Tesla: Giga-Panik vor Betriebsratswahl 2024?

Begonnen von dagobert, 16:15:31 Sa. 09.September 2023

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dagobert

ZitatTesla: Giga-Panik vor Betriebsratswahl 2024?

Grünheide: Das Management des Tesla-Werks droht Mitarbeitern für den Fall des Anbringens von Gewerkschafts-Aufklebern mit fristloser Kündigung. Das berichtet die taz.

Hintergrund dürfte die für 2024 anstehende Betriebsratswahl sein. Aber auch ganz praktische Anliegen der Belegschaft. IG-Metall-Sprecher Markus Sievers erklärt dazu: ,,Es gibt immer wieder Probleme mit zu langen Arbeitszeiten und Sonderschichten." Die Aufkleber haben Aussagen wie: ,,Unsere Gesundheit ist wichtiger als die nächste Milliarde für Elon" oder ,,unsere Sicherheit ist wichtiger als der nächste Produktionsrekord".

Die übertriebene Reaktion zeigt welche Panik die Aussicht auf demokratische Mitbestimmung auf dem Boden des Betriebsverfassungsgesetzes beim Tesla-Management auslöst. Das Signal kann aber auch umgekehrt verstanden werden: wie wirkmächtig könnten aktive Betriebsräte und eine solidarisch verbundene Belegschaft eigentlich sein?

Die Neuwahlen sind nötig, da die Belegschaft seit der Gründung in 2022 deutlich gewachsen ist. Bei der Betriebsratsgründung waren erst wenige Arbeiter in der Produktion beschäftigt.

Wir werden die Betriebsratswahl bei Tesla im Jahr 2024 mit großem Interesse begleiten und Euch auf dem laufenden halten. Wenn Ihr selbst zu den Arbeitsbedingungen oder Union Busting in der Giga-Fabrik berichten wollt, setzt Euch gerne mit uns in Verbindung.
https://arbeitsunrecht.de/union-busting-news-helios-11-humboldt-forum-tesla-gate-gourmet/#anker06
Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch.
Karl May

Nikita

Es gibt wohl das ein oder andere zu diskutieren vor der Betriebsratswahl.

https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/wirtschaft/tesla/2023/09/tesla-fabrik-gruenheide-brandenburg-arbeitsunfaelle-umwelt-havarien.html

ZitatAuffällig viele Arbeitsunfälle und Umwelt-Havarien in Tesla-Fabrik

...

Laut einem Medienbericht hat der Elektroautohersteller Tesla innerhalb von sechs Monaten 190 Arbeitsunfälle in seinem Brandenburger Werk gemeldet - darunter auch schwere und schwerste. Zudem wurden bereits 26 Umwelt-Havarien gemeldet.

counselor

ZitatBERLIN - Aktive Gewerkschafter erwirken Gehaltserhöhung bei Tesla

Am 4. November hat die MLPD am Bahnhof Fangschleuse in Grünheide die "Rote Fahne" verkauft und dabei sehr viele interessante Gespräche geführt. Viele der insgesamt 11.000 Kolleginnen und Kollegen von Tesla fahren von dort aus mit den Shuttle-Bussen zur Arbeit ins Tesla Werk in Grünheide.

Quelle: https://www.rf-news.de/2023/kw44/aktive-gewerkschafter-erwirken-gehaltserhoehung-bei-tesla-1
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

ManOfConstantSorrow

Zitat,,Das ist wahnsinnig", kommentiert Elon Musk am Donnerstag auf X unter einem Post über eine Sympathieaktion der schwedischen Service- und Kommunikationsgewerkschaft. Um den Druck auf Tesla zu erhöhen, werden Briefe an das Unternehmen und Autokennzeichen für Teslas seit Montag nicht mehr zugestellt.

Los ging der Tesla-Streik der IF Metall in Schweden am 27. Oktober. Die Forderung: ein Tarifvertrag für 130 Werkstatt-Arbeiter*innen. Das letzte Gespräch zwischen den beiden Seiten am 6. November verlief erfolglos.

