Stage-Hands

Begonnen von Le Frog, 01:29:09 So. 20.Juli 2003

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Kuddel

ZitatOrchester-Proteste: Streik statt Probe



Warnstreik statt Sinfoniekonzert. Im Rahmen einer bundesweiten Protestaktion sind am Montag auch Orchestermusiker in Mecklenburg-Vorpommern auf die Straße gegangen. Rund 60 Musiker der Mecklenburgischen Staatskapelle haben in Schwerin gegen Stellenabbau und für Tariflöhne demonstriert. Sie verschoben für den halbstündigen Warnstreik vor dem Theater die Generalprobe für ein Sinfoniekonzert, sagte eine Sprecherin der Deutschen Orchestervereinigung (DOV).

Weniger Geld, weniger Arbeitszeit


Für die Schweriner Staatskapelle waren erst vor zwei Wochen Einsparungen vereinbart worden. Die Musiker verzichten auf 15,6 Prozent Einkommen bei zehn Prozent Arbeitszeitverkürzung. Die Zahl der Vollzeitstellen im drittältesten Orchester Deutschlands soll von jetzt 68 auf 58 bis zum Jahr 2020 sinken.

Proteste in Rostock und Vorpommern

In Rostock haben rund 70 Orchestermitarbeiter die Probe für die Premiere von "Madame Butterfly" unterbrochen und sich zum Warnstreik vor dem Theater versammelt. In Greifswald und Stralsund beteiligten sich zusammen rund 50 Orchestermusiker des Theaters Vorpommern an der Aktion. Den Lohnforderungen der Gewerkschaft schlossen sie sich aber nicht an, für sie gilt seit längerem ein Haustarifvertrag.
http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/orchester181.html

Kuddel

ZitatHamburger Philharmoniker drohen mit Streik

Orchestermusiker der Hamburger Staatsoper beklagen Stellenabbau und ausbleibende Lohnerhöhungen. Sollten die Tarifgespräche mit den Arbeitgebern scheitern, drohen ab Ende Oktober erste Vorstellungen auszufallen.




Hamburg. Die Hamburger Philharmoniker wissen am Besten, was eine gute Sinfonie ausmacht. Kurz bevor der Kontrabass schweigt und die Posaune verstummt, dreht das Orchester vor dem Finale richtig auf. In diesem Fall komponieren sie jedoch ihr eigenes Arrangement - ganz ohne Instrumente.

Am Montag traten die Philharmoniker der Hamburger Staatsoper im Rahmen eines deutschlandweiten Aktionstages in einen kurzzeitigen Warnstreik, um noch einmal lautstark auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Rund 50 Musiker demonstrierten vor dem Gebäude an der Dammtorstraße gegen Orchester- und Musikerstellenabbau. Gleichzeitig forderten sie, die seit 2010 ausgebliebenen Tariferhöhungen für die betroffenen Staats- und Kommunalorchester nachzuholen.

Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) als Gewerkschaft der deutschen Orchestermusiker, will mit dem Warnstreik den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. "Seit 2010 hat es keine Lohnerhöhung mehr gegeben", sagte DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens dem Abendblatt. In der vergangenen Woche hatte das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass die Staats- und Kommunalorchester keinen einklagbaren Rechtsanspruch mehr auf die Lohnerhöhungen des öffentlichen Dienstes haben. Seitdem stehen die Zeichen auf Sturm.

Am Dienstag beginnen in Berlin zwischen der DOV und dem Deutschen Bühnenverein für die Arbeitgeber Tarifgespräche, ob und wie die Lohnabschlüsse des öffentlichen Dienstes rückwirkend seit 2010 auf die Staats- und Kommunalorchester übertragen werden können. Drei Verhandlungstage sind im Oktober angesetzt.

Gleichzeitig fordern die deutschen Orchester, den Musikerstellenabbau einzustellen. "Das Maß ist jetzt voll", sagte Gerald Mertens. "Es muss endlich Schluss sein mit dem Orchester- und Musikerstellenabbau in Deutschland. Unser weltweit einmaliges Kulturerbe ist massiv gefährdet." Allein in den letzten 20 Jahren seien von ehemals 168 Orchestern 37 verschwunden.

