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Ämterstress - Fragen, Antworten und Erfahrungen => Arbeitslos & Spass dabei => Thema gestartet von: MarcoW75 am 21:39:16 Mo. 24.Mai 2021

Titel: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: MarcoW75 am 21:39:16 Mo. 24.Mai 2021
Hallo,
ich bin leider seit Januar 2021 im ALG2-Bezug und konnte es leider nicht vermeiden, dass ich ab Juni 2021 ein "Coaching" mitmachen muss. Nun, da ich erst im Oktober 2020 ein Bewerbungstraining gemacht habe,sind meine Bewerbungsunterlagen schon speziell auf meinen Berufszweig (die IT) zugeschnitten und benötigen keinerlei Überarbeitung in diesem Coaching. Darüber hinaus bin ich wegen jobbedingter Probleme mit Stress und Depressionen bereits seit längerer Zeit in psychologischer Behandlung und habe nicht das Bedürfnis, dass mir da irgendein dahergelaufender Coach ohne psychologische Ausbildung drin herumpfuscht.  Beides habe ich dem Maßnahmeträger auch so mitgeteilt.
Was mir aber so richtig aufstößt ist der Umstand, dass der Maßnahmeträger unbedingt Praktika für mich "arrangieren" will. Natürlich mit den üblichen Versprechungen,dass man dann ja vielleicht anschließend übernommen würde. Ich wünschte, ich hätte jedesmal einen Zehner bekommen, wenn ich diesen dämlichen Spruch in irgendeiner Maßnahme gehört habe. Ich hab meinen Beruf mal gelernt und folglich auch einen Abschluß. Ich habe auch Berufserfahrung und habe es sicher nicht nötig, mich mit fast 46 Jahren noch für irgendeine Firma kostenlos zum Affen zu machen, die mich sowieso nicht übernehmen wird. Denn ich war schon mehrfach arbeitslos und habe entsprechend auch schon mehrfach Praktika gemacht, die immer gleich endeten: Ich hab mir den Hintern aufgerissen, habe bis zu 60% mehr geschafft als die normalen Angestellten und wurde doch immer mit den typischen Ausreden ("Deine Leistungen reichen nicht!", "Du passt nicht ins Team!", "Uns ist gerade ein Auftrag weggebrochen!") in die Wüste geschickt. Und bei solchen Erfahrungen soll ich tatsächlich so leichtgläubig sein, dass ein Praktikum in meinem Alter plötzlich die große Chance sei, irgendwo einen Job zu finden ? Ja ne, is klar.
Meine Frage: wie kann ich dem Maßnahmeträger deutlich machen, dass ich definitiv KEIN Praktikum mehr machen werde ?
 
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Onkel Tom am 13:17:23 Di. 25.Mai 2021
Hallo,
ich bin leider seit Januar 2021 im ALG2-Bezug und konnte es leider nicht vermeiden, dass ich ab Juni 2021 ein "Coaching" mitmachen muss.
...

Wiso musst Du leider ? Beim ganzeinheitlichen Coaching muss vom Elo eine Unterschrift her, die eine freiwillige
Teilnahme schriftlich bestätigt, da Privates des Elos mit einbezogen werden soll (GANZIL-Prinzip).

Zitat
...
Darüber hinaus bin ich wegen jobbedingter Probleme mit Stress und Depressionen bereits seit längerer Zeit in
psychologischer Behandlung und habe nicht das Bedürfnis, dass mir da irgendein dahergelaufender Coach ohne
psychologische Ausbildung drin herumpfuscht.  Beides habe ich dem Maßnahmeträger auch so mitgeteilt.
...

Sehe ich auch so, aber warum hat Du dich selbst damit in die Pfanne gehauen, mit dem daher gelaufenen
Küchen-Plüschologen überhaupt über dein Gemüt zu kommunizieren ?

Ist Dir nicht bewusst, das sowas schon unter "Privatgeheimnis" steht ?

Hüstel.. Ich vermute, das Du im Zustandekommen einer solchen Maßnahme einen Fehler gemacht hast,
der jedoch lösbar scheint.. Um diese Maßnahme schadensfrei abbrechen zu können, muss geschaut
werden, was die Verträge (EGV und Angebot/Zuweisung) dazu sagen und mit was Du es genauer zu tun
hast.

Und wenn Du schon ein Praktikum absolvieren sollst, suche dir einen, der nichts
mit diesem Maßnahmenträger am Hut hat, da vom MTvorgesetzte Praktika eine
Ausbeutungs-Verstrickung inne haben könnte..

Zitat

...
Meine Frage: wie kann ich dem Maßnahmeträger deutlich machen, dass ich definitiv KEIN Praktikum mehr machen werde ?

Danach forschen, was im Zustandekommen schief gelaufen ist und ggf. Maßnahme kündigen. oder
durch AU (nicht unter einem Monat) zum Abbruch bringen..

Und in Zukunft gegenüber Maßnahmenträger oder JC besser die Klappe darüber halten, wie es dir gerade
geht oder welche Wehwechen Du hast.. De Anleiter vom Maßnahmenträger ist auch die Petze ans JC..
(Teilnehmer-Beurteilung)

Jojo, erst "Stärken und Schwächen" ausschnüffeln und später weiß SB ganz genau, wie deine Schwächen
aus zu nutzen sind, damit Du so funktionierst, wie die "Hauptsache-Arbeit-Welt" das will..

Weniger reden ist mehr verstehst ?  ;)
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 07:54:46 Mi. 02.Juni 2021
Hallo MarcoW75,

kann gut verstehen, dass Du die Schnauze voll hast von Praktika nach den Erfahrungen. Du kannst eigentlich nicht mehr tun, als es dem Massnahmetraeger so mitzuteilen wie hier in Deinem Beitrag.
Wenn Du in psychologischer Behandlung bist, könntest Du Dir ne AU-Bescheinigung holen und dem Träger zeigen, dass er mit seinem Praktikumsgedoens das Gegenteil von dem erreicht, was er will, er verhindert dann nämlich die "erfolgreiche Wiedereingliederung", wenn er Dir das Praktikum aufdrängt und Du wieder nicht eingestellt wirst. Das zieht Dich dann wieder runter usw. Der Typ muss kapieren, dass ER dann die Verantwortung dafür trägt.

Deine klare Ansage wegen des Herumpfuschens ist genau richtig. Du hast ehrlich kommuniziert und kannst Deinen wunden Punkt als As im Ärmel nutzen.

@Tom: Ich gebe zu, dass hier mancher in die Falle tappt, beim Träger zuviel über sich zu erzählen. Ist mir ja auch schon passiert. Was ich nicht verstehe, ist die teilweise fehlende Empathie hier im Forum, die ich bei mehr als nur einem Hero Member beobachtet habe. Man berichtet von seinen Erfahrungen und bekommt Vorwürfe zu hören:

"Wie konntest du nur..."
"Sowas macht man nicht..."
"Selbst schuld..."

Der Betroffene wird hier zum Täter gemacht., weil er zu offen war, seine Telefonnummer nicht hat löschen lassen, von seiner Therapie erzählt hat, usw.
Wie die Frau, im kurzen Rock, die sich nicht wundern darf, wenn sie angegrapscht wird. Oder Schlimmeres.
Der ELO fordert also den SB oder den Träger auf, ihm zu schaden, ihn in Maßnahmen zu stecken usw.?
Meinst Du, dass jemandem mit Depressionen geholfen ist, wenn ihm noch der schwarze Peter zugeschoben wird? Da hat man schon genug mit Sebstvorwuerfen und Zweifeln aller Art zu kämpfen,  und wendet sich sicher nicht an andere hier, um dann nochmal abgewatscht zu werden.

Ich dachte, das ist hier ein SOLIDARISCHES Forum. Oder nicht?

Bin echt stocksauer, was hier stellenweise vom Stapel gelassen wird.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: MarcoW75 am 09:40:39 Mi. 02.Juni 2021
Ich habe mitnichten mit irgendeinem "Kuschelpsychologen" irgendeines Maßnahmeveranstalters über meinen psychischen Zustand im Detail gesprochen,sondern lediglich mitgeteilt,dass ich in psychologischer Behandlung bin und es daher nicht zulassen werde, dass da irgendein Möchtegernpsychologe eines Maßnahmeträgers versucht, selbst dran rumzupfuschen. Es heißt nicht umsonst "Viele Köche verderben den Brei!".

