Neueste Beiträge

#21
Theoriebereich / Aw: Geopolitik - Weltpolitik
Letzter Beitrag von ManOfConstantSorrow - 18:27:17 Di. 13.Januar 2026
Die EU ist in Teilen ein Konkurrenzprojekt zur Weltmacht USA.
Man hat eine eigene Währung geschaffen. Man phantasiert vom Aufbau einer eigenen Armee. Es ist ein Projekt unter deutsch-französischer Führung und das Verhältnis zu den USA ist ungeklärt.

Interessant ist die aktuelle rechte Bewegung. Früher waren die Rechten rein nationalistisch. Heute gibt es eine Rechte Internationale. Man schließt sich zusammen, man arbeitet zusammen. Vieles an Ideen und Strategien kommt aus den USA, die neurechte Alt-Right-Bewegung (Alternative Rechte), die mit ihren schrillen Provokationen ganz anders als der Hitler-Mussolini Faschismus daherkommt. Identitäre, Influencer, Social Media, verschiedene Lifestyleangebote...

Die Europäischen Rechten reisen gern zu den Meetings in den USA und die AfD schaltet Musk online auf ihre Veranstaltung.

Andererseits fordert Compact (Zeitschrift) "Souveränität" und strebt ein Abnabeln vom großen Bruder USA an. Innerhalb der europäischen und globalen Rechten gibt es sehr widersprüchliche Haltungen den USA gegenüber. Eigentlich müßte es irgendwann krachen. Bisher hält das internationale rechte Bündnis erstaunlich gut...
#22
Globalisiert / Aw: Mittel- und Südamerika
Letzter Beitrag von counselor - 18:22:22 Di. 13.Januar 2026
ZitatUS-Imperialismus - Kolumbien, Kuba, Mexiko – auf wen zielt Trump als nächstes?

Nach dem Überfall auf Venezuela ist vor der angedrohten völkerrechtswidrigen ,,Übernahme" Grönlands und Attacken auf eine ganze Reihe von Ländern in Lateinamerika und der Karibik. Sie zählt der faschistische US-Präsident scham- und skrupellos zu ,,seiner Hemisphäre", für die kein Völkerrecht oder Anspruch auf Souveränität gilt.

Quelle: https://www.rf-news.de/2026/kw03/kolumbien-kuba-mexiko-auf-wen-zielt-trump-als-naechstes
#23
ZitatInternationalismus-Live - ,,Die Hand, die Venezuela angreift, ist dieselbe, die Israel bewaffnet"

Am Montag fand in Berlin auf die Initiative der MLPD hin eine kurzfristig organisierte Diskussionsveranstaltung mit internationalen Gästen statt. Monika Gärtner-Engel, Hauptkoordinatorin der ICOR und Internationalismus-Verantwortliche der MLPD, moderierte die Diskussion und führte durch den Abend, der auch online übertragen wurde.

Quelle: https://www.rf-news.de/2026/kw03/die-hand-die-venezuela-angreift-ist-dieselbe-die-israel-bewaffnet
#24
Arbeitslos & Spass dabei / Kämpfe der Erwerbslosen am 13....
Letzter Beitrag von ManOfConstantSorrow - 18:04:19 Di. 13.Januar 2026
Etwas holpernd maschinenpbersetzt...

ZitatTompkins Square Riot

Die New Yorker Polizei überwand am 13. Januar 1874 eine Demonstration von Tausenden von Arbeitslosen im Tompkins Square Park in der Nachbarschaft, die jetzt das East Village genannt wird.

Die Demonstration wurde mitten in der sogenannten Panik von 1873 ausgerufen, die eigentlich eine vollwertige wirtschaftliche Depression war, die 1873 begann und mehrere Jahre dauerte.

Die Demonstration stellte Forderungen, die vor allem für die Zeit vorgebracht wurden. Die Arbeiter trugen Schilder mit sich, die besagten, dass Wohltätigkeitsprogramme eine inakzeptable Lösung für ihre Notlage seien und dass die hohen Staatsausgaben für öffentliche Bauprogramme erforderlich seien, die Massen von Arbeitslosen Arbeitsplätze bieten würden.

Die Arbeiter organisierten sich im Dezember 1873 zu einer Formation namens Committee for Safety in New York City. Die Gruppe versuchte häufig, ein Treffen mit Stadtbeamten zu arrangieren, wurde aber nach jedem einzelnen Versuch abgelehnt.

Die Arbeiter beschlossen, sich am 13. Januar im Tompkins Square Park zu treffen und dann von dort zum Rathaus zu marschieren. Die Demonstranten planten, darauf zu bestehen, dass der damalige Bürgermeister William Havemeyer ein öffentliches Arbeitsprogramm einrichtete, indem er einem Arbeitshilfebüro $ 100.000 gab, um vom Komitee für öffentliche Sicherheit selbst eingerichtet zu werden.