Bei den Warnstreiks vom Montag handelt es sich nach Auskunft der Orchestervereinigung um "einen einmaligen Auftakt". Lediglich die Proben seien abgesagt worden. Sollte es jedoch mit dem Deutschen Bühnenverein zu keiner Einigung kommen, drohen ab Ende Oktober erste Vorstellungen in Hamburg auszufallen. Dann könnte es im Orchestergraben womöglich für längere Zeit still bleiben.
http://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/article120546943/Hamburger-Philharmoniker-drohen-mit-Streik.html

Kuddel

ZitatCarnegie Hall sagt wegen Streik Eröffnungsgala ab

Vier Stunden vor der feierlichen Eröffnung musste das geplante Konzert des Philadelphia Orchestra abgesagt werden. Die Bühnenarbeiter protestierten mit einer aufblasbaren Ratte gegen die Gehaltspolitik.


Die diesjährige Eröffnungsgala der New Yorker Carnegie Hall ist ausgefallen: Die berühmte Konzerthalle hätte am Mittwoch den Beginn der neuen Konzertsaison feiern sollen. Das Philadelphia Orchestra unter Yannick Nezet-Seguin wollte Werke von Pjotr Iljitsch Tschaikowski und Maurice Ravel spielen. Doch aus der geplanten Gala wurde nichts. Nur vier Stunden vor Beginn musste die Feier abgesagt werden, denn die Bühnenarbeiter der Carnegie Hall sind ohne Vorwarnung in den Streik getreten. Sie hatten zudem vor der Konzerthalle eine mehrere Meter hohe aufblasbare Ratte als Protest gegen die Gehaltspolitik der Kultureinrichtung errichtet.

Bühnenarbeiter und Carnegie Hall streiten um neue Gehälter. Dabei sind die Verträge vieler Angestellter höchst lukrativ. Einige Bühnenarbeiter verdienen mehr als die Musiker. Die "New York Times" berichtete, dass die Gehälter teils bei 400.000 Dollar (300 000 Euro) Jahreseinkommen liegen. Das ist mehr, als der Finanzdirektors der Konzerthalle verdient. Das Management wollte neue Verträge deutlich darunter ansetzen, womit die Bühnenarbeiter nicht einverstanden sind.

Laut Carnegie Hall ist es der erste Streik in der 122-jährigen Geschichte von Amerikas wohl bekanntester Konzerthalle.

New York City Opera ist bankrott

Einer anderen New Yorker Bühne machten Finanzprobleme erst diese Woche den Garaus. Am Dienstag musste die New York City Opera (NYCO ) Bankrott anmelden. Ein letzter Aufruf zu dringend benötigten Spenden habe nicht die erforderlichen sieben Millionen Dollar (rund fünf Millionen Euro) eingebracht, erklärte die Sprecherin der zweitgrößten Oper der Stadt.

In der 70-jährigen Geschichte der NYCO standen einige spätere Stars auf der Bühne des Opernhauses: Hier begann etwa 1966 die Sangeskarriere von Placido Domingo.

Die NYCO leidet jedoch seit Jahren unter wirtschaftlichen Problemen. 2010 musste die Oper aus dem Lincoln Center in Manhattan ausziehen und die Zahl ihrer Produktionen verringern. Am Samstag fand mit "Anna Nicole" die letzte Aufführung an der Brooklyn Academy of Music (BAM) statt, an deren Ende einige Musiker in Tränen aufgelöst waren.
http://diepresse.com/home/kultur/klassik/1460326/Carnegie-Hall-sagt-wegen-Streik-Eroeffnungsgala-ab?from=gl.home_kultur

Kuddel

ZitatDie Belegschaft des E-Werk Kulturzentrums Erlangen bittet um Eure Solidarität!
100% Kultur verdient 100% Bezahlung