Was Praktika angeht: Ich habe durchaus Verständnis für Praktika, die dazu dienen, theoretisch erlernte Fähigkeiten auch mal praktisch anzuwenden (z.B. im Rahmen von rein Umschulungen). Auch zur Berufsfindung von Jugendlichen sind Praktika nicht persè schlecht. Aber ich habe ein arges Problem damit, weiterhin Praktika zu machen, um irgendeiner Firma mal wieder ein paar kostenlose Arbeitskräfte zu bescheren. Schon gar nicht, wenn ich den Beruf, den ich dort ausüben soll, mal tatsächlich gelernt habe und es auch nichts gibt, was ich durch ein Praktikum "festigen" müsste. Wenn eine Firma tatsächlich Personal braucht, soll sie Leute richtig einstellen, denn um die Person bei Untauglichkeit recht schnell wieder loszuwerden, gibts immerhin die zu bezahlende Probezeit.
 
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Spiegelei am 14:45:53 Mi. 02.Juni 2021
Du kannst hier keine Hilfe mehr erwarten, außer das du anfängst alles abzuwehren und ggf. dich bei unpassenden Maßnahmen krank schreiben lässt. Mit 46 gehört man halt zum alten Eisen. IT bedarf permanenter Fortbildung, ständig teure Zertifikate (Microsoft, Cisco, SAP). Sonst steht man beim nächsten AG ohne irgendwas da. Wenn du im Programmieren nicht richtig fit bist (Kein http gedöns), wirds eher schwierig. Die Bastler und Schrauber, ich kaufe mal neue Laptops, werden nicht mehr gebraucht, weil das kann inzw. jeder Schüler, Azubi. In der heutigen Zeit wird der Durchschnitt nicht mehr durchgezogen. Die Gesellschaft, Firmen zahlen nur noch für herausragende Leistungen. Das soll kein arroganter Angriff sein. Bestandsaufnahme, was bekomme ich mit 46 noch hin, wo es auch Geld gibt und dann ggf. sich neu orientieren und realistische Ziele setzen. IT ist ein äußerst schnelllebiges Geschäft, womit selbst jüngere schnell an Ihre Grenzen kommen. Ich kenne jemand der meinte er kann das alles und sitzt halt als Ein-Mann Kämpfer bis heute als Selbständiger in seinem Laden und versucht Aufträge an Land zu ziehen. Das geht auch bis zur Rente so weiter. Wem das Spaß macht, um gerade mal so seine Miete und Kosten zu decken. Viel Erfolg.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Draisine am 23:07:48 Mi. 02.Juni 2021
Hallo MarcoW75,

Du hast Dir leider schon mit der Erwähnung dessen selbst die Suppe versalzen. Denn allein die Info über Deine psychologische Behandlung ist und war eine Privatangelegenheit. Allein mit der Offenlegung gegenüber Jobcenter und/oder Träger hast Du schlafende Hunde geweckt. Insbesondere das Einschätzungs- und Vermutungsermessen Deines/r SB. Im Hinblick darauf, dass bei Dir genau das das vermittlungsrelevante Hauptproblem an der bisher gescheiterten Integration sein könnte. Mit der Wiederholung dessen beim Träger ist das eben nicht mehr nur "lediglich".


Ich habe mitnichten mit irgendeinem "Kuschelpsychologen" irgendeines Maßnahmeveranstalters über meinen psychischen Zustand im Detail gesprochen,sondern lediglich mitgeteilt,dass ich in psychologischer Behandlung bin und es daher nicht zulassen werde, dass da irgendein Möchtegernpsychologe eines Maßnahmeträgers versucht, selbst dran rumzupfuschen. Es heißt nicht umsonst "Viele Köche verderben den Brei!".


Du bist in dieser Maßnahme überhaupt nur wegen der Erwähnung dessen, vermute ich mal. Insbesondere, wenn es sich hier um die Maßnahme "Ganzil" handeln sollte. Ich kenne die vorherigen Ausschreibungen dieser Standard Maßnahme. Daher kann ich das mit ziemlicher Sicherheit annehmen. Bist du in dieser Maßnahme ? Oder welche Bezeichnung hat Dein Coaching genau? Das wäre wichtig zu wissen. Und -ist Dein JC eine gE oder eine Optionskommune? Für einen regulären Abwehr Tipp des Praktikums wäre das wichtig.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Spiegelei am 01:21:17 Fr. 04.Juni 2021
Wenn eine Bewerbungsmaßnahme zu keinem Erfolg führt, wird gerne ein Coaching angeordnet, damit hier explizit Druck ausgeübt wird. Das kann der Coach natürlich nur, indem er Praktika organisiert. Alles standard procedere, ob nun psychologische Behandlung oder nicht...Das interessiert den SB nicht, da er versucht den HE schnellstmöglich zu vermitteln. Mehr nicht. Wenn der Coach da nichts tut ist er das JC als Auftraggeber ganz schnell wieder los...
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Draisine am 19:02:46 Fr. 04.Juni 2021
Wenn eine Bewerbungsmaßnahme zu keinem Erfolg führt, wird gerne ein Coaching angeordnet, damit hier explizit Druck ausgeübt wird.
So ist es nicht. Die meisten ganzheitlich ausgerichteten Bewerbungsmaßnahmen beeinhalten aktuell dazu ein Coaching und zu mindestens 70 Prozent auch die Möglichkeit von Praktika. Das bedeutet aber nicht automatisch Druck oder beabsichtigten Druck.
Denn in solchen Maßnahmen gibt es nur die (meist) 10 Prozentige Vorgabe an den Träger/Coach, was die geforderte Anzahl von Vermittlungen betrifft. Genau deswegen müssen sich 90 Prozent der Teilnehmer gar keinen Kopf machen. Weil sie nicht zu den 10 Prozent gehören werden. Die 10 Prozent Klausel trifft übrigens auch auf die Maßnahme GANZIL zu. 

Das kann der Coach natürlich nur, indem er Praktika organisiert.
Den einzigen Druck haben dann die 10 Prozent, damit der Träger die Provison kassieren kann. Und dazu sucht sich natürlich die Bildungsbude vorher die Erwerblosen raus, wo ihm die Provision sicher erscheint. Je nach Maßnahmekonzeption soll der Teilnehmer dann (möglichst) via Praktika beim AG oder anderweitig noch 6 Wochen oder 6 Monate regulär in Arbeit kommen. Denn genau darum geht es. Insoweit stimme ich mit Dir überein, wenn du da meintest: 

Alles standard procedere... da er versucht den HE schnellstmöglich zu vermitteln. Mehr nicht...

...Ob nun psychologische Behandlung oder nicht...Das interessiert den SB nicht,

Auweia, hast Du eine Ahnung, was inzwischen die aktuelle Vielfalt an Maßnahmen für Elo mit diesem temporären "Handicap" betrifft. !! Denn nach den gelieferten 10 Prozent der Elo, mithin zur Kennzahlen Schönung des SB, verbleiben nun 90 Prozent  -meist für Folgemaßnahmen, aufgrund von Empfehlungen des Trägers, in dessen Abschlussbericht für den SB. Den der Träger meist gleich per BA Formular F. 5.1 oder F.2. über eine Schnittstelle im Verbis oder Prosoz System direkt an den SB sendet.  Meistens ohne dem Teilnehmer Einsicht zu gewähren oder ihm eine Kopie auszuhändigen, was unzulässig ist. Der Teilnehmer hat Anspruch auf eine Kopie dessen. Und sollte das auch nutzen, damit er eben nicht zum Opfer einer möglichen endlos Maßnahmekette wird. Das erscheint mir übrigens wichtiger -als sich vorrangig um ein Praktikumsrisiko  einen Kopf zu machen.   

Wenn der Coach da nichts tut ist er das JC als Auftraggeber ganz schnell wieder los...

Nö, eher nicht. Denn die Träger erfüllen fast immer die Vorgaben an die Quote und den Papierkram. Je mehr Infos zu privaten Befindichkeiten des Teilnehmers und damit zu dessen (angeblichen) Vermittlungshemmnissen der Träger feststellt und übermittelt, umso mehr "Stoff"hat dann der SB. Um dem ehemaligen Teilnehmer daraus ein weiteres neues Maßnahme Gängelband zu weben.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Onkel Tom am 00:14:02 Sa. 05.Juni 2021
Hallo MarcoW75,

kann gut verstehen, dass Du die Schnauze voll hast von Praktika nach den Erfahrungen...
...

@Tom: Ich gebe zu, dass hier mancher in die Falle tappt, beim Träger zuviel über sich zu erzählen. Ist mir ja auch schon passiert. Was ich nicht verstehe, ist die teilweise fehlende Empathie hier im Forum, die ich bei mehr als nur einem Hero Member beobachtet habe. Man berichtet von seinen Erfahrungen und bekommt Vorwürfe zu hören:

"Wie konntest du nur..."
"Sowas macht man nicht..."
"Selbst schuld..."

