Paukenschlag bei Opel

Begonnen von besorgter bürger, 10:49:13 Mi. 04.November 2009

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besorgter bürger

ZitatDer monatelange Poker um den angeschlagenen deutschen Autobauer Opel endet mit einem Paukenschlag: Der Verwaltungsrat des US-Autokonzerns General Motors hat in einer Sitzung am Dienstag entschieden, das deutsche Tochterunternehmen doch zu behalten. Als Gründe nannte der Konzern in einer Erklärung das sich seit Monaten "verbessernde Geschäftsumfeld" für GM und die Bedeutung der beiden europäischen GM-Töchter Opel und Vauxhall für die "globale Strategie" des Unternehmens. Ursprünglich sollte der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna die Mehrheit an Opel übernehmen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,659113,00.html

Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

hoessi666

War zu erwarten...
Opel ist das Tor GMs zum europäischen Markt und zukunftsweisender Technik, die GM selbst nicht auf die Kette kriegt. Und nach der "erfolgreichen" Insolvenz des Mutterkonzerns in den US konnte man davon ausgehen, dass GM Opel nicht hergibt...

Interessanter ist dabei, dass ein US-Korrespondent von NTV heute morgen nebenbei erwähnte, dass ihm hinter vorgehaltener HAnd schon vor Wochen von GM-Internen mitgeteilt wurde, dass man Opel wohl nicht verkaufen werde. Amtlich wirds dann abererst kurz nach der Wahl ... Ein SChelm ,der Böses dabei denkt, denn zusätzliche Arbeitslose, die jetzt  im Vergleich zum Magna-Verkauf zu erwarten sind, würden wohl eher Links ihre Stimme abgegeben haben...

Zum Ausgelich für das gute Timing von GM gibts dann ein paar Milliarden oben drauf: Im Zuge der Gleichstellung aller Firmen zur Opel-Rettung kann man ja nicht Magna die Kohle anbieten und GM leer ausgehen lassen...  ::)

Kater

ZitatLinke wirft Bundesregierung Versagen bei Opel vor

Berlin (ddp). Die Linke im Bundestag wirft der Bundesregierung wegen des geplatzten Opel-Verkaufs Versagen «auf ganzer Linie» vor. «Während die Kanzlerin vom US-Kongress beklatscht wird, zieht sie der staatseigene GM-Konzern am Nasenring durch die Manege», kritisierte Gysi am Mittwoch in Berlin. «Wie viel ist eine solche transatlantische Partnerschaft eigentlich wert, wenn sie ausgerechnet beim Kampf um die Erhaltung von Arbeitsplätzen scheitert», fragte der Linkepolitiker.

Die Anfang Mai von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem damaligen Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) verkündete Rettung von Opel durch den Verkauf an Magna seien «reine Sprechblasen vor der Wahl» gewesen, die nun geplatzt seien, sagte Gysi weiter. Die Opelaner seien wie die Wähler «wohl getäuscht» worden. Es sei ein schwerer Fehler gewesen, 4,5 Milliarden Euro an Bürgschaften zuzusagen, ohne sich im Gegenzug weitreichende Eigentums- und Mitspracherechte zu sichern. Damit laufe die Bundesregierung nun Gefahr, den Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen auch noch mit Milliarden an öffentlichen Geldern zu subventionieren.

Gysi forderte die Bundesregierung auf, sofort Verhandlungen mit der US-Regierung aufzunehmen. Schließlich sei General Motors mehrheitlich in Staatshand. Mit den europäischen Wirtschaftsministern müsse zudem endlich eine gemeinsame Strategie für die Opel-Standorte gefunden werden.

http://de.news.yahoo.com/17/20091104/tde-linke-wirft-bundesregierung-versagen-75240f8.html

Workless

Mann, Mann... Was die sich wieder aufregen. Wir leben schließlich in einer globalisierten Welt.
Da kann man auch schon mal fremde Firmen in fremden Ländern mit ein paar Milliarden unterstützen.

Ok - ich gebs ja zu. Ich finde schon, dass man für 4,5 Milliarden € GM die Merkel gleich mit aufs Auge hätte drücken können.

ernesto

Die Opelaner werden sich mit GM wohl wieder arrangieren (müssen) denn trotz evt.geforderten Lohnverzichts gehts ihnen dann immer noch viel besser als der breiten Arbeitnehmermasse.
Schließlich werden die nach Tarif entlohnt wo gibts das noch:-)
Und Spielraum gibts nicht wirklich, der Automarkt ist übersättigt und die Wahl ist vorbei.