Niedriglohn? Nicht mehr mit uns!"Das E-Werk Erlangen belebt seit 35 Jahren mit seinen breit gefächerten Angeboten die Altstadt Erlangens. Jedoch bekommen die Mitarbeiter des Hauses nur zwischen 67% und 80% des Lohns des Tarifvertrag öffentlicher Dienst, wie er sonst in der städtisch finanzierten Kulturbrache, Theatern, Museen etc. häufig üblich ist. Zuletzt wurde die Tariferhöhung im Februar 2017 um 2,35% nicht umgesetzt. Der Betriebsrat des E-Werks setzt sich daher seit geraumer Zeit für eine Zuschusserhöhung ein, die fest an die Löhne gebunden ist. Am 15.03. sollen die Ergebnisse einer Wirtschaftlichkeits- und Organisationsprüfung im Kultur- und Freizeitausschuss veröffentlicht werden. Und an diesem Tag will auch die Belegschaft des E-Werks vor dem Rathaus präsent sein, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und eine Kundgebung durchführen. Wir finden das absolut unterstützenswert und rufen auch euch dazu auf, mit uns gemeinsam eure Solidarität mit den ArbeiterInnen des E-Werks auszudrücken. 100% Kultur verdient 100% Bezahlung!

Die Kundgebung findet am 15.3.2017 zwischen 16 und 20 Uhr am Rathaus Erlangen statt."
Aufruf der Intiative solidarischer ArbeiterInnen
http://www.labournet.de/?p=113190


http://www.infranken.de/regional/erlangenhoechstadt/Im-E-Werk-in-Erlangen-wird-Protest-laut;art215,2549969

Fritz Linow

Zitat31.7.17
Wie haben sich die Arbeitsbedingungen von freien Stagehands & Technikern verändert?

Crew are people too – so schrieb es die Band Nickelback schon 2004 auf die T-Shirts, die als Dank für die harte Arbeit den Mitgliedern der jeweils örtlichen Crew zum Abbau geschenkt wurden. Damals schon, vorher auch und nun 10 Jahre später erst recht, fragen sich viele der Stagehands/Aufbauhelfer und der Veranstaltungstechniker, ob dieser Spruch stimmen kann.
(...)
,,... Mehr als ein Nebenjob ist [das] in dieser Branche nicht, bei unseren Leistungen sind wir unterbezahlte Deppen.
(...)
Viele Crew-Agenturen stellten auf Arbeitnehmerüberlassung – also die Vermittlung Angestellter – um. Die Veranstalterverbände riefen ihre Mitglieder ausdrücklich dazu auf, Stagehands nur noch im Rahmen der Zeitarbeit zuzulassen.
(...)
Dies führt zu den teilweise hitzigen Diskussionen unter Stagehands und Technikern, die täglich geführt werden, zu innerer Kündigung, Desinteresse, Frust und Unzufriedenheit und somit belastenden Lebensumständen, die bereits zu einigen Todesfällen führten.
http://www.event-partner.de/business/kontroverse-arbeitsbedingungen-von-freien-stagehands-technikern/

Fritz Linow

Zitat30.7.21
Mit einer Aktion beim Festakt zur Verleihung des Titels Unesco-Welterbe an Bad Kissingen haben die Mitglieder der Staatsbad Philharmonie Kissingen heute den Arbeitskampf eröffnet.
(...)

Die Mitglieder der Staatsbad Philharmonie Kissingen musizieren 30 Stunden pro Woche und absolvieren bis zu drei Auftritte pro Tag. Zusätzlich arbeiten sie zehn Stunden in der Verwaltung. Damit sind insgesamt rund 160 Arbeitsstunden pro Monat festgelegt – doppelt so viel wie in gängigen Tarifverträgen vereinbart. Mertens: ,,Zeit zum häuslichen Üben bleibe da oft kaum. Dieses zementierte Ausbeutungsverhältnis muss endlich durchbrochen werden und ein für beide Seiten fairer Tarifvertrag geschlossen werden."
https://www.dov.org/presse_meldungen/staatsbad-philharmonie-kissingen-interveniert-beim-festakt-wir-sind-welterbe