Der Betroffene wird hier zum Täter gemacht.,
...
Meinst Du, dass jemandem mit Depressionen geholfen ist, wenn ihm noch der schwarze Peter zugeschoben wird? Da hat man schon genug mit Sebstvorwuerfen und Zweifeln aller Art zu kämpfen,  und wendet sich sicher nicht an andere hier, um dann nochmal abgewatscht zu werden.

Ich dachte, das ist hier ein SOLIDARISCHES Forum. Oder nicht?

Bin echt stocksauer, was hier stellenweise vom Stapel gelassen wird.

Da hast Du m.E. etwas in den falschen Hals bekommen.. Klaro ist dieses Forum solidarisch zu Erwerbslosen,
doch es nützt leider nichts, wenn Faktisches mit tröstenden Streicheleinheiten abgemildert wird.
Weiter habe ich mich nicht so artikulliert, wie Du hier zitierst..

Das Problem von Empathielosigkeit liegt daran geschuldet, das Ratgebende im Laufe der Zeit ihrer Aktivitäten
eine sogenannte emmotionelle Firewall aufbauen muß, da sonst der Mitnahmeeffekt von Runterzieherei durch
JC und Co die Substanz zerstört.. Was glaubst Du sonst, warum Elo-Berater_innen rar bleiben ?

Sorry, ich hoffe, das MarcoW75 das nicht genau so aufgenommen hat, wie horrorexitmytoday.

Meine Zeilen galten keineswegs einem Angriffsversuch. Eher eine Klarstellung, das ohne die freiwillige Unterschrift
von MarcoW so eine Maßnahme erst gar nicht möglich ist. Und die Verweigerung einen Vertrag zu unterzeichnen
( EGV / Teilnahmevereinbarung mit MT / Datenschutzeinwilligung ) kann nicht sanktioniert werden und würde das
Vertragsrecht zu nichte machen..

Nun kann MarcoW75 die "gelbe Fahne hissen" und beim nächsten Mal wird er sich hoffentlich an meine Worte erinnern
und egal, was SB will, sich keine Unterschrift abringen zu lassen.. Es fängt ja mit einer EGV an, die mensch nie sofort
unterzeichnet, sondern zwecks Bedenkzeit erst mal mit nach Hause nimmt.

Darauf kann man dann schauen, was da noch verhandelt werden kann..
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Spiegelei am 04:50:54 Sa. 05.Juni 2021
@Draisine

Ich weiss nicht woher du die Informationen hast und Gazil gibt es meiner Recherche auch nicht überall und ist eine recht veraltete Maßnahme. Hier zumindest habe ich es schon erlebt, dass Trägern und Coaches der Zuschlag vom JC entzogen wurde, da nicht genügend vermittelt wurden. Standard procedere: Bewerbungstraining ohne Erfolg, dann Einzelcoaching. SB erwartet hier weitere Informationen und im besten Fall die Vermittlung. Coaches sind meistens ausstudierte oder haben verschiedenste Berufe ausgeführt. Von einer 10% Quote halte ich nicht viel. Das kann überall verschieden sein. Datenübermittlung ans JC unterschreibt der Teilnehmer ja zu beginn. Nun ja eine dauerhafte Perspektive ist die Gegenwehr nun m.E. auch nicht, da das Geld vom Amt von vorne bis hinten nicht reicht. Außerdem macht dieses H4 System den HE mürbe und greift massiv die psychische Gesundheit an. Von daher sollte man sich da nicht zu sehr drinne versteifen oder Alternativen ausblenden, wenn es mit dem Wunschberuf nicht klappt. Kann ich nur jedem so ans Herz legen. Der Aufwand steht in keiner Relation zum nutzen, auch wenn man Recht bekommt.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Draisine am 08:46:24 Sa. 05.Juni 2021
@Spiegelei,

@Draisine

Ich weiss nicht woher du die Informationen hast und Gazil gibt es meiner Recherche auch nicht überall und ist eine recht veraltete Maßnahme.

Ich kenne seit 2016 fast alle bisherigen und aktuellen Maßnahme Konzeptionen. Bundesweit.  Es ging bei GANZIL auch zuerst um eine Frage
und dann darum, die mir bekannten üblichen Standard Prozent Vorgaben der gE Jobcenter mitzuteilen. GANZIL war und ist eine davon.

Und jede Maßnahme hat Schwächen  die sich aus der jeweiligen Konzeption ergeben können. Wer die vorherigen Ausschreibungen kennt, der ist klar im Vorteil. Auch, was eine präventive Abwehr beträfe- nicht nur ein Praktikum.

Wie auch immer, wer die nicht kennt, der kann hier nachfragen. Du kannst gerne Deine eigene Sicht vertreten. Ist nur hier für andere nicht unbedingt übertragbar. Denn jedes Jobcenter hat ansonsten seine eigene Geschäftspolitik, was immer wieder auch an den Varianten der Maßnahmen erkennbar ist.

 
Hier zumindest habe ich es schon erlebt, dass Trägern und Coaches der Zuschlag vom JC entzogen wurde, da nicht genügend vermittelt wurden.

Umso besser -wenn schert das? wenn da auch mal eine natürliche Auslese stattfindet. ? Tatsächlich sind die wahren Gründe hierfür nicht immer klar ersichtlich. Kann einem auch egal sein.


 Standard procedere: Bewerbungstraining ohne Erfolg, dann Einzelcoaching. SB erwartet hier weitere Informationen und im besten Fall die Vermittlung. Coaches sind meistens ausstudierte oder haben verschiedenste Berufe ausgeführt.

Es gbit nach Maßnahmen immer obligatorische Berichte an das JC, die das beflügeln könnten. Was kein Grund für mentale Kapitualtion darstellen sollte. Ob dazu ein solches "Procedere"des unbedingten Einzelcoachings gegen den Willen des Elo durchsetzbar ist? Das darf bezweifelt werden. Solange ein Elo nicht private Befindlichkeiten und damit "Problemlagen" erwähnt oder gar im Detail ausplaudert, solange hat der/die SB auch keinerlei Ansatzpunkte, dass es die gibt oder das die dann gar noch ein Hemmnis zur Arbeitsaufnahme sind.

Ein Einzelcoaching ist IMMER ganzheitlich. Und dazu darf ein Elo nicht gezwungen werden. Ein Einzelcoaching will Probleme beim Elo finden und verorten. Denn damit kann der SB die Schuld an der Arbeitslosigkeit nur beim Elo abladen. Darum geht es. Wer sich dagegen nicht wehrt, der muss sich nicht wundern. 

Von einer 10% Quote halte ich nicht viel. Das kann überall verschieden sein.

Ja, manche erreichen nicht mal die -und sind dann den Auftrag los. Wie schön. Was sein kann, das bei Dir offensichtlich Spekulation. Es geht um Fakten.Wissen ist Macht.


 
Datenübermittlung ans JC unterschreibt der Teilnehmer ja zu beginn. Nun ja eine dauerhafte Perspektive ist die Gegenwehr nun m.E. auch nicht, da das Geld vom Amt von vorne bis hinten nicht reicht. Außerdem macht dieses H4 System den HE mürbe und greift massiv die psychische Gesundheit an.                                     
Die Datenübermittlung bedarf, zumindest laut Maßnahmekonzeption bei den gE JC,bestimmter vorheriger Handlungen der SB, die die mehrheitlich nicht leisten. Insofern dürften die mehrheitlich die Daten  NOCH nicht weitergeben. Und der Elo muss die auch ersatzweise gerade deswegen nicht unterschreiben!.
 
Das SGB II ist inzwischen, nach meiner Erfahrung, für die meisten Anwälte schlichtweg zu unattraktiv und zu komplex. Und Richter agieren zunehmend als Dozenten für Jobcenter und bieten auch Seminare für Anwälte an. Das geht dann für Elo meist ins Geld und an die Psyche, wenn alle zusammen immer mehr gegen Elo agieren -mit entsprechenden Ergebnis für die Jobcenter, dass dann für Elo richtig zermürbend werden kann. 

 
Von daher sollte man sich da nicht zu sehr drinne versteifen oder Alternativen ausblenden, wenn es mit dem Wunschberuf nicht klappt. Kann ich nur jedem so ans Herz legen. Der Aufwand steht in keiner Relation zum nutzen, auch wenn man Recht bekommt.

Kommt auf den Einzelfall, die Region und die Geschäftspolitik des jeweiligen Jobcenters an, welcher Aufwand da lohnt.  Erfahrungsaustausch via Foren ist nie verkehrt. Wissen ist Macht.

