1.Mai

Begonnen von Kuddel, 15:59:25 Sa. 14.März 2020

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counselor

ZitatUSA - Gewerkschaften in den USA mobilisieren zum 1. Mai

Rote Fahne News freut sich über einen Gastbeitrag von Frank Hammer aus den USA, den wir der Leserschaft zur Diskussion stellen:

Schätzungsweise 8 Millionen Menschen nahmen am 28. März 2026 am dritten ,,No Kings Day" an über 3.000 Orten in den USA an Protesten teil. Er wird als der größte Protest in der Geschichte der USA und als größte Maßregelung der Präsidentschaft Trumps beschrieben. 200.000 Menschen nahmen an der ,,Flaggschiff"-Demonstration in St. Paul, Minnesota, teil. In der Nähe liegt der Ort, an dem die Menschenrechtsaktivisten Renée Good und Alex Pretti von der ICE kaltblütig ermordet und dabei auf Video festgehalten wurden. Die Wut, die die Menschen auf den Straßen zum Ausdruck brachten, ist eine Reaktion auf die verdeckte Aggression der ICE gegen Einwanderer und Menschen, die fälschlicherweise als Einwanderer identifiziert wurden, sowie gegen deren Verteidiger.

Quelle: https://www.rf-news.de/2026/kw16/massenbewegung-gegen-krieg-und-faschismus-gewerkschaften-mobilisieren-zum-1-mai
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

ManOfConstantSorrow

Es geht hier eher um Trump als um den 1. Mai.

So beeindruckend die No Kings Demos von der Beteiligung her waren, so sehr deprimierten sie durch ihre scheinbare (?) Wirkungslosigkeit.

Ich habe von der "Indivisible" Organisation gehört, kenne ihre Rolle jedoch nicht. "Indivisible" erhält also Fördermittel – einen Zuschuss von 3 Millionen Dollar für zwei Jahre im Jahr 2023 – von der Open Society Foundation, die mit dem ,,Milliardärs-Philanthropen" George Soros verbunden ist. Das halte ich für recht problematisch.

Die Proteste hätten echte Druckmittel, würden sie die Wirtschaft lahmlegen. Ein Generalstreik würde sich anbieten. Es gibt da diesen Aufruf zum 1.Mai, doch ich erwarte keine große Beteiligung, da die Gewerkschaften sich bisher weitgehend aus den Anti-Trump-Protesten herausgehalten haben.

In den USA ist der 1.Mai kein Kampftag der Arbeiterklasse. Jetzt soll es am 1. Mai, einen landesweiten Tag unter dem Motto ,,Keine Arbeit, keine Schule, kein Einkaufen" geben.

Das ist eindeutig mit dem Aufruf zum Konsumboycott und zu Schulstreiks auch an nicht gewerkschaftlich organisierte Menschen gerichtet.

In der alternativen US-Presse ist bisher erstaunlich wenig von dem geplanten Generalstreik zu hören. Nirgendwo wird ein Generalstreik so vollmundig angekündigt, wie in "Commondreams".

ZitatLandesweiter Generalstreik für den 1. Mai geplant: Organisatoren von ,,No Kings"
,,Keine Arbeit, keine Schule, kein Einkaufen. Wir werden auf die Straße gehen und deutlich machen, dass uns die Arbeiter wichtiger sind als Milliardäre und Könige."
https://www.commondreams.org/news/no-kings-general-strike

Ich bleibe neugierig, doch mein Optimismus ist begrenzt.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

counselor

1. Mai: Auf die Straße gegen Ausbeutung, Krieg und Faschismus!

Am 1. Mai gehen wir auf die Straße – für höhere Löhne, Arbeits- und Ausbildungsplätze, ein vollständiges Streikrecht, die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und gegen Hochrüstung, Faschismus und die Abwälzung der Krisenlasten.

Die Weltlage ist dramatisch – aber kein Grund, den Kopf einzuziehen. Organisieren wir uns für eine Zukunft ohne kapitalistische Ausbeutung: für den echten Sozialismus.

Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

ZitatICOR-Erklärung zum 1. Mai - Auf die Straßen gegen die rücksichtslose Ausbeutung von Mensch und Natur – für die Zukunft der Arbeiterklasse im Sozialismus

Am 1. Mai 1886 griffen bewaffnete Schläger im Auftrag der Industriebesitzer die streikenden Arbeiter, die sich auf dem Haymarket in Chicago, USA, versammelt hatten, brutal an. Die Arbeiter forderten einen achtstündigen Arbeitstag und setzten dies trotz dieser brutalen Unterdrückung schließlich durch.

Quelle: https://www.rf-news.de/2026/kw17/auf-die-strassen-gegen-die-ruecksichtslose-ausbeutung-von-mensch-und-natur-fuer-die-zukunft-der-arbeiterklasse-im-sozialismus
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counselor

Der 1. Mai und das Elend der Gewerkschaften

Der 1. Mai ist heute für viele ein netter freier Tag mit Bratwurst und zahmen Reden über »Sozialpartnerschaft«. Doch wer die Geschichte dieses Tages kennt, weiß: Nichts davon wurde uns geschenkt. Alles, was wir heute als selbstverständlich erachten, wurde mit Blut, Streiks und dem Mut von Menschen erkämpft, die bereit waren, für ihre Klasse ins Gefängnis oder an den Galgen zu gehen.

Die Geschichte lehrt uns: Rechte werden nur durch Druck von unten gesichert. Wenn die etablierten Gewerkschaften zu schwach zum Streiken sind, müssen wir uns selbst organisieren. Die Aufgabe einer Gewerkschaft ist der Klassenkonflikt, nicht die Standortlogik. Es ist Zeit, den 1. Mai wieder als das zu begreifen, was er ist: Ein Kampftag gegen ein System, das uns nur als Kostenfaktor betrachtet.

Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

ZitatWolf im Schafspelz - Faschistische Partei ,,Die Heimat" biedert sich zum 1. Mai der Jugend an

Bisher sind Versuche der Faschisten und faschistischer Parteien langfristig in der Arbeiterbewegung Fuß zu fassen, gescheitert. Nun verbreiten die Partei ,,Die Heimat" – ehemals NPD – im ganzen Ruhrgebiet und darüber hinaus ihren Aufruf zum 1. Mai, der vor dreister Demagogie strotzt. Dabei haben sie es besonders auf die Jugend abgesehen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2026/kw18/faschistische-partei-die-heimat-biedert-sich-zum-1-mai-der-jugend-an
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counselor

ZitatBeitrag auf dem Webinar der United Front am 26. April - Herzliche revolutionäre Grüße der MLPD zum 1. Mai!

Am Sonntag, dem 26. April 2026, fand ein Webinar der Internationalen Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung (United Front) statt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 27 Ländern von vier Kontinenten versammelten sich zu einem Online-Meeting und bereiteten gemeinsam den Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse vor: "Gegen die Kriegsbrandstifter USA, Israel, gegen alle Imperialisten und Ausbeuter!"

Quelle: https://www.rf-news.de/2026/kw18/herzliche-revolutionaere-gruesse-der-mlpd-zum-1-mai

Hier in Nürnberg hat der DGB der MLPD untersagt, einen Infostand am 1. Mai aufzubauen und im Falle der Zuwiderhandlung gedroht, von seinem "Hausrecht" gebrauch zu machen. Ich bin gespannt, ob der DGB sich traut, morgen den Stand der MLPD von der Polizei räumen zu lassen!

PS: Auch in Bremen und in Hamburg hat der DGB der MLPD untersagt, einen Infotisch durchzuführen!
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counselor

Heute war ich auf der Demo des DGB zum ersten Mai. Für sichere Jobs,  die Verteidigung des Sozialstaats, für die Verteidigung des 8-Stunden-Tags, für faire Löhne und bezahlbares Wohnen und Gesundheit. Es war eine kraftvolle und kämpferische Demo.