Fritz Linow

Zitat11.12.21
Flexibel bis zum Geht-nicht-mehr? Der Arbeitskampf der Staatsbad Philharmonie Kissingen

Anfang November wurde dem Orchesterchef und ersten Geiger der Staatsbad Philharmonie Kissingen Burghard Toelke gekündigt, wenige Tage nach Beendigung eines Arbeitskampfes der Musiker.
(...)
Im heutigen Kurbetrieb gibt es kaum noch festangestellte Künstler. Sie werden in der Regel saisonweise gemietet oder alle paar Wochen ausgewechselt – gern mit preiswerten Musikern aus Osteuropa. In der Staatsbad Philharmonie, dem deutschlandweit größten noch festangestellten Kurensemble, arbeiten neben einigen deutschen Musikern Künstler aus Polen, Japan, Korea, Weißrussland und eine ausgezeichnete Pianistin aus dem Iran. Der entlassene Klarinettist stammt aus Spanien, die gekündigte junge Flötistin, die für Bad Kissingen ihre Stellung in einem großen Sinfonieorchester aufgab und sich gegen 60 Mitbewerber durchsetzte, aus der Türkei. Mittlerweile wurden die beiden wieder eingestellt.

Wahrscheinlich erwartet man von ihnen, dass sie voller Dankbarkeit, im Geburtsland von Bach und Beethoven spielen zu dürfen, alles schlucken. Nach der Aktion des Orchesters beim UNESCO-Festakt gab es teilweise giftige Stimmen gegen die ,,Ausländer", woran, wie sich Toelke erinnert, auch ein Stadtratsmitglied beteiligt war.
(...)
https://www.wsws.org/de/articles/2021/12/11/orch-d11.html

ManOfConstantSorrow

Überarbeitung, Mindestlohn, Konflikte: documenta-Beschäftigte protestieren gegen Arbeitsbedingungen

https://www.labournet.de/?p=204208
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

ZitatStreiks im Kultursektor breiten sich in ganz Europa aus, da sich belgische Arbeitnehmer den wachsenden Protesten anschließen

Öffentliche Museen und kulturelle Einrichtungen in ganz Europa erleben derzeit beispiellose Schließungen aufgrund von Streiks der Beschäftigten, die gegen Sparmaßnahmen und sich verschlechternde Arbeitsbedingungen protestieren. In Belgien haben sich die Beschäftigten des Kultursektors an landesweiten Streiks beteiligt, wodurch wichtige Museen geschlossen wurden, und sich breiteren Arbeitskampfmaßnahmen gegen Haushaltskürzungen und Reformen angeschlossen, die sich auf Renten, Sozialleistungen und öffentliche Dienstleistungen auswirken.

Die Konflikte spiegeln einen seit Mitte 2025 in Europa zu beobachtenden Trend wider, der dazu geführt hat, dass Museen, Galerien, Bibliotheken und Kulturorganisationen in Portugal, Großbritannien und Deutschland mit Arbeitsniederlegungen, Streiks und Demonstrationen reagiert haben.

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Die Ursachen sind weitgehend dieselben: Jahrelange Sparmaßnahmen haben zu Personalmangel in den Einrichtungen geführt, die Löhne wurden eingefroren oder blieben hinter der Inflation zurück, die Arbeitsbelastung stieg und die Zahl der prekären Beschäftigungsverhältnisse nahm zu. Die Beschäftigten berichten von zunehmender Erschöpfung und dem Verlust erfahrener Fachkräfte aus dem Sektor.

    ,,Kultur ist kein Luxus und keine optionale Zusatzleistung. Sie ist ein öffentliches Gut und eine Säule des sozialen Zusammenhalts."

Gewerkschaften und Kulturarbeiter argumentieren, dass diese Bedingungen nicht nur den Beschäftigten schaden, sondern auch die Qualität und Zugänglichkeit öffentlicher Kulturdienstleistungen gefährden.