Strombolli

"Der Automarkt ist übersättigt"

Diese Aussage schliesst ein, alle Besitzer alter Autos und Leute die sich aufgrund fehlender Bonität keinen Kredit und neues Auto leisten zu können, von vornherein "vom Markt" zu nehmen und gemäß des Zeitgeistes auszugrenzen. Danke dafür!

Wenn die Marktwirtschaft funktionieren würde, würden die Karren billiger werden. Und ich meine wirklich billiger. Wenn die Marktwirtschaft funktionieren würde, würden die Banken - wenn sie nur einen Funken Anstand und Gewissen hätten - auch solchen ALG II-Konkurs-Losern* wie mir, einen günstigen Kredit geben und somit sogar die Industrie wieder stärken.

Aber da ja alles nur "schnell, schnell" Profit bringen soll, und die Gesellschaftsschicht in der ich mich aufhalte irrelevant ist... Pech gehabt.
Das Ausleben des amerikanischen Wahns nach schnellem Geld, dessen optimierter Börsen- und Spekulationsarbeit mehr bringt, als händische und Kopfarbeit, wird uns zugrunde richten.

Das Know-How wird nach Asien entfleuchen und über deutsche Ingenieurskunst wird man in den Geschichtsbüchern der Vergangenheit lesen. So man noch lesen kann. Das Denken haben die allermeisten ja schon verlernt.

"Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überläßt?" Ernst R. Hauschka

* - Selbstironie, also nicht in den falschen Hals bekommen!
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Jaybird

Also - Steuergeld damit Opel über die (offensichtlich geblufften) Verhandlungen und die GM-Insolvenz kommt - mittlerweile gehört GM dem amerikanischen Staat (Aktienmehrheit), der jetzt gegen Auslöse den Laden behalten will.

Ich kapier das alles nicht.

ernesto

@strombolli da hast du natürlich  Recht das das Ausgrenzung ist, aber bevor sie das ändern und die Banken zwingen Kredite an alle zu geben, oder Autopreise bezahlbar für alle zu machen, da lassen sie Opel lieber zweimal Pleite gehn

Strombolli

Mich ärgert doch nur die blauäugige Sorglosigkeit mit der "sie" die Karre an die Wand fahren. Rücksichtslos und nur an das Heute denkend.
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

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Pinnswin

Ne, ne - stromboli, die denken nicht nur ans "Heute" die denken dabei auch an sich.  ;)
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

Aloysius

Ich denke nicht, daß sich die deutsche Politik wundern sollte über diesen Schritt der Leitung von General Motors.

Als die Firma in den USA am Boden war, wurden sehr drastische Aussagen und Forderungen an die gerichtet, die sehr schmerzhaft waren. Man bedenke, daß Opel ein gewinnmachender Teil des Automobilriesen ist und, wie bereits weiter oben von Vorrednern erwähnt, das Tor zum europäischen Markt.

Und dann die Entscheidung, diesen Teil des US-Konzern ausgerechnet zu anteilig an eine russische Firma zu verhökern. Noch eine Ohrfeige.

Bei solchen Riesenunternehmen geht es auch immer um Politik, GM ist ein US-amerikanisches Symbol.

Sehr amateurhaft von Merkel, Konzernbetriebsrat und den Länderfürsten...
Reden wir drüber

Eivisskat

Um uns herum zerfällt die Gesellschaft: Nokia, Quelle, Karstadt, Rosenthal, Woolworth, Hapag Lloyd, die großen Werften, die Banken und 100.000de von anderen Berieben, jeden Tag gehen gleich mehrere die hopps, wo staatliche Hilfen nicht mehr greifen, die hochbezahlten Manager  versemmeln.

Warum also nicht auch Opel, was ist daran außergewöhnlicher als bei den anderen?

Wenn die es geschafft hätten, andere Autos (kleine, langsame, billige, die nicht mit Benzin laufen) hätten sie sich vielleicht noch retten können. Aber mit dem gleichen ewigen Schrott, wer kauft den denn noch?

Bald sitzt das halbe Land im Bewerbungstraining...