Anti-Arbeiter-Zeitungen warnten vor der ,,Bedrohung", die das Komitee vertrat und die wildesten unbegründeten Gerüchte verbreitete, darunter eines, dass Waffen mit Juwelen gekauft worden seien, die in Paris von Kommunards gestohlen wurden.

Am Ende beschloss das Komitee, keinen Marsch zu haben, sondern einfach die Sitzung im Park abzuhalten, für die sie bereits eine Genehmigung von der Parkabteilung erhalten hatten. Auf Antrag der Polizei widerrief das Parkministerium die Genehmigung jedoch in der Nacht vor der Demonstration. Der Schritt war zu spät für die Massen von Demonstranten, die am nächsten Morgen teilnehmen wollten. Über 7.000 Arbeiter tauchten trotzdem auf, was es zur größten Demonstration machte, die New York bis dahin gesehen hatte. Etwa 1.600 Polizisten waren um die Menge herum stationiert und es gab keine Schilder, die den Menschen mitteilten, dass die Genehmigung abgesagt worden war.

Die Polizei stürzte auf den Platz, zerstreute die meisten Menschenmengen mit brutaler Gewalt und schlug Tausende mit Knüppeln. Die Polizei zu Pferd ritt durch die umliegenden Straßen und schlug auch Menschen, wo immer sie sie fanden. Hunderte von Männern, viele von der Deutschen Facharbeitervereinigung der Zehnten, kämpften sich zurück und versuchten, die angegriffenen Menschen zu verteidigen.

Samuel Gompers beschrieb die Ereignisse auf diese Weise: ,,Die Mounted Police beschuldigte die Menge auf der Eighth Street, ritt sie nieder und griff Männer, Frauen und Kinder ohne Diskriminierung an. Es war eine Orgie der Brutalität. Ich wurde auf der Straße erwischt und rettete kaum meinen Kopf davor, durch einen Kellerweg gerissen zu werden. "

Rechte Flügelspieler verbreiteten an diesem Tag Panik in der ganzen Stadt. Die Schulen wurden unter ,,Polizeischutz" gestellt, nachdem sich Gerüchte verbreitet hatten, dass ,,Einwanderer" planten, die Schulen niederzubrennen. City Alderman Kehr behauptete, er müsse von einer Straßenbahn springen, um wütenden Einwanderern zu entkommen.

Die Lügen wurden schließlich aufgedeckt und die New York Sun veröffentlichte eine Reihe von Artikeln, die die Selbstzufriedenheit der Polizei und des Rathauses bei den Anschlägen auf Arbeiter enthüllten. Leider begann die New Yorker Polizei jedoch eine Phase der verstärkten Überwachung fortschrittlicher politischer Organisationen, die viele Jahre andauern sollte.
https://peoplesworld.org/article/jan-13-1874-tompkins-square-riot/

Einiges hört sich recht aktuell an.
#25
Termine / Aw: 11.1. 19°° Antikriegsveran...
Letzter Beitrag von Onkel Tom - 17:51:15 Di. 13.Januar 2026
Vielen Dank für deine Berichterstattung.  :D

Zitat von: Kuddel am 17:13:50 Di. 13.Januar 2026Doch es waren einige an dem Abend  wenig an diesen Informationen interessiert, sie zogen es vor, selbst zu referieren und ihr Weltbild zum Besten gaben.
Sprich es taten sich wohl Barrieren darin auf, zu einem gemeinsamen Konsens zu kommen ?

Zitat von: Kuddel am 17:13:50 Di. 13.Januar 2026Erklärend sei dazu angemerkt, daß die mit diabolischen Putinbild Antideutsche waren. Etwas befremdlich, wenn Antideutsche erst versucht haben, die Werbung für die Veranstaltung zu unterbinden, um dann selbst auf dieser Veranstaltung aufzuschlagen.
Igitt, habe es ja schon befürchtet, aber schön, das dem Paroli geboten werden konnte.  ;)

Zitat von: Kuddel am 17:13:50 Di. 13.Januar 2026Die Veranstaltung und die Informationen wurden vom Publikum ausdrücklich gelobt, obwohl ein paar Wenige versucht haben, die Diskussion zu dominieren und die Stimmung phasenweise versaut haben. Es gab ein paar Eingriffe, damit die Diskussion nicht entgleitet, uns fehlte jedoch eine Diskussionsleitung.
Okay aber ich glaube kaum, das sich "gefestigte Meinungen zum Thema" davon hätten abhalten können,
wenn ein Moderator die Infoveranstaltung unterstützt hätte. Da hängt wohl zu viel "Absolution" dran,
die wir den einschlägigen Medien zu verdanken haben.

