Osteuropa

Begonnen von Kuddel, 11:00:23 Mi. 15.August 2018

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ManOfConstantSorrow

Von Osteuropa will man nichts wissen. Wenn es Proteste gibt, dann wird nur gefragt, ob sie pro-EU oder pro-Putin sind.

ARTE will nun am Puls der Zeit sein. "Gen Z" ist das Thema. Es soll nun alles jung und hip sein, auch die Form des Beitrags.


https://www.youtube.com/watch?v=nSsetnPAtQY

Jede Menge Lifestyle, etwas Klima, etwas anti-Putin, aber nichts über die soziale Situation.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

dagobert

Wenn man das Video für bare Münze nimmt, besteht Gen Z nur aus Musikern.
Klingt für mich nicht allzu glaubwürdig.
Der beste Kaufmann ist der Krieg. Er macht aus Eisen Gold.
Friedrich von Schiller

Kuddel

Ich habe einen ähnlichen Eindruck bei der Ukraine-Berichterstattung.
Wenn da junge Leute zu Wort kommen, sind es meist Performance Künsler, Modedesigner, DJs oder sie arbeiten als IT Facheute.

ManOfConstantSorrow

Ein spannender Artikel:

ZitatTirana: Räumungen und Abrisse im Namen der Stadtentwicklung

5 Maji ist ein Stadtviertel im Norden der albanischen Hauptstadt, das zum Opfer des umstrittenen Stadtentwicklungsprojekts Tirana Riverside wurde. Zahlreiche Wohnungen wurden dort trotz der Proteste dagegen abgerissen.
https://voxeurop.eu/de/tirana-raumungen-abrisse-boeri-tirana-riverside/
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

Albanien...

Zitat(...)
Nicht vergleichbar mit Serbien

Albaniens Korruptionsaffären im Bausektor erinnern an die Situation in Serbien. Dort wurde bei der Renovierung eines Bahnhofsvordachs in Novi Sad gepfuscht. Als es zusammenbrach, starben sechzehn Menschen. Die Folge waren die grössten Proteste gegen die Regierung seit Ende der neunziger Jahre. Die Proteste, die Albanien im Schnitt einmal pro Woche erlebt, sind anders. Zwar gehen Tausende auf die Strasse, es handelt sich dabei jedoch um keine breite Bürger:innenbewegung, sondern um Kundgebungen der PD von Sali Berisha. Die Menschen machen mit, weil «ihre» Partei ruft.

Das artet teilweise in Gewalt aus. Am Abend des 28. Februar griffen Demoteilnehmer:innen die ehemalige Villa des Diktators Enver Hoxha mit Feuerwerk und Brandsätzen an. Das Haus wurde unlängst in ein Kulturzentrum umgewandelt, in dem Künstler und Künstlerinnen aus aller Welt untergebracht sind.

Die Bilder der Eskalation helfen Edi Rama wieder einmal aus der Patsche. Er kann mit dem Angriff von seinem Dilemma ablenken, das da lautet: Kann er seine engste Vertraute an die Justiz ausliefern, ohne selbst unterzugehen?
https://www.woz.ch/2611/proteste-in-albanien/machtkampf-zwischen-alten-leithammeln/!M937HRCVQZ8C
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

ZitatMassenprotest gegen tschechische Regierung

Die Veranstalter sprachen von bis zu 250.000 Teilnehmern, die sich in einem großen Park auf der Letna-Ebene hoch über der Moldau versammelten.

Babis regiert seit Mitte Dezember in einer Koalition mit zwei Parteien am rechten Rand des politischen Spektrums - der Autofahrerpartei "Motoristen für sich" und der Partei Freiheit und direkte Demokratie (SPD).

Erst vor wenigen Wochen lehnte es das Parlament mit der Regierungsmehrheit ab, die Immunität von Babis als Abgeordnetem aufzuheben. Dem 71-Jährigen drohte ein Gerichtsprozess wegen mutmaßlichen Subventionsbetrugs. Seine ANO-Partei arbeitet im EU-Parlament in der Fraktion "Patrioten für Europa" unter anderem mit der Fidesz des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban zusammen.
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/prag-proteste-102.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

Zitat,,Fürsorge ist die Grundlage, die das Leben ermöglicht": Ein Interview mit LevFem über sozialistisch-feministische Kämpfe in Bulgarien

Als ersten Beitrag seiner Porträtserie über linke Organisationen aus der postsozialistischen Welt freut sich Red Threads, das Interview von Burcu Ayan mit der bulgarischen linken feministischen Organisation LevFem zu präsentieren.
https://www.redthreads.media/p/care-is-the-basis-that-makes-life

(leider nur auf englisch)
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

Jetzt hören wir einiges über den Wahlkampf in Ungarn. Kurz vor der Wahl springt der US-Vizepräsident JD Vance Ungarns Premier Orbán bei. Die deutschen Medien zeigen mehr Sympathie für Péter Magyar von der Tisza-Partei.

Es wird über neue Wahlkampfstrategien und Social Media geredet, doch über Politik erfährt man wenig.

Politik und Medien interessieren sich fast ausschließlich für die eigenen Interessen. Es geht um die militärische Blockbildung und die Haltung zu Putin und da schert Victor Orbán aus, weil es sich für Ungarn ökonomisch nicht rechnet.