Und was Praktika betrifft -so gäbe es dafür auch inzwischen mehrere legale Tipps zu Möglichkeiten der Abwehr. Nur gehört dazu auch das Wissen um die Bezeichnung der Maßnahme. Und inwieweit ein Praktikum möglicherweise Teil einer vorherigen  Integrationsplanung im Fallmanagement ist. 
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Spiegelei am 12:01:43 Sa. 05.Juni 2021
Das SGB II ist inzwischen, nach meiner Erfahrung, für die meisten Anwälte schlichtweg zu unattraktiv und zu komplex. Und Richter agieren zunehmend als Dozenten für Jobcenter und bieten auch Seminare für Anwälte an. Das geht dann für Elo meist ins Geld und an die Psyche, wenn alle zusammen immer mehr gegen Elo agieren -mit entsprechenden Ergebnis für die Jobcenter, dass dann für Elo richtig zermürbend werden kann. 

Kann ich so nur bestätigen. Daher meinte ich, dass das Aufwand/Nutzen Verhältnis in keiner Relation zum ggf. Erfolg steht. Die Gesetzeslage ist nicht im Sinne des HE ausgelegt. Viele Urteile sind zugunsten der JC. Es ist eindeutig erkennbar, dass der Elo/HE kein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft mehr ist. Die Gegenwehr wird auch eher als Querulantum, anstatt durchsetzung von Gerechtigkeit verstanden. Den Beteiligten ist wohl oft nicht wirklich bewusst, wie ein ALGII Empfänger leben muss. Weder MA des JC oder Richter werden Ihren Job für Elo's aufs Spiel setzen. Befangenheitsanträge werden diesbezüglich grundsätzlich abgelehnt, solange der Richter sich keine groben Verfahrensschnitzer erlaubt. Es ist politisch so gewollt, damit behält die Wirtschaft Ihre Machtposition.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Onkel Tom am 12:58:17 Mo. 07.Juni 2021
Naja, das mit der Richterschaft und dem fallendem Interesse am Beruf Fachanwalt für Sozialrecht lässt sich nicht weg leugnen.

Jedoch gehe ich davon aus, das wir hier es nicht mit einer "Schmierlappen-Geschichte" zu tun haben, sondern immer mehr
Erfolgsausichten für den Erwerbslosen verschütt gehen, da oft Macken im Bezug von Nachweisbarkeit, wie was zustande
gekommen ist oder sich als Kläger_in auf Paragraphen oder Urteile verbeißt, die nicht wirklich passend sind..

Hier mal ein Fallbeispiel (igitt, kommt leider zu oft vor) :

Erwerbsloser hat nach 5 Monaten Leiharbeit seine Anträge bezüglich ALG 2 gestellt, alle Nachweise gegen Bestätigung eingereicht..
Alles paletti.. Ersten ALG-2-Bezug erhalten..

Bekommt nun eine Einladung a la "Ich möchte mit Ihnen über ihre berufliche Situation sprechen".
Oh jou, es muffelt kräftig nach den Versuch, eine EGV abschließen zu wollen. Oki-Doki, Beistand auch an der Sonne, dürfte doch
hoffentlich nichts schief gehen..

Beim Termin selbst das Frage und Antwortspiel "Was haben Sie zuletzt gemacht etc.." (Aufnahme des Profil) und jo, ohne den
Drucker zu beschäftigen ist selten und schon liegt eine sehr harmlos klingende EGV auf den Tisch.. Unbeeindruckt dem gefummel
mit dem Kugelschreiber des SBs, wird die EGV durch studiert und Elo meint, wenn ich nur 5 Bewerbungen pro Monat nachweisen
soll, warum sollte ich nicht unterschreiben..

Uff, als Berater fällt mir jedoch auf, das die Hintertür zu einer Sinnlosmaßnahme in der EGV plaziert ist..
Mache den Vorschlag, den sogenannten "Leibeigenschaftspassus" zu streichen, SB quasselt dazu "Sie sind nicht für eine Maßnahme
vorgesehen, sonst hätte ich das entsprechend in die EGV mit aufgenommen."
Klang dem Elo so überzeugend und unterzeichnete :-(

Nun gut, Elo erfüllt seine EGV-Verpflichtungen und bekommt im 4.Monat seiner EGV-geknebelten erwerbslosigkeit ein Angebotsschreiben
zu einem 3 monatigem Bewerbungstraining..

Im Eifer des Gefecht wird der Versuch unternommen, das eine Maßnahme zum Profil des Erwerbslosen passen muss und bezieht sich
unter anderem darauf, das noch keine "Profilanalyse" durchgeführt wurde.. Das eine EGV gültig ist, lässt man erst mal stecken, um
der Gegenseite keinen Hinweis zu geben..

Wie würde die Gegenseite wohl reagieren ?

1. Eine "Profilanalyse" hat sehr wohl statt gefunden.
2. Sinhaftigkeitsschmalz zu Elo <> Maßnahme (Bewerbungstraining wäre passgenau bla und blubb)
3. Elo hat sich laut EGV dazu verpflichtet "an allen Maßnahmen aktiv mit zu wirken.."

Ich glaube kaum daran, das da noch spezialle Schmierstoffe erforderlich wären, den klagenden Elo verlieren
zu lassen.

Der erste Punkt unterstellt dem Elo eine Falschbehauptung.
Der zweite Punkt kann auch politisch bewertet werden a la wie Toll H4 Förderungen seien. (Befürwortungs-Erschleichung)
Und der letzte Punkt unterstreicht die Freiwilligkeit "alles mit zu machen.."

Klingt bitter, ist jedoch oft so, wenn Elo sich vom Kernpunkt des Streit ablenken lässt, ist es schon von
Vorteil der Gegenseite. Wittern sie, das sie Fehler gemacht haben, lassen sie es einfach fallen und
erlauben sich obendrein, den Elo in Unwissenheit zu halten, ob da noch was im Bezug Sanktion
kommt oder nicht (Max 6 Monate).

Zu diesen "Sinnlosmaßnahmen" zurück..

Wer sich mal durch so eine Ausschreibung z.B. GANZIL rein zieht, wird leider bemerken, das GANZIL
für das JC/SB alles andere ist als sinnlos..

Durch die Unterschrift bezüglich Einwilligung des Datenaustausch zwischen Maßnahmenträger und
JC ist das Ziel erreicht, die "Profilanalyse" durch "vertiefte Profilanalyse" zu bereichern..

Das JC ist also damit hinterher, das alle "Stärken und Schwächen" erfasst werden. Das anbei eine
Bewerbungsmappe aktuallisiert wird, ist ein gesellschaftlich aktzeptables Vorhängeschild und die
Ausspäherei von Elos über Maßnahmenträger "besser nicht pupliziert werden".

So, wie @Draisine über Inhalte von Ausschreibungen schreibt, ist es so, das der wahre Hintergrund
zum Thema Maßnahmenbeglückung exakt nur den Ausschreibungen entnommen werden kann.

Das der Vortänzer in der Maßnahme deine Petze ans JC ist, habe ich im Werbeflyer noch nie gelesen  ::)

@MarcoW75 Zu was hast Du dich nun entschieden ?
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: MarcoW75 am 13:15:58 Di. 15.Juni 2021
Erstmal Danke für alle Antworten. Leider kann ich hier ja keine Dateianhänge posten, daher schreib ich mal den Inhalt des Flyers zu der Maßnahme ab. Die Maßnahme nennt sich übrigens "Coaching von Bedarfsgemeinschaften" und der Träger heißt PNT Consult & Training GmbH mit Sitz in Darmstadt (ich soll allerdings in der Außenstelle Saalfeld/Thüringen teilnehmen).  Zu den Inhalten:

Ziele des individuellen Coachings:
-Eigene Stärken entdecken
-geeignete Tätigkeitsfelder finden
-Neue Berufe ausprobieren
-Lernen, Arbeitgeber von den eigenen Kompetenzen zu überzeugen
-Neuen Job finden

Inhalte des Coachings:
-Stärken identifizieren und Entwicklungspotenziale fördern
-Netzwerke nutzen und erweitern
-Berufliche Orientierung und Bewerbungstraining
-Optimierung der Bewerbungsunterlagen
-Jobsuche unter Berücksichtigung der persönlichen Lebenssituation
-Unterstützung in Krisensituationen


Wie ich schon in meinem Eröffnungsposting deutlich gemacht habe, sind da einige Punkte drin, bei denen ich weder Verbesserungsbedarf sehe, noch wo ich irgendeine Einmischung wünsche. Schon gar nicht bin ich bereit, mich weiterhin in irgendwelchen Praktika zum Affen zu machen. Insbesondere befürchte ich, dass dieser Laden natürlich "zufällig" immer eine Eignung für genau die Jobs "erkennt", die die angeschlossene Zeitarbeitsfirma ("1a Zeitarbeit") gerne besetzen würde. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Die beste Möglichkeiten, Arbeitgeber von den eigenen Kompetenzen zu überzeugen, wäre es wohl, wenn man diese Kompetenzen tatsächlich besitzt. Sowohl fachlich, als auch sozial. Aber da ich ja nicht erst 1x ein Bewerbungstraining mitgemacht habe, weiß ich natürlich, das die meisten Veranstalter darunter eher verstehen, dem Teilnehmer eher beizubringen, wie er dem Arbeitgeber was vom Pferd erzählt, um den Job zu bekommen. Und das halte ich nicht für sonderlich zielführend, da es sowieso schnell rauskommt, ob man bestimmte Fähigkeiten wirklich besitzt.