Aber töffte, das das Thema Millitarisierung und kapitalistische Ausbeutungsinteressen die Runde
machte, denn genau an diesen Punkten lässt sich ja erkennen, um was es beim Ukraine-Krieg wirklich
geht.

Ich finde, das es bei solch wichtigen Info-Veranstaltungen auch Videoaufzeichnungen gemacht werden sollten,
damit sich Zaungäste oder die, die nicht daran teilnehmen konnten auch neues Gedankenfutter bekommen,
die Umstände künftig realitätsnah bewerten zu können..

Gerade dann, wenn Experten zum Thema zu Gast sind.  ;)
#26
Wohnen / Aw: Obdachlosigkeit
Letzter Beitrag von ManOfConstantSorrow - 17:45:10 Di. 13.Januar 2026
ZitatHamburg zwingt Menschen auch bei Minusgraden und Schneefall die Notunterkünfte tagsüber zu verlassen. Hannover und Bremen gehen einen anderen Weg.
https://taz.de/Umgang-mit-Obdachlosen-im-Winter/!6142942/
#27
Gesundheitswesen / Aw: Neue Streikkultur in den K...
Letzter Beitrag von ManOfConstantSorrow - 17:42:33 Di. 13.Januar 2026
ZitatStreik in Leipzig: Klinik- und Uni-Mitarbeiter kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/warnstreik-verdi-tarif-gehalt-arbeitgeber-100.html
#28
Termine / Aw: 11.1. 19°° Antikriegsveran...
Letzter Beitrag von Kuddel - 17:13:50 Di. 13.Januar 2026
Mit rund 30 Teilnehmer:innen war die Veranstaltung bei fiesem Winterwetter besser besucht als erwartet. Vom Alter her recht gemischt, aber die älteren waren in der Mehrheit.

Die Kriegssituation nimmt die Menschen mit. Die Möglichkeit eines Krieges nähert sich, von der Musterungspflicht ist der Weg zur Wehrpflicht nicht weit.

In den letzten Jahren wurden viele immer gereizter. Und einige haben sich in der krisengeschüttelten Welt ein paar Glaubenssätze angeeignet (oft irgendwo im Internet gefunden), an denen man sich festhält. Davon bekamen wir an diesem Abend die eine oder andere Kostprobe.

Die Einladung sagte bereits, daß wir es mit einem Kenner der Situation auf beiden Seiten der Front zu tun haben würden, um von den Debatten und Kämpfen der Menschen zu berichten, die weder an dem Krieg teilnehmen wollen, noch an die herrschende Propaganda glauben. Eine seltene Chance, solche Infos zu hören, die man in unseren Medien nicht findet. Doch es waren einige an dem Abend  wenig an diesen Informationen interessiert, sie zogen es vor, selbst zu referieren und ihr Weltbild zum Besten gaben.

Da gab es zwei Positionen: Das "Gut" und "Böse" war klar verteilt. Für die einen war die Nato der einzige Schuldige, der Putin in diesen Krieg gezwungen hat und mit dem Abbruch der Istanbulverhandlungen die Rückkehr zum Frieden verhindert haben. Für die anderen war Putin der Bösewicht, der gerade seine genozidalen Phantasien auslebt, der Ukrainer versklaven und das Land, die Kultur, die Sprache und die Menschen auslöschen will.

Erklärend sei dazu angemerkt, daß die mit diabolischen Putinbild Antideutsche waren. Etwas befremdlich, wenn Antideutsche erst versucht haben, die Werbung für die Veranstaltung zu unterbinden, um dann selbst auf dieser Veranstaltung aufzuschlagen.

Diejenigen, die der Meinung waren, Putin sei der Krieg vom Westen aufgezwungen worden, kamen eher aus der alten Friedensbewegung, einer outete sich als Gewerkschafter.

Ewgeniy Kasakow war ja bereits angekündigt als jemand, der weder die Position der Nato noch Putins rechtfertigt. Sein Punkt ist, daß es sich um einen Konkurenzkampf zwischen kapitalistischen Staaten handelt und beide Seiten ihre Interessen haben und nicht irgendwelche Werte verteidigen. Kapitalistische Wirtschaftssysteme brauchen Wachstum und wenn wirtschaftliche Druckmittel nicht ausreichend funktionieren, werden auch militärische Mittel genutzt.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung hat Ewgeniy Kasakow erklärt, daß er sich ein Ende des Burgfriedens wünscht. Wir sollten aufhören den Gürtel immer enger zu schnallen, was angeblich nur unserer Sicherheit dient. Wir müssen gegen soziale Angriffe und gegen die Militarisierung der Gesellschaft gemeinsam vorgehen und uns nicht von irgendwelchen Feindbildern davon abhalten lassen.

