Trump

Begonnen von ManOfConstantSorrow, 13:02:05 Fr. 22.Juli 2016

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Onkel Tom

Zitat von: counselor am 03:38:14 Di. 21.Oktober 2025In den USA muss eine antifaschistische Einheitsfront aufgebaut werden.

Nö, weil eine "Front gegen Faschismus" bereits existiert und der "US-Bürger ist
endlich wach geworden
" und schließt sich diversen Bündnissen und Gruppierungen an.

Mit "Es bedarf einer Einheitsfront" würde der Protest langsam aber sicher
erlahmen.. Es sollte besser eine Bewegung bleiben, statt einer "Von paar Leuten
organisierten Aufrufstechnologie".

Protest braucht auch Kreativität aus Schwarmintelligenz und "Zuweisung", was zu
tun sei, würde des US-Bürgers "Freiheit" unterwandern. Dazu gehört auch die
Entscheidungsfreiheit jedes einzelnen, was für ihn machbar ist oder auch nicht.

Mit dem Begriff "Einheitsfront" erregt man da nur grüne Pickel und würden sich
da auch instrumentallisiert fühlen..

Ich habe Kontakt zu 2 US-Bürgern und das in rot gefärbte lässt alles zum Selbstgänger
werden.. Da bin ich mir doch recht sicher.  ;) 
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

Zitat von: Onkel Tom am 13:34:23 Di. 21.Oktober 2025Mit dem Begriff "Einheitsfront" erregt man da nur grüne Pickel

Es ist richtig, man sollte Menschen so ansprechen, daß sie es auch verstehen und folgen können.

counselor hat durchaus das Talent, sich in einem Politjargon zu äußern, der hölzern und für viele befremdlich rüberkommt. Ich denke, damit redet man an den Menschen vorbei und erreicht sie nicht.

Andererseits gehst du, @Onkel Tom, mir mit deiner antikommunistischen Paranoia extrem auf den Sack. Was heutzutage im Umfeld der Linkspartei alles an marxistischem Vokabular in Gebrauch völlig normal geworden ist, wäre vor 20 Jahren bei chefduzen kaum möglich gewesen. Vieles ist gesellschaftlich normal geworden. Das ist so, weil Leute diese bösen Worte absichtlich massiv benutzt haben und so zu einer Normalität gebracht haben. Man muß offensiv gegen den rechten Zeitgeist vorgehen und Dinge sagen, die viele nicht hören wollen.

Ich glaube, nur du allein kriegst Pickel bei dem Wort "Einheitsfront". Ich halte das für ein stinknormales Wort, das aus den Zeiten stammt, in denen Hitlers politischer Aufstieg nicht zu übersehen war, und die miteinander völlig zerstrittenen Kommunisten und Sozialdemokraten sich gegen die faschistische Bedrohung zusammengeschlossen haben und sich nicht länger gegenseitig bekämpfen wollten.

Der Versuch dieser "Einheitsfront" ist absolut positiv und sollte nicht vergessen werden. Diese Geschichtsvergessenheit ist scheiße. Der historische Begriff kann nicht durch einen anderen ersetzt werden.

Onkel Tom

Jo, träumt mal weiter davon, das die USA sich um 180 Grad wandeln könnte.
Ich träume ja auch.. :-/

Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

Ich habe ein Jahr als Austauschschüler in einer Mormonenfamilie in den USA gelebt.

Dieses Jahr hat mich geprägt, ich kann den Schwur auf die US Flagge noch immer auswendig, den wir jeden Morgen vor dem Unterricht aufsagen mußten.

Ich habe mir dort geschworen, ich werde mein Leben lang gegen Patriotismus, gegen religiösen Wahn und gegen Antikommunismus kämpfen.

Diese 3 Themen sind der Klebstoff, der die kaputte US-Gesellschaft zusammenhält. Man kann sich gar nicht vorstellen, mit welcher Intensität der Antikommunismus sich in die Köpfe der Menschen gegraben hat. Selbst meine kiffenden, langhaarigen Kumpels von der High School waren davon befallen und hatten panische Angst vor allem, was nur entfernt mit der Sowjetunion oder Sozialismus zu tun hatte.

counselor

Zitatcounselor hat durchaus das Talent, sich in einem Politjargon zu äußern, der hölzern und für viele befremdlich rüberkommt. Ich denke, damit redet man an den Menschen vorbei und erreicht sie nicht.