Auch "Optimierung der Bewerbungsunterlagen"...die wurden in den letzten Jahren schon 4x "optimiert". Zuletzt von einem Bewerbungstrainer, der speziell auf IT-Jobs spezialisiert war. Und mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Zwar hab ich damit noch keinen Job gefunden,aber zumindest die Zahl der Vorstellungsgespräche ist merklich angestiegen. Die Bewerbung scheint also ansprechend zu sein. Zudem weiß ich, wie ich reagiere, wenn man mir zuviele Sachen um die Ohren haut,d.h. ich zuviele widersprüchliche Meinungen kriege...der eine Coach sagt "Macht so!", der Nächste "Machst so!" usw. Denn zum Schluß weiß ich gar nicht mehr,wie´s nun richtig ist und mache doch wieder alles wie vorher. Anders gesagt: Viele Köche verderben den Brei.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Onkel Tom am 19:37:08 Mi. 16.Juni 2021
Nun hast Du ja erst vor kurzrm (Oktober 2020 ?) deine Bewerbungsmappe auf neusten Stand gebracht.

Wie ist das nun zustande gekommen, das SB meint, dich zur einer Coaching-Bude zuzuweisen ?
Unterschreibst Du bei denen nichts, können die mit dir nix anfangen..

Diese Art, die Teilnahme am Coaching aus zu nocken fängt damit an, das der Teilnahmevertrag sowie
die Einwilligungserklärung zum Datenschutz eingesackt wird, zwecks Prüfung zu hause..
Autogrammhändchien also zu hause lassen..

Der Maßnahmenträger wird natürlich wie Pokerfresse alles versuchen, dir die Unterschrift, besonders
für die DS-Einwilligung abringen wollen.. ( Sammel ein und gib nichts preis..)

Stattdessen musst Du Pokerface eine Bestätigung abringen, das sie dich nicht aufgenommen haben.
Bis dahin jeden Tach wegen des §39 SGB-II antanzen und weiter nix unterzeichnen oder dir gegen
Unterschrift ein USB-Stick schenken lassen..

Maßnahmen-Verhinderungs-Poker kannst Du viele Beichspiele im Elo-Forum.org finden.
Unter Erfolgreiche Gegenwehr kannst Du ein User "Widerporst" finden..
Ist ist also vieles möglich und die Verweigerung der Unterschrift kann nicht sanktioniert werden  ;)


Ich dachte erst, Du bist schon mittendrin..
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 14:05:15 Mi. 07.Juli 2021
Hallo nochmal,

zuerst einmal möchte ich sagen, dass es mir leid tut, wenn ich mich im Ton vergriffen habe und ungerecht geworden bin. Ich habe solche Aussagen wie oben erwähnt zwar definitiv bei Chefduzen und im Elo-Forum schon gelesen, zumindest sinngemäß, aber Tom gegenüber war ich hier im Thread zu hart.

Habe gerade etwas erlebt, das etwas Licht ins Dunkel bringt zu Frage: "Psychische Probleme erwähnen oder nicht"?

Ich war ja der Überzeugung, man sollte mit dem JC bzw. dem Träger offen reden, damit die Bescheid wissen, worauf sie Rücksicht nehmen müssen, gerade wenn man eine Therapie macht. Das kann aber auch ins Auge gehen. Die psychische Gesundheit sollte nur dann erwähnt werden, wenn es gar nicht anders geht. Die Leute im JC und drumherum meinen sonst, dass sie leichtes Spiel haben und einen nicht mehr ernst nehmen müssen.

Beispiel:

- Praktikum selbst organisiert (Gesundheitssektor, Vorbereitung für eine Ausbildung, seriös)
- Psychische Probleme (Depression, Angst), aber noch ohne Therapierplatz
- Panik vor dem Praktikum, weil der Bereich ganz neu ist (ganz normal so weit)

Dann:

- dem SB geschrieben, Panik und Unsicherheit erwähnt wegen des Praktikums, SB nicht da, also mit der Vertretung telefoniert, in Tränen ausgebrochen, über die Angst geredet und die Suche nach einem Therapieplatz erwähnt
- erst recht Angst, dass die einen Strick draus drehen

Natürlich ist man immer schlauer, wenn man wieder einen klaren Kopf hat.

Lieber drüber schlafen, das Praktikum trotz Panik durchziehen oder absagen und unter den Tisch fallen lassen, Ersatz besorgen, aber auf keinen Fall "nackig machen." Egal wie nett und kuschelig die andere Seite tut ("Sozialkompetenz"), im Zweifelsfall wollen die ihre Tour durchziehen und sind immer einen Schritt voraus. Wer nicht Hannemann heißt, dem ist in diesem Verein nicht zu trauen.

Am leichtesten fällt man den Schiebereien der SB und den Versprechungen der Träger zum Opfer, wenn man emotional bedürftig ist oder unsicher, wenn man um Verständnis kämpft, ein geringes Selbstvertrauen hat und ein geringes Selbstwertgefühl, und daran kann und muss man arbeiten. Da bin ich gerne die erste, die sich an die eigene Nase fasst.

Zum Thema gibt`s ja auch den Thread von 2011 (auch wieder mal zu spät entdeckt):

Psychiatrie als Waffe gegen Kranke
https://forum.chefduzen.de/index.php?topic=24166.0
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Draisine am 15:59:12 Mi. 07.Juli 2021

Habe gerade etwas erlebt, das etwas Licht ins Dunkel bringt zu Frage: "Psychische Probleme erwähnen oder nicht"?

Ich war ja der Überzeugung, man sollte mit dem JC bzw. dem Träger offen reden, damit die Bescheid wissen, worauf sie Rücksicht nehmen müssen, gerade wenn man eine Therapie macht. Das kann aber auch ins Auge gehen.


Exakt, geht voll in die Binsen. Denn schon das Wort Therapie bestärkt nur deren ganzheitlichen Erkundungswahn, wenn die Maßnahme ohnehin ganzheitlich konzipiert ist. Und der Annahme bzw. Unterstellung, dass diese Probleme unbedingt oder sehr wahrscheinlich vermittlungsrelevant sind. Und dass der Träger deshalb unbedingt daneben tätig werden muss. Wenn dann noch die Konzeption der Massnahme ohnehin die Zielgruppe mit psychischen Auffälligkeiten beeinhaltet, dann ist man schon drin und bestätigt nur die angebliche Passgenauigkeit zur Zielgruppe. Der Träger muss vorangig seinem Auftrag folgen, der sich ergänzend aus der Zuweisung oder gar anderweitiger freiwilliger Zustimmungen ergibt, die so als solche in den Unterlagen der Träger manchmal nicht gleich ersichtlich für den Elo sind. Insbesondere wird gerne alternativ und dreist die Zustimmung zu einem "Eingliederungsplan" alternativ als Zustimmung zur ganzheitlichen Betreuung gwertet oder interpretiert. Und der Elo darüber nicht vor Unterschrift aufgeklärt. Meist nicht einmal, dass die Maßnahme ganzheitlich ausgerichtet ist und das das alternativ als Zustimmung gewertet werden muss. Denn wenn, dann ist das als Vorgabe an den Träger schon in der Ausschreibung festgelegt.  Dann wird, über den Kopf des Betroffen hinweg, die Unterschrift gerne vorrangig als alternativlos dargestellt und eingefordert. Von den Jobcentern mehrheitlich, ohne vorherige Rücksicht und Aufklärung. Dem Träger ist das dann meist noch extremer egal, was der Elo in Gänze vom Inhalt der Maßnahme weiß oder nicht.


Die psychische Gesundheit sollte nur dann erwähnt werden, wenn es gar nicht anders geht. Die Leute im JC und drumherum meinen sonst, dass sie leichtes Spiel haben und einen nicht mehr ernst nehmen müssen.