Seitdem stärken zahlreiche Gewerkschaften den Streik mit Sympathieaktionen: Tesla-Lieferungen über die Häfen werden blockiert, die Ladestationen nicht gewartet und die Werkstätten nicht gereinigt.
https://taz.de/Elon-Musk-gegen-Tesla-Streik-in-Schweden/!5975037/
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

dagobert

ZitatTesla: Angestellte müssen für Produktionsausfall zahlen

Berlin-Brandenburg: Der scheinbar managementnahe Betriebsrat bei Tesla in Gründheide stimmte einem teilweisen Verdienstausfall in Folge des Produktionsstopps aufgrund von Lieferproblemen zu. Dies weiß der Tagesspiegel zu berichten.2
Die Lieferprobleme sind Folge der Angriffe auf Frachtschiffe durch jemenitischen Huthi-Rebellen im Roten Meer. Die fehlenden Teile seien Übersee-Komponenten. Die Produktion im brandenburger Werk muss vom 29. Januar und 11. Februar 2024 deshalb in Teilbereichen gestoppt werden.

Dem Tesla-Management ist es mit der getroffenen Vereinbarung gelungen einen Teil des unternehmerischen Risikos auf die Beschäftigten abzuwälzen. Die ersten zwei Tage des Arbeitsausfalls werden den Angestellten jeweils zur Hälfte vom Arbeitzeitkonto abgezogen.
https://arbeitsunrecht.de/union-busting-news-1-24-thyssenkrupp-tesla-douglas-primark-kaufhof-deutsche-bahn/#anker02
Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch.
Karl May

Kuddel

Harsche Kritik:

ZitatTesla organisieren statt anzünden

Wenn Klimaaktivisten meinen, mit Sabotageaktionen gegen Tesla eine bessere Zukunft erreichen zu können, und Beschäftigte sich schützend vor ihre Arbeitsplätze stellen, dann haben erstere und nicht letztere ein »falsches Bewusstsein«.


Kürzlich sorgte ein Tweet des Rundfunks Berlin-Brandenburg über eine Versammlung der Tesla-Belegschaft in Grünheide in der Online-Linken für einigen Spott. Nachdem die »Vulkangruppe Tesla abschalten« einen Strommast in der Nähe in Brand gesteckt hatte, war die Fabrik mehrere Tage außer Betrieb und auch tausende Haushalte waren über Stunden ohne Strom. In Reaktion darauf kamen am vergangenen Freitag etwa 1.000 Beschäftigte vor den Werkstoren zusammen, um in den Worten des RBB »Solidarität mit ihrem Arbeitgeber zu demonstrieren«.

Die Beschäftigten bei Tesla hätten »Stockholm-Syndrom«, sie demonstrierten »für ihre eigene Ausbeutung« – so melden sich diverse Twitter-User zu Wort.

(...) Menschen, die sich um die Zukunft ihres Arbeitsplatzes – und nach dem jüngsten Brandanschlag auch um ihre Sicherheit am Arbeitsplatz – sorgen, mangelndes Klassenbewusstsein oder Unterwürfigkeit zu unterstellen, ist jedoch einfach nur herablassend.(...)

Einen Job zu brauchen, um zu überleben, ist eine zutiefst prekäre Lage und Menschen, die einmal einen Job gefunden haben, werden gegebenenfalls versuchen, ihren Arbeitsplatz zu verteidigen – besonders, wenn es sich um einen vergleichsweise guten Job handelt. Und das ist ein Job bei Tesla in Grünheide, auch wenn er unter dem Industriestandard liegt.
(...)
Eine Bewegung, die fest in der arbeitenden Klasse verwurzelt ist, kann weitreichende Forderungen durchsetzen, die nicht nur im Interesse der großen Mehrheit sind, sondern auch die notwendigen Investitionen in den Klimaschutz beinhalten.
https://jacobin.de/artikel/tesla-vulkangruppe-falsches-bewusstsein


Ich teile nicht alle Argumente dieses Artikels. Doch die Notwendigkeit, die Sicht der Beschäftigten und ihre Interessen zu verstehen und zu respektieren, halte ich für unbestritten.

https://x.com/ArisHarkat/status/1768174052835721611?s=20

counselor

Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

ZitatSOLIDARITÄTSERKLÄRUNG - Gabi Fechtner spricht Betriebsräten und der IG Metall bei Tesla ihre Solidarität aus

Im Namen der MLPD erklärt die Parteivorsitzende Gabi Fechtner den gekündigten Kollegen und Betriebsräten in Grünheide volle Solidarität und fordert die sofortige Rücknahme der Kündigungen!

Quelle: https://www.rf-news.de/2024/kw45/gabi-fechtner-spricht-der-ig-metall-und-betriebsraeten-bei-tesla-ihre-solidaritaet-aus
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

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