Als wir auf dem Kornmarkt angekommen waren, stellte sich heraus, dass der DGB nur staatstragende Organisationen auf der Maifeier dulden wollte. Stände revolutionärer Organisationen wie der MLPD und einiger weiterer wurden des Platzes verwiesen.
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Kuddel

Zitat von: counselor am 18:18:55 Do. 30.April 2026Hier in Nürnberg hat der DGB der MLPD untersagt, einen Infostand am 1. Mai aufzubauen und im Falle der Zuwiderhandlung gedroht, von seinem "Hausrecht" gebrauch zu machen. Ich bin gespannt, ob der DGB sich traut, morgen den Stand der MLPD von der Polizei räumen zu lassen!

PS: Auch in Bremen und in Hamburg hat der DGB der MLPD untersagt, einen Infotisch durchzuführen!

Es ist wirklich ein Kreuz mit dem DGB.
Der Apparat ist wenig gewillt, Kämpfe zu organisieren, doch er führt sich auf, als sei er die Arbeiterbewegung höchstselbst.

In Kiel hat er jahrelang den 1. Mai als Saalveranstaltung im Kieler Schloß gefeiert. Als in den 70er Jahren die linke Szene selbstständig riesige Maidemos auf die Straße gebracht hat, kam der DGB auch raus und stellte sich an die Spitze, als sei es seine Demo. Das ist heute noch so.

In Frankreich wurden die Maidemos von Gewerkschafts- und Parteibonzen angeführt bis sich insbesondere Frauen vor sie an die Spitze stellten. Die kann man ja nicht einfach wegknüppeln.

Das mit dem "Hausrecht" an einer Demo der Arbeiter:innenbewegung ist eh ein Unding. Ich habe es in den 80er Jahren erlebt, wie DGB Ordner einem Menschen von der KPD/ML aus der Demo prügeln wollten, weil er ein Schild trug mit der Forderung, "Für ein unbeschränktes Streikrecht!"

Vor ein paar Jahren hat der DGB einen Bullen der Polizeigewerkschaft auf die Rednerbühne gestellt.

ZitatIch bin gespannt, ob der DGB sich traut, morgen den Stand der MLPD von der Polizei räumen zu lassen!

Das würde mich auch interessieren.

counselor

ZitatDas würde mich auch interessieren.

Ich werde berichten, sobald ich mehr weiß. Wahrscheinlich übermorgen!
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counselor

Ich habe gerade einen Anruf von einer Unterstützerin der MLPD erhalten. Ich selbst war nicht dabei, weil ich den Stand der MLPD auf der Maifeier des DGB nicht gefunden habe.

Der Nürnberger DGB hat den Stand der MLPD durch die Polizei räumen lassen. Es gab Solidarität durch einige linke Aktivisten, jedoch nicht genügend, um die Räumung zu verhindern. Einige Aktivisten der MLPD wurden von der Polizei wie Schwerverbrecher abgeführt.

Der DGB sollte sich schämen!

Sobald ich mehr weiß, werde ich weiter berichten!

PS: Anzumerken ist noch, dass die Polizei dreimal beim DGB nachgefragt hat, ob sie das Hausrecht wirklich durchsetzen soll und der DGB darauf bestanden hat!
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Kuddel

Bericht aus Kiel

Wir haben es nicht gebacken gekriegt, uns auf die Maidemo vorzubereiten. Es wurden Flyer zur Kuba-Veranstaltung verteilt, aber wir hatten von chefduzen weder ein eigenes Transparent, noch Flugblatt dabei.

Ich war auch nicht bei der Demo dabei, sondern wartete auf ihr Eintreffen zur Abschlußkundgebung auf dem Rathausplatz.

Ich habe nichts dagegen, daß man sich auch um Speis und Trank kümmert, aber der DGB erfüllt mal wieder alle Vorurteile, die man ihren Maifeierlichkeiten gegenüber hegt.