Auch nicht so, wenn Du mich fragst. Denn inzwischen bedeutet das, das der Betroffene damit zu 99 Prozent in einer ganzheitlichen Psycho Maßnahme landet. Mit oder ohne Praktikum. Das kann durchaus mit der Absicht der AV verbunden sein, dass diese Maßnahme dann nur mit einer Empfehlung für die nächste sinnlose Folgemaßnahme garniert wird oder werden soll. Sozusagen eine Förderkette, die man sich so selbst an Bein bindet. Damit haben die AV dann erst besonders leichtes Spiel. Wobei sich jeder AV deshalb ins Fäustchen lachen würde, wenn Du sowas noch dazu packst:

;D
Dann:

- dem SB geschrieben, Panik und Unsicherheit erwähnt wegen des Praktikums, SB nicht da, also mit der Vertretung telefoniert, in Tränen ausgebrochen, über die Angst geredet und die Suche nach einem Therapieplatz erwähnt
- erst recht Angst, dass die einen Strick draus drehen
;D
 Also bitte nicht nachmachen.

Genau. Und das bitte VOR dem Antritt einer solchen Maßnahme. Denn es gibt immer Mittel und Wege, die dann noch einfacher zur vollständigen Abwehr taugen können. Und wenn es aktuell beispielsweise nur der Hinweis auf das Masernschutzgesetz § 33 IfSG wäre, als potentieller Teilnehmer, der nach 1970 geboren wäre und wenn der Träger ansonsten zu den betroffenen Betrieben gehört, der insgesamt überwiegend Minderjährige beschult oder dazu Maßnahmen für Mütter und deren Kinder hat. Ja, es gibt Maßnahmen mit Hortcharakter. Beispielsweise. Dann muss der Träger den Elo ablehnen, wenn der sich nicht impfen lassen will. Das kann und darf auch nicht erzwungen werden.


;D
 lieber drüber schlafen, das Praktikum trotz Panik durchziehen oder absagen und unter den Tisch fallen lassen. Im Zweifelsfall wollen die ihre Tour durchziehen und sind immer einen Schritt voraus. Wer nicht Hannemann heißt, dem ist in dem Verein nicht zu trauen.

Niemand muss ein Praktikum durchziehen oder absagen oder unter den Tisch fallen lassen. Wenn, dann lieber gleich so, dass der AG von selbst die Notbremse zieht.  Hannemanns sind dort schon länger nicht mehr geduldet. Das Casemanagement hoch 3 schwingt jetzt stattdessen die Peitsche. Und kennt oftmals keine Gnade für Schwache. Sondern konzipiert daraus gleich eine Maßnahme oder weist bereits zu.

;D
Im Grunde muss man denken wie ein Tier, das dem Gegner auch keine Schwäche zeigt.

Das ist zu wenig. Es bedarf wohl kalkulierter Gegenwehr. Je weniger der AV von Anfang Material bekommt, um so weniger hat der in der Hand. Willkürliches Einschätzungs- und Vermutungsermessen kann dann notfalls leichter vor Gericht ad absurdum geführt werden. Dazu ist es sehr hilfreich, wenn jeder bedrohte Elo im Vorfeld die Geschäftspolitik seines JC zu erkunden sucht. Mittels Studium des aktuellen Arbeitsmarktprogramms, was meist im Internet zu finden ist. Denn da steht immer drin, wer oder was aktuell im Fokus der Kennzahlen Kosmetik wohin verschoben werden soll. Dazu auch meist die Bezeichnungen der Maßnahmen. Da kann schon jeder selbst im Vorfeld sein Risiko ausloten und sich wappnen. Ich behelfe mir dazu ergänzend, indem ich mir die vorherigen Ausschreibungen der angedachten Maßnahmen präventiv speichere, wenn die noch frei zugänglich sind. Schon ohne konkrete Bedrohung. Im Vorhinein. So kenne ich damit auch deren Ausrichtung, Vorurteile, Klischees, die nur darin noch in Gänze enthalten sind. Nicht in den Flyern, die werden mehrheitlich vom JC vor Veröffentlichung "entkernt". So ist man im Bilde. Hat dann bestenfalls die Unterlagen. Und kann ruhig schlafen, bis der AV angreift. Dann benutzt man die vorher gespeicherten  Ausschreibungsunterlagen zur Gegenwehr. Das funzte bei mir bislang immer. Darum habe ich seit 2016 auch eine Vielzahl anderer Maßnahmen gespeichert. Denn nicht jeder Elo kennt bis heute die Wege und Tricks dessen, zur Abwehr. Oberste Regel Nr. 1: Nicht darüber quatschen , wenn aktuell ein Angriff startet und man die Unterlagen vorher schon gespeichert hätte.   

Wer die Unterlagen vorher nicht speicherte oder nicht (mehr) in Gänze findet, der kann sich hier informieren, wenn in dessen Arbeitsmarktprogramm eine Bedrohung durch eine genau bezeichnete Maßnahme drohen könnte oder tatsächlich konkret wird.

Und lasst euch nicht einwickeln oder aufs Glatteis führen, insbesondere in besagtem anderem Forum, wo nach meiner Erfahrung eine Menge wie JC Trabanten, wahrscheinlich auch konfessionelle Träger Fuzzis, mittels Brainwashing agieren, und jegliche Gegenwehr anhand der Unterlagen zu verhindern versuchen. Oder Betroffene, die sich vor Gericht wehren wollen, werden permanent durch trollige Kommentare zermürbt. Da ist keine echte Hilfe oder von den Elos gar erwünscht oder verursacht. Echte Fakten anderer Elo User oder durch mich interessieren die Strippenzieher dort sowieso überwiegend nicht. Ist zumindest meine bisherige Erfahrung dort.


Bin selbst schon ins Kreuzfeuer derjenigen geraten. Unter lächerlichen, vollkommen an den Haaren herbeigezogenen Vorwänden oder mit hämischen Kommentaren stattdessen garnierte.  Beinahe so, wie das in den Jobcentern so als Behandlung für wehrhafte Elo vorgesehen ist, so meine Meinung und Erfahrung dazu.

Darum bist Du hier, in diesem Forum, als Elo, IMMER besser aufgehoben. Hier erkenne ich zumindest noch die "echten " Elos und echten Helfer -gegen die Jobcenter und deren miese Machenschaften.
   
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 16:30:12 Mi. 07.Juli 2021
Je weniger der AV von Anfang Material bekommt, um so weniger hat der in der Hand.

Sehr gute Zusammenfassung. :)
Das habe ich leider von Anfang an nicht im Hinterkopf gehabt. Leider rede ich zu viel und bekomme hinterher einen Schreck. Es ist auf jeden Fall ein Denkfehler, mit dem guten Willen der AV zu rechnen. Bei psychischen Problemen ist wahrscheinlich GANZIL weit oben auf der Liste der Instrumente... Und hinterher heißt es immer "wir wollen ja nur helfen." :o
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 16:36:28 Mi. 07.Juli 2021
Das Casemanagement schwingt jetzt stattdessen die Peitsche. Und kennt keine Gnade für Schwache.

So sieht`s leider aus.  >:(
Dein letzter Tipp mit der Vorbereitung erinnert mich an einen Hai bei der Robbenjagd, erst beobachten, dann zuschlagen.  ;)
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Draisine am 16:56:53 Mi. 07.Juli 2021
Bei psychischen Problemen ist wahrscheinlich GANZIL weit oben auf der Liste der Instrumente... Und hinterher heißt es immer "wir wollen ja nur helfen." :o

Nö -Ist aktuell nicht mehr im Fokus. Da gibt es inzwischen jede Menge mehr, mit anderer -oftmals irreführender - Bezeichnung -bundesweit. ich kenne aktuell für dieses Jahr schon mehr als 300 neu geplante, via Ausschreibungen  -oder frisch an Träger vergebene neue Konzeptionen, nur was die für dem Fallmanagement zugeordnete  Elo beträfe. Und es kommen täglich neue Maßnahmen  mit absurdem Anspruch hinzu. Mit wirklich atemberaubenden, und höchst fragwürdigem  Anspruch.  Insbesondere auch die, die als Gegenmittel zur Gegenwehr bei angeblich "verhaltensauffälligem Verhalten "eingesetzt werden sollen, noch überwiegend vermehrt bei kommunalen  JC. 
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Onkel Tom am 17:36:01 Mi. 07.Juli 2021
Danke @draisine.

@exit..

Jo, Gemütsbeeinträchtigungen sollte Mensch nicht unbedingt  den Schikanierbuden (JCs) beichten.
Und bei deinen Bestrebungen, in welchen Bereich Du hin möchtest erst recht nicht ;-)

Wie draisine schon beschreibt, findet sich für jede Gemüts-Druckstelle Maßnahmenträger, die sich
gern an dir auslaboriern wollen und das nicht nur stümperhaft..