Das Thema mit dem Gebrauch marxistischer Begriffe haben wir erst vor Kurzem offline diskutiert. Unsere Übereinkunft war, dass wir Begriffe gebrauchen, weil die Menschen sich an exakte Begriffe jenseits des Mainstreams gewöhnen sollten.

Mir scheint auch, dass der Sozialismus in den USA bei den jungen Leuten an Ansehen gewinnt.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

ZitatNach den ,,No Kings"-Protesten: Was nun?

Die ,,No Kings"-Demonstrationen am Samstag, die größten Massenproteste in der amerikanischen Geschichte mit schätzungsweise 7 Millionen Teilnehmern waren ein eindrucksvolles Zeichen der wachsenden Opposition in der Bevölkerung gegen die Verschwörung der Trump-Regierung zur Errichtung einer Diktatur. Aus dem Weißen Haus dringt der Gestank des Faschismus und Millionen Menschen haben ihn bereits in der Nase.

Quelle: https://www.wsws.org/de/articles/2025/10/21/pers-o21.html
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

ZitatTrump droht mit dem Ende der Lebensmittelhilfe: Eine Waffe im Klassenkampf

Die Erklärung der Trump-Regierung, dass sie die Finanzierung von Lebensmittelhilfen am 1. November auslaufen lässt, falls die Demokraten nicht einlenken und die Haushaltssperre beenden, ist ein Akt purer Grausamkeit. Millionen von Amerikanern könnten hungern während der Thanksgiving-Festtage und während die Oligarchen hinter Trump Rekorde an den Aktienmärkten feiert.

Quelle: https://www.wsws.org/de/articles/2025/10/28/5f70-o28.html
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

ZitatIn der diesjährigen Schillerrede im Deutschen Literaturarchiv hat die französisch-israelische Soziologin Eva Illouz den Regierungsstil von US-Präsidenten Trump scharf verurteilt.

Trump sei eine neue Art von faschistischem Führer, der nicht von einer starren und klaren Ideologie lebe, sondern von Verwirrung, sagte Illouz in Marbach. Die Bewegung des Präsidenten setze die Merkmale des Faschismus innerhalb der Demokratie ein.
https://www.deutschlandfunk.de/illouz-bezeichnet-trump-als-faschistischen-fuehrer-106.html

Kuddel

Trump ist ein Phänomen.
Der Faschismusvergleich mag schwierig sein, da er vieles anders macht als Hitler oder Mussolini.

Hier scheint aber eine Art SA aufgebaut zu werden:
ZitatMit einer Rekordsumme von mehr als 75 Milliarden Dollar rüstet die Trump-Regierung die Einwanderungsbehörde ICE hoch. Entsteht hier eine Eingreiftruppe mit nahezu unbegrenzten Befugnissen?

Einer Politik, die Donald Trump im Wahlkampf angekündigt hatte und für die er gewählt wurde. Seine Regierung werde so viele illegale Einwanderer wie noch nie zuvor abschieben, hatte er erklärt. Die seien kriminell, würden »Hunde und Katzen« essen. Er werde das Land wieder sicher machen.

Umsetzen soll dieses Wahlversprechen eine Behörde: ICE, das Immigration and Customs Enforcement, 20.000 Mitarbeiter, Hauptsitz Washington, D.C.. ICE führt aus, was Trump und seine Strategen im Weißen Haus vorgeben. Und geht dabei rabiater vor: ICE-Beamte nehmen Asylsuchende vor Gerichtssälen fest, schlagen Autofenster ein oder jagen Gärtner durch Parks. Sie verhaften Kindermädchen, Krankenpfleger, Erntehelferinnen, Bauarbeiter. Anders als Trump glauben macht, handelt es sich bei diesen Menschen meist nicht um Verbrecher. Sondern in fast drei von vier Fällen um Menschen, deren einziges Vergehen darin besteht, ohne Papiere in ein Land gekommen zu sein, dessen Wirtschaft sie seit Jahrzehnten am Laufen halten. Behandelt aber werden sie wie Schwerstkriminelle:  Noch nie hat das Land ein solches Ausmaß an Maßnahmen gegen Einwanderer gesehen, noch nie so viele Menschen in Abschiebeknästen, die mitunter nicht mehr sind als Zeltstädte voller Käfige mitten im Sumpf. (...)

