Autor Thema: Unterallgäu  (Gelesen 2027 mal)

tleary

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1376
  • Yellow Submarine
Re: Unterallgäu
« Antwort #15 am: 01:47:00 Di. 12.Juli 2022 »
Ganz ehrlich, ich sehe da durch dieses nun geltende Sanktionsmoratorium kein Problem, so einen Ladetermin warzunehmen und hinzugehen. Weshalb 10 % Kürzung hinnehmen, wenn es für fast denselben Aufwand auch ganz ohne geht?

Ich glaube beinahe, dass @Hans im Gluck "Angst vor der eigenen Courage" hat, und befürchtet, etwas zu forsch seine Meinung zu sagen, und ihr das dann nachteilig ausgelegt werden wird. - Solche Befürchtungen sind doch absolut unnötig nun, da nicht mehr sanktioniert werden kann. Zumindest so lange man eisern seine Linie verfolgt, und sich nichts aufschwatzen lässt, oder unbedacht eine Unterschrift abgibt, kann einem relativ wenig passieren. - Wie gesagt: Im Moment ...und bis 30.06.23, was einen viel Luft zum Atmen verschafft.

Im Prinzip kann man - wenn die Gegenseite einen partout in irgendwelche Maßnahmen stecken will - doch auf "Totalverweiger" machen, und deren Bild vom faulen und unwilligen Arbeitslosen dann eben bestätigen. Auch schon egal... Die schlechte Meinung von den Arbeitslosen hatten sie meist ohnehin schon vorher. Das wurde ihnen auf irgendwelchen früheren Lehrgängen und Schulungen ja auch so gelehrt.

Dein Blitzgedanke, einfach Termine schleifen zu lassen a la mehr wie 30% Sanktion gibbet nicht, wird sich nach
dem Sanktionsmoratorium bitter rächen.. (Sanktionen ins Serie, Aufhebungsbescheide und Rückforderungen..)
Im übrigen ist es nicht möglich, dass die Sanktionen nach Ablauf des Moratoriums quasi "rückwärtig" noch verhängt werden. (Hab' ich irgendwo in den Ausführungen beim ELO-Forum gelesen.)

Ein Beistand war doch nur dann nötig, wenn man einen Zeugen brauchte, der die "krummen Dinge" des SB's während des Gesprächs bezeugen sollte. Wenn aber Zwangsmaßnahmen sanktionslos abgelehnt werden können, braucht man logischerweise keinen. Eben weil es keine strittigen Aussagen, die eine Sanktion nach sich ziehen könnten, künftig mehr gibt.

Mehr sag' ich jetzt nicht mehr zu dem Thema. Bin der Meinung, dass jeder Arbeitslose selbst sagen sollte, was er an Maßnahmen etc. will oder nicht will. Leichter ist das mehr denn je. Dabei sollte man auch keinen Beistand vorschieben, der für einen redet und Forderungen des SB's ablehnt. Das kann man nun alles selbst tun, ohne irgendein finanzielles Risiko dabei einzugehen.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

tleary

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1376
  • Yellow Submarine
Re: Unterallgäu
« Antwort #16 am: 03:08:05 Mi. 13.Juli 2022 »
Als Info hier die "Fachlichen Weisungen" zur konkreten Ausgestaltung des Moratoriums:

https://www.arbeitsagentur.de/datei/weisung-202206014_ba147528.pdf

Wichtigste Neuerungen sind hier zusammengefasst:
https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,19217.msg376701.html#msg376701

»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

tleary

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1376
  • Yellow Submarine
Re: Unterallgäu
« Antwort #17 am: 22:38:10 Do. 14.Juli 2022 »
Doch noch ein letztes, das ich im ELO-Forum gelesen habe. Quasi, zum Mutmachen und als gute Strategie, wie man SB's, die einen unter Druck setzen wollen durch immergleiche Fragen, am besten begegnet:

Zitat
Wenn der SB  immer wieder die gleichen oder ähnlichen fragen stellt, sage einfach: ich habe es doch bereits erklärt. es ist so....und dann wiederholst du einfach was du schon mal gesagt hast, genauso wie der SB  eben die gleichen fragen immer wieder variiert. und irgendwann ist die zeit um und der SB  erwartet seinen nächsten kunden.

Dem ist nichts hinzuzufügen.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)