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Industrie und Handwerk bundesweit / Re: Airbus
« Letzter Beitrag von counselor am Heute um 18:32:45 »
Zitat
FLUGBLATT DER MLPD NORD - Ja zum Kampf um jeden Arbeitsplatz! Nein zum Sozialtarifvertrag!

Die Airbus-Geschäftsleitung kommt ins Reagieren, das zeigt der Schönwetter-Artikel des „Hamburger Abendblatts“ vom 20. Januar: „Airbus will 6000 neue Mitarbeiter in sechs Monaten einstellen.“ Grund sind sich steigernde Warnstreiks der Belegschaft und der Wunsch vieler Kollegen, den Kampf gegen das Airbus-“Umbauprogramm“ zu verstärken.

Das ist aber kein Zurückrudern in der Ausbeutungsoffensive von Airbus: Von Übernahmegarantie der Azubis nach der Ausbildung ist dort keine Rede! Die PAG-Kleinteilefertigung in Varel, Augsburg und Brasov soll weiter verkauft oder im Gegenzug dort 750 Arbeitsplätze vernichtet werden!

Für das Hochfahren der Produktion um 30 Prozent werden die Arbeiter nicht wesentlich aufgestockt – wurden doch 5500 fest Beschäftigte bis Anfang 2021 abgebaut. 10 Prozent der Strukturmontage sollen bei der Auslagerung in die ASA in „Billiglohnländer“ verlagert werden!

In Cadiz / Spanien Werksschließung – nur fest Beschäftigten wird ein anderer Arbeitsplatz angeboten. Arbeitsplatzvernichtung, Aufspaltung und das Hochfahren der Produktion nach Arbeitsplatzabbau sind zwei Seiten des Airbus-Ausbeutungsprogramms. Es ist richtig und notwendig unseren Kampf dagegen zu steigern!

Für seine Weltmarktstellung greift allein Airbus 327 Millionen Euro von insgesamt 1,1 Milliarden des staatlichen Förderungskatalogs in Deutschland ab. Die neue Ampel-Regierung führt die Politik des „billigen Geldes“ an die Konzerne weiter. Bei einer Auslastung der Flughäfen von 31 Prozent des Vorkrisenniveaus zum Beispiel in Hamburg schafft das neue Überkapazitäten an Flugzeugen. Nur China hat neben Russland den Vorkrisenstand seiner Produktion wieder erreicht. Ein allgemeiner oder gar nachhaltiger Aufschwung ist das nicht und durch den begrenzten Weltmarkt ist dieser auch nicht möglich. Die Politik des billigen Geldes für die Monopole heizt im Gegenteil die Börsen-Spekulation an und wälzt die Lasten der Weltwirtschafts- und Finanzkrise auf uns ab - mit einer sprunghaft gestiegenen Inflation!

Für eine Verstärkung unseres Kampfes gibt es aber kein einfaches „Weiter so“, wie es unser letztes Flugblatt¹ nahegelegte. Für einen Streik gegen Werksverkauf, Aufspaltung, Arbeitsplatzvernichtung und verstärkte Ausbeutung gibt es nämlich in Deutschland kein offizielles Streikrecht. Die IG-Metall-Führung darf ihn nicht führen und darf die Urabstimmung nicht zum Kampf gegen die Konzernpläne benutzen, sondern sie soll sogar mit einem Sozialtarifvertrag an der Vernichtung der Arbeitsplätze mitwirken. (Bundesarbeitsgericht vom 24.4.2007 - 1 AZR 252/06) Das ist für uns völlig unannehmbar! Zu Recht hat der Vertrauenskörper der IG Metall bei Airbus Hamburg nach dem Kampf gegen das Ausbeutungsprogramm Power8 von 2008 die Forderung aufgestellt: „Für ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht!“