Alles gut.. Muss gleich noch mal los und morgen ziehe ich mir den Thread noch mal rein, ohne zu
überfliegen..

Bis denne und bleibe wacker. M.s.G. Tom  :)
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 18:51:32 Mi. 07.Juli 2021
Vielen Dank, @ Draisine & @ Tom.

Ja, das ist leider ne bittere Wahrheit, ruckzuck hat man den Stempel drauf. In den JC sitzen nun mal leider Wölfe im Schafspelz, die die Schwächen der Elos schamlos ausnutzen.

 
Mach ich, bis denne, M.s.G. :)
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Spiegelei am 11:54:08 Do. 08.Juli 2021
Die Erfahrung kann ich von @Draisine zu 100% Teilen. Da wird eher versucht gerichtliche Gegenwehr zu verhindern. Selbst in Rechtsforen wird eher auf Seiten des JC beraten. Meine Fälle wurde jetzt Klage erhoben, bin gespannt ob hier was erreicht wird. Ich bin davon überzeugt, dass die Widerspruchsbescheide noch genügend Angriffsfläche bieten. Es geht denen in erster Linie, um Einschüchterung, dass erst gar keine Klage erhoben wird. Das wird in vielen Fällen auch funktionieren. Ich hoffe nur, dass meine Rechtsvertreter genügend Erfahrung besitzen, um hier den Richter zu überzeugen. Dieser ist leider jung und Ex-Bundeswehr Angehöriger und hat da meiner Meinung nichts zu suchen. Auch wurden all meine vorherigen Versuche gnadenlos zu gunsten des JC abgeschmettert, mit zum Teil sehr fragwürdigen Begründungen. Man denkt am Anfang nicht so radikal, dass einen hier nicht geholfen wird, sondern das Gegenteil erreicht werden soll. Die Maschinerie dahinter ist meiner Meinung nicht mit dem GG vereinbar.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Onkel Tom am 18:33:35 Do. 08.Juli 2021
...
Ich war ja der Überzeugung, man sollte mit dem JC bzw. dem Träger offen reden, damit die Bescheid wissen, worauf sie Rücksicht nehmen müssen, gerade wenn man eine Therapie macht. Das kann aber auch ins Auge gehen. Die psychische Gesundheit sollte nur dann erwähnt werden, wenn es gar nicht anders geht. Die Leute im JC und drumherum meinen sonst, dass sie leichtes Spiel haben und einen nicht mehr ernst nehmen müssen.
...

Gut umschrieben zum ersten Irrtum, was ich rot eingefärbt habe. Vergeht mehr Zeit, bis die Einsicht kommt,
das Elo bis auf seine beruflichen Fähigkeiten nicht mit Schikanierbuden (JC & MT) offen reden sollte, um so
schlimmer das Deaster, was folgt..

In Kurzfomulierungen via Termin-Ereignisse oder Teilnehmer_Beurteilungen in der Mobcenter-Akte / EDV könnte
man in Glauben geraten, Dokumentation eines Verhör vor den Augen zu haben.

Es wird nach Faktoren gelauscht, die sich gut als Vermittlungshemmnis oder als ausbeutbare Schwäche des Elos
einordnen lassen

"Müssen" sie wirklich Rüpcksicht nehmen ? Warum ? Solange Elos den Schickanierbuden nicht an die Wäsche gehen
kann, ist für die doch alles gut und jo, es sitzt doch in ihren Augen nur ein lebendiges Werkstück an der
gegenüberliegende Schreibtischkante, der es immer wieder ein zu impfen gilt "Wir wollen Ihnen doch nur helfen.".

Ja, Frech ! Wie kann man Hilfe verweigern, wenn sie den "Patienten" schon füttern ? so der Wurli im Kopfe der Gesellschaft.
Und den Wolf sieht man ja nicht, wenn er sich sein Schafskostüm an gegezogen hat.. Schikanierbuden- (= Neues Wort für
Jobcenter und Maßnahmenträger gemeinsam..) Erfahrungslose Lohnerwerbsabhängige, Studiertenkreise und Richterschaft
wollen den Wurli im Kopfe nicht wahr haben und so ergibt sich das Ergebnis, das Schikanierbuden alles richtig machen.

 :Q

Und das Wesen des Ausbeutertum ist gut versorgt und hat immer noch eine 2te Schachtel (Mobcenter-Bewerberpool) auf
Tasche, wenn ihm die erste Schachtel wie lauter ausgefrückter Zigaretten leer gegangen ist (Leiharbeitswesen).

Meine Formulierung hier ist hart und brutal aber täglich erlebte Realität. Mitarbeiter_innen der Schikanierbuden müssen
auch solch menschenverachtende Denkweisen wie "Werkstück" verinnerlichen, um mit ihren Schandtaten nicht selbst
emotionell in Berührung zu kommen.

Letztendlich geht es nur darum, des Arbeitgeber Fluppenschachtel mit Auszubeutenden nach zu füllen. Erklärt ja auch
sinngemäß die Fliesßband-Erfahrungen und Konstruktivlosigkeit bezüglich echter Weiterbildung, die der Elo dann wieder
mit nach Hause nimmt.

Da schmeckt dem Elo selbst das Bonbon "Weniger reden ist mehr." doch schon viel besser.. Nur einwerfen und sich daran
auch dizipliniert dran halten und wenn Sachbearbeitung Haare (schwarze Pädagogik) auf den Zähnen hat, nur mit Beistand
im Sinne des § 13 Absatz 4 SGB X hin gehen..

Mit Schikanierbuden zu telefonieren ? Da freut sich schon eine Widerspruchstelle drauf, alles im Gewannt "nicht nachweisbar"
ab zu schmettern.. Jo, da ist dann auch was wahres dran, das Elo es selber schuld sei..

 ::)

Alles etwas mafiös, was rund um die Schickanierbuden ab geht, wo es ja nur ein "Vermittlungsgeschäft" ist.
Hmm.. Hüstel, hätte nicht gedacht, das meine Worte von 2005-2009 sich sowas von zeitlos entpuppen und das beste was für
Elo geht : "Sammel ein und gebe deine Daten nicht preis." Als Zwangsteilnehmer_in beim Maßnahmenträger genau so
 attraktiv, sich auf diese Weise mit Dingen (Beweismaterial) zu wappnen um die Fingerwickler um den Finger zu wickeln..

Arbeitskraft lässt sich in diesen Kreisen auch gut untereinander "verticken" und da kann Elo so richtig cool den Schickanierbuden
auf dem Koffer kakken. Augen und Ohr offen halten. ;D
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Spiegelei am 19:48:58 Do. 08.Juli 2021
Es ist ein trauriges Geschäft für alle Beteiligten. Keiner auf der Gegenseite ist damit wirklich glücklich. Ich habe diesmal trotzdem kurzen Prozess gemacht, auch bei einem Maßnahmenträger mit vollem DSGVO Programm, weil ein unglücklicher "menschlicher" Fehler dazu geführt hat, hier das volle Programm des Datenschutzbeauftragten anzuwenden. Es war ein versehen! Das darf man dabei nicht außer Acht lassen. Ich finde es wirklich sehr sehr bedenklich, dass hier die unterste Schicht gegeneinander aufgehetzt wird. Divide et impera ... einfaches Prinzip. Billig aber anscheinend wirkungsvoll. Keiner von den Beteiligten in einem sicheren Arbeitsverhältnis mit entsprechendem Gehalt möchte diese Sicherheit zugunsten eines ?! (ELO/H4 Empfänger) aufs Spiel setzen. Wer das macht ist irre. Das geht bis zum Richteramt. Wofür hab ich jahrelang studiert?! Um meinen Dienstherren ans Bein zu pi**en? Und Rechte der armen und bedürftigen durchzusetzen? Meine Sicherheit aufgeben? Denkt mal darüber nach, wie korrupt und augeklügelt das ganze System ist, welches hier installiert wurde.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 09:46:45 Fr. 09.Juli 2021
@ Spiegelei:

Das ist es. Traurig und bitter und korrupt.

@ Tom:

Ich denke mal, wenn es irgendeinen einen Vorteil gibt bei der telefonischen Erreichbarkeit, dann der, dass man vielleicht (!) heraushören kann, was der SB plant und nicht aus heiterem Himmel durch VV, Einladung usw. überrascht wird. Ansonsten finde ich auch, dass die Nummer das JC eigentlich nichts angeht und nur für Freunde, Familie und AG "reserviert" ist.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 10:19:01 Fr. 09.Juli 2021
https://www.youtube.com/watch?v=TU2e18Bk0CY

Ihr fragt Euch jetzt, was dieses Video mit dem JC zu tun hat?