Eine Truppe aus maskierten Brutalos, die staatlich finanzierten Terror verbreiten und damit Polizeistaaten ähneln? Trumps Vizestabschef Stephen Miller vergleicht politische Gegner mit Terroristen, der Präsident selbst spricht vom Feind im Innern und will Militär in US-Städte schicken. »Die Miller-Trumpisten sind nicht nur daran interessiert, Einwanderer ohne Papiere zusammenzutreiben«, schreibt  die Harvard-Soziologin Theda Skocpol. »Sie werden verstärkt ICE-Maßnahmen nutzen, um Demokraten und kritische Bürger zu schikanieren und – wenn sie können – künftige Wahlen zu unterlaufen.« (...)

Allein in 250 Tagen dieser Präsidentschaft sind 400.000 Menschen abgeschoben worden, weitere 1,6 Millionen haben die USA mehr oder weniger freiwillig verlassen. »Selbstabschiebung« nennt die US-Regierung das. Zwischen Januar und Juni stieg die Zahl der Inhaftierten in Abschiebegefängnissen um 43 Prozent. Anfang November waren laut dem US-Sender CBS mit 66.000 Frauen, Männern und Kindern so viele wie nie zuvor in den Knästen untergebracht, die »Alligator Alcatraz«, »Speedway Slammer« oder »Deportation Depot« heißen und von den Republikanern mit Mützen und Memes beworben werden, als handelte es sich um lustige Computerspiele. (...)

Um auch ohne Durchsuchungsbeschlüsse in Wohnungen zu gelangen oder herauszufinden, ob eine Person an der Bushaltestelle ohne gültige Aufenthaltserlaubnis im Land ist, arbeiten ICE-Beamte vielerorts mit der Polizei zusammen. So stoppen Polizisten etwa Fahrer wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen und übergeben sie dann an ICE. (...)

Der Kongress hat mit Trumps »Big Beautiful Bill« insgesamt gut 170 Milliarden Dollar für die Grenz- und Einwanderungsziele der Regierung freigegeben. Allein 75 Milliarden davon sollen in den kommenden Jahren an ICE fließen. 45 Milliarden Dollar sind für neue Gefängnisse in den nächsten Jahren vorgesehen. Knapp 30 Milliarden unter anderem dafür neue Agenten einzustellen. (...)

Sie lässt auch Männer und Frauen deportieren, die eigentlich durch das Gesetz vor Abschiebungen geschützt sind. Es gibt Berichte, wonach ICE auch zunehmend gegen US-Amerikaner vorgeht. Bis Mitte Oktober sollen mindestens 170 Staatsbürger  eingesperrt worden sein. Der salvadorianische Journalist Mario Guevara etwa wurde im Sommer von ICE festgenommen . Er hatte über die »No Kings«-Proteste gegen Trump und ICE-Razzien berichtet. Die Vorwürfe gegen ihn wurden fallen gelassen, trotzdem wurde er nach 100 Tagen in ein Gefängnis nach El Savador abgeschoben.

Binnen nicht einmal zehn Monaten ist hier ein System entstanden, das sich immer weiter verselbstständigt. Trumps »Grenzzar« Tom Homan, in der ersten Amtszeit verantwortlich für die Familientrennungen an der Grenze zu Mexiko, verspricht mehr: »Ihr denkt, dass wir jetzt schon viele Leute festnehmen? Wartet, bis wir die Finanzierung haben, um zu tun, was wir wollen.«
https://archive.is/ThiOD

(Dieser längere Ausschnitt stammt aus einem lesenswerten langen Bericht.)