Wir müssen uns von dem Gedanken trennen, dass es jemand für uns macht. Wir alle sind heute vor die Entscheidung gestellt, uns das Recht auf Streik zu nehmen. Dazu müssen wir uns besser organisieren, die kämpferische Richtung in der IG Metall stärken und uns für die Arbeiterinteressen auch politisch organisieren. Für eine starke IG Metall als unsere Kampforganisation! Wichtige Initiativen dafür in den Warnstreiks: Die Demo durchs Hamburger Werk am 2. Dezember 21 und die Demo am 1. Juli 21 zum Vareler Bürgermeister. Die Selbstorganisation von Streikposten, Aufstellung von Feuertonnen und Streikzelten mit Verpflegung, auch als Anlaufpunkt für Solidaritätsdelegationen und Anwohner. Darauf baut ein selbständiger Streik auf. Wie geht das? Die MLPD schlägt vor: Die Belegschaft einigt sich auf ein klares Forderungsprogramm und wählt sich eine Streikleitung. Alle wesentlichen Entscheidungen sollten in Streik-Versammlungen abgestimmt werden. Zuverlässige Vertrauensleute sollten das in die Hand nehmen. Das muss vorbereitet und mit den Familien gründlich überlegt werden. Mit Erfahrungen aus allen großen selbständigen Streiks der letzten Jahrzehnte (Stahlarbeiter Duisburg-Rheinhausen in den 1980er-Jahren, Bergarbeiterstreik 1997, Opel-Bochum 2004) ist die MLPD mit ihrem Know-how kompetenter Berater. Spendet für die MLPD, werdet Mitglied der MLPD!

Es gilt alle Mittel der Gewerkschaften als Kampforganisation auszuschöpfen. Aber: Wie kann IG-Metall-Bezirksleiter Daniel Friedrichs sein Interview im Juni 21 mit „Jobgarantie bis 2035!“ betiteln - und dann völlig gegensätzlich ausführen: „Eine rechtliche Teilhabe [am Konzernumbauprogramm] haben wir nicht. Wir werden versuchen, unsere Mitglieder in Sozialtarifverträgen so weit wie möglich abzusichern.“?

Sozialtarifvertrag heißt: Zustimmung zur Vernichtung von Arbeitsplätzen - bei „Odyssee“ allein 3000 durch den Airbus-Vorstand! Und selbst eine tarifliche „Jobgarantie“ hält nur solange, bis sie von Airbus mit der Klausel aus „veränderten wirtschaftlichen Bedingungen“ heraus gekündigt wird. Wer die gegensätzlichen Interessen von Arbeitern und Monopolen „sozialverträglich“ zu verwischen sucht, der stärkt die Position der Geschäftsleitung in ihrem Generalangriff auf unsere Interessen! Keine Beteiligung an einer Abstimmung für einen Sozialtarifvertrag – das ist eine Sackgasse!

Ein selbständiger Kampf kann ein Signal für Belegschaften anderer Branchen und Betriebe sein, die von denselben Angriffen betroffen sind: Halbierung der Belegschaft von Diehl, Kahlschlag bei den Werften, „Umbau“ der Hafenbetriebe und der Lufthansa, bundesweit Automobil und Stahl. Wir wären nicht alleine! Starten wir mit ihnen in die Arbeiteroffensive!

Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz im Airbus-Konzern und an allen Standorten! Für Neueinstellungen mit unbefristeten Arbeitsverträgen, inklusive. der Leih- und Zeitarbeiter sowie der Azubis entsprechend ihrer Ausbildung! Für eine zehnprozentige Ausbildsungsplatzquote!

* Wir sind eine Belegschaft weltweit! Konzernweiter Streik für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich zur Verteidigung unserer Arbeitsplätze und für den Schutz der Gesundheit vor Überausbeutung! Schulterschluss im Kampf mit den Airbus-Belegschaften international und den Boeing-Kollegen.
* Kampf um wirklichen Corona-Gesundheitsschutz in den Betrieben!
* Für die Einheit von Arbeiter- und Umweltbewegung. Beschleunigte Umstellung auf Wasserstoffantrieb aus erneuerbare Energien! Einschränkung des Flugverkehrs mit der Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen in neuen Verkehrssystemen!
* Für ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht!
* Für eine lebenswerte Zukunft, ohne Ausbeutung und Unterdrückung - für den echten Sozialismus! „Gib' Antikommunismus keine Chance!“

Quelle: https://www.rf-news.de/2022/kw04/ja-zum-streik-gegen-das-umbauprogramm-von-airbus-nein-zum-sozialtarifvertrag
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(Sozial-) Politikforum & Aktuelles von Chefduzen / Re: Anti Euro Partei AfD
« Letzter Beitrag von Onkel Tom am Heute um 17:54:02 »
Soso, der nächste Steigbügelhalteversuch der Faschos, das Merz und Weidel mal zum Gespann werden ?