:(



Strombolli

@ pinnswin - So war das gemeint.
@ Eivisskat - Quatsch Bewerbungstraining.  ;) Casting! - Deutschland sucht den billigsten und universellsten Ein-Euro-Jobber zum Waldfegen!
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MizuNoOto

Der Witz ist mal wieder: Im Frühjahr setzte der Opelbetriebsrat massive Lohnkürzungen mit einer sehr knappen Mehrheit durch, natürlich "um Arbeitsplätze zu retten". Jetzt sollen ungefähr 10 000 der eurpopaweit 50 000 Stellen wegfallen. Die Lohnkürzungen haben sich nicht gelohnt.
Trotzdem fordert GM weitere Zugeständnisse der Arbeitnehmer. Am Ende werden sie die bekommen.


Just B U



ZitatCasting! - Deutschland sucht den billigsten und universellsten Ein-Euro-Jobber zum Waldfegen!


  ;D   :D   :D   :D   :D


B U
Die Dummheit der Einen ist die Macht der Anderen.
Je dümmer u. desinteressierter die Einen desto mächtiger die Anderen.

Hätte man den christlichen Klerus mit der gleichen Vehemenz verteidigt, wie Teile der Linken das heute mit dem islamischen tun, hätte die Aufklärung nie stattgefunden.
Seyran

Strombolli

Zitat von: MizuNoOto am 13:57:47 Do. 05.November 2009
.... Die Lohnkürzungen haben sich nicht gelohnt. ....

Die lohnten sich bisher in den seltensten Fällen. Im Kleinen bei mir und im Großen für die Arbeiter oder auch Angestellten.

Zitat von: MizuNoOto am 13:57:47 Do. 05.November 2009
.... Trotzdem fordert GM weitere Zugeständnisse der Arbeitnehmer. Am Ende werden sie die bekommen. ...

Hoffentlich nicht! Das Prinzip Hoffnung. "Wenns dem Betrieb gut geht, gehts auch uns gut" Diese Mär ist die absolute Ausnahme und gehört zum Rhetorikrepertoire der Neoliberalen. Verdient haben sie ne Klatsche auf ihr Lügenmaul!
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Ratrace

@strombolli, Verzeihung, da etwas OT:
ZitatDiese Aussage schliesst ein, alle Besitzer alter Autos und Leute die sich aufgrund fehlender Bonität keinen Kredit und neues Auto leisten zu können, von vornherein "vom Markt" zu nehmen und gemäß des Zeitgeistes auszugrenzen. Danke dafür!
Du fühlst Dich durch das Nichtkaufenkönnen eines Autos ausgegrenzt? Weißt Du was, man kann das auch anders sehen: Dann ist eben die allerorten eingeforderte Flexibilität nicht da, man ist dann eben auf Schusters Rappen oder den ÖPNV angewiesen. Das Ganze hat viele Vorteile: Ohne Karre biste für die meisten ZA-Firmen außen vor. Und wenn Du, so wie ich, seit Jahren keine Fahrpraxis mehr hast und selber deswegen nicht mehr fahren willst bzw. kannst, erst recht. Drauf geschissen! Obendrein hat man auch keinen Berufsverkehr mehr zu erleiden, verpestet nicht die Umwelt mit dem Scheißdreck, spart Geld, Zeit und Nerven. Schon mal im Sommer die hochroten Köpfe der Idioten in den rollenden Blechsärgen gesehen, wie sie - natürlich jeder alleine in seiner Kiste - zur Arbeit und zurück gondeln und sich aufregen über die anderen? Herrlich!

Und man muß sich nicht mehr von irgendwelchen bauernschlauen Werkstattgierhälsen über den Tisch ziehen lassen, die einem für "einmal Motorhaube aufmachen" eine angefangene Arbeitsstunde berechnen.

Ich hatte mal ein Auto. Und eines muß ich klar sagen: Seit ich es in die Schrottpresse geschoben habe (war übrigens ironischerweise ein Opel), geht es mir besser, und ich vermisse nichts. Das einzige, was man braucht, ist eine halbwegs fußwegfreundliche Wohnlage. Das heißt also: Lebensmittelläden in der zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichenden Nähe. Dann tut man auch gleichzeitig etwas für die Gesundheit. Dafür kann man sogar einen Umzug inkauf nehmen. Rentiert sich nach ein, zwei Jahren, wenn man die Kosten, die ein scheiß Auto verursacht, gegenrechnet.