Eine ganze Menge, wenn man sich das Verhalten der SB anschaut. Im Prinzip muss jeder Elo denken wie Robbe UND Hai.

Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 10:22:34 Fr. 09.Juli 2021
Ich mag eigentlich keine Vergleiche mit der Tierwelt. Das hat mich allerdings nachdenklich gemacht.

Robben sollten immer im Schwarm bleiben, einzelne sind gefährdeter = der Elo sollte nicht alleine zum Termin.
Der Hai greift immer überraschend  an = am Samstag liegt ein VV im Briefkasten.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Onkel Tom am 14:49:56 So. 11.Juli 2021
... Und wie aus 20 Meter Tiefe kommt SB mit einer tollen Maßnahme ums Eck, wenn SB
das Gespräch zum Zustandekommens dieser telefonisch fabriziert werden kann..

Also lasst es mal besser bleiben, den einfachen Weg zum JC via Telefonat zu wählen..
(Schall und Rauch)

Schönen Sonntag  ;)

Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 15:53:44 So. 11.Juli 2021
... Und wie aus 20 Meter Tiefe kommt SB mit einer tollen Maßnahme ums Eck, wenn SB
das Gespräch zum Zustandekommens dieser telefonisch fabriziert werden kann..


 ;D ;D ;D

Dir auch noch einen schönen Sonntag  ;)
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 06:39:25 Fr. 23.Juli 2021
Um wieder zum Thema zurückzukommen:

Bin in absehbarer Zeit in einem Orientierungspraktikum. Schichtdienst. Muss 4 Uhr morgens aufstehen und eine unbeleuchtete Strecke entlang, für eine Frau nicht ohne, da um diese Zeit kein einziger Bus fährt, Mitfahrgelegenheit: Fehlanzeige. Beginn ist um 6, Weg in die Stadt: ca. 1,5 Std. Ist das zumutbar, in einem unbezahlten Praktikum? Kann weder ein Taxi finanzieren, noch ein Zimmer in der Stadt. Bei einer Spätschicht hätte ich übrigens das gleiche Problem. Fahrrad hab ich auch keins.

Wenn ich das Praktikum deswegen abbrechen müsste, wäre ich dann auf der sicheren Seite?
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 07:07:07 Fr. 23.Juli 2021
Absagen will ich deswegen nicht.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 07:30:46 Fr. 23.Juli 2021
Noch eine Frage:

Kennt sich jemand mit den Unterlagen vom JC aus, die man beim Praktikumsgeber einreichen muss (Erhebungsbogen)?
Finde es ziemlich peinlich, mich zu Beginn schon als "Hartzer" zu outen.
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Onkel Tom am 11:24:02 Fr. 23.Juli 2021
Jo, das informationelle Selbstbestimmungsrecht verteidigen aber durchaus möglich,
das Du durch "freiwilliger" Unterschrift(en) bereits darauf verzichtest.

Daher ich keinerlei Kenntnisse in deinem Fall habe, kann ich deine Fragen zu deiner
gegenwärtigen Teilnahme an einer Maßnahme nicht beantworten..
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 12:33:15 Fr. 23.Juli 2021
Ok. Das Praktikum dauert 2 Wochen, ist als Vorstufe einer Ausbildung gedacht und gemeldet. Ich soll die Unterlagen, die der AV mir zugeschickt hat, vom Praktikumsgeber ausfüllen und ans JC zurückschicken lassen. Das Praktikum habe ich mir ausgesucht.

Unterschrieben habe ich im Moment nichts bzw. nur die alte EGV, die aber abgelaufen ist.

@ MarcoW75:

Nach dem, was ich gerade gelesen habe (Tacheles Sozialhilfe) ist ein unentgeltliches Praktikum kein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis und kann daher nicht erzwungen werden. Es ist zwar eine Maßnahme nach § 16 SGBII, aber die hast du ja mit dem Coaching schon angetreten. Ist daher sowieso unsinnig, dass man innerhalb einer Maßnahme noch eine Maßnahme machen soll.
Du könntest Dich darauf berufen, dass solche Praktika nur dazu taugen, eine Ausbildung anzubahnen - für die, die noch keine abgeschlossen oder ihr Studium abgebrochen haben oder noch eine neue Ausbildung machen wollen.
Im sozialen Bereich (Pflege u.a.), im Buchhandel, im Journalismus, auch im Handwerk wäre das noch logisch, aber sonst?


Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 19:54:30 So. 25.Juli 2021
Hab einen Thread zum Thema Zwangspraktikum im Elo-Forum gefunden, ist schon älter, aber vielleicht hilft`s:

https://www.elo-forum.org/threads/machen-sie-doch-mal-ein-praktikum.54102/
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: Draisine am 08:08:49 Mo. 26.Juli 2021
Ok. Das Praktikum dauert 2 Wochen, ist als Vorstufe einer Ausbildung gedacht und gemeldet. Ich soll die Unterlagen, die der AV mir zugeschickt hat, vom Praktikumsgeber ausfüllen und ans JC zurückschicken lassen. Das Praktikum habe ich mir ausgesucht.

Unterschrieben habe ich im Moment nichts bzw. nur die alte EGV, die aber abgelaufen ist.

@ MarcoW75:

Nach dem, was ich gerade gelesen habe (Tacheles Sozialhilfe) ist ein unentgeltliches Praktikum kein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis und kann daher nicht erzwungen werden...


Bei Dir mag das gelten, wenn das JC die nicht schon im Vorfeld in eine Maßnahme verwandelt haben sollte.

Zu Deiner Antwort an @MarcoW75:
Was die Praktika in 45er Maßnahmen anbelangt, so agieren dort die Träger dort analog zu deren Quoten Vorgaben und daher bekommen sowieso nicht alle Teilnehmer die Chance dazu. Nur dann, wenn das sozusagen eine Eignungsprüfung für eine Beschäftigung in dem Betrieb sein soll, wo sich der Träger dann eine Vermittlungsgebühr erhofft. Die ggf. weitere Absicht der JC und des Trägers, dass das Praktikum auch nur zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit und Wiederherstellung der Marktnähe darin verordnet werden soll, die ergibt sich mithin auch aus der Konzeption der Maßnahme und der Eignung des Teilnehmers. Der Teilnehmer unterschreibt zwar mehrheitlich das Risiko dessen gleich am Anfang der Maßnahme -muss jedoch vor einem möglichen  Praktikum eine gesonderte Vereinbarung dazu unterschreiben. Beides ist aber nicht in Stein gemeißelt. Denn die Überprüfung der Leistungsfähigkeit ist nicht unendlich " möglich". Wer halt nur zwei linke Hände anbietet oder auch dazu mental nicht "wendig" genug agiert, der ist dann ganz schnell wieder raus. Das ist nach meiner Meinung noch die einfachere Art der vorzeitigen Beendigung dessen. Von ansonsten 4 -6 Wochen. Meist durch den AG. Denn der Träger bietet dann sowieso gleich andere Teilnehmer an. Und die AG wissen das.

Besser ist es aber allemal, eine solche 45er Maßnahme gleich insgesamt zu verhindern. Mit der Unterschrift beginnt aber meist ein Zwang bei 45er Maßnahmen für die gesamte Maßnahme, ggf. also auch für ein Praktikum, sofern die Konzeption der Maßnahme ein Praktikum enthalten soll. Wobei die Gründe hierfür unterschiedlich sein können.

 

   
Titel: Re: Wie im Coaching Praktikum abwürgen ?
Beitrag von: horrorexitmytoday am 10:04:11 Mo. 26.Juli 2021
Wer halt nur zwei linke Hände anbietet oder auch dazu mental nicht "wendig" genug agiert, der ist dann ganz schnell wieder raus. Das ist nach meiner Meinung noch die einfachere Art der vorzeitigen Beendigung dessen. Von ansonsten 4 -6 Wochen. Meist durch den AG. Denn der Träger bietet dann sowieso gleich andere Teilnehmer an. Und die AG wissen das.

Danke, Draisine :). Das ist gut zu wissen. Hab mein Praktikum gleich am ersten Tag geschmissen, weil ich psychisch nicht belastbar genug bin. Mache mir jetzt natürlich Sorgen, dass ich Sanktionen zu befürchten habe, weil es ja nach § 16 als Maßnahme gilt. Andererseits ist das Praktikum nicht in der EGV festgelegt. Ich bin ja in einer Optionskommune und hier legen die auf Praktika gesteigerten Wert, was ich seltsam finde.