3.9. Kiel: Jeder Acker, jede Fabrik

Begonnen von admin, 20:04:05 Mi. 26.August 2026

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Am Donnerstag, den 3.9. (eigentlich unser Stammtischtermin in Kiel) findet in der Hansastr. 48 eine Vorführung des Films Jeder Acker - jede Fabrik mit anschließender Diskussion mit den Filmemachern statt.

Mehr infos demnächst.


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Aus einem Interview des ND mit der Filmemacherin Johanna Schellhagen:

Johanna Schellhagen: »Wir brauchen eine große Lösung«

Wie auch im Film davor geht es um die Kooperation zwischen Klimabewegung und Lohnabhängigen. Warum ist Ihnen diese Verbindung wichtig?

Es gibt keine grundlegende gesellschaftliche Veränderung ohne die Arbeiter*innenklasse, weil diese wegen ihrer Stellung im Produktionsprozess über strukturelle Macht verfügt, anders als aufgebrachte Staatsbürger*innen, die Demonstrationen organisieren. Es geht nicht um Vernunft, bessere Politiker*innen, ethischeren Konsum, sondern darum, ein Produktionssystem loszuwerden, das notwendigerweise den Planeten zerstört. Wir brauchen also eine große Lösung. 
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1201947.klimakrise-und-kapitalismus-johanna-schellhagen-wir-brauchen-eine-grosse-loesung.html

Acker - Kiel.jpg

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Labournet.tv ist ein Online-Filmarchiv und Filmemacherinnenkollektiv für Filme und Videos aus der Arbeiterbewegung.

Nun touren sie mit "Jeder Acker, jede Fabrik" als 3. Beitrag einer Filmtrilogie.

Der 1. Film in der Reihe war ,,Luft zum Atmen" über Opelarbeiter in Bochum, die als ,,Gruppe oppositioneller Gewerkschafter"(GoG) seit 1972 versuchte, revolutionäre Betriebsarbeit zu machen. Das hat zwar zu keiner Revolution geführt, doch ihre Aktivitäten gehörten zur Vorarbeit zu dem legendären Wilden Streik 2004, als die Kollegen es wagten, die Arbeit niederzulegen und die Werkstore zu verbarrikadieren.

,,Der Laute Frühling" war eine Fortsetzung,  in der der Frage nachgegangen wurde, wie  die tiefgreifende Veränderung, die wir brauchen, aussehen könnte. In einer Situation, in der das öffentliche Bewusstsein für die drastischen Konsequenzen des Klimawandels rapide wächst, lenkt der Film die Aufmerksamkeit auf den Elefanten im Raum: Woher kommt die politische Macht, die Dinge tatsächlich zu ändern?

Für den aktuellen Dokumentarfilm "Jeder Acker, jede Fabrik" wurden 50 Arbeiter*innen, Zeitzeug*innen und Theoretiker*innen  befragt, wie sie sich die Grundzüge einer neuen gesellschaftlichen Produktionsweise vorstellen.

Wenn wir davon ausgehen, dass der Kapitalismus nicht graduell oder über eine wachsende Alternativökonomie überwunden werden kann, stellt sich die Frage eines revolutionären Übergangs. Welche Rolle spielt das Militär, welche Rolle spielen organisierte Strukturen innerhalb der Klassenbewegungen? Was können wir heute tun, um sowohl die "Revolution unter Kolleg*innen als möglich erscheinen zu lassen", wie ein Londoner U-Bahnfahrer im Film sein Engagement beschreibt, als auch die Selbstorganisation in den Betrieben zu entwickeln und diese organisierten Kerne zu vernetzen?

Die Filmemacher sind mit dem Film unterwegs, um mit dem Publikum über den Film und die Möglichkeiten eines radikalen gesellschaftlichen Wandels zu diskutieren.

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