Aber nochmal zurück zu dem Phänomen Trump. Er hat eine Anhängerschaft, die sich mit ihm tief verbunden fühlt. Er wird nicht nur gewählt, sondern auch angehimmelt von Menschen, die zur Arbeiterklasse gehören und die durch Trumps Politik eine Verschlechterung ihrer Situation zu erwarten haben. Ein Beobachter seiner Wahlkampfauftritte beschrieb, daß die Menschen strahlten und elektrisiert waren. Er war in der Lage den Hoffnungslosen Hoffnung zu geben.

Er kann dumme Sachen sagen, er kann Unsinn reden, das tut dem kein Abruch. Sie sehen weiterhin in Trump einen Retter, eine Lichtgestalt.

Der gleiche Beobachter beschrieb auch einen Auftritt von Kamala Harris. Sie habe richtige Dinge gesagt, gut argumentiert, doch der Funken sprang nicht über. Sie hat ihr Publikum nicht erreicht.

Tja, jetzt stehen wir da und müssen feststellen, daß die richtigen Argumente allein nicht genügen.

Und nu?

Tiefrot

ZitatUnd nu?

Erfahrungsgemäß ist es so, das wir den Amis wirklich alles nachäffen.
In den US of A sehen wir, wie es bei uns in absehbarer Zeit aussehen wird.  :Q
Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet die asozialen Medien ab !

Frauenpower


ManOfConstantSorrow

Zitat,,Ihr Land stinkt" – Trump beschimpft Somalier als ,,Müll"

US-Präsident Donald Trump hat Migranten aus Somalia für unerwünscht erklärt und als ,,Müll" bezeichnet. ,,Ihr Land stinkt, und wir wollen sie nicht in unserem Land", sagte Trump am Dienstag bei einer Kabinettssitzung in Washington.

Manche könnten sagen, seine Aussagen seien politisch inkorrekt, aber das sei ihm egal, sagte Trump. Viele Kommentatoren in Sozialen Medien werten seine Aussagen als Rassismus.

,,Wir wollen sie nicht in unserem Land", insistierte der Präsident mehrfach und fügte hinzu, das könne er auch über andere Länder sagen. ,,Unser Land ist an einem Kipppunkt", sagte Trump. ,,Wir werden in die falsche Richtung gehen, wenn wir weiterhin Müll in unser Land aufnehmen."

Er bezeichnete auch die demokratische Abgeordnete und Aktivistin Ilhan Omar, die in Somalia geboren wurde, und ihre Freunde als ,,Müll". Das sind Leute, die nichts anderes täten, als sich zu beschweren. ,,Wo sie herkommen, hatten sie nichts". Sie sollten dahin zurückgehen, wo sie herkämen, und die Dinge in Ordnung bringen, sagte Trump. (...)

Trump hatte am Donnerstag einen vollständigen Aufnahmestopp der USA für alle Menschen aus ,,Dritte-Welt-Ländern" angekündigt. ,,Ich werde Migration aus allen Dritte-Welt-Ländern dauerhaft stoppen", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Auf welche Länder genau er sich bezieht und wie und wann er einen solchen Aufnahmestopp durchsetzen will, führte er nicht aus.
https://www.welt.de/politik/ausland/article692f5faa8e5be81710cb837f/donald-trump-ihr-land-stinkt-us-praesident-beschimpft-somalier-als-muell.html

Das ist doch alles nicht wahr!?!

Als hätte es Humanismus, Menschenrechte und Aufklärung nie gegeben...

Wo sind denn die inländischen Heilkräfte dieser Vorzeigedemokratie??

Wo ist eine weltweite politische Opposition und wo wirtschaftliche Sanktionen?

Nein, die ganze "Freie Welt" kriecht dem menschenverachtenden Irren weiter in den Arsch.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

counselor

ZitatHauen und Stechen - Trumps "Nationale Sicherheitsstrategie" befeuert weltweit faschistische Tendenz

Immer deutlicher wird, dass NATO und US-Imperialismus mit dem Ukrainekrieg die strategische Schwächung Russlands und der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in der bisherigen Weise nicht erreichen. Mit der neuen "Nationalen Sicherheitsstrategie" von US-Präsident Donald Trump wird die faschistische Außenpolitik relativ allseitig entwickelt und zur offiziellen Strategie der USA.

Quelle: https://www.rf-news.de/2025/kw50/trump-strategie
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

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