Bratwurst-
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und Bierstand
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sowie die obligatorische Hüpfburg
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Es gab aber auch Inhalte (jenseits vom DGB)
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Die linken Biker von Kuhle Wampe werden in Kiel aktiver und sichtbarer
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Kuhle Wampe kämpferisch
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Die Maidemo näherte sich dem Rathausplatz.
Hinter dem DGB Funktionärsblock an der Spitze folgte ein riesiger Jugendblock, laut und kämpferisch. Die große Zahl an SDAJ Fahnen fiel auf. Ich kenne die SDAJ als DKP Anhängsel, etwas bieder und verschnarcht, SPD ähnlich mit tollen Forderungen wie "Vollbeschäftigung". Die SDAJ heute hat wenig Ähnlichkeit damit. Sie hat sich radikalisiert und Zulauf unter jungen Leuten, auch bei den Schulstreiks gegen Wehrpflicht haben sie eine wichtige Rolle gespielt. Und sie sind in der Gewerkschaftsjugend aktiv.
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Hier sieht man IG Bau Fahnen. Ich habe gehört, zum Auftakt der Demo hätte eine Frau von der IG Bau eine kämpferische Rede hingelegt. Es wird hier wohl auch eine "Junge BAU" Jugendsektion aufgebaut. Mal schauen. Die Hamburger Junge BAU taugt jedenfalls was.
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Die Stimmung ist jedenfalls super.
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Klartext!
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Kuddel

"Ver.di for Future". Nie gehört. Klingt aber gut.
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Die Demo nahm kein Ende. Ich würde sagen, es war die größte Maidemo seit Jahren.
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Die Kieler Nachrichten schrieben was von "mehr als 3000 Menschen", der DGB sagte "3500 Teilnehmer", der NDR berichtete, "Die Polizei schätzt die Zahl der Teilnehmenden auf 3.200. Erwartet wurden hingegen nur 2.000." Ich halte die 3500 für realistisch, es waren beeindruckend viele Menschen.
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Und hier zeigt sich die tolle Initiative Sozial und Erziehungsdienst am Limit. Ihr nächster Stammtisch findet am Mittwoch, den 6.5. um 19°° in der Bambule statt.
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Zwar unscharf, aber es muß doch mal gesagt werden. Anmerkung: Ein 8 Std Arbeitstag ist auch zu lang.
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Vertrauensleute der Uni (CAU)
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Die Demo und ihre Teilnehmer:innen zeigten sich kreativ und kämpferisch. Die politische Bühne der Abschlußkundgebung spiegelte das nicht wider.
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Die Reden der Abschlußkundgebung waren großteils langweilig und manchmal scheiße. Die Demonstrierenden waren weiter, sie richteten sich klar gegen Sozialabbau, gegen Arbeitsverdichtung, Arbeitszwang und Kriegsvorbereitung.
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Sie fühlen sich direkt betroffen von der Politik der CDU/SPD Regierung und die Wut treibt sie auf die Straße.
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Kuddel

Internationalistisch gegen Ausbeutung und Krieg.
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No War but Class War!
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Die Kriegsvorbereitungen müssen sabottiert werden!
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Nicht warten, sondern selber kämpfen.
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Hier wurde ein "Kieler Kommunismus" angepriesen. Ich bekam das ganze Transpi nicht vor die Linse. Ich weiß auch nicht, wer oder was dahintersteckt.
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Gaarden Solidarisch
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Fridays for future. Dabei ist anzumerken, daß die Demo alterstechnisch sehr gemischt war und auffallend viele junge Leute teilgenommen haben.
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Hier nochmal Kuhle Wampe in Rückenansicht.
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An dieser Stelle noch die Feststellung, daß kaum Fahnen migrantischer Organsisationen zu sehen waren. Früher waren türkische, kurdische und auch iranische Organisationen am 1.Mai sehr präsent. Sie sind in den letzten Jahren verschwunden. Es waren auch wenig Migranten auf der Demo.

counselor

ZitatJugendliche prägten das Bild - 1. Mai: Mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer als letztes Jahr - Wirtschaftliche und politische Fragen durchdringen sich

Heute früh demonstrierten allein in Japan 280.000 Menschen in 371 Städten. 41 000 marschierten a in Tokio in drei Marschsäulen zum Yoyogi Park trotz strömendem Regen durch teilweise knöcheltiefes Wasser auf den Straßen ...