Falls man mal ein Auto braucht (Umzug oder so), kann man sich eines leihen. Immer noch billiger, als sich so einen Schrottkarren (was auch neue Autos meint) mit allen Reparaturen, Unterhaltskosten und Versicherungen etcpp. selbst vor die Tür zu stellen. Spritpreise? Mir egal. Na ja, nicht ganz, man muß ja auch die Wohnung heizen, und wer mit Öl heizt, den interessieren die Preise dieses Rohstoffes leider immer noch, aber in einen Ottomotor stecke ich keinen Cent mehr rein.

Ich hatte mein Auto abgeschafft, als ich noch nicht erwerbslos war, also mir durchaus noch eines hätte leisten können - es war ein Befreiungsschlag. Und falls man dann mal einen Kumpel anhauen muß wegen Fahrdiensten: Die retourniert man dann in Form bargeldloser Gegenleistungen, z. B. Computersupport in meinem Falle. Es können auch handwerkliche Leistungen sein, oder Babysitten, oderoder... jeder kann etwas, jeder braucht etwas. Klappt alles bei mir seit Jahren wunderbar.

Also: Scheiß auf's Auto! Und vor allem: Lache über die, die eines brauchen, um sich als vollwertiges Mitglied von irgend etwas zu fühlen. Vollwertiges Mitglied dieser Gesellschaft? Hört sich in meinen Ohren eher nach Drohung denn nach Heilsversprechen an.
Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.

Strombolli

Ratrace, ich gebe dir recht. Allein zwei Gegenargumente: Meine KommunalKombi ist im Nachbardorf und ist hin- und wieder eine recht impulsiv-ortsflexible Angelegenheit die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar sind. Mein genehmigter Nebenverdienst erfordert ebenfalls, das ich immer mal ca. 150 km um den Kirchturm, gelegentlich auch weiter fahre. Auch hier wäre das, da ich Arbeitsmittel mitschleppen muß, recht beschwerlich.

Zusätzlich gebe ich dir recht, indem ich gestehe: Der ganze Aufwand lohnt in der BRD nicht. "Betriebswirtschaftlich" wäre das Zuhausebleiben anzuraten. Wie Du schon richtig sagst, Steuern, Reparaturen, Betriebsmittel, Versicherung usw. rechnen sich nicht hinten und vorne.
Deshalb spreche ich hin und wieder von einem Hamsterrad aus dem ich schon gerne heraushopsen würde.
Wenn man aber sein bisheriges Leben genau so geführt hat (und die Kohle eigentlich reichte) fällt es schwer mit ALGII auf komplett ausgegrenzt umzuschalten. Und sei es auch eine selbstbewusste/-bestimmte Ausgrenzung.

Wie ich es auch drehe, immer wird irgendwie das (ja, jetzt passt es mal andersrum) Verbrechersystem anerkannt. Entweder als Opfer/Hamster/Kämpfer oder als lethargisch resignierter alter Mann...

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Auszug Wiki: Lethargie aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Lethargie wird in der medizinischen Fachsprache eine Form der Bewusstseinsstörung bezeichnet, die mit Schläfrigkeit und einer Erhöhung der Reizschwelle einhergeht.
Die Lethargie ist das Kernsymptom einer Encephalitis lethargica, kommt aber auch bei anderen Ursachen eines gesteigerten Hirndrucks vor.
Der Begriff wird oft auch im übertragenen Sinne verwendet, um eine durch unangenehme oder tragische Ereignisse erzeugte Teilnahmslosigkeit und Unwilligkeit bzw. Unfähigkeit zu Veränderungen auszudrücken.
Auch Situationen können von einer Lethargie beherrscht sein, wenn Untätigkeit und extreme Zurückhaltung vorherrschen.

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Untätigkeit und extreme Zurückhaltung ist aber nicht mein Ding! Das bringt nichts!
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Eivisskat

Gerade wenn mensch auf dem Land wohnt, wird es immer schwieriger ohne Auto, es wird uns nicht leicht gemacht.

Der ÖNVP wird immer mehr eingeschränkt, Busverbindungen gestrichen, Bahnverbindungen gekürzt, ganze Bahnhöfe geschlossen...nur damit noch mehr Autos gekauft werden.

