Pestizide Forever!

Begonnen von dagobert, 14:31:44 Do. 27.April 2023

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dagobert

ZitatDie Zulassungen mehrerer Pestizidwirkstoffe, die besonders gefährlich für Umwelt und Gesundheit sind, wurden kürzlich auf EU-Ebene um ein Jahr verlängert. Der Grund: Weil die europäischen Zulassungsbehörden ihre Risikobewertungen nicht rechtzeitig abgeliefert hatten, stimmten die europäischen Mitgliedsstaaten für die sogenannte formale Verlängerung.

Die Einstufungen der weiter zugelassenen Stoffe reichen von ,,Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen" (Cycloxydim) über ,,Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen" (Dimethomorph) bis hin zu ,,Kann vermutlich Krebs erzeugen" (Captan, Folpet, Metazachlor, Proquinazid). Einige dieser Wirkstoffe stehen aufgrund ihrer Gefährlichkeit sogar offiziell auf der Liste der so genannten Substitionskandidaten.

Derzeit sind über 50 Pestizidwirkstoffe, die in der EU eingesetzt werden dürfen, als Substitutionskandidaten eingestuft. Doch das Ziel, diese Ackergifte zu ersetzen, wurde bisher nicht erreicht. Ein 2022 erschienener Bericht von PAN Europe zeigt, dass sogar das Gegenteil der Fall ist. Er belegt: Europäisches Obst und Gemüse ist zunehmend mit diesen schädlichen Pestiziden belastet. Kein Wunder, denn bereits im vergangenen Jahr wurden die EU-Zulassungen von mehr als einem Dutzend Substitutionskandidaten, auch unter der Zustimmung der deutschen Bundesregierung, um ein Jahr verlängert.

[...]
Aus dem Abstimmungsergebnis geht jedoch hervor, dass die deutsche Bundesregierung sich diesmal nicht enthalten, sondern für die Zulassungsverlängerung der oben aufgeführten gefährlichen Pestizidwirkstoffe gestimmt hat.
https://umweltinstitut.org/landwirtschaft/meldungen/zulassung-hochgefaehrlicher-pestizide-erneut-verlaengert/
Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch.
Karl May

dagobert

Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch.
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ManOfConstantSorrow

Angesichts des Klimawandels ist das Gift auf den Feldern und auf dem Teller nicht mehr so im Fokus.

Mir fällt die Glyphosat Problematik ein. Es kamen WHO und EU zu dem Schluß, daß Glyphosat in Nahrungsmitteln nicht krebserregend sei. Abgesehen davon, daß ich diesen Studien nicht glaube, ist es mir egal: Ich bin gegen die Ausbringung von Glyphosat auch dann, wenn es nicht krebserregend ist! Ich lehne chemische "Unkrautbekämpfung" grundsätzlich ab. Die Landwirtschaft muß damit klarkommen, daß zwischen den gewünschten Pflanzen auch etwas anderes wächst, auch wenn es die Ernte etwas reduziert. Die Wille zur Profitmaximierung schädigt Böden, Mensch & Tier.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

dagobert

ZitatVerbraucher:innen vertrauen dem europäischen Vorsorgeprinzip: Nur Wirkstoffe, die als sicher für Mensch und Umwelt gelten, dürfen eingesetzt werden. Deshalb können Pestizidhersteller ihre Produkte in der EU erst dann vermarkten, wenn ihre Risiken offiziell geprüft wurden. Doch diese vermeintliche Sicherheit ist ein Trugschluss: Immer häufiger landen auch Pestizide auf den Äckern, die keine aktuelle Risikoprüfung aufweisen. Eine wissenschaftliche Analyse im Auftrag des Umweltinstituts zeigt, dass es sich dabei keineswegs um Einzelfälle handelt. Im Gegenteil: Der Skandal hat System.
https://umweltinstitut.org/landwirtschaft/projekt-technische-verlaengerungen/
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