,,Kultur ist kein Luxus und keine optionale Zusatzleistung. Sie ist ein öffentliches Gut und eine Säule des sozialen Zusammenhalts", sagte Pablo Sanchez, Referent für das Netzwerk Öffentliche Dienste bei der Europäischen Gewerkschaftsföderation für den öffentlichen Dienst (EGÖD), kürzlich bei einem Treffen von Kultur- und Bildungsfachkräften.

,,Ohne höhere Löhne, eine sichere Personalausstattung und angemessene öffentliche Investitionen sollten Sie vor Ihrem nächsten Urlaub nicht nur die Website Ihres Reisebüros, sondern auch den Streikkalender der Gewerkschaften überprüfen. Anstelle eines Meisterwerks werden Sie Arbeitnehmer sehen, die Würde fordern", fügte Sanchez hinzu.

Nationale Demonstration geplant


Der EGÖD vertritt rund 8 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst in mehr als 250 Gewerkschaften in Europa, organisiert Arbeitnehmer in Bereichen wie Kultur, Gesundheit, Wasser, Energie und Abfallwirtschaft und fungiert als regionale Organisation der Internationalen Föderation der Dienstleistungsgewerkschaften.

In Belgien waren die Schließungen von Museen während eines dreitägigen nationalen Streiks vom 24. bis 26. November besonders sichtbar, mit dem gegen die Sparmaßnahmen der Regierung protestiert wurde, zu denen Kürzungen bei den Renten und den sozialen Sicherungssystemen gehören. Im Rahmen dieser Aktion wurden die Museen in Brügge geschlossen, wodurch den Besuchern der Zugang zu den wichtigsten Kulturstätten der Stadt verwehrt blieb. Ähnliche Aktionen sind weiterhin geplant, darunter eine nationale Demonstration am 12. März, an der sich voraussichtlich auch Kulturarbeiter beteiligen werden.

In Brüssel haben sich Kulturschaffende und Künstler*innen großen Demonstrationen gegen Reformen der Bundesregierung angeschlossen, die als Schwächung des Kunstsektors wahrgenommen werden, insbesondere solche, die die Finanzierung und die Rentenansprüche betreffen. Am 26. November protestierten mehrere Kulturverbände, Gewerkschaften, Künstler*innen und soziokulturelle Arbeiter*innen am Mont des Arts gegen Maßnahmen der Bundesregierung, darunter Kürzungen der Kulturhaushalte und Änderungen im Rentensystem.

Kontroverse um das M HKA

Die anhaltenden Streiks in Belgien überschneiden sich mit breiteren Debatten über die öffentliche Kulturinfrastruktur, insbesondere in Flandern. Das Museum für zeitgenössische Kunst Antwerpen (M HKA) stand im Zentrum einer Kontroverse, nachdem die flämische Regierung eine Umgestaltung der regionalen Museumslandschaft vorgeschlagen hatte.(...)

Die Reform, die als Mittel zur Straffung der Abläufe und zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Institutionen konzipiert war, stieß auf scharfe Kritik von Künstlern, Kuratoren und Museumsfachleuten, die den Vorschlag als undurchsichtig und schädlich für das kulturelle Erbe Antwerpens bezeichneten.

Nach anhaltendem Widerstand einigten sich die flämische Kulturministerin Caroline Gennez und Vertreter der Museen Anfang Februar auf einen Kompromiss.

Gewerkschaftsführer und Kulturschaffende argumentieren, dass ihre Aktionen Teil einer umfassenderen Verteidigung öffentlicher Kulturdienstleistungen sind, die durch die Sparpolitik in ganz Europa unter Druck geraten sind. Bei einem Treffen, das am 6. Februar vom EGÖD einberufen wurde, skizzierten die Gewerkschaften die gemeinsamen Auswirkungen der Haushaltskürzungen und versprachen, die grenzüberschreitende Solidarität zu verstärken. Als ersten koordinierten Schritt schrieb der EGÖD an den spanischen Kulturminister, um die streikenden Tänzer des Spanischen Nationalballetts zu unterstützen.
https://www.belganewsagency.eu/culture-sector-strikes-sweep-across-europe-as-belgian-workers-join-growing-protests
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

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