... In Nürnberg wurde gegen lautstarke Proteste von rund 100 Leuten der Büchertisch der MLPD von der Polizei abgeräumt, die Direktkandidatin der MLPD von der letzten Bundestagswahl wurde im Polizeigriff abgeführt. In Hagen wurde der MLPD von Beginn mit der Räumung ihres Standes gedroht. Er wurde von zahlreichen Polizisten belagert. Aufgrund der großen Zustimmung der Umstehenden schafften sie es 1,5 Stunden nicht, den Stand abzubauen. Während die Polizei den Stand belagerte entwickelte sich eine breite Solidarität, viele sammelten sich zur Unterstützung um den Stand und dabei wurde erfolgreich Literatur verkauft.

Quelle: https://www.rf-news.de/2026/kw18/1-mai
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

Arbeit ist nicht notwendigerweise Fabrikarbeit.
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Der Redebeitrag von 2 Leuten der Gewerkschafts (Verdi?)-Jugend war nicht schlecht. Er wurde sehr konkret am Beispiel MFG5 Gelände in Kiel. Es ging um die katastrophale Wohnungspolitik Kiels, ihrer Unfähingkeit die beschlossene Wohnungsbebauung am Wasser umzusetzen, aber dann ruckzuck den Verkauf eben des Geländes ans Militär durchzusetzen. Es geht auch um Räume für Alternativ- und Jugendkultur. Der ganze Zusammenhang von Aufrüstung und Sozialkahlschlag wurde aus der Sicht junger Leute treffend beschrieben.
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Der DGB ließ noch einen Rapper auf die Bühne, um nicht so verknöchtert zu erscheinen, wie er ist. Ach ja, in dem Fahnenständer stand auch die grüne Flagge der Bullengewerkschaft.
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Das auf Transparenten verkündete DGB Motto der Kundgebung verwirrte mich: "Erst unsere Jobs, dann eure Profite".
Nun, ich lese es so: wenn ihr uns unsere Ausbeutungsverhältnisse laßt, dann lassen wir euch eure Profite. Die Rednerin Laura Pooth, Vorsitzende des DGB Nord zeigte auch, worum sie sich sorgt. Sie bemängelte, daß die Senkung der Löhne und Sozialleistungen würde den Konsum senken und das würde der Wirtschaft schaden. Sie wollte die Wirtschaft wieder in Schwung bringen und meint, die CDU sei nicht gut für die Wirtschaft.

Ich habe gerade die Mairede von Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, gefunden, die sie in Nürnberg gehalten hat. Ein paar Ausschnitte:
ZitatIhr seid nicht nur das Rückgrat dieses Landes – ihr seid der Motor, der jeden Tag dafür sorgt, dass hierüberhaupt noch etwas läuft. Der Motor für Leistung und Innovation. ... Deswegen sagen wir stolz und selbstbewusst: Erst unsere Jobs – dann eure Profite.
Es ist eigentlich ein Wunder, dass die deutsche Wirtschaft bisher überhaupt noch so stabil dasteht. (...)
Lasst uns genauer hinschauen:
Wir haben tatsächlich massive strukturelle Probleme.
Zu wenig Investitionen in Zukunftstechnologien.
Einen Investitionsstau in der öffentlichen Infrastruktur.
Völlig neue geopolitische Realitäten (...)
Wir müssen stattdessen unseren europäischen Binnenmarkt schützen gegen die staatlich gesteuerte Industriepolitik in China...
Ich will, dass in Zukunft gilt: Wer in zentralen Feldern in Europa verkaufen will, muss auch überwiegend in Europa produzieren – ,,local-content" heißt dieses Prinzip. Das ist die Antwort, die wir erwarten und für die wir kämpfen.
,,Made in Europe" muss bei allen öffentlichen Ausschreibungen und aller Förderung immer Vorrang haben. (...)

