Banny Bleibt

Begonnen von Nikita, 14:46:42 Mo. 26.August 2024

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Nikita


Waldbesetzung Langener Bannwald

Der Langener Bannwald ist besetzt!

Für den Abbau von Kies durch die Firma Sehring sollen rund um den südhessischen Langener Waldsee eine Fläche von mehr als 30 Hektar wertvoller Bannwald zerstört werden, nachdem in den letzten Jahren bereits mehr als 30 Hektar gerodet wurden. Um das zu verhindern, haben wir den Wald besetzt und beschützen ihn mit Baumhäusern und unseren Körpern vor der Rodung. Bereits seit Jahren setzt sich die Bürger*innen-Initiative ,,Aktionsbündnis Langener Bannwald" für den Erhalt des Waldes ein, doch um in Zeiten der Klimakrise katasprophale Vorhaben wie die Rodung eines Bannwaldes für eine so klimaschädliche Industrie für die Baubranche zu verhindern, müssen wir anscheinend selber handeln.

Es kann nicht sein, dass in Zeiten des Waldsterbens und einer sich immer weiter verschärfenden Klimakrise wertvolle Waldstücke wie der Langener Bannwald gerodet werden. Diese Eskalation tolerieren wir nicht. Da die Politik nicht handelt und den Konzerninteressen von Sehring Vorrang gibt, haben wir den Bannwald besetzt und Strukturen für ein langfristiges Projekt zum Schutz des Waldes aufgebaut!

https://bannybleibt.noblogs.org/

E-Mail: bannybleibt@systemli.org (PGP Key unten)

Signal: bannybleibt.161

Telegram Kanal:
https://t.me/bannybleibt

Kontakt Telegram:
@langenerlangohr

Insta: @bannybleibt

Nikita

Hanni bleibt! Stoppt die Rodung des St. Johanner Waldes

Im St. Johanner Wald, liebevoll ,,Hanni" genannt, stehen die ältesten Bäume von Saarbrücken. Der Hanni hat besondere Schutzmerkmale wie Trinkwasser-Schutzgebiet, Bannwald und Kern- und Biotopsverbundswald. Eigentlich sollte der Wald laut Koalitionsvereinbarung zum Urwald werden – nun  aber soll das 22 Fußballfelder große Waldstück gerodet werden.

Drohende Rodung trotz überholtem Bauplan

Vor einigen Jahren hat der Saarbrücker Stadtrat den Bebauungsplan ,,Stuhlsatzenhaus" für die Erweiterung des Helmholtz-Instituts beschlossen. Diese Standorterweiterung ist aber hinfällig, da das Institut zwischenzeitlich beschlossen hat, seinen Standort nach St. Ingbert zu verlegen. Dennoch soll der geschützte Bannwald nun quasi auf "Vorrat" gerodet werden, nur um dort irgendwann u.a. über 1.000 Pkw- Stellplätze sowie Büro- und Wohngebäude zu errichten. Bereits im Oktober 2024 sollen die Bäume im der St. Johanner Wald fallen und somit unumkehrbare Fakten geschaffen werden.

Koordinaten des Waldes 49,25991° N, 7,04862° O
Anreise mit dem ÖPNV über die Haltestelle Stuhlsatzenhaus

Vermeidbare Umweltzerstörung trotz Klimanotstand


Die Gründe, die für den Erhalt des Waldes sprechen sind vielfältig. Zum einen hat die Saarbrücker Innenstadt  bereits jetzt mit massivem Leerstand zu kämpfen. Die Versiegelung gesunder Wälder für Wohnraum ist also weder notwendig noch ökologisch vertretbar. Zumal die Stadt Saarbrücken erst 2019 den Klimanotstand ausgerufen hat.

Auch die geplante Errichtung eines weiteren Parkhauses wirkt angesichts der guten Nachverkehrsanbindung aus der Zeit gefallen und so gar nicht im Sinne der längst überfälligen Mobilitätswende.

,,Hier zeigt sich aufs neue die Kurzsichtige Eintscheidungsfindung der aktuellen Politik: Ein 180 Jahre altes Waldstück, welches Stadt und Umgebung kühlt, vor Hochwasser und Luftverschmutzung schützt und uns mit Trinkwasser versorgt soll nun Neubauten weichen wärend unsere Innenstadt zunehmend ausstirbt", so die Aktivist*innen der Gruppe ,,Hanni bleibt!".

Wachsender Protest: Alle für den Hanni!

Die Unabhängige Gruppe ,,Hanni Bleibt!" hat es sich zum Ziel gemacht, den Urwald vor den Toren der Universität vor einer Rodung zu schützen. Alle zwei Wochen lädt sie interessierte Bürger*innen zum Waldspaziergang ein, um sich selbst ein Bild von der geplanten Baufläche und der damit einhergehenden Umweltzerstörung zu machen.

Die Anreise ist über die Bushaltestelle Stuhlsatzenhaus möglich. Aktuelle Termine finden sich weiter unten sowie auf dem Instagram-Kanal @hanni_bleibt.

Mitte Juni 2024 wurde zudem eine Online-Petition gestartet, mit der Stimmen für die Rettung des Waldes gesammelt werden sollen.

"Unsere größte Motivationist es, die Welt so zugestalten dass alle Lebewesen, jetzt und in Zukunft einen Planeten vorfinden, auf dem es sich gut leben lässt."
[Gruppe "Hanni bleibt!"]

Weiterführende Links und Kontakt
Website: hanni-bleibt.de
Petition: weact.campact.de
Instagram: @hanni_bleibt
Kontakt per Mail: kontakt@hanni-bleibt.de

https://wald-statt-asphalt.net/st-johanner-stadtwald-bei-saarbruckener-besetzt/

Nikita

Das Banny wird aktuell geräumt und BesetzerInnen in Gewahrsam genommen.