Und dann geht es um die EU. Da geht es um die wirtschaftlichen Interessen des Westens. Ungarn hat preisgünstige Arbeitskräfte. Die deutsche Autoindustrie hat große Prodktionsstätten und Ungarn.

ZitatTrotz politischer Kritik bleibt Ungarn für deutsche Hersteller ein attraktiver Partner – mit über 150.000 Beschäftigten in der Autoindustrie und wachsender Bedeutung für Europas industrielle Zukunft.
https://www.ost-ausschuss.de/de/beliebter-standort-warum-deutsche-autohersteller-nach-ungarn-gehen

Es gibt bedeutende Vorkommen an Bauxit, Braunkohle, Erdgas und Erdöl, sowie Vorkommen an Mangan, Eisenerz und Edelmetallen wie Gold und Silber.

Auch im Bereich der Landwirtschaft gibt es westliche Interessen:

ZitatXXL-Landwirtschaft auf riesigen Flächen in Ungarn: John Deere, Versatile, Claas
https://www.agrarheute.com/land-leben/xxl-landwirtschaft-riesigen-flaechen-ungarn-john-deere-versatile-claas-639215

ZitatWie kann ich einen Bauernhof (Tanya) in Ungarn kaufen?
https://immobest-ungarn.com/wie-kann-ich-einen-bauernhof-tanya-in-ungarn-kaufen/

Man will möglichst große Stücke vom Kuchen Ungarn haben und fürchtet, Putin könnte besser abschneiden.

Die Bevölkerung, ihre sozialen Probleme, Löhne, Renten, Armut, Wohnraum, Frauenrechte etc., interessieren weder westliche Politiker, noch Medien. 
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

Der Gegenspieler von Viktor Orbán, Péter Magyar, wird von unseren Medien derart hofiert, daß man sich fragt, ob man sich nicht auf Orbáns Seite schlagen sollte.

Nein, sollte man nicht. Orbán war schon immer ein rechter Arsch, doch das erfreute die deutsche Wirtschaft, die so keine hohen Löhne und starken Gewerkschaften befürchten brauchte. Orbán war ihr Mann, egal wie korrupt und faschistisch seine Politik war.

Ist Péter Magyar so viel besser? Ich wage es zu bezweifeln. Er kommt aus der selben Partei (Fidesz) wie Orbán. Er mag noch nicht ein so verzweigtes Netzwerk der Korruption ausgebaut haben wie Orbán, doch das Hauptinteresse an ihm scheint darin zu liegen, daß er verspricht, weniger Business mit Rußland zu machen und sich der EU und Nato zuzuwenden.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

counselor

ZitatParlamentswahlen in Ungarn - Steht Orbáns Abwahl bevor?

In Ungarn ist das internationale Finanzkapital die allein herrschende ökonomische und politische Macht.

Diese Macht wird durch die bevorstehenden Parlamentswahlen in keiner Weise gefährdet, denn in dieser Wahl wird ausschließlich darüber entschieden, erstens, mit welcher Methode, mit welcher Modifikation des Systems der kleinbürgerlichen Denkweise die Herrschaft über die Massen in Ungarn ausgeübt wird, auf welche Weise am besten der Anschein aufrechtzuerhalten ist, es ginge bei den Wahlen um die Interessen der ungarischen Arbeiter und Volksmassen; zweitens steht zur Wahl, in die Hand welcher der beiden Monopolparteien die Wählerinnen und Wähler ihre Zukunft legen wollen, ob weiterhin Orbán mit seiner Fidesz-Partei regieren soll, die zwischen den Fronten einerseits Europa und andererseits Russland/China manövriert.

Quelle: https://www.rf-news.de/2026/kw15/steht-orbans-abwahl-bevor
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

ZitatErmutigendes Zeichen - Ungarn: Eine Schlappe nicht nur für den Faschisten Orbán

Mit einer historisch hohen Wahlbeteiligung von knapp 78 % haben die 8 Millionen Wahlberechtigten den Faschisten Victor Orbán mit einer klaren Mehrheit abgewählt. Orbán gestand die Niederlage seiner Partei öffentlich ein.

Quelle: https://www.rf-news.de/2026/kw16/ungarn-eine-schlappe-nicht-nur-fuer-den-faschisten-orban
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

ZitatUngarn: Wie weiter nach Orbáns Wahlniederlage?

,,Die Demokratie hat gewonnen", überschrieb Die Zeit ihren Kommentar zu den Wahlen in Ungarn. Ähnlich reagierten zahlreiche weitere europäische Medien und Politiker, die den Wahlsieg der Tisza-Partei von Peter Magyar abwechselnd als ,,Sieg für die Demokratie" und als ,,Sieg für Europa" bezeichneten. Doch mit der politischen Realität hat diese Einschätzung wenig zu tun.

Quelle: https://www.wsws.org/de/articles/2026/04/13/unga-a13.html
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

ManOfConstantSorrow

Aus der Sicht der Medien geht es für die osteuropäischen Staaten allein darum, ob sie sich der EU und Nato oder Rußland unterwerfen.

Eine Blockfreiheit und freie Entscheidung darüber, mit wem die Handel treiben möchten, gönnt man ihnen scheinbar nicht.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

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