Fahimi-Rede

Das ist nichts weiter als die europäische Version vom Make America Great Aigain. Nun soll Europa great werden und Europäer europäische Waren kaufen.

Transparente der Gewerkschaftsjugend mit ihrer Gegenparole zu "Erst unsere Jobs, dann eure Profite".
Sie machen klar, daß sie nicht für Arbeit kämpfen, sondern für weniger Arbeit und sie haben kein Verständnis für die Profite, die aus ihrer Arbeit gepreßt werden.
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Ich habe eine Frau mit SPD Fahne angesprochen, ob sie sich nicht für die Fahne und die Partei schämt. Sie war der Meinung, daß Klingbeil für unsere Interessen in der Regierung kämpft. Er würde nur von der CDU daran gehindert und wird von "Populisten" wie mir bei der Durchsetzung unserer Interessen im Stich gelassen. Als sie meinte, ich sei nur zu blöd das zu verstehen, schlug unsere Diskussion in eine wechselseitige Pöbelei um.
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The Kids are alright!
Gegen Profite, gegen Wehrpflicht und für eine solidarische, selbstbestimmte Zukunft!
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dagobert

Zitat von: Kuddel am 18:02:30 Fr. 01.Mai 2026Hier wurde ein "Kieler Kommunismus" angepriesen. Ich bekam das ganze Transpi nicht vor die Linse. Ich weiß auch nicht, wer oder was dahintersteckt.
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Der sichtbare Ausschnitt der Webadresse gehört möglicherweise zu:
https://www.antifa-kiel.org/

Scheint mir auch inhaltlich zu passen.
Der beste Kaufmann ist der Krieg. Er macht aus Eisen Gold.
Friedrich von Schiller

Fritz Linow

Habe heute gelernt, dass Maikringel ursprünglich die Form einer Acht hatten (8-Stunden-Tag) und von Kieler Bäckergesellen erfunden wurden. Schmeckt.

NachbarArsch

Mir ist der "Kieler Kommunismus" erstmals im Nachgang der 100 Jahresfeier zur Revolution begegnet. Also im Zuge der Veranstaltungsreihe "Revolutions Stadt" 2018 und nachfolgende Veranstaltung und Reflexionen. Das Transpi is nen paar Jahre alt. Unter dem "Kieler Kommunismus" stehen Attribute die diesen beschreiben sollen. Ich erinnere mich an sowas wie "solidarisch, libertär, egaltitär, antinational".

counselor

ZitatUSA und Lateinamerika - Erster Mai im Zeichen weltweiter Bewegung unter der Arbeiterklasse und den Volksmassen

Friedrich Engels, Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus, charakterisierte ja den 1. Mai im Jahr 1890 als den Tag, an dem das Proletariat Heerschau hält über seine Streitkräfte. Nach allem, was wir bisher über den gestrigen 1. Mai 2026 schon wissen, fällt die Heerschau beeindruckend aus. Allerdings gilt es auch noch weitere Berichte abzuwarten, u.a. wegen der unterschiedlichen Zeiten auf der Welt.

Quelle: https://www.rf-news.de/2026/kw18/erster-mai-im-zeichen-weltweiter-bewegung-der-arbeiterklasse-und-der-volksmassen

zu #130:

Die MLPD wird die gewaltsame Räumung des Infotisches nicht auf sich sitzen lassen. Sie will -gemeinsam mit den anderen ausgeschlossenen Organisationen (darunter Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD, selbst die "Junge Welt" wurde ausgeschlossen)- mit allen Mitteln gegen die verantwortlichen Funktionäre des DGB (u.a. Stephan Doll) vorgehen. Bemerkenswert war auch die Solidarität durch die Linkspartei und ihren örtlichen Vorsitzenden Titus Schüller, der sich am offenen Mikrofon während der Räumung solidarisch erklärte und das Vorgehen des DGB kritisierte.
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Onkel Tom

Zitat von: counselor am 16:07:44 Fr. 01.Mai 2026Der DGB sollte sich schämen!