Ich spreche aus Erfahrung, hatte noch nie ein Auto und habe lange auf dem Land gelebt, bin jetzt immer noch in einem Aussenbezirk und habe immer alles zu Fuß/per Bus/Fahrrad erledigt, Einkäufe angeschleppt, zur Arbeit gefahren, selten dass ich Freunde bemüht habe um mich zu fahren.

Der Aufwand ist groß, aber die Freiheit ohne Auto ist noch größer!

Diese Auto-Krise wäre eine gute Chance von diesen schrecklichen, großen, schnellen Schrottkisten wegzukommen und endlich eine ganz neue Art von mobilem, günstigem Fortbewegungsmittel für Alle herzustellen (Ideen & Pläne gibts genug) und den ÖPV wieder auszubauen, damit die Menschen sich bewegen können.


besorgter bürger

;D darauf muss man erstmal kommen:

ZitatEr forderte eine Beteiligung der Regierung am Sanierungsplan von GM. Opel sei ein deutsches Unternehmen mit ausländischem Eigentümer. Er sehe keinen Grund, warum der Autobauer mit GM als Mutter keine Staatshilfe bekommen solle.

http://wirtschaft.t-online.de/general-motors-droht-opel-belegschaft-und-bundesregierung/id_20442246/index

man sollte die Regierung an ihre eigenen Prinzipien erinnern:

"Wie verhandeln nicht mit Terroristen!"
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

Workless

Wo bleibt mein Manager-Gehalt? Auf die Idee, dass der deutsche Steuerzahler gefälligst ausländische Firmen zu subventionieren hat, bin ich schon längst gekommen.

Ratrace

ZitatEr forderte eine Beteiligung der Regierung am Sanierungsplan von GM. Opel sei ein deutsches Unternehmen mit ausländischem Eigentümer. Er sehe keinen Grund, warum der Autobauer mit GM als Mutter keine Staatshilfe bekommen solle.
Hat sich wahrscheinlich auch bis nach Amiland herumgesprochen, daß Merkel so viel politisches Rückgrat wie eine Salatschnecke hat. Die wird sich mit Sicherheit den Forderungen des GM-Oberarsches beugen.
Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.

Strombolli

Zitat von: Ratrace am 10:43:54 Fr. 06.November 2009
.... so viel politisches Rückgrat wie eine Salatschnecke hat. ...

Endlich sprichts mal einer unverblümt aus. Nur deshalb hält sie sich.
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Ratrace

Wow, und nun kriegen die Opelaner hier auch noch einen Arbeitsplatz-Vernichter par excellence vor die Nase gesetzt:
ZitatGM-Europa-Chef Forster macht Platz für harten Sanierer

Von Dietmar Hawranek

Auf die Opel-Beschäftigten kommen harte Zeiten zu: Carl-Peter Forster, Europa-Chef von General Motors, verlässt den Konzern. Sanierungsbeauftragter wird nach SPIEGEL-Informationen der US-Manager Nick Reilly. Dessen Ernennung dürften die Arbeitnehmer in Deutschland als Provokation ansehen.
[...]
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,659690,00.html

Wie oft müssen wir eigentlich noch von Banken und Großkonzernen gefickt werden, bis das System "Kapitalismus" (denn es gibt ja derzeit nix Besseres, wie alle Profiteure dieser Barbarei immer wieder gerne sagen) mal infrage gestellt wird?
Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.

Just B U

Hallo Alle,

...mal kurz OT:

ZitatDiese Auto-Krise wäre eine gute Chance von diesen schrecklichen, großen, schnellen Schrottkisten wegzukommen und endlich eine ganz neue Art von mobilem, günstigem Fortbewegungsmittel für Alle herzustellen (Ideen & Pläne gibts genug) und den ÖPV wieder auszubauen, damit die Menschen sich bewegen können.

...und ihn vor allem (auch wieder) für ALLE bezahlbar machen!!!   ...damit sie sich BEWEGEN können!

Und nicht ständig die Preise für Busse und Bahnen erhöhen und sich gleichzeitig über den vielen Verkehr und den damit - um nur Eines zu nennen - einhergehenden Schadtstoffausstoß (zumindest alibimäßig) aufzuregen!!!


>:(

B U
Die Dummheit der Einen ist die Macht der Anderen.
Je dümmer u. desinteressierter die Einen desto mächtiger die Anderen.