Is mir schlecht..  :Q
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Globalisiert / Re: Ukraine
« Letzter Beitrag von counselor am Heute um 17:38:28 »
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Ökologie / Re: Workers for Future
« Letzter Beitrag von Kuddel am Heute um 16:04:37 »
Die Umweltbewegung entstand nicht erst in den 1970er Jahren. Ein Streik von 1888 zeigt, wie ein »Umweltschutz der Armen« aussehen kann.

https://jacobin.de/artikel/als-minenarbeiter-gegen-umweltverschmutzung-streikten-riotinto-streik-1888-kupferabbau-andalusien-ramachandra-guha-joan-martinez-alier/
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Globalisiert / Re: Streikwelle in Finnland?
« Letzter Beitrag von BGS am Heute um 14:40:24 »
Übersetzung:


AKT beendet ab Montag in den Häfen das Laden und Löschen von UPM-Produkten - als Unterstützung der streikenden Gewerkschaftsverbände
Veröffentlicht am 22.01.2022 11:02

Der Arbeiterbund der Auto- und Transportbranche AKT leitet aus Solidarität mit der Gewerkschaft der Papierarbeiter und der Fachgewerkschaft Elektro + Energie gegen die Produkte von UPM eine Blockade ein.

Die dem AKT angeschlossenen Stauer [hehe :)] beenden das Laden und Löschen von Papier, Zellulose und Karton von UPM ab Montag [24.1.22] morgen 6 Uhr.

Der Streit zwischen den Gewerkschaften und UPM handelt davon, wie weitreichend der neue Tarifabschluss gelten soll. Der Arbeitgeber UPM möchte lieber getrennte Tarifverträge für seine einzelnen Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns während die dort Angestellten einen einzigen Vertrag für den gesamten Konzern wünschen.

AKT sieht es als ideologischen Angriff, dass der Konzern UPM sich weigert, für das gesamte Unternehmen zu verhandeln, das Ziel sei es, so die Arbeit der Gewerkschaften unmöglich zu machen und auf diese Weise die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern.

"In Ländern wo die Gewerkschaften schwach sind kann man normalerweise nicht von einem Wohlfahrtsstaat, geschweige denn von Menschenrechten sprechen", schreibt der Vorsitzende von AKT, Ismo Kokko in einer Pressemitteilung.

Die Papiergewerkschaft beschloss letzten Donnerstag ihren Streik um zwei Wochen zu verlängern bis zum 19. Februar. Der Streik hatte zum Jahresanfang begonnen.

MfG

BGS
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(Sozial-) Politikforum & Aktuelles von Chefduzen / Re: Anti Euro Partei AfD
« Letzter Beitrag von Troll am Heute um 12:42:33 »
Der neue CDU-Parteivorsitzende ist praktischer Weise Rechts offen, willkommenskultur der CDU 2021/22, offen für alles, von Nazis bis zur organisierten Kriminalität, kein Tabu welches von der Macht fern hält.
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Medienkritik / Re: Der Spiegel - ein geschwätziges Blatt
« Letzter Beitrag von Troll am Heute um 12:40:51 »
Oh diese ehemaligen Kommunisten, ein Gottesgeschenk für die schreibende Zunft. Das dritte Reich hätten sie gerne los, den geliebten Feind niemals.
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(Sozial-) Politikforum & Aktuelles von Chefduzen / Re: Anti Euro Partei AfD
« Letzter Beitrag von counselor am Heute um 09:53:27 »
Max Otte ist ein bürgerlicher Ökonom, der ständig vor einem Finanzcrash warnt.
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Handel, Banken & Versicherungen / Re: Galeria Karstadt Kaufhof
« Letzter Beitrag von Kuddel am Heute um 09:41:25 »
Man sollte sich diesen Thread nochmal durchlesen und staunen, daß das kriminelle Spekulantenschwein René Benko jetzt Steuergelder in den Arsch geschoben kriegt:

Zitat
Warenhauskonzern Galeria erhält Genehmigung für zweiten Staatskredit
Der Händler soll weitere 240 Millionen Euro an Unterstützung bekommen. Eigentümer René Benko muss sich jedoch auch an der Rettungsaktion beteiligen.
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/einzelhandel-warenhauskonzern-galeria-erhaelt-genehmigung-fuer-zweiten-staatskredit/28004358.html
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