sogar ihre Kräne ab. Aktuell sucht der Insolvenzverwalter einen neuen Investor für die Ruine. Die Stadt hat derweil schon einmal ihr Wiederkaufsrecht angemeldet

Entweder es gibt bis Ende Januar 2025 – kurz vor der nächsten Bürgerschaftswahl – einen Investor, mit dem die Stadt leben kann, oder sie muss vor Ablauf der neun Monate kaufen, wenn sie Herr des Verfahrens bleiben will. Damit droht eine Situation, die die Stadt immer vermeiden wollte: Sie wäre faktisch der neue Bauherr des Milliardenprojektes.

Fällig würde dann wie vertraglich vereinbart der ehemalige Grundstückspreis von 122 Millionen Euro minus fünf Millionen Entschädigung. Macht also 117 Millionen Euro. Die Elbtower-Ruine gibt's kostenlos oben drauf.
https://www.mopo.de/hamburg/elbtower-ruine-hamburg-meldet-wiederkaufsrecht-an/

ZitatElbtower: SPD Hamburg spricht von möglichem Abriss

Auf keinen Fall soll der Stumpf dauerhaft als Mahnmal des Scheiterns stehen bleiben. CDU-Haushaltsexperte Thilo Kleibauer zeigte sich skeptisch: "Es wirkt sehr planlos, wie die Stadt agiert. Und das ist ein großes finanzielles Wagnis." Kleibauer findet, es räche sich, dass der Senat dem Pleite-Investor René Benko vertraut habe.
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Elbtower-SPD-Hamburg-spricht-von-moeglichem-Abriss,elbtower304.html

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