Hätte man den christlichen Klerus mit der gleichen Vehemenz verteidigt, wie Teile der Linken das heute mit dem islamischen tun, hätte die Aufklärung nie stattgefunden.
Seyran

sandraschulze81

das was bei Opel abgeht ist ne Riesensauerei.Unsere Regierung hat das Spiel bewusst mitgespielt,konnte sie auch gar nicht anders kurz vor den Wahlen.Das Ganze musste bis bzw. nach den wahlen hingehalten werden.Jetzt tut man so als ob man betroffen ist,und es könne ja keine Steuergelder geben da man sich betrogen fühlt usw.......es war von Anfang an von GM geplant Opel sterben zu lassen,doch dies konnte nur nach den wahlen geschehen,deshalb grosszügige Überbrückungskredite.Jetzt sagt man oh ihr habt uns an der Nase herumgeführt es gibt kein Geld mehr bzw. Kredit zurück.GM sagt:kein Problem,war ja so gedacht,uns gehts ja wieder etwas besser.Kredit also zurück.....Sanierungskonzept möglichst erst im März nächsten Jahres vorlegen,zwecks Zeit verstreichen lassen,Grass drüber wachsen lassen,Europa-Chef absetzen,den anderen Typ ins Amt und los geht das platt machen und kaputt sparen von Opel.

Alles abgemachte Sache......Lügner sind das-das es zum himmel stinkt

Opel hat und hatte nie eine Chance

Strombolli

Wann begreift der Rest der Menschheit endlich meinen Spruch unten? (Ist natürlich scherzhaft verbittert gemeint!)

VERARSCHT IN DEUTSCHLAND!
GIB MIR DEIN GELD! JETZT!
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

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Rappelkistenrebell

Opel-Kollegen lehnen "freiwillige" Kündigung ab
17.08.11: Mitte Juli, kurz vor ihrem Urlaub, wurden 155 Kolleginnen und Kollegen von Opel Bochum schriftlich aufgefordert, "freiwillig" eine Kündigung anzunehmen, 102 davon wurde ein Wechsel nach Rüsselsheim "angeboten", versüßt mit einer sogenannten "Mobilitätsprämie".

Doch bis zum Ablauf des Opel-Ultimatums am Montag um 24 Uhr haben nur 28 Opelaner dem Verlust ihres Arbeitsplatzes in Bochum zugestimmt, ein Großteil der Kollegen ließ die Frist verstreichen. Die Geschäftsleitung hatte angedroht, in diesem Fall unmittelbar Kündigungsbriefe zu verschicken und die Leute von der Arbeit freizustellen. Doch angesichts der breiten Diskussion im ganzen Ruhrgebiet und der Stimmung in der Belegschaft hat sie diesen Schritt, den Tabubruch "betriebsbedingter Kündigungen" verschoben: Jetzt heißt es, Kündigungsschreiben würden erst zum Monatsende verschickt ... Der Opel-Vertrauensmann der IG Metall Paul Fröhlich äußerte heute gegenüber rf-news: " Dass die Kollegen den Weg gehen, um ihre Arbeitsplätze zu kämpfen, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Das Konzept der Geschäftsleitung ist nicht aufgegangen, dass die  Arbeitsplatzvernichtung kampflos über die Bühne geht. Sehr wichtig ist die Solidarität, die die Kollegen sowohl im Betrieb erfahren als auch von außerhalb. Es geht aber um mehr als um die Arbeitsplätze. Viele sagen 'da stimmt bei uns grundsätzlich was nicht.' Diese Haltung entwickelt sich und es wird jetzt viel mehr politisch diskutiert."
Wir werden morgen in rf-news ausführlich berichten.



www.rf-news.de

Gegen System und Kapital!


www.jungewelt.de

Strombolli

Zitate:

Rüsselsheim/Eisenach. Opel hat entschieden, seinen neuen Kleinwagen am thüringischen Standort Eisenach zu bauen. Das moderne und umweltschonende Automobil zielt auf das Segment unterhalb des Corsa.

,,Das ist ein weiterer Meilenstein in unserem Zukunftsplan", sagte Opel-Chef Nick Reilly heute bei einer Pressekonferenz in Eisenach. ,,Die 90-Millionen Euro-Investition wird die Rolle von Eisenach in unserem europäischen Fertigungsverbund deutlich stärken. Und wir werden den Kunden ein attraktives Auto präsentieren können, das mit innovativer Technologie und ausdrucksstarkem Design beeindruckt."