Warum sollten sie das tun, wenn deren Abgebrühtheit darauf schon hinaus läuft, den verbalen
"Klassenkampf" in ermüdenden Latschdemos zu verwandeln und gar Politaffen auf Kundgebungen
labern lassen, die nicht wirklich dazu gehören ?  Meinungsvielfalt ist anbei unerwünscht :-((

In Hamburg war es auch recht lebendig und was ätzend, hatte Fotos gemacht aber ein Tach später
durch einen Bedienerfehler alles gelöscht.. Also von mir dieses Mal nix mit optischen Infos. :-(


Naja, erst mal nach Hamburg Ottensen am westlichen Rand vom Ortsteil Altona ein DGB-Demo Gelatsche
bis zum Hamburger Fischmarkt.. Hmm hatte den Eindruck, das der größte Teil der ca. 2000-3000
Demonstranten die Strecke schneller hinter sich bringen wollten, entsprechend das Tempo, schneller
an die revototionär angebrannte Bratwurst oder einer Abkühlung in flüssiger Form zu gelangen.
Das Wetter war ja top, sonnig bei ca 27 grad.

Inhaltlich fand ich die DGB-Demo etwas fade, weil wiedermal nur "für die Arbeiter_innen" und
kaum "gegen den Sozialabbau" argumentiert wurde.. Jo, was geheuchel, nicht an die Zahnwurzel-
entzündung ran gehen zu wollen, kann man ja als Erwerbslosenindustrieller (Masnahmenträger)
richtig Sozialetat abschöpfen gelle ?

Der Startsektor ins Grauen a la Quick & Dirty Masnahmen an Erwerbslose blieb also unberührt.
Ist da überhaupt das Wort "Erwerbslose" gefallen ? Nö.

Nun gut, kein Bock auf Bratwurst und Selbstbeweicherungsgelaber weiter Richtung Jungfernstieg.
Dort begann die Demo unter dem Motto "Geld ist genug da !" von Wer hat, der gibt !.

Oi beeindruckend, der komplette Jungfernstieg voller Menschen so ca. 5000-6000 versammelten
sich dort, die Reden waren da auch schon ehrlicher und direkter.

Im gesammten mein Eindruck, das die DGB-Orga Konkurrenz bekomen hat.
Junge Menschen fühlten sich wohl eher zu den Maidemos hin gezogen, die außerhalb des
DGB-Controlling statt fanden.
Lass Dich nicht verhartzen !

counselor

ZitatDer 1. Mai in der Türkei - 11 Millionen Arbeiter und Unterdrückte bieten faschistischem Regime die Stirn!

Am 1. Mai stellten sich die Arbeiter dem faschistischen Erdoğan-Regime entgegen.

In diesem Jahr wurde der 1. Mai in 81 Provinzen und größeren Städten gefeiert. Dies war ein Zeichen dafür, dass ein Großteil des Landes verproletarisiert ist. Die zunehmende faschistische Unterdrückung im Land, die extreme Verarmung, die durch hohe Arbeitslosigkeit und hohe Inflation verursachte Verarmung, zog alle Schichten der Arbeiterklasse und andere Werktätige auf die Plätze des 1. Mai.

Quelle: https://www.rf-news.de/2026/kw19/11-millionen-menschen-nahmen-teil-die-arbeiterklasse-hat-dem-faschistischen-erdogan-regime-die-stirn-geboten
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

Erklärung der Nürnberger MLPD zur Abräumung ihres Infotisches am 1. Mai:

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Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

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