Die Veranstaltung und die Informationen wurden vom Publikum ausdrücklich gelobt, obwohl ein paar Wenige versucht haben, die Diskussion zu dominieren und die Stimmung phasenweise versaut haben. Es gab ein paar Eingriffe, damit die Diskussion nicht entgleitet, uns fehlte jedoch eine Diskussionsleitung.

Ewgeniy ist souverän damit umgegangen und ließ sich weder provozieren, noch in die Ecke drängen. Er konnte souverän und fundiert die wilden Theorien über die Kriegsparteien widerlegen. Wir müssen in Zukunft an eine Diskussionsleitung denken.

Es war eine erfolgreiche Veranstaltung trotz der Wermuthstropfen.
#29
Naja, die Beweggründe für diese Demo ist ja ok aber was hat Lenin damit zu tun ?
#30
(Sozial-) Politikforum & Aktuelles von Chefduzen / Aw: Free Iran Kundgebung
Letzter Beitrag von Onkel Tom - 16:36:56 Di. 13.Januar 2026
Zitat von: Kuddel am 15:29:49 So. 11.Januar 2026Im Nachhinein habe ich mich tierisch geärgert, daß ich nicht auf die Bullen gewartet habe. Könnte mir vorstellen, daß die auch keinen rechtlichen Verstoß gesehen hätten. Der Wirbel hätte politisch genutzt werden können. Ich hab's vergeigt.
Ach Kuddel, nicht darüber verärgern.. Als Kundgebungserfahrener weißt Du genau so gut,
das es immer etwas anders kommt, wie man zuvor denkt oder spekkuliert und wenn nach
dem unschönen Ereignis der Rückzug und Ruhe einkehrt, ploppt der Gedanke auf "Ach, hätte
ich doch zu dem Zwischenfall anders reagiert.." auf. (Sowas besser schnell abharken..)

Es ist auf jeden Fall besser, das Du da warst und Flyer verteilt hast und dich nicht hast
gleich verscheuchen lassen.. 2007 ist mir was ähnliches beim Euromayday passiert.
Hatte mir bei einer Schneiderin ein Kostüm anfertigen lassen, was nach außen signallisieren
sollte, das Erwerbslose auf einem ähnlichem Stand versetzt werden, wie Strafgefangene..

Ein Blickfang war es alle mal aber einer aus der Demo machte gleich Ärger, das ich damit
den Holocaust verharmlose beziehungsweise die Geschichte dazu verunglimpfen würde.

Der Typ, ca 1,90 Meter groß und ca. 120 KG schwer bedrohte mich auch gleich, ich solle den
"KZ-Anzug sofort ausziehen !!". Soweit hatte ich zuvor nicht nach gedacht, das mein Kostüm
gleich antideutsche Verhaltensweisen auslöst..

Ich war glücklicherweise nicht alleine, sonst hätte wohl Gewaltanwendung alles weitere
"geregelt".
Selbstverständlich wurde im Nachgang in der Öffentlichkeitsarbeit mein Auftritt diffamiert.
Ca. 2 Jahre später habe ich den gleichen Typen bei einer Veranstalltung vortragen gesehen
und da wurde es mir erst bewusst, das er ein Antideutscher ist.

Die Antideutschen in Hamburg hatten da auch noch im allgemeinen Erwerbslose voll auf dem
Visier gehabt, weil diese Thyrannai vom Jobcenter blos nicht mit den Zeiten der NS-Zeit
zu vergleichen galt.

Da hackt dann eine Minderheit auf einer noch kleineren Minderheit rum, um sich danach zu
brüsten, wie toll sie seien, ohne mal darüber nach zu denken, welch Hintergründe da
anliegen, das JC-Gefilde so zu kritisieren..

Erst wenn sie selber erwerbslos werden und dann ihre Selbstbestimmung und Wertegefühle
massiv angegriffen werden, tauchen Gedanken auf "Oh, hätte ich diesen Erwerbslosen mal
bessser nicht vergrault.." auf.


Zum Thema zurück, ich hoffe sehr, das das iranische Volk die Mullahs (ehemalige Basaris)
ohne Einmischung der USA los werden, den anders halten sie gleich da auch die Kralle auf,
wie in Venezuela, dessen Bodenschätze aus zu räubern..

Wie geht anbei eigendlich Jemen ab ? Gibt es da Positionen zu den Ausschreitungen im Iran?
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