Das Eisenacher Werk, so Reilly, werde mit zusätzlicher Flexibilität und modernster Technologie ausgestattet, sodass der neue Kleinwagen hocheffizient auf der existierenden Produktionslinie gebaut werden kann. Dank der Investitionen können die Eisenacher Arbeitsplätze für die kommenden Jahre als gesichert gelten, fügte Reilly hinzu.

aus: http://www.opel.de/ueber-opel/aktuell/2010/september/eisenach.html

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Das Eisenacher Werk des Autokonzerns wird für den Start der neuen Kleinwagenserie in anderthalb Jahren erweitert. Neben dem Bau einer neuen Fabrikhalle werden Lackiererei und Karosserierohbau komplett erneuert.
Eisenach. In den Werksferien wird im Opel-Werk normalerweise ein Gang zurückgeschaltet. Doch anders in diesem Jahr. Ein halbes Dutzend Bagger wühlt sich durch das Erdreich auf einer Fläche von drei Fußballfeldern. Sie bereiten den Grund für die neue Fabrikhalle vor, die Opel-intern "E100" genannt wird. Gleichzeitig werden die Lackiererei und der Karosserierohbau komplett überholt. 190 Millionen Euro investiert der Autohersteller in Eisenach. Bauarbeiter und Techniker stehen unter großem Zeitdruck. Mit der Nachtschicht am Sonntag endet die dreiwöchige Sommerpause. Die Produktion des Corsas muss wieder voll anlaufen.

"Wir liegen gut im Soll, sowohl beim Umbau der Fertigung, als auch beim Bau des neuen Gebäudes", sagt Werkleiter Stefan Fesser. Im Januar 2013 soll der erste Mini-Opel aus dem Werkstor rollen. Bisher wird er "Junior" genannt. Der Name geht zurück auf ein Konzeptauto der Rüsselsheimer aus den 80-er Jahren. Die Marketingabteilung der Herstellers bastelt aber an einer neuen Modellbezeichnung. Der Junior wird also nicht als "Junior" auf den westeuropäischen Markt kommen. Das Modell ist etwas kleiner als der Corsa und richtet sich an junge Käufer.

Immerhin sollen 100.000 Fahrzeuge der neuen Serie pro Jahr in Eisenach gebaut werden. Parallel dazu rollen 80.000 Corsas vom Band. Das entspricht zusammen der heutigen Kapazität des Werkes. Zusätzliche Stellen werden deshalb nicht geschaffen. "Wir halten damit die 1600 Arbeitsplätze in Thüringen", sagt Uwe Bosecker, der den Ausbau des Standortes leitet. Denn die Investitionen in modernere Maschinen führen auch dazu, dass in der Lackiererei und im Rohbau Roboterarme teilweise die Arbeit übernehmen, die bisher Hände geleistet haben. Hinzu kommen die 350 Stellen im Überhang, für die derzeit eigentlich nicht genügend Arbeit vorhanden ist.

aus: http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/In-Eisenach-entsteht-neue-Halle-fuer-Opel-Junior-Produktion-1999220075

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Angewandter Kapitalismus eben. Rationalisierung. Mit weniger oder gleich viel Menschen mehr produzieren. Das ist die Realität. Seit Marx.
Ausgeblendet und durch fadenscheinige, ja kriminelle Konstruktionen geschönt von den Kostgängern der Industrie, des Kapitals - den Politikern und Journalisten.

Aber immer mal wieder von Vollbeschäftigung reden! ALLES LÜGE! Schönfärberei, wie in der DDR. Nein. Besser, großspuriger...
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

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Dearhunter

Ist euch eigentlich klar, dass die Opel-"kündigungsfälle" fest angestellte sind/waren? Das bedeutet, sie haben/hatten etwa ein Jahresbrutto von 40 000 bis 50 000. Würdet iht nicht bei dem Einkommen auch einen Job weiter weg annehmen? Das ergibt ein Netto von 2500 bis 3000 bei Steuerklasse 3.

Die Abfindungen liegen bei 60 000 bis 120 000.

Ich bezweifle, dass DAS die sind, die zu bedauern sind.


DH

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