Räumung der Waldbesetzung im Langener Bannwald hat begonnen
In den frühen Morgenstunden hat die Polizei mit der Räumung der Baumhäusern im besetzten Langener Bannwald begonnen.

Vor über einem Jahr haben Aktivist*innen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung den Langener Bannwald besetzt, um gegen die geplante Rodung des Waldes zu protestieren. Seit den frühen Morgenstunden geht die Polizei mit einem Großaufgebot gegen die Waldbesetzung ,,Banny bleibt!" vor. Der Aufforderung, den Wald freiwillig zu verlassen, sind die Waldbesetzer*innen nicht nachgekommen. Sie wollen den Wald so lange verteidigen wie möglich. Nun rückt die Polizei gewaltsam gegen sie vor.

Die Aktivist*innen zeigen sich entschlossen:

,,Wir sind hier, um den Wald, unsere Lebensgrundlagen und den Freiraum, den wir uns erkämpft haben, mit unseren Körpern zu verteidigen. Die Polizei kann unsere Baumhäuser zerstören – aber unsere Träume können sie nicht räumen", so Hannah, eine der Waldbesetzer*innen.

Veranlasst wurde die Räumung vom Magistrat der Stadt Langen, um die Fläche dem Sand- und Kiesunternehmen Sehring überschreiben zu können. Für den gewinnbringenden Abbau von Kies und Sand hat die Stadt dem Unternehmen insgesamt 63,7 Hektar Wald übereignet – eine Fläche so groß wie rund 90 Fußballfelder. Im Zuge der Auskiesung wird der Wald mitsamt des wertvollen Waldbodens vollständig vernichtet. Bereits über 30 Hektar Waldfläche wurden in den vergangenen Jahren auf diese Weise bereits zerstört.

,,Es kann nicht sein, dass in Zeiten des Waldsterbens und einer sich immer weiter verschärfenden Klima- und Biodiversitätskrise wertvolle und intakte Wälder für Konzerninteressen geopfert werden. Eine Waldzerstörung wie hier in Langen hat nicht nur fatale Auswirkungen vor Ort, sondern trägt auch global zur Verschärfung der Klimakrise bei", sagt Feli Möhrenacker aus der Waldbesetzung.

Die Zerstörung des Langener Waldes ist von besonderer Bedeutung, da es sich bei dem Waldstück um einen offiziell unter Schutz gestellten Bannwald handelt. Er hat einen unersetzlichen Stellenwert für den regionalen Wasserhaushalt, die Artenvielfalt, das Klima und die Luftreinigung. Laut hessischem Waldgesetz dürfen Rodungen nur in besonderen Ausnahmefällen vorgenommen werden. Trotzdem erhält der Kieskonzern Sehring seit Jahren immer wieder Fällgenehmigungen. Die Anwohnenden und die Bürgerinitiative ,,Aktionsbündnis Langener Bannwald" setzen sich bereits seit vielen Jahren aktiv gegen die fortschreitende Naturzerstörung durch Sehring ein. Im Juli 2024 wurde der Bannwald schließlich besetzt.

Alex Bäcker ist seit Monaten in der Waldbesetzung aktiv und hat in Langen viele Unterhaltungen an Haustüren geführt: ,,In meinen Gesprächen habe ich erfahren, dass die überwiegende Mehrheit der Langener Bürger*innen den Abverkauf des Waldes an Sehring ablehnt. Wenn wir gemeinsam aufstehen, können wir ein klares Zeichen setzen, gegen den Ausverkauf unserer Lebensgrundlagen für wirtschaftliche Interessen und für eine lebenswerte Zukunft für alle. Wir rufen alle auf, zu uns in den Wald zu kommen!"

Als sicheren Anlaufpunkt wurden zwei Mahnwachen angemeldet. Die Dauer-Mahnwache befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Waldbesetzung neben der Siebente-Stein-Schneiße (50.00619° N, 8.63906° E) und ist rund um die Uhr besetzt. Eine weitere MaWa wurde vom Aktionsbündnis Langener Bannwald angemeldet und befindet sich am Waldeingang am Ende der Mörfelder Straße. Die Polizei darf Menschen den Zugang zu den Mahnwachen nicht verwehren.

Alle Infos, Links und Kontakte zur Waldbesetzung Banny bleibt findet ihr hier https://wald-statt-asphalt.net/bannwald-langen/



Frauenpower


Nikita

Demo: Wandern im Banny 📣

Am Mittwoch wurde die Waldbesetzung im Langener Bannwald von der Polizei geräumt. Nun kann die Rodung jederzeit beginnen. Aber noch steht der Wald!

Am Samstag ruft das Aktionsbündnis Langener Bannwald zur möglicherweise letzten Waldwanderung auf, bevor die Zerstörung endgültig ihren Lauf nimmt.

📍 Los geht's am Sa 15.11. um 14 Uhr am Wasserwerk West in Langen.

Die Wanderung wurde als Demo angemeldet.

Kommt zahlreich und lasst uns gemeinsam klarstellen: Unser Banny bleibt! 🌳✊

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dagobert

ZitatÜber die Frage des Kiesabbaus in Hessen
Meinungsartikel
Von MERA25 Hessen   | 05/11/2025

Die südhessischen Kieswerke stehen für massiven Flächenfraß und Biodiversitätsverlust, die Folgen für Region und Klima sind kaum abzusehen. Die Recherche eines anonymen Aktivisten.
https://diem25.org/ueber-die-frage-des-kiesabbaus-in-hessen/
Